Verwirrung um Ibuprofen – doch kein Zusammenhang mit dem Coronavirus?

- Quelle: dpa/wetter.com
Virologen der Universität haben neue Corona-Symptome entdeckt.
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Noch vor einigen Tagen hat die WHO einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Ibuprofen und dem Coronavirus vermutet. Diese These haben sie nun revidiert.

Rund um das Coronavirus kursieren unzählige Nachrichten. Beinahe minütlich gibt es neue Meldungen zu dem Thema. In unserem Coronavirus-Ticker bekommst du einen Überblick über die aktuelle Lage.

Viele Meldungen zu Schmerzmitteln

Auch Nachrichten rund um den Zusammenhang zwischen Ibuprofen und dem Virus werden immer häufiger veröffentlicht. Sogar die WHO hat noch vor einigen Tagen davor gewarnt. Doch dem ist jetzt nicht mehr so!

WHO rät nicht mehr von Einnahme ab

Die WHO hat die Warnung vor der Einnahme von Ibuprofen bei Corona-Patienten zurückgenommen. Erst vor wenigen Tagen hatte die Organisation Bedenken geäußert, dass die Einnahme des Schmerzmittels im Zusammenhang mit dem Ausbruch und dem Verlauf des Coronavirus stehen könnte.

Im Wortlaut der WHO heißt es: "Auf der Basis der heute vorhandenen Informationen rät die WHO nicht von der Einnahme von Ibuprofen ab."

Paracetamol-Einnahme wurde empfohlen

Statt Ibuprofen wurde die Einnahme von Paracetamol empfohlen. Dieser Ratschlag bezog sich jedoch ausschließlich auf die Einnahme ohne ärztlichen Rat.

Stoppt die Hamsterkäufe in den Apotheken

Leider zeigte diese Empfehlung, lieber Paracetamol statt Ibuprofen einzunehmen, auch eine negative Wirkung. In einigen Apotheken war das Schmerzmittel bereits vergriffen, da es auch hier zu Hamsterkäufen gekommen war.

Wie bei den Hamsterkäufen in Supermärkten sei gesagt: Es wird auch bei Arzneimitteln zu keiner Knappheit kommen! Durch den unnötigen und übermäßigen Kauf des Schmerzmittels könnten die Personen, die Paracetamol aus gesundheitlichen Gründen dringend benötigen, leer ausgehen.

Erstmals wiesen französische Fachmänner darauf hin

Der französische Gesundheitsminister hatte am Wochenende mit einem Tweet, in dem er vor Entzündungshemmern wie Ibuprofen warnte, für Aufsehen erregt. Der nationale Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon hatte sich ähnlich geäußert und von der Einnahme sogenannter nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) abgeraten.

Zu dieser Wirkstoffgruppe zählen neben Ibuprofen auch Acetylsalicylsäure (ASS; Aspirin) und Diclofenac. Es gibt einen Beitrag im Fachjournal "Lancet", in dem eine mögliche unerwünschte Wirkung von Ibuprofen erwähnt wird. Die Fallzahl der Studie ist aber äußerst gering.

Frage im Ernstfall deinen Hausarzt um Rat

Es gibt also doch keinen Zusammenhang zwischen Ibuprofen und dem Coronavirus. Trotzdem sollte man bei Coronavirus-Symptomen vor der Einnahme des Schmerzmittels lieber seinen Hausarzt um Rat fragen, um ein gesundheitliches Risiko auszuschließen.

Übrigens: Über das Coronavirus kursieren unzählige Fake News. Die bekanntesten Falschmeldungen haben wir im folgenden Artikel zusammengefasst:

Faktencheck Fake News: Diese Corona-Infos sind falsch

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