Wetterprognose und Vorhersage Januar 2019

- Bettina Marx
Wetterprognose und Vorhersage Januar 2019
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Gibt es im Januar 2019 weitere heftige Schneefälle?

Die zweite Januar-Hälfte ist statistisch gesehen die kälteste Witterungsperiode des ganzen Jahres. Bricht der Winter im Januar 2019 also noch heftiger durch?

Der Dezember 2018 war schon der neunte Monat in Folge, der verglichen mit dem langjährigen Mittel wärmer war. Im Angesicht des extremen Winterwetters könnte die Serie im aktuellen Monat Januar gebrochen werden. Laut der Berechnungen des amerikanischen Wetterdienstes National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) wird der Januar in Teilen Deutschlands nämlich zu kalt verlaufen. 

Winterwetter mit Kälte, aber ohne Chaos 

Nach dem Schneechaos in den Alpen entspannt sich die Wetterlage in den kommenden 16 Tagen. Denn ein Hoch beschert uns in Deutschland meist ruhiges Winterwetter. Auch die Sonne kommt wieder etwas häufiger zum Zuge. Ein weiteres Schneechaos ist in den nächsten zwei Wochen also erstmal nicht in Sicht. 

Alle Infos hat unser Meteorologe Bernd Madlener im 16-Tage-Wettertrend.

16-Tage-Trend: Das Chaos bleibt aus
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NOAA berechnet überdurchschnittlich temperierten Januar 2019

Auch das NOAA-Langfristmodell schlägt nun einen kälteren Trend ein. Das NOAA-Modell sieht den Januar 2019 an den Alpen unterdurchschnittlich temperiert. Nur im Norden Deutschlands wird ein Temperaturüberschuss von 1 Grad prognostiziert, wie in der unten stehenden Grafik zu entnehmen ist.

 

Diese Januarprognose darf nicht als genaue Wettervorhersage verstanden werden. Hierbei handelt es sich lediglich um eine grobe Tendenz bzw. um einen mittleren Klimatrend. 

Klimatische Einordnung des Januars

In den vergangenen Jahren konnte ein überwiegend warmer Januartrend beobachtet werden. Die Mitteltemperatur der vergangenen zehn Januare liegen meist über dem langjährigen Mittel von -0,6 Grad. Insbesondere ab Mitte Januar gibt es häufig in ganz Deutschland winterliches Wetter, dann beginnt nämlich laut Statistik die kälteste Zeit des gesamten Winters. 

Dieser Mittelwert bezieht sich auf die Referenzperiode 1961 bis 1990 (Quelle: DWD).

Wie ist das Klima in Deutschland im Januar?

Mitteltemperatur Abweichung vom langjährigen Mittel (-0,6 Grad)
Januar 2018 +3,8 Grad +4,3 Grad
Januar 2017 -2,3 Grad -1,8 Grad
Januar 2016 +1,2 Grad +1,7 Grad
Januar 2015 +2,1 Grad +2,6 Grad
Januar 2014 +2,3 Grad +2,8 Grad
Januar 2013 +0,1 Grad +0,6 Grad
Januar 2012 +1,9 Grad +2,4 Grad
Januar 2011 +1,0 Grad +1,5 Grad
Januar 2010 -3,7 Grad -3,2 Grad
Januar 2009 -2,3 Grad -1,8 Grad

Vor allem der Januar 2018 sticht mit einer großen positiven Abweichung heraus. Mit 3,8 Grad war der Januar 2018 um 4,3 Grad wärmer als das langjährige Mittel. Der Allzeit-Wärmerekord stammt aber nicht aus dem letzten Januar, sondern aus dem Jahr 2015, als am 10. Januar in bayerischen Piding frühlingshafte 20,5 Grad erreicht wurden. 

Erstmals seit sieben Jahren gab es im Jahr 2017 mal wieder einen deutlich zu kalten Januar. Mit -2,3 Grad lag der Januar 2017 um 1,8 Grad unter der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Vergleicht man den Januar mit der Referenzperiode 1981 bis 2010, ergibt sich mit -2,7 Grad sogar eine noch größere Abweichung. 

Wie kalt wird es im Januar in Deutschland?

Nach der Wintersonnende am 21. Dezember 2018 nimmt die Tageslänge im Januar wieder zu - je nach geografischer Breite um mehr als eine Stunde. Aufgrund der terrestrischen Ausstrahlung der Erdoberfläche ist die Strahlungsbilanz im Januar dennoch deutlich negativ. Aus diesem Grund ist der Januar der kälteste Monat des gesamten Jahres. Die Durchschnittstemperatur in Deutschland liegt während des zweiten Wintermonats nur bei -0,6 Grad. 

Der Hochwinter beschreibt die Kernphase des Winters, der Anfang Januar beginnt und bis Mitte Februar dauert. Insbesondere ab Mitte Januar gibt es die kälteste Witterungsphase des gesamten Winters. 

Wie trocken und sonnig ist das Wetter im Januar?

Mit rund 61 Litern Niederschlag pro Quadratmeter zählt der Januar zu den trockeneren Monaten. Abhängig von der Großwetterlage fällt der Niederschlag häufig als Schnee.

Zwar geht es mit der Sonnenscheindauer im Laufe des Monats stetig aufwärts. Die Sonnenausbeute lässt aufgrund der winterlichen Nebelneigung allerdings zu wünschen übrig. Das norddeutsche Tiefland kommt gerade einmal auf rund 50 Sonnenstunden. Mit 115 Stunden ist die Zugspitze die sonnigste Station Deutschlands. 

  • Durchschnittstemperatur: -0,6 Grad
  • Mittlere Niederschlagssumme: 61 Liter pro Quadratmeter
  • Mittlere Sonnenscheindauer: 44 Stunden im Monat bzw. 1,6 Stunden pro Tag
  • Hochwinter speziell in der zweiten Januar-Hälfte 

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