Wetterprognose und Vorhersage November 2019

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Wetterprognose und Vorhersage November 2019
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Das Wetter im November 2019 kann bereits empfindlich kalt werden.

Wann der erste flächendeckende Schnee fällt, kann noch nicht sicher vorhergesagt werden. Weiße Überraschungen sind im November 2019 aber durchaus möglich.

Im November stellt sich die Wetterlage so langsam auf Winter um. Das bekommen wir insbesondere Ende des Monats zu spüren. Dann starten meist schon die ersten Skigebiete in die Wintersaison - vorausgesetzt die Schneelage gibt das her. Eine genau Schneeprognose ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Dass der Winter im November aber ein erstes Gastspiel gibt, ist nicht unwahrscheinlich.

1. NOAA-Prognose: Wetter im November 2019

Das Langfristmodell des amerikanischen Wetterdienstes National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) sieht den November 2019 in weiten Teilen Deutschlands rund ein Grad "zu warm". An der Ostsee und im Südosten Bayerns sind die Abweichungen vom langjährigen Mittel nicht ganz so groß.

Auch wenn der November 2019 den aktuellen Langfristprognosen zufolge wohl eher warm ausfallen wird, ist ein winterliches Gastspiel im letzten Herbstmonat statistisch gesehen durchaus möglich. Auch die aktuellen Prognosen bestätigen diesen Trend. Noch gibt es aber große Unsicherheiten - vor allem in der ersten Novemberdekade. 

Wie das Wetter im November 2019 im Detail verläuft, zeigt unser Meteorologe Hartmut Mühlbauer in folgendem Video: 

November-Prognose: Schneematsch und Kuschelwetter?
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So war das Wetter im November 2018

Für einen richtigen Wintereinbruch reichte es im November 2018 in den meisten Gebieten Deutschlands aber nicht. Im Gegenteil: In der ersten Hälfte sorgte eine südliche Strömung verbreitet für Temperaturen über 20 Grad. In Rosenheim wurden am 6. November 2018 fast sommerliche 24,2 Grad gemessen. 

Die von vielen erhofften, stärkeren und flächendeckenden Niederschläge blieben im November 2018 aus. Stattdessen erreichte der Monat mit gut 20 Litern pro Quadratmeter nur ein Drittel seines Solls von 66 Liter pro Quadratmeter und war damit deutschlandweit bereits der zehnte zu trockene Monat in Folge. 

2. Klimatische Einordnung des Novembers 

Der November 2018 ist mit einer positiven Abweichung von 1,3 Grad in den Top 5 der zu warmen Monate bezogen auf die letzten 10 Jahre. Beim Blick auf die Statistik fällt auf, dass der November in den vergangenen Jahren fast immer zu warm war. Nur der November 2016 fällt aus der Reihe. Damals sorgte das Zusammenspiel von Tief HUSCH über Nordfrankreich und Tief ILKA über Osteuropa deutschlandweit für frühwinterliche Temperaturen. 

Eine Übersicht über die November-Durchschnittstemperaturen der letzten Jahre erhältst Du in folgender Tabelle (Quelle: DWD): 

Mitteltemperatur Abweichung* 
November 2018 5,3 Grad + 1,3 Grad
November 2017 5,1 Grad + 1,1 Grad
November 2016 3,9 Grad - 0,1 Grad
November 2015 7,5 Grad + 3,5 Grad
November 2014 6,4 Grad + 2,4 Grad
November 2013 4,5 Grad + 0,5 Grad
November 2012 5,2 Grad + 1,2 Grad
November 2011 4,5 Grad + 0,5 Grad
November 2010 4,9 Grad + 0,9 Grad
November 2009 7,3 Grad + 3,3 Grad

* vom langjährigen Mittel (4,0 Grad)

Wie ist das typische Wetter im November?

  • Durchschnittstemperatur (bezogen auf das Mittel 1961 bis 1990): 4,0 Grad
  • Mittlere Niederschlagssumme: 66 Liter pro Quadratmeter
  • Mittlere Sonnenscheindauer: 54 Stunden im Monat
  • Erste Schneefälle und Glätte im November möglich
  • Sonne-Nebel-Lotterie in Deutschland
  • Sturm als gefährlicher Begleiter im Herbst

November zwischen Sommerfeeling und Winter

Hinsichtlich der Temperaturen bietet der Monat November eine enorme Bandbreite. Auch wenn die Sommermarke von 25 Grad im November nur äußerst selten geknackt wird, möglich ist es allemal! So auch im November 1997: Damals war es in Rosenheim mit Föhn-Unterstützung 25,9 Grad warm.  

Doch auch das andere Temperatur-Extrem kann der November. -25,9 Grad wurden Ende November 1915 auf der Zugspitze registriert. Auch im Tiefland kann sehr strenger Frost durchaus vorkommen. So wurden an einem eisigen Novembertag in Jena Temperaturen von -24,6 Grad gemessen. 

Schnee und Glätte im November möglich

Ein Blick in die Wetter-Statistik beweist, dass erste Schneefälle im November gar keine Seltenheit sind. Und in der Wetter-Statistik müssen wir gar nicht weit zurückblicken. Denn bereits im vorletzten Jahr hat der November einen Kaltstart hingelegt und uns frühe Schneefälle bis ins Flachland beschert. Am 8. November 2016 meldete eine Station südöstlich von Hamburg 21 cm Schnee. Gefrierender Regen sorgte außerdem für glatte Straßen und einige Verkehrsunfälle. Winterreifen sind ab Oktober also unbedingt nötig.

Sogar ein regelrechtes Schneechaos ist im Monat November bereits möglich, wie die Katastrophe im Münsterland am 25./26. November 2015 beweist. Damals kamen bis zu 40 cm, örtlich auch 50 cm Neuschnee zusammen. Neben dem schweren und nassen Schnee kam auch noch kräftiger Wind hinzu. Stromleitungen und -masten hielten den Schneelasten und dem Wind nicht Stand. Etliche Haushalte waren tagelang ohne Strom.

Spitzenreiter in Sachen Schnee ist aber - welch Überraschung - die Wetterstation der Zugspitze. Am 13. November 1952 wurden dort 460 cm Schnee gemessen.

Sonne-Nebel-Lotterie in Deutschland

Die Zugspitze hält einen weiteren November-Rekord. Auf der 2960 m hoch gelegenen Wetterstation ist es mit 235 Stunden Sonne im November am sonnigsten. Aufgestellt wurde der Rekord im Jahr 1978.

Sonne und Nebel liegen im Herbst ohnehin oft dicht beieinander. Vor allem in den Niederungen gibt es Novembertage, an denen sich der Nebel gar nicht auflösen mag. Auf Gipfellagen nur wenige Kilometer entfernt lacht die Sonne bei Inversionswetterlagen dagegen um die Wette. Das Sonne-Nebel-Lotto wird uns wohl auch in diesem November begleiten.

Sturm als gefährlicher Begleiter im Herbst

Das Wetter im November ist zudem oft von gefährlichen Sturmlagen geprägt. Durch den großen Temperaturunterschied zwischen Nord- und Südeuropa können kräftige Tiefs - auch Sturm- und Orkantiefs - entstehen, die Deutschland heimsuchen und schwere Schäden hervorrufen können.

Den Wind-Rekord im November hält aktuell Sylt mit Spitzenböen von 133 km/h inne. Verantwortlich dafür war im Jahr 2015 Orkantief NILS.

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