Wetter-Ticker: Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen in Griechenland

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Wetter-Ticker: Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen in Griechenland
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Eine überschwemmte Unterführung in Athen.

Ob Hurrikans, Tornados, Dürren oder neue Rekorde: Das Wetter in Deutschland und der Welt sorgt rund um die Uhr für Schlagzeilen. Die wichtigsten und spannendsten sammeln wir in diesem Wetter-Ticker.

In Deutschland und der Welt kommt es regelmäßig zu schlimmen Wetter- oder Naturkatastrophen sowie spannenden Wetterphänomenen. In diesem Ticker sammeln wir die wichtigsten Wetter-News aus Deutschland und der Welt.

15.10.2021: Überschwemmungen in Griechenland: Hunderte müssen sich auf Dächer retten

Unwetter mit schweren Regenfällen haben in Griechenland erhebliche Behinderungen im Verkehr sowie Überschwemmungen verursacht. Hunderte Menschen mussten sich auf Dächer retten, um nicht in ihren überschwemmten Häusern zu ertrinken. Allein in Athen musste die Feuerwehr am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag mehr als 1400 Mal ausrücken, um Menschen zu retten und Wasser aus überschwemmten Häusern zu pumpen, teilte der Zivilschutz mit. Hunderte Fahrzeuge blieben in überschwemmten Straßen stecken. Opfer gab es bis Freitagmorgen nicht, teilten die Behörden mit.

Der Zivilschutz schloss aus diesem Grund in der Nacht zum Freitag und bis 8.00 Uhr morgens die zwei wichtigsten Verkehrsadern Athens an der Küste und die Autobahn in den Norden Griechenlands. "Wir müssen vorsichtig sein, die Gefahr ist groß", sagte der für den Zivilschutz zuständige Minister Christos Stylianides im Staatsfernsehen. Die meisten Schulen und alle Behörden, die nicht mit Rettungsdiensten zu tun haben, blieben am Freitag geschlossen.

Vielerorts sei "so viel Wasser heruntergekommen, wie es im ganzen Jahr im Durchschnitt regnet", sagte ein Meteorologe im Staatsfernsehen. Schwere Regenfälle gab es am Freitagmorgen auch auf der Ferieninseln Rhodos, Kos, Santorin, Mykonos und in Teilen Kretas. Mit einer Wetterbesserung rechnet das Wetteramt erst am Sonntag.

12.10.2021: Erneut erschüttert ein starkes Beben die Insel Kreta 

Ein Seebeben der Stärke 6,4 hat am Dienstagvormittag die griechische Insel Kreta erschüttert. In der Hafenstadt Iraklion und vielen anderen Orten flüchteten die Menschen in Panik auf die Straßen. Berichte über Verletzte oder gar Tote gab es zunächst nicht.

Augenzeugen berichteten in sozialen Medien, die Erde habe mindestens 29 Sekunden lang gebebt. Das Epizentrum lag dem Geodynamischen Institut Athen zufolge gut 20 Kilometer östlich der Insel und rund acht Kilometer unter dem Meeresboden. 

Erst vor zwei Wochen war bei einem starken Erdbeben der Stärke 5,8 nahe der Stadt Iraklion ein Mensch ums Leben gekommen, zahlreiche Häuser waren eingestürzt.

12.10.2021: Mindestens 15 Tote bei Überschwemmungen in Nordchina

Bei schweren Überschwemmungen in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere werden vermisst, wie Chinas Staatsfernsehen am Dienstag berichtete. Es seien die schlimmsten Fluten in einem Herbst in der Region seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 

Über 1,7 Millionen Menschen seien betroffen, hieß es. Rund 120 000 Menschen seien bei Evakuierungen in Sicherheit gebracht worden. Knapp 20 000 Häuser seien zerstört, rund 18 000 weitere schwer beschädigt worden. Der direkte wirtschaftliche Schaden wurde auf fünf Milliarden Yuan, umgerechnet 670 Millionen Euro, beziffert.

10.10.2021: Schwere Überschwemmungen auf griechischer Insel Euböa

Auf der zweitgrößten griechischen Insel Euböa haben starke Regenfälle in der Nacht zum Sonntag große Schäden angerichtet. Vor allem der Norden der Insel war betroffen, dort wurden Häuser überschwemmt, Menschen mussten gerettet werden, Teile von Straßen brachen weg, Strände wurden verwüstet. "Das ist in unserer Gemeinde noch nie vorgekommen, kein Stein steht mehr auf dem anderen", sagte der Bürgermeister der Ortschaft Mantoudi, Giorgos Tsapourniotis, am Sonntag dem griechischen Fernsehsender Open im Interview.

Im Norden Euböas waren diesen Sommer bei verheerenden Bränden mehr als 50 000 Hektar Wald verbrannt, die Region gleicht einer Mondlandschaft aus Schutt und Asche. Nun scheint sich die Befürchtung zu bewahrheiten, dass es durch die abgebrannten Flächen bei Unwettern zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommt, weil es keine Büsche und Bäume mehr gibt, die das Wasser aufhalten könnten. "Nach dem katastrophalen Feuer kam die katastrophale Flut", sagte Tsapourniotis. Verbindungen zwischen Dörfern seien gekappt, die Flüsse hätten alles weggeschwemmt, die Lage sei dramatisch. Bis Sonntagvormittag konnten jedoch alle Menschen gerettet werden, deren Häuser geflutet wurden.

08.10.2021: Unwetter in Alabama - Mehrere Tote bei Überschwemmungen

Mehrere Menschen sind bei Überschwemmungen im US-Bundesstaat Alabama ums Leben gekommen - darunter ein vierjähriges Mädchen. Das Mädchen sei am Mittwochabend (Ortszeit) nordöstlich der Stadt Birmingham gestorben, teilte das Büro des örtlichen Gerichtsmediziners mit. Auch eine 18-Jährige sei ums Leben gekommen.

Medienberichten nach sind beide in Autos bei unterschiedlichen Vorfällen von den Fluten mitgerissen worden. Den Berichten nach kam ganz in der Nähe auch ein Paar in seinem Auto zu Tode.

Heftiger Regen überschwemmte seit Mittwochabend im Nordosten des Bundesstaats Straßen; Flüsse traten über die Ufer. Mehrere Menschen mussten aus ihren Autos und Häusern gerettet werden. Der Wetterdienst warnte vor weiterem Regen und Überflutungen im Laufe des Donnerstags.

Wer auf eine überflutete Straße zufahre, solle umkehren, so der Wetterdienst. "Die meisten Hochwasser-Todesfälle ereignen sich in Fahrzeugen." Die Menschen wurde aufgerufen, höher gelegene Gebiete aufzusuchen.

08.10.2021: Starkes Erdbeben erschüttert Tokio - keine Tsunami-Gefahr

Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat am späten Donnerstagabend (Ortszeit) den Großraum Tokio erschüttert. Eine Tsunami-Gefahr bestehe nicht, wie die nationale Meteorologische Behörde bekanntgab. Berichte über mögliche Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht. Auch aus dem abgeschalteten Atomkraftwerk Tokai Nummer Zwei in der Tokioter Nachbarprovinz Ibaraki habe es keine Berichte über Unregelmäßigkeiten gegeben, meldete der Fernsehsender NHK am Abend. Die Bewohner wurden vor möglichen Nachbeben gewarnt.

Der Erdstoß brachte Häuser in Tokio und umliegenden Gebieten ins Schwanken. Der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen wurde vorübergehend unterbrochen. Auch gab es Berichte über Fahrstühle, die stehen geblieben sind. Schon kurz nach dem Erdstoß zeigten Live-Bilder des japanischen Fernsehens jedoch normale Straßenszenen am späten Abend - auch die Verkehrsampeln funktionierten. Das asiatische Inselreich Japan ist eines der am stärksten erdbebengefährdeten Länder der Welt.

Das Epizentrum des Bebens lag in der Tokioter Nachbarprovinz Chiba, wie die Meteorologische Behörde weiter bekanntgab. Vor gut zehn Jahren hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 und ein dadurch ausgelöster Tsunami weite Küstenstriche im Nordosten Japans zerstört und Tausende Menschen in den Tod gerissen. In der Folge kam es zum Super-Gau im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi.

07.10.2021: 20 Tote nach Erdbeben in Pakistan - Retter suchen nach Verschütteten

Bei einem Erdbeben im Südwesten Pakistans sind nach Behördenangaben mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen und rund 300 weitere verletzt worden. In dem am stärksten betroffenen Bezirk Harnai seien Hunderte Häuser zerstört und Menschen unter Trümmern eingeschlossen worden, sagte der lokale Verwaltungschef Suhail Anwar. "Wir befürchten, dass die Zahl der Todesopfer steigen könnte, sobald unsere Teams abgelegenere Gebiete erreichen", sagte Anwar.

Das Beben hatte die Provinz Baluchistan an der Grenze zum Iran in den frühen Morgenstunden des Donnerstags erschüttert, wie das örtliche Innenministerium mitteilte. Es erreichte demnach eine Stärke von 5,9 und überraschte viele Menschen im Schlaf. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 100 Kilometer westlich der Provinzhauptstadt Quetta, wie das Meteorologische Amt des Landes mitteilte. Die in den USA ansässige Erdbebenwarte USGS bezifferte die Stärke des Bebens auf 5,7.

Nach Angaben der Nationalen Katastrophenschutzbehörde (NDMA) wurden zahlreiche Menschen unter den Trümmern eingestürzter Gebäude verschüttet. Das genaue Ausmaß der Schäden und die exakte Zahl der Opfer seien noch unklar, sagte ein Behördensprecher. Zivile Rettungskräfte und das Militär seien in den Bezirk Harnai entsandt worden. Erschwert wurden die Rettungs- und Bergungsarbeiten demnach durch Stromausfälle in weiten Teilen Baluchistans.

Unter den Toten seien auch mehrere Kinder, sagte Anwar. Die mindestens 300 Verletzten behandle man in lokalen Krankenhäusern, sagte ein lokaler Behördenvertreter.

In sozialen Medien geteilte Videos zeigen Menschen, die in Panik aus ihren Häusern rennen und schreien. Es gab Berichte, denen zufolge die Erschütterungen auch in der südlichen Hafenstadt Karachi und in der Hauptstadt Islamabad zu spüren waren. Das Erdbeben habe zudem an zwei Stellen der Hauptstraße zwischen Quetta und Harnai Erdrutsche ausgelöst, teilte der Katastrophenschutz mit.

Bei den Rettungsbemühungen kämen auch Armeehubschrauber zum Einsatz, um Verletzte aus unzugänglichen Gebirgsregionen auszufliegen, sagte der Provinzchef der NDMA, Naseer Nasir. Schwerverletzte würden in große Krankenhäuser in der Stadt Quetta verlegt.

In Pakistan kommt es immer wieder zu schweren Erdbeben, die große Schäden verursachen. Im Oktober 2015 kamen bei einem Erdbeben der Stärke 7,5 in Afghanistan, Pakistan und Indien mehr als 400 Menschen ums Leben, Tausende weitere wurden obdachlos. Im Oktober 2005 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,6 allein in Pakistan mehr als 86 000 Menschen das Leben gekostet, im indischen Teil Kaschmirs kamen etwa 1350 Tote hinzu. Mehr als drei Millionen Menschen verloren damals ihr Zuhause.

06.10.2021: Italien von Unwettern heimgesucht - Catania spricht von Tornado

Italien ist zum Wochenstart von teils heftigen Unwettern heimgesucht worden. Am Dienstagnachmittag fegte ein Sturm mit Starkregen und Hagel durch Catania auf Sizilien, wie die Stadt bei Facebook schrieb. Sie sprach von einem "Tornado". 

Es war auch von Verletzten die Rede - laut Nachrichtenagentur Ansa musste aber niemand ins Krankenhaus. Vier ankommende Flugzeuge mussten zu anderen Flughäfen umgeleitet werden. Die Bewohner der Stadt am Ätna wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Es gab den Angaben zufolge Schäden an Wohnungen und Geschäften, Bäume wurden entwurzelt und Straßen gesperrt. 

In der Region Ligurien hatten massive Regenfälle am Montag und Dienstag dafür gesorgt, dass Flüsse über die Ufer traten. Eine kleine Brücke stürzte ein, zehn Familien mussten von den Rettungskräften evakuiert werden, wie italienische Medien berichteten. 

https://twitter.com/BabboleoNews/status/1444948785046724608

In Savona regnete es am Montag so stark wie noch nie in der Geschichte der Küstenprovinz, so dass es zu Murenabgängen und Überschwemmungen kam. Straßen- und Zugverbindungen mussten unterbrochen werden.

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