Mutationen der Coronaviren - Sind sie nun noch gefährlicher?

- Marvin Klecker
Zweite Welle? Corona-Ausbruch auf Markt in Peking
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Untersuchungen haben ergeben, dass sich Coronaviren mit der Zeit genetisch verändern können. Werden sie dadurch zu einer noch größeren Bedrohung?

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie haben einige Viren Mutationen vollzogen. Eine Untersuchung des "Scripps Research Instituts" hat nun ergeben, dass eine spezielle Art der genetischen Veränderung besonders häufig vorgekommen ist. 

Virus könnte Menschen schneller befallen

In den meisten Fällen haben sich die Anzahl der Stacheln, die sich am Viruskörper befinden, mit der Zeit vervier- oder sogar verfünffacht. Mit Hilfe der Stacheln kann das Virus an die Zelle des Wirts, also des Menschen, andocken und diese befallen.

Die durch die Mutationen erhöhte Stachelanzahl soll diesen Vorgang erleichtern. Ob dadurch eine Erhöhung des Erkrankungsgrads oder der Sterberate ableitbar ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Dazu wären weitere Studien möglich.

Haben Mutationen Schuld an dramatischen Corona-Ausbrüchen?

Jedoch könnten die Studienergebnisse eine mögliche Erklärung dafür sein, warum spätere Corona-Ausbrüche in der Pandemie, wie zum Beispiel in New York, dramatischer ausgefallen sind als vorherige. Auch der aktuelle Corona-Ausbruch in Peking könnte mit einer Mutation zusammenhängen. Mehr zu der zweiten Welle in der chinesischen Hauptstadt erfährst du oben im Video.

Drosten gibt leichte Entwarnung

Doch wie schlimm sind solche Mutationen wirklich? Virologe Prof. Christian Drosten von der Berliner Charité gibt hier leichte Entwarnung, denn ein genetisch verändertes Coronavirus muss sich nicht unbedingt negativ auswirken. 


Befall der Nase nicht so schlimm wie der der Lunge

In seinem Podcast erwähnt Drosten, dass sich das Virus zum Beispiel auch so entwickeln könnte, dass es sich besser in der Nase repliziert. Dies wäre aus unserer Sicht gar nicht so schlecht, da wir laut Drosten "in der Nase aber nicht allzu krank davon werden; das heißt, das Ganze wird auf lange Sicht zu einem Schnupfen, der sich für die Lunge gar nicht mehr interessiert".

Inwieweit das Coronavirus weiter mutiert und ob das eine positive oder eine negative Auswirkung auf die Pandemie haben wird, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

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