Sturmtief ZOLTAN im Ticker: Heftige Regenfälle und Schnee erwartet - Hochwassergefahr!

- Redaktion - Quelle: dpa/wetter.com
Sturm ZOLTAN: Heftige Überflutungen und Verkehrschaos in Deutschland
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Deutschland muss sich knapp vor Weihnachten nun auf turbulentes Wetter einrichten. Ein Sturmtief mischt uns richtig auf, dazu kommt einiges an Regen. Die Entwicklungen im Ticker.

Das Sturmtief ZOLTAN brachte seit der Nacht zu Freitag in ganz Deutschland turbulentes Wetter. 

Der Sturmhöhepunkt wurde in der Nacht von Donnerstag (21.12.2023) auf Freitag (22.12.2023) mit Spitzenböen um die 115 Kilometer pro Stunde erreicht. Selbst in tieferen Lagen gab es örtlich bis 90 km/h.

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Alle Entwicklungen und weitere Warnungen hier in unserem Wetterticker. Aufnahmen der Sturmschäden und die Aussichten der kommenden Tage kannst du außerdem im Video zu Beginn des Artikels sehen.

23.12.2023

07:50 Uhr: Deutsche Bahn hat Schäden nach Sturm weitgehend beseitigt

Nach dem Sturmtief ZOLTAN hat die Deutsche Bahn die Sturmschäden nach eigenen Angaben weitgehend beseitigt. "Der Regionalverkehr fährt wieder planmäßig und der Fernverkehr normalisiert sich", teilte ein Bahnsprecher am Samstagmorgen mit. Aufgrund der bevorstehenden Feiertage seien Fernverkehrszüge jedoch sehr stark ausgelastet. 

05:00 Uhr: Heftige Regenfälle und Schnee erwartet - Hochwassergefahr!

Nachdem das Sturmtief ZOLTAN über Deutschland hinweggezogen ist, werden für Samstag in Deutschland regional heftige Regen- oder Schneefälle erwartet. Die Behörden warnen für Teile von Niedersachsen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Bayern vor großem Hochwasser

Neuschnee wird vom Thüringer Wald bis zum Bayerischen Wald in Lagen oberhalb von 600 bis 800 Metern erwartet, wie der DWD am Samstagmorgen mitteilte. 

Dem Bericht zufolge ist im Erzgebirge am Samstag mit ergiebigen Schneemengen in kurzer Zeit zu rechnen. Deshalb drohten Bäume umzufallen und Äste abzubrechen. Bis Samstagvormittag sei darüber hinaus vom Osten Schleswig-Holsteins und Ostniedersachsen bis in die Lausitz Glätte durch Schneematsch möglich.

Infolge des Dauerregens sei vielerorts mit Niederschlägen von 60 bis 90 Liter pro Quadratmeter in 48 bis 72 Stunden zu rechnen, hieß es weiter vom DWD. Für einige Regionen werden auch Unwetter mit 90 bis 120 Liter pro Quadratmeter vorhergesagt. In den östlichen Mittelgebirgen sollen ab Samstagabend die Niederschläge zunehmend in Regen übergehen und Tauwetter einsetzen. 

Todesfälle, Sturmflut, Schäden und ein Tornadoverdacht

Am Freitag war das Sturmtief ZOLTAN über Deutschland hinweggezogen und hatte den Verkehr auf Straßen und Schienen erheblich behindert. Vor allem Bahnreisende mussten viel Geduld mitbringen, einige Fähren im Norden fuhren nicht, und zum Beispiel die U-Bahnen in Hamburg waren langsamer unterwegs. 

In Niedersachsen kam es zu Glätteunfällen auf den Straßen, in Köln prüft der DWD einen Tornadoverdacht. Todesfälle durch den Sturm gab es in den Niederlanden und Belgien. Die schwere Sturmflut überschritt in Hamburg am späten Freitagvormittag ihren Höchststand.

Für das Wochenende rechnet die Deutsche Bahn mit einer großen Auslastung der Züge - zu dem ohnehin starken Weihnachtsverkehr kommen laut Bahn Reisende hinzu, die ihre Anreise wegen des Sturms auf das Wochenende verlegen mussten: "Es wird sicherlich voll", sagte eine Bahn-Sprecherin. Zudem könnte es Verzögerungen geben. "Es zeichnet sich ab, dass die Schadensbehebung auf vereinzelten Strecken länger dauert", hieß es in einer Mitteilung der Bahn.

22.12.2023

16:04 Uhr: Dauerregen führt zu mittlerem Hochwasser an mehreren Messstationen

Der Dauerregen hat in mehreren Teilen von Nordrhein-Westfalen zu einem mittleren Hochwasser im Einzugsgebiet von Flüssen geführt. Besonders betroffen sind laut dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) die Einzugsgebiete der Ems und der Lippe mit drei beziehungsweise zwei Messstationen.

Aber auch an einer Messstation des Niers- und Schwalmeinzuggebietes sowie an einer des Siegeinzuggebietes ist die zweithöchste Warnschwelle mit Stand Freitag überschritten. Sie weist auf die Gefahr der Überflutung einzelner bebauter Grundstücke oder Keller hin. Die Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen ist möglich.

Die Behörden vor Ort entschieden, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, sagte ein Lanuv-Sprecher. Zu den Vorsichtsmaßnahmen könnten das Sperren von Straßen oder das Verlegen von Sandsäcken gehören.

Die höchste Warnstufe ist mit Stand Freitag an keiner Messstation in NRW erreicht, bei der auf die Gefahr hingewiesen wird, dass bebaute Gebiete in einem größeren Umfang überflutet werden könnten. Nach dem Lagebericht des Lanuv ist aufgrund des Regens jedoch mit einem weiteren Anstieg von Pegelständen bis in die Weihnachtstage zu rechnen.

Die Böden in Nordrhein-Westfalen seien durch den Regen der vergangenen Wochen bereits weitgehend gesättigt, so dass neue Niederschläge oberflächlich abfließen würden, sagte der Sprecher.

15:30 Uhr: Wetterdienst prüft Verdacht auf Tornado in Köln

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prüft, ob es in einem Stadtteil von Köln einen Tornado gegeben hat. Das teilte eine Sprecherin am Freitag mit. Dabei handelte es sich um den Stadtteil Poll im Süden Kölns. Die Prüfung sei aber noch nicht abgeschlossen, betonte die Sprecherin. Es gebe noch keine Bestätigung. 

In dem Stadtteil war es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu schweren Unwetterschäden gekommen. Die Feuerwehr berichtete von abgedeckten Dächern, umgestürzten Bäumen und umgelegten Zäunen. Dachdecker seien aktuell im Einsatz, um Dächer zu reparieren, sagte eine Sprecherin am Freitagnachmittag.

Mehrere Medien meldeten, dass Anwohner von einer Windhose berichtet hätten, die durch den Stadtteil gezogen sei. Die Wetterseite "Tornadoliste.de" stufte die Geschehnisse zunächst als Verdacht ein.

15:25 Uhr: Hamburger Umweltbehörde warnt vor Betreten der Wälder 

In Hamburg sollen die Menschen beim Betreten der Wälder und Parks auch in den kommenden Tagen noch vorsichtig sein.

Wegen des Sturmtiefs könnten Äste und Bäume weiterhin herabstürzen, teilte die Umweltbehörde am Freitag mit. Es werde darauf hingewiesen, dass das Betreten von Wäldern, Parks oder anderer Flächen mit Bäumen auf eigene Gefahr erfolge, hieß es.

14:50 Uhr: Blockierte Brücke über den Fehmarnsund wieder frei

Ein umgestürzter Lastwagen auf der Fehmarnsundbrücke hat die Zufahrt zu der Insel am Freitag stundenlang versperrt. Erst gegen Mittag habe der Verkehr auf der Brücke teilweise wieder freigegeben werden können, sagte ein Polizeisprecher. Für leere Lastwagen und Fahrzeuge mit hohen Aufbauten bleibe die Brücke weiterhin gesperrt.

Die Bergung des umgestürzten Lastwagens hatte sich nach Angaben des Sprechers wegen des anhaltenden Windes schwierig gestaltet. Zudem hätten die Bergungsfahrzeuge zeitweise im Stau vor der Brücke festgesteckt.

Der Lastwagen war am Donnerstagabend von einer Sturmböe erfasst und umgeweht worden. Dessen Fahrer sei vorsorglich zur Beobachtung in eine Krankenhaus gebracht worden, sagte der Sprecher. Unklar ist den Angaben zufolge noch, warum der Fahrer auf die Brücke fuhr, die zu dem Zeitpunkt bereits für den Verkehr gesperrt war. Zuvor waren nach Polizeiangaben bereits zwei Lastwagen auf der Brücke wegen des Sturms umgestürzt. Sie hätten jedoch wieder aufgerichtet werden können, sagte der Sprecher.

14:09 Uhr: Hamburger Polizei gibt nach schwerer Sturmflut Entwarnung

Wenige Stunden nach dem Erreichen des Scheitelpunktes der schweren Sturmflut hat die Hamburger Polizei Entwarnung gegeben. "Die Lage entspannt sich zunehmend", sagte ein Sprecher der Innenbehörde am Freitagnachmittag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Die höchsten Wasserstände waren kurz vor 11.00 Uhr mit 3,33 Meter über dem mittleren Hochwasser erreicht worden. Seitdem war das Wasser wieder zurückgegangen.

In der Innenbehörde hatte am frühen Morgen wegen des erwarteten Wasserstandes von mehr als 3,00 Metern der zentrale Katastrophenstab seine Arbeit aufgenommen und die Flutschutz- und Evakuierungseinsätze koordiniert. Zudem wurde die Bevölkerung mit Sirenen und Nachrichten über die Warn-Apps und in den sozialen Medien vor der schweren Sturmflut gewarnt.

Die Innenbehörde zeigte sich nach der schweren Sturmflut zufrieden: "Wir waren sehr gut vorbereitet und haben die Lage sehr gut gemeistert", sagte der Sprecher dazu. Wegen des Hochwassers und des Sturms waren mehrere Hundert Männer und Frauen von Polizei und Feuerwehr im Einsatz.

Durch die schwere Sturmflut sind der Fischmarkt und umliegende Straßen teils hüfthoch überspült worden. Auch in der Hafencity standen zahlreiche Straßen unter Wasser.

14:02 Uhr: Sturmtief ZOLTAN fegt auch über Bayern - ein Schwerverletzter

Auch in Bayern sorgte Sturmtief ZOLTAN für einige Arbeit bei den Einsatzkräften. Sie mussten seit Donnerstag zu zahlreichen Einsätzen im ganzen Freistaat ausrücken, wie die Polizeipräsidien am Freitag mitteilten. Meistens waren es übliche Einsätze wie umgestürzte Bäume und Baustellenabsicherungen. Außerdem mussten sie mehrere Stromleitungen von Ästen und Bäumen befreien.

In Niederbayern mussten die Einsatzkräfte rund hundert Mal wegen des Sturms ausrücken, überwiegend wegen umgefallener Bäume. Auf der Autobahn 93 kam es zwischen den Anschlussstellen Aiglsbach undMainburg (Landkreis Kehlheim) zu mehreren Unfällen. Grund dafür war ein Baum, der auf die Fahrbahn gestürzt war. Ein Lastwagenfahrer sei dabei schwer verletzt worden.

In München waren die Auswirkungen weniger schlimm. Zwar musste die Feuerwehr auch hier über hundert Mal ausrücken, meist aber nur wegen heruntergefallenen Ästen und umgefallenen Bauzäunen. Allerdings wurde ein geparkter Anhänger vom Wind umgeworfen. Die Einsatzkräfte stellten ihn anschließend wieder auf.

Stromausfälle gab es unter anderem im Landkreis Nürnberger Land. In der Nacht auf Freitag fiel ein Baum in die Stromleitung. Betroffen vom Ausfall waren 15 kleinere Ortschaften. Am Vormittag konnte die Störung schließlich behoben werden. Im Spessart waren ebenfalls einige Ortschaften ohne Strom, weil Bäume und Äste auf die Leitungen gestürzt waren. Ein weiterer Baum fiel bei Sengental auf eine Stromleitung, wodurch hunderte Haushalte keinen Strom mehr hatten. Außerdem gab es kurzfristige Stromausfälle im Landkreis Passau.

Probleme mit dem Sturm gab es auch bei der Bahn. Reisende sollen vor Fahrtantritt online ihre Verbindungen überprüfen, so die Deutsche Bahn. Die Zugbindung für Freitag sei aufgehoben. 

Auf der Bahnstrecke zwischen Schirnding (Landkreis Wunsiedel) und Nürnberg stieß am Donnerstagabend ein Zug gegen einen Baum, der auf die Gleise gefallen war. Laut Polizei wurde niemand verletzt. Die Fahrgäste mussten auf den Schienenersatzverkehr ausweichen. Die Schadensumme ist derzeit noch nicht bekannt.

Gleich über 200 Einsätze gab es bis zum Freitagmorgen in Oberfranken. Laut Polizei musste die Autobahn 9 wetterbedingt zweimal für jeweils eine halbe Stunde voll gesperrt werden. Der Polizei zufolge sollen Hinweisschilder durch den Sturm auf die Fahrbahn geragt haben. Im Landkreis Aschaffenburg waren ebenfalls Straßen - teilweise bis zum Freitagmorgen - gesperrt. In Würzburg sollen die Einsatzkräfte zu Spitzenzeiten zu 60 Einsätzen in einer Stunde gerufen worden sein.

Die Stadt Augsburg entschied sich am Donnerstag dazu, alle städtischen Friedhöfe bis einschließlich Samstag zu schließen. Deshalb wurden auch Beerdigungen kurzfristig abgesagt. In München wurden ebenfalls alle städtischen Friedhöfe geschlossen. 

Auch der Freizeitbereich ist durch den Sturm stark eingeschränkt. So soll das Skigebiet Spitzingsee bis einschließlich Samstag komplett geschlossen bleiben, genauso wie das Skigebiet Sudelfeld. Der Schlosspark Nymphenburg bleibt bis einschließlich Sonntag zu. Das Winterfestival Tollwood in München kann hingegen wieder öffnen. 

Der Wind weht auch die nächsten Tage mit meist stürmischen Böen. Im Höheren Bergland sind am Wochenende auch Orkanböen möglich. 

13:30 Uhr: Nasse Weihnachten - Hochwasser in Bayern erwartet

Im Norden und Osten Bayerns droht zum Anfang der Weihnachtsferien Hochwasser. Besonders für Oberfranken warnt der Hochwassernachrichtendienstes Bayern des Bayerischen Umweltamtes (LfU) vor Überschwemmungen. In einzelnen oberfränkischen Gemeinden wie Itzgrund im Landkreis Coburg wurde schon am Freitagmorgen die Meldestufe 3 erreicht. Demnach waren einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet und Verkehrsverbindungen gesperrt. Das Hochwasser wird sich laut Hochwassernachrichtendienst bis Sonntag weiter intensivieren.

Den Prognosen zufolge wird sich das Hochwasser im Verlauf der Nacht und des Samstages im Maineinzugsgebiet ausweiten. Es werden verbreitet für ganz Mittelfranken und das südliche Oberfranken Ausuferungen erwartet. Auch in der Oberpfalz müsse bis Sonntag mit weiter steigenden Wasserständen gerechnet werden. Ebenso wie in Niederbayern mit den Einzugsgebieten aus dem Bayerischen Wald, insbesondere der Ilz.

Für die Donau rechnet der Hochwassernachrichtendienst zunächst nur mit leichtem Hochwasser. Die Prognose reicht allerdings zunächst nur bis Sonntag. Die Stadt Regensburg bereitet sich aufgrund eigener Prognosen jedoch für Montag auf deutliches Hochwasser der Meldestufen 3 und 4 vor. Einige Stadtbereiche würden daher mit mobilen Hochwasserschutzelementen gesichert und die Werftstraße gesperrt, teilte die Stadt am Freitag mit.

Der Hochwassernachrichtendienst unterscheidet beim Ausmaß von Überflutungen vier Meldestufen. Während es bei Stufe 1 nur stellenweise kleinere Ausuferungen gibt und bei Stufe 2 Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet sind oder es leichte Verkehrsbehinderungen gibt, sind ab Stufe 3 bebaute Grundstücke betroffen.

13:25 Uhr: Fährschiff in Neuharlingersiel auf Kaimauer geschoben

Im ostfriesischen Neuharlingersiel ist eine Fähre auf die Kaimauer geschoben worden. "Das ist im Lauf der Nacht passiert, vermutlich heute früh beziehungsweise bei auflaufendem Wasser", sagte am Freitag die Geschäftsführerin des Hafenzweckverbandes Neuharlingersieel, Christina Harms. Wie das Schiff, das für den Inselverkehr nach Spiekeroog eingesetzt wird, auf die Kaimauer kam, stand zunächst nicht fest. 

Sturmtief ZOLTAN hatte am Donnerstagabend und in der Nacht zu Freitag für hohe Windgeschwindigkeiten an der Küste gesorgt. Für die ostfriesische Küste sagten Experten für Freitag schwere Sturmfluten vorher.

Das Schiff sei eine von drei Fähren zur ostfriesischen Insel Spiekeroog, sagte Harms. Mit dieser Fähre werde normalerweise auch die Fracht gefahren. "Da wird es sicherlich zu Problemen kommen in der nächsten Zeit." Der Personenverkehr sei aber aus ihrer Sicht nicht betroffen. Sie gehe davon aus, dass es für einen solchen Fall einen Notfallplan auch mit Nachbarreedereien gebe.

Verletzt wurde bei der Schiffshavarie laut Harms niemand. Auch Öl oder Diesel seien nicht ausgetreten, so dass es keine Gefährdung für die Umwelt gebe. Bei der zuständigen Reederei, der Nordseebad Spiekeroog GmbH, war zunächst niemand für Presseanfragen zu erreichen.

Das Schiff habe am Donnerstagabend noch im Wasser gelegen, sagte Harms. Sie selber sei abends gegen 22.30 im Hafen gewesen, da sei noch nichts passiert. Ursachenforschung sei noch nicht geschehen. Die personell kleine Hafenverwaltung sei am Freitag vollauf damit beschäftigt gewesen, die Unglücksstelle abzusichern.

Nun müssen Expertinnen und Experten das weitere Vorgehen planen. Geklärt werden müsse, ob und wie schwer das Schiff beschädigt sei - und ob man es wieder ins Wasser bekomme. Dazu müsse auch geprüft werden, ob der Hafenbereich geeignet sei, schwere Kräne einzusetzen, sagte Harms.

13:15 Uhr: Drei Menschen in Schleswig-Holstein verletzt 

Umgekippte Bäume, herabgestürzte Äste und herumfliegende Gegenstände: Rund 670 Mal sind die Feuerwehren in Schleswig-Holstein bis Freitagmorgen zu sturmbedingten Einsätzen ausgerückt. Meist hätten die Leitstellen kleinere Einsätze gemeldet, sagte eine Sprecherin des Landesfeuerwehrverbandes in Kiel. Der Landesfeuerwehrverband riet dazu, weiter vorsichtig zu sein und lokale Warnungen zu beachten. Vor allem in der Nähe von Bäumen und in Wäldern sei Vorsicht geboten. Dort könnten weiterhin noch Äste herunterfallen. Laut Polizei gab es die meisten Notrufe wegen umgestürzter Bäume, Äste, Verkehrsschilder oder Ampeln.

Bis Freitagmorgen wurden drei Menschen bei sturmbedingten Unfällen in Schleswig-Holstein verletzt. Im Kreis Schleswig-Flensburg prallte laut Polizei in Fahrdorf ein Mensch mit seinem Auto gegen einen auf der Fahrbahn liegenden Baum und wurde schwer verletzt. Auf der Bundesstraße 200 in Janneby kippte ein Lkw auf die Seite und schleuderte in einen Graben. Der Fahrer wurde bei dem Unfall am Donnerstagabend nach Angaben der Polizei leicht verletzt. Wegen des Sturms konnte das Fahrzeug zunächst nicht geborgen werden. In Husum stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto. Die Fahrerin wurde leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. 

12:35 Uhr: Hochwasser in Hessen - Wasserstände steigen weiter 

Der anhaltende Regen verschärft die Hochwasserlage in Hessen. Aktuell sei an 15 Pegeln die Meldestufe 1 überschritten, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Freitag in Wiesbaden mit. "Der Schwerpunkt der Hochwasserlage befindet sich in Nordhessen in den Oberläufen der Einzugsgebiete von Fulda, Eder und Diemel sowie im Lahneinzugsgebiet", berichtete die Behörde. In Nordhessen stehe am Wochenende möglicherweise eine Überschreitung der Meldestufe 3 im Einzugsgebiet Diemel sowie an der Weser bevor. Dadurch könnten auch bebaute Gebiete überflutet werden, hieß es. Auch an der Kinzig und an Taunusgewässern seien Meldestufen überschritten.

Das HLNUG erwartet im Laufe des Freitags weitere Meldestufenüberschreitungen an Fulda, Eder und im Diemeleinzugsgebiet sowie am Samstag an der Werra. Auch Überschreitungen höherer Meldestufen sind demnach möglich. 

An Rhein, Main und Neckar besteht der Behörde zufolge zurzeit noch keine Hochwasserlage. An Rhein und Main steigen die Wasserstände demnach aber im Tagesverlauf. Eine Überschreitung der Meldestufe 1 sei dort gegen Ende der Woche möglich, hieß es. Am Neckar wurde die Meldestufe 1 laut HLNUG bereits überschritten. In der Nacht von Freitag auf Samstag sei die Überschreitung der Meldestufe 2 zu erwarten.

Die Meldestufe 1 ist erreicht, sobald ein Gewässer randvoll ist und an einigen Stellen das Wasser bereits über das Ufer tritt. Die Meldestufe 2 entspricht laut HLNUG einem "größeren Hochwasser", das ufernahe Grundstücke überflutet und vereinzelt Keller überlaufen lässt. Ab der Meldestufe 3 werden Ortschaften vom Hochwasser eingeschlossen, Straßen sind dann unpassierbar.

12:25 Uhr: Viele Schaulustige zum Sturmflutgucken am Fischmarkt 

Hunderte Hamburger und Tourist:innen haben die schwere Sturmflut an der Elbe zu einem vorweihnachtlichen Ausflug an den Fischmarkt genutzt. Entlang der Promenade unterhalb der St. Pauli Hafentreppe beobachteten sie am Freitagvormittag, wie noch letzte Autos bei Erreichen des Pegelhöchststandes von 3,33 Meter über dem mittleren Hochwasser von den bereits überspülten Parkflächen an der Uferkante gefahren oder geschleppt wurden. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Hamburg Wasser waren vor Ort, wie dpa-Reporter berichteten. Die Atmosphäre war entspannt.

Die Fischauktionshalle war vollständig von den Fluten umspült. In der Großen Elbstraße dahinter, die vor dem großen Fluttor am Fischmarkt liegt, ragten die Bushaltestellenschilder nur noch zur Hälfte aus dem Wasser. Die Elbe reichte bis an die Fassaden der Häuser am Fischmarkt mit ihren zahlreichen Läden und Restaurants. 

Es sei zwar nicht unbedingt schön, sich die Überflutungen anzuschauen, "aber sehr beeindruckend", sagte die 70-Jährige Gudrun Wetzel, die mit ihren beiden Enkelkindern an die Promenade am Fischmarkt gekommen war. Besorgt sei sie aber nicht. "Das Fluttor ist ja dicht. Und außerdem verfügt Hamburg über die nötige Infrastruktur und ist auf solche Situationen gut vorbereitet."

12:20 Uhr: Umgestürzter Lastwagen blockiert Brücke über den Fehmarnsund 

Ein umgestürzter Lastwagen auf der Fehmarnsundbrücke hat die Zufahrt zu der Insel am Freitag stundenlang versperrt. Die Bergung des Fahrzeugs gestalte sich wegen des anhaltenden Windes schwierig, sagte ein Polizeisprecher. Es habe sich ein Stau gebildet, in dem auch die Bergungsfahrzeuge feststeckten.

Wann und wie die Brücke wieder freigegeben werde, könne noch nicht abgeschätzt werden, sagte der Sprecher. Er betonte, dass Rettungswege unbedingt freigehalten werden müssten.

"Verkehrsteilnehmer sollten sich derzeit gar nicht erst auf den Weg machen in der Hoffnung auf eine nur kleine Wartezeit", sagte der Sprecher am Freitagmittag. "Da wir noch nicht wissen, wann die Brücke wieder frei sein wird, muss mit einer längeren Wartezeit gerechnet werden."

Der Lastwagen war am Donnerstagabend von einer Sturmböe erfasst und umgeweht worden. Dessen Fahrer sei vorsorglich zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte der Sprecher. Zuvor waren am Donnerstag bereits zwei weitere Lastwagen wegen des Sturms umgestürzt. Sie hätten jedoch jeweils nach kurzer Zeit geborgen werden können.

12:17 Uhr: Bäume in Rheinland-Pfalz umgestürzt - Dutzende Rettungseinsätze 

Auch in Rheinland-Pfalz gab es durch den Sturm insbesondere im Norden des Landes zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei. Die Polizei in Straßenhaus im Kreis Neuwied berichtete am Freitag von zahlreichen umgestürzten Bäumen und vollgelaufenen Kellern. Es habe mehr als 30 Gefahrenstellen und Beeinträchtigungen zwischen Donnerstagnachmittag und dem frühen Freitagmorgen gegeben. Ein Baum sei auf einen fahrenden Bus ohne Fahrgäste gekippt, dabei sei aber niemand verletzt worden.

Die Polizei in Altenkirchen im Westerwald sprach ebenfalls von vielen umgestürzten Bäumen und Verkehrsbeeinträchtigungen, bei zwei Unfällen sei aber niemand verletzt worden. Auch Stromleitungen seien beschädigt worden. Die Stadt Lahnstein warnte davor, die Wälder zu betreten, da umgestürzte Bäume Wege blockierten und Äste abgebrochen sein. Es würden zudem weitere Sturmböen erwartet.

12:15 Uhr: Schwere Sturmflut erreicht Höchststand von 3,33 Meter in Hamburg

Die schwere Sturmflut in Hamburg hat ihren Scheitelpunkt geschafft und das Wasser läuft nun langsam wieder ab. "Die schwere Sturmflut hat 10.42 Uhr ihren Höchststand am Pegel St. Pauli erreicht. Die Abweichung zum mittleren Hochwasser betrug 3,33 Meter", sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Freitagmittag in Hamburg. Damit sei nun auch die Entwarnung für den Bereich herausgegeben worden. Durch die schwere Sturmflut sind der Fischmarkt und umliegende Straßen teils hüfthoch überspült worden. Auch in der Hafencity standen zahlreiche Straßen unter Wasser. 

Das nächste Hochwasser werde zwar noch etwas höher sein als das mittlere Hochwasser. "Aber Sturmflutniveau erreichen wir - so wie es derzeit aussieht - eher nicht." Es gebe in der Region zwar immer noch starken Wind, der das Wasser in die Nordsee und die Flüsse drückt. Doch es scheine so zu sein, dass doch ein bisschen Wasser abfließen kann.

11:45 Uhr: U-Bahnen in Hamburg wegen des Sturms langsamer unterwegs 

Die Sturmlage hat auch die Hamburger U-Bahnen langsamer werden lassen: Aus Sicherheitsgründen fuhren die U-Bahnen in den Außenbereichen der Strecken nur 40 statt 80 Stundenkilometer, wie die Hochbahn am Freitag in Hamburg mitteilte.

Der Verkehr lief den Angaben zufolge dabei weitgehend stabil, es kam vereinzelt zu Verspätungen - vor allem bei der Linie U1. Lediglich für Busse gab es im Elbbereich aufgrund des Hochwassers und damit verbundenen Straßensperrungen Einschränkungen. 

Die Wasserstände der Elbe waren am Freitagmittag am Pegel St. Pauli auf bis zu 3,33 Meter über dem mittleren Hochwasser gestiegen. Das entspricht einer schweren Sturmflut.

11:25 Uhr: Sturmtief Zoltan entwurzelt in Nordsachsen etliche Bäume 

Das Sturmtief hat im Landkreis Nordsachsen etliche Bäume entwurzelt und zahlreiche Äste abgebrochen. Wie das Landratsamt in Torgau mitteilte, rückten die Feuerwehren laut Rettungsdienst, Brandschutzamt und Katastrophenschutz bis zum frühen Freitagmorgen rund 50 Mal wegen umgestürzter Bäume aus. Auf der Kreisstraße 8914 im Arzberger Ortsteil Tauschwitz blockierten am Donnerstagabend demnach mehrere herumliegende Baumstämme die Weiterfahrt und sorgten für eine Vollsperrung. Seit Freitagvormittag rolle der Verkehr wieder. Auch der Fährweg in Hohenprießnitz in Zschepplin war zwischenzeitlich komplett gesperrt.

10:45 Uhr: Schwere Sturmflut an der Nordseeküste - Wasserstand sinkt wieder

Das Hochwasser an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste hat seinen voraussichtlichen Höchststand am Freitagmorgen erreicht. Am Eider-Sperrwerk bei Tönning sei gegen neun Uhr ein Pegelstand von 2,51 Metern über dem mittleren Hochwasser (MHW) gemessen worden, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg. Damit ist knapp die Marke einer schweren Sturmflut erreicht worden, die bei 2,50 Metern über MHW liegt. Seitdem sinke der Wasserstand wieder. Etwas weiter nördlich in Husum lag der Scheitelwert laut BSH um 9.28 Uhr bei 2,26 Metern über MHW.

Während das Wasser an der Nordseeküste sank, stiegen die Pegel im Binnenland an der Elbe zunächst weiter. Hamburgs Innenbehörde und die Polizei haben am Freitagmorgen am Pegel St. Pauli deshalb vor einem Wasserstand von 3,25 Meter über dem mittleren Hochwasser gewarnt.

Zunächst war von 3,05 Metern ausgegangen worden. Die Polizei warnte davor, überflutete Elbegebiete zu betreten und durch überflutete Straßen zu fahren. Es kamen auch Sirenen zum Einsatz, um vor der schweren Sturmflut zu warnen.

10:20 Uhr: Sturm behindert Bahnverkehr in Mecklenburg-Vorpommern 

Auch in Mecklenburg-Vorpommern müssen sich Bahnreisenden wegen des Sturmtiefs ZOLTAN kurz vor Weihnachten auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Auf der Strecke des RE5 zwischen Stralsund und Berlin habe zwischen Grimmen und Demmin ein umgestürzter Baum die Oberleitung beschädigt, sagte ein Bahnsprecher am Freitagmorgen. Demnach fährt auf der Strecke von Stralsund aus kein Zug. Aus Richtung Berlin würden die Züge bei Demmin zurückfahren. 

Auf der Strecke Rostock - Bad Kleinen - Schwerin gebe es einen Oberleitungsschaden bei Rostock zwischen Dalwitzhof und Pölchow. Auf der Strecke komme es zu Ausfällen und Verspätungen. Fernverkehrszüge würden umgeleitet. Auch zwischen Velgast und Barth fahren laut Sprecher wegen eines Sturmschadens keine Züge.

Die Bahn sei mit allen verfügbaren Kolleginnen und Kollegen für Reparaturen im Einsatz. Reisende sollten sich per Handy oder Internet auf dem Laufenden halten. Auch Probleme andernorts wirkten sich auf den Fernverkehr in MV aus.

Auch die Ostdeutsche Ostdeutschen Eisenbahn (Odeg) informierte über Einschränkungen im Zugverkehr in Mecklenburg-Vorpommern. Witterungsbedingt sei mit Zugausfällen und Verspätungen zu rechnen, auch weil Züge zur Sicherheit langsamer fahren.

10:05 Uhr: Sturm beeinträchtigt Betrieb auf Frankfurter Flughafen 

Das Sturmtief ZOLTAN hat am Donnerstagabend den Betrieb auf dem Frankfurter Flughafen beeinträchtigt. Am Freitag hat sich nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport die Lage aber wieder normalisiert. Laut hessischem Verkehrsministerium erteilte die Luftaufsicht am Donnerstagabend 43 Ausnahmegenehmigungen für Starts nach 23.00 Uhr. Der letzte Start war eine Lufthansamaschine mit Ziel Belgrad.

 

Zwei Maschinen wichen laut Ministerium nach Düsseldorf und Stuttgart aus. Drei Flugzeuge landeten nach 23.00 Uhr, das letzte davon war eine Lufthansamaschine aus London-Heathrow um 23.23 Uhr. Am größten Flughafen Deutschlands gilt eigentlich ab 23.00 Uhr ein Nachtflugverbot. In Ausnahmefällen wie am Donnerstag können jedoch Fluggenehmigungen bis 24.00 Uhr verlängert werden. 

Am Freitagmorgen herrschte nach Angaben eines Fraport-Sprechers wieder Normalbetrieb auf dem Airport: "Alle Ampeln sind auf grün."

09:15 Uhr: S-Bahn fährt über umgestürzten Baum - Fahrgäste unverletzt 

Eine S-Bahn ist auf der Strecke Poppenbüttel - Wellingsbüttel kurz vor Mitternacht über einen umgestürzten Baum gefahren. Der Zug der Linie 1 sei mit etwa 40 Stundenkilometern unterwegs gewesen und der Triebfahrzeugführer habe eine Schnellbremsung einleiten müssen, teilte die Bundespolizei am Freitag in Hamburg mit. Dabei sei keiner der 26 Fahrgäste verletzt worden.

Sie wurden von der Feuerwehr aus den Wagen geholt, nachdem die Einsatzkräfte den Baum freigeschnitten und aus dem Gleisbereich gebracht hatten.

09:10 Uhr: Wasserstände steigen in Sachsen-Anhalt - Alarmstufen erreicht 

Stetige Regenfälle haben die Wasserstände an den Flüssen in Sachsen-Anhalt ansteigen lassen. Mehrere Flüsse haben Alarmstufen erreicht, wie die Hochwasservorhersagezentrale in Sachsen-Anhalt am Freitag zeigte.

Am Pegel Tylsen ist in der Nacht die Alarmstufe 3 erreicht worden, Alarmstufe 2 sind an den Pegeln Wolmirstedt, Hoppenstedt und Steinerne Renne ausgerufen. An fünf Pegeln herrscht Alarmstufe 1 (Stolberg, Ilsenburg, Mahndorf, Bennungen und Salzwedel-Dumme) und an zweien ist die Meldegrenze überschritten (Mansfeld-Leimbach, Tanne).

Bei der Stufe 2 richten Städte und Gemeinden einen Kontrolldienst ein, ab der Stufe 3 gibt es einen ständigen Wachdienst und es wird mit Maßnahmen der Deichverteidigung begonnen. Mit der Stufe 4 besteht Gefahr für die Allgemeinheit, für Wirtschaft und für die Funktionstüchtigkeit wasserwirtschaftlicher Anlagen.

09:00 Uhr: Schwere Sturmflut steigt gegen 11.00 Uhr auf 3,25 Meter

Die Wasserstände der Elbe steigen am Freitagmittag aufgrund der schweren Sturmflut doch höher als zunächst angenommen. Hamburgs Innenbehörde und die Polizei haben am Freitagmorgen am Pegel St. Pauli deshalb vor einem Wasserstand von 3,25 Meter über dem mittleren Hochwasser gewarnt. Zunächst war von 3,05 Metern ausgegangen worden. Die Polizei warnte davor, überflutete Elbegebiete zu betreten und durch überflutete Straßen zu fahren. «Schon eine geringe Wasserhöhe kann die Steuerung behindern.» Am Morgen waren bereits die Sturmwarnsirenen im Stadtgebiet zu hören. Zudem sind Warnungen an die Bevölkerungen über die sozialen Medien und die Warn-Apps verbreitet worden.

08:00 Uhr: Schwere Sturmflut - Elbe überflutet Hamburger Fischmarkt

Die schwere Sturmflut hat in der Nacht zu Freitag das Wasser der Elbe an Land gedrückt und dabei den Fischmarkt und die umliegenden Straßen komplett überspült. Das Wasser stand dabei teils hüfthoch. Da nicht alle Autos rechtzeitig weggefahren wurden, wurden auch sie überspült.

In der Nacht waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei unterwegs, um in den noch abgestellten Fahrzeugen im Überschwemmungsgebiet nach Menschen zu suchen. In der Nacht hatten sich zudem einige Schaulustige die Auswirkungen der Sturmflut in der Nähe des Fischmarktes beobachtet.

Ein Lieferwagen steht bei einer Sturmflut in der Nähe des Fischmarkts im Wasser der Elbe. Quelle: dpa

Dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie zufolge hatte die erste schwere Sturmflut des Jahres in der Nacht am Pegel St. Pauli kurz vor 22 Uhr seinen Höhepunkt erreicht. Die direkt folgende, zweite schwere Sturmflut am Freitagvormittag wurde für die Zeit kurz vor 12.00 Uhr erwartet. Die Wasserstände sollten dabei auf 3,0 Meter über das mittlere Hochwasser steigen.

07:00 Uhr: Bundesweite Beeinträchtigung im Fernverkehr durch Sturmschäden

Wegen Sturmschäden kommt es am Freitag zu Verspätungen und Zugausfällen im bundesweiten Fernverkehr der Deutschen Bahn. Das teilte die Bahn auf ihrer Internetseite mit. Bahnstrecken im Norden seien besonders stark betroffen. Zu Ausfällen oder Verspätungen könne es etwa auf den Verbindungen zwischen Hamburg und Frankfurt sowie Hamburg und München kommen. Zudem könnten einige Halte entfallen.

Alle Fahrgäste, die am Donnerstag oder Freitag ihre geplante Reise wegen des Sturmtiefs «Zoltan» verschieben müssen, können ihr Ticket laut Bahn zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugverbindung ist aufgehoben. Das Ticket gelte für die Fahrt zum ursprünglichen Zielort, auch mit einer geänderten Streckenführung. Sitzplatzreservierungen können kostenlos storniert werden.

Aufgrund der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage seien die Fernverkehrszüge bereits sehr stark ausgelastet, teilte die Bahn weiter mit. Fahrgäste sollten sich vorab - etwa über die Internetseite - über die Auslastung der Fernverkehrszüge informieren und wenn möglich zu Randzeiten fahren.

So geht es am Freitag weiter:

Am Freitag stellt sich tagsüber eine leichte Windabschwächung ein, doch es gibt immer noch verbreitet Böen zwischen 70 und 90 km/h. Am Samstag (23.12.2023) nimmt der Wind wieder zu. Am Abend gibt es das Maximum im Nordwesten sowie am Alpenrand und in den Alpen. Hier lokal 80 bis 110 Km/h, sonst nicht ganz so heftig.

21.12.2023

19:20 Uhr: Probleme im Bahnverkehr von Berlin Richtung Westen 

Der Sturm hat den Bahnverkehr am Donnerstag heftig getroffen. Es fallen zeitweise sämtliche Fernverkehrszüge auf der wichtigen Verbindung von Berlin nach Hannover aus, wie die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite schreibt. Davon betroffen sind auch viele Reisende, die Richtung Nordrhein-Westfalen fahren wollen. Nach Angaben eines Bahn-Sprechers sorgte der Sturm in Berlin und Brandenburg selbst nicht für Probleme. Die Beeinträchtigungen im Fernverkehr seien auf Sturmschäden andernorts zurückzuführen. 

16:35 Uhr: Ausfälle und Verspätungen im Fernverkehr

Sturmtief ZOLTAN sorgt am Donnerstag im Fernverkehr der Deutschen Bahn für Ausfälle und Verspätungen - vor allem im Norden Deutschlands. Betroffen sind Eurocity-, Intercity- und ICE-Verbindungen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, wie die Bahn am Donnerstagnachmittag mitteilte. 

Einschränkungen durch Sturmschäden gibt es demnach zum Beispiel auf den Strecken Kiel-Hamburg, Hamburg-Westerland und Kiel-Hamburg-Bremen-NRW. Die Intercity-Verbindung Hamburg-Kopenhagen sei ebenfalls betroffen. Auch im Regionalverkehr meldete die Bahn am Donnerstag witterungsbedingte Verspätungen und Ausfälle

Als Alternative für die Fahrt von Hamburg nach Nordrhein-Westfalen empfahl die Bahn Verbindungen mit Umstieg in Hannover. Fahrgäste sollten sich kurzfristig online über ihre jeweilige Verbindung informieren, hieß es. 

Die Zugbindung sei für Donnerstag aufgehoben. Fahrgäste könnten ihr Ticket an einem späteren Tag nutzen. Die DB verwies allerdings auch darauf, dass die Züge im Fernverkehr wegen der bevorstehenden Weihnachtstage bereits sehr stark ausgelastet seien.

"Sämtliche Einsatzkräfte sind in Bereitschaft versetzt", sagte ein Sprecher der Bahn. "Großgeräte und Reparaturfahrzeuge haben wir zusammengezogen, damit wir - falls erforderlich - schnellstmöglich umgefallene Bäume beseitigen oder Äste aus der Oberleitung entfernen können." Die Bahn beobachte das Geschehen.

16:15 Uhr: Erste Schäden durch Sturm im Norden 

Sturmtief ZOLTAN sorgt in Teilen von Niedersachsen und Bremen für Schäden und Einschränkungen. Bäume stürzten um, Fähren fuhren nicht und Weihnachtsmärkte bleiben geschlossen. 

In Bremen und Wilhelmshaven gab es erste Schäden. In der Hansestadt stürzte ein 15 Meter hoher Baum neben einer Bushaltestelle um, wie die Feuerwehr am Donnerstag mitteilte.

Hier geht es zur Live-Webcam in Wilhelmshaven.

Verletzt wurde den Angaben nach niemand. Bilder zeigten wartende Fahrgäste, die nur knapp nicht von dem Baum getroffen wurden. In Wilhelmshaven stürzten Teile eines Gerüstes um, weshalb eine Straße gesperrt wurde. Auch von dort gab es keine Berichte über Verletzte.

16:05: Einschränkungen im Bahnverkehr auch in Bayern 

Wegen eines umgestürzten Baums ist der Betrieb der Linie S7 zwischen Neubiberg und Hohenbrunn, beides Landkreis München, eingestellt, wie von der Deutschen Bahn auf X (ehemals Twitter) bekannt gegeben wurde. Zwischen Dachau und Altomünster (Landkreis Dachau) verkehren ebenfalls keine Bahnen.

Die Bayrische Oberlandbahn ergreift Vorsichtsmaßnahmen für den Sturm: Sollte der Wind an Stärke zunehmen, ist vorgesehen, dass bestimmte Bahnen nur mit einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern fahren. Zudem steht eine Diesellok bereit, die mit einer Kettensäge ausgerüstet ist, um umgestürzte Bäume zu beseitigen.

Auch in anderen Regionen gibt es Vorbereitungen: Aufgrund hoher Windgeschwindigkeiten werden am Tegernsee zwei Weihnachtsmärkte in Rottach-Egern und Bad Wiessee (beides Landkreis Miesbach) am Freitag nicht öffnen können. In vielen Städten bleiben Parks und Friedhöfe bis Samstag geschlossen.

15:35 Uhr: Starker Wind fegt auch über Großbritannien 

Wenige Tage vor Weihnachten hat die Sturmlage auch in Großbritannien Probleme für Reisende verursacht. Der Wetterdienst warnte am Donnerstag vor allem im Norden vor starkem Wind - teils wurden Geschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde gemessen, wie die Nachrichtenagentur PA meldete. Schulen auf den Shetlandinseln blieben geschlossen. An manchen Orten stürzten Bäume um oder der Strom fiel aus. Auch im Flug- und Bahnverkehr kam es zwischenzeitlich zu Einschränkungen. 

15:10 Uhr: Beeinträchtigungen im Zugverkehr im Norden

Derzeit sind im Fernverkehr der Deutschen Bahn Beeinträchtigungen aufgrund des Sturms in Schleswig-Holstein und Niedersachsen zu verzeichnen. Das teilt die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite mit. Es gibt Zugausfälle und Verspätungen. Die folgenden Verbindungen im Fernverkehr sind betroffen:

  • ICE-Züge Kiel – Hamburg
  • IC-Züge Hamburg – Kopenhagen
  • IC-Züge Hamburg – Westerland
  • ICE-/IC-/EC-Züge (Kiel –) Hamburg – Bremen – NRW
  • ICE-/IC-Züge Norddeich Mole – Emden – Rheine – Münster (Westf)
  • IC-Züge Magdeburg – Hannover – Bremen – Leer (Ostfr) – Emden – Norddeich Mole

14:20 Uhr: Tornados nicht auszuschließen 

Das Sturmtief zieht nun über Deutschland. Steigt damit auch die Gefahr vor Tornados am heutigen Donnerstag und am Freitag deutlich an? Unser Meteorologe Gernot Schütz sieht die Möglichkeit, doch keine besondere Gefahr. 

"Bei solch einer turbulenten und stürmischen Wetterlage kann man Tornados nicht ganz ausschließen. Es handelt sich jedoch nicht um eine klassische Tornadowetterlage," so Schütz. Die Windgeschwindigkeit nehme mit der Höhe stark zu, das sei eine sogenannte Geschwindigkeitsscherung. Für die Windrichtung gilt das nicht, es gebe also fast keine Richtungsscherung. 

Durch orografische Effekte also durch Höhenzüge, Täler und Mittelgebirge kann sich eng begrenzt bodennah doch eine gewisse Richtungsscherung einstellen. Im Zusammenhang mit lokalen Gewittern oder Schauern seien Tornados nicht ausgeschlossen. 

Gefährlicher seien aber die "normalen" Auswirkungen des Sturms wie umstürzende Bäume, abbrechende Äste und umherfliegende Gegenstände. Auch LKW seien durch starken Seitenwind sehr gefährdet. Es drohen Beeinträchtigungen im gesamten Verkehrssektor.

14:05 Uhr: Betreiber der Hamburger Weihnachtsmärkte beobachten Sturmlage 

Trotz des sehr stürmischen und regnerischen Wetters in Hamburg wollen die Betreiber der Weihnachtsmärkte ihre Buden zunächst wie geplant geöffnet lassen. So werde es beispielsweise für den Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus keine Einschränkungen bei den Öffnungszeiten geben, der Markt sei durch seine Lage gut geschützt, sagte eine Sprecher des Roncalli-Weihnachtsmarktes am Donnerstag in Hamburg. "Wie es die nächsten Tage weiter geht, werden wir sehen."

Ähnlich sieht das auch Robert Kirchhecker, der die Weihnachtsmärkte in der Spitaler Straße und am Gerhard-Hauptmann-Platz betreibt. "Die Hütten sind ohnehin sturmgesichert. Das ist eine Vorgabe der Stadt. Wir werden abwarten, wie sich das heute noch entwickelt. Wenn es zu extrem wird, werde ich den Weihnachtsmarkt schließen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. 

Am wichtigsten sei, dass die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher durch den Sturm nicht gefährdet sei. "Und die kann ich nicht mehr gewährleisten, wenn Teile durch die Gegend fliegen. Die müssen ja nicht von uns sein. Das können auch Gegenstände von Baustellen oder Planen sein."

Auch die Betreiberin der Märkte am Gänsemarkt und an der Petrikirche schaut zunächst wachsam auf die Auswirkungen des Sturmtiefs. "Wir behalten das im Auge. Die ersten dürfen ihre Klappen schon runter machen, wenn es zu schlimm wird", sagte Katja Dieckmann-Zerbe am Donnerstag.

13:11 Uhr: Tierpark Cottbus bleibt wegen Sturm geschlossen 

Wegen des stürmischen Wetters in Brandenburg ist der Tierpark Cottbus am Donnerstag geschlossen geblieben. Die Entscheidung des Tierparks sei in Absprache mit der Feuerwehr getroffen worden, teilte die Stadt Cottbus mit. Auch Teile des Volksparks Potsdam werden daher bis Samstagfrüh vorsorglich gesperrt. Davon betroffen seien der Waldpark im Osten sowie ein Abschnitt des Remisenparks im Norden der Grünanlage, in dem es viele Altbäume gebe, so die ProPotsdam GmbH.

13:05 Uhr: Baum stürzt auf Gleise - Zugausfälle im Norden

Ein umgestürzter Baum zwischen Wrist und Dauenhof führt am Donnerstag auf der Bahnstrecke Hamburg - Kiel/Flensburg zu Behinderungen. Die Deutsche Bahn gab bekannt, dass der Regionalverkehr zwischen Hamburg und Neumünster vorübergehend in beide Richtungen eingestellt wurde. 

Betroffen sei der RE 7/RE 70 von Flensburg/Kiel nach Hamburg. Reisende wurden aufgefordert, alternativ die Züge über Bad Oldesloe und Bad Segeberg in Richtung Neumünster und Hamburg Hauptbahnhof zu nutzen. Es wird darauf hingewiesen, dass es zu einer Reisezeitverlängerung von bis zu 90 Minuten kommen kann.

12:50 Uhr Wegen Unwetter kein Schulunterricht in Bremerhaven 

Der Schulunterricht in Bremerhaven fällt wegen des Sturmtiefs ZOLTAN am Freitag aus. Es werde lediglich ein Betreuungsangebot geben, teilte die Seestadt am Donnerstag mit. Eltern wurden zudem gebeten, ihre Kinder sicherheitshalber in die Schulen zu bringen und wieder abzuholen, vor allem bei Grundschulkindern.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat Sturmfluten für Elbe, Weser und Ems in Norddeutschland vorhergesagt. Der Höhepunkt könnte am Freitagvormittag erreicht werden, wie das Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Der Deutsche Wetterdienst rechnete gleichzeitig für den Donnerstag mit schweren Sturmböen an Land und teils orkanartigen Böen an der Küste. Auch Gewitter und Dauerregen erwartet der Wetterdienst, etwa rund um den Harz.

12:45 Uhr: Wegen Wetterwarnung - Adventsmärkte am Tegernsee abgesagt 

Aufgrund der Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) haben die Gemeinden Rottach-Egern und Bad Wiessee (Landkreis Miesbach) zwei der drei Weihnachtsmärkte des "Tegernseer Adventszauber" für Freitag abgesagt. Die vom DWD angekündigten Orkanböen gefährdeten die Sicherheit der Gäste und Standbetreiber, teilten die Gemeinden am Donnerstag mit. Außerdem sei wegen des Dauerregens mit "gravierendem Besuchermangel" zu rechnen.

12:30 Uhr: Weihnachtsmarkt in Essen, Bochum und Duisburg und Westfalenpark geschlossen 

Die Stadt Duisburg hat am Donnerstag entschieden, den Weihnachtsmarkt nicht zu eröffnen. Dies gab der Veranstalter, Duisburg Tourismus, auf Facebook bekannt. Die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sowie der Menschen, die auf dem Weihnachtsmarkt arbeiten, habe höchste Priorität. Auch die Weihnachtsmärkte in Essen, Düsseldorf und Bochum bleiben heute geschlossen. 

11:35 Uhr: Norderney-Fähren fallen wegen Sturm aus

Fähren von und nach Norderney fallen von Donnerstagnachmittag an aus. Grund ist das vorhergesagte Unwetter mit Sturmfluten, wie die Reederei Norden-Frisia am Donnerstag mitteilte. Betroffen sind den Angaben nach die Abfahren von Norden auf dem Festland sowie von Norderney um 16:45 und 18:15 Uhr am Donnerstag. Am Freitagmorgen fallen demnach die Abfahren um 6:15 und 7:30 Uhr aus.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat Sturmfluten für Elbe, Weser und Ems in Norddeutschland vorhergesagt. Der Höhepunkt könnte am Freitagvormittag erreicht werden, wie das Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Der Deutsche Wetterdienst rechnete gleichzeitig für den Donnerstag mit schweren Sturmböen an Land und teils orkanartigen Böen an der Küste.

11:30 Uhr: Polizei warnt vor Aufenthalt in tiefer gelegenen Elbegebieten 

Die Hamburger Polizei warnt mit Blick auf die erwartete Sturmflut in der Nacht zum Freitag davor sich auf tiefer gelegenen Gebieten rund um die Elbe, insbesondere im Hafen, der Hafencity und elbnahen Gebieten, aufzuhalten. Das betreffe vor allem den Hafen, die Hafencity und elbnahe Gebiete, wie die Polizei am Donnerstagvormittag mitteilte. Gebäude in diesen Bereichen sollten zudem vor Hochwasser geschützt und Fahrzeuge in höher gelegene Bereiche umgeparkt werden.

Die Sturmflut in der Elbe wird voraussichtlich kurz vor Mitternacht am Donnerstag gegen 22:25 Uhr eintreten, wobei die Wasserstände auf 1,50 bis 2,5 Meter über das mittlere Hochwasser ansteigen sollen.

Zusätzlich hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für den Freitagmorgen zwischen 8.00 und 12.00 Uhr eine schwere Sturmflut prognostiziert. In diesem Zeitraum werden die Wasserstände voraussichtlich auf mehr als 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser steigen. Es ist zu beachten, dass der Hamburger Fischmarkt üblicherweise ab Wasserständen von 1,5 bis 2,0 Metern über dem mittleren Hochwasser von Wasser überspült wird.

11:05 Uhr: Weihnachtsmärkte in Bremen bleiben wegen Unwetter geschlossen 

Der Bremer Weihnachtsmarkt wird am Donnerstag nicht öffnen. Wegen des anrollenden Sturmtiefs Zoltan bleibe der Markt geschlossen, wie die Veranstalter auf ihrer Webseite mitteilten. Auch in Bremerhaven bleiben die Buden laut einer Mitteilung geschlossen.

Ein sicheres Erleben des Weihnachtsmarktes sei unmöglich, teilte die Bremerhavener Marketingabteilung mit. An den kommenden zwei Tagen solle der Besuch des Marktes aber wieder regulär möglich sein. Die Veranstalter in Bremen gaben noch keine Auskunft zu den kommenden Tagen.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat Sturmfluten für Elbe, Weser und Ems in Norddeutschland vorhergesagt. Der Höhepunkt könnte am Freitagvormittag erreicht werden, wie das Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Der Deutsche Wetterdienst rechnete gleichzeitig für den Donnerstag mit schweren Sturmböen an Land und teils orkanartigen Böen an der Küste.

11:00 Uhr: Parks in Hannover wegen Sturmwarnung geschlossen 

Wegen der angekündigten Sturmböen bleiben die Parks und der Stadtwald in Hannover an diesem Donnerstag geschlossen. Konkret betroffen seien der Tiergarten, die Waldstation Eilenriede, der Stadtpark sowie in Herrenhausen der Große Garten und der Berggarten, teilte die Verwaltung mit.

Die Schauhäuser des Berggartens seien dagegen bei freiem Eintritt geöffnet. Gewarnt werde grundsätzlich vor dem Betreten der Wälder und Parkanlagen während es stürmt und unmittelbar danach. Generell gelte, dass die Anlagen auf eigene Gefahr betreten werden.

10:55 Uhr: Brockenbahn fährt nicht - Orkanböen auf dem Brocken 

Die Harzer Schmalspurbahnen haben den Zugverkehr zum Brocken wegen des stürmischen Wetters eingestellt. Am Donnerstag ruhe der Verkehr zwischen Schierke und dem Brockengipfel, teilte ein HSB-Sprecher mit. Auf dem übrigen Streckennetz sollen die Züge planmäßig fahren. 

10:30 Uhr: Amtliche Wetterwarnung in ganz Deutschland

Der DWD hat in ganz Deutschland von 13 Uhr am Donnerstag (21.12.2023) bis um 2 Uhr am Freitag (22.12.2023) eine amtliche Warnung vor Sturmböen herausgegeben. An den Küsten und erhöhten Lagen gilt sogar die Alarmstufe Rot mit einer Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen bis 115 km/h.

Es können Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Auch einzelne Äste können herabfallen. Bewaldete Gebiete und Parks solltet ihr heute also auf jeden Fall meiden! 

Hier geht es zu den Aktuellen Wetterwarnungen für deinen Ort

10:15 Uhr: Starkwind bringt im Norden schwere Sturmflut an Elbe, Weser und Ems 

In Norddeutschland bleibt und wird es stürmisch und nass: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat für Freitagvormittag für Elbe, Weser und Ems in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen schwere Sturmfluten vorhergesagt. In den Flüssen werden die Wasserstände zwischen 8.00 und 12.00 Uhr voraussichtlich auf mehr als 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser steigen, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Donnerstag mitteilte. 

Schwere Sturmflut gilt ab einem Wasserstand von 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser. Eine amtliche Warnung vor einer schweren Sturmflut sei das jedoch noch nicht, sagte Jennifer Brauch von den BSH-Vorhersagediensten für Nord- und Ostsee dazu. Die werde erst gegen Mitternacht herausgegeben, wenn die für Donnerstagabend erwartete Sturmflut durch ist, vor der bereits gewarnt wird. 

Diese für die Nordseeküsten und die Flüsse erwartete Sturmflut am Donnerstagabend hat indes auch das Potenzial, auf das Niveau einer schweren Sturm zu steigen. Sollte der Wind stark bleiben, könne es eine schwere Sturmflut werden. 

Für die Nordseeküste wurden am Donnerstagvormittag Wasserstände erwartet, die 1,5 bis 2,0 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen werden. Im Elbe- und Wesergebiet sollten sie auf 2,0 bis 2,5 Meter über das mittlere Hochwasser klettern. 

20.12.2023

16:30 Uhr: Sturmflut und Hochwasser im Norden erwartet

Für Donnerstag (21.12.2023) und Freitag (22.12.2023) warnt das Das Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie (BSH) vor Sturmfluten im Norden und Nordwesten Deutschlands. Insbesondere das Weser- und Elbegebiet werde voraussichtlich betroffen sein und auch an der Nordseeküste wird Hochwasser prognostiziert.

Sturmfluten in mehreren Regionen erwartet

Am Donnerstagabend wird der Vorhersage des BSH zufolge bereits an verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen die Sturmflutmarke von 1,5 Metern über dem mittleren Hochwasser erreicht. 

Dann könnten die Pegel etwa in Husum, am Eider-Sperrwerk bei Tönning, in Glückstadt an der Elbe, aber auch an der Weser in Bremen und im niedersächsischen Elsfleth auf Sturmflutniveau steigen. Am späten Abend werden solche Pegelstände auch in Hamburg erwartet. Danach sollen die Wasserstände erst mal abnehmen.

Voraussichtlich höhere Pegelstände am Freitag

Am Freitagvormittag prognostiziert das BSH höhere Pegelstände als am Vorabend. Cuxhaven, die Ostfriesischen Inseln Borkum und Norderney sowie Emden und Papenburg an der Ems könnten betroffen sein. Ob dabei die Marke einer schweren Sturmflut von 2,5 Metern über dem mittleren Hochwasser erreicht wird, bleibt noch unklar, so die BSH-Sprecherin.

Warnungen vor Orkanböen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor orkanartigen Böen und Orkanen für Donnerstag. Auf Helgoland, an der Nordseeküste sowie auf Fehmarn in der Ostsee könnten Windstärken der Stufen elf und zwölf auftreten. Das sind Böen von 103 bis über 113 km/h bis Orkanstärke. Küstengebiete müssen sich auf schweren Sturm der Stärke zehn, also 90 bis 102 km/h, einstellen, während im Binnenland mit Böen der Stärken acht bis neun, 60 bis 90 km/h, zu rechnen ist.

Auswirkungen auf den Fährbetrieb 

Aufgrund des erwarteten Sturmtiefs werden einige Fähren zwischen den Halligen und dem schleswig-holsteinischen Festland ausfallen, wie die Wyker Dampfschiffs-Reederei mitteilte. Weiterhin könnten bis Samstag aufgrund des Hochwassers weitere Ausfälle und Fahrplanänderungen eintreten. 

Hier geht es zur Live-Cam in Hamburg.

Die Deutsche Bahn kündigte bereits am Dienstag an, dass der Fährverkehr von und zu der ostfriesischen Insel Wangerooge am Freitag eingestellt wird. Fährausfälle sind auch auf anderen Inseln wie Langeoog zu erwarten.

Erhöhte Wasserstände bereits am Mittwoch

Bereits am Mittwoch meldete das BSH erhöhte Wasserstände, wobei die Elbe in Hamburg über die Ufer trat. Zum Abendhochwasser wurde jedoch noch kein Sturmflutniveau erwartet.

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