Zombie-Krankheit breitet sich aus: Übertragung auf Menschen befürchtet

- Redaktion
Zombie-Krankheit breitet sich aus: Übertragung auf Menschen befürchtet
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Bisher sind vor allem Rehe, Hirsche und Elche von der Zombie-Krankheit betroffen.

Die Krankheit namens "Chronic Wasting Disease" breitet sich unter Wildtieren aus. Kann sie auch dem Menschen gefährlich werden?

Die Krankheit endet fast immer tödlich und ist schon bei tausenden Wildtieren ausgebrochen: Die sogenannte "Chronic Wasting Disease", kurz CWD, die umgangssprachlich auch als Zombie-Krankheit bezeichnet wird. Das rührt daher, da die betroffenen Tiere unkontrolliert und gefährlich wirken. Bisher betrifft die Krankheit vor allem Elche, Hirsche und Rehe. 

Forscher befürchten, dass sich auch Menschen durch den Verzehr von Fleisch anstecken könnten. Bisher sei das aber noch nicht vorgekommen.


Hier gab es bereits infizierte Tiere

Die Nervenkrankheit gehört zur gleichen Familie wie der Rinderwahnsinn. Die Behörde "Center for Diseas Control and Prevention" veröffentlichte diesbezüglich vor kurzem Informationen auf ihrer Webseite. Erstmals wurde die Krankheit demnach bereits in den 60er Jahren in Colorado festgestellt. Derzeit breitet sie sich vor allem in den USA weiter aus. In 24 Staaten der Vereinigten Staaten wurden im Januar 2019 entsprechende Fälle gemeldet. Ebenso gab es Fälle in Kanada sowie in Finnland und Norwegen. Außerdem gab es durch importiertes Fleisch auch vereinzelte Fälle in Südkorea.

Die Ansteckungsrate ist bei der Krankheit enorm hoch. Bei freilebenden Tieren infizieren sich zehn Prozent aller Exemplare, bei Zuchttieren sogar 79 Prozent. Wie das "Center for Disease Control and Prevention" weiter schreibt, könnte die Dunkelziffer jedoch noch höher liegen, da Wildtiere nicht in allen Staaten und Ländern genau beobachtet werden.

Übertragung auf den Menschen wird befürchtet

Wie bereits erwähnt, gab es bisher noch keine Fälle, in denen sich ein Mensch angesteckt hat. Jedoch wurde in einer wissenschaftlichen Untersuchung von kanadischen und deutschen Forschern herausgefunden, dass auch Affen sich durch den Kontakt mit Fleisch und Blut der erkrankten Tiere anstecken können, die dem menschlichen Körper sehr ähnlich sind. Deshalb könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch Menschen sich infizieren können, wie das "Center for Diseas Control and Prevention" berichtet. 

Symptome, die an erkrankten Tieren bis zu zwölf Monate nach der Infektion beobachtet werden konnten, sind unter anderem starker Gewichtsverlust, Koordinationsschwierigkeiten, vermehrter Speichelfluss und eine gewisse Teilnahmslosigkeit sowie teilweise Zähneknirschen. Aus diesem Grund entstand auch die Bezeichnung "Zombie-Krankheit", da das Verhalten der infizierten Tiere an Zombies aus Horrorfilmen erinnert.

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