Verzicht auf Plastik: Weihnachtsmärkte setzen auf Mehrweg

- Quelle: dpa
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Alle Jahre wieder wird auf den Weihnachtsmärkten jede Menge Müll produziert. Viele Veranstalter setzen sich nun vermehrt für die Vermeidung von Plastik ein.

Weniger Plastikmüll - dieser Trend setzt sich auch auf Weihnachtsmärkten durch. Viele Weihnachtsmärkte in Deutschland wollen umweltfreundlicher werden und künftig stärker auf Plastik verzichten.

Vermeidung von Plastik auf Weihnachtsmärkten 

In Aachen soll der Markt laut dem Märkte- und Aktionskreis City 2020 plastikfrei werden. Auch andere Städte bemühen sich zunehmend, auf andere Materialien umzusteigen.

In Düsseldorf und in Köln sind in diesem Jahr für Getränke nur noch Behälter aus Glas oder Porzellan erlaubt. In der Landeshauptstadt sind außerdem Plastikbesteck, Einweg-Strohhalme und Plastiktüten verboten. In der Gastronomie sei es jedoch schwierig, komplett auf Plastik zu verzichten. "Wir tun hier viel, sind bestrebt, auch immer besser zu werden. Zu sagen, dass wir "plastikfrei" sind, wäre aber vermessen und legt uns die Messlatte zu hoch", hieß es auf Anfrage von den Düsseldorfer Veranstaltern.

Auch in Bonn sieht die Stadt bei einem komplett plastiklosen Weihnachtsmarkt Hygieneprobleme. Man bemühe sich jedoch, auf Mehrweglösungen zu setzen und etwa die Bratwurst lediglich mit einer Papierserviette auszugeben. In Münster will man sich von den Vorreitern motivieren lassen - und künftig an Konzepten arbeiten, die die Plastikmenge weiter schrumpfen lassen.

Mehrweggeschirr auf Kieler und Lübecker Weihnachtsmarkt

Auf den Märkten in Kiel und Lübeck setzt man schon seit längerer Zeit auf Mehrweggeschirr. Der Verzicht Plastikbecher und Pappteller sei nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für das Stadtbild. Die Stadt sehe einfach sauberer aus, da weniger Müll anfalle. 

Auf den Kieler Weihnachtsmärkten gibt es seit Jahren für Punsch Keramikbecher, auch Bier und andere Getränke gibt es nur noch aus Gläsern. Schaschlik und Bratwurst werden auf Porzellangeschirr serviert, zum Mitnehmen gibt es essbare Schalen oder kompostierbare Pappteller. 

Auch die Organisatoren der Lübecker Weihnachtsmärkte haben Plastik fast komplett von den Märkten verbannt. "Wir haben schon im Jahr 2009 Punschbecher aus Keramik eingeführt", sagte Doris Schütz vom Lübeck und Travemünde Marketing. "Die werden jedes Jahr von Kindern mit wechselnden Motiven gestaltet und sind beliebte Sammelobjekte", sagte sie. Die Weihnachtsmarktbesucher können entscheiden, ob sie den Becher am Stand abgeben oder ihn behalten und auf das Pfandgeld verzichten wollen.

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