Bakterien-Alarm! Immer mehr deutsche Badestrände gesperrt 

- Quelle: dpa/wetter.com
Im Sommer kommt es in natürlichen Gewässern oft zu Blaualgen.
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Blaualgen, Vibrionen, Coli-Bakterien: Aufgrund von Krankheitserregern wurden bereits mehrere Badestrände in Niedersachsen gesperrt, in Ostseebädern wird auf die Vibrionen-Gefahr aufmerksam gemacht.

Wegen giftiger Blaualgen ist ein weiterer Badestrand in Niedersachsen gesperrt worden. Alles über Blaualgen erfährst du im Video am Anfang des Artikels. 

Diese Badestrände wurden gesperrt

Das Gesundheitsamt des Landkreises Cuxhaven untersagte am Montag vorübergehend das Baden am Heidebadestrand in Hemmoor. Besuchern des Strandbades am Heidesee drohten Erkrankungen sowohl nach dem Verschlucken von Wasser als auch beim direkten Hautkontakt. Blaualgen können den Angaben nach Hautreizungen, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen, Gliederschmerzen, Atemwegserkrankungen und allergische Reaktionen hervorrufen. 

Auch in der Thülsfelder Talsperre (Kreis Cloppenburg) und im Ottersteder See (Kreis Verden) ist das Baden wegen Blaualgen verboten. Der Weserstrand bei Sandstedt (Kreis Wesermarsch) ist wegen der Belastung mit Coli-Bakterien gesperrt. 

Blaualgen trüben Badespaß: Das solltest du beachten

Ein Hund ist diesen Sommer aufgrund von Blaualgen gestorben. Mehr darüber kannst du hier nachlesen:

Blaualgen-Alarm! Hund am Tegeler See gestorben

Warnung vor Vibrionen in Ostsee - Infektionsfall 

Doch auch andere Bakterien stellen ein Problem dar. Viele Ostseebäder machen derzeit mit Aushängen auf die Gefahr durch Vibrionen aufmerksam. Die Bakterien kommen natürlicherweise im Ostseewasser vor und vermehren sich ab Wassertemperaturen von etwa 20 Grad. Sie verursachen in sehr seltenen Fällen teilweise schwere Infektionen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) von Mecklenburg-Vorpommern mitteilte. 

Nach dem nun veröffentlichten Vibrionen-Bericht aus der vergangenen Woche hat sich erstmals in diesem Jahr ein 80-jähriger Mann aus dem Bundesland nachweislich eine Infektion mit den Bakterien zugezogen. Wie das Lagus berichtete, sei in diesem Fall das hohe Alter als Risikofaktor zu betrachten. Weitere Details wurde nicht mitgeteilt. 

Gefährdet sind den Angaben zufolge Menschen mit chronischen Grundleiden oder einer Schwäche des Immunsystems sowie höheren Alters. "Wenn Badegäste zu diesen Risikogruppen gehören und Hautverletzungen haben, sollte ein Kontakt mit Meer- oder Brackwasser unterbleiben."

Warnung für Ostsee-Urlauber! Gefahr von Vibrionen-Infektionen steigt

Vibrionen können schwere Infektionen verursachen 

In der Badesaison 2020 seien in Mecklenburg-Vorpommern acht Infektionen gemeldet worden, Sterbefälle habe es nicht gegeben. Seit 2003 seien es insgesamt 69 Infektionen gewesen, an denen neun Menschen - alle mit relevanten Vorerkrankungen - gestorben seien. 

Vibrionen können schwere Wundinfektionen auslösen, Symptome sind etwa starker lokaler Schmerz, Fieber und Schüttelfrost. Behandelt werden die Infektionen in der Regel mit Antibiotika. 

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