Wetter Dezember 2026: Weiße Weihnachten trotz mildem Trend?
Gibt es dieses Jahr weiße Weihnachten? Im Dezember hoffen viele auf Schnee und kalte Temperaturen, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. So sieht die Langfristprognose für den Dezember 2026 aus.
Winterliebhaber:innen wurden im Dezember schon oft enttäuscht. In den letzten Jahren verlief der erste Wintermonat meist zu mild. Auch in diesem Jahr?
Wie wird das Wetter im Dezember 2026?
Vermutlich ist es für die meisten wenig überraschend, dass die Wettermodelle für den Dezember 2026 in Deutschland einen überdurchschnittlich temperierten Trend prognostizieren. Das amerikanische NOAA-Modell berechnet sogar eine Temperaturabweichung von bis zu 3 Grad - und das für den gesamten Süden und die Mitte des Landes. Den Norden erwartet laut den Langfristprognosen ein Temperaturüberschuss von bis zu 2 Grad, wie diese Grafik veranschaulicht:

Das amerikanische Wettermodell berechnet den Dezember 2026 insgesamt zu warm. (Quelle: NOAA)
Langfristprognose: Warmer Dezember wahrscheinlich
Einen ähnlichen Temperaturtrend für den Dezember 2026 berechnet auch das europäische Wettermodell. Beim ECMWF-Modell gibt es im Süden und in der östlichen Mitte Deutschlands Temperaturabweichungen von 3 Grad, während im Norden und in der westlichen Mitte der Temperaturüberschuss bei 2 Grad liegt.
Da sich die Temperaturabweichungen auf den gesamten Monat beziehen, ist es natürlich nicht ausgeschlossen, dass es auch mal (kurze) Kaltluftvorstöße mit Schnee gibt. Wäre dies ausgerechnet zu Weihnachten der Fall, gäbe es sogar regional weiße Weihnachten. Diese Spekulation ist allerdings noch viel zu früh. Sobald genauere Details zum Dezemberwetter verfügbar sind und die Wettermodelle präzisere Vorhersage zulassen, informieren wir selbstverständlich an dieser Stelle.
NOAA-Modell mit Niederschlagsüberschuss im Dezember
Der nötige Niederschlag wäre aber schon mal in den Prognosen zu sehen, zumindest wenn man nach dem amerikanischen NOAA-Modell geht. Wie die Grafik unten zeigt, ist vor allem im Westen Deutschlands mit mehr Niederschlag als üblich zu rechnen. Das europäische Modell geht bei diesem Trend nicht mit. Es sieht den Niederschlag nämlich komplett im Soll.

Fazit: Der diesjährige Dezember könnte mal wieder deutlich zu warm ausfallen, da sind sich die Wettermodelle einig. Weiße Weihnachten 2026 müssen wir deshalb aber noch nicht komplett abschreiben. Denn ein Kaltluftvorstoß pünktlich zu Weihnachten ist trotz des milden Monatstrends nicht ausgeschlossen. Der nötige Niederschlag wäre - zumindest laut dem NOAA-Modell - in den Dezemberprognosen 2026 schon mal vorhanden.
So war das Wetter im Dezember 2025
Im Dezember 2025 dominierte Hochdruckwetter, so war es insgesamt ein sehr ruhiger Monat mit wenig Niederschlag und viel Sonne. Nach milden Phasen schaltete das Wetter pünktlich zu Weihnachten auf Winter.
So war Weihnachten 2025 für viele Menschen in Deutschland das kälteste Fest seit 15 Jahren und der Dezember insgesamt der sonnigste seit Messbeginn 1951. Das geht aus der Monatsbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor, der parallel zur vorläufigen Jahresbilanz veröffentlicht wurde.
Sehr viel Sonnenschein
Mit bislang 68 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer im Dezember den Vergleichswert der Periode 1961 bis 1990 um 79 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 betrug das Plus rund 62 Prozent. "Nach aktuellem Stand brachte nur der Dezember 1972 mit 76 Stunden mehr Sonne", so der DWD. Besonders sonnig war es im östlichen Bergland und in Süddeutschland, wo teils über 100 Stunden registriert wurden.
Kältestes Weihnachtsfest sei 15 Jahren
Weihnachten war "vielerorts das kälteste Fest seit 15 Jahren", so der DWD. Pünktlich zum Fest stellte sich eine östliche Strömung ein, verbunden mit eisigem Wind. Zum Monatsende bildete sich vor allem in den Mittelgebirgen eine Schneedecke.
Das Mittel der Lufttemperatur lag im gesamten Dezember 2025 mit 3,1 Grad um 2,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990.
Klimatische Einordnung des Dezembers
Die letzten Dezember waren allesamt überdurchschnittlich mild. Dass der Dezember auch anders kann, bestätigt der außergewöhnlich kalte und schneereiche Dezember 2010.
Mit einer Durchschnittstemperatur von -3,5 Grad war der Dezember 2010 der kälteste seit 1969. Damals gab es deutschlandweit weiße Weihnachten. Selbst in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Hohn, die nahezu auf Meeresspiegelniveau liegt, fielen 41 cm Schnee. An der Ostsee wurde eine Schneedecke von 39 cm registriert. In einigen Orten Norddeutschlands gab es sogar neue Rekordschneemengen. Diese große weiße Überraschung ist für die Nordlichter eine Seltenheit.
Der letzte Dezember hingegen war deutlich zu warm und somit der 15. zu warme Dezember in Folge.
Eine Übersicht über die Durchschnittstemperaturen im Dezember der letzten Jahre erhältst du in folgender Tabelle (Quelle: DWD):
| Mitteltemperatur | Abweichung* | |
| Dezember 2025 | 3,1 Grad | + 2,3 Grad |
| Dezember 2024 | 2,8 Grad | + 2,0 Grad |
| Dezember 2023 | 3,9 Grad | + 3,1 Grad |
| Dezember 2022 | 1,8 Grad | + 1,0 Grad |
| Dezember 2021 | 2,6 Grad | + 1,8 Grad |
| Dezember 2020 | 3,0 Grad | + 2,2 Grad |
| Dezember 2019 | 3,7 Grad | + 2,9 Grad |
| Dezember 2018 | 3,8 Grad | + 3,0 Grad |
| Dezember 2017 | 2,6 Grad | + 1,8 Grad |
| Dezember 2016 | 2,1 Grad | + 1,3 Grad |
| Dezember 2015 | 6,4 Grad | + 5,6 Grad |
| Dezember 2014 | 2,6 Grad | + 1,8 Grad |
| Dezember 2013 | 3,5 Grad | + 2,7 Grad |
| Dezember 2012 | 1,5 Grad | + 0,7 Grad |
| Dezember 2011 | 3,8 Grad | + 3,0 Grad |
| Dezember 2010 | -3,5 Grad | - 4,3 Grad |
Wie ist das typische Wetter im Dezember?
- Durchschnittstemperatur (bezogen auf das Mittel 1961 bis 1990): 0,8 Grad
- Mittlere Niederschlagssumme: 70 Liter pro Quadratmeter
- Mittlere Sonnenscheindauer: 38 Stunden im Monat
- Weihnachtstauwetter vermiest oft weiße Weihnachten
- Wintersonnenwende am 21. Dezember 2025
Winterwetter im Dezember: Diese Wetterlagen bringen Schnee
Viele sehnen sich im Dezember nach Winterwetter mit Schnee. Hin und wieder ist diese Hoffnung auch durchaus berechtigt. Das Wetter hierzulande wird nämlich einerseits vom warmen Atlantik, andererseits von der immer kühler werden Luftmasse über Osteuropa beeinflusst. Je nachdem welche Strömung sich einstellt bzw. wie die Hoch- und Tiefdruckgebiete liegen, dominiert die milde Strömung oder es gibt Kaltluftvorstöße aus Osten mit Schnee, Eis und Glätte.
Dieser Kampf der Luftmassen hat seinen Ursprung in den großen Temperaturunterschieden innerhalb Europas. Da der europäische Kontinent mit abnehmender Sonneneinstrahlung stärker auskühlt als die umgebenden Meere, entstehen über Europa große Temperaturgegensätze.
Welche Großwetterlage sich einstellen muss, damit wir "richtiges" Winterwetter bekommen, erfährst du in diesem Wetter-Video:
Winteranfang: Wintersonnenwende am 21. Dezember 2026
Apropos abnehmender Sonnenstand: Der Dezember ist der dunkelste Monat im ganzen Jahr. Doch Hoffnung ist in Sicht. Denn ab der Wintersonnenwende am 21. Dezember 2026 geht es mit der Tageslänge wieder bergauf. Der 21. Dezember markiert nicht nur den kürzesten Tag des Jahres, sondern auch den kalendarischen Winteranfang.
Wenn es draußen noch dunkel ist, fällt es besonders schwer, morgens aus dem Bett zu kommen. Aber einen Vorteil hat der dunkle Monat: Wir können den Sternschnuppenregen der Geminiden besonders gut sehen.
Die dunkelste Zeit des Jahres fällt aber nicht mit der kältesten Zeit des Jahres zusammen. Obwohl der Sonnentiefststand bereits am 21. Dezember 2026 erreicht wird, tritt die kälteste Zeit des Jahres erst Wochen danach auf. Diese zeitliche Verschiebung begründet sich durch die Trägheit des Klimasystems. Zwar kühlt die Luft im Dezember durch die geringe Sonneneinstrahlung immer mehr aus, der kälteste Monat des Jahres fällt in Deutschland aber in der Regel auf den Januar.
Der Januar ist aber nicht nur der kälteste, sondern in der Regel auch der schneereichste Monat in Deutschland. Ob der Januar 2027 ein Monat der Extreme wird und sich ein nachhaltiger Wintereinbruch einstellt, bleibt aber abzuwarten.
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