Tödliche Lawinenabgänge in der Schweiz - Schneerutsche bei Zugspitze

- Quelle: dpa/wetter.com
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Die Schweiz hat mit rekordverdächtigen Schneemengen zu kämpfen. Lawinen gehen ab, Todesopfer sind zu beklagen. In Deutschland scheint die Situation glimpflich ausgegangen zu sein.

Große Mengen an Neuschnee haben im Alpenraum zu Lawinenabgängen und Verkehrsproblemen geführt. In der Schweiz starben nach Polizeiangaben drei Wintersportler in den Schneemengen. In Deutschland hat die Suche nach möglichen Opfern nach Schneerutschen im Zugspitzgebiet keine Hinweise auf Verschüttete gebracht.

Lockerschneerutsche im Zugspitzgebiet

Drei Hubschrauber hätten das Areal unterhalb der beiden Riffelspitzen aus der Luft abgesucht, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim am Samstag. Am Nachmittag wurde die Suche abgebrochen, nachdem es zunächst keine Indizien gab, dass Menschen zu Schaden gekommen waren.

Die Hubschrauberbesatzungen beobachteten nach den Worten des Polizeisprechers während ihres Einsatzes mehrere weitere Lockerschneerutsche aus den steilen Felswänden. Dies ist nach Neuschneefällen im Hochgebirge ein häufig zu beobachtendes Phänomen.

Im Zugspitzgebiet hatte es in den vergangenen Tagen stark geschneit, deswegen gilt erhöhte Lawinenwarnstufe. Die Südliche und die Nördliche Riffelspitze im Waxensteinkamm unweit von Deutschlands höchstem Gipfel sind jeweils über 2200 Meter hoch und fallen nach Norden und Süden steil ab.

Wie es mit den Schneefällen weitergeht, siehst du im Wetter-Video am Anfang des Artikels. 

Tote durch Lawinenabgänge in der Schweiz

Auch die Schweiz hatte in den vergangenen Tagen mit heftigem Schneefall zu kämpfen. Ein Schweizer geriet am Casanna in Klosters im Kanton Graubünden unter die Schneemassen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der 53-Jährige war am Samstag gemeinsam mit einem anderen Skifahrer außerhalb der markierten und gesicherten Piste unterwegs. Während sich der Begleiter selbst befreien konnte, kamen die Einsatzkräfte für den Verunglückten zu spät. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

In Stoos im Kanton Schwyz starb am Samstag ein 49-jähriger Skifahrer nach einem Lawinenabgang, wie die Polizei mitteilte. Auch in Engelberg im Kanton Obwalden verlor ein Mensch sein Leben, nachdem er unter die Schneemassen gekommen war. Ein weiterer Wintersportler wurde schwer verletzt, eine dritte Person konnte unverletzt geborgen werden. Die Suche nach möglichen weiteren Verschütteten wurde gestoppt. Die Polizei vermutet keine weiteren Vermissten. Zuerst hatte die Zeitung «20 Minuten» auf ihrer Homepage davon berichtet.

Sowohl in Adelboden im Kanton Bern als auch in Verbier im Kanton Wallis kam es auch zu mehreren Lawinenabgängen außerhalb der Piste. Mindestens eine Person galt noch als vermisst.

Verkehrsbehinderungen wegen Schneemassen

Seit Mitte der Woche fiel so viel Schnee, wie ansonsten in der Schweiz nur alle 20 Jahre gemessen wurde. In den Alpen waren es ein bis zwei Meter. Der massive Schneefall legte zuletzt auch den öffentlichen Verkehr in Zürich lahm. Straßenbahnen und Busse kamen im Stadtgebiet nicht mehr oder nur auf Teilstrecken weiter. 

Polizei und Feuerwehr mussten zu Hunderten Einsätzen ausrücken, weil Bäume auf Straßen, Autos und Stromleitungen gestürzt waren. Lastwagen blieben zum Teil im Schnee stecken. Das Wetter führte zu Störungen im Bahnverkehr des Landes. Die Post konnte in einigen Ortschaften keine Briefe mehr zustellen.

Ob ein Ende der Schneefälle in der Schweiz in Sicht ist, zeigen wir dir in diesem Wetterausblick: 

Schweizwetter: Wetterwechsel mit Blutregen
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