Wetter Hundstage 2022: Wetterwechsel Mitte August, wird es kühler?

- Redaktion
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Die Hundstage bescheren uns oft das heißeste Wetter des ganzen Jahres. In diesem Sommer könnte es wieder besonders heiß und trocken werden.

Statisch gesehen stehen uns zwischen dem 23. Juli und 23. August die heißesten Tage des ganzen Jahres bevor. Diese beständig hochsommerliche Witterungsphase bezeichnen Meteorolog:innen als Hundstage. 

Da viele Schüler:innen im Juli und August Sommerferien haben, ist der Zeitraum der Hundstage bei den meisten Deutschen besonders beliebt, um den alljährlichen Sommerurlaub zu genießen. Das heiße Wetter während der Hundstage sorgt daher oft für volle Freibäder und Badeseen. Doch es ist eh schon viel zu trocken in Deutschland. Weitere trockene und heiße Monate würden die Dürrelage in Deutschland noch einmal verschlimmern. 

Wie wird das Wetter an den Hundstagen 2022?

Die Hundstage sind in diesem Jahr bisher tatsächlich sehr heiß. Doch schon davor breitete sich extreme Hitze in Deutschland aus. In der Woche ab dem 18. Juli wurde Deutschland von einer Hitzewelle erfasst, die die Temperaturen auf über 40 Grad steigen ließ. Selbst in Hamburg wurden 40 Grad erreicht, ein neuer Temperaturrekord für die Stadt. 

Am 25. Juli zogen dann teils heftige Gewitter über Deutschland. Die Temperaturen sanken danach deutlich. 

Auch der August begann wieder mit einer Hitzewelle. Am Donnerstag, den 04.08.2022, stiegen die Werte bis zu 39 Grad. Am Wochenende kühlte es sich nach Gewittern am Freitag zwar ein wenig ab, doch die zweite Augustwoche brachte neue Hitze mit Werten bis zu 36 Grad. Doch ab Mitte August steht ein Wetterwechsel an. Wie es danach weitergeht, ist noch nicht ganz klar. 

Mehr dazu siehst du im Video zu Beginn des Artikels. 

Was sind die Hundstage?

Die Tage zwischen dem 23. Juli und 23. August werden zwar Hundstage genannt, haben aber mit den Vierbeinern rein gar nichts zu tun. 

Namensgeber für die Hitzeperiode ist nämlich das Sternenbild Großer Hund mit seinem hellsten Stern Sirius (Hundsstern). Der Zeitraum, in dem Sirius am Morgenhimmel sichtbar war, bezeichneten die Römer einst als "Tage des Hundes". 

Zufälligerweise fiel diese Zeit mit den heißesten Tagen des Jahres zusammen. Aus diesem Grund wurde zu Zeiten des Römischen Reiches die sommerliche Hitze mit dem Sternenbild Großer Hund in Verbindung gebracht.

Vom Erscheinen des Sirius bis zur vollständigen Sichtbarkeit des Sternbildes "Großer Hund " liegt eine Zeitspanne von ungefähr 30 Tagen. Dieser Zeitraum entspricht auch der Dauer der Hundstage.

Durch die Eigenbewegung des Sternbildes hat sich die Sichtbarkeit des Hundssterns heutzutage verschoben. Der "Große Hund" mit dem Stern Sirius ist in der heutigen Zeit frühestens am 30. August sichtbar. Dennoch wurde der Zeitraum der Hundstage zwischen dem 23. Juli und 23. August beibehalten:

Wann ist es in Deutschland am wärmsten?

Obwohl die Tage im Zeitraum zwischen dem 23. Juli und 23. August schon wieder deutlich kürzer werden, liegen die statistisch heißesten Tage des Jahres dennoch in dieser Zeitspanne. Das erscheint auf den ersten Blick ziemlich unlogisch, doch es gibt eine meteorologische Erklärung dafür. 

Einerseits erwärmt sich die Erdoberfläche aufgrund ihrer Trägheit sehr langsam. Deshalb ist die stärkste Erwärmung erst Wochen nach dem Sonnenhöchststand am 21. Juni 2022 zu verzeichnen. Da sich das Meer noch langsamer bzw. später erwärmt als das Land, treten die "heißesten Tage" an Nordsee und Ostsee statistisch gesehen übrigens später auf als in küstenfernen Regionen.

Andererseits spielt die Großwetterlage eine entscheidende Rolle. Im Juli und August liegt Mitteleuropa häufig im Einflussbereich des subtropischen Hochdruckgürtels. Deutschland befindet sich dann südlich des Jetstreams in einer warmen Luftmasse. Hierzulande kann sich ein Hoch etablieren, das verbreitet für warmes Sommerwetter sorgt. Tiefdruckgebiete machen demzufolge einen großen Bogen um Deutschland und werden oft weit in den Norden Europas zurückgedrängt.

Hundstage in den letzten Jahren: Oft bringen sie Hitzerekorde

Wie heiß das Wetter während der Hundstage werden kann, zeigt der Blick in die Wetter-Geschichtsbücher. So wurde am 27. Juli 1983 gleich an mehreren Wetterstationen im Südosten Deutschlands die 40-Grad-Marke geknackt. 

Und auch im Sommer 2018 gab es pünktlich zu den Hundstagen nochmal eine anhaltende und extreme Hitzewelle. So wurden in Frankfurt am Main an 18 Tagen in Folge Temperaturen über 30 Grad verzeichnet.

Diese Hitze wurde im 2019 Jahr sogar nochmal getoppt. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland ist die Temperatur erstmals über 41 Grad gestiegen. Mit 41,2 Grad in Duisburg-Baerl und Tönisvorst in Nordrhein-Westfalen wurde am 25.07.2019 ein neuer Hitzerekord für Deutschland aufgestellt.

Der Juli 2021 war vor allem von der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands geprägt. Dazu war es nur leicht zu warm. Der August 2021 war der kälteste seit 2014, in vielen Landesteilen stiegen die Werte im ganzen Monat nicht über 25 Grad. Die Hundstage fielen im letzten Jahr also aus. 

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