Wetterprognose und Vorhersage Winter 2019/20

- Bettina Marx
Januar-Prognose: Wird der Winter zum Totalausfall?
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Gibt es in Deutschland im Januar oder Februar überhaupt nochmal Schnee im Flachland oder fällt der Winter komplett aus? Wir blicken auf das Wetter im Winter 2019/2020.

Die wohl wichtigste Wetterfrage des Jahres ist bei den meisten Deutschen das ganze Jahr über präsent: Dürfen wir uns in Deutschland über weiße Weihnachten freuen? Im vergangenen Jahr ging der Wunsch nach Schnee zum Fest leider mal wieder nicht in Erfüllung. 

Weihnachtstauwetter ist schuld an Misere

Aber warum sind die Chancen für weiße Weihnachten in den meisten Regionen Deutschlands denn so gering? Schuld daran ist das sogenannte Weihnachtstauwetter. Ähnlich wie die Hundstage im Juli und August zählt das Weihnachtstauwetter in Deutschland zu den markantesten Witterungsregelfällen bzw. Singularitäten. Wie der Name schon sagt, treten typische Witterungen bzw. Wetterlagen im Jahresverlauf regelmäßig auf. 

Ausgerechnet zur Weihnachtszeit stellt sich häufig eine westliche Strömung ein, mit der milde und feuchte Luft nach Deutschland transportiert wird. Deshalb ist das Wetter um Weihnachten und Silvester in rund zwei Dritteln aller Fälle deutlich wärmer als es für diese Jahreszeit üblich ist. Ein gutes Beispiel dafür ist der Winter 2018, in dem es genau so gekommen ist.

Wetter im Winter 2019/20 in Deutschland

Der Dezember 2019 war vergleichsweise viel zu warm. Zweistellige Höchsttemperaturen waren in einigen Regionen zu verzeichnen. Statt Schnee gab es zu Weihnachten 2019 mildes und teils stürmisches Wetter. Winterfeeling konnte da also nur schwer aufkommen. 

Und auch im neuen Jahr bleibt das winterliche Wetter in weiter Ferne. Woran das liegt, erfährst du im aktuellen 16-Tage-Trend:

Wetter 16 Tage: Januar endet ohne Winter
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Januar ist kältester Monat des ganzen Jahres

In Sachen Schnee sollten wir unsere Erwartungen an den Dezember generell etwas runterschrauben. Die schneereichsten und kältesten Tage werden in der Regel nämlich erst nach dem Jahreswechsel erwartet. Nicht ohne Grund ist der Januar mit einer Mitteltemperatur von -0,5 Grad der kälteste Monat des Winters.

Ob der Januar 2020 der Statistik treu bleibt und sich zum strengen Wintermonat mausert, hängt von der Großwetterlage ab. Häufig bahnt sich im Januar eine markante Umstellung der Großwetterlage an, der Winter nimmt dann erst richtig Fahrt auf. Allerdings sieht es in diesem Jahr wahrlich nicht danach aus, werden doch wieder zweistellige Höchsttemperaturen erwartet.

Kalendarischer Winteranfang am 22. Dezember 2019

Nochmal zurück zu Weihnachten. Es ist also kein Wunder, dass die Chancen für weiße Weihnachten in Deutschland nicht sonderlich gut standen. Denn nur zwei Tage vor Heiligabend - am 22. Dezember 2019 - begann der kalendarische Winter 2019/20 ja überhaupt erst. Ganz Deutschland war das letzte Mal übrigens an Weihnachten 2010 eingeschneit.

Der kalendarische bzw. astromische Winteranfang richtet sich nach der Wintersonnenwende. Da die Sonne während der Wintersonnenwende die geringste Mittagshöhe auf der Nordhalbkugel erreicht, ist der 22. Dezember 2019 der kürzeste Tag des ganzen Jahres.

Klimatische Einordnung des Winters

Dieser überdurchschnittlich temperierte Trend im Winter konnte auch schon in den letzten Jahren beobachtet werden. Die Mitteltemperatur der Winter der vergangenen fünf Jahre liegen allesamt über dem langjährigen Mittel von 0,2 Grad. Dieser Mittelwert bezieht sich auf die Referenzperiode 1961 bis 1990 (Quelle: DWD). 

Winter der letzten Jahre überdurchschnittlich warm

Mitteltemperatur Abweichung *
Winter 2018/19 2,8 Grad + 2,6 Grad
Winter 2017/18 1,6 Grad + 1,4 Grad
Winter 2016/17 0,9 Grad + 0,7 Grad
Winter 2015/16 3,6 Grad + 3,4 Grad
Winter 2014/15 1,8 Grad + 1,6 Grad

* vom langjährigen Mittel (0,2 Grad)

Wie ist das typische Wetter im Winter?

  • Durchschnittstemperatur (bezogen auf das Mittel 1961 bis 1990): 0,2 Grad
  • Mittlere Niederschlagssumme: 181 Liter pro Quadratmeter
  • Mittlere Sonnenscheindauer: 154 Stunden im Monat

Schneechaos: So war das Wetter im Winter 2018/19 

Dass es die schneereichsten Tage oft erst im Januar gibt, beweist auch der Rückblick auf den vergangenen Winter: In den Alpen und im Süden Bayern kamen im Januar 2019 binnen weniger Tage enorme Schneemengen runter. Zehntausende waren in den Alpen eingeschlossen. In vielen Landkreisen wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Schulen blieben mehrere Tage geschlossen. Vielerorts galt höchste Lawinenwarnstufe.

Nicht alle nahmen die Warnungen erst und so wurden mehrere Menschen von Lawinen verschüttet. In Balderschwang und Ramsau wurden Hotels von einer Lawine getroffen. Eine Bilanz zum Schneechaos 2019 gibt es in diesem Video: 

Winterreifen schon vor Winteranfang nötig

Egal wann Schnee im Winter fällt, Winterreifen solltest Du immer schon vor der kalten Jahreszeit wechseln. Denn nicht nur bei Glätte, Schnee und Eisregen spielen Winterreifen ihre Vorteile aus, auch bei niedrigen Temperaturen sind Autofahrer mit Winterreifen sicherer unterwegs. Denn sie haften bei kaltem Wetter viel besser als Sommerreifen. 

Eine weitgehend sichere Fahrt bieten die Winterreifen aber nur dann, wenn die Reifen nicht zu alt sind und eine Mindestprofiltiefe eigehalten wird. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern. Viele Experten empfehlen aber ein Profil von mindestens vier Millimetern. Anderenfalls drohen Bußgelder:

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