Wetter-Liveticker: Viele Unwetter-Einsätze

- Quelle: dpa/wetter.com
3-Tage-Wetter: Wechselhaftes Septemberfinale mit Sturmpotenzial
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Nach den katastrophalen Überflutungen vergangene Woche, erwarten uns am Wochenende erneut schwere Unwetter. Im Liveticker sammeln wir alle wichtigen Meldungen zur Wetterlage.

Am Wochenende treffen erneut teils heftige Unwetter auf verschiedene Regionen Deutschlands. Am Sonntag gibt es vor allem im Süden noch einmal kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel. 

In unserem Wetter-Liveticker geben wir einen Überblick zur Gefahrenlage und halten dich über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

27.07., 06:55 Uhr: Voll gelaufene Keller, kaputte Oberleitung: Viele Unwetter-Einsätze 

Teils heftige Gewitter und Starkregenfälle haben in manchen Teilen Deutschlands bis in den Montagabend erneut für zahlreiche Unwetter-Einsätze gesorgt. Ein Schwerpunkt der Schäden lag in Bayern. Die Bahnstrecke München-Salzburg war wegen Bäumen in der Oberleitung zwischen Rosenheim und Salzburg zwischenzeitig gesperrt. In der Nacht zum Dienstag entspannte sich die Lage fast überall, wie die Polizeidienststellen mitteilten. 

Nach Angaben des Polizeipräsidiums im bayerischen Kempten musste die Feuerwehr im Raum Sonthofen und Burgberg am frühen Montagabend ausrücken, um Keller auszupumpen. Im oberbayerischen Rosenheim waren laut Landratsamt mehr als 1000 Kräfte im Einsatz, etwa um Wasser aus einem übervollen Bach abzupumpen. 

Im baden-württembergischen Rastatt fiel ein Baum bei einem Gewitter um und verletzte vier Menschen - darunter einen schwer. In Lügde in Nordrhein-Westfalen sorgte ein starker Gewitterschauer für Überschwemmungen in mehreren Straßen.

Auch in Norddeutschland gab es einige Einsätze: Im Leitstellenbereich Kiel meldete die Feuerwehr mehr als 100 Einsätze im Laufe des Abends. Etliche Keller waren nach starken Regenfällen vollgelaufen.

Auf der Autobahn 19 Berlin-Rostock wurden an der Mecklenburgischen Seenplatte nach Angaben der Polizei sieben Menschen leicht verletzt, weil ein Auto beim Überholen wohl durch plötzlich einsetzenden Starkregen ins Schleudern geraten war. 

Die wegen Beeinträchtigungen durch Unwetter gesperrte Bahnstrecke München-Salzburg war am frühen Dienstagmorgen wieder befahrbar. Das teilte die Deutsche Bahn in der Nacht via Twitter mit. Weil zunächst nur ein Gleis zur Verfügung stehe, könne es aber weiterhin zu Verzögerungen kommen, hieß es.

26.07., 07:00 Uhr: Unwetter in Sachsen: 67-Jähriger stirbt durch Stromschlag

Während eines Starkregens ist im sächsischen Weißwasser ein 67-jähriger Mann ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wollte der Mann am Sonntagabend mit einer Tauchpumpe das Wasser aus dem vollgelaufenen Keller seines Gartenhauses pumpen und erlitt dabei einen Stromschlag. Die Feuerwehr konnte ihn nur noch tot bergen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war das Gebiet der nördlichen Oberlausitz von Unwettern mit Starkregen betroffen. In Weißwasser seien etwa 40 Liter je Quadratmeter niedergegangen. Straßen wurden überflutet. Der Rettungsleitstelle zufolge war die Feuerwehr bei mehr als 80 Einsätzen bis nach Mitternacht damit beschäftigt, Wasser aus überfluteten Kellern, Tiefgaragen und Fahrstuhlschächten zu pumpen.

26.07., 06:50 Uhr: Starkregen im Kreis Segeberg: Vollgelaufene Keller, überspülte Straßen

150 Mal musste die Feuerwehr im Kreis Segeberg am Sonntagabend wegen des Starkregens ausrücken. Besonders betroffen war Kaltenkirchen, allein dort gab es 80 Einsätze, wie die zuständige Regionalleitstelle mitteilte. "Gegen 17.30 Uhr ging es los und dann wirklich im Minutentakt", sagte ein Sprecher der Leitstelle. Hauptsächlich seien Keller oder Garagen voll gelaufen oder Straßen überspült worden. Verletzte gab es laut Polizei und Rettungsleitstelle nicht.

In Struvenhütten habe es einen massiven Wassereinbruch in einem größeren Gebäudekomplex gegeben, dort rückte das Technische Hilfswerk (THW) mit einer Hochleistungspumpe an. In Oersdorf trat der Fluss Kattenbek über die Ufer, mehrere Grundstücke wurden überschwemmt. 

Die Polizei verzeichnete 13 wetterbedingte Einsätze sowie einen weiteren im Kreis Pinneberg. Auch dabei sei es meist um geflutete Straßen gegangen. In den späten Abendstunden entspannte sich die Lage wieder, vereinzelt habe es noch bis Mitternacht Einsätze gegeben.

26.07, 06:30 Uhr: Mann tot in Waldgebiet entdeckt

Ein Mann ist nahe Eglfing (Kreis Weilheim-Schongau) tot in einem Waldgebiet gefunden worden. Er sei dort am Sonntagabend allein unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Möglicherweise steht der Tod im Zusammenhang mit dem Unwetter, das zu der Zeit über die Region zog. Die Kriminalpolizei ermittelt in dem Fall.

25.07., 20:30 Uhr: Unwetter in Teilen Berlins, Brandenburgs und Oberbayerns

In Teilen Berlins und Bayerns sind am Sonntag heftige Unwetter niedergegangen. Eine Sprecherin beim Deutschen Wetterdienst (DWD) berichtete am Abend von bis zu 50 Litern Niederschlag pro Stunde auf einem Quadratmeter gegen 19.00 Uhr in Berlin-Buch, von 40 Litern in Berlin-Marzahn. Am Flughafen Berlin (BER) im brandenburgischen Schönefeld kam es am Abend zu zahlreichen Verspätungen, die Abflüge stauten sich.

Vor allem im Nordosten der Hauptstadt habe es stark geregnet, sagte ein Berliner Polizeisprecher, er sprach von umgestürzten Bäumen und vollgelaufenen Tunneln. Die Berliner Feuerwehr teilte auf Twitter mit, sie befinde sich im Ausnahmezustand. Einsätze würden priorisiert abgearbeitet, es könne beim Notruf 112 zu Wartezeiten kommen.

In Schlehdorf im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen seien um 18.00 Uhr etwa 43 Liter auf den Quadratmeter gefallen, hieß es vom DWD. Heftig sei der Regen etwa auch in Irschenberg im oberbayerischen Landkreis Miesbach gewesen.

Der Deutsche Wetterdienst hatte auch für viele Kreise Brandenburgs gewarnt. Vereinzelt könnten Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden, Überflutungen von Kellern und Straßen sowie über Ufer tretende Bäche und Flüsse seien möglich.

In Graustein in der Stadt Spremberg im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße waren es laut DWD nachmittags gegen 16.00 Uhr etwa 35 Liter Regen auf den Quadratmeter, die hinunterkamen.

Durch Starkregen und heftige Windböen sind in Schwarz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) mehrere Bäume entwurzelt worden. Diese stürzten am Sonntagabend in der Nähe der L25 um, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Straßen wurden vorübergehend gesperrt. Ein Baum durchschlug das Obergeschoss eines Hauses. Ebenso wurden mehrere Dächer beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die Bäume wurden von der Feuerwehr beseitigt.

25.07., 11:00 Uhr: Überflutete Straßen und Keller im Saarland

Ein kräftiges Gewitter mit starkem Regen hat im Saarland zahlreiche Straßen, Keller und Garagen überflutet. Am Samstagabend gab es fast 100 Einsätze von Polizei und Feuerwehr, wie diese mitteilten. Betroffen waren vor allem die Landeshauptstadt Saarbrücken und St. Ingbert. Auf der A 8 bei Heusweiler wurden zwei Menschen verletzt, weil ihre Autos auf regennasser Strecke ins Schleudern kamen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. In Richtung Luxemburg blieb die Autobahn wegen Bergungsarbeiten vorübergehend gesperrt.

In St. Ingbert drückte das Wasser Angaben der Feuerwehr zufolge Kanaldeckel hoch. Einige Straßen seien zeitweise nicht befahrbar gewesen. In manchen Kellern habe das Wasser bis zu zwanzig Zentimeter hoch gestanden, in einem Mehrfamilienhaus pumpte die Feuerwehr zehn vollgelaufene Kellerräume aus.

In Saarbrücken und im angrenzenden Sulzbach gab es rund 40 Einsätze wegen überfluteter Straßen und Keller. Außerdem stürzten einige Bäume um. Es blieb bei Sachschäden, wie die Feuerwehr mitteilte.

25.07., 09:20 Uhr: Hochwassergebiet in Deutschland bleibt von weiteren Unwettern verschont

Die vergangene Nacht ist in den Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen - entgegen vorheriger Befürchtungen - nahezu trocken geblieben. Nach einigen Niederschlägen am Samstagnachmittag habe es in der Nacht in den Regionen kaum noch geregnet, sagte eine Sprecherin vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Sonntagmorgen. Beispielsweise in der Nordeifel seien am Samstag im Schnitt fünf bis zehn Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Die Sprecherin betonte aber auch, dass in der jetzigen Situation schon kleine Mengen Niederschlag zum Problem werden könnten, da Abflüsse verstopft und die Kanalisationen beschädigt sind.

25.07., 07:30 Uhr: Zahlreiche Autos in Belgien weggeschwemmt

In Belgien sind bei erneuten Unwettern zahlreiche Autos weggeschwemmt und Menschen in Sicherheit gebracht worden. In der Stadt Dinant blockierten die vom Wasser mitgerissenen Fahrzeuge einen Bahnübergang, wie die Nachrichtenagentur Belga am Samstagabend unter Berufung auf das Bahnunternehmen Infrabel berichtete.

Der Bahnverkehr sei wegen des Hochwassers Mitte Juli aber bereits eingestellt gewesen. In der Stadt Namur in der gleichnamigen Provinz seien wegen des Wetters Häuser evakuiert worden. Die Stadt liegt rund 100 Kilometer westlich von Aachen. "Es ist eine Katastrophe", zitiert Belga die Feuerwehr. 

Es gebe zahlreiche Anrufe, man wisse nicht, wo einem der Kopf stehe, heißt es weiter. Auf Bildern in einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTBF ist zu sehen, wie sich Straßenzüge in reißende Flüsse verwandelt haben und Trümmer umherliegen. 

Neben Namur und Dinant seien noch weitere Städte und Dörfer betroffen, berichtete Belga. Unter anderem wurde von Erdrutschen in Wallonisch-Brabant südlich von Brüssel berichtet. In der Provinz Antwerpen im Norden des Landes habe es wetterbedingte Einsätze der Feuerwehr gegeben. Es sei Wasser in Häuser geströmt zudem habe ein Blitz ein Haus getroffen. Über Tote oder Verletzte wurde bis in die Nacht zunächst nichts bekannt.

25.07., 07:00 Uhr: Unwetter im Süden Deutschlands 

Im Zuge einer Unwetterfront sind am Samstag in einigen Teilen Bayerns Gewitter aufgetreten und örtlich ergiebige Regen- und Hagelschauer niedergegangen. Die Polizei in Oberbayern berichtete am späten Abend von rund 70 Einsätzen wegen umgestürzter Bäume und voll gelaufener Keller im südlichen Teil.

Größere Schäden habe es jedoch bislang nicht gegeben, sagte ein Sprecher in Rosenheim. Ähnlich saht es zu diesem Zeitpunkt im Allgäu aus, wo die Polizei in Füssen unter anderem von etlichen abgebrochenen Ästen in ihrem Bereich sprach.

24.07., 16:10 Uhr: Erneut Regen im Hochwassergebiet - Evakuierungsangebot

Rund eineinhalb Wochen nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz haben in dem betroffenen Gebiet am Samstag erneut Regenfälle eingesetzt - und es wurden Evakuierungen angeboten. Im Laufe des Tages ist mit örtlichen Niederschlägen im Bereich von maximal 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter zu rechnen; stellenweise auch nur 10 Liter. Ab Sonntagmorgen gegen 6 Uhr könne sich die Wetterlage noch verschärfen.

Den besonders betroffenen Kommunen sei daher ein Evakuierungsangebot gemacht worden, wie die Leiterin des Katastrophenschutzstabs, Begona Hermann, mitteilte. In den gefährdeten Gebieten Schuld, Insul, Dümpelfeld und Bad Neuenahr sollen die Menschen demnach mit Shuttlebussen zu einer Notunterkunft in Leimersdorf gebracht werden können. "Das entscheiden dann die Menschen selbst", so Hermann, denn die Wetterlage sei nicht so verschärft wie in der vergangenen Woche. "Aber wir haben eine nicht mehr funktionierende Kanalisation." Daher würden sich die Regenfälle anders auswirken als noch vor zehn Tagen. 

Wegen der Wetterlage könnten die Helfer nicht so intensiv arbeiten wie zuvor. Dies soll laut Hermann für eine konzentrierte Abfall-Abfuhraktion genutzt werden. Ziel sei es, die sich am Straßenrand auftürmenden Müllberge so schnell wie möglich zu beseitigen. Denn sie seien einerseits ein Seuchenherd,  andererseits störten sie den Verkehr. Zudem werde der Platz benötigt, um die Kanalisation spülen zu können.

24.07., 12:54 Uhr: Hochwasser an kleinen Gewässern im Saarland möglich

Die angekündigten Gewitter am Wochenende werden voraussichtlich die Wasserstände im Einzugsgebiet der Saar ansteigen lassen. Das teilte das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) am Samstag in Saarbrücken mit. Weil die Starkniederschläge nur örtlich auftreten, sei hingegen ein Hochwasser an mittleren und großen Flüssen nicht wahrscheinlich. Eine genaue Lokalisierung der Schwerpunkte, wird demnach nur sehr kurzfristig möglich sein.

24.07., 12:14 Uhr: Gewitterfront erreicht Bayern - Tausende Blitze möglich

Eine Gewitterfront hat am Bayern erreicht: Im Allgäu blitzte und donnerte es am Morgen. Wetterbedingte Notrufe habe es aber kaum gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Beamten wurden zum Beispiel wegen eines Blitzeinschlags auf freier Fläche alarmiert. Die Schauer und Gewitter zogen am Vormittag weiter nach Oberbayern.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für Samstag in den Regionen südlich von München vor schweren Gewittern. Laut der Meteorologen ziehen ab dem Spätnachmittag die Schauer aus den Alpen heraus in Richtung Alpenvorland. Das Gewitterrisiko steige zum Abend. Punktuell ist Starkregen von bis zu 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Es ist lokal mit schweren Sturmböen von bis zu 100 Kilometer pro Stunde zu rechnen! Bäume können umkippen, auch Hagel ist möglich!

Der DWD geht von tausenden Blitzen am Samstag aus. Das sei in den Sommermonaten nicht selten, ungewöhnlich sei aber die Intensität der Gewitterzellen, sagte der Meteorologe. Diese bringen viel Wasser mit sich. Wenn die Zellen sich über dem Starnberger See entladen, wird wenig passieren, außer das der Wasserstand steigt. Sollte der Starkregen aber in den Bergen oder an Flüssen fallen, könnten im Laufe des Tages auch Keller volllaufen.

Hier geht's zu unseren aktuellen Unwetterwarnungen

24.07., 12:07 Uhr: Lokale Unwettergefahr in mehreren Bundesländern

Die Menschen in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland müssen sich heute auf lokale Unwetter einstellen. Am Samstag greift von Frankreich ein Tief mit feucht-warmen und zu Gewitter neigenden Luftmassen auf die Länder über. Im Laufe des Nachtmittags und Abends ziehen gebietsweise einzelne, teils kräftige Gewitter auf. Dabei sind lokal eng begrenzte Unwetter mit Regenmengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich; in mehreren Stunden können demnach örtlich auch um 60 Liter pro Quadratmeter fallen. In der Pfalz können auch schwere Sturmböen um 95 Kilometer pro Stunde und Hagel auftreten.

In Baden-Württemberg sind ebenfalls schwere Gewitter zu erwarten. Wir rechnen mit schweren Sturmböen bis zu 90 Kilometer pro Stunde. Zudem fallen bis zu drei Zentimeter große Hagelkörner und 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Am Abend können im Süden und Osten des Bundeslandes bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter in wenigen Stunden fallen. In der Nacht zum Sonntag regnet und gewittert es weiter.

Wo genau die Unwetter stattfinden, ist laut DWD zunächst nicht zu sagen. "Eine genaue Lokalisierung der Schwerpunkte wird - wenn überhaupt - nur sehr kurzfristig möglich sein", heißt es.

23.07., 15:45 Uhr: Unwetterfahrplan fürs Wochenende

Von Südwesten ausgehend breiten sich ab Samstagnachmittag teils kräftige Schauer und Gewitter aus. Diese können lokal durchaus Unwetterpotenzial haben. Wo es genau wie heftig wird, lässt sich erst kurzfristig vorhersagen. Deshalb solltest du die Unwetterwarnungen und den Regenradar im Blick behalten. Im Süden Deutschlands sind sogar Superzellen möglich, in Bayern kann es also richtig gefährlich werden. So dramatische Zustände und großflächige Überflutungen wie vergangene Woche werden jedoch nicht erwartet.

Die Vorhersage im Detail mit allen Wetterkarten für die nächsten drei Tage siehst du im Video am Anfang des Artikels. Wo die Unwettergefahr am Wochenende wie hoch ist, zeigen die Grafiken:

 

Unwetter ist nicht gleich Unwetter. Worin sich die aktuelle Lage von der vergange Woche unterscheidet, erklärt Meteorologin Corinna Borau im Video:

23.07., 15:35 Uhr: Auch betroffene Regionen in NRW bereiten sich vor

Die Städte und Kreise in den von der Flutkatastrophe besonders betroffenen Gebieten in NRW bereiten sich auf den angekündigten Starkregen am Wochenende vor. Die Feuerwehr der Stadt Hagen gab am Freitag nach Angaben einer Stadtsprecherin erste Informationen über die Warn-App NINA an die Bevölkerung. Unter anderem werde davor gewarnt, bei Hochwasser in Keller oder Tiefgaragen zu gehen oder über überflutete Straßen zu fahren. Feuerwehr und Krisenstab seien in erhöhter Alarmbereitschaft, sagte die Sprecherin.

Auch die von der Flutkatastrophe getroffene Stadt Solingen sieht sich für mögliche weitere starke Regenfälle am Wochenende vorbereitet. Viele Bürger, die in der Nähe der Wupper wohnten, seien in Sorge, dass der angekündigte Regen erneut zu Überschwemmungen führen werde, hieß es aus der bergischen Kommune. Die Feuerwehr in Solingen appellierte, Ruhe zu bewahren. Es gebe derzeit keine Warnungen des Deutschen Wetterdienstes für den Raum Solingen. Trotzdem seien alle Akteure gerüstet für den Fall, dass die Regenfälle doch stärker ausfallen sollten.

Der Rheinisch-Bergische Kreis wies die Feuerwehren im Kreis am Freitag an, das Wetter am Wochenende zu beobachten. "Am Samstag und in der Nacht zu Sonntag sind weitere Regenfälle und Gewitter sowie lokale Unwetter mit Starkregen oder größerem Hagel nicht auszuschließen", teilte Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden mit. Am Samstagmorgen finde zusammen mit der Bezirksregierung Köln ein Wetterbriefing statt.

23.07., 15:30 Uhr Katastrophengebiete in Rheinland-Pfalz wappnen sich

Nach der Flutkatastrophe drohen den Menschen im Westen Deutschlands erneut Gewitter und Starkregen - wenn auch regional begrenzt. Klar ist: In der Südwesthälfte kann es zu Schauern und Gewittern kommen, die auch Unwetterpotenzial haben können.

Die Helfer in der betroffenen Region in Rheinland-Pfalz bereiten sich auf die Situation vor. Auch wenn aus derzeitiger Sicht die Wetterprognose nicht als bedrohlich für den Eifelkreis Bitburg-Prüm eingeschätzt werde, könnte es infolge des zurückliegenden Hochwassers vereinzelt kritische Situationen geben, teilte die Kreisverwaltung mit. Der Katastrophenschutz des Kreises treffe daher in Abstimmung mit den Feuerwehren Vorkehrungen, insbesondere würden Sandsäcke vorbereitet. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, sich über "zuverlässige Quellen" in Radio, Fernsehen und Internet oder entsprechende Warn-Apps auf dem Laufenden zu halten.

Nach Einschätzung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) könnte es an der Ahr bei Starkregen wegen verstopfter Kanalisation zu "erneuten Wasseranstauungen in einigen Bereichen" kommen. Die Fachleute arbeiteten aktuell an einer entsprechenden Einsatzplanung, teilte die Behörde mit. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes in Rheinland-Pfalz, Frank Hachemer, sagte im Radioprogramm SWR Aktuell: "Im Moment wird gerade massiv schweres Gerät ins Einsatzgebiet geschickt und auch dort vorgehalten, um alles passierbar zu machen."

Nach den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes bestehe für die Ahr "keine richtige Hochwassergefahr", sagte der Leiter des Krisenstabes in Rheinland-Pfalz, Thomas Linnertz, am Freitag in Bad Neuenahr-Ahrweiler. "Das heißt: Es wird keine Evakuierungsnotwendigkeit für das ganze Ahrtal bestehen."

Es könne aber sein, dass wegen erwarteter lokal begrenzter Starkregenereignisse ab Samstagnachmittag in manchen Gebieten die Menschen aufgefordert werden müssten, ihre Häuser zu verlassen, sagte Linnertz. Denn es gebe ein Problem mit dem Oberflächenwasser, das wegen zerstörter oder verstopfter Kanäle möglicherweise dann nicht abfließen könne. Man sie derzeit dabei zu versuchen, noch Teile freizubekommen.

Noch seien die genauen Bereiche, wo das Oberflächenwasser zum Problem werden könne, nicht definiert. Dies solle noch im Laufe des Tages geschehen. Die Bevölkerung solle dann in den wohl "sehr begrenzten Gebieten" mit Lautsprecherdurchsagen gewarnt werden. 

Vorher-Nachher-Bilder zeigen das Ausmaß der Zerstörung:

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