Coronavirus im Ticker: Stiko empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff nun auch für Ältere

- Quelle: dpa/wetter.com
Nach Bund-Länder-Treffen: Das ist die neue Corona-Öffnungsstrategie
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Deutschlandweit kommt es weiterhin zu neuen Corona-Infektionen. An eine Rückkehr zur Normalität wie vor der Corona-Pandemie ist daher noch lange nicht zu denken - auch weltweit noch nicht.

Über 117.300 aktive Corona-Fälle in Deutschland +++ 71.240 Todesfälle in Deutschland +++ 7-Tage-R-Wert bei 0,93 +++ Insgesamt 2.471.942 bekannte Corona-Fälle in Deutschland +++ Bundesweite 7-Tage-Inzidenz bei 64,7 +++Über 115,1 Millionen bestätigte Coronavirus-Fälle weltweit +++ Über 2.559.000 Todesfälle weltweit +++ 



04.03.2021: Stiko: Corona-Impfstoff von Astrazeneca nun auch für Ältere empfohlen

Der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca wird in Deutschland nun auch für Menschen ab 65 Jahren empfohlen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) teilte am Donnerstag in Berlin vorab mit, die Impfung mit dem Mittel "für alle Altersgruppen, entsprechend der Zulassung zu empfehlen". Dies sei am Mittwoch beschlossen worden, ein vorgeschriebenes Stellungnahmeverfahren stehe aber noch aus. Ende Januar hatte die Stiko den Impfstoff zunächst nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen.


04.03.2021: Weiterführende Schulen öffnen in mehreren Bundesländern ab 15. März

Baden-Württemberg geht am 15. März den nächsten Öffnungsschritt bei den Schulen im Land. Das hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Donnerstag im SWR bestätigt. "Übernächste Woche werden wir weitere Öffnungsschritte bei den Grundschulen machen. Aber auch bei den Fünft- und Sechstklässlern sind weitere Öffnungsschritte eingeleitet. Das wird so ein eingeschränkter Regelbetrieb sein", sagte der Grünen-Politiker dem Sender.

Nach rund einem Vierteljahr Corona-Zwangspause dürfen ab dem 15. März auch alle weiterführenden Schulen in Bayern wieder öffnen - im Wechselunterricht und nur in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Videoschalte des Kabinetts in München mit.

Drei Wochen nach den Grundschulen sollen ebenfalls in Brandenburg auch die weiterführenden Schulen der Sekundarstufen 1 und 2 bald wieder öffnen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist die Öffnung dieser Schulen im Wechselunterricht für den 15. März geplant. 


04.03.2021: RKI registriert 11.912 Corona-Neuinfektionen und 359 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11.912 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 359 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstagmorgen hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 11.869 Neuinfektionen und 385 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 64,7 - und damit etwas höher als am Vortag (64,0). Vor vier Wochen, am 4. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 80,7 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. 


04.03.2021: Öffnungsmöglichkeiten: Lockdown wird aufgeweicht

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird angesichts weiter hoher Infektionszahlen grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Allerdings soll es je nach Infektionslage viele Öffnungsmöglichkeiten geben. 

Einen Überblick über alle beschlossenen Lockerungen kannst du hier nachlesen.

Das haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länder-Ministerpräsidenten am Mittwoch in mehr als neunstündigen Verhandlungen beschlossen. Vereinbart wurde eine stufenweise Öffnungsstrategie mit eingebauter Notbremse: Führen in einer Region einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen, werden dort automatisch alle schon erfolgten Erleichterungen wieder gestrichen.

Bund und Länder erkannten zwar an, dass es bei Bürgern und Wirtschaft den starken Wunsch nach Lockerungen gibt. Sie verwiesen jedoch auf die nach wie vor hohe Zahl der Neuinfektionen und auf das Vordringen der als besonders ansteckend geltenden Virusvarianten. Von der Opposition sowie von kommunaler Ebene kam deutliche Kritik an den Beschlüssen.

Merkel betonte aber: "Der Frühling 2021 wird anders sein als der Frühling vor einem Jahr." Inzwischen habe man bei der Bekämpfung der Pandemie zwei starke Helfer: die Impfstoffe und die erweiterten Testmöglichkeiten. 

Die Kanzlerin machte deutlich, dass die Impfkampagne beschleunigt werden solle. Vereinbart wurde, dass Ende März/Anfang April die haus- und fachärztlichen Praxen umfassend in die Impfkampagne eingebunden werden. Kostenlose Schnelltests - mindestens einer pro Woche für jeden Bürger - sollen von nächster Woche an kommen. Der Bund will die Kosten übernehmen. Bund und Länder erwarten zudem, dass auch Unternehmen als gesamtgesellschaftlichen Beitrag ihren in Präsenz Beschäftigten pro Woche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest machen.

Schon vom kommenden Montag an sollen nach den Beschlüssen die stark beschränkten privaten Kontaktmöglichkeiten gelockert werden. Dann werden wieder private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich sein, jedoch beschränkt auf maximal fünf Personen. In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 neuen Infektionen pro Woche können es auch Treffen des eigenen Haushalts mit zwei weiteren Haushalten mit zusammen maximal zehn Personen sein. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon jeweils ausgenommen.

Nach den schon vorgenommenen ersten Öffnungen bei Schulen und Friseuren sollen nun in einem zweiten Schritt Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte folgen. In einzelnen Ländern sind diese bereits offen, jetzt soll das bundesweit zulässig sein. Voraussetzung ist, dass Hygienekonzepte und eine Kundenbegrenzung eingehalten werden. Auch Fahr- und Flugschulen können den Betrieb unter Auflagen wieder aufnehmen.


03.03.2021: Deutschland verlängert Grenzkontrollen bis zum 17. März

Deutschland verlängert seine stationären Kontrollen an der Grenze zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol bis zum 17. März. Das teilte der parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) am Mittwoch im Innenausschuss des Bundestages nach Angaben von Teilnehmern einer nicht-öffentlichen Sitzung mit.


03.03.2021: Hamburger Kitas gehen am 15. März in den Regelbetrieb

Die Hamburger Kindertagesstätten gehen am 15. März aus dem Notbetrieb. Parallel mit dem Wiederanfahren des Schulbetriebs werde nach Ende der Frühjahrsferien auch in den Kitas wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb angeboten, sagte ein Sprecher der Sozialbehörde am Mittwoch.


03.03.2021: Neuer Entwurf: Lockerungen auch bei Inzidenz bis 100 im Gespräch

Vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern sind jetzt auch Lockerungen für Regionen im Gespräch, in denen lediglich eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 stabil unterschritten wird. Es könnte dann etwa eingeschränkte Öffnungen insbesondere des Einzelhandels mit festen Einkaufsterminen geben. Das geht aus einem aktualisierten Beschlussentwurf für die Gespräche der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochnachmittag hervor. Das Papier trägt die Uhrzeit 7.30 Uhr und liegt der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren voneinander unabhängigen Quellen vor.

Das Papier wurde nach dpa-Informationen vom Kanzleramt verschickt, ist dem Vernehmen nach aber noch nicht mit allen Ländern vorabgestimmt. Über die einzelnen Öffnungsschritte und wie diese ausgestaltet werden, darüber dürfte es noch viele Diskussionen geben. Endgültige Entscheidungen werden erst am Ende des Bund-Länder-Gesprächs erwartet.

Bislang waren breitere Öffnungen lediglich für Regionen in Aussicht gestellt gewesen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 liegt: Dort sollen dem Entwurf zufolge der Einzelhandel mit einer Beschränkung der Kundenzahl je nach Verkaufsfläche sowie Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten geöffnet werden und kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen bis zehn Personen im Freien erlaubt werden. 

Nach dem aktualisierten Entwurf könnte es nun also eingeschränkte Öffnungen schon in Regionen geben, in denen lediglich die 100er-Marke unterschritten wird. Neben Terminshopping-Angeboten könnten dann etwa auch Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten "für Besucher mit vorheriger Terminbuchung" geöffnet werden. Ebenso könnte dort "Individualsport alleine oder zu zweit und Sport in Gruppen von bis zu zehn Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich" erlaubt werden.

Die geplanten Regelungen für Unternehmen in der Teststrategie wurden in der neuen Fassung entschärft. So ist nun nicht mehr von einer Verpflichtung für Firmen die Rede, den in Präsenz Beschäftigten kostenlosen Schnelltests anzubieten. Vielmehr werde die Bundesregierung mit der Wirtschaft noch diese Woche abschließend beraten. Am Vorabend hatte es unter anderem zu dieser Frage noch Beratungen Merkels mit Spitzenverbänden der Wirtschaft gegeben.


03.03.2021: Explosion bei Coronatest-Zentrum in Holland

Bei einem Corona-Testzentrum im nordholländischen Bovenkarspel ist ein Sprengkörper explodiert. Personen kamen nicht zu Schaden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Polizei geht von einer gezielten Aktion aus, wie ein Sprecher im Radio sagte. Das Zentrum befindet sich in der Kleinstadt rund 50 Kilometer nördlich von Amsterdam.

Kurz vor 7.00 Uhr explodierte bei dem Zentrum nach Polizeiangaben ein Metall-Rohr. Fünf Fensterscheiben seien zu Bruch gegangen. Zu dem Zeitpunkt war nur ein Wachmann anwesend, wie die Polizei mitteilte. Der sei nicht verletzt worden. Sprengstoff-Experten der Polizei untersuchten das Gelände nach möglichen weiteren Sprengsätzen. Angaben zu möglichen Tätern machte die Polizei nicht.

Ende Januar war bei Protesten gegen den Lockdown in der Kleinstadt Urk im Nordosten Amsterdams ein Testzentrum angezündet worden.


03.03.2021: Riskantes Ringen um Corona-Lockerungen

Selbst Angela Merkel kann sich dem Druck nicht mehr völlig entziehen. Nach dem wochenlangen Corona-Lockdown würden Lockerungen "sehnlichst gewünscht", auch sie selbst halte Öffnungen für notwendig, sagt die Kanzlerin am Dienstag nach Teilnehmerangaben in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion. Und sie kündigt für die Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch an, was sich zuletzt immer klarer herauskristallisiert hatte: eine vorsichtige Öffnungsstrategie, meist entlang regionaler Corona-Zahlen, aber immer mit einer "Notbremse".

Man werde "mehr regionalisieren, um mehr Freiheit zu ermöglichen". Es ist ein schmaler Grat zwischen Öffnungen und drohender dritter Welle.

Einem Beschlussentwurf zufolge soll der Lockdown zwar grundsätzlich bis 28. März verlängert werden. Doch schon ab kommender Woche könnten wieder Treffen des eigenen mit einem weiteren Haushalt möglich sein, beschränkt auf fünf Personen, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt.

Zudem sieht das Papier schrittweise Öffnungen zahlreicher Bereiche vom Einzelhandel bis zu Sport und Kultur vor, allerdings immer abhängig von den aktuellen Zahlen. Ein entscheidender Punkt bei den Öffnungen soll eine umfangreiche Teststrategie sein. 

Die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten müssen zwei Herausforderungen begegnen: Einerseits hat das Sinken der Corona-Zahlen in den vergangenen Wochen breite Hoffungen und Erwartungen auf ein schrittweise Ende des Lockdowns geweckt.

Andererseits sind die Zahlen in den vergangenen Tagen wieder angestiegen, auch wegen der Virus-Varianten. In diesem Spannungsfeld müssen Bund und Länder entscheiden. "Im Detail wird das sicherlich noch ganz schön kompliziert", sagt Merkel selbst voraus.


03.03.2021: Mehr als vor einer Woche: 9019 Corona-Neuinfektionen registriert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9019 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit gute 1000 mehr als vor genau einer Woche. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 418 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8007 Neuinfektionen und 422 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.35 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 64,0 - und damit etwas niedriger als am Vortag (65,4). Vor vier Wochen, am 3. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 82,9 gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2 460 030 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 03.03., 5.35 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 274 400 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 70 881.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 0,94 (Vortag 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.


02.03.2021: Entwurf für Corona-Beratungen sieht Öffnungsschritte in Stufen vor

Nach wochenlangem Corona-Lockdown planen Bund und Länder ab kommender Woche weitere Öffnungsschritte, teils regional abgestuft und abhängig von den jeweiligen Sieben-Tage-Inzidenzen. Das geht aus einem vorläufigen Beschlussentwurf für die Bund-Länder-Runde an diesem Mittwoch hervor, der den Stand von Montagabend 19.10 Uhr wiedergibt, der aber dem Vernehmen nach noch nicht mit allen Ländern abgestimmt ist. Demnach soll der Lockdown auch wegen der Gefahr durch die neuen Virusvarianten zwar grundsätzlich bis 28. März verlängert werden. Doch schon ab kommender Woche könnten wieder Treffen des eigenen mit einem weiteren Haushalt möglich sein, beschränkt auf fünf Personen, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt. Wesentlicher Punkt bei den Öffnungen soll demnach eine umfangreiche Teststrategie sein.

Das Papier, das von einer Runde aus Kanzleramt, Bundesfinanzministerium und den Ländern Berlin und Bayern erarbeitet wurde, liegt der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren voneinander unabhängigen Quellen vor, zuerst hatte "Business Insider" darüber berichtet. Die Verhandlungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen, das Papier verändere sich ständig, hieß es. Endgültige Entscheidungen werden ohnehin erst in den abschließenden Bund-Länder-Gesprächen an diesem Mittwochnachmittag erwartet.

Mehr Kontakte könnten demnach in Regionen erlaubt werden, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz unter einen bestimmten Wert sinkt - welcher Wert, ob 35 oder 50, lässt das Papier offen. Andererseits könnten Kontakte wieder enger beschränkt werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz regional wieder deutlich ansteigen sollte. Und: Über Ostern könnten - ähnlich wie an Weihnachten - wieder Verwandtenbesuche in einem etwas größeren Kreis möglich sein.

Dem Beschlussentwurf zufolge könnte es - unterstützt von massenhaften Schnelltests - dann stufenweise weitere Öffnungen geben: als nächstes - nach Schulen und Friseuren - überall und wo noch nicht geschehen etwa Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte. Einen dritten Öffnungsschritt könnte es geben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Land oder regional stabil unter 35 liegt: Dann könnten der Einzelhandel, Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten geöffnet werden und kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen im Außenbereich erlaubt werden. Eine Zwischenstufe könnte dem Papier zufolge auch bei noch etwas höheren Inzidenzen möglich sein, etwa mit "Click and meet"-Angeboten im Handel. Unter anderem bei diesem Punkt gebe es aber noch erheblichen Verhandlungsbedarf, hieß es.


02.03.2021: RKI: Bundesweit Fünf-Prozent-Marke bei Corona-Impfungen erreicht

Mehr als zwei Monate nach Beginn der Impfungen gegen das Coronavirus haben rund fünf Prozent der Bevölkerung mindestens eine Dosis erhalten. Den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge wurden bislang etwa 6,4 Millionen Dosen des Impfstoffs verabreicht (Stand 2.3., 8.00 Uhr). Davon haben rund 4,2 Millionen Menschen eine Erstimpfung und fast 2,2 Millionen bereits die Zweitimpfung bekommen. Zum zweiten Mal wurden im Bundesdurchschnitt bisher 2,6 Prozent der Einwohner gepikst. 

Bei den Erstimpfungen führt Thüringen die Liste im Ländervergleich mit einer Quote von 5,7 Prozent an, Brandenburg ist mit 4,3 Prozent bislang das Schlusslicht. Bei den Zweitimpfungen liegt Rheinland-Pfalz (3,4 Prozent) vorn, die kleinste Quote haben derzeit Hessen und Niedersachsen (2,2 Prozent). 

Bei den meisten Geimpften handelt es sich laut RKI-Statistik um alte Menschen, Personal in Krankenhäusern und Altenheimen sowie Pflegeheimbewohner.


02.03.2021: Britische Studie bestätigt: Corona-Impfstoffe sehr effektiv

Die Impfstoffe von Astrazeneca sowie Biontech und Pfizer erweisen sich nach einer weiteren britischen Analyse als effektiv. Vier Wochen nach der ersten Dosis hätten Geimpfte im Alter ab 70 Jahren rund 57 bis 73 Prozent weniger Covid-19-Erkrankungen gehabt als Ungeimpfte, teilte die Gesundheitsbehörde Public Health England am Montag mit. Es handelt sich um vorläufige, noch nicht von unabhängigen Experten geprüfte Daten. Wie gut die Impfstoffe Ansteckungen verhindern und damit die Pandemie ausbremsen, ließ sich aus den berücksichtigten Daten nicht schließen.

Noch besser als bei Covid-19 ist der Analyse zufolge mit etwa 80 Prozent die Wirkung bei den Krankenhausaufenthalten. Auch die Sterblichkeit sei bereits nach einer Impfung deutlich zurückgegangen - um rund 85 Prozent bei den Geimpften ab 70 Jahren im Vergleich zu Ungeimpften dieser Altersgruppe. Für letzteren Wert lagen zunächst nur Daten für den Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer vor.

Zu berücksichtigen sei bei den Daten aber, dass es sich um Beobachtungsdaten handelt, bei denen eine Reihe von Faktoren die Werte beeinflussen könnten, erläutern die Experten in ihrer Preprint-Studie. So werde die Wahrscheinlichkeit eines positiven Tests wohl dadurch erhöht, dass vielfach zunächst Menschen mit einem höheren Risiko für eine Corona-Infektion geimpft wurden - wie etwa in Kliniken eingelieferte Kranke. 


02.03.2021: RKI registriert 3943 Corona-Neuinfektionen und 358 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3943 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 358 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3883 Neuinfektionen und 415 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.25 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 65,4 - und damit etwas niedriger als am Vortag (65,8). Vor vier Wochen, am 2. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 90 gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.451.011 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 02.03., 5.25 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.264.600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 70.463.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,01 (Vortag 1,08). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.


01.03.2021: Bund schlägt zwei Gratis-Schnelltests pro Woche für alle vor

Mit Blick auf mögliche weitere Öffnungen des Corona-Lockdowns schlägt das Bundesgesundheitsministerium zwei kostenlose Schnelltests pro Woche für alle Bürger vor. Sie sollen von geschultem Personal abgenommen werden können - etwa in Testzentren oder Praxen, aber auch bei weiteren Dienstleistern. Das geht aus einem neuen Diskussionspapier des Ministeriums von Montag hervor, das auch den Bundesländern zugeleitet wurde. Es liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Diese Möglichkeiten zu "Bürgertests" sollen vorerst bis Ende Juni angeboten werden, für Anfang Juni ist eine Evaluation geplant. Der konkrete Starttermin im März ist laut dem Vorschlag noch offen. Damit in kurzer Zeit ausreichend Testkapazitäten entstehen, solle der Kreis der damit zu beauftragenden Stellen um Dienstleister erweitert werden, die etwa schon an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen in kurzer Frist Testzentren aufgebaut haben, heißt es im Papier. 

Das Ergebnis eines solchen Schnelltests soll man schriftlich oder digital ausgehändigt bekommen - auch zur Vorlage bei Behörden nach der Einreise aus bestimmten Risikogebieten oder etwa beim Besuch von Pflegeheimen. Denkbar wäre dies demnach auch als Voraussetzung zum Betreten bestimmter Einrichtungen. Bei einem positiven Testergebnis soll man künftig gleich vor Ort noch eine weitere Probe nehmen lassen können, um das Ergebnis mit einem genaueren PCR-Tests zu überprüfen.

Als Vergütung kalkuliert das Ministerium mit bis zu 6 Euro pro Schnelltest plus 12 Euro fürs Test-Abnehmen und das Ausstellen eines Testzeugnisses. Diese Vergütung sei nötig, um eine ausreichende Zahl von Anbietern sicherzustellen. Die Kosten soll der Bund tragen. Dafür geschätzt werden 540 Millionen bis 810 Millionen Euro pro Monat. Dabei wird nach Erfahrungswerten angenommen, dass etwa 2 bis 2,5 Prozent der Bevölkerung pro Tag ein solches Angebot nutzen.

Daneben sollen Corona-Selbsttests für zu Hause zusehends genutzt werden können, von denen die ersten nun zugelassen worden sind. Als Einsatzmöglichkeit nennt das Ministerium, dass sie mehr Sicherheit in einer konkreten Situation geben könnten - im privaten Kontext für den Getesteten selbst, aber etwa auch bei Familientreffen. Im Sinne eines "präventiven Lebenswelten-Ansatzes" sinnvoll sei zudem ein Angebot zu ein oder zwei Tests pro Woche für Schülerinnen und Schüler sowie für Beschäftigte in Unternehmen. Die Tests samt einer Einführung in den richtigen Gebrauch müssten Schulen und Arbeitgeber bereitstellen.

Denkbar wären auch Selbsttests unter "Aufsicht" direkt vor Ort durch einen Veranstalter. Dies könnte - alternativ zu einem bestätigten Schnelltest - auch als Voraussetzung dienen, um Restaurants, Theater oder Kinos zu betreten, heißt es in dem Papier. Selbsttests sollen nun bald in Apotheken, anderen Geschäften und online zu haben sein.

Mit den finanziellen Rahmenbedingungen solle sich auch noch eine interministerielle Arbeitsgruppe der Bundesregierung beschäftigen. Es solle dabei auch geprüft werden, ob Selbsttests möglicherweise die Bürger nur "eine angemessene Eigenbeteiligung" kosten sollen. Auch bei Selbsttests sollte man nach einem positiven Ergebnis einen PCR-Labortest machen und vorerst in häusliche Quarantäne gehen.


01.03.2021: NRW startet am 8. März mit Impfungen in Kitas und Schulen

Nordrhein-Westfalen startet am 8. März mit Impfungen für das Personal in Kitas und Schulen. Das kündigte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Montag in Düsseldorf an.

Stamp sprach von einem Befreiungsschlag für Beschäftigte und Familien.


01.03.2021: Schulkind mit Corona-Mutation infiziert: 150 Menschen in Quarantäne

Weil sich ein Grundschulkind in Achberg (Landkreis Ravensburg) mit der südafrikanischen Corona-Mutation infiziert hat, sind 150 Menschen in Quarantäne. Die Schule musste am vergangenen Freitag und damit nur knapp eine Woche nach deren Öffnung wieder schließen, wie die Gemeinde am Montag mitteilte. Betroffen von der Quarantäne seien Mitschüler und Lehrer des Jungen und deren Familien. Auch zwei Kindergarten-Gruppen mussten vorsorglich in Isolation, weil dort ein Geschwisterkind des Schülers betreut wurde. Wo sich der Junge infiziert habe, sei unklar, sagte eine Gemeinde-Sprecherin.


01.03.2021: Von der Leyen: Gesetz über "grünen Pass" für Corona-Geimpfte im März

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will noch in diesem Monat einen Gesetzentwurf für einen "digitalen grünen Pass" für Corona-Geimpfte vorlegen. Damit werde klar, wie der europäische Impfnachweis konkret aussehen solle, sagte von der Leyen am Montag in einer Rede vor den CDU/CSU-Abgeordneten im Europaparlament.

"Wir wollen in den nächsten Monaten die technischen Voraussetzungen schaffen", bekräftigte von der Leyen nach entsprechenden Absprachen beim EU-Gipfel vorige Woche. Und sie fügte hinzu: "Damit der digitale grüne Pass aber ein Erfolg wird, brauchen wir die Unterstützung aller Mitgliedsstaaten. Auch Sie in Deutschland müssen die Voraussetzungen dafür schaffen."

Der digitale europäische Impfpass soll nach den Vereinbarungen des EU-Gipfels binnen drei Monaten technisch vorbereitet werden. Ziel ist, dass Corona-Geimpfte fälschungssicher ihre Immunisierung nachweisen können. Das könnte über ein einheitlich lesbares Dokument mit QR-Code geschehen, das man auf Papier oder auf dem Smartphone bei sich tragen könnte, ähnlich wie ein Bahnticket. Dazu müssen die nationalen Systeme der 27 EU-Staaten vergleichbar ausgestaltet beziehungsweise verknüpft werden.

Ob dieses Dokument Erleichterungen bei Reisen oder dem Besuch von Restaurants oder Veranstaltungen bringen würde, ist offen. Es bliebe wohl den einzelnen EU-Staaten überlassen. In Israel sind mit dem "grünen Pass" Vorteile für Geimpfte verbunden.


01.03.2021: 4732 Corona-Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle registriert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4732 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4369 Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 65,8 - und damit höher als am Vortag (63,8). Vor vier Wochen, am 1. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 91 gelegen. 

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.447.068 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 01.03., 05.30 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.255.500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 70.105.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,08 (Vortag 1,11). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


28.02.2021: Deutschland gibt Tschechien Impfstoff-Hilfe

Sachsen, Bayern und Thüringen wollen Tschechien mit Corona-Impfstoff aushelfen. Ab Montag sei die Lieferung von insgesamt 15.000 Impfstoff-Dosen an das Nachbarland geplant, sagte Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber am Sonntag. Zuvor hatte MDR Aktuell darüber berichtet.

Die tschechische Regierung werde demnach über die weitere Verteilung entscheiden. Tschechien hat gegenwärtig die höchste Infektionsrate in der ganzen EU. Das Land mit 10,7 Millionen Einwohnern registrierte seit Beginn der Pandemie rund 1,2 Millionen Infektionen. Mehr als 20 000 Corona-Patienten starben.


28.02.2021: Einreiseregeln zur Grenzregion Moselle werden verschärft

Im Kampf gegen die Ausbreitung gefährlicher Mutationen des Coronavirus wird die Einreise aus der französischen Grenzregion Moselle nach Deutschland erschwert. Mit Wirkung ab Dienstag stufte die Bundesregierung die an das Saarland und Rheinland-Pfalz grenzende Region am Sonntag als sogenanntes Virusvariantengebiet ein, wie das Robert Koch-Institut im Internet bekannt gab.


28.02.2021: Verbreiteter Wunsch nach Öffnungen in Handel und Gastronomie

Wenige Tage vor neuen Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie wächst der Wunsch der Menschen nach mehr Freiheiten. Einer Umfrage zufolge wünscht sich eine Mehrheit der Menschen die Öffnung von Handel, Restaurants, Hotels und Museen noch im März. Der Deutsche Landkreistag fordert eine Strategie für regionale Lockerungen.

Am Mittwoch beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut. Sie sehen sich wachsendem Druck gegenüber, die Beschränkungen des Corona-Lockdowns zu lockern.

Zugleich gibt es Sorgen vor einer dritten Pandemie-Welle. Seit einigen Tagen zeigen die Kurven von Neuinfektionen und Sieben-Tage-Inzidenz je 100 000 Einwohner wieder nach oben. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut einen Wert von 63,8. Das ist weit entfernt von dem Ziel von 35, ab dem deutliche Lockerungen wieder möglich werden sollten. Am Montag öffnen bundesweit zumindest die Friseure, in einigen Ländern auch vereinzelt andere Geschäfte wie Gartenmärkte.

In einer Umfrage des Insa-Meinungsforschungsinstituts für die "Bild am Sonntag" sprachen sich 75 Prozent dafür aus, dass die Geschäfte im März wieder öffnen, 17 Prozent waren dagegen. Bei Restaurants wollen 54 Prozent der Befragten eine Öffnung im März, 35 Prozent lehnten dies ab. Auch bei Hotels (45 zu 37 Prozent), Kosmetiksalons (44 zu 32 Prozent) und Museen (42 zu 35 Prozent) überwogen die Öffnungsbefürworter. Anders sah es bei Kinos und Theatern aus. Hier sind 35 für eine Öffnung im März, aber 46 Prozent dagegen. Auch bei der Öffnung von Sportstätten und Fitnessstudios (40 zu 41) gab es mehr Gegner als Befürworter einer Öffnung.


28.02.2021: Knapp 7900 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7890 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 157 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervor. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.17 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7676 Neuinfektionen und 145 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 63,8 - und damit so hoch wie am Vortag (63,8). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,11 (Vortag 1,08). 


27.02.2021: Corona-Ausbreitung wie an Weihnachten vorhergesagt

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland wieder weiter aus. Experten halten im April eine so starke Ausbreitung wie vor Weihnachten für wahrscheinlich. Denn die ansteckendere und wohl auch tödlichere Mutation B.1.1.7 greift um sich. Zugleich gibt es mehr Kontakte wegen Lockdown-Lockerungen.

Bereits am Samstag stieg die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner um 1,2 auf 63,8. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI). Die Inzidenz war infolge des Lockdowns bis Mitte Februar gesunken - auf 57,4 zum Ende der zweiten Februarwoche.

Zu der Zeit hatte die Ausbreitung der zuerst in Großbritannien aufgetauchten Variante in Deutschland bereits begonnen. Der Mutations-Anteil stieg binnen zwei Wochen von knapp 6 auf mehr als 22 Prozent zum Ende der dritten Februarwoche. Nach den jüngsten Zahlen großer Labore hat die britische Variante dann einen Anteil von 30 Prozent in Deutschland erreicht. Ein aktuellerer Stand vom RKI wird erst kommende Woche wieder erwartet.


27.02.2021: Bundesregierung will Corona-Beförderungsverbot verlängern

Die Bundesregierung will das Beförderungsverbot für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten bis 17. März verlängern. Das berichtet die "Funke Mediengruppe", der ein entsprechender Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vorliegt. "Mit einem deutlich verringerten Eintrag von Virusvarianten sollen weitere Infektionen möglichst verhindert werden", heißt es demnach in dem Papier.

Aktuell gilt das Beförderungsverbot, das derzeit auch Einreisen aus Tschechien und weite Teile des österreichischen Bundeslandes Tirol umfasst, bis 3. März. Im Prinzip dürfen von dort nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland einreisen. Unter anderem für Berufspendler, die in systemrelevanten Branchen arbeiten, gibt es Ausnahmen.

Menschen, die nach Deutschland einreisen, sollen ab Montag zudem eine Corona-SMS der Bundesregierung erhalten, wenn sich ihr Handy in das deutsche Mobilfunknetz einbucht. "Damit werden sie über die in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Einreise- und Infektionsschutzbestimmungen informiert sowie auf geltende Infektionsschutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hingewiesen", heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums vom Samstag.


27.02.2021: Knapp 9800 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9762 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 369 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Samstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9164 Neuinfektionen und 490 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.14 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 63,8 - und damit etwas höher als am Vortag (62,6). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 1,08 (Vortag 1,05).


27.02.2021: Söder sieht Spielraum für leichte Lockerungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht Spielraum für vorsichtige Lockdown-Öffnungen. "Wo der Inzidenzwert niedrig ist, sind mehr Kontakte verantwortbar - zum Beispiel, dass sich bei einem Wert unter 35 wieder zwei Haushalte treffen können", sagte der CSU-Chef der Mediengruppe "Straubinger Tagblatt"/"Landshuter Zeitung" und der "Münchner Abendzeitung" (Samstag).

Für Einzelhandel, Gastronomie und Kultur solle es Perspektiven geben, meinte Söder im Gespräch mit den Zeitungen. Mit Schnelltests seien weitere Lockerungen möglich. Die Tests sollen vor allem an Schulen und Kitas zum Einsatz kommen. "Zudem könnten Pilotprojekte in den Kommunen für einzelne Öffnungen starten, zum Beispiel ein Schnelltest-Zentrum der Stadt vor dem Zoo, um diesen schneller öffnen zu können", sagte Söder.

Am nächsten Mittwoch (3. März) will die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten.


27.02.2021: Tschechien schränkt Bewegungsfreiheit massiv ein

Wegen dramatischer Corona-Infektionszahlen schränkt Tschechien die Bewegungsfreiheit der Menschen im ganzen Land drastisch ein. Sie dürfen ihren jeweiligen Bezirk von Montag an nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Das gab Innenminister Jan Hamacek am Freitagabend bekannt. Die Bezirke entsprechen in ihrer Größe etwa den Landkreisen in Deutschland.

Erlaubt bleiben Fahrten zur Arbeit, zum Arzt und zu Behörden, wenn entsprechende Nachweise erbracht werden. Spaziergänge und Sport in der Freizeit sind sogar nur in der eigenen Stadt oder Gemeinde möglich. Die Maßnahmen gelten zunächst für drei Wochen. Die Einhaltung soll nicht nur von der Polizei, sondern auch von 5000 Soldaten kontrolliert werden.

Tschechien hat die höchste Infektionsrate in der ganzen EU. Das Gesundheitssystem ist nach Angaben der Regierung am Limit. Das Minderheitskabinett unter Ministerpräsident Andrej Babis rief erneut den Ausnahmezustand aus. Er gilt nun bis zum 28. März. Zuvor hatte das Parlament eine Verlängerung des bisherigen Notstands unter anderem aus juristischen Gründen abgelehnt.

Das Gesundheitsministerium in Prag meldete am Freitag 14 457 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie gab es mehr als 1,2 Millionen bestätigte Infektionen und fast 20 000 Todesfälle. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.


26.02.2021: Kostenlose Selbsttests für Schulen und Kitas ab der kommenden Woche 

Lehrkräfte, Kita-Personal sowie ältere Schüler und Schülerinnen in Bayern können sich schon von der kommenden Woche an regelmäßig selbst auf das Coronavirus testen - und zwar kostenlos. 1,3 Millionen Selbsttests würden nächste Woche an die Schulen und Kitas in Bayern geliefert, teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag mit.


26.02.2021: Merkel dämpft Hoffnung auf schnelle Öffnungen durch Selbsttests

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Hoffnungen auf sehr schnelle und umfassende Lockerungen der strengen Kontaktbeschränkungen mit der Einführung der Corona-Selbsttests gedämpft. Es müsse zunächst gründlich geprüft werden, "ob wir uns durch ein vermehrtes Testen auch mit diesen Selbsttests einen Puffer erarbeiten können, so dass wir in der Inzidenz etwas höher gehen können als 35", sagte Merkel am Donnerstagabend nach dem Video-EU-Sondergipfel zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie. Man könne trotz der Selbsttests weder auf Inzidenzen generell verzichten noch sofort öffnen.

Merkel sagte, es könne "nicht so sein, dass wir erst die Öffnung definieren und anschließend mal gucken, ob das Testen uns hilft. Das wäre aus meiner Sicht zu gefährlich." Die Selbsttests und die Verfügbarkeit der Antigen-Schnelltests in hoher Stückzahl böten eine neue Option. Dann müsse man schauen, welche Wirkung das habe. "Und dann kann man überlegen, ob wir damit eben auch etwas mehr Freiraum zum Öffnen haben. Aber nicht unter Verzicht auf jegliche Inzidenz."


26.02.2021: EU arbeitet am Corona-Pass für freies Reisen 

Die Europäische Union treibt die Arbeit an einem einheitlichen Corona-Impfpass für einfacheres Reisen voran. Das gemeinsame System könnte pünktlich zur Sommersaison einsatzbereit sein. Die EU-Kommission wolle in den kommenden drei Monaten die technischen Voraussetzungen dafür schaffen, nationale digitale Impfausweise miteinander zu verbinden, sagte Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag nach einem EU-Sondergipfel zur Corona-Pandemie.

EU-Ratschef Charles Michel sagte, die 27 Staaten näherten sich in ihren Vorstellungen immer weiter an. Welche Rechte an das gemeinsame Dokument geknüpft sind, würde dann jedes Land für sich entscheiden.

Länder wie Österreich, Bulgarien oder Griechenland hatten zuvor Druck gemacht. Sie wollen Geimpften, Getesteten und Genesenen wieder mehr Freiheiten einräumen. Vorbild für den Vorstoß ist der "Grüne Pass" in Israel, wie Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sagte. Dort können von einer Corona-Infektion genesene Menschen und jene, die gegen das Virus geimpft sind, seit Sonntag unter anderem wieder Fitnessstudios, Theater und Sportereignisse besuchen. In der EU setzen vor allem südliche Länder auf das für sie so wichtige Tourismus-Geschäft.

Die Arbeit an gemeinsamen Impfausweis soll nun vorangetrieben werden, wie es in den gemeinsamen Gipfel-Schlussfolgerungen heißt. Bislang hatten sich die 27 EU-Staaten nur darauf geeinigt, dass es einen gegenseitig anerkannten Impf-Nachweis für medizinische Zwecke geben soll. Angedacht sind eine Datenbank zur Registrierung der Impfungen und ein personalisierter QR-Code für Geimpfte.

Mit Blick auf mögliche Vorteile für Geimpfte betonte Merkel: "Alle haben heute darauf hingewiesen, dass das zurzeit bei der geringen Durchimpfung der Bevölkerung gar nicht das Thema ist. Aber man muss sich ja vorbereiten." Das heiße nicht, dass künftig nur reisen dürfe, wer einen Impfpass habe. "Darüber sind überhaupt noch keine politischen Entscheidungen getroffen."


26.02.2021: RKI registriert 9997 Corona-Neuinfektionen und 394 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9997 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 394 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Freitag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9113 Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 62,6 - und damit höher als am Vortag (61,7). Vor vier Wochen, am 29. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 94,4 gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.424.684 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 26.02., 03.10 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.235.700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 69.519.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 1,05 (Vortag 0,98). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 105 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


25.02.2021: Potsdam bietet ab Montag kostenlose Schnelltests für Bürger

Die Stadt Potsdam bietet für seine Bürger ab Montag kostenlose Schnelltests an. Für zunächst zwei Wochen könnten sich die Potsdamer in Apotheken testen lassen, bestätigte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag und kündigte weitere Informationen für den späten Nachmittag an. Zuerst hatten die "Märkische Allgemeine" und die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" (Donnerstag) berichtet.

Laut den Zeitungsberichten hatte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Mittwoch im Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung erklärt, mit der umfangreichen Testung wolle man Infektionsketten brechen. Weitere Tests seien in Gemeinschaftseinrichtungen geplant.


25.02.2021: Österreichs Kanzler für europäischen Impfpass nach Vorbild Israels

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich für einen europäischen Impfpass nach dem Vorbild Israels ausgesprochen. "Ich setze mich dafür ein, dass wir in Europa einen grünen Pass zusammenbringen, wie es ihn in Israel gibt, am besten digital am Handy, wo jeder wieder alle Freiheit zurückbekommt, die wir so sehr schätzen", sagte Kurz am Mittwochabend auf "Bild live".

In Israel können seit Sonntag von einer Corona-Infektion genesene und gegen das Virus geimpfte Menschen mit dem "Grünen Pass" unter anderem wieder Fitnessstudios, Theater und Sportereignisse besuchen sowie in Hotels übernachten.

"Wer geimpft ist, der soll volle Freiheit haben. Aber genauso auch jene, die gerade Corona hatten und von daher immun sind. Und auch all jene, die einen Test machen und durch den Test nachweisen können, dass sie negativ sind", sagte Kurz. Durch einen EU-Impfpass sei auch eine Rückkehr zur Reisefreiheit in Europa möglich.


25.02.2021: Länder wollen bei Impfungen Tempo machen - Selbsttests kommen

Mit der Ankunft von mehr Impfstoffen rechnen die Bundesländer bis Anfang April mit einem deutlichen Fortschritt bei den Impfungen gegen das Coronavirus. In mehreren Ländern könnten die Impfkapazitäten bis dahin verdoppelt werden, wie aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht. Unterdessen wies Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Kritik am Tempo der Zulassung von Corona-Selbsttests in Deutschland zurück. Die ersten drei solchen Tests sollen nach erfolgter Freigabe in den nächsten Tagen in Apotheken und Drogeriemärkten frei zu kaufen sein.

Wegen Verzögerungen sowohl bei den Impfungen als auch bei der Zulassung von Tests gab es zuletzt zunehmend Kritik am deutschen Kurs. Spahn selbst drängte auf ein höheres Impftempo in den Ländern.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden bis einschließlich Dienstag bundesweit 5,4 Millionen Impfdosen gespritzt, vor allem an Menschen über 80 Jahren. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) mahnte nach Versäumnissen bei der Bestellung von Impfstoffen ein besseres Zusammenspiel zwischen Bund, Ländern und Gemeinden an.


25.02.2021: Mehr Corona-Neuinfektionen als vor einer Woche - Inzidenz steigt

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11.869 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit 1662 mehr als genau vor einer Woche, am 18. Februar. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervor. Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstagmorgen mit bundesweit 61,7 höher als am Vortag (59,3).

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 385 weitere Todesfälle verzeichnet. Das ist weniger als vor genau einer Woche: Damals hatte das RKI binnen eines Tages 10.207 Neuinfektionen und 534 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von Donnerstag, 03.10 Uhr, wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz hatte vor vier Wochen, am 28. Januar, noch bei 98 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. 

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.414.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 25.02., 03.10 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.226.500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 69.125.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,98 (Vortag ebenfalls 0,98). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 98 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. 


24.02.2021: Bundesregierung für Flexibilität bei Reihenfolge für Covid-19-Impfung

Die Bundesregierung hält es für wahrscheinlich, dass die Reihenfolge der Impfungen gegen Covid-19 in den kommenden Monaten noch einmal angepasst wird. "Wir können nicht von heute bis August in Stein meißeln, wer wann geimpft wird", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Dass Kita-Beschäftigte und Lehrkräfte an Grundschulen nun in der Priorität nach oben gerückt seien, "zeigt ja, dass es da wo notwendig, eine Flexibilität gibt", fügte er hinzu.

Gleichzeitig warb er für Vertrauen in den Astrazeneca-Impfstoff, den Impfberechtigte oft nicht haben wollen. "Er ist wirksam, er ist sicher", sagte Seibert. Es sei in der Tat so, dass bis Dienstag nur 15 Prozent der bisher vom Hersteller Astrazeneca gelieferten Impfdosen verabreicht worden seien, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hanno Kautz. Gleichzeitig betonte er: "Es muss nichts liegenbleiben."

Schließlich gebe es die Möglichkeit, in einem solchen Fall zwischen den verschiedenen Prioritätsgruppen zu wechseln. Einige Bundesländer machten davon bereits Gebrauch. Der Astrazeneca-Impfstoff hat eine etwas geringere Wirksamkeit als die Produkte von Biontech/Pfizer und Moderna, aber mit 70 bis 80 Prozent Wirksamkeit nach Expertenmeinung immer noch eine gute.


24.02.2021: Erste Sonderzulassungen für Corona-Selbsttests

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Das teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Bei allen drei Tests würden die Proben durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich entnommen.


24.02.2021: Spahn: Lehrer und Kita-Beschäftigte ab heute impfen

Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher an Kitas sollen von Mittwoch an gegen Corona geimpft werden können. "Beschäftigte in Kitas, in der Kindertagespflege, in Grund- & Förderschulen können ab morgen von den Ländern geimpft werden", teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter mit. "Unsere entsprechende Verordnung tritt dann in Kraft."

Nach Angaben aus seinem Ministerium soll die Verordnung am Mittwoch im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Spahn erwartet so "zusätzliche Sicherheit" in einem Umfeld, in dem Abstand und Maske nicht immer möglich seien. Seit Montag sind Grundschulen und Kitas in zehn Bundesländern teilweise wieder geöffnet.

Für diese Impfungen infrage kommen dann voraussichtlich zunächst hunderttausende Impfdosen des Herstellers Astrazeneca, die bisher ungenutzt Ländern lagern. Dem Gesundheitsministerium zufolge sind mehr als 1,4 Millionen Dosen an die Länder geliefert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden davon aber nur 212 000 Dosen gespritzt.


24.02.2021: 8007 Corona-Neuinfektionen und 422 neue Todesfälle registriert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8007 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 422 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7556 Neuinfektionen und 560 neue Todesfälle verzeichnet.  Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 59,3 - und damit niedriger als am Vortag (60,5). Vor vier Wochen, am 27. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 101,0 gelegen. 

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.402.818 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.02., 03.10 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.217.700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 68.740.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,98 (Vortag 1,05). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 98 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


23.02.2021: Marokko stellt Flugverkehr von und nach Deutschland ein

Marokko hat aus Sorge vor der Ausbreitung der neuen Corona-Mutationen vorläufig den Flugverkehr von und nach Deutschland eingestellt. Die Beschränkungen gelten seit Dienstag und sollen zunächst bis zum 21. März gelten, wie die deutsche Botschaft in Rabat unter Berufung auf die marokkanische Regierung mitteilte.  

Zudem dürften auch Menschen unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft nicht mehr nach Marokko einreisen, die sich vorher in Deutschland aufgehalten haben. Auch eine Einreise über Drittstaaten sei nicht mehr möglich, Ausreisen hingegen schon, hieß es. 

Auch Flugverbindungen von und in die Schweiz sowie von und nach Österreich wurden ausgesetzt - aus "gesundheitspolitischen Gründen", wie die österreichische Botschaft erklärte. Die niederländische Botschaft teilte mit, dass auch Flüge in die Niederlande und die Türkei vorläufig eingestellt worden seien. Bereits im Dezember hatte Marokko aus Sorge vor einer Ausbreitung der neuen Corona-Mutation einen Flugstopp von und nach Großbritannien verhängt.


23.02.2021: Labore: Corona-Mutante breitet sich aus - nun rund 30 Prozent Anteil

Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 breitet sich nach Beobachtung eines großen Laborverbands in Deutschland weiter aus. Während sich die Rate der positiven Corona-Tests insgesamt in den vergangenen Wochen verringert habe, sei der Anteil der Mutante gewachsen, sagte Michael Müller, der Vorsitzende des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), am Dienstag in einer Videoschalte. In untersuchten Stichproben aus der vergangenen Woche habe der Anteil bei annähernd 30 Prozent gelegen. Die Angaben bilden die Ansteckungen von ungefähr ein bis zwei Wochen zuvor ab.

Müller sprach von einer erwartbaren Zunahme. In dieser Woche laufe in den Laboren wieder eine Erhebung für das Robert Koch-Institut (RKI). In dessen Berichten zur Entwicklung der Mutanten sind die ALM-Daten ein Baustein. Zuletzt hatte das RKI von einem Anstieg der britischen Variante von knapp 6 auf rund 22 Prozent in Stichproben binnen zwei Wochen berichtet. 


23.02.2021: Hamburg verschärft Maskenpflicht

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und des vermehrten Auftretens von Virus-Mutanten wird Hamburg die Maskenpflicht weiter verschärfen. Generell müsse davon ausgegangen werden, dass spätestens ab dem Wochenende an allen Orten der Stadt, an denen Abstände nicht eingehalten werden können, Masken getragen werden müssen, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag.


23.02.2021: Bayern lässt Baumärkte von Montag an öffnen

In Bayern dürfen die zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorübergehend geschlossenen Baumärkte vom kommenden Montag an wieder regulär für Kunden öffnen. Das hat das Kabinett bei seiner Sitzung am Dienstag in München beschlossen. Auch der Einzelunterricht in Musikschulen soll dort wieder möglich sein, wo die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche bei unter 100 liegt, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach der Kabinettssitzung. 

Zuvor hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits angekündigt, es würden Gärtnereien und Gartenmärkte geöffnet, um zu vermeiden, dass Kunden die Waren dicht gedrängt bei Lebensmittel-Discountern kaufen. Es handele sich um verderbliche Ware. Auch körpernahe Dienstleistungen, wie die von Friseuren und Fußpflegern, dürfen von Montag an wieder erbracht werden. 


23.02.2021: Deutschland verlängert Grenzkontrollen um acht Tage

Die Grenzkontrollen an den Übergängen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol werden bis zum 3. März verlängert. Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Dienstag auf Nachfrage bestätigte, sollen die seit dem 14. Februar geltenden Verbote und Regeln für Einreisen von dort unverändert beibehalten werden. 

Die Bundesregierung hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols in Österreich zu sogenannten Virusvariantengebieten erklärt. Von dort dürfen aktuell nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Corona-Test mitführen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die Regeln waren zunächst für zehn Tage eingeführt worden. 


23.02.2021: London will bis Ende Juni alle Corona-Maßnahmen aufheben

Die britische Regierung will bis zum 21. Juni alle Beschränkungen in der Coronavirus-Pandemie in England aufheben. Das sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Montag bei der Vorstellung seines Lockdown-Fahrplans im britischen Unterhaus in London.

Der Lockdown soll in mehreren Schritten im Abstand von fünf Wochen aufgehoben werden. Voraussetzung ist demnach jedoch, dass sich die positiven Trends bei der Reduzierung von Infektionszahlen und der Impfkampagne fortsetzen ließen und keine neue Virus-Variante die Lage verändere. Ausschlaggebend seien nicht die vorgesehenen Zeitpunkte, sondern die Daten aus der Pandemie, sagte Johnson.

Man werde den Weg aus dem Lockdown vorsichtig, aber unwiderruflich gehen, so der Premier. Zu verdanken habe man das der Entschlossenheit der Briten und dem Erfolg der Impfkampagne.

Bereits am 8. März sollen in dem größten britischen Landesteil alle Schulen wieder geöffnet werden. Die Landesteile Schottland und Wales setzen hingegen auf eine graduelle Öffnung der Schulen, die bereits in dieser Woche begonnen hat. Auch soziale Kontakte sollen in England von der zweiten März-Woche wieder mehr als bisher erlaubt sein. Beispielsweise dürfen Heimbewohner wieder Besucher empfangen.

Der nächste Schritt soll am 29. März erfolgen. Bis zu sechs Personen oder zwei Haushalte dürfen sich dann wieder im Freien treffen. Auch Sport-Einrichtungen im Freien wie Tennis- oder Golfplätze dürfen dann wieder öffnen.

Vom 12. April an sollen Läden, Museen, Büchereien wieder Besucher empfangen dürfen. Auch Pubs und Restaurants sollen dann wieder öffnen, wenn auch nur für den Betrieb in Außenbereichen.

Frühestens am 17. Mai sollen auch wieder Kinobesuche und Hotelübernachtungen möglich sein, sowie Vereinssport in Innenräumen.Bis zu 30 Menschen dürfen sich wieder zu Hochzeiten oder anderen wichtigen Veranstaltungen treffen. Eventuell könnten auch internationale Reisen wieder erlaubt werden. Bis zu 10 000 Menschen könnten beispielsweise in Fußballstadien zusammenkommen.


23.02.2021: 500.000 Corona-Tote in den USA - Flaggen auf halbmast gesetzt

US-Präsident Joe Biden hat das Herabsetzen der amerikanischen Flaggen auf halbmast angeordnet, um der rund 500 000 Corona-Toten im Land zu gedenken. Dies gelte für öffentliche Gebäude, Militärstützpunkte und alle diplomatischen Vertretungen der US-Regierung im Ausland, erklärte das Weiße Haus. 

Die USA überschritten am Montag die Schwelle von einer halben Million Corona-Toten. "Damit sind in einem einzigen Jahr wegen dieser Pandemie mehr Amerikaner gestorben als im Ersten Weltkrieg, dem Zweiten Weltkrieg und dem Vietnamkrieg zusammengenommen", erklärte Biden. Zu diesem traurigen Anlass sei es Zeit, den Toten zu gedenken und an deren Angehörige und Freunde zu denken, erklärte Biden. 

Bis Montagnachmittag (23.00 Uhr MEZ) hatten US-Behörden nach Daten der Universität Johns Hopkins 500 071 Todesfälle nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gemeldet. In absoluten Zahlen gibt es in keinem anderen Land der Welt so viele bestätigte Corona-Todesfälle. 


23.02.2021: EU-Kommission fordert Erklärung zu deutschen Einreiseregeln

Deutschland gerät wegen der verschärften Einreiseregeln für Tschechien, die Slowakei und Tirol immer stärker unter Druck. Mehrere Vorgaben seien unverhältnismäßig oder unbegründet, heißt es in einem Beschwerdebrief der EU-Kommission an den deutschen EU-Botschafter Michael Clauß in Brüssel. "Wir glauben, dass das nachvollziehbare Ziel Deutschlands - der Schutz der öffentlichen Gesundheit in einer Pandemie - durch weniger restriktive Maßnahmen erreicht werden könnte." Das Papier vom Montag liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Die EU-Kommission erwartet nun innerhalb von zehn Werktagen eine Antwort. Theoretisch könnte sie ein rechtliches Verfahren gegen Deutschland einleiten, dies gilt wegen der andauernden Pandemie aber als unwahrscheinlich. Ähnliche Briefe gingen an Belgien, Ungarn, Dänemark, Schweden und Finnland. Auch mit deren Grenzmaßnahmen ist die EU-Kommission nicht einverstanden. Auf Drängen der EU-Kommission beraten die Europaminister der EU-Staaten an diesem Dienstag über das Vorgehen an den Binnengrenzen. 

Tschechien, die Slowakei und Tirol gelten in Deutschland seit dem 14. Februar als Gebiete mit besonders gefährlichen Virusmutationen. Die Einreise ist somit bis auf wenige Ausnahmen verboten. Aus Sicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer sollten die zunächst für zehn Tage angesetzten Grenzkontrollen verlängert werden. Der CSU-Politiker hatte Kritik der EU-Kommission an den deutschen Maßnahmen zuletzt brüsk zurückgewiesen. Grundlage der Bedenken aus Brüssel ist, dass die EU-Staaten sich vor einigen Wochen auf gemeinsame Empfehlungen für das Reisen innerhalb der EU geeinigt hatten.


23.02.2021: RKI registriert 3883 Corona-Neuinfektionen und 415 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3883 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 415 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3856 Neuinfektionen und 528 neue Todesfälle verzeichnet.  Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.11 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 60,5 - und damit etwas niedriger als am Vortag (61,0). Vor vier Wochen, am 26. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 107,6 gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.394.811 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.02., 03.11 Uhr). Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.207.700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 68.318.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 1,05 (Vortag 1,10). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 105 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


22.02.2021: Frühere Impfungen für Grundschullehrer und Kita-Personal geplant

Lehrkräfte an Grundschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher in Kitas sollen sich früher gegen das Coronavirus impfen lassen können. Das sieht ein Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums vor, der am Montag auch den Ländern zugeleitet wurde. Konkret sollen "Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und an Grundschulen tätig sind", von der dritten in die zweite Gruppe der Impf-Reihenfolge vorgezogen werden. 
Dies solle eine zügige und sichere Umsetzung von Öffnungsstrategien der Länder bei Kitas und Grundschulen ermöglichen, heißt es in dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Denn dabei werde es regelmäßig zu vielen, häufig auch engen Kontakten kommen, zumal sich bei kleineren Kindern nicht alle Schutzmaßnahmen gut umsetzen ließen. Impfungen von Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sollten deshalb ein Element sein, um das Infektionsrisiko zu senken.

22.01.2021: Nürnberg kehrt zum Distanzunterricht zurück

Nach nur einem Tag müssen in Nürnberg die meisten Schülerinnen und Schüler wieder von zu Hause aus lernen. Wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen werde es ab Dienstag wieder weitgehend Distanzunterricht geben, sagt Oberbürgermeister Marcus König (CSU) am Montag. Auch die Kitas kehren zur Notbetreuung zurück. Die nächtliche Ausgangssperre gilt wieder. 

Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Nürnberg am Montag bei 101,5. Nur wenn die Inzidenz in einer Region stabil unter 100 liegt, gibt es sicher wieder Präsenzunterricht an den Grundschulen und für die Abschlussjahrgänge etwa von Real-, Mittel- und Wirtschaftsschulen sowie eingeschränkten Normalbetrieb in den Kitas. Auch eine nächtliche Ausgangssperre gilt wieder ab dem 100er-Wert.

Ausgenommen von dem Distanzunterricht sind nach wie vor die Abiturklassen und bestimmte Abschlussklassen beruflicher Schulen, die bereits seit 1. Februar wieder an den Schulen lernen. König sagte, die steigende Zahl der Neuinfektionen sei wohl auf das Verhalten der Nürnbergerinnen und Nürnberger bei dem guten Wetter zurückzuführen. Die Menschen hätten sich draußen aufgehalten, ohne den nötigen Abstand einzuhalten.


22.02.2021: Merkel für drei Pakete bei möglichen Öffnungsschritten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der Sorgen vor einer dritten Corona-Welle erneut für eine vorsichtige Strategie bei möglichen Öffnungen plädiert. Öffnungsschritte müssten gekoppelt mit vermehrten Tests klug eingeführt werden, sagte Merkel am Montag nach Angaben von Teilnehmern in Online-Beratungen des CDU-Präsidiums. Die Sehnsucht der Bürger nach einer Öffnungsstrategie sei groß, das verstehe sie. 

Merkel machte demnach deutlich, dass sie drei Bereiche sehe, für die man Pakete einer Öffnungsstrategie schnüren müsse. So gehe es zum einen um den Bereich der persönlichen Kontakte, zum zweiten um das Thema Schulen und Berufsschulen sowie um ein drittes Paket mit Sportgruppen, Restaurants und Kultur. Ziel sei es, Pakete zu schnüren, um Öffnung möglich zu machen und dann anzupassen, wurde sie zitiert. 

Von diesem Dienstag an soll nach diesen Informationen eine Arbeitsgruppe mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien der Länder zum Thema Öffnungen tagen. Dabei soll die für den 3. März geplante nächste Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin vorbereitet werden. Ziel ist es, dann Pläne für mögliche Öffnungsschritte zu präsentieren. Braun sagte nach Informationen aus Teilnehmerkreisen im CDU-Präsidium, die Mutationen des Coronavirus zerstörten leider gerade die gute Entwicklung in Deutschland. 


22.02.2021: Söder: Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden öffnen am 1. März

In Bayern sollen am 1. März Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden öffnen dürfen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag vor einer Videoschalte des CSU-Vorstands in München an - so werde er dies dem Kabinett an diesem Dienstag vorschlagen. Zum einen handle es sich um verderbliche Ware. Söder betonte: "Sonst wird dieses ganze Blumengeschäft nur bei Discountern stattfinden, und dann werden die Discounter überrannt." Deshalb mache eine Anpassung an dieser Stelle Sinn. Neben den Friseuren sollen nach Worten Söders ab 1. März auch andere körpernahe Dienstleistungen wie Fußpflege wieder möglich sein.

22.02.2021: "Absolut unverantwortlich" - Montgomery warnt vor Lockerungen

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat vor weiteren Lockerungen der Corona-Regeln gewarnt. "Wer in Zeiten steigender R-Werte über Lockerungen spricht, handelt absolut unverantwortlich", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Für solche Schritte sei es zu früh. "Bei jeder Lockerung wird es einen deutlichen Anstieg der Zahlen geben."

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem Lagebericht des Robert Koch-Instituts vom Sonntagnachmittag bei 1,10 (Vortag 1,07). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 110 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. 

Mit Blick auf die zuletzt wieder gestiegene Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche, und den erneut hohen R-Wert warnte Montgomery: "Der Inzidenzwert zeigt, wo wir aktuell stehen. Der R-Wert zeigt, wohin wir gerade gehen. Bei einem Wert klar über 1,0 droht wieder exponentielles Wachstum - und genau das ist jetzt der Fall."  Das Virus habe mit seinen Mutationen eine neue Stufe erreicht. Es sei nicht nur ansteckender, sondern führe wahrscheinlich auch zu schwereren Krankheitsverläufen.


22.02.2021: RKI registriert 4369 Corona-Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4369 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 62 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4426 Neuinfektionen und 116 neue Todesfälle verzeichnet. 

Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 61,0 - und damit höher als am Vortag (60,2). Vor vier Wochen, am 25. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 111,2 gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.390.928 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.02., 03.10 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.198.000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 67.903.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagnachmittag bei 1,10 (Vortag 1,07). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 110 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


21.02.2021: Studien-Manuskript - Biontech-Vakzin könnte vor Infektionen schützen 

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer könnte einer unveröffentlichten Publikation zufolge auch vor einer Infektion mit dem Erreger schützen. Bislang gab es nur Erkenntnisse, inwiefern das Mittel vor Erkrankungen schützt. Der Wirkstoff sei "hocheffektiv" bei der Verhinderung von Infektionen mit Sars-CoV-2, heißt es nun in einem Manuskript zu einer Studie der beiden Hersteller zusammen mit dem israelischen Gesundheitsministerium. Allerdings schreiben die Studienautoren auch, dass ihre Herangehensweise dazu führen könnte, dass der Effekt der Impfung auf Infektionen überschätzt wird.

Die Studienergebnisse sind schwierig zu beurteilen. Das Manuskript wurde israelischen Journalisten des Internetportals "ynet" zugespielt und ist nicht offiziell veröffentlicht, weder auf einem Preprint-Server noch in einem von Fachexperten beguachteten Fachjournal. Es liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Biontech wollte das Dokument auf Anfrage am Sonntag nicht kommentieren. Auch das Gesundheitsministerium äußerte sich nicht dazu.

Das Studienmanuskript basiert auf israelischen Gesundheitsdaten von Geimpften und Ungeimpften. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußerte sich sehr optimistisch über die Ergebnisse der Studie.

Bislang war unklar, inwieweit der Impfstoff von Biontech/Pfizer Ansteckungen mit dem Coronavirus verhindert. Denn die ersten Ergebnisse einer großen klinischen Untersuchung mit mehr als 40.000 Probanden bezogen sich nicht auf Infektionen, sondern auf Erkrankungen. Dieser frühen Studie zufolge hat der Biontech-Impfstoff bezogen auf Erkrankungen eine Wirksamkeit von 95 Prozent. Das bedeutet, dass unter den Probanden einer geimpften Gruppe 95 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als unter denen einer Kontrollgruppe. Um die Pandemie schnellstmöglich in den Griff zu bekommen, sollen aber nicht nur Erkrankungen verhindert, sondern auch Infektionsketten unterbrochen werden.


21.02.2021: Intensivmediziner: Können Corona im Herbst im Griff haben 

Der Präsident der deutschen Intensivmediziner, Gernot Marx, ist zuversichtlich, dass Deutschland die Corona-Pandemie in der zweiten Jahreshälfte unter Kontrolle bekommen kann. "Wenn sich jetzt alle Menschen bald gut durchimpfen lassen, dann könnte es sein, dass wir Corona Ende des dritten Quartals 2021, also im Herbst, im Griff haben", sagte Marx der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). "Aber das setzt wirklich voraus, dass sich so gut wie alle impfen lassen. Sonst entstehen in der Zwischenzeit wieder neue Mutanten."

Sorge bereitet die britische Mutante des Coronavirus, die deutlich ansteckender ist. Marx rechnet wie viele andere damit, dass die Corona-Zahlen deshalb wieder nach oben gehen werden: "Wir gehen von einer dritten Welle aus", sagte er. !Unsere Bitte lautet darum: Lassen Sie sich impfen - auch mit Astrazeneca."

In den Klinken ist die Situation nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) inzwischen besser als Anfang des Jahres. "Die Lage hat sich im Vergleich zum Höchststand der zweiten Welle spürbar entspannt", sagte der designierte Hauptgeschäftsführer Gerald Gaß der "Welt". Anfang Januar habe es fast 6000 Intensivpatienten und 25 000 Patienten auf den Infektionsstationen gegeben, mittlerweile sei man bei 3000 im Intensivbereich.

"Das bedarf immer noch eines erhöhten Infektionsschutzes und großer Aufmerksamkeit, wir sind aber von dieser Maximalbelastung weg. Das macht mich sehr zufrieden", sagte Gaß, der bis Ende 2020 auch Präsident der DKG war. "Wir sind jetzt an einem Punkt, an dem wir sagen können: Wir sind nicht überlastet."


21.02.2021: Ökonomen sehen große Corona-Risiken - Wirtschaft drängt auf Öffnung

Der Vorsitzende der "Wirtschaftsweisen", Lars Feld, sieht große Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung und hat Erwartungen von Firmen an Öffnungspläne gedämpft. "Man kann alle möglichen Pläne aufstellen. Aber wenn eine dritte Welle kommt, werden diese hinfällig sein", sagte Feld der Deutschen Presse-Agentur. Die Corona-Virusvarianten seien eine Unsicherheit, die auch ökonomisch durchschlage. Wirtschaftsverbände wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordern vehement einen Öffnungsplan.

Feld kündigte an, dass der Sachverständigenrat seine Prognose für das laufende Jahr nach unten korrigieren wird. In der im November vorgelegten Einschätzung gingen die "Wirtschaftsweisen" noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,7 Prozent im Jahr 2021 aus. Im März wird die aktualisierte Prognose veröffentlicht. "Eine 3 vor dem Komma ist noch möglich, wenn weitere Grenzkontrollen vermieden werden und es nach dem Lockdown zu schrittweisen Öffnungen kommt. Dann kann es ab dem zweiten Quartal zu einem kräftigen Wachstum kommen."

Sicher ist das aber nach Felds Einschätzung nicht. "Wenn sich die Virusvarianten weiter verbreiten und es zu einer dritten Welle kommt, sind alle Prognosen Makulatur." Im vergangenen Jahr war die Wirtschaftsleistung um 5,0 Prozent eingebrochen.


21.02.2021: Corona-Zahlen steigen -  Frühere Impfung für Lehrer

Trotz des strengen Lockdowns ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag 7676 neue Fälle binnen eines Tages. Das sind 1562 mehr als am Sonntag vor einer Woche. Auch die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz erhöhte sich auf bundesweit 60,2. Am Vortag hatte diese Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner noch bei 57,8 gelegen. Angesichts dieser Entwicklung steigt vor der Wiederaufnahme des Schulbetriebs in zehn Bundesländern an diesem Montag die Befürchtung, dass Deutschland eine dritte Corona-Welle bevorstehen könnte.

Wie das RKI weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 145 neue Todesfälle gemeldet, am Sonntag vor einer Woche waren es 218. Seit Beginn der Pandemie zählte das RKI 2 386 559 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die wieder steigenden Corona-Zahlen führen Experten vor allem auf die Ausbreitung deutlich ansteckenderer Virusvarianten zurück. Auch vor diesem Hintergrund hat auch die Debatte über eine raschere Corona-Impfung für Lehrkräfte und Erzieher nochmals Fahrt aufgenommen.

So dürfen Beschäftigte an Grundschulen und Kitas mit Blick auf die geplanten Schulöffnungen damit rechnen, bei der Corona-Impfung schneller an die Reihe zu kommen als bisher geplant. Ebenso wie Gesundheitsminister Jens Spahn und mehrere Bundesländer unterstützt auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek entsprechende Pläne. "Beide Berufsgruppen nehmen Aufgaben wahr, die für unsere ganze Gesellschaft von ganz großer Bedeutung sind, was sich auch in der Impfpriorisierung zeigen sollte", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Eine Grundsatzentscheidung wird bereits Anfang der Woche erwartet.


21.02.2021: Keine Besserung - Pandemie-Kennwert in Thüringen zieht weiter an

In Thüringen ist ein wichtiger Wert zur Beurteilung der Corona-Pandemie auch am Wochenende weiter gestiegen. Sie sogenannte Inzidenz lag am Sonntagmorgen Angaben des Robert Koch-Instituts zufolge bei 123 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Einen Tag zuvor betrug der Wert rund 120. Thüringen blieb damit auch am Wochenende mit deutlichem Abstand das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland.

Allerdings war auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz von 58 am Samstag auf 60 am Sonntag gestiegen. Auch in Sachsen-Anhalt, das nach Thüringen am zweitstärksten betroffen ist, nahm der Wert in diesem Zeitraum von 87 auf 88 zu.

Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte am Samstag erklärt, dass er vor allem in den Virusvarianten einen Grund für die hohen Zahlen in Thüringen sehe. Wenn die Werte zu hoch blieben, müssten sich auch die Maßnahmen in Thüringen daran orientieren.


21.02.2021: Leichte Entwarnung nach Corona-Ausbruch in Husumer Schlachthof 

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Husumer Schlachthof hat der Kreis Nordfriesland leichte Entwarnung gegeben. Die Quarantäne für 169 Mitarbeiter sei am Freitag aufgehoben worden, teilte der Kreis mit. Am Montag werde die gesamte Belegschaft einschließlich externer Mitarbeiter erneut getestet. Es werde angestrebt, den Betrieb am Donnerstag mit einem überarbeiteten Hygienekonzept wieder aufzunehmen.

Bei zwei Reihentestungen seien insgesamt 113 Mitarbeiter und 23 Kontaktpersonen positiv getestet worden. Weitere 178 Tests fielen negativ aus. Hinweise auf Virusvarianten hätten die Ergebnisse nicht erbracht, hieß es. "Die hohe Anzahl an Negativergebnissen aus der zweiten Reihentestung ist beruhigend", sagte Landrat Florian Lorenzen. Er appellierte jedoch an das Unternehmen, die Hygienebestimmungen künftig konsequent umzusetzen.


21.02.2021: Auch in Bayern: Mehr Schüler gehen wieder in die Schule

Nach Wochen des Distanzlernens beginnt für einige Schüler am Montag wieder der Präsenzunterricht. Wer darf wann in die Schule und welche Regeln gelten?

WER DARF IN DIE SCHULE?

Seit dem 1. Februar sind Abiturklassen von Gymnasien, Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) sowie Abschlussklassen beruflicher Schulen, die zeitnah ihre Abschlussprüfungen schreiben, zurück an den Schulen. Am Montag folgen Grundschüler sowie die Abschlussjahrgänge aller anderen allgemeinbildenden Schulen wie Real-, Mittel- und Wirtschaftsschulen. Gleiches gilt für Kinder und Jugendliche, die entsprechende Stufen an Förderschulen besuchen.

Wann die restlichen Klassen in die Schule geholt werden, hängt vom weiteren Infektionsgeschehen ab.

GIBT ES AUSNAHMEN?

In Corona-Hotspots müssen die Schüler weiter von zu Hause aus lernen. Das gilt in Landkreisen, in denen es mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt. Eine analoge Regelung gibt es für die Krippen und Kindertagesstätten. Dort bleibt es bei einem Inzidenzwert von über 100 bei der Notbetreuung. Am Samstag lagen laut Robert Koch-Institut zehn Landkreise und Städte über dem Wert; die höchsten Werte hatten Tirschenreuth, Wunsiedel, Weiden in der Oberpfalz und Hof.

WIE FINDET DER UNTERRICHT IN DER SCHULE STATT? 

Voraussetzung ist, dass die Kinder mindestens 1,5 Meter voneinander entfernt sitzen. Wo das nicht möglich ist, werden die Klassen aufgeteilt. Die Gruppen kommen dann abwechselnd zum Unterricht - je nach Schule wechseln sich die Kinder tage- oder wochenweise ab. Die einen lernen in der Schule, die anderen zu Hause.

Der Freistaat will Schülern, Lehrkräften und dem Schulpersonal wieder kostenlose Reihentests anbieten. Geplant ist auch, dass sich an den Schulen Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren selbst testen können, regelmäßig und freiwillig. Sobald die Tests zugelassen und verfügbar seien, wolle man eine Strategie dafür entwickeln. Im Rahmen von Pilotprojekten sollen zudem ausgewählte Schulen und Kitas andere Testmethoden ausprobieren, etwa Gurgel- oder Speichelprobentests.

WELCHE HYGIENEVORSCHRIFTEN GELTEN? 

Das Altbekannte: Abstand halten, Hände waschen und desinfizieren, Lüften und Maske tragen. Bei den Lehrern müssen es sogenannte OP-Masken sein. Bei den Kindern reichen wie bisher Alltagsmasken aus Stoff. Das Gesundheitsministerium rät allerdings auch Schülern, den OP-Mundschutz zu tragen. FFP2-Masken, wie sie etwa in Geschäften Pflicht sind, sind dagegen nicht Pflicht. Wer will, kann sich trotzdem dafür entscheiden, sollte dann aber die Tragehinweise beachten.

GIBT ES EINE BEFREIUNG VOM PRÄSENZUNTERRICHT?  

Kinder, für die ein Schulbesuch ein zu großes Gesundheitsrisiko darstellen würde, dürfen mit ärztlichem Nachweis zu Hause bleiben. Auch wer Angst hat, sich in der Schule das Coronavirus einzufangen, kann sich von der Anwesenheit befreien lassen. Ein Anspruch auf Distanzunterricht besteht aber nicht.

LÄUFT DIE NOTBETREUUNG WEITER? 

Ja - allerdings nur, soweit es personell und räumlich möglich ist. Viele Lehrer müssen nun wieder ihre Klassen unterrichten und auch die Räume werden womöglich wieder für den Unterricht benötigt. Zudem seien nun wieder mehr Menschen im Schulhaus unterwegs. Aus Gründen des Infektionsschutzes könne die Notbetreuung deshalb unter Umständen nicht mehr wie bisher stattfinden, so das Kultusministerium.

DAS KIND IST KRANK - UND NUN? 

Wer akut krank ist, muss zu Hause bleiben. Dazu zählen etwa Fieber, Husten, Durchfall oder der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns. In die Schule dürfen die Kinder erst wieder, wenn sie 48 Stunden lang kein Fieber und keine Symptome mehr hatten, bis auf leichten Schnupfen oder gelegentlichen Husten. Ein Attest oder ein negativer Corona-Test sind nicht notwendig - sehr wohl können die Schulen von den Eltern jedoch eine schriftliche Bestätigung verlangen.


21.02.2021: Rückkehr in die Schulen: Auch Förderschüler zuerst

Wenn am Montag in Nordrhein-Westfalen schrittweise der Präsenzunterricht beginnt, gehören auch Förderschüler zu den ersten Rückkehrern. Den Schülern mit Behinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf müsse ein besonderes Augenmerk gelten, forderten mehrere Verbände. Viele seien in der Pandemie durchs Netz gefallen, manche hätten wochenlang keinen Unterricht erhalten, betonte die Landeselternkonferenz.

Jungen und Mädchen mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf seien seit Pandemiebeginn "vom Zugang zu Bildung abgedrängt" worden, sagte der Vorstand von Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen, Bernd Kochanek. Der Elternverband mittendrin berichtete, je nach Lehrkraft und Schule seien sie in den Regelschulen unterschiedlich gut einbezogen worden. Bei den Förderschulen habe es aber "nicht wenige" Schüler gegeben, die monatelang gar nicht im Klassenraum waren und kaum Unterricht hatten.

Am Montag sollen zunächst Grund- und Förderschüler der Primarstufe im Wechselmodell und mit halbierter Klassenstärke zurück in die Klassenräume kommen. Das gilt auch für Jahrgänge, die vor ihrem Schulabschluss stehen.


21.02.2021: Israelisches Gesundheitsministerium: Pfizer-Impfstoff hochwirksam

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer verhindert laut Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums nach der zweiten Impfung zu rund 99 Prozent schwere Krankheitsverläufe oder Todesfälle. Das geht aus Daten hervor, die das Ministerium am Sonntag veröffentlichte. Israel hatte am 19. Dezember begonnen, den Impfstoff zu verabreichen. Die Daten reichen bis zum 13. Februar.

Demnach wurde eine Corona-Erkrankung zu 95,8 Prozent verhindert, zu 98 Prozent das Auftreten von Symptomen wie Fieber und Atembeschwerden und zu rund 99 Prozent Krankenhausaufenthalte, schwere Erkrankungen und Tod. Gemessen wurde der Grad der Wirksamkeit des Impfstoffs 14 Tage nach der zweiten Impfung. Das Ministerium verglich die Erkrankungs- und Sterberaten zwischen denen, die geimpft worden waren und jenen, die nicht geimpft wurden.

Israels Corona-Beauftragter Nachman Asch sagte dem Armeesender am Sonntag, die Daten seien mit Vorsicht zu genießen: "Wir wissen noch nicht genug über Infektionen, das ist der große Unbekannte." Es sei klar, dass die Impfung schwere Krankheitsverläufe verhindere. "Ich weiß aber nicht, in wieweit sie verhindert, dass Geimpfte das Virus in sich tragen und weitergeben." Er hoffe, dass man in den kommenden Wochen mehr darüber herausfinden werde.


21.02.2021: Corona-Infektionsgeschehen: R-Wert steigt 

Die sogenannte Reproduktionszahl, eine wichtige Kennzahl für die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland, steigt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) weiter an. Das RKI gab den 7-Tage-R-Wert in seinem Lagebericht am Samstagnachmittag mit 1,07 an - das ist so hoch wie seit Wochen nicht mehr. Der Wert habe zuletzt wieder eine steigende Tendenz, hieß es. Am Vortag war der R-Wert mit 1,01 angegeben worden.

Ein R-Wert von 1,07 bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 107 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt er über 1, gewinnt das Infektionsgeschehen an Dynamik. Laut den RKI-Lageberichten lag der R-Wert zuletzt über mehrere Wochen teils deutlich unter 1. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab.

Experten hatten befürchtet, dass sich aufgrund der weiten Verbreitung von ansteckenderen Corona-Varianten wieder mehr Menschen mit dem Virus infizieren könnten.


21.02.2021: Corona-Ausbruch in Psychiatrie der Medizinischen Hochschule Hannover

In einer psychiatrischen Station der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Derzeit seien 14 Patientinnen und Patienten sowie 11 Beschäftigte betroffen, sagte ein Sprecher der Klinik am Samstag. Er bestätigte einen Bericht der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». Der Ursprung der Infektionen sei unklar, sagte der Sprecher. Keiner der Betroffenen sei so schwer erkrankt, dass er oder sie beatmet werden müsste.

Alle in dem Bereich tätigen und behandelten Personen seien getestet worden und würden weiterhin getestet. Die nicht infizierten Patienten seien in Quarantäne. Die Station befinde sich in einem separaten Gebäude und sei isoliert worden. Es würden dort keine neue Patientinnen und Patienten aufgenommen.

In der MHH werden seit Ausbruch der Corona-Pandemie schwerste Erkrankungen mit Covid-19 behandelt. Die Klinik hat es dabei geschafft, weitgehend frei von Infektionen zu bleiben.


21.02.2021: Israel führt Erleichterungen für Corona-Geimpfte und Genesene ein 

Israel hat am Sonntag Erleichterungen für Bürger eingeführt, die gegen das Coronavirus geimpft oder nach einer Erkrankung genesen sind. Mit einem Grünen Pass dürfen sie unter anderem Fitness-Studios, Hotels, Theater oder Sportereignisse besuchen. Gesundheitsminister Juli Edelstein schrieb bei Twitter, mehr als 3,2 Millionen Israelis könnten ab sofort diese Vorteile genießen. Ziel ist es, die Wirtschaft im Land wieder anzukurbeln. "Der Grüne Pass öffnet das Land schrittweise wieder", sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Samstagabend.

Die Impfkampagne in Israel ist im Vergleich zu anderen Ländern sehr weit fortgeschritten. Das Land mit seinen 9,3 Millionen Einwohnern gilt als Vorreiter. Inzwischen kann sich jeder Bürger vom Alter von 16 Jahren an impfen lassen. Die Infektionszahlen im Land sind weiterhin vergleichsweise hoch, in den vergangenen Wochen jedoch stetig gesunken.

Im Rahmen eines zweiten Öffnungsschritts nach einem wochenlangen Lockdown wurden am Sonntag auch Einkaufszentren, Museen, Bibliotheken und Gebetshäuser für Nicht-Geimpfte geöffnet. Dort müssen weiter die Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstand eingehalten werden. Auch die Schulen wurden für weitere Klassen geöffnet.


21.02.2021: Drei-Stufen-Plan soll Großveranstaltungen wieder ermöglichen

Mit einem Drei-Stufen-Plan sollen nach einem Vorschlag aus Wissenschaft, Sport und Kultur trotz Corona-Pandemie wieder Zuschauer bei Großveranstaltungen möglich werden. Das Papier, das am Montag vorgestellt werden soll, liegt der Deutschen Presse-Agentur bereits vor. Der Ansatz ermögliche es, "Breitenveranstaltungen mit vertretbarem Aufwand und Spitzenveranstaltungen unter relevanten Zusatzinvestitionen wieder zu den Zuschauern und Gästen zu transportieren", heißt es darin. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Das Papier wird von 20 Wissenschaftlern sowie zahlreichen Verbänden und Veranstaltern getragen, darunter Deutscher Fußball-Bund (DFB) und Deutscher Bühnenverein.

Der Leitfaden sieht zunächst ein "Basiskonzept" vor. Bei geschlossenen Räumen soll demnach für jeden Veranstaltungsort ein Hygiene-, Lüftungs- und Infektionsschutzkonzept erforderlich sein. Das Papier geht von einer Besetzung zwischen 25 und 30 Prozent aus. Zudem sollen personalisierte Tickets, die zusammen mit dem Ausweis kontrolliert werden, und medizinische Masken Pflicht sein. Auf den Verkauf von Speisen oder Getränken wird verzichtet, es gelten Mindestabstände mit entsprechend leeren Sitzreihen.

Im Außenbereich ist danach eine Auslastung von bis zu 40 Prozent möglich. Maskenpflicht soll bis zu den Plätzen gelten, bei mehr als 1000 Besuchern soll es keinen Alkohol geben. Das Basismodell für drinnen und draußen unterscheidet nicht, ob Besucher geimpft sind oder nicht.


20.02.2021: Thüringen weiter Corona-Hotspot - Ramelow sieht Problem in Mutanten 

Keine Besserung in Sicht: Mit 120 nachgewiesenen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage bleibt Thüringen mit Abstand das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland. Am zweithöchsten war der Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Samstag in Sachsen-Anhalt mit 87, bundesweit lag er bei 58.

"In Deutschland ist der durchschnittliche Index mit 58 nicht einmal halb so hoch", schrieb am Samstag dazu auch Ministerpräsident Bodo Ramelow. Wenn die Werte zu hoch blieben, müssten sich auch die Maßnahmen in Thüringen daran orientieren. "Leider ist noch keine Entspannung eingetreten."

Ramelow nannte die Situation im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur besorgniserregend. "Wir werden in den nächsten Tagen ganz genau schauen, wie sich die Inzidenz entwickelt." Er gehe davon aus, dass die Dynamisierung der Infektionslage auf Virusmutationen zurückzuführen sei. Etwa 185 Virusvarianten seien im Freistaat nachgewiesen worden. Thüringen habe es nicht zeitig genug geschafft, die hohe Inzidenz zu reduzieren, bevor die Mutanten anfingen, eine Rolle zu spielen. Anderen Bundesländern sei das gelungen.


20.02.2021: Söder: Impfungen in Altenheimen bis März abgeschlossen 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder rechnet damit, dass bis März die Bewohner von Altenheimen gegen Corona geimpft sind. "Wir sind mit dem Impfen in Alten- und Pflegeheimen weitgehend durch", sagte er am Samstag bei einer Online-Veranstaltung der Christlich-Sozialen Arbeitnehmer (CSA). Er schätze, dass bis März die Zweitimpfungen "komplett abgeschlossen" seien. "Dann wird es auch in der Frage der Gefährdung (durch) Corona eine deutliche Verbesserung bringen."

Er wolle angesichts sinkender Infektionszahlen in Bayern auch über Öffnungsperspektiven reden. "Die Kurven entwickeln sich jetzt runter", sagte Söder. "Aber die Wahrheit ist, dass (...) der Trend in Deutschland nicht mehr so stark runter geht wie letzte Woche." Mancherorts gingen die Zahlen sogar leicht hoch. Eine "Öffnungsmatrix "stelle er sich je nach Infektionslage vor Ort so vor: "Wo mehr geht, geht sehr viel mehr. Dort, wo wir skeptisch sein müssen, geht deutlich weniger."


20.02.2021: Impfungen für Menschen zwischen 70 und 80 Jahren beginnen in Berlin 

Ab kommender Woche sollen in Berlin auch Menschen zwischen 70 und 80 Jahren Impfeinladungen erhalten. "Wir werden auch für sie die Taxifahrten kostenfrei zur Verfügung stellen", teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Samstag auf Twitter mit. "Das Impfen muss zügig weitergehen." Bislang lag die Altersgrenze für Impfungen bei 80 Jahren. Im Berliner Stufenplan zur Impfpriorisierung gehören die Menschen zwischen 70 und 80 Jahren zur Stufe 3. Einen Impftermin können Berechtigte nur nach erfolgter Einladung ausmachen.


20.02.2021: WTO ruft Großbritannien zu früherer Abgabe von Impfstoffen auf 

Die Welthandelsorganisation (WTO) hat Großbritannien aufgerufen, eher Impfstoffe an ärmere Länder abzugeben. "Ich denke nicht, dass wir auf überschüssige Impfstoffe warten sollten, bis andere Menschen geimpft sind", sagte die neue WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala dem Sender BBC am Samstag. "Ich denke, dass Spenden jetzt kommen müssen. Der Grund ist einfach: Es ist genauso im Interesse reicher wie armer Länder, gleichen Zugang zu haben."

Beim G7-Gipfel am Freitag hatten sich die beteiligten Länder auf höhere Investitionen in die Covax-Initiative geeinigt, die ärmeren Ländern gerechteren Zugang zu Impfstoffen ermöglichen soll.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron setzte sich dafür ein, dass reiche Länder vier bis fünf Prozent ihrer Impfdosen möglichst schnell an ärmere Länder abgeben. Er schlug im Anschluss des Treffens zudem vor, dass Europäer und Amerikaner so schnell wie möglich 13 Millionen Impfdosen für afrikanisches Pflegepersonal liefern. Merkel zeigte sich grundsätzlich bereit, etwas vom deutschen Impfstoffkontingent abzugeben.


20.02.2021: Russland gibt dritten Corona-Impfstoff frei 

Im Kampf gegen das Coronavirus hat Russland einen dritten Impfstoff freigegeben. Die ersten 120.000 Dosen des Vakzins KoviVac sollten bereits im nächsten Monat ausgeliefert werden, sagte Ministerpräsident Michail Mischustin am Samstag in Moskau. "Russland ist heute das einzige Land, das bereits drei Impfstoffe hat."

Der Wirkstoff wurde am Tschumakow-Forschungszentrum für immunobiologische Präparate der Russischen Akademie der Wissenschaften entwickelt. Bis Jahresende sollen demnach 20 Millionen Dosen produziert werden. Umfangreiche klinische Studien liegen dazu aber noch nicht vor.

Russland hatte Mitte August mit Sputnik V den weltweit ersten Corona-Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben - obwohl zu diesem Zeitpunkt noch wichtige Tests fehlten. Der Wirkstoff ist mittlerweile in rund 30 Ländern registriert. In Russland haben aber erst mehr als 2,2 Millionen Menschen mindestens eine von zwei notwendigen Injektionen bekommen. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der Bevölkerung des riesigen Landes.


20.02.2021: Angst vor Mutationen wächst - Wichtige Corona-Kennziffer gestiegen

In Deutschland mehren sich die Hinweise auf eine mögliche neue Verschärfung der Corona-Pandemie. Nachdem die sogenannte Reproduktionszahl des Coronavirus über Wochen hinweg unter eins lag, hat sie nach Angaben des Robert Koch-Instituts diese wichtige Schwelle jetzt erstmals wieder überschritten.

Das RKI gab den bundesweiten Sieben-Tage-R-Wert am Freitagabend mit 1,01 an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Dies könnte darauf hindeuten, dass sich die ansteckenderen Virusvarianten trotz des Lockdowns rascher ausbreiten.

Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 9164 Corona-Neuinfektionen. Das sind 9,7 Prozent mehr als im Vergleich zum Samstag vergangener Woche (8354). Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 3.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Außerdem wurden 490 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.

RKI-Präsident Lothar Wieler hatte am Freitag erklärt, der Anteil der Virusvariante B 1.1.7., die nach konservativen Schätzungen 35 Prozent ansteckender ist, steige in Deutschland rasant an. "Wir stehen möglicherweise erneut an einem Wendepunkt. Der rückläufige Trend der letzten Wochen setzt sich offenbar nicht mehr fort", sagte Wieler.

Bei den Neuinfektionen und der Sieben-Tage-Inzidenz hatte es in den vergangenen Tagen kaum Veränderungen gegeben - trotz des anhaltend strengen Lockdowns. Der Anstieg des R-Werts lässt nun aufhorchen. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt er über 1, gewinnt es an Dynamik. Noch am Mittwoch hatte das RKI den R-Wert mit 0,85 angegeben. 


20.02.2021: Ärzte, Lehrer und Erzieher sollen früher geimpft werden

Das niedersächsische Gesundheitsministerium will Lehrern, Erziehern und Ärzten eine frühere Corona-Impfung ermöglichen. "Alle Öffnungsszenarien sehen völlig zurecht eine hohe Priorität für den Bildungsbereich vor. Da ist es nur folgerichtig, auch die Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher mit einer höheren Priorität als bisher zu impfen", sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Samstag). Zusammen mit anderen Ländern will sich Niedersachsen beim Bund für eine Änderung der Impfverordnung einsetzen. Dadurch soll es möglich sein, diese Gruppen früher als geplant zu impfen.

Auch niedergelassene Ärzte und anderes medizinisches Personal mit Patientenkontakt sollen laut Gesundheitsministerium früher geimpft werden, auch wenn die Betroffenen jünger als 65 Jahre sind und somit zur zweiten Priorisierungsgruppe gehören. 


20.02.2021: Hoffnung für Urlauber? Spanien kein Corona-Hochrisikogebiet mehr

Wegen sinkender Corona-Neuinfektionszahlen wird Spanien ab Sonntag von der Bundesregierung nicht mehr als Hochrisikogebiet angesehen. Das Robert Koch-Institut gab am Freitag im Internet bekannt, dass das beliebteste Urlaubsland der Deutschen dann nur noch "normales" Risikogebiet ist. Das bedeutet, dass bei der Einreise aus Spanien kein negativer Test mehr vorgezeigt werden muss. Man muss sich allerdings 48 Stunden nach Einreise testen lassen. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt. 


20.02.2021: Corona-Hotspot Flensburg - Dänemark schließt mehrere Grenzübergänge

Dänemark hat wegen der Corona-Lage in Flensburg mehrere kleinere Grenzübergänge nach Deutschland geschlossen. In der Grenzstadt im Norden von Schleswig-Holstein werden nach Angaben von Oberbürgermeisterin Simone Lange inzwischen fast nur noch Corona-Infektionen mit der zunächst in England aufgetretenen Variante B.1.1.7 festgestellt, die als besonders ansteckend gilt.

Die dänische Regierung habe sich deshalb dazu entschlossen, den Einsatz an der deutsch-dänischen Grenze zu verschärfen, teilte das Justizministerium am Freitag in Kopenhagen mit. Konkret wollte die dänische Polizei in der Nacht zum Samstag insgesamt 13 Grenzübergänge schließen. Wichtige Übergänge wie Frøslev, Kruså und Padborg sollten dagegen offen bleiben. Dort werde aber "wesentlich intensiver" kontrolliert, erklärte das Ministerium.


20.02.2021: Testpflicht bei Ausreise aus Tirol wird um zehn Tage verlängert

Die Corona-Testpflicht bei der Ausreise aus dem österreichischen Bundesland Tirol wird um zehn Tage bis 3. März verlängert. Das habe das Gesundheitsministerium entschieden, teilte das Land am Freitag mit. Seit 12. Februar müssen alle Ausreisenden wegen der in Tirol vermehrt aufgetretenen Südafrika-Variante des Coronavirus einen negativen Coronatest vorweisen, wenn sie in die angrenzenden Bundesländer Salzburg und Vorarlberg oder nach Deutschland wollen.

An den 44 Kontrollstellen wurden in der ersten Woche laut Polizei knapp 100.000 Reisende kontrolliert. Fast 2000 Personen wurde die Weiterfahrt untersagt, weil sie keinen gültigen Coronatest bei sich hatten. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Es  drohen Strafen von bis zu 1450 Euro. Ausgenommen von der Testpflicht ist die Durchreise ohne Zwischenstopp. Auch Kinder bis zu zehn Jahren brauchen keinen Test.


20.02.2021: 9164 Corona-Neuinfektionen und 490 neue Todesfälle gemeldet

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 9164 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 490 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, wie aus Zahlen des RKI vom Samstag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Am Samstag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8354 neue Fälle und 551 neue Todesfälle registriert. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden, er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 57,8 - und damit etwas höher als am Vortag (56,8). Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Vor vier Wochen, am 21. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 119,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Seit Beginn der Pandemie zählte das RKI 2.378.883 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 67 696.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 1,01 (Vortag 0,94). Der Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


19.02.2021: NRW lockert Corona-Vorgaben unter anderem für Freizeitsportler 

Trotz der zuletzt stagnierenden Werte bei den Corona-Neuansteckungen gelten in Nordrhein-Westfalen von Montag an zahlreiche Lockerungen.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • SCHULEN UND KITAS: Am Montag sollen zunächst die Grundschulen, Abschlussklassen und Förderschulen tageweise in einem Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurückkehren. Dabei gilt auf dem ganzen Schulgelände die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Schüler bis zur Klasse 8 könnten eine Alltagsmaske tragen, wenn eine medizinische nicht passt. Auch einige außerschulische Förderangebote werden wieder erlaubt. Kitas starten am Montag in einen eingeschränkten Regelbetrieb - das heißt, alle Kinder dürfen kommen, wenn auch für weniger Stunden.
  • FREIZEITSPORT: Von Montag an sind Aktivitäten auf Sportanlagen im Freien wieder erlaubt, wenn höchstens zwei Personen zusammen trainieren - wie etwa beim Tennis. Sind nur Personen aus einem Hausstand gemeinsam aktiv, dürfen auch mehr als zwei Menschen gemeinsam Sport treiben. Sporthallen und Schwimmbäder bleiben hingegen geschlossen.
  • MUSIKSCHULEN: In Musikschulen darf wieder Einzelunterricht erteilt werden - allerdings nur für Kinder bis zum Grundschulalter.
  • HUNDESCHULEN: Auch Hundeschulen dürfen unter besonders scharfen Abstands-Regeln ab Montag wieder einzelne Veranstaltungen im Freien anbieten. Diese Regelung gilt insgesamt für Bildungsangebote im Freien.
  • GARTENMÄRKTE: Für Hobbygärtner gilt: Bau- und Gartenmärkten dürfen dann wieder Gemüsepflanzen und Saatgut (etwa Samen, Zwiebeln, Pflanzkartoffeln) sowie nötiges Zubehör verkaufen. Das übrige Sortiment der Märkte darf für die Kunden aber nicht angeboten werden. Bislang war lediglich der Verkauf von Schnittblumen und verderblichen Topfpflanzen erlaubt.
  • FRISEURE UND FUSSPFLEGE: Auf den nächsten Haarschnitt - das war bereits bekannt - müssen die Menschen noch ein paar Tage länger warten. Ab dem 1. März dürfen Fußpflege- und Friseurdienstleistungen wieder angeboten werden. Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios müssen hingegen weiter geschlossen bleiben.

Die verlängerte Corona-Schutzverordnung mit diesen Neuerungen gilt zunächst bis zum 7. März.

19.02.2021: WHO-Spezialist verwirft Chinas These vom Einschleppen des Coronavirus

Die von China immer wieder verbreitete These, dass das Coronavirus 2019 womöglich über Tiefkühlkost aus dem Ausland eingeschleppt wurde, ist für Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Tisch. Das machte Peter Ben Embarek am Donnerstag in Genf deutlich. Er leitete das von der WHO bestellte Expertenteam zur Untersuchung des Ursprungs der Pandemie, das im Januar nach China reiste. Die Hypothese, dass das Virus seinerzeit über gefrorene Lebensmittel aus dem Ausland nach China eingeschleppt worden sein könnte, ist "nicht etwas, dass wir anschauen", sagte Embarek. 

Die seit Monaten propagierten chinesischen Thesen mit den Tiefkühlprodukten hatte der Leiter der chinesischen Wissenschaftler in dem Team, Liang Wannian, bei einer Pressekonferenz zum Abschluss der Reise am 9. Februar erneut ausführlich dargestellt. 

Nach Angaben von Embarek stellt allenfalls sich die Frage, ob das Virus im vergangenen Jahr neu über Tiefgefrorenes in China eingeschleppt wurde - zu einer Zeit, als das Virus in aller Welt verbreitet war und es Ausbrüche in Lebensmittelfabriken gab, es in China aber praktisch ausgelöscht war. So etwas wäre aber ein überaus seltenes Phänomen, betonte er. Die chinesischen Kollegen hätten trotz intensiver Suche nur sehr wenige mit Viren belastete Produkte gefunden. 

2019 sei die Lage ganz anders gewesen. Damals sei das Virus nicht in der Welt verbreitet gewesen und es habe keine Ausbrüche in Lebensmittelfabriken in anderen Ländern gegeben. "Deshalb ist die Hypothese, dass das Virus auf diesem Weg nach China importiert wurde, nicht etwas, das wir anschauen", sagte er. Vielmehr werde der lokale Handel mit Tiefkühlprodukten geprüft, die auf dem Huanan-Markt gehandelt wurden. Eine Frage sei, ob das Virus womöglich aus Südchina auf den Markt kam - viele Tiefkühlprodukte, die dort gehandelt wurden, stammten aus Südchina, so Embarek.



19.02.2021: 9113 Corona-Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9113 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 508 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Freitag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Am Freitag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9860 Neuinfektionen und 556 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 56,8 - und damit geringfügig niedriger als am Vortag (57,1). Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Vor vier Wochen, am 21. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 119,0 gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.369.719 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 19.02., 0.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 67.206.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,94 (Vortag 0,85). Der Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

18.02.2021: 10.207 Corona-Neuinfektionen und 534 neue Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.207 Corona-Neuinfektionen gemeldet - kaum weniger als vor einer Woche. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 534 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervorgeht. Die Daten geben den Stand der RKI-Fallzahlen-Tabelle von 07.27 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Am Donnerstag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10.237 Neuinfektionen und 666 neue Todesfälle verzeichnet. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 57,1 - und damit geringfügig höher als am Vortag (57,0). Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. 

Droht der seit Wochen beobachtete Rückgang der Infektionszahlen zum Erliegen zu kommen? Eine Einschätzung wird erst in einigen Tagen möglich sein. Experten geben zu bedenken, dass wegen der Witterungsverhältnisse manche Menschen zuletzt später als sonst üblich einen Arzt oder eine Teststelle aufgesucht haben könnten und neue Infektionen darum verzögert erfasst wurden. Noch nicht absehbar ist die Entwicklung im Zuge der Ausbreitung der ansteckenderen Variante B.1.1.7. 

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.360.606 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 18.02., 07.27 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 66.698.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,85 (Vortag 0,84), auch hier gibt es derzeit Stagnation statt weiteren Rückgang. Der Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


17.02.2021: Wegen Virusvariante: Nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Flensburg

Wegen des starken Corona-Infektionsgeschehens gelten für Flensburgs Einwohner von Samstag an eine Woche lang nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Sie betreffen die Zeit von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr, wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch in Kiel ankündigte. Zudem sind in der Fördestadt an der dänischen Grenze vorerst private Treffen untersagt.

Beide Regelungen gelten zunächst für eine Woche, mit der Option einer Verlängerung um weitere sieben Tage.

In fast allen Regionen Schleswig-Holsteins gingen die Infektionszahlen zurück, sagte Günther. "Wir haben aber eine Sonderlage in der Stadt Flensburg und dem Kreis Schleswig-Flensburg." Vor allem die Infektionszahlen in der Stadt gäben "Anlass zu großer Sorge".

Mittlerweile rangiert die Stadt Flensburg mit 181,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen auf Platz sieben der deutschen Kreise und kreisfreien Städte. Für den Kreis Schleswig-Flensburg sprach Günther von einer "steigenden Tendenz in Richtung 100". Aktuell betrage der Wert 85. Als Ursache der Entwicklung wird die Verbreitung der in Großbritannien entdeckten Variante B.1.1.7 vermutet.


17.02.2021: Spahn tritt Zweifeln an Astrazeneca-Impfstoff entgegen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist Zweifeln an dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca klar entgegengetreten. "Ein sicherer und wirksamer zugelassener Impfstoff schützt", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Das gelte für alle drei bisher in der Europäischen Union zugelassenen Präparate von Astrazeneca, Moderna und Biontech/Pfizer. Sich impfen zu lassen, sei in dieser Pandemie ein Gebot der Vernunft. "Wer damit wartet, riskiert schwer zu erkranken, und er riskiert auch, das Virus weiter zu verbreiten."

Spahn appellierte an Pflegekräfte und Ärzte, Impfangebote zu nutzen. Er warnte davor, Skepsis zu nähren. Man müsse jetzt ein bisschen aufpassen, dass man sich auch als Gesellschaft nicht "in etwas hineinrede" und eine Impfung mit einem zugelassenen und wirksamen Stoff infrage stelle. Inzwischen seien fast 740 000 Astrazeneca-Dosen an die Länder geliefert worden, davon seien bisher knapp 90 000 verimpft. Dies laufe je nach Bundesland unterschiedlich, weil nicht alle am ersten Tag mit Impfungen begonnen hätten - etwa wegen nötiger organisatorischer Vorbereitungen.

Spahn betonte, es bleibe kein Impfstoff liegen. "Wenn Leute, die ihn angeboten bekommen, ihn nicht nehmen, werden wir ihn eben dem nächsten anbieten." Es werde sehr viele Bürger geben, die sich über einen sicheren und wirksamen Impfschutz freuten - auch hinreichend viele Pflegekräfte und Ärzte. Sie seien in dieser Zeit der Impfstoff-Knappheit privilegiert, früher geimpft werden zu können. 


17.02.2021: EU will bis zu 300 Millionen weitere Impfdosen von Moderna

Die EU-Kommission hat einen Vertrag über bis zu 300 Millionen weitere Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna ausgehandelt. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel mit.


17.02.2021: Spahn: Britische Virusmutation breitet sich schnell aus

Die in Großbritannien entdeckte, wohl deutlich ansteckendere Variante des Coronavirus breitet sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Deutschland schnell aus. Nach neuen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg der Anteil dieser Mutation an den untersuchten positiven Proben binnen zwei Wochen von knapp 6 Prozent auf mehr als 22 Prozent, wie Spahn am Mittwoch in Berlin sagte.


17.02.2021: WHO: Weltweit immer weniger gemeldete Corona-Infektionen

Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen geht weltweit weiter zurück. In der vergangenen Woche (bis 14. Februar) waren es noch 2,7 Millionen Neuinfektionen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf berichtete. Das war ein Rückgang um 16 Prozent zur Vorwoche. Anfang Januar wurden der WHO noch mehr als fünf Millionen neue Infektionen pro Woche gemeldet.

Die WHO geht davon aus, dass die Entwicklung auf die strikten Maßnahmen in vielen Ländern zurückzuführen ist, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus vergangene Woche sagte. Er verband dies mit einer Warnung: "Jetzt ist für kein Land der richtige Zeitpunkt, um Maßnahmen zu lockern, ebenso nicht für einzelne Menschen, in ihrer Wachsamkeit nachzulassen", sagte er vergangenen Freitag. 

Auch die Zahl der gemeldeten Todesfälle geht weiter zurück: Vergangene Woche waren es weltweit noch 81.000, zehn Prozent weniger als in der Woche davor. Mitte Januar waren der WHO noch fast 100 000 neue Todesfälle pro Woche gemeldet worden. Seit Beginn der Pandemie Anfang 2020 wurden der WHO bis zum 16. Februar dieses Jahres 108,8 Millionen Sars-CoV-2-Infektionen und 2,4 Millionen Todesfälle gemeldet. Vielfach wird eine hohe Dunkelziffer nicht erfasster Fälle angenommen.


17.02.2021: 7556 Corona-Neuinfektionen und 560 neue Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7556 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 560 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 06.45 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8072 Neuinfektionen und 813 neue Todesfälle verzeichnet. In diesen Zahlen waren etwa 600 Nachmeldungen von Neuinfektionen aus Nordrhein-Westfalen enthalten, die am Vortag gefehlt hatten. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro  100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 57,0. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. 

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.350.399 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 17.02., 04.36 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 66.164.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,84 (Vortag 0,86). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 84 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


16.02.2021: Johnson&Johnson beantragt Zulassung für Impfstoff

Nun hat auch der US-Hersteller Johnson&Johnson die europäische Zulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt. Dies teilte die EU-Arzneimittelbehörde EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Die Behörde will das Vakzin bis Mitte März begutachten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Schritt des Herstellers. Die EU-Kommission werde eine Zulassung gewähren, sobald die EMA eine positive wissenschaftliche Bewertung abgegeben habe, erklärte von der Leyen.

Es wäre dann der vierte Corona-Impfstoff mit einer bedingten Marktzulassung für die Europäische Union. Genutzt werden können derzeit bereits die Vakzine von BioNTech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca. Doch ist der Impfstoff noch überall in der EU knapp. Von Johnson & Johnson hat die EU-Kommission Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Die Besonderheit: Voraussichtlich reicht eine Dosis zur Immunisierung. Alle übrigen derzeit genutzten Vakzine müssen zweimal gespritzt werden.


16.02.2021: Landkreis Sächsische Schweiz hebt Lockerungen auf

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat die Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen wieder aufgehoben. Der maßgebliche Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sei am Dienstag überschritten worden, teilte das Landratsamt in Pirna mit. Damit sei der Landkreis gemäß der Sächsischen Corona-Schutzverordnung verpflichtet, die Lockerungen der 15-Kilometer-Beschränkungen für Einkäufe, Sport und Freizeit sowie der Ausgangssperre aufzuheben. Die Maßnahmen treten demnach am Mittwoch um 6.00 Uhr in Kraft. Der Landkreis hatte erst am Sonntag die Lockerungen verfügt.


16.02.2021: Mehr als 200 Corona-Infizierte in Osnabrücker Eisfabrik

In einer Eiscremefabrik in Osnabrück ist es zu einem großen Corona-Ausbruch gekommen. Von insgesamt rund 600 Beschäftigten seien 210 positiv getestet worden, teilte am Dienstag ein Sprecher der Stadt mit. Seit dem Wochenende sei die Fabrik geschlossen, eine Spezialfirma habe das Unternehmen desinfiziert.

Alle Beschäftigten einschließlich der Geschäftsführung seien in Quarantäne. Mindestens zwei Menschen haben sich demzufolge mit der britischen Mutante B.1.1.7 infiziert.

Das Gesundheitsamt habe die Kontaktnachverfolgung aufgenommen, sagte der Sprecher. Wie und warum es zum Ausbruch gekommen sei, stand zunächst nicht fest. Das müsse nun ermittelt werden. Nach Angaben des Betreibers Froneri handelt es sich beim Standort Osnabrück um eines der größten Eiscremewerke Europas.


16.02.2021: Bremer Grundschulen: Präsenzbetrieb in voller Klassenstärke

Die Grundschulen im Bundesland Bremen kehren angesichts der grundsätzlich sinkenden Zahl von Corona- Neuinfektionen zum Präsenzbetrieb in voller Klassenstärke zurück. In der Stadtgemeinde Bremen ist das vom 1. März an der Fall, in Bremerhaven vom 15. März an. Entsprechende Beschlüsse zum Schul- und Kitabereich fasste der Senat am Dienstag. Für alle Schüler ab Jahrgangsstufe 5 werde der Unterricht im Wechselmodell fortgesetzt.

Für die Kindertagesbetreuung gelte spätestens vom 1. März an der eingeschränkte Regelbetrieb.


16.02.2021: Nordrhein-Westfalen: Ab 22. Februar Kindertagesbetreuung für alle

Ab dem 22. Februar können alle Kinder in Nordrhein-Westfalen wieder in die Kitas und die Tagespflege kommen. Das kündigte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag in Düsseldorf an. Allerdings bleibt es zunächst bei einem landesweit pauschal um zehn Wochenstunden gekürzten Betreuungsangebot und bei festen Gruppen.

Wenn die Corona-Neuinfektionszahlen weiter sinken, dürften Kita-Leitungen und Träger voraussichtlich ab dem 8. März selbst entscheiden, ob sie die Kinder wieder im vollen Umfang betreuen. Wo das für den Infektionsschutz vor Ort weiter nötig sei, dürften Einrichtungen den Betreuungsumfang dann weiterhin um maximal zehn Wochenstunden kürzen. Diese Regelung soll zunächst bis Ostern gelten.

Normalen Regelbetrieb könne es erst wieder geben, wenn ausreichend Corona-Selbsttests für jedermann zur Verfügung stünden, die Beschäftigten geimpft und die Neuinfektionszahlen ganz niedrig seien, erklärte Stamp. In den vergangenen Wochen waren zwar die Kitas in NRW geöffnet. Der Minister hatte aber einen Appell an die Eltern gerichtet, ihre Kinder möglichst zu Hause betreuen. Diese Regelung gilt noch bis zum Sonntag.


16.02.2021: Einsatz von Corona-Schnelltests soll weiter ausgedehnt werden

Der Einsatz von Corona-Schnelltests soll ab 1. März weiter ausgedehnt werden. Mittlerweile seien deutlich mehr Tests am Markt verfügbar, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). "Daher sollen alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können." Demnach sollen Kommunen vor Ort Testzentren oder Apotheken mit solchen Angeboten beauftragen können, die Kosten dafür soll der Bund übernehmen. 

Die Pläne sollen zudem den Weg für den Einsatz von Laien-Selbsttests ebnen, die derzeit für eine demnächst erwartete Zulassung geprüft werden. Im Gespräch ist, sie gegen einen "geringen Eigenanteil" von einem Euro abzugeben. "Diese Tests können zu einem sicheren Alltag beitragen, gerade auch in Schulen und Kitas", sagte Spahn. Sie würden "schnellstmöglich geprüft und zugelassen".

Der Bund hatte den Einsatz von Corona-Schnelltests schon in mehreren Schritten ausgedehnt. Sie können bereits in Pflegeheimen, Kliniken und nach Infektionsfällen etwa auch in Schulen verwendet werden - aber vorerst mit geschultem Personal. Dabei brauchen die Proben nicht extra zum Auswerten ins Labor geschickt zu werden. Antigen-Tests gelten aber als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests. Laut Robert Koch-Institut (RKI) muss ein positives Ergebnis eines Schnelltests daher mit einem PCR-Test bestätigt werden.



16.02.2021: Nachweis von britischer Corona-Mutation - Großeinsatz in Hamm

Der Nachweis der britischen Mutation des Coronavirus hat in Hamm zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Eine Hundertschaft sei seit Montagabend im Einsatz, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen. Nach Angaben der Stadt war ein Bauarbeiter auf Montage positiv auf die Variante B.1.1.7 getestet worden. Sie gilt als ansteckender. Daraufhin seien vier Wohnhäuser unter Quarantäne gestellt worden. Die Bewohner werden nun getestet. Die Beamten überwachten unter anderem die Einhaltung der Quarantäne. Zunächst hatten die "Bild"-Zeitung berichtet.


16.02.2021: 3856 Corona-Neuinfektionen und 528 neue Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3856 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 528 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI von 00.00 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3379 Neuinfektionen und 481 neue Todesfälle verzeichnet, wobei rund 600 Infektionsfälle aus Nordrhein-Westfalen fehlten, die erst am Tag darauf in die Statistik einflossen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 59 und damit ähnlich hoch wie am Montagmorgen. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.342.843 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 16.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 65.604.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,86 (Vortag 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 86 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


15.02.2021: Lange Lastwagen-Staus an tschechisch-deutscher Grenze

Vor den Autobahn-Grenzübergängen nach Deutschland haben sich in Tschechien kilometerlange Staus gebildet. Die Bundesregierung hatte das Nachbarland zum Virusvariantengebiet erklärt und stationäre Grenzkontrollen wiedereingeführt. Auf der Autobahn E55/D8 Prag-Dresden stauten sich die Lastwagen am Montagvormittag bis nach Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) zurück. Die Polizei regulierte die Einfahrt in die Tunnel. Auf der E50/D5 in Richtung Nürnberg bildete sich vorübergehend eine mehr als 20 Kilometer lange Lkw-Kolonne. Das ging aus den Angaben der Autobahnverwaltung und des Verkehrsfunks hervor.

Tschechien mit seinen Zulieferern gilt auch als "verlängerte Werkbank" für viele deutsche Unternehmen. Seit Sonntag dürfen aus dem Nachbarland nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Gesundheitspersonal, Lastwagenfahrer und sonstiges Transportpersonal im Güterverkehr. Sie müssen sich digital anmelden und an der Grenze einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Die tschechischen Behörden haben daher die Kapazitäten der Testzentren im Grenzgebiet erhöht und mithilfe der Feuerwehr zusätzliche Abstrichstellen eingerichtet.

Tschechien verzeichnete am Montag 2832 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie gab es mehr als eine Million Infektionen und 18.250 Todesfälle. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner. Nach den jüngsten Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC gab es in Tschechien binnen 14 Tagen statistisch gesehen etwa 177 Covid-19-Todesfälle je eine Million Einwohner; für Deutschland lag der Wert bei rund 115.


15.02.2021: Osnabrück bietet kostenlose Corona-Schnelltests an

Die Stadt Osnabrück bietet von Montag an kostenlose Corona-Schnelltests an. Erreicht werden sollen mit dem Angebot vor allem diejenigen Menschen, die beruflich einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind - etwa Kassierer, Lehrkräfte, Erzieher oder Schüler in Abschlussklassen. 

Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Bürger, die in Osnabrück wohnen oder dort arbeiten. Nach Angaben des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes gibt es keine anderen Städte oder Landkreise in Niedersachsen, die kostenlose Tests in dem Umfang wie Osnabrück anbieten.

Getestet werden soll mit Antigen-Schnelltests. Pro Woche könnten so laut Stadtverwaltung zwischen 1000 und 1500 Menschen getestet werden. Termine für Abstriche werden online angeboten.


15.02.2021: 4426 Corona-Neuinfektionen und 116 neue Todesfälle gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 116 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Montag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4535 Neuinfektionen und 158 neue Todesfälle verzeichnet. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 58,9. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.338.987 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 15.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.128.800 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 65.076.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,88 (Vortag 0,90). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


14.02.2021: Diskussion um Osterurlaub 2021

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sehen keine Chance für Urlaubsreisen zu Ostern. "Ich bin dafür, Wahrheiten auszusprechen: Osterurlaub in Deutschland kann es dieses Jahr leider nicht geben", sagte Kretschmer der "Bild am Sonntag". Zu große Mobilität bereits im April sei Gift. "Wir würden alles zerstören, was wir seit Mitte Dezember erreicht haben", warnte der Ministerpräsident.

Lauterbach sagte am Sonntag der "Welt": "Ich gehe nicht davon aus, dass wir in diesem Jahr Osterurlaub machen können." Die Osterwochen müssten genutzt werden, mit möglichst geringen Kontakten die noch immer drohende dritte Welle in der Corona-Pandemie mit den gefährlichen Mutationen abzuwenden. "Ich wäre schon froh, wenn wir es ohne dritte Welle bis Ostern überhaupt schaffen", betonte Lauterbach. Er fügte an: "Sollte dies gelingen, darf der Erfolg nicht im Urlaub zerstört werden."


14.02.2021: Verschärfungen in Italien wegen steigender Werte

Wegen steigender Corona-Zahlen hat Italien in mehreren Regionen die Bewegungsfreiheit stärker als bisher eingeschränkt, etwa in der Toskana und in Ligurien. Außerdem betroffen sind die Region Abruzzen in Mittelitalien und die Alpenprovinz Trentino. Die verschärften Regeln gelten seit Sonntag. Im Anti-Corona-Kampf hat die Regierung in Rom schon vor Monaten eine Einteilung des Landes in Risikozonen eingeführt mit unterschiedlich strengen Sperren.

In den vier jetzt zu sogenannten Orangen Zonen hochgestuften Gebieten mussten Restaurants und Bars wieder für Gäste schließen. Nur Außer-Haus-Verkauf ist erlaubt. Außerdem sollen die Bürger dort in der Regel ihre Städte und Gemeinden nicht verlassen. Die Verschärfung gilt zunächst für 15 Tage, wie das Gesundheitsministerium in Rom am Samstag mitgeteilt hatte. Der große Teil Italiens gehört weiter zu den Gelben Zonen mit moderaten Beschränkungen. Dabei herrscht in ganz Italien eine nächtliche Ausgangssperre ab 22 Uhr. Ein Reiseverbot über Regionalgrenzen hinweg hatte die Regierung kürzlich bis 25.Februar verlängert. Ausnahmen gelten für die Arbeit und in Notfällen.


14.02.2021: SPD pocht auf Corona-Sonderurlaub für Eltern

Die SPD will zusätzliche Urlaubstage für Eltern, die wegen der Corona-Pandemie besonders belastet sind. "Die Grenzen der Mehrfachbelastung durch Homeoffice und Homeschooling sind überschritten", sagte Fraktionschef Rolf Mützenich den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es ist Eltern nicht zuzumuten, jetzt den Jahresurlaub zur Betreuung der Kinder zu nehmen, der dann in den Sommerferien fehlt." Unterstützung bekam Mützenich am Wochenende von Grünen und Linken, der Koalitionspartner Union dagegen will auf den Vorschlag nicht eingehen.

Kanzlerin Angela Merkel hatte im Dezember mit den Ministerpräsidenten der Länder beschlossen, dass Eltern zusätzliche Möglichkeiten für bezahlten Urlaub zur Betreuung ihrer Kinder bekommen sollten. Letztlich wurden dann zehn zusätzliche Kinderkrankentage für Arbeitnehmer eingeführt. Aus Sicht von Mützenich ist das nur ein Kompromiss, der angesichts der Lockdown-Verlängerung nicht mehr ausreicht. Schulen und Kitas würden absehbar nur schrittweise geöffnet, die Belastung für Eltern im Homeoffice bleibe damit hoch. Der SPD-Fraktionschef ließ offen, wie viele Extra-Urlaubstage er den Eltern zustehen würde. "Es sollte schon eine nennenswerte Zahl sein", sagte er lediglich.


14.02.2021: Studie: Grenzschließungen Anfang 2020 kamen zu spät

Die Grenzschließungen in Europa vor rund einem Jahr kamen einer Studie zufolge zu spät, um das Coronavirus nachhaltig aufzuhalten. Bereits am 8. März 2020 habe es in Europa etwa genauso viele lokale Ansteckungen mit dem Virus gegeben wie durch Reisende aus dem Ausland eingeschleppt wurden, berichten Forscher um die Mathematikerin und Biostatistikerin Tanja Stadler von der ETH Zürich im Fachmagazin "PNAS". Die EU schloss die Grenzen erst am 17. März.

Die Forscher hatten die Ausbreitung des Erregers anhand sequenzierter Virus-Genome nachvollzogen. "Wenn man die Grenzen mit dem Ziel geschlossen hat, das Virus nicht reinzulassen: Dafür war es zu spät", sagte Stadler der Deutschen Presse-Agentur. Bei Infektionsgeschehen, wie es am 8. März bereits vorhanden war, sei eine Grenzschließung nur noch verbunden mit einer drastischen Einschränkung der Kontakte im Land sinnvoll. Dann trage die Reduzierung der Kontakte aus dem Ausland etwas dazu bei, die Ausbreitung zu bremsen.


14.02.2021: Schärfere Einreiseregeln in Kraft getreten

An den Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sind um Mitternacht schärfere Einreiseregeln in Kraft getreten. Aus Angst vor den dort verbreiteten, ansteckenderen Varianten des Coronavirus wird an den entsprechenden Grenzübergängen in Bayern und Sachsen scharf kontrolliert. Laut einer Verordnung des Bundesinnenministeriums dürfen aus den betroffenen Gebieten nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es für Ärzte, Kranken- und Altenpfleger sowie für Lastwagenfahrer und landwirtschaftliche Saisonkräfte.

Auch wer zur Beerdigung eines Elternteils, Ehepartners oder Kindes will, darf einreisen, genauso Väter für die Geburt ihres Kindes. Für alle Einreisenden gilt: Sie müssen einen negativen Corona-Test vorweisen und in Deutschland zunächst in Quarantäne gehen.


14.02.2021: Mehr als 100 Fälle - Husumer Schlachthof bleibt geschlossen

Nach einem Corona-Ausbruch bleibt ein Schlachthof in Husum (Schleswig-Holstein) geschlossen. Die Zahl der positiv getesteten Mitarbeiter sei auf 103 gestiegen, teilte der Kreis Nordfriesland am Samstag mit. Bei 190 weiteren Beschäftigten sei der Test negativ ausgefallen. Die ursprünglich bis zum 14. Februar angeordnete Schließung des Schlachthofes sei bis zum 24. Februar verlängert worden, hieß es. Es gebe in dem Fall nach wie vor keine Hinweise auf Mutationen. Derzeit befindet sich den Angaben zufolge nahezu die gesamte Belegschaft aufgrund eines positiven Testergebnisses oder der Einordnung als Kontaktperson 1 in häuslicher Quarantäne.


14.02.2021: 6114 Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6114 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 218 weitere Todesfälle verzeichnet. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unterschritten die Marke von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am Sonntag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8616 Neuinfektionen und 231 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 57,4.


13.02.2021: Hoffnung auf Zulassung von Selbsttests im März

Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte hofft darauf, noch im März Corona-Schnelltests für den Hausgebrauch zuzulassen. "Aktuell gehen wir auf Basis der bislang vorliegenden Antragsunterlagen davon aus, dass wir die ersten Sonderzulassungen Anfang März erteilen können", sagte ein Sprecher der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Demnach gibt es Anträge für bis zu 30 verschiedene Produkte, mit denen sich jeder binnen einer Viertelstunde selbst testen kann.

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte sich am Freitag vorsichtig zu solchen Tests geäußert. Die Politik ermögliche den Einsatz dieser Tests, aber für eine Zulassung komme es auf die Qualität an, sagte er. Denn wenn sie viele falsch negativen Ergebnisse liefern sollten, "dann steckt darin auch ein Risiko". Infizierte Menschen könnten in der Annahme, nicht infiziert zu sein, andere anstecken.


13.02.2021: Tschechische Bahn stellt Züge nach Deutschland ein

Nach der Deutschen Bahn hat auch die Tschechische Staatsbahn (Ceske Drahy/CD) die vorübergehende Einstellung grenzüberschreitender Zugverbindungen angekündigt. Betroffen sind von Sonntag an der Expresszug zwischen Prag und München und die Linie R29 zwischen Cheb und Nürnberg, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte.

Die Bundesregierung stufte derweil die Slowakei am Freitag ebenfalls als Gebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen ein, wie das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilte. Das heißt, dass Fluggesellschaften sowie Bus und Bahnunternehmen keine Passagiere mehr aus der Slowakei nach Deutschland befördern dürfen. Ausgenommen davon sind deutsche Staatsbürger und in Deutschland lebende Ausländer. In der Slowakei steigen etwa seit Oktober die Infektionszahlen so dramatisch an, dass Experten vor einem drohenden Kollaps des Gesundheitssystems warnen. Eine besonders große Rolle spielt dabei die britische Variante B.1.1.7 des Coronavirus. Auf sie ist mehreren Untersuchungen zufolge der mit Abstand größte Teil der Neuinfektionen zurückzuführen.


13.02.2021: Seehofer weist EU-Kritik an Grenzkontrollen scharf zurück

Bundesinnenminister Horst Seehofer weist Kritik aus Brüssel an den Grenzkontrollen entlang der tschechischen und österreichischen Grenzen erneut scharf zurück. "Jetzt reicht's! Die EU-Kommission hat bei der Impfstoffbeschaffung in den letzten Monaten genug Fehler gemacht", sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung. "Die EU-Kommission sollte uns unterstützen und nicht durch wohlfeile Hinweise Knüppel zwischen die Beine werfen."

Angesichts neuer Einreisebeschränkungen aus Tschechien und Tirol hatte die EU-Kommission Deutschland aufgefordert, Ausnahmen etwa für Pendler zu gewähren. Ein Sprecher der Behörde erinnerte am Freitag daran, dass die EU-Staaten sich erst kürzlich auf gemeinsame Empfehlungen für das Reisen in Corona-Zeiten geeinigt hätten. Man erwarte, dass alle Länder danach handelten. Die ab Sonntag geltenden neuen Beschränkungen und Grenzkontrollen sehen jedoch solche Ausnahmen nicht vor.


13.02.2021: Alle Bundesländer bei Inzidenz unter 100

Alle Bundesländer in Deutschland liegen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen bei der Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wieder unter dem Wert von 100. Als letztes Bundesland rutschte laut RKI-Dashboard auch Thüringen in den zweistelligen Bereich und liegt nun bei 98,8. Die deutschlandweite sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sank demnach auf 60,1. Nur noch ganz knapp über 50 liegen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (jeweils 51,0).


13.02.2021: 8354 Corona-Neuinfektionen und 551 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 8354 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 551 neue Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Samstag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Am Samstag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10.485 Neuinfektionen und 689 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 60,1. Vor vier Wochen, am 16. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 139 gelegen.


12.02.2021: Drei Prozent der Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass die Corona-Impfkampagne das erste Ziel erreicht und bis Mitte Februar allen Pflegeheimbewohnern ein Impfangebot gemacht wird.

Das sagte er am Freitag in Berlin. Insgesamt seien mittlerweile - rund sechs Wochen nach dem Impfstart - drei Prozent der Menschen in Deutschland geimpft, davon 1,5 Prozent auch mit der nötigen Zweitimpfung, sagte Spahn. 5,7 Millionen Impfdosen wurden demnach ausgeliefert. Bis Ende nächster Woche sollen es 8 Millionen sein. 

Unter den rund 800.000 Heimbewohnerinnen und -bewohner hätten mehr als 80 Prozent die Erst- und über 50 Prozent auch die Zweitimpfung erhalten, so Spahn. Zuvor war dies auch in Zahlen von Robert Koch-Institut (RKI) und Bundesgesundheitsministerium bekannt geworden. Bis Donnerstag waren demnach mehr als 380.000 Senioren in Heimen immunisiert. 


12.02.2021: Panne in München: 28.000 falsche FFP2-Masken an Bedürftige verteilt

In München hat es bei der Ausgabe von FFP2-Masken an Bedürftige eine Panne gegeben. Es seien nicht dem FFP2-Standard entsprechende Masken verteilt worden, sagte der Sprecher der Branddirektion München, Klaus Heimlich, am Freitag. "Auf den Masken ist der chinesische Standard KN95 aufgestanzt. Dieser ist mit der europäischen Schutzstufe FFP2 vergleichbar." Die Masken seien nicht völlig unwirksam, sie hätten aber nur etwa die halbe Schutzwirkung.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte darüber berichtet.

"Wir versuchen möglichst schnell den Umtausch zu organisieren für die Menschen, die diese 28.000 Masken bekommen haben", sagte die Sprecherin des Münchener Sozialreferats, Hedwig Thomalla, am Freitag. "Wir werden eine offizielle Information herausgeben, um welche Masken es geht und wie der Umtausch funktionieren soll."


12.02.2021: Geschäftsöffnungen unter Umständen auch schon vor 7. März

Geschäfte oder Museen könnten unter bestimmten Umständen auch schon vor dem 7. März wieder öffnen. Die Bundesregierung bestätigte am Freitag entsprechende Aussagen einer Regierungssprecherin in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Bund und Länder hatten am Mittwoch den laufenden Lockdown bis zum 7. März verlängert. Gleichzeitig wurde aber eine Öffnung von Handel, Museen oder Galerien an die Entwicklung der Corona-Zahlen gekoppelt.

Im gemeinsamen Beschluss ist die Rede davon, dass «der nächste Öffnungsschritt» mit bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner durch die Länder erfolgen könne. Konkret erwähnt werden dabei der Einzelhandel, Museen, Galerien und die noch "geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe". Sobald die genannten Bedingungen erfüllt seien, könnten die beschriebenen Öffnungen durch die Länder erfolgen, sagte eine Regierungssprecherin den Funke-Zeitungen. Auf Nachfrage bestätigte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag die Aussagen.

Gleichzeitig bekräftigte er, dass es eine "stabile" Senkung der Infektionszahlen brauche. "Also einmal die 35 erreicht zu haben, ist keine stabile oder nachhaltige Inzidenz." Da brauche es mehr Beständigkeit. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach dem Bund-Länder-Gespräch von mindestens drei Tagen gesprochen, an dem dieser Wert erreicht sein müsste.


12.02.2021: EMA startet Schnell-Prüfverfahren für Impfstoff von Curevac

Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA hat das schnelle Prüfverfahren für den Impfstoff des Tübinger Herstellers Curevac gestartet. Das teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit.

Die Entscheidung beruhe auf den vorläufigen Ergebnissen von Labortests und klinischen Studien. Daraus wird nach Angaben der EMA deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anregt. 

Die Behörde bewertet die Daten nach dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren. Dabei werden Daten und Ergebnisse laufend geprüft, auch wenn die Testreihen noch nicht abgeschlossen sind und auch kein Antrag auf Zulassung in der EU gestellt wurde. Das Verfahren ist schneller als herkömmliche Prüfungen, aber ebenso sorgfältig, wie die EMA mitteilte. Wie lange die Prüfung dauern werde, ist unklar. 

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides begrüßte die Neuigkeiten vom Freitag. Dies werde die Zulassung eines weiteren Impfstoffs beschleunigen, schrieb sie auf Twitter.

Sobald genug Beweise für die Wirksamkeit des Impfstoffes vorliegen, kann der Hersteller die Marktzulassung in der EU beantragen. Die Experten der EMA geben dazu eine Empfehlung ab. Formal entscheidet 


12.02.2021: Corona-Fälle in Pflegeheimen halbiert - Behörde: Impfungen wirken

Die Sozialbehörde sieht in der sinkenden Zahl von Corona-Fällen in den Hamburger Pflegeheimen erste Auswirkungen der Impfkampagne. So hätten sich die Zahlen der Infizierten und der betroffenen Einrichtungen binnen eines Monats halbiert, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sehen hier einen merklichen und stabilen Abwärtstrend." Dies sei insbesondere erfreulich, "weil die Zahl der Betroffenen in den Einrichtungen sehr hoch war und es viele Todesfälle gab".

Zwar gehe das Infektionsgeschehen in der Stadt insgesamt zurück. Den deutlichen Rückgang in den Pflegeeinrichtungen führe man aber auf die strengen Maßnahmen und Tests, "aber auch schon auf die Impfkampagne zurück", erklärte Helfrich.

Seien vor einem Monat noch rund 660 Bewohner und mehr als 330 Mitarbeiter von 65 Pflegeeinrichtungen betroffen gewesen, gebe es derzeit nur noch bei 228 Bewohnern und 119 Beschäftigten in 38 Einrichtungen Corona-Fälle. 


12.02.2021: Regierung bereitet wegen Tirol und Tschechien Grenzkontrollen vor

Nach der Ausbreitung des mutierten Coronavirus in Tschechien und Teilen Österreichs bereitet die Bundesregierung neue Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen vor. "Der Freistaat Bayern und der Freistaat Sachsen haben heute die Bundesregierung gebeten, Tirol und grenznahe Gebiete Tschechiens als Virusmutationsgebiete einzustufen und stationäre Grenzkontrollen vorzunehmen", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag der "Süddeutschen Zeitung". "Wir werden das wohl so entscheiden."

Seehofer verwies darauf, dass dies mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) abgestimmt sei. Die Kontrollen sollen dann wahrscheinlich ab Sonntag 0.00 Uhr gelten.

Welche Ausnahmen gelten sollen, ist noch nicht klar. Am Nachmittag hatte sich ein Stab mit Vertretern von Innenministerium, Gesundheitsministerium und dem Auswärtigen Amt getroffen, um über die mögliche Einstufung weiterer Länder als sogenannte Virusmutationsgebiete zu beraten.


12.02.2021: Brasilianische Corona-Variante laut Regierung dreimal ansteckender

Die im Amazonas-Gebiet nachgewiesene Coronavirus-Variante ist laut brasilianischen Regierungsangaben dreimal ansteckender als das ursprüngliche Virus. Dies sagte Gesundheitsminister Eduardo Pazuello am Donnerstag (Ortszeit) im Senat in Brasília. Die Impfstoffe würden bei dieser Variante aber auch wirksam sein.


12.02.2021: 9860 Corona-Neuinfektionen und 556 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9860 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 556 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Freitag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Freitag vergangener Woche hatte das RKI 12.908 Neuinfektionen und 855 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 62,2. Vor vier Wochen, am 13. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 155 gelegen. 

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.320.093 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 12.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.101.000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 64.191. 

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,85 (Vortag 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


11.02.2021: Söder: Landesweite nächtliche Ausgangssperre in Bayern läuft aus

Die landesweite nächtliche Ausgangssperre in Bayern läuft zum Ende dieser Woche aus. Lediglich in Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 soll es weiterhin nächtliche Ausgangssperren geben, künftig ab 22.00 Uhr - also nur regional. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Videoschalte des Kabinetts in München an.


11.02.2021: Virologe: 35er-Inzidenz könnte bis Anfang März erreicht sein

Aus Sicht des Gießener Virologen Friedemann Weber könnte die von Bund und Ländern angepeilte bundesweite 35er-Inzidenz bereits Anfang März erreicht werden. "Ich kann mir vorstellen, dass man bis dahin auf den Zielwert von 35 kommt - wenn sich alle weiter an die verordneten Maßnahmen halten", sagte Weber am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Am Donnerstagmorgen lag die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) laut RKI bundesweit noch bei 64,2. 


11.02.2021: WHO Europa sieht Rückgang von Corona-Zahlen - "Immer noch zu hoch"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht positive Entwicklungen bei den Corona-Zahlen in Europa. Auch wenn wöchentlich mehr als eine Million neue Fälle gemeldet würden, gingen die Neuinfektionszahlen in der europäischen WHO-Region insgesamt seit vier Wochen in Serie zurück, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag auf seiner Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Auch die Zahl der neuen Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen habe sich zwei Wochen nacheinander verringert. Dennoch machte Kluge klar: "Die Zahlen, die wir sehen, sind immer noch zu hoch."

Kluge wies darauf hin, dass diese Rückgänge eine zunehmende Anzahl an Ausbrüchen von besorgniserregenden Virus-Varianten verdeckten. Voreilige Entschlüsse müssten deshalb vermieden werden. Die meisten europäischen Länder blieben weiterhin gefährdet. 

"Im Moment ist da ein schmaler Grat zwischen der Hoffnung eines Impfstoffes und einem falschen Gefühl der Sicherheit", sagte Kluge. Zu häufig habe man gesehen, dass Staaten ihre Corona-Maßnahmen zu früh gelockert und man damit hart erarbeitete Errungenschaften wieder verloren habe. Angesichts der neuen Virus-Varianten müsse man alles daran setzen, Übertragungen zu verringern und zu verzögern.


11.02.2021: 10.237 Corona-Neuinfektionen und 666 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 666 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Donnerstag vergangener Woche hatte das RKI 14.211 Neuinfektionen und 786 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 64,2. 

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.310.233 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 11.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.087.600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 63.635. 

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,82 (Vortag 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

11.02.2021: Corona-Zwangsmaßnahmen: Deutschland verschärft Reisewarnung für China

Mit dem Hinweis auf mögliche drastische Maßnahmen Chinas im Kampf gegen das Coronavirus hat die Bundesregierung ihre Reisehinweise für die Volksrepublik verschärft. "Personen mit auskurierter Covid-19-Erkrankung werden, trotz negativer PCR- und IgM-Antikörpertests und grünem QR-Code, bei Einreise in sofortige mehrwöchige Krankenhausquarantäne überführt und weitreichenden Untersuchungen unterzogen", war am Donnerstag auf der Webseite des Auswärtigen Amtes zu lesen. 

Dies könne auch Personen betreffen, "die aufgrund einer unentdeckten Erkrankung an Covid-19 noch Antikörper aufweisen". Gleiches könne für Reisende gelten, die mit demselben Flug einreisen wie eine Person, die positiv auf Covid-19 getestet werde. "Medizinische Maßnahmen der chinesischen Seite sind invasiv und beinhalten neben teils täglichen Blutentnahmen häufig auch Computertomografie-Aufnahmen." Von nicht notwendigen Reisen nach China werde "abgeraten", heißt es weiter. 

Die Verschärfung folgte auf in Peking kursierende, offiziell unbestätigte Informationen über die Einweisung von Einreisenden mit einem positiven Antikörper-Test, der eigentlich auf eine überwundene Erkrankung und eine mögliche Immunität hinweist. In diplomatischen Kreisen war auch von einem Fall zu hören, wobei sogar ein Reisender mit Antikörpern durch eine Impfung Probleme bekommen haben soll. 

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete von einem Bundesbürger, der im Januar nach China eingereist sei und dabei angegeben habe, zuvor eine Covid-19-Erkrankungen überwunden zu haben. Er werde wegen eines positiven IgG-Antikörper-Tests seit Mitte Januar in einem Krankenhaus festgehalten. Der Zeitung berichtete von weiteren Fällen eines Bundesbürgers und einer Person aus einem anderen Staat. 


10.02.2021: Weitere Öffnungsschritte erst bei stabiler Inzidenz von höchstens 35

Bund und Länder sehen die Möglichkeit für weitergehende Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie erst bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Dann sollten der Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen wieder aufmachen können, wie aus dem Beschlusspapier vom Mittwoch hervorgeht.


10.02.2021: Öffnung von Friseursalons ab 1. März 

Friseurbetriebe können bei strikter Einhaltung von Hygiene-Auflagen ungeachtet der Lockdown-Verlängerung am 1. März wieder öffnen. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten am Mittwoch bei ihrer Videokonferenz vereinbart und mit der Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene begründet. Das geht aus ihrem Beschlusspapier hervor.


10.02.2021: Länder sollen selbst über Schulöffnungen entscheiden 

Für die Öffnung der Schulen nach der weitgehenden Schließung im Corona-Lockdown wird es keine bundesweit einheitliche Regelung geben. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderregierungschefs vereinbarten bei ihrer Videokonferenz am Mittwoch vielmehr, dass darüber die Länder im Rahmen ihrer Kultushoheit selbst entscheiden. Das geht aus ihrem Beschlusspapier hervor.


10.02.2021: Bund und Länder beschließen Verlängerung des Lockdowns 

Der bis Mitte Februar befristete Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland soll weitgehend bis zum 7. März verlängert werden. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderregierungschefs am Mittwoch bei ihrer Videokonferenz vereinbart, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.


10.02.2021: Baden-Württemberg will Kitas und Grundschulen am 22. Februar öffnen

Baden-Württemberg will Kitas und Grundschulen nach den Faschingsferien am 22. Februar schrittweise wieder öffnen. Wenn die Infektionszahlen es zulassen, solle der grundsätzlich verlängerte Corona-Lockdown an dieser Stelle wie geplant gelockert werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochabend in Stuttgart.

Zuvor hatten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen darauf verständigt, dass die Länder selbstständig und ohne bundesweite gemeinsame Vorgaben über die Öffnung von Schulen und Kitas entscheiden können. Kanzlerin Angela Merkel hatte darauf gedrungen, erst zum 1. März Kitas und Grundschulen wieder zu öffnen. Das wollten sich die Länder jedoch nicht vorschreiben lassen. 

Der wichtige Corona-Richtwert, die Sieben-Tage-Inzidenz, nähert sich im Südwesten derweil der Schwelle 50. Wie das Landesgesundheitsamt am Mittwoch mitteilte, wurden in den vergangen sieben Tagen 55,9 neue Infektionsfälle je 100.000 Einwohner registriert.


10.02.2021: Öffnung für Friseure ab 1. März in Sicht

Bei den Verhandlungen von Bund und Ländern zur Corona-Krise zeichnet sich die Wiederöffnung für Friseure ab dem 1. März ab. Auf Druck von Kanzlerin Angela Merkel haben die Ministerpräsidenten am Mittwoch bei ihrer Videoschalte zur Corona-Krise den zunächst angepeilten Termin 22. Februar noch einmal nach hinten verschoben. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach übereinstimmenden Teilnehmerangaben aus der Sitzung. Zur Begründung hieß es demnach, dass man glaube, dann bei den Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner unter der kritischen Marke von 50 zu liegen.

Ein finaler Beschluss zu dem Lockerungsplan steht dem Vernehmen nach aber noch aus. Zur Begründung für die Lockerungspriorität für Friseure hieß es in den Arbeitspapieren von Bund und Ländern: "Vor dem Hintergrund der Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene und der jetzt bereits seit längerem bestehenden Schließung erscheint es erforderlich, die Inanspruchnahme zu ermöglichen, da erhebliche Teile der Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen, auf diese angewiesen sind."


10.02.2021: Schulbetrieb in Erfurt startet wieder 

Die Notbetreuung an den Schulen sowie der Präsenzunterricht für die Abschlussklassen starten am Donnerstag in Erfurt wieder. Das habe das Schulamt Mittelthüringen entschieden, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. "Unser Amt für Gebäudemanagement hat die Schneelast auf den Dächern der Schulgebäude geprüft und abgesichert, dass alle Rettungswege frei sind", sagte Erfurts Bürgermeisterin Anke Hofmann-Domke.

Es seien auch ausreichend große Bewegungszonen auf den Schulhöfen gewährleistet. Diese seien nicht zuletzt wegen der Bestimmungen zum Infektionsschutz notwendig. "Es musste zunächst sichergestellt werden, dass die Kinder sich gefahrlos draußen aufhalten können", erklärte Hofmann-Domke.


10.02.2021: Merkel schlägt höhere Impfpriorität für Lehrer und Erzieher vor 

Kanzlerin Angela Merkel hat sich bei den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Coronakrise dafür eingesetzt, dass Lehrer und Erzieher eine höhere Priorität beim Impfen erhalten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern schlug Merkel am Mittwoch in der Runde mit den Ministerpräsidenten der Länder eine entsprechende Prüfung vor.

Angesichts der bevorstehenden Schulöffnungen habe die Kanzlerin in der Ministerpräsidentenkonferenz darauf hingewiesen, dass gerade Erzieherinnen und Erzieher keine Möglichkeit hätten, die notwendigen Abstände einzuhalten, hieß es weiter. Deshalb müsse geprüft werden, wann Erzieher und Lehrer so in die Reihenfolge eingefügt werden könnten, dass sie bald geimpft werden könnten.


10.02.2021: Trotz Fragezeichen: WHO empfiehlt Einsatz von Astrazeneca-Impfstoff

Trotz Berichten über Schwächen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den weiteren Einsatz. Erste Studien aus Südafrika zeigten zwar deutlich weniger Wirksamkeit, um relativ milde Krankheitssymptome zu verhindern, sagte Alejandro Cravioto, der Vorsitzende eines Expertenrats, der die WHO in Impffragen berät. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass der Impfstoff nicht gegen schwere Verläufe von Covid-19 schütze. Der Rat empfahl deshalb, den Impfstoff weiter einzusetzen. Die WHO schloss sich der Empfehlung an.

«Die Studienergebnisse aus Südafrika sind wichtig, aber nicht eindeutig», sagte die WHO-Impfexpertin Kate O'Brien. Unstrittig sei, dass der Astrazeneca-Impfstoff gegen andere Virusvarianten sehr effektiv sei. Deshalb würden viele Länder von dem Einsatz profitieren, denn die südafrikanische Variante des Virus, B 1351, sei längst nicht in allen Ländern verbreitet.

Selbst dort, wo die südafrikanische Variante vorkomme, gebe es keinen Grund, den Impfstoff nicht einzusetzen, sagte Cravioto. Es sei bei allen Impfstoffen üblich, dass die Wirksamkeit bei relativ milden Krankheitsverläufen weniger deutlich sei als bei schweren Verläufen, sagte O'Brien. «Es ist plausibel zu erwarten, dass dieser Impfstoff gegen schwere Krankheitsverläufe wirksam ist.» Zudem sei die für eine Immunantwort wichtige Reaktion der T-Zellen stark.


10.02.2021: Zu vage: OVG kippt Maskenpflicht im Umfeld des Einzelhandels in NRW

Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen hat die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske im Umfeld des Einzelhandels gekippt. Das OVG lehnte am Mittwoch zwar den Eilantrag einer Frau aus Gelsenkirchen gegen die generelle Maskenpflicht ab. Laut Mitteilung gab das Gericht der Frau aber in einem Punkt Recht. Die derzeit gültige Coronaschutzverordnung schreibt das Tragen von Alltagsmasken im Umfeld des Einzelhandels vor. Damit sind Parkplätze vor Lebensmittelgeschäften oder Wege zum Geschäft gemeint. Der Begriff "unmittelbares Umfeld" ist dem OVG aber zu vage. Daher setzte es die Verordnung in diesem Punkt vorläufig außer Vollzug. Der Beschluss ist nicht anfechtbar (Az.: 13 B 1932/20.NE).

Der Wortlaut in der Verordnung lasse mehrere Auslegungen zu. So könnte ein Radius von wenigen Metern um den Eingangsbereich gemeint sein, aber auch ein größerer Bereich mit einem Umfeld von 50 Metern wie beim Verzehrverbot beim Außer-Haus-Verkauf. Der 13. Senat des OVG kritisiert, das diese Unklarheit besonder schwer wiege, weil ein Verstoß gegen diese Maskenpflicht ein Bußgeld zur Folge haben könne.


10.02.2021: Tirol hat aktuell geringste Inzidenz in Österreich - Salzburg oben 

In Tirol sind die Corona-Neuinfektionen trotz der dort aufgetretenen Südafrika-Mutante aktuell so gering wie nirgends in Österreich. Die Sieben-Tage-Inzidenz liege dort bei rund 80, teilte die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) am Mittwoch mit.

Die Zahl der aktiven Fälle sei leicht auf 1088 gesunken; in der Landeshauptstadt Innsbruck würden noch 177 aktive Fälle gezählt. Auch in den Krankenhäusern ist den Angaben des Landes zufolge die Lage stabil. Nach jüngsten Auswertungen sei in Tirol von derzeit 139 aktiv Positiven bei allen bestätigten Fällen und Verdachtsfällen der Südafrika-Variante auszugehen.

Von Freitag an gelten für Tirol strenge Reisebeschränkungen. Zehn Tage lang dürfen Menschen das Bundesland nur noch mit negativem Coronatest verlassen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Aktuell wesentlich schlechter ist die Corona-Lage im Bundesland Salzburg, das ebenfalls an Bayern grenzt. Mit 131,8 Fällen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tage weist das Bundesland zur Zeit den österreichweit höchsten Wert auf.


10.02.2021: Schweiz weitet Quarantänepflicht aus: Sachsen-Anhalt und Brandenburg 

Reisende aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg müssen nach einer Einreise in die Schweiz demnächst in die Corona-Quarantäne. Das Bundesamt für Gesundheit hat am Mittwoch die Liste mit Risikogebieten aktualisiert. Sie gilt ab 22. Februar. Zuvor waren bereits Thüringen und Sachsen darauf. Sachsen wird von der neuen Liste gestrichen.

Wer sich in den zehn Tagen vor der Einreise in die Schweiz in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg aufgehalten hat, muss sich bei den Behörden melden, zehn Tage in Quarantäne und darf das Haus oder die Ferienwohnung nicht verlassen. Ab dem 7. Tag kann die Quarantäne mit einem negativen Corona-Test abgekürzt werden.

Einreisende aus allen anderen Bundesländern müssen sich lediglich elektronisch registrieren. Wer mit dem Flugzeug anreist, muss vor dem Einchecken zudem einen negativen PCR-Test vorzeigen.

Ausschlaggebend für die Schweizer Risikoliste ist die 14-Tages-Inzidenz. Wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einem Gebiet um 60 höher liegt als in der Schweiz, kommt das Land oder die Region auf die Liste.


10.02.2021: Israel peilt Impfausweis noch im Februar an

Israel peilt in der Coronakrise die Ausgabe sogenannter Grüner Ausweise für Geimpfte ab dem 23. Februar an. Dies sagte Gesundheitsminister Juli Edelstein am Mittwoch dem Nachrichtenportal "ynet". Mit dem Impfnachweis soll es dem Bericht zufolge zunächst möglich sein, bestimmte Hotels, Fitnessstudios und andere Freizeiteinrichtungen zu besuchen. Auch Genesene, bei denen von einer Immunisierung ausgegangen wird, sollten ihn erhalten.

Die Regierung will eine App auf den Markt bringen, in der die Impfung oder die Genesung von einer Corona-Erkrankung dokumentiert werden. In der App sollen dem Bericht zufolge ebenfalls Testergebnisse für 72 Stunden hinterlegt werden, so dass auch über diesen Weg Lockerungen von den Corona-Regeln wahrgenommen werden können.


10.02.2021: Das vierte Berliner Impfzentrum ist seit Mittwoch in Betrieb

Das vierte Impfzentrum in Berlin ist am Mittwoch eröffnet worden. Es ist im Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel untergebracht, der seit Anfang November nicht mehr genutzt wird. "Wir starten heute mit den Impfungen", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Mittwochmorgen beim Besuch in Tegel. In dem Impfzentrum soll der neue Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca zum Einsatz kommen.

Anders als die Präparate der Hersteller Biontech-Pfizer und Moderna wird das neue Mittel allerdings nur Menschen unter 65 Jahren gespritzt. Das neue Impfzentrum kommt deshalb für ältere Berlinerinnen und Berliner nicht infrage. Stattdessen solle sich dort medizinisches und Pflegepersonal impfen lassen, sagte Kalayci, die ausdrücklich dafür warb, diese Gelegenheit zu nutzen.


10.02.2021: Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise haben begonnen 

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder sind am Mittwoch zu Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zusammengekommen. Vor der Videoschalte zeichnete sich eine Verlängerung des vorerst bis 14. Februar vereinbarten Lockdowns ab. In einem am Morgen vom Kanzleramt an die Länder verschickten Beschlussentwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag, wird der 14. März als neues Enddatum vorgeschlagen. Wie es aus Teilnehmerkreisen heißt, soll die Mehrheit der Länderchefs indes eine Lockdown-Verlängerung bis zum 7. März präferieren. Was am Ende beschlossen wird, ist offen. 

Ein Schwerpunkt in den Beratungen dürften die Pläne mehrerer Länder sein, Kitas und Schulen möglichst rasch wieder schrittweise zu öffnen. Laut Beschlussentwurf, der nach dpa-Informationen zwischen dem Kanzleramt, Bayern und Berlin als Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vorabgestimmt ist, sollen die Länder eigenständig darüber entscheiden. Eine Ausnahme vom Lockdown könnte es demnach für Friseure geben, die unter strikten Hygiene-Auflagen bereits früher wieder öffnen könnten.

Weite Teile des Einzelhandels, Friseure, Kosmetiksalons sowie viele Schulen und Kitas sind im Zuge des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie seit 16. Dezember geschlossen. Restaurants, Museen, Kinos, Theater, Freizeit- und Sporteinrichtungen mussten bereits Anfang November für Publikum schließen.


10.02.2021: Klinikum Karlsburg verlängert Aufnahmestopp 

Nach mehreren Corona-Infektionen nimmt das Klinikum Karlsburg bei Greifswald weiterhin keine neuen Patienten auf. Man gehe derzeit davon aus, dass man ab kommender Woche Dienstag wieder erste Patienten nach Dringlichkeit aufnehmen und auch wieder an der Notfallversorgung der Region teilnehmen könne, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. Der Aufnahmestopp war zuvor bis Mittwoch dieser Woche verhängt worden.

"Das Infektionsgeschehen hat sich stabilisiert und ist rückläufig: Die meisten der seit Ende Januar positiv getesteten Patienten und Mitarbeiter sind nicht erkrankt und ohne Symptome", wird Klinikdirektor Wolfgang Motz zitiert. Ein Normalbetrieb sei aber noch nicht wieder möglich, da sich viele Mitarbeiter derzeit in Quarantäne befänden. 53 Mitarbeiter und 21 Patienten wurden demnach seit Ende Januar positiv auf Covid-19 getestet. Das Klinikum ist auf Herz- und Diabetespatienten spezialisiert und betreut rund 10.000 Patienten pro Jahr stationär.


10.02.2021: Mehr als eine Million Menschen in Deutschland zwei Mal geimpft

Rund sechs Wochen nach dem Impfstart in Deutschland haben rund 2,4 Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das neue Coronavirus erhalten. Rund 1,1 Millionen Bundesbürger bekamen darüber hinaus den zweiten Piks für den Schutz vor Sars-CoV-2. Das geht aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervor. 

Die Impfungen sind bisher allein für Risikogruppen vorgesehen, die ein besonders hohes Erkrankungsrisiko haben. Unter den Immunisierten sind bundesweit rund 365 140 Pflegeheimbewohner, die durch die zweite Dosis einen Impfschutz aufbauen können. Mehr als eine halbe Million Menschen erhielten die zweite Impfung aufgrund ihres Berufs, zum Beispiel im Bereich Pflege.


10.02.2021: Hoher Anteil der britischen Variante in tschechischer Grenzregion

Die britische Coronavirus-Variante breitet sich weiter in Tschechien aus. Doch neue Untersuchungen haben extreme regionale Unterschiede aufgezeigt, wie die staatliche Gesundheitsbehörde SZU am Mittwoch bekanntgab. Demnach lag der Anteil der ansteckenderen Variante im Bezirk Trutnov (Trautenau) im Dreiländereck zu Polen und Sachsen bereits bei rund 60 Prozent der sequenzierten Proben. Im benachbarten Bezirk Nachod waren es 45 Prozent. In Prag habe der Anteil der britischen Mutante bei weniger als zehn Prozent gelegen.


10.02.2021: Aussicht auf Corona-Impfung für Menschen über 60 bis Ende Juni

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland gibt es mehr Klarheit darüber, bis wann die einzelnen Bevölkerungsgruppen in den kommenden Monaten geimpft sein könnten. So können alle drei Gruppen, die vorrangig geimpft werden, bis Ende Juni mindestens die erste der zwei nötigen Impfung bekommen. Das geht aus einer neuen Übersicht aus dem Bundesgesundheitsministerium hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Voraussetzung ist, dass die Hersteller ihre in Aussicht gestellten Impfstoffmengen auch liefern. 

Damit könnten unter anderem alle Menschen über 60 Jahren, Lehrer, Erzieher, Polizisten und Beschäftigte in Supermärkten bis dahin eine Impfung bekommen. Wenn vorher noch weitere Impfstoffe zugelassen werden oder sich nicht alle impfen lassen wollen, könnte die Schwelle früher erreicht sein. 

Die Modellierung von Impfszenarien hatte das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) für die Regierung nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern am 1. Februar erstellt. 


10.02.2021: 8072 Corona-Neuinfektionen und 813 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 8072 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 813 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht.

In diesen aktuellen Zahlen sollten auch 600 Nachmeldungen von Neuinfektionen aus Nordrhein-Westfalen enthalten sein, die laut RKI am Vortag gefehlt hatten. Vor genau einer Woche hatte das RKI 9705 Neuinfektionen und 975 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 68. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.299.996 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 10.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 62.969. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.073.100 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,82 (Vortag 0,89). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


09.02.2021: Corona-Mutationen in Tirol: Ausreise zunächst nur noch mit Test

Österreich verhängt im Ringen gegen eine Ausbreitung der Corona-Mutationen nun doch schärfere Maßnahmen in Tirol. Aus dem Bundesland sei - von Osttirol abgesehen - vom kommenden Freitag an für zehn Tage eine Ausreise nur noch mit negativem Coronatest möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien.


09.02.2021: Lockdown-Ende: Corona-Stufenpläne der Länder als Blaupause?

Bund und Länder kommen an diesem Mittwoch zusammen, um das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu besprechen. Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen haben vorab Stufenpläne entworfen. Vor allem die binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner sind für sie entscheidend, also die 7-Tages-Inzidenz. Die Pläne könnten als Orientierung für ein bundesweites Regelwerk dienen. Ein Überblick:

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Das Öffnungskonzept umfasst vier Stufen. Ein höherer Inzidenzwert ist gleichbedeutend mit einer höheren Stufe und stärkeren Einschränkungen. Beispiel: Liegt die Inzidenz sieben Tage lang unter 100 (Stufe 3), ist ein eingeschränkter Regelbetrieb an Kitas und Wechselunterricht für die Schulklassen 1 bis 6 vorgesehen. Auch Friseure dürften wieder öffnen. Weitergehende Öffnungen sieht der Plan für Inzidenzen konstant unter 50 vor - unter anderem für Schulen, Gaststätten, den Einzelhandel und Fitnessstudios (Stufe 2). Ab einem stabilen Wert unter 35 (Stufe 1) sollen dann auch Theater oder Kinos für alle sowie Bars und Kneipen aufmachen.

NIEDERSACHSEN: Der Plan besteht aus sechs Stufen. Bei einem Wert von unter 10 (Stufe 1) sind private Zusammenkünfte unbegrenzt möglich, in den Schulen findet Präsenzunterricht statt. Auch Geschäfte und Hotels dürfen mit Hygienekonzept öffnen. Liegt der Inzidenzwert zwischen 25 und 50 (Stufe 3), greifen schon strengere Kontaktregeln und etwa Zugangsbeschränkungen für Geschäfte - und Schulen gehen im Falle von Corona-Nachweisen in den Wechselunterricht. Ab der höchsten Stufe (Stufe 6) und einem Inzidenzwert über 200 geht fast nichts mehr.

THÜRINGEN: Vorgesehen sind fünf Stufen. Fällt der Inzidenzwert unter 100 (Stufe 3), werden Kontaktbeschränkungen gelockert und Mitglieder eines Haushalts können sich wieder mit zwei anderen Menschen treffen. Auch der Einzelhandel sowie Gaststätten können unter Auflagen öffnen. Normaler Hotelbetrieb sowie eingeschränkter Regelbetrieb an Schulen ist ab einem Wert unter 50 (Stufe 2) möglich - Bars und Clubs können erst ab Stufe 1 und einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 25 starten.

Die Stufenpläne orientieren sich in erster Linie an der Sieben-Tages-Inzidenz, berücksichtigen aber auch Kriterien wie die Reproduktionszahl (R-Wert), die Dynamik des Infektionsgeschehens, die erreichte Impfquote oder die Auslastung von Intensivbetten.


09.02.2021: Vor den Corona-Beratungen: Lockerungen scheinen nicht in Sicht 

Trotz sinkender Infektionszahlen zeichnen sich vor den Bund-Länder-Gesprächen am Mittwoch keine nennenswerten Lockerungen der Corona-Maßnahmen ab. "Wir kommen nicht umhin, den Lockdown noch einmal zu verlängern", sagte etwa Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) der "Wirtschaftswoche". Sein saarländischer Amtskollege Tobias Hans (CDU) betonte in der "Rheinischen Post". "Momentan sind die Zahlen für große Lockerungen nach wie vor zu hoch."

Am Dienstag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals seit über drei Monaten unter der Schwelle von 75. Mehrere Regierungschefs plädierten daher für Lockerungsperspektive, darunter Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD): "Ich erwarte (...) von der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch, dass wir uns trotz der Unsicherheiten mindestens auf einen gemeinsamen Rahmenplan einigen können, möglichst gekoppelt an Inzidenzen und der Auslastung unserer Intensivmedizin", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Deutschen Presse-Agentur.

Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt erwartet von der Bund-Länder-Runde eine Perspektiventscheidung. Es müsse erklärbare Orientierungspunkte geben, wie angesichts von weiter fallenden Infektionszahlen ein Lockerungsmechanismus aussehen könne, sagte Dobrindt in Berlin. Er sprach sich aber zugleich gegen einen festen Stufenplan für Lockerungen aus, da dieser ein zu starres Korsett sei und nicht ausreichend Flexibilität ermögliche.

Die Regierungschefs der Länder beraten am Mittwochnachmittag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Pandemie, weil die bisherige Lockdown-Frist am kommenden Sonntag ausläuft. In den vergangenen Tagen hatten mehrere Bundesländer bereits für detaillierte Ausstiegspläne geworben, was Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) jedoch ablehnen.

Der FDP-Vorsitzende Christian Linder machte sich ebenfalls für Lockerungen stark. "Es geht nicht darum, sofort alles gleichzeitig zu öffnen. Aber ich bin mir sicher, dass erste Öffnungsschritte möglich wären - bei Kitas und Schulen zum Beispiel, aber auch bei Friseuren und im Handel", sagte Lindner der dpa. Seine Partei präsentierte am Dienstag in Berlin einen Sieben-Stufen-Plan zur Öffnung von öffentlichem Leben, Handel und Schulen. Dabei sollen neben den Fallzahlen auch regionale Werte für die Erkrankung der über 50-jährigen, die Belastung der Krankenhäuser, die Verteilung des Infektionsgeschehens und die Kapazitäten der Gesundheitsämter eingerechnet werden.

Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping warb hingegen für eine strikte Eindämmungsstrategie. Auf Twitter mahnte sie, die Infektionszahlen müssten viel stärker nach unten: "Es gibt bereits eine Mutation, die gegen einen Impfstoff, den von Astrazeneca, immun ist. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine Mutation besteht, die gegen alle immun ist."

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach steht baldigen Lockerungen skeptisch gegenüber. In eigenen Berechnungen komme er zu dem Ergebnis, dass bei derzeitiger Ausbreitung der Mutanten die Fallzahlen nur noch bis Ende Februar sinken dürften, warnte er auf Twitter. Die Bevölkerung erwarte Lockerungen, aber epidemiologisch gesehen "müssten wir sogar verschärfen", weil eine dritte Welle mit "Turbo-Virus" drohe. Die britische und südafrikanische Variante des Coronavirus, die mittlerweile auch in Deutschland nachgewiesen wurden, gelten als deutlich ansteckender.

Kanzlerin Merkel erwartet von den Beratungen mit den Ländern eine Perspektive für Schulen und Kitas, wie sie nach dpa-Informationen im CDU-Präsidium sagte. Auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hält eine baldige Öffnung von Schulen und Kitas für unumgänglich.

"Wir haben noch etwa zehn Wochen, die wir überbrücken müssen. Da kann man nicht die Antwort geben: Es bleibt alles zu", sagte die SPD-Politikerin im NDR. "Wir sehen gerade in sozialen Brennpunkten Verluste an Bildung, depressive Verstimmungen und Vereinsamung."


09.02.2021: Baden-Württemberg plant Ausgangsbeschränkungen für Hotspot-Kreise ab Donnerstag

Das Land Baden-Württemberg will von diesem Donnerstag an nächtliche Ausgangsbeschränkungen für regionale Corona-Hotspots erlassen. Nachdem der Verwaltungsgerichtshof die landesweite Ausgangssperre von 20.00 Uhr bis 05.00 Uhr kassiert hatte, soll es nun nahtlos Beschränkungen in Stadt- und Landkreisen geben, die über dem Schwellenwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche liegen. Das Gesundheitsministerium hat eine entsprechende Vorlage in die Abstimmung mit den anderen Ressorts gegeben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen in Stuttgart.

Hintergrund für das Tempo ist auch, dass man über Fastnacht keine Lücke bei den Ausgangsbeschränkungen lassen möchte. Nach Zahlen des Landesgesundheitsamts vom Montag liegen mittlerweile 18 der 44 Stadt- und Landkreise bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz unter 50. Erstmals seit dem 10. Oktober unterschritt auch die Landeshauptstadt Stuttgart wieder diese Schwelle. Der Verwaltungsgerichtshof hatte verfügt, dass die nächtliche Ausgangssperre im Südwesten zum letzten Mal in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Anwendung finden darf. Das Gericht gab damit dem Eilantrag einer Klägerin aus Tübingen statt.


09.02.2021: Großbritannien schreibt künftig drei Corona-Tests für Reisende vor

Die britische Regierung verschärft in der Coronavirus-Pandemie erneut ihre Reisevorschriften. Menschen, die nach Großbritannien einreisen, müssen künftig neben einem negativen Corona-Test bei der Ankunft zwei weitere Tests während einer zehntägigen Quarantäne vorlegen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in London mit.

Die Tests sollen demnach an Tag zwei und Tag acht der Quarantäne durchgeführt werden. Für die Kosten müssen Reisende selbst aufkommen. Weitere Einzelheiten wollte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstag im Parlament vorlegen. Bereits jetzt muss jeder, der nach Großbritannien einreist, bei seiner Ankunft ein negatives Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 72 Stunden ist.

Mit der Maßnahme will London das Risiko einer Einschleppung von Virus-Mutanten weiter reduzieren. Bereits jetzt gelten strenge Regeln für die Einreise aus 33 vor allem südamerikanischen und afrikanischen Ländern. Nur britische Staatsangehörige und Menschen mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich dürfen aus diesen Ländern noch einreisen. Von kommender Woche an müssen sie ihre Quarantänezeit in einem Hotel verbringen.


09.02.2021: RKI: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erstmals seit drei Monaten unter 75

Erstmals seit mehr als drei Monaten liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 75. So wurden binnen einer Woche 72,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner an die Gesundheitsämter übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen meldete. Die Zahl sinkt seit mehreren Wochen. Das politische Ziel ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von langfristig unter 50.

Binnen eines Tages meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem RKI 3379 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden 481 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.291.924 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 09.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg um 481 auf 62.156. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.057.300 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,94 (Vortag 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


08.02.2021: Österreich spricht Reisewarnung für Tirol aus

Für das österreichische Bundesland Tirol gilt aufgrund der als brisant eingeschätzten Corona-Lage eine Reisewarnung. Das erklärte die österreichische Regierung am Montag in Wien.


08.02.2021: Gericht kippt nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat die coronabedingte nächtliche Ausgangssperre gekippt. Nach dem am Montag veröffentlichten Beschluss muss die Vorschrift in der Corona-Verordnung, die nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 20 Uhr bis 5 Uhr vorsieht, außer Vollzug gesetzt worden. Zum letzten Mal findet sie in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Anwendung. Damit war der Eilantrag einer Klägerin aus Tübingen erfolgreich.


08.02.2021: Merkel: Wollen Strategie für Schulen und Kitas auf den Weg bringen

Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts zurückgehender Corona-Infektionszahlen eine längerfristige Strategie für Schulen und Kitas in Aussicht gestellt. Man wolle bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch eine solche Strategie auf den Weg bringen, sagte Merkel am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern in Online-Beratungen des CDU-Präsidiums. Zugleich habe sie betont, in den nächsten beiden Wochen müssten die Infektionszahlen nochmals gedrückt werden. Merkel mahnte im Zusammenhang mit der Debatte über Lockerungen zur Vorsicht.

Die Kanzlerin sagte nach diesen Informationen weiter, die Infektionswelle sei gebrochen, aber noch kein Bundesland liege unter der Zahl von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Zudem gebe es eine sehr langsame Reduzierung des R-Wertes.

Besorgt äußerte sich Merkel zu der in Südafrika kursierenden Virus-Variante B.1.351, die auch über Großbritannien nach Deutschland komme. Viele Staaten, auch die Bundesrepublik, haben Einreisen aus Südafrika eingeschränkt. 


08.02.2021: Klinik-Mitarbeiter sollen Corona-Prämie von bis zu 1500 Euro bekommen

Besonders belastete Klinikmitarbeiter sollen als Anerkennung in der Corona-Pandemie bis Ende Juni eine Prämie von bis zu 1500 Euro pro Person bekommen. Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus einer Vorlage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für das sogenannte Corona-Kabinett der Bundesregierung an diesem Montag hervor. Die Zeitungen der Funke Mediengruppe hatten zuerst darüber berichtet.

Insgesamt stellt die Bundesregierung dafür 450 Millionen Euro bereit.


08.02.2021: Kein Impftermin geht wegen des Wintereinbruchs verloren

Durch den Wintereinbruch bleibt im Landkreis Mansfeld-Südharz an diesem Montag das Impfzentrum in Sangerhausen geschlossen. Es könne nicht sichergestellt werden, dass angesichts der Wetterverhältnisse genügend Personal für die Impfung gegen das Coronavirus zur Arbeit kommen könne, teilte der Landkreis am Sonntagabend mit. Wer für diesen Montag einen Termin vereinbart habe, solle sich für einen neuen Termin in dieser Woche beim Impfzentrum melden. Auch die Führerscheinstelle und die Zulassungsstelle des Landkreises blieben geschlossen.

Auch das NRW-Gesundheitsministerium hat klargestellt, dass wegen des Wintereinbruchs kein Impftermin verloren geht. Die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen würden trotz der aktuell teils extremen Witterungslage wie geplant am Montag öffnen, betonte das Ministerium am Sonntagabend. "Alle Impfberechtigten, die einen Termin vereinbart haben, können sich dort also wie vorgesehen gegen das Coronavirus impfen lassen." Die Impftermine sollten nach Möglichkeit eingehalten werden. Jedoch können Bürger mit Montagstermin, die sich wegen des Wetters nicht in der Lage sehen, den Termin wahrzunehmen, auch am Dienstag kommen. Sie sollen dann zur gleichen Uhrzeit wie zum ursprünglichen Termin das Impfzentrum aufsuchen, teilte das Ministerium mit.


08.02.2021: 4.535 Corona-Neuinfektionen und 158 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 4535 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 158 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Montag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 5608 Neuinfektionen und 175 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die erfassten Fallzahlen sind an Montagen in der Regel niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 76. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.


07.02.2021: Wenig Hoffnung auf große Corona-Lockerungen

Vor den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch sind keine großen Lockerungen der Corona-Regeln in Sicht. Mehrere Politiker mahnten am Wochenende angesichts der Ausbreitung von Mutationen des Coronavirus noch einmal zu größter Vorsicht. Nach einer neuen Umfrage ist auch jeder zweite Deutsche gegen eine Lockerung des Lockdowns. Unterdessen haben erste Bundesländer Lieferungen des Corona-Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca erhalten. Damit ist bald ein dritter Impfstoff im Einsatz - neben denen von Biontech/Pfizer und Moderna.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte der "Bild am Sonntag": "Wir dürfen uns nicht öffentlich mit Lockerungs-Fahrplänen überbieten." Die Zahl der Neuinfektionen sei derzeit kaum niedriger als Ende Oktober, als der Lockdown begann. Aber Altmaier versuchte, Hoffnungen zu machen: "Ich hoffe sehr, dass wir spätestens zum Frühlingsanfang, spätestens an Ostern, wenn die Sonne scheint und man draußen sitzen und speisen kann, die Pandemie-Welle endgültig gebrochen haben und Öffnungen möglich sind." Er plädierte für ein regionales Vorgehen, je nach Höhe der regionalen Infektionszahlen.

Der Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist bislang bis zum 14. Februar befristet. Am Mittwoch wollen der Bund und die Bundesländer bei einer Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, wie es dann weitergeht. 


07.02.2021: Knapp 8.600 Neuinfektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 8616 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 231 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 11.192 Neuinfektionen und 399 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bei 75,6. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 0,95 (Vortag 0,93).


06.02.2021: Söder warnt vor überstürzten Corona-Lockerungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor den Bund-Länder-Beratungen zum Corona-Kurs vor überstürzten Lockerungen mit der Gefahr eines Rückfalls gewarnt. "Wenn die Zahlen sinken, und das tun sie, dann haben wir mehr Perspektiven, dann gibt es auch Veränderungen und natürlich wieder zu mehr Freiheit und Normalität", sagte Söder am Samstag auf dem CDU-Landesparteitag im niedersächsischen Hildesheim. Lockerungen müssten aber nicht übereilt, sondern in einem moderaten Prozess erfolgen, nötig seien Empathie und Ehrlichkeit gegenüber der Bevölkerung.

Lockerungen zu überstürzen, könne gefährlich werden, wie sich im Nachbarland Tschechien und teils auch in Österreich zeige, sagte Söder, der zu dem weitestgehend online organisierten Parteitag zugeschaltet wurde. "Sicherheit ist - glaube ich - am Ende der beste Ratgeber." Bei der Bewältigung der Corona-Epidemie sei Deutschland im Vergleich mit vielen anderen Ländern der Welt den richtigen Weg gegangen, sagte Söder. "Ich wünsche mir einfach, dass wir diesen Weg jetzt klug und besonnen weitergehen."


06.02.2021: Terminvergabe für Corona-Impfungen läuft noch schleppend

Mit den Corona-Impfungen in Heimen und Krankenhäusern geht es voran - und nun sind es zumeist die Menschen ab 80 Jahren zu Hause, die ebenfalls schnell die Möglichkeit zur Impfung bekommen sollen. Doch neben dem zu knappen Impfstoff bereitet auch die Organisation der Terminvergabe vielen Bundesländern Probleme, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt.

In den meisten Bundesländern werden die Termine über eine Telefon-Hotline und ein Webportal vergeben - vielfach werden aber technische Schwierigkeiten wie Serverüberlastungen kritisiert. Auch die Impfstoff-Knappheit lässt vielerorts die Terminvergabe stocken.

Das Bundesgesundheitsministerium teilte zu einer Überlastung der zentralen Hotline 116 117 auf Anfrage mit, die Terminorganisation sei Ländersache. Der Bund stelle die Informationshotline, die Kapazitäten seien ausreichend. "Allerdings lassen die Länder darüber auch die Weiche für ihre Terminvergabe-Hotline laufen. Das kann temporär zu Engpässen führen", hieß es. 


06.02.2021: 10.485 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10.485 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 689 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Samstag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI.12 321 Neuinfektionen und 794 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bei 77,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,93 (Vortag 0,89). 


05.02.2021: Ministerpräsidenten warnen vor zu raschen Lockerungen

Die Ministerpräsidenten von Hessen und Bayern, Volker Bouffier (CDU) und Markus Söder (CSU), haben Erwartungen auf rasche Lockerungen des coronabedingten Lockdowns gedämpft. "Wir werden besonnen bleiben. Niemand kann erwarten, dass wir jetzt auf einen Schlag sagen: So, das machen wir jetzt wieder wie früher. Das geht nicht. Aber Stück für Stück", sagte Bouffier am Freitagabend bei der Jahresauftakt-Klausur der hessischen Union, die in diesem Jahr coronabedingt online stattfand. "Wir dürfen nicht riskieren, dass wir in vier Wochen dann plötzlich wieder ganz hohe Zahlen haben, weil wir unvorsichtig waren", so Bouffier. "Die Entwicklungen in Portugal und anderen Ländern, die kann man nicht ignorieren." 

Ihm sei bewusst, wie viele Menschen von der Pandemie betroffen seien - von Senioren über Familien bis hin zu Arbeitnehmern und der Wirtschaft, so Bouffier. Zugleich bereiteten aber die Virus-Mutationen Sorgen. Deshalb werde man Stück für Stück vorgehen und immer berücksichtigen, was die Wissenschaft sage. Er bleibe dabei, dass 2021 das Jahr sein müsse, in dem Corona überwunden werden müsse, sagte Bouffier. "Da sind wir auf gutem Weg. Wir haben allen Anlass zur Zuversicht, und wir haben gar keinen Anlass, unvorsichtig zu sein."


05.02.2021: Astrazeneca-Impfstoff gegen britische Mutante wirksam

Der Astrazeneca-Impfstoff ist Wissenschaftlern zufolge auch gegen die zuerst in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante B.1.1.7 wirksam. Das teilte die Universität Oxford mit, die das Vakzin entwickelt hatte. Der Schutz vor einer symptomatischen Infektion sei laut einer bislang nur im Preprint veröffentlichten Studie ähnlich hoch wie bei der bislang vorherrschenden Virusvariante, hieß es in der Mitteilung am Freitag.

Trotzdem wollen sich die Forscher auf eine durch neue Mutationen womöglich notwendige Anpassung ihres Impfstoffs vorbereiten. Man werde "weiterhin die Entstehung neuer Varianten beobachten", so Impfstoffexpertin Sarah Gilbert.

Die Ergebnisse zeigen demnach auch, dass Infizierte, die zuvor mit dem Präparat geimpft wurden, für einen kürzeren Zeitraum ansteckend sind als Nicht-Geimpfte. Das, so die Forscher, könne zu einer Reduzierung der Übertragungsrate führen.


05.02.2021: Corona-Mutante breitet sich in der Slowakei dramatisch aus

Gesundheitsbehörden und Experten in der Slowakei schlagen Alarm, dass sich die sogenannte britische Mutation des Coronavirus dramatisch ausbreite. Der konservativ-populistische Regierungschef Igor Matovic meldete am Freitag auf Facebook einen Anteil der Mutation von rund 71 Prozent aller positiven Testergebnisse vom Mittwoch. Regional wurden auch höhere Werte berichtet.

Die Universitätsklinik der zweitgrößten Stadt Kosice in der Ostslowakei gab am Freitag bekannt, dass der Anteil der Mutation an ihren zuletzt untersuchten Proben bereits auf mehr als 90 Prozent der positiven Testergebnisse angestiegen sei. "Es scheint, dass der Anteil in der Slowakei höher als im Rest der Europäischen Union und auch höher als in Großbritannien ist", erklärte Pavol Jarcuska, der Vorstand der zur Universität Kosice gehörenden Klinik für Infektiologie und Reisemedizin gegenüber der Nachrichtenagentur TASR.


05.02.2021: Mehrheit der Deutschen für schärfere Einreisebeschränkungen

Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich weitere Einreisebeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich insgesamt 51 Prozent für eine Verschärfung der bereits ergriffenen Maßnahmen aus. Davon sind mehr als die Hälfte (29 Prozent aller Befragten) sogar dafür, die Grenzen so weit wie möglich zu schließen. 

Dagegen sind nur acht Prozent für eine Lockerung der Beschränkungen und sieben Prozent für eine komplette Abschaffung. 27 Prozent halten die geltenden Maßnahmen für genau richtig. Acht Prozent machten keine Angaben.

Die Bundesregierung hat die Einreise nach Deutschland in den vergangenen Wochen Schritt für Schritt beschränkt. Für die Einreise aus Corona-Risikogebieten - weltweit mehr als 150 Länder - gelten Test- und Quarantänepflichten. Für 12 Länder mit besonders gefährlichen Virusvarianten wurde in der vergangenen Woche eine weitreichende Einreisesperre erlassen. Fluggesellschaften, Bus-, Bahn- und Schiffsunternehmen dürfen aus diesen Ländern keine Passagiere mehr befördern - mit Ausnahme von deutschen Staatsbürgern, in Deutschland lebenden Ausländern und Transitpassagieren.


05.02.2021: Bald Testpflicht oder Impfnachweis für Flugpassagiere?

Passagiere sollten nur noch mit einem negativen Corona-Test ein Flugzeug betreten dürfen - mit diesem Vorschlag will der Reiserechtler Philipp Kadelbach den darniederliegenden Luftverkehr schnell wieder in Schwung bekommen.

"Wenn sich alle Passagiere vor einem Flug auf Corona testen lassen müssen, hilft das dabei, das Vertrauen in die Sicherheit des Flugbetriebes wiederherzustellen", sagte der Gründer des Fluggastrechtportals "Flightright" am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Aus seiner Sicht würden bereits Antigen-Schnelltests ein ausreichendes Maß an Sicherheit bringen, sagte Kadelbach. Das sei logistisch für die Fluggesellschaften zwar eine Herausforderung, aber durchaus zu bewältigen. Die Kosten für Schnelltests am Flughafen könnten bereits im Reisepreis enthalten sein.

Der Flightright-Manager sprach sich zudem dafür aus, dass bereits geimpfte Personen ebenfalls an Bord kommen dürften - möglicherweise auch ohne Test, wenn nachgewiesen ist, dass sie das Coronavirus nicht weiter übertragen können.

Zu einem späteren Zeitpunkt könnten Fluggesellschaften vor einer Beförderung obligatorisch einen Impfnachweis verlangen. «Aus unserer Sicht lässt sich das in einer solchen Ausnahmesituationen zeitlich befristet in den Geschäftsbedingungen verankern», meinte Kadelbach.


05.02.2021: Laut Spahn Augenmaß bei Weg aus der Pandemie gefragt

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zu Augenmaß bei einem Weg aus dem Lockdown in Deutschland aufgerufen. Der zuletzt mühsam erreichte Fortschritt bei den Infektionszahlen dürfe nicht leichtfertig verspielt werden, sagte er am Freitag in Berlin und wies erneut auf die Gefahr durch Virusmutationen hin. "Wenn wir diesen Mutationen die Möglichkeit zur Ausbreitung geben würden, riskierten wir einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen", sagte Spahn. Sobald geöffnet werden könne, solle dies zuerst bei Kitas und Schulen geschehen.

Der Gesundheitsminister betonte: "Wir haben jetzt die Mittel, das Virus zu besiegen - nicht sofort, aber im Laufe des Jahres." Inzwischen seien knapp drei Millionen Impfdosen verabreicht worden, mehr als 800 000 Bürger hätten schon die zweite Impfdosis erhalten. Fast 80 Prozent der Bewohner von Pflegeheimen habe bereits eine erste Impfung bekommen.


05.02.2021: Wegen Mutationen - Merkel will noch abwarten

Knapp eine Woche vor dem nächsten Corona-Treffen von Bund und Ländern ist die weitere Strategie nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) noch offen. Was bei den Beratungen am nächsten Mittwoch herauskommen werde, könne sie noch nicht sagen, sagte Merkel am Donnerstagabend in einem Interview der Sender ntv und RTL. "Weil ich mir angucken muss, wie weit ist das britische Virus schon vorgedrungen." Sie warnte vor "falschen Hoffnungen": "Ich sehe ein leichtes Licht am Ende des Tunnels, aber es ist eine unglaublich schwere Zeit."

Bei dem Treffen soll entschieden werden, ob der bislang bis zum 14. Februar befristete Lockdown verlängert wird. Noch zuvor will das Robert Koch-Institut (RKI) nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Ergebnisse vorlegen, wie stark sich die Virus-Mutationen in Deutschland verbreitet haben. Die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante gilt als besonders ansteckend. An diesem Freitag wollen sich Spahn, RKI-Chef Lothar Wieler und der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, zur aktuellen Lage äußern.

Merkel vertrat die Ansicht, der Scheitelpunkt der zweiten Welle sei überschritten. Die Infektionszahlen gingen deutlich herunter, es werde immer mehr geimpft. Allerdings seien Zielwerte noch nicht erreicht. Man wolle am Mittwoch eine Entscheidung, die auch für die Wirtschaft gut sei. "Wenig Infektionszahlen bedeuten auch eine bessere Situation für die Wirtschaft. Das haben alle Untersuchungen gezeigt."


05.02.2021: Bayerische Landkreise an der Grenze mit höchster Inzidenz

Die bayerische Grenzregion zu Tschechien hat bundesweit nach wie vor die höchsten Corona-Neuinfektionszahlen. Nach den am Freitag veröffentlichten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth mit 363,7 Infektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen in Deutschland an der Spitze.

Es folgten laut RKI der Landkreis Hof mit einem Wert von 337,5, die Stadt Hof mit 327,3 und der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge mit 287,7. Unter den zehn Kommunen mit den höchsten Inzidenzwerten bundesweit ist demnach auch der Landkreis Regen mit 217 Infektionen. Alle vier Landkreise grenzen an Tschechien, das von der Pandemie besonders stark getroffen ist.

In vielen anderen Teilen Bayerns entspannt sich derweil die Lage: In 20 Städten und Landkreisen lagen die Zahlen inzwischen unter dem Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - darunter auch in München. Den Wert hatte die Staatsregierung als Zwischenziel angestrebt. Für Bayern meldete das RKI am Freitag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 81,6, 1948 neue Infektionen und 128 Todesfälle.


05.02.2021: Neuer Tageshöchststand an Corona-Toten in den USA

In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion einen neuen Höchstwert erreicht. Am Donnerstag meldeten die Behörden 5078 Todesfälle, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen (MEZ) hervorging. Der bisherige Höchstwert war mit 4466 Toten am 12. Januar verzeichnet worden.

Die Zahl der Neuinfektionen lag laut JHU am Donnerstag bei 119.931. Der bisherige Höchststand neuer Ansteckungen war am 2. Januar mit 300.282 erreicht worden. 

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA bereits mehr als 455.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Allein seit Beginn dieses Jahres sind mehr als 100.000 Todesfälle zu beklagen. Der Universität zufolge gibt es in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, inzwischen mehr als 26,6 Millionen bestätigte Infektionen.


05.02.2021: Debatte über Isolation Tirols hält weiter an

Die Debatte um die Isolation des österreichischen Bundeslandes Tirol wegen der vermehrt aufgetretenen Südafrika-Variante des Coronavirus geht weiter. Die Virologin Dorothee von Laer von der Medizinischen Universität Innsbruck bekräftigte am Freitag ihre Forderung nach einer Quarantäne zumindest für die wohl besonders betroffenen Teile Tirols zwischen Innsbruck und der deutschen Grenze.

Währenddessen müsse intensiv daran gearbeitet werden, diese Variante auf fast null zu bringen, sagte die Expertin im ORF-Fernsehen. "Vor einem Jahr hat die Quarantäne wahnsinnig gut geholfen", erinnerte sie an die Einschränkungen für alle 279 Tiroler Gemeinden im Frühjahr 2020.


05.02.2021: 12.908 Corona-Neuinfektionen und 855 neue Todesfälle gemeldet 

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.908 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 855 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Freitag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 14.022 Neuinfektionen und 839 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bei 79,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.


04.02.2021: Ethikrat gegen Aufhebung von Beschränkungen nur für Geimpfte

Der Deutsche Ethikrat hält es für falsch, die Corona-Einschränkungen für Geimpfte früher zu beenden. Ohnehin müsse erst geklärt werden, ob von geimpften Menschen weiterhin eine Ansteckungsgefahr ausgehe oder nicht, sagte die Vorsitzende des Ethikrates, Alena Buyx, am Donnerstag in Berlin. Eine vorherige individuelle Rücknahme der Maßnahmen nur für Geimpfte wäre auch mit Blick auf die allgemeine Akzeptanz der Maßnahmen nicht richtig. 

Das Befolgen von Regelungen wie Maske-Tragen oder Abstand halten könne man auch Geimpften weiterhin zumuten, wenn das notwendig sei, hält der Rat in seiner Empfehlung "Besondere Regeln für Geimpfte?" fest. Ratsmitglied Sigrid Graumann sagte, es sei beispielsweise in der U-Bahn "nicht zumutbar, dass jemand kontrolliert, wer einen Impfpass dabei hat und wer nicht". Wenn viele U-Bahn-Fahrer ohne Maske unterwegs wären, sei zu befürchten, dass auch die Bereitschaft der anderen Fahrgäste, sich an die Vorschrift zu halten, sinke.

Auf die Frage, ob man von "Privilegien" für geimpfte Menschen sprechen solle, sagte Buyx: "Ich würde mich freuen, wenn man den Begriff nicht mehr benutzen würde." Er sei unpräzise und sorge für eine unnötige Verschärfung der öffentlichen Debatte.

Der Ethikrat plädierte dafür, die zum Schutz vor Covid-19 extremen Kontaktbeschränkungen in Heimen für Senioren, Behinderte oder chronisch Kranke nach der Impfung aufzuheben. Der Verzicht auf gemeinsame Mahlzeiten und andere Isolationsmaßnahmen, die Depressionen und ein rasches Voranschreiten von Demenz begünstigen könnten, sei hier "nur zu rechtfertigen, solange die in solchen Einrichtungen Lebenden noch nicht geimpft sind".

Hier gehe es nicht um Sonderrechte, sondern um die "Rücknahme von der Benachteiligung", betonte Graumann. In den Einrichtungen zum Schutz der Menschen, die nicht geimpft werden könnten oder nicht geimpft werden wollten, weiter alle Maßnahmen aufrechtzuerhalten, wäre nicht mehr angemessen. Die nicht geimpften Bewohner müssten dann mit anderen Maßnahmen wie Schnelltests, FFP2-Masken und Schutzkleidung für Pflegekräfte geschützt werden.

Der Rat betonte, es müsse zwischen staatlichen Maßnahmen und Vorgaben von Unternehmen unterschieden werden. Private Anbieter hätten zwar grundsätzlich Vertragsfreiheit. Wenn es um die "gleichberechtigte Teilhabe am Leben" gehe, sollte es jedoch aus Sicht des Rates keine Ungleichbehandlung geben. Wenn aber beispielsweise nach einer generellen Wiedereröffnung von Konzerthallen ein Veranstalter entscheiden sollte, nur Geimpften den Zugang zu erlauben, so wäre dies durchaus möglich. "Daraus ergibt sich aber keine Impfpflicht durch die Hintertür", betonte Buyx. Schließlich wäre es etwa denkbar dann Tests als Alternative anzubieten. Einen vorgezogenen Zugang zur Impfung für Profi-Sportler, die an internationalen Wettbewerben teilnehmen, lehnte der Rat ab.


04.02.2021: Koalition beschließt Milliardenhilfen für Familien und Unternehmen

Die große Koalition will die negativen Folgen der Corona-Pandemie für Familien, Geringverdiener, Wirtschaft und Kultur mit neuen Milliardenhilfen abfedern. So sollen Familien wie schon im vergangenen Jahr einen Kinderbonus erhalten. Der Zuschlag auf das Kindergeld soll einmalig 150 Euro betragen, wie die Spitzen von CDU/CSU und SPD am späten Mittwochabend nach dem Koalitionsausschuss im Kanzleramt mitteilten. Dieser Bonus soll mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag verrechnet, aber nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden.

Einen einmaligen Corona-Zuschuss von 150 Euro sollen nun auch erwachsene Grundsicherungsempfänger bekommen. Für plötzlich in Not geratenen Selbstständige und Beschäftigte mit kleinen Einkommen wird der erleichterte Zugang in die Grundsicherung bis Ende 2021 verlängert.

Die große Koalition greift zudem Unternehmen mit coronabedingten Verlusten stärker unter die Arme. Durch einen erweiterten Verlustrücktrag sollen sie diese Einbußen in der Steuererklärung umfangreicher als bisher mit Gewinnen aus den Vorjahren verrechnen können. Vorgesehen ist, den Verlustrücktrag zu verdoppeln - auf maximal 10 Millionen Euro beziehungsweise 20 Millionen bei einer Zusammenveranlagung.

Helfen wollen CDU/CSU und SPD auch der besonders hart vom Lockdown betroffenen Gastronomie. So soll für Speisen in Restaurants und Cafés bis Ende 2022 weiter ein verringerter Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent gelten. Ursprünglich war die Regelung bis Ende Juni befristet gewesen.

Weitere Unterstützung erhalten zudem die Kulturschaffenden. Nach dem Beschluss der Koalition wird ein Anschlussprogramm für das Rettungs- und Zukunftsprogramm "Neustart Kultur" mit einer Ausstattung von einer weiteren Milliarde Euro aufgelegt.


04.02.2021: Entsetzen über Corona-Ausbruch nach Wandergruppen-Ausflug

Ein Wanderausflug einer 14-köpfigen Gruppe samt geselligem Beisammensein in einer Hütte hat in Baden-Württemberg einen sprunghaften Anstieg von Corona-Infektionen ausgelöst - und für Entsetzen bei Politikern gesorgt. Der Bürgermeister der Stadt Mühlheim an der Donau, Jörg Kaltenbach (CDU), sagte laut "Bild"-Zeitung: "Die Wanderer stammen aus zehn Haushalten. Niemand aus der Gruppe hat sich an die Corona-Regeln gehalten, wie wir jetzt erfahren haben. Dabei haben sich Beteiligte gegenseitig angesteckt und später andere infiziert. Das muss hart bestraft werden!" Mehrere Medien berichteten über den Vorfall.

Positiv getestete Teilnehmer sollen ihre Quarantäne gebrochen und dann auf der Arbeit weitere Menschen angesteckt haben. In Mühlheim lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Ende vergangener Woche bei fast 1000, seither sank der Wert auf rund 500. Im Landkreis Tuttlingen - dort befindet sich Mühlheim an der Donau - lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche am Mittwoch bei 100,9.

Die Gruppe war am 16. Januar durch das verschneite Donautal gewandert. Stefan Bär, Landrat des Landkreises Tuttlingen, sagte in einer am Freitag veröffentlichten Video-Botschaft auf Facebook: "Aus dieser Wanderung sind - Stand heute - bereits 25 positive Fälle hervorgegangen." Es sei einer der massivsten Verstöße gegen die Corona-Verordnung bisher. Das Verhalten sei rücksichtslos gewesen "und grenzt an Selbstherrlichkeit".


04.02.2021: 14.211 Corona-Neuinfektionen und 786 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14 211 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 786 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 17.553 Neuinfektionen und 941 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bei 80,7. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.252.001 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 04.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 59.742. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.991.000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,83 (Vortag 0,85). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


03.02.2021: Virologin: Teile Tirols möglicher Hotspot für Südafrika-Mutation

In Österreich mehren sich nach Ansicht einer Virologin die Anzeichen, dass Teile des Bundeslands Tirol ein Schwerpunkt bei der Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante sind. Laut den jüngsten Zahlen von Ende vergangener Woche dürften dort derzeit in etwa die Hälfte der durch eine Mutation verursachten Infektionen auf diese Variante zurückgehen, sagte die Virologin Dorothee von Laer von der Medizinischen Universität Innsbruck der Zeitung "Der Standard" (Mittwoch). 80 Prozent der Neuinfektionen würden vom ursprüngliche Virus verursacht, jeweils zehn Prozent von der britischen oder der südafrikanischen Variante. 


03.02.2021: Astrazeneca-Impfstoff wohl auch wirksam gegen Virus-Übertragung

Der Impfstoff des britischen Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford soll ersten Erkenntnissen zufolge auch gegen die Übertragung des Coronavirus wirken. PCR-Tests bei einer zufälligen Stichprobe aus entsprechend Geimpften in Großbritannien hätten gezeigt, dass der Impfstoff die Übertragung um rund 67 Prozent verringere, sagte Astrazeneca-Forschungschef Mene Pangalos am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Zuvor war nur die Wirkung gegen eine Covid-19-Erkrankung festgestellt worden.

Die genannte Zahl bezieht sich auf jene, die eine erste Impfdosis hinter sich haben. Unter Getesteten, die auch die zweite Dosis schon hinter sich haben, konnte hingegen lediglich eine Verringerung der Wirksamkeit um knapp 50 Prozent festgestellt werden. "Selbst 50 Prozent sind eine signifikante Verringerung", sagte Pangalos. Laut Andrew Pollard von der Universität Oxford könnte die Differenz an der unterschiedlichen Zusammensetzung der relativ kleinen Stichproben liegen. "Dazu müssen wir noch weitere Analysen anstellen", räumte Pollard ein. 

Astrazeneca belegte mit neuen Untersuchungen zum Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung außerdem, dass rund zwölf Wochen Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfdosis bei dem eigenen Impfstoff wohl positive Auswirkungen auf dessen Wirksamkeit haben. Zwischen dem 22. und dem 90. Tag nach der ersten Impfdosis soll die Schutzwirkung des Vakzins demnach nicht nachlassen. Die Wirksamkeit gegen eine Erkrankung an Covid-19 wird in dieser Zeit von Astrazeneca mit 76 Prozent angegeben. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte die Wirksamkeit des Vakzins mit rund 60 Prozent angegeben. Grund für diese Differenz ist, dass unterschiedlich viele Daten aus den klinischen Studienphasen in die Berechnung einfließen.


03.02.2021: Ticketverkäufer will künftige Konzertbesuche nur mit Impfung

Der Ticketverkäufer und Konzertveranstalter CTS Eventim will eine Corona-Impfung zur Voraussetzung für die Teilnahme an Veranstaltungen machen. "Wenn es genug Impfstoff gibt und jeder sich impfen lassen kann, dann sollten privatwirtschaftliche Veranstalter auch die Möglichkeit haben, eine Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen zu machen", sagte Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg der "Wirtschaftswoche". Das Unternehmen habe bereits seine Systeme so eingerichtet, dass diese auch Impfausweise lesen könnten.

In Schleswig-Holstein hat das Gesundheitsministerium CTS Eventim mit der Vergabe von Impfterminen beauftragt. Für das Unternehmen ist das ein neues Geschäftsfeld in Zeiten, in denen durch die Corona-Beschränkungen die Veranstaltungsbranche weitgehend brach liegt. Mit anderen Bundesländern sei man im Gespräch für eine Zusammenarbeit, wenn mehr Impfstoff verfügbar sei, so Schulenberg.

"Je schneller die Bevölkerung geimpft ist, desto schneller können auch Veranstaltungen wieder stattfinden." Vor allem gehe es aber darum, "einen Beitrag zu leisten, damit wir alle diese Pandemie baldmöglichst überwinden", sagte er.


03.02.2021: Maskenpflicht gilt in Berlin künftig auch im Auto

In Berlin gilt künftig wegen Corona auch eine Maskenpflicht im Auto. Ausgenommen sind der Fahrer und bei Fahrten im privaten Wagen die Mitglieder des eigenen Haushalts. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen, wie der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung mitteilte.

Vorgeschrieben ist eine medizinische Maske so wie beim Einkaufen und bei Fahrten im ÖPNV. Die neuen Regeln betreffen auch Versammlungen in Form eines Autokorsos und sollen in den kommenden Tagen in Kraft treten. Die aktuelle Infektionsschutzverordnung wird entsprechend angepasst.

Müller sagte, ein Nachschärfen der Verordnung sei an dieser Stelle nötig gewesen. Die Corona-Infektionszahlen in Berlin seien rückläufig. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber wir wollen dranbleiben, wir werden nicht übermütig."


03.02.2021: Drosten: Bis Ostern nicht viel Bevölkerungsschutz durch Impfungen 

Eine Woche vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie hat der Virologe Christian Drosten erneut eindringlich vor zu frühen Lockerungen der Beschränkungen gewarnt. "Für die Zeit bis Ostern können wir noch nicht viel an Bevölkerungsschutz durch die Impfung erwarten", sagte der Charité-Wissenschaftler im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info vom Dienstag. Am Mittwoch kommender Woche wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten darüber entscheiden, ob der zunächst bis 14. Februar befristete Lockdown verlängert wird.

Kanzlerin Merkel lehnt eine Lockerung des Lockdowns ab. Sie bitte alle Menschen, "noch eine Weile durchzuhalten", sagte die CDU-Politikerin am Dienstag in der ARD-Sendung "Farbe bekennen". Zwar gebe es jetzt bundesweit eine Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. "Das ist eine gute Leistung, da waren wir lange nicht. Aber damit haben wir noch nicht wieder die Kontrolle über das Virus durch die Gesundheitsämter."


03.02.2021: 9705 Corona-Neuinfektionen und 975 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9705 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 975 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 13.198 Neuinfektionen und 982 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 82,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.237.790 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 03.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 58.956. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.973.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,85 (Vortag 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


02.02.2021: Thüringen beschließt fünf Tage längeren Lockdown

Thüringens Landesregierung hat die im Freistaat geltenden Lockdown-Regeln um fünf Tage verlängert. Das Kabinett habe in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, die derzeit geltende Corona-Verordnung bis zum 19. Februar in Kraft zu lassen, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag in Erfurt.

Eine Sprecherin des Thüringer Gesundheitsministeriums und ein Sprecher des Bildungsministeriums erklärten, damit blieben alle derzeit geltenden Lockdown-Regeln bis mindestens zu diesem Tag in Kraft. Die meisten Einzelhandelsgeschäfte in Freistaat müssen damit ebenso geschlossen bleiben wie beispielsweise Schulen und Kindergärten. Auch etwa die derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen.


02.02.2021: Berichte: Epidemische Notlage könnte bis Juni verlängert werden

Die Bundesregierung strebt nach Medienberichten an, bis in den Juni hinein den Status einer sogenannten epidemischen Lage von nationaler Tragweite aufrecht zu erhalten und dies per Bundestagsbeschluss entsprechend verlängern zu lassen. Wie das "Handelsblatt" und das Nachrichtenportal "The Pioneer" berichten, sieht das ein entsprechender Entwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium vor.

Der Bundestag hatte eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" erstmalig am 25. März 2020 festgestellt. Im November stellte das Parlament dann im Zuge der Abstimmung über das sogenannte dritte Bevölkerungsschutzgesetz auf Antrag von Union und SPD den Fortbestand der Ausnahmelage erneut fest.

Der Schritt ist laut Infektionsschutzgesetz Grundlage für Corona-Schutzmaßnahmen und Sonderbefugnisse zum Beispiel der Regierung, um im Kampf gegen die Corona-Pandemie Rechtsverordnungen zu erlassen, ohne dass der Bundesrat zustimmen muss. Das können etwa Reiseregeln oder Testvorgaben sein. Normalerweise ist bei den meisten Verordnungen ein Ja der Länderkammer notwendig.


02.02.2021: Seenplatte hebt 15-Kilometer-Regel, Ausgangs- und Einreisesperre auf

Einwohner an der Mecklenburgischen Seenplatte dürfen sich wieder frei bewegen und Auswärtige wieder ihre Zweitwohnungen besuchen. Wie der Landkreis am Dienstag mitteilte, sind die bisher geltenden Verfügungen widerrufen worden. "Damit gelten ab sofort nicht mehr die Ausgangsbeschränkungen in den Nachtstunden, die sogenannte 15-Kilometer-Regelung und die Einreisebeschränkungen", erläuterte Vize-Landrat Kai Seiferth. Damit reagierte der Kreis, wie am Montag schon Vorpommern-Greifswald, auf entsprechende Urteile des Verwaltungsgerichtes Greifswald. Auf den Widerruf habe man sich mit der Landesregierung geeinigt.  

An der Seenplatte galten die strengeren Einschränkungen seit 7. Januar. Seit zwei Wochen liegt der Kreis aber unter dem damals "kritischen Inzidenzwert" von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche. Berliner hatten gegen die Verfügung geklagt. 


02.02.2021: Labore haben ersten Überblick über Corona-Varianten in Deutschland 

Die Labore in Deutschland haben nach Zehntausenden Testungen einen ersten Überblick über die Ausbreitung von Corona-Varianten hierzulande. "Was hier durchs Land schwirrt, ist im einstelligen Prozentbereich", sagte der Laborbetreiber Evangelos Kotsopoulos am Dienstag bei einem Pressegespräch des Verbands der Akkreditierten Labore in der Medizin. Er betonte aber, dass erst seit einer guten Woche gezielt getestet werde und die Zahlen bisher meist aus der Cluster-Nachverfolgung stammten. Sprich: Die Menschen in den Infektionsherden können sich gegenseitig mit mutierten Virus-Varianten infizieren, weswegen eine statistische Verzerrung wahrscheinlich ist. 

Mit speziellen Tests wollen die Labore einen flächendeckenden Überblick über hochansteckende Corona-Mutanten wie die britische Variante B 1.1.7 bekommen. Zu dem Zweck sollen etwa acht bis zehn Prozent aller positiven Corona-Tests mit einem separaten sogenannten PCR-Kit nachgetestet werden. "Das wird hier massiv hochgefahren", sagte Kotsopoulos. Die benötigten Kits gebe es aber erst seit etwas mehr als einer Woche. In der vergangenen Woche seien mehrere Zehntausend PCR-Nachtestungen auf Mutanten durchgeführt worden. Mit einem genauen Ergebnis könne in wenigen Tagen gerechnet werden, hieß es. Auch das Robert Koch-Institut werde dazu einen Bericht veröffentlichen.


02.02.2021: Österreich verschärft Einreise-Bestimmungen - Kein Freitesten mehr 

Österreich verschärft aus Sorge vor der Verbreitung der Coronavirus-Mutationen die Einreiseregeln. Künftig müssten alle Einreisenden, für die keine Ausnahme gelte, beim Grenzübertritt einen negativen Coronatest vorlegen. Obendrein sei eine zehntägige Quarantäne einzuhalten, ein Freitesten nach fünf Tagen sei nicht mehr möglich, sagte Innenminister Karl Nehammer am Dienstag in Wien. 

Pendler müssten sich wie andere Einreisende auch nun online registrieren und einmal in der Woche einen negativen Coronatest vorlegen. Seit Beginn der Grenzkontrollen im Dezember seien drei Millionen Menschen überprüft worden, 200 000 seien in Quarantäne geschickt worden.

Um möglichst jeden Grenzübertritt von Touristen zu verhindern, würden die Kontrollen in Skigebieten verstärkt, so der Innenminister. Zuletzt waren Fälle bekanntgeworden, dass sich Ausländer als Arbeitssuchende ausgegeben hatten, letztlich aber zum Skifahren gekommen waren. Die Strafen für die Verstöße gegen die Hygieneregeln würden deutlich erhöht. Das Nichttragen von FFP2-Masken oder ein Ignorieren des Mindestabstands koste nun jeweils 90 Euro, hieß es.


02.02.2021: Nächstes Bund-Länder-Treffen zu Corona am 10. Februar

Bund und Länder wollen am 10. Februar über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Das aktuelle Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlin, bestätigte den Termin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Im Mittelpunkt der Schaltkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird die Frage stehen, ob der seit 16. Dezember geltende harte Lockdown mit vielen geschlossenen Geschäften und Schulen sowie Kitas im Notbetrieb über den 14. Februar hinaus verlängert wird. Zudem soll bis zu dem Treffen ein "nationaler Impfplan" vorliegen, um mehr Berechenbarkeit und Verlässlichkeit bei den Impfstofflieferungen zu erreichen.


02.02.2021: Rund 131.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA sind binnen 24 Stunden rund 131.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gezählt worden. Das sind rund 20.000 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Dienstagmorgen (MEZ) hervorging.

Zudem starben am selben Tag 1881 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Virus. Der bisherige Höchstwert war am 12. Januar mit 4466 Toten binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Der bisherige Tagesrekord an Neuinfektionen wurde am 2. Januar mit 300.282 neuen Fällen gemeldet.

In dem Land mit seinen rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang rund 26,3 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 443.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.


02.02.2021: Österreich lockert Anti-Corona-Maßnahmen - Handel ab 8. Februar auf

Unter dem Druck der Wirtschaft und vieler Bürger öffnet Österreich nach sechs Wochen Lockdown ab 8. Februar wieder alle Geschäfte. Es gelten allerdings verschärfte Vorsichtsmaßnahmen. "Das Tragen von FFP2-Masken ist Pflicht", sagte Kanzler Sebastian Kurz am Montagabend. Außerdem wird die Zahl der erlaubten Kunden im Handel deutlich verringert. Friseure dürfen wieder Kunden bedienen. Für einen Termin bei den körpernahen Dienstleistungen ist aber ein negativer Test nötig, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. 

Auf vielfachen Wunsch von Eltern werden die Schulen in den Präsenzunterricht übergehen, teils allerdings in einem Schicht-System und mit Corona-Tests. Auch Museen können wieder besucht werden. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bleiben bestehen. 

"Verstehen Sie diese punktuellen Lockerungen nicht als Entwarnung", sagte Kurz. Wenn die Zahlen der Neuinfektionen wieder stiegen, würden die Maßnahmen erneut verschärft. 

Eigentlich hatte die Regierung die Zahl von rund 700 Neuinfektionen am Tag als Ziel ausgegeben, um das öffentliche Leben wieder hochzufahren. In den vergangenen Tagen lag diese Zahl bei durchschnittlich etwa 1300. Am Sonntag hatten trotz eines Versammlungsverbots nach Angaben des Innenministeriums rund 10 000 Menschen in Wien gegen den Corona-Lockdown demonstriert.

Am 15. Februar will die Regierung erneut beraten. Dann gehe es darum, ob eventuell weitere Öffnungsschritte gegangen werden könnten, meinte Kurz. Die Gastronomie, die Hotellerie, alle Tourismusbetriebe und die Theater hoffen auf einen Start in die Saison 2021. Kurz machte aber auch klar, dass bei einem exponentiellen Anstieg der Zahl der Neuinfektionen die Maßnahmen erneut verschärft würden.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt österreichweit bei rund 100 Fällen. Bei einer Verdoppelung dieser Zahl sollten die Alarmglocken wieder läuten, sagte Kurz. Die Impfungen sind im Januar wie in vielen Staaten erst schleppend angelaufen. Bis Ostern hofft das Land, das neun Millionen Einwohner hat, aber darauf, dass eine Million Bürger einen kompletten Impfschutz haben. 


02.02.2021: Verschärfte Einreisebestimmungen für Österreich

Österreich verschärft aus Sorge vor der Verbreitung der Coronavirus-Mutationen die Einreiseregeln. Künftig müssten alle Einreisenden, für die keine Ausnahme gelte, beim Grenzübertritt einen negativen Coronatest vorlegen. Obendrein sei eine zehntägige Quarantäne einzuhalten, ein Freitesten nach fünf Tagen sei nicht mehr möglich, sagte Innenminister Karl Nehammer am Dienstag in Wien.

Pendler müssten sich wie andere Einreisende auch nun online registrieren und einmal in der Woche einen negativen Coronatest vorlegen. Seit Beginn der Grenzkontrollen im Dezember seien drei Millionen Menschen überprüft worden, 200 000 seien in Quarantäne geschickt worden.

Um möglichst jeden Grenzübertritt von Touristen zu verhindern, würden die Kontrollen in Skigebieten verstärkt, so der Innenminister.
Zuletzt waren Fälle bekanntgeworden, dass sich Ausländer als Arbeitssuchende ausgegeben hatten, letztlich aber zum Skifahren gekommen waren. Die Strafen für die Verstöße gegen die Hygieneregeln würden deutlich erhöht. Das Nichttragen von FFP2-Masken oder ein Ignorieren des Mindestabstands koste nun jeweils 90 Euro, hieß es.


02.02.2021: Hoffnung auf spürbar mehr Impfstoff-Nachschub bis zum Sommer 

Nach dem schleppenden Start der Corona-Impfungen in Deutschland kommt mehr dringend erwarteter Nachschub in Sicht. Bis zum Sommer sollen die Impfstoff-Lieferungen deutlich anziehen - im gesamten Jahr könnten es laut einer neuen Schätzung des Bundes bis zu 322 Millionen Dosen werden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigte am Montag nach einem "Impfgipfel" das Ziel, allen Bürgern bis zum Ende des Sommers am 21. September ein Impfangebot zu machen. Nach Ärger über organisatorische Probleme wollen sich Bund und Länder über bevorstehende Lieferungen enger abstimmen. Der Hersteller Biontech kündigte eine Produktionsausweitung an. Auch der Pharmariese Bayer will bald bei der Fertigung eines anderen Präparats mithelfen.

Merkel sagte nach der Videokonferenz, besonders für die Länder sei ein "höchstes Maß an Planbarkeit" wichtig. Den Herstellern sei sehr klar gemacht worden, dass jede voraussagbare Woche gut sei. Es sei aber auch verständlich, dass die Unternehmen nicht mehr zusagen wollten, als angesichts komplexer Prozesse redlich sei. Bund und Länder wollten in einem "nationalen Impfplan" künftig auch bestimmte Annahmen modellieren, um Mengen vorab besser abschätzen zu können.


02.02.2021: 6114 Corona-Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6114 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 861 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6412 Neuinfektionen und 903 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 90. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.228.085 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 02.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 57.981. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.954.000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,88 (Vortag 0,91). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


01.02.2021: "Impfgipfel" von Bund, Ländern und Herstellern hat begonnen

Nach wochenlangen Problemen bei der Lieferung von Corona-Impfstoff sind Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Montag zu einem "Impfgipfel" zusammengekommen. An der Videokonferenz nehmen auch mehrere Bundesminister, Vertreter der Impfstoffhersteller sowie der EU-Kommission teil. Letztere kauft die Vakzine für die gesamte Europäische Union bei verschiedenen Produzenten ein.

Die Impfungen gegen das Coronavirus hatten in Deutschland und der EU kurz vor dem Jahreswechsel begonnen. Begleitet waren die ersten Wochen von Lieferschwierigkeiten einzelner Hersteller, Problemen bei der Terminvergabe und viel Unmut über fehlenden Impfstoff. Mehrere Ministerpräsidenten sowie Verbände wie der Deutsche Städtetag forderten zuletzt vehement Klarheit über Menge und Zeitpunkt der Impfstoff-Lieferungen, damit etwa Impfzentren besser planen könnten.

Kurz vor dem "Impfgipfel" stellten Hersteller zusätzliche Lieferungen in Aussicht. Die Lieferungen von Corona-Impfstoff für Deutschland sollen im Laufe des Jahres deutlich anziehen, wie aus einer neuen Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nach 18,3 Millionen Impfdosen im laufenden ersten Quartal könnten demnach laut einer aktuellen Schätzung im zweiten Quartal voraussichtlich 77,1 Millionen Dosen und im dritten Quartal 126,6 Millionen Dosen verschiedener Hersteller folgen. Im vierten Quartal könnten es dann weitere 100,2 Millionen Dosen sein.


01.02.2021: 5608 Corona-Neuinfektionen und 175 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 5608 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 175 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI von Montag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6729 Neuinfektionen und 217 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. 

Die erfassten Fallzahlen sind an Montagen in der Regel geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Außerdem wurden laut RKI aus Sachsen-Anhalt keine Daten übermittelt.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 91. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.221.971 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 01.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 57.120.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,91 (Vortag 0,92). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 91 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


01.02.2021: Curevac will Impfstoff-Produktion dank Bayer-Hilfe deutlich ausweiten

Der Pharmariese Bayer will in die Produktion von Corona-Impfstoffen einsteigen und der Tübinger Biotechnologiefirma Curevac dabei unter die Arme greifen. Beide Firmen gaben am Montag bekannt, dass sie eine bereits Anfang Januar geschlossene Kooperation erweitert haben. Bayer-Vorstand Stefan Oelrich sagte, eine eingehende Prüfung der eigenen Möglichkeiten habe ergeben, "dass wir über die erforderlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten verfügen, den mRNA-basierten Impfstoff von Curevac herstellen zu können". 2022 will Bayer 160 Millionen Dosen herstellen, im zweiten Jahr mehr. Möglicherweise könnte es schon Ende 2021 losgehen.

Das Präparat wird vom Tübinger Biotechnologie-Unternehmen Curevac derzeit noch entwickelt. Es basiert wie die Impfstoffe von Biontech und Moderna auf sogenannten "messenger RNA" (Boten-RNA). Wenn die weiteren Entwicklungs- und Zulassungsschritte planmäßig verlaufen, könnte es ab diesem Sommer verimpft werden - dann zunächst mit Dosen, die nicht von Bayer gefertigt wurden.


31.01.2021: Corona-Hochrisikogebiet Portugal riegelt sich ab 

Das Corona-Hochrisikogebiet Portugal hat sich zur Eindämmung der Pandemie abgeriegelt. Seit Sonntag ist in dem auch bei Deutschen beliebten Urlaubsland die Ein- und Ausreise ohne triftigen Grund untersagt. An der Landgrenze zum Nachbarn und EU-Partner Spanien wurden - wie bereits im Frühjahr 2020 - wieder Kontrollen eingeführt. An Häfen und Flughäfen wurden zudem nach dem Regierungsdekret die Kontrollen verschärft. Ausnahmen gelten unter anderem für Menschen, die zur Arbeit fahren, an ihren Hauptwohnsitz zurückkehren oder beruflich unterwegs sind, für den Warentransport sowie für medizinische Notfälle oder humanitäre Hilfe.

Die 1214 Kilometer lange Landgrenze zwischen Portugal und Spanien war wegen der Pandemie bereits erstmals am 17. März geschlossen worden. Erst am 1. Juli wurde sie im Zuge der seinerzeit stark rückläufiger Zahlen wieder geöffnet.

Die Bundesregierung erklärte Portugal zum Hochrisikogebiet und verhängte dann am Freitag für das Land am Südwestzipfel Europas und andere Länder mit gefährlichen Coronavirus-Varianten eine Einreisesperre, die zunächst bis zum 17. Februar gilt.


31.01.2021: Polizei löst nächtliche Feier in Jöhstadt auf

Die Polizei hat im Erzgebirge eine Feier aufgelöst. In der Nacht zum Sonntag seien in Jöhstadt sechs Menschen im Alter von 18 bis 26 Jahren angetroffen worden, teilte die Polizei mit. Das sei ein Verstoß gegen die derzeit geltenden Corona-Regeln. Die Beamten beendeten die Zusammenkunft und fertigten Anzeigen gegen die Beteiligten an.


31.01.2021: Bürger wundern sich über Gutscheine für FFP2-Masken

Zum Schutz vor dem Coronavirus soll mehr als jeder dritte Bürger in Deutschland vom Bund finanzierte FFP2-Masken bekommen. Die Bundesregierung hat dies als Schutz für Menschen mit besonders hohem Risiko beschlossen - dazu zählen Über-60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Nachdem nun der Versand der Coupons begonnen hat, wundern sich manche Empfänger darüber, dass auch sie solche Gutscheine in ihrem Briefkasten mit einem Standard-Begleitschreiben finden.

Denn auf den ersten Blick ist es häufig nicht erkennbar, aus welchem Grund jemand auf der Empfängerliste seiner Krankenkasse gelandet ist - und auch kleine Kinder erhalten die Gutscheine. "Ich bin weder Risikopatient noch besonders alt. Was ist hier los? Warum bekomme ich einen Berechtigungsschein für FFP2-Masken?", schreibt etwa ein junger Mann auf Twitter zu dem Foto seiner Gutscheine.

Zum Hintergrund: Insgesamt bekommen rund 34 Millionen Bürger über das  Bundesprogramm Gutscheine für zwölf FFP2-Masken, die in der Apotheke eingelöst werden können. Das Bundesgesundheitsministerium verwies auf Nachfrage auf die Vorgaben für den Versand: Es gebe klare Indikationen, darunter bestimmte Vorerkrankungen, sagte ein Sprecher. Auch ein 30-Jähriger mit chronischer Lungenerkrankung könne Masken bekommen.


31.01.2021: Australische Metropole Perth nach Corona-Fall im Lockdown 

Nach Auftreten des ersten bestätigten Corona-Falls seit fast zehn Monaten im Westen Australiens hat die Stadt Perth einen Lockdown verhängt. Die Beschränkungen sollten von Sonntagabend (Ortszeit) an in der Metropole sowie in zwei benachbarten Regionen fünf Tage lang gelten, wie der Regierungschef des Bundesstaates Westaustralien, Mark McGowan, mitteilte.

Einwohner dürfen ihre Häuser demnach nur in wenigen Ausnahmen verlassen, etwa um Einkäufe zu tätigen oder zur Arbeit zu fahren, wenn Homeoffice nicht möglich ist. Sportliche Aktivitäten draußen sind nur eine Stunde täglich in der Nachbarschaft erlaubt.

Die Maßnahmen wurden erlassen, nachdem der Sicherheitsmann eines Quarantänehotels positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Es wurde vermutet, dass es sich dabei um die ansteckendere britische Variante handelte, wie die Nachrichtenagentur AAP unter Berufung auf australische Behörden berichtete.


31.01.2021: Österreich übernimmt portugiesische Corona-Intensivpatienten 

Österreich übernimmt von Portugal schwer kranke Corona-Patienten. Wie viele Menschen nach Österreich geflogen werden sollen, werde mit dem portugiesischen Gesundheitsministerium abgeklärt, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag mit. "Es ist ein Gebot der europäischen Solidarität, rasch und unbürokratisch zu helfen, um Menschenleben zu retten", sagte er.

Österreich hatte schon mal Intensivpatienten aus Frankreich, Italien sowie Montenegro aufgenommen. Das portugiesische Gesundheitsweisen steht wegen hoher Infektionszahlen massiv unter Druck. Nach Behördenangaben stehen nur noch wenige Intensivbetten zur Verfügung.


31.01.2021: Saarland bietet Gruppenimpftermine für Ältere an 

Das Saarland vereinfacht die Vergabe von Terminen zur Impfung gegen das Coronavirus. Anspruchsberechtigte der höchsten Prioritätsstufe - also unter anderem Menschen über 80 Jahre - können sich für einen gemeinsamen Impftermin vormerken lassen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

"Jeder, der sich ab sofort auf die Impfliste einträgt, erhält automatisch einen Gruppencode. Unter Angabe dieses Codes kann anschließend eine definierte Anzahl von Personen - maximal neun weitere Personen - eingetragen werden oder der Code zur Eintragung an Dritte weitergegeben werden", erklärte Saarlands Gesundheitsministerin Monika Bachmann am Samstag. "Die gesamte Buchungsgruppe erhält dann, sobald sie an der Reihe ist, einen gemeinsamen Impftermin in dem gewünschten Impfzentrum."


31.01.2021: Italien lockert ab Montag Corona-Regeln in vielen Regionen 

Während in vielen europäischen Ländern die Corona-Regeln weiter streng bleiben, lockert Italien am Montag die Beschränkungen in vielen Regionen. 16 Regionen seien dann in der gelben Corona-Zone mit den lockersten Regeln, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Unter anderem wechseln Latium mit der Hauptstadt Rom und die wirtschaftsstarke Lombardei von Orange auf Gelb.

Das bedeutet, dass die Menschen dort wieder in Bars und Restaurants bis zum Abend am Tisch bewirtet werden dürfen. Ab 18 Uhr können die Lokale Bestellungen weiter zum Mitnehmen verkaufen. Außerdem dürfen die Museen von Montag bis Freitag wieder für Besucher öffnen. Weiterhin gelten jedoch die Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr und das Verbot von Reisen zwischen den Regionen, es sei denn, sie sind etwa aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen notwendig.

Mit der Änderung befindet sich keine Region mehr in der strengsten Roten Zone. Lediglich eine Handvoll Regionen, darunter die Autonome Provinz Bozen und die Insel Sizilien, sind in der Orangen Zone.


31.01.2021: Corona-Impfstoff von Astrazeneca in Italien nur bis 55 Jahre empfohlen 

Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca durch die Europäische Arzneimittel-Agentur hat die italienische Behörde eine altersbeschränkte Verwendung des Mittels empfohlen. Obwohl die verfügbaren Daten eine geringere Wirksamkeit als die beiden bereits zugelassenen Impfstoffe zeigten, könne das Mittel die Impfkampagne in Italien stärken, teilte die Arzneimittel-Agentur Aifa mit.

Mit Blick auf die Einschätzung der Wirksamkeit des Impfstoffs bei Menschen über 55 Jahren hätten die Daten der Zulassungsstudien aber ein «gewisses Maß an Unsicherheit» gezeigt. Dieser Teil der Bevölkerung sei nämlich schlecht vertreten gewesen. Trotzdem sei dort eine gute Antikörperreaktion beobachtet worden.

Die Behörde empfahl den Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns auf Grundlage dessen für Menschen zwischen 18 und 55 Jahren, so lange bis fundiertere Daten vorlägen. Bei Älteren oder Menschen mit Vorerkrankungen sollten die mRNA-Impfstoffe verabreicht werden, wie es in der Mitteilung vom Samstag weiter hieß.


31.01.2021: Spahn ist bei EU-Zulassung offen für Impfstoff aus Russland und China 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich im Falle einer erfolgreichen EU-Zulassung auch für den Einsatz von Corona-Impfstoff aus Russland und China in Deutschland offen. "Wenn ein Impfstoff sicher und wirksam ist, egal in welchem Land er hergestellt wurde, dann kann er bei der Bewältigung der Pandemie natürlich helfen", sagte Spahn der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Entscheidend sei eine reguläre Zulassung nach europäischem Recht.

Russland hatte am Freitag angekündigt, die EU im zweiten Quartal mit 100 Millionen Dosen des Impfstoffes Sputnik V versorgen zu können. Damit könnten 50 Millionen Menschen geimpft werden. Ein Antrag zur Zulassung des Vakzins sei bereits bei der Europäische Arzneimittelagentur EMA eingereicht worden.

Der Wirkstoff war Mitte August als weltweit erster für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben worden, obwohl bis dahin wichtige Tests ausgestanden hatten. Das löste international Kritik aus. Unabhängige Studien sind bisher nicht bekannt.


31.01.2021: Gipfel soll Impfbremsen lösen - Hohe Erwartungen an Treffen am Montag

Politiker und Verbandsvertreter fordern vom Corona-Impfgipfel am Montag mehr Klarheit über Zeitpläne, Prioritäten für Bevölkerungsgruppen und verfügbare Impfstoffe. Angesichts erheblicher Kritik am schleppenden Impfstart und der Produktionsprobleme bei einigen Herstellern will Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten über die Lage beraten. Bereits am Sonntag will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit den Vorstandschefs jener Hersteller sprechen, mit denen die EU Lieferverträge abgeschlossen hat.

Die Impfungen in Deutschland und der EU hatten kurz vor dem Jahreswechsel begonnen. Begleitet waren die ersten Wochen von Lieferschwierigkeiten einzelner Hersteller, Problemen bei der Terminvergabe und viel Unmut über fehlenden Impfstoff. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigte am Samstag Verständnis für Frust und Ungeduld, warb aber auch um Vertrauen. "Es kommen jede Woche Impfstoffe, und es werden auch mehr, Zug um Zug." Man habe ein Jahr nach Beginn der Pandemie drei zugelassene wirksame Impfstoffe. Neben den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna hatte die EU am Freitag auch jenes von Astrazeneca zugelassen.


31.01.2021: Vorgezogene Winterferien für 491.000 Schüler in Sachsen

Für rund 491.000 Schülerinnen und Schüler beginnen am Montag die vorgezogenen Winterferien. Wegen der Corona-Pandemie hatte das Land Sachsen entschieden, die Ferien um eine Woche nach vorn zu schieben. Statt wie sonst zwei gibt es dieses Jahr nur eine Woche Ferien im Februar, die andere Woche soll Ostern nachgeholt werden.

Auch bei den Zeugnissen ist diesmal alles anders. Die Halbjahresinformationen sollen laut Kultusministerium am 10. Februar erstellt und dann «zeitnah» ausgegeben werden. Wann die Schülerinnen und Schüler sie tatsächlich in den Händen halten werden, hängt aber vom Corona-Lockdown ab.

Spätestens übernächste Woche soll die Entscheidung getroffen werden, wie es mit Schulen und Kitas in Sachsen weitergeht. Bis zum 15. Februar sind sie weitgehend geschlossen. Die weitere Entwicklung sei abhängig von den Infektionszahlen, hatte Kultusminister Christian Piwarz erklärt.


31.01.2021: Im Kreis Birkenfeld gilt nächtliche Ausgangsbeschränkung 

Im Kreis Birkenfeld ist wegen hoher Corona-Infektionszahlen am Sonntag eine Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Pandemie in Kraft getreten. Diese sieht nächtliche Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens vor, teilte die Kreisverwaltung Birkenfeld mit. Die 7-Tages-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen bezogen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, hatte bis zum vergangenen Mittwoch sieben Tage in Folge über 200 gelegen. Auch wenn sie nun unter 200 gefallen sei, sei die Rate immer noch viel zu hoch, sagte ein Sprecher.

Ein Grund für die hohen Zahlen ist ein Ausbruchsgeschehen in einem Seniorenheim in Idar-Oberstein: Dort gab es zuletzt 115 Fälle (Stand Donnerstag) unter Bewohnern und Mitarbeitern. Bei einer nächtlichen Ausgangsbeschränkung dürfen Bürger ihre Häuser nur noch mit einem triftigen Grund verlassen. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, medizinische Notfälle oder Gassigehen. Die Allgemeinverfügung soll bis zum 14. Februar gelten, hieß es.


31.01.2021: Britischer Staatsminister zu Impfstreit: Wollen mit EU kooperieren

Der britische Staatsminister Michael Gove hat der Europäischen Union Zusammenarbeit bei deren Schwierigkeiten mit der Lieferung von Impfstoffen zugesagt. Priorität habe für London die Impfung der eigenen Bevölkerung, machte der Minister zunächst deutlich und fuhr dann fort: "Wir wollen aber auch mit unseren Freunden und Nachbarn in der Europäischen Union zusammenarbeiten, um ihnen auch zu helfen."

Hintergrund ist der Streit zwischen der EU-Kommission und dem britisch-schwedischen Impfstoffhersteller Astrazeneca über dessen Lieferschwierigkeiten. Das Unternehmen hatte Verzögerungen damit begründet, dass es Probleme bei Werken in den Niederlanden und Belgien gebe. Die Produktion für Großbritannien bleibe aber unbeeinträchtigt, weil London sich habe zusichern lassen, dass die Produktion im eigenen Land zuerst nur dem eigenen Impfprogramm zu Gute kommen soll, so Astrazeneca-Geschäftsführer Pascal Soriot. Das sorgte auch deshalb für Empörung, weil die Briten seit Monaten Impfstoff von Pfizer und Biontech aus europäischer Herstellung erhalten. Die EU hatte daraufhin einen Kontrollmechanismus für die Ausfuhr der Präparate eingeführt.


31.01.2021: Humboldt-Klinikum: Ausbruch von Virus-Mutation unter Kontrolle

Rund eine Woche nach dem Aufnahmestopp am Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum wegen einer Virusmutation ist die Corona-Lage nach Angaben des Krankenhauses unter Kontrolle. "Es ergibt sich kein Hinweis auf eine unkontrollierte Ausbreitung von Sars-CoV-2, insbesondere nicht von Virusvarianten", teilte die Klinik am Samstag mit. Es gebe keine aktiven Infektionskette mehr. Die Klinik verwies dabei auf umfangreiche Untersuchungen von Personal und Patienten sowie weitere Nachforschungen des Gesundheitsamts und des Robert Koch-Instituts.

An der Klinik sind 30 Fälle des Virusmutation vom Typ B.1.1.7 nachgewiesen worden, das bisher vor allem in Großbritannien aufgetreten war. Die Variante ist Experten zufolge leichter übertragbar und womöglich auch gefährlicher als die bislang vorherrschenden Erreger. Wie das Humboldt-Klinikum erklärte, konnten alle aufgetretenen Fälle der Variante einer Infektionskette zugeordnet werden, die von der Kardiologie ausging.


31.01.2021: Tschechien plant Stichprobenkontrollen von Einreiseverbot 

Wegen der Corona-Pandemie gilt in Tschechien seit Samstag ein fast völliger Einreisestopp für Ausländer. Feste Kontrollposten an den Grenzübergängen zu den Nachbarstaaten sind indes nicht geplant, wie das Polizeipräsidium in Prag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Die Streifenbeamten würden die Einhaltung der neuen Beschränkungen stichprobenartig kontrollieren. "Wir werden wissen wollen, was die Gründe für die Fahrt sind", sagte der Sprecher. Nicht erlaubt seien in jedem Fall Einkaufsfahrten. Es gibt einen Ermessensspielraum der Beamten.

Tschechien erlaubt Ausländern seit Samstag die Einreise ausdrücklich nur noch in notwendigen Fällen. Ausnahmen gelten unter anderem für Dienstreisen, unerlässliche Familienbesuche, die Teilnahme an Beerdigungen sowie unaufschiebbare Behördenbesuche, wie aus einem Regierungsbeschluss hervorgeht. Die Ausreise bleibt möglich. Die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis hatte sich besorgt über die Gefahren durch neue Virusmutationen gezeigt.


31.01.2021: Spahn: Impftermin-Vergabe über Hotlines muss besser werden 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich angesichts überlasteter Leitungen für Änderungen bei der Impftermin-Vergabe ausgesprochen. "Das muss besser werden", sagte Spahn am Samstag bei einem Townhall-Meeting. Dies werde auch Thema sein beim Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag.

Zum Start der Impftermin-Vergabe in NRW etwa waren Anmelde-Webseiten und Hotlines geradezu überrannt worden. Zahlreiche impfwillige Menschen ab 80 Jahren oder ihre Angehörigen kamen telefonisch nicht durch und hatten auch online zunächst keinen Erfolg.

Darauf verwies auch Spahn. Es mache Sinn, wie einige Länder es machten, nicht gleich alle aus einer Altersgruppe einzuladen - sondern die Gruppen, die einen Termin vereinbaren könnten, kleiner zu machen. Spahn sagte, er verstehe «total» den Frust. Es seien aber auch viele gleichzeitig, die nun um einen Termin "ringen".


31.01.2021: 11.192 neue Corona-Infektionen gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen innerhalb eines Tages 11.192 neue Corona-Infektionen gemeldet. Vor genau einer Woche waren es noch 12.257 gemeldete Neuinfektionen gewesen. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Seit Beginn der Pandemie zählt das RKI 2.216.363 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland.

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 399 auf insgesamt 56 945. (Stand: 31.01., 00.00 Uhr). Am Sonntag vor einer Woche waren 349 Fälle gemeldet worden, bei denen Patienten im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 56.945.


30.01.2021: Astrazeneca: Spahn kündigt Überarbeitung von Impfverordnung an 

Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission über eine Altersbeschränkung beim Impfstoff von Astrazeneca hat Gesundheitsminister Jens Spahn eine Überarbeitung der Impfverordnung angekündigt. Man werde generell an einer Priorisierung festhalten, aber die "Alterskomponente" für den Astrazeneca-Impfstoff aufgreifen, sagte Spahn am Samstag bei einem digitalen "Townhall" zu den Corona-Impfungen.

Zuvor hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten. Am Montag will Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder zu einem Impfgipfel zusammenkommen. Die Impfverordnung sieht eine Priorisierung vor. Die höchste Priorität haben Menschen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, und etwa das Personal in Pflegeheimen.

Am Freitag hatte die am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelte Ständige Impfkommission den Astrazeneca-Impfstoff nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen. Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren lägen bisher keine ausreichenden Daten vor, hieß es. Zuvor hatte die EU-Arzneimittelbehörde EMA die europaweite Zulassung des Impfstoffs empfohlen, und zwar für Erwachsene ab 18 Jahren ohne eine Altersbegrenzung.


30.01.2021: Britische Virusvariante jetzt auch im Kreis Görlitz entdeckt 

Die britische Variante des Coronavirus ist jetzt auch in Ostsachsen aufgetaucht. Sie sei bei zwei Menschen aus dem Norden des Landkreises Görlitz nachgewiesen worden, teilte das Landratsamt am Samstag mit. Es laufe eine Kontaktnachverfolgung, um eine schnelle Ausbreitung der Virus-Mutation zu verhindern.

Erst am Freitag hatte die Stadt Leipzig mitgeteilt, dass auch ein Test am dortigen Universitätsklinikum das Virus vom Typ B.1.1.7 bei einer Person nachgewiesen habe. Auch der Südafrika-Typ tauchte in der Messestadt bereits auf. Beide Varianten gelten als deutlich ansteckender als die bisher in Deutschland verbreiteten Viren.


30.01.2021: Rodeln trotz Corona - Hunderte versammeln sich in Hamburger Parks

Das sonnig-winterliche Wetter hat am Samstag viele Familien zum Rodeln in die Hamburger Parks gelockt. Dabei wurde der Corona-Mindestabstand häufig nicht eingehalten, wie die Polizei am Mittag mitteilte. "Die Menschen rodeln teilweise auf sehr engem Raum", sagte ein Polizeisprecher. Der Schanzenpark musste deshalb sogar gesperrt werden; hier zählte man ungefähr 400 Menschen. Weiterhin seien im Donners Park an der Elbchaussee und an einem Rodelberg in Neugraben-Fischbek jeweils etwa 250 bis 300 Menschen registriert worden.

Die Polizei ist nach eigenen Angaben vor Ort, macht Lautsprecher-Durchsagen und schreitet nach Augenmaß ein. Schwerwiegende Vergehen seien zunächst nicht registriert worden.


30.01.2021: 12.321 Corona-Neuinfektionen und 794 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.321 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 794 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Daten des RKI am Samstagmorgen hervorging. Am Samstag vor einer Woche hatte das RKI 16.417 Neuinfektionen und 879 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.


30.01.2021: Appelle bremsen Besucherandrang im Oberharz

An den beliebten Winterorten im Oberharz in Niedersachsen ist es trotz Neuschnees und kalter Temperaturen im Vergleich zu vorherigen Wochenenden eher ruhig zugegangen. Die Parkplätze seien zwar voll, aber es gebe keine chaotischen Zustände, sagte ein Sprecher der Polizei Goslar am Samstag. Die Polizei sei wieder im Sondereinsatz, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren. Aber nicht in der Stärke, wie an vorangegangenen Wochenenden. Bislang gebe es keine Auffälligkeiten.

Der Landkreis Goslar, der Tourismusverband Harz und die Polizei hatten in den vergangenen Wochen nach einem erhöhten Besucherandrang in der Region immer wieder appelliert, wegen der Corona-Pandemie auf Ausflüge zu verzichten. «Das hat offensichtlich geholfen», so der Polizeisprecher.


30.01.2021: Taiwan meldet ersten Covid-Toten seit Mai 2020

Erstmals seit Mai 2020 ist am Samstag in Taiwan ein Todesfall nach einer Corona-Infektion registriert worden. Damit seien in der Inselrepublik mit knapp 24 Millionen Einwohnern nun acht mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben, berichtete das taiwanische Epidemiezentrum CECC. Von insgesamt 909 registrierten Infektionen seien 75 im Inland erfolgt.

Der jüngste Todesfall betraf die über 80-jährige Schwiegermutter einer Krankenschwester, die in einer Klinik in Nordtaiwan arbeitet, in deren Umfeld seit Anfang Januar 19 Fälle aufgetreten sind. Wegen des Ausbruchs wurden mehr als 4000 Menschen in Quarantäne geschickt.

Das Lowy Institute (Sydney) bescheinigt Taiwan den weltweit drittbesten Umgang mit der Corona-Seuche. Am besten gingen der Denkfabrik zufolge Neuseeland und Vietnam mit der Pandemie um. Deutschland rangiert auf Platz 55 von 98 untersuchten Ländern, die USA auf Platz 94 und Brasilien am Ende. Das Lowy Institute hatte untersucht, welche Maßnahmen in den ersten 36 Wochen nach Auftreten des einhundertsten Infektionsfalles in einem Land ergriffen wurden, und wie sich die Infektionen, Todesfälle und Corona-Tests je 1000 Einwohner entwickelten. China wurde nicht berücksichtigt.


30.01.2021: Gesundheitsministerium: Bis 22. Februar weitere 5 Millionen Impfdosen 

Bis zum 22. Februar werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums laut der Hersteller Biontech, Moderna und Astrazeneca mindestens weitere 5 Millionen Impfdosen an die Bundesländer geliefert. Das teilte das Ministerium am Samstag auf Twitter mit. Gesundheitsminister Jens Spahn sprach auf Twitter von guten Nachrichten nach einem schwierigen Start.

Nach Angaben des Ministeriums wurden seit Beginn der Impfkampagne vor fünf Wochen in Deutschland über 3,5 Millionen Impfdosen ausgeliefert und 2,2 Millionen verimpft. 

Die Bundesregierung war wegen der schleppend angelaufenen Corona-Impfungen in die Kritik geraten. "Der Start der Impfkampagne war schwierig", hatte Spahn am Freitag in Berlin gesagt. Es habe weniger Impfstoff gegeben als aus EU-Bestellungen erwartet.


30.01.2021: Vietnam erteilt Astrazenecas Corona-Impfstoff Zulassung 

Vietnam hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie dem Impfstoff von Astrazeneca eine Zulassung erteilt. Das teilte am Samstag das Gesundheitsministerium in Hanoi mit. Nach früheren Regierungsangaben will das südostasiatische Land rund 30 Millionen Dosen zur Immunisierung der Bevölkerung kaufen. Vietnam befürchtet erstmals seit Monaten einen größeren Corona-Ausbruch.

Am Freitag hatten die Gesundheitsbehörden zum ersten Mal nach sechs Monaten wieder einen Corona-Fall in der Hauptstadt Hanoi gemeldet. Ein ganzer Wohnblock in der Metropole wurde örtlichen Medienberichten zufolge abgeriegelt. Zuvor war bekannt geworden, dass sich in zwei nahe gelegenen Provinzen Dutzende Menschen infiziert hatten. Tausende Menschen sollen auf das Virus getestet werden. Auch in Ho-Chi-Minh-Stadt wurde im Zusammenhang mit den neueren Ausbrüchen am Samstag erstmals wieder ein Corona-Fall registriert.


30.01.2021: Sondergenehmigung für Baumärkte in Hanau wegen Hochwassers 

Wegen der angespannten Hochwasserlage dürfen Baumärkte in Hanau ab Samstag an Privatpersonen Materialien verkaufen, die zum Hochwasser-Schutz geeignet sind. Wegen der Corona-Pandemie sind Baumärkte im Lockdown für private Kunden geschlossen. Da die Auslieferung des erhöhten Bedarfs an Sand, Sandsäcken, Planen und Pumpen jedoch nicht im Rahmen der derzeit erlaubten Onlinebestellung und Abholung vor Ort zu organisieren ist, habe Oberbürgermeister Claus Kaminsky entschieden, eine Öffnung auch für Privatpersonen zu erlauben, teilte die Stadt am Freitagabend mit.

Die aktuelle Hochwasserlage im Umland und die in Hanau zu erwartende Welle am Sonntag beziehungsweise Montag würden derzeit für eine verstärkte Nachfrage nach Materialien sorgen, die zum Sichern des Grundstücks vor Hochwasserschäden notwendig sind.

"Der Verkauf an jedermann muss jedoch auf das Sortiment beschränkt bleiben, das im Rahmen des Hochwasser-Schutzes benötigt wird", sagte Kaminsky. Er bittet die Bürger, dies zu beachten und zu respektieren, um unnötige Verzögerungen in den Baumärkten zu verhindern.

Alle Infos zur Hochwasserlage erhältst du in unserem Wetter-Ticker


30.01.2021: Astrazeneca will Lieferungen an die EU möglichst schnell erhöhen

Im Impfstoffstreit mit der EU bemüht sich der Hersteller Astrazeneca um versöhnliche Töne. «Wir arbeiten 24/7 daran, die Kapazitäten zu erhöhen», sagte Astrazeneca-Chef Pascal Soriot am Freitagabend in einer Videoschalte zu Journalisten. Man tue alles, um die Produktion des Vakzins zu beschleunigen und möglichst schnell viele Impfdosen nach Europa zu liefern. In den nächsten Tagen werde die erste Charge mit den ersten Millionen Dosen geliefert. Außerdem sollten Lieferketten weiter aufgerüstet werden und "Material" nach Europa verlagert werden - Details wollte Soriot dazu jedoch nicht nennen. Anfängliche Probleme bezeichnete Soriot als "Kinderkrankheiten", die man bald gelöst haben werde.

Zwischen der EU-Kommission und Astrazeneca hatte sich in den vergangenen Tagen ein offener Streit zugespitzt. Wegen angeblicher Produktionsprobleme sollen große Mengen des Impfstoffes für Deutschland und andere EU-Länder erst Wochen oder Monate später geliefert werden, wie der Konzern angekündigt hatte. Die EU hatte insgesamt 400 Millionen Impfdosen geordert.


30.01.2021: Samstag starten neue Erstimpfungen in NRW

Nach eineinhalb Wochen Zwangspause können in nordrhein-westfälischen Alten- und Pflegeheimen von diesem Samstag an wieder Erstimpfungen verabreicht werden. Wegen Lieferschwierigkeiten beim Pharma-Unternehmen Biontech mussten sie seit dem 20. Januar ausgesetzt werden. Zweitimpfungen waren weiter verabreicht worden.

Nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums hat es in NRW bislang insgesamt fast 490 000 Impfungen gegeben. Über 80 Prozent der rund 2300 Alten- und Pflegeeinrichtungen im Land seien schon durch mobile Impfteams besucht worden.

Da dort derzeit nur Impfstoff des Pharma-Unternehmens Biontech verwendet wird, sieht Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann keine Auswirkungen auf die bisherigen Planungen für NRW - trotz der Lieferstreitigkeiten mit dem Pharmakonzern Astrazeneca. Ab dem 8. Februar sollen wöchentlich etwa 70 000 Menschen ab 80 Jahren in einem der 53 Impfzentren in NRW eine Erstimpfung erhalten.


30.01.2021: Bungsberg wird vorsorglich am Wochenende für Wintersportler gesperrt

Auch an diesem Wochenende bleibt der 168 Meter hohe Bungsberg im Kreis Ostholstein für Skifahrer und Rodler tabu. Um bei entsprechendem Wetter einen Ansturm von Wintersportbegeisterten zu verhindern, werde die Gemeinde die Hänge und Zufahrtsstraßen zu Schleswig-Holsteins höchstem Berg erneut sperren, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Schönwalde am Bungsberg, Winfried Saak, am Freitag. Man wolle mit Blick auf die aktuellen Infektionszahlen und Corona-Beschränkungen einen Andrang von Wintersportlern verhindern.

Bereits vor drei Wochen hatte die Gemeinde die Zufahrt zum Bungsberg gesperrt, nachdem zuvor erste Schneefälle rund 60 Wintersportler auf die Skipiste und den Rodelhang gelockt hatten. Er gilt als Deutschlands nördlichstes Wintersportgebiet.


30.01.2021: Trotz Impfung und Tests immer wieder Corona-Ausbrüche im Altenheim

Gleich am ersten Tag nach Weihnachten sind die ersten Bewohner der 474 Alten- und Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz gegen das Coronavirus geimpft worden. Diese besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe hat nach den Festlegungen des Bundes absolute Priorität. Die mobilen Impfteams sind auch gut einen Monat nach den ersten Spritzen noch immer in den Einrichtungen unterwegs - während die Erstimpfungen der über 80-Jährigen in den 31 Impfzentren des Landes wegen Lieferschwierigkeiten des Vakzins um drei Wochen verschoben werden müssen.

Der Start in den Altenheimen verlief schleppender als erhofft: Notwendige Einwilligungen und anderen Papiere für die Impfungen waren kurz nach Weihnachten nicht überall schnell genug zu bekommen. Und manche Einrichtung kam zwischen Quarantäne, Tests und Impfvorbereitungen nicht mehr hinterher. Längst nicht alle Mitarbeiter wollten auch gleich als erste geimpft werden.


30.01.2021: Nach Eskalation im Impfstoffstreit: Keine EU-Kontrollen in Nordirland 

Im Impfstoffstreit mit Großbritannien hat die EU versucht, die Wogen wieder zu glätten. "Konstruktive Gespräche mit Premierminister Boris Johnson", twitterte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in der Nacht zum Samstag. "Wir sind uns im Prinzip einig geworden, dass es keine Beschränkungen beim Export von Impfstoffen durch Unternehmen geben soll, wenn diese ihre vertraglichen Pflichten erfüllen."

Als Reaktion auf massive Lieferkürzungen des Impfstoffherstellers Astrazeneca will die EU künftig stärker überwachen, wohin wie viel in der EU produzierter Impfstoff exportiert wird. In einer ersten Erklärung klang es jedoch, als wollte Brüssel für dieses Vorhaben an der irisch-nordirischen Grenze Kontrollen durchführen und damit einen Notfallmechanismus des sogenannten Nordirland-Protokolls aktivieren. Der offenbar weder mit Dublin noch mit London abgestimmte Schritt rief helle Empörung in Großbritannien und vor allem in Nordirland hervor. Die EU wollte sich mit diesem Schritt wohl davor schützen, dass über Nordirland als Hintertür doch unreguliert Impfstoffdosen nach Großbritannien gelangen.

Die Europäische Union und das Vereinigte Königreich haben nur eine einzige Landgrenze, sie verläuft zwischen dem EU-Mitgliedsland Irland und der britischen Provinz Nordirland. Im Zuge der Brexit-Verhandlungen wurde jedoch vereinbart, dass an dieser Grenze keinesfalls Kontrollen stattfinden sollen, um den zerbrechlichen Frieden in der ehemaligen Bürgerkriegsregion Nordirland nicht zu gefährden.

Erst am späten Freitagabend lenkte die EU-Kommission ein und versprach in einer Mitteilung, bei ihren Exportkontrollen von Impfstoffen das Nordirland-Protokoll "unberührt" zu lassen.


30.01.2021: Tschechien schließt Grenzen weitgehend für Ausländer 

Tschechien ermöglicht Ausländern die Einreise von Samstag an nur noch in notwendigen Fällen. Darauf wies das Außenministerium in Prag am Freitagabend hin. Ausnahmen gelten unter anderem für Dienstreisen, unerlässliche Familienbesuche, die Teilnahme an Beerdigungen sowie unaufschiebbare Behördenbesuche, wie aus einem Regierungsbeschluss hervorgeht. Wer in Tschechien ein Ferienhaus besitzt, kann dieses vorerst nicht mehr zur Erholung nutzen. Die Ausreise bleibt möglich.

Für Deutsche ändert sich damit praktisch nicht viel: Bereits seit dem 18. Dezember gilt infolge der Ausgangsbeschränkungen, dass Aufenthalte in Tschechien nur noch mit einem triftigen Reisegrund möglich sind. Zudem sind Hotels seit Längerem für Touristen geschlossen. Weil die Bundesrepublik als Corona-Risikogebiet eingestuft wird, muss zudem ein Einreiseformular ausgefüllt und dem zuständigen Gesundheitsamt ein negativer PCR-Test vorgelegt werden.


30.01.2021: Neue Verordnung: Impfstoff-Exporte aus der EU werden jetzt überwacht 

Der Export von in der EU produzierten Corona-Impfstoffen wird von diesem Samstag an streng überwacht. Pharmakonzerne, die auch mit der EU Lieferverträge geschlossen haben, müssen nach einer am Freitag vorgestellten Verordnung künftig Ausfuhrgenehmigungen beantragen. Wenn Hersteller die EU bei Liefermengen unrechtmäßig benachteiligen, könnten die Genehmigungen dann verweigert werden.

"Ziel ist es, mehr Klarheit über die Impfstoffproduktion in der EU und die Exporte schaffen", erklärte der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, am Freitagnachmittag in Brüssel. Diese Transparenz fehle derzeit, sei aber unverzichtbar.

Dombrovskis betonte zudem, dass nicht alle Ausfuhren genehmigt werden müssen. Ausgenommen sind Exporte in eine Reihe von Partnerländern und in Entwicklungsländer. Zu den Partnerländern zählen beispielsweise die Schweiz, Israel und die Ukraine - nicht aber Großbritannien. 

Das neue System wurde geplant, nachdem der Pharmakonzern Astrazeneca angekündigt hatte, zunächst weniger Impfstoff an die EU zu liefern als vertraglich zugesichert. Dabei steht die Vermutung im Raum, dass in der EU produzierte Vakzine an Drittstaaten geliefert wurden.


30.01.2021: Auch Moderna liefert vorübergehend weniger Corona-Impfstoff

Nun hat auch der US-Hersteller Moderna vorübergehende Lieferengpässe bei seinem Corona-Impfstoff eingeräumt. Man habe "kurzfristig angepasste Lieferschätzungen" herausgegeben, bestätigte das Unternehmen am Freitagabend. Dennoch würden alle Lieferverpflichtungen im ersten Quartal eingehalten.

Zuvor hatte Italien bekannt gegeben, im Februar zunächst weniger Dosen von Moderna zu bekommen als erwartet. Regierungskommissar Domenico Arcuri sagte in Rom, das US-Unternehmen habe mitgeteilt, dass es eine Reduktion um 20 Prozent geben solle. Eine Moderna-Sprecherin wollte auf Nachfrage keine Details nennen.

Arcuri sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa: "Moderna hat uns gerade darüber informiert, dass für die Woche vom 9. Februar von den geplanten 166 000 Dosen 132 000 geliefert werden, 20 Prozent weniger." Er fügte hinzu: "Unser Erstaunen, unsere Sorge und unsere Entmutigung wachsen."

Das Unternehmen teilte mit, man bleibe in engem Kontakt mit allen Regierungen und erkenne die Bedeutung der Lieferplanung für die Impfkampagne an. Die Produktion werde gerade hochgefahren. So sei man im Plan, um die Lieferziele für das erste Quartal und auch danach zu erfüllen.


30.01.2021: Impfkommission empfiehlt Astrazeneca-Präparat nur bis 64 Jahre 

Für den Einsatz des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca in Deutschland sollte aus Sicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) eine Altersvorgabe gelten. Das Präparat werde "aktuell aufgrund der derzeit verfügbaren Daten nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen", heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss des am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelten Gremiums. Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren lägen bisher keine ausreichenden Daten vor. "Abgesehen von dieser Einschränkung wird dieser Impfstoff ebenfalls als geeignet zum Individualschutz und zur Bekämpfung der Pandemie angesehen", erläuterte die Stiko weiter.

Zuvor hatte die EU-Arzneimittelbehörde EMA die europaweite Zulassung des Impfstoffs empfohlen - und zwar für Erwachsene ab 18 Jahren ohne eine Altersbegrenzung. Auch wenn nur es nur vergleichsweise wenige Testpersonen über 55 Jahre gegeben habe, sei dies zu vertreten, erklärte die EMA in Amsterdam. Sie begründete dies mit den guten Test-Resultaten bei den übrigen Altersgruppen sowie Erfahrungswerten mit anderen Impfstoffen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte angekündigt, auf Basis der Stiko-Empfehlung möglicherweise eine Verordnung zu ändern, die bestimmte Impf-Prioritäten festlegt.


30.01.2021: Griechische Regierung nimmt Corona-Lockerungen zum Teil zurück 

Zwei Wochen nach einer leichten Lockerung des Lockdowns ist die griechische Regierung am Freitag wieder zurückgerudert. Bereits von Samstag an müssen Geschäfte in jenen Regionen wieder für Kundenverkehr schließen, in denen ein starker Anstieg der Fälle verzeichnet wird. Dazu gehört auch Attika samt der Hauptstadt Athen. Die betroffenen Läden dürfen aber weiterhin mit der Methode "Click away" Waren verkaufen - der Kunde bestellt online oder telefonisch und holt die Ware vor der Tür ab.

Am Plan, die Schulen vollständig zu öffnen, hält die Regierung fest - allerdings werden auch hier in stark betroffenen Regionen Abstriche gemacht, wie der Corona-Krisenstab am Freitagabend im Staatsfernsehen mitteilte. In den sogenannten Roten Regionen soll zwar die Mittelstufe wieder zur Schule dürfen, Oberstufenschüler müssen aber weiterhin digital unterrichtet werden. Kindergärten und Grundschulen sind bereits seit zwei Wochen geöffnet.


30.01.2021: Einreisesperre für Corona-Mutationsgebiete ab Samstag 

Für Länder, in denen sich besonders ansteckende Varianten des Coronavirus stark ausgebreitet haben, gilt in Deutschland ab Samstag eine weitreichende Einreisesperre. Das Kabinett beschloss am Freitag ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen bis zum 17. Februar, das aber zahlreiche Ausnahmen unter anderem für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr vorsieht, wie das Bundesinnenministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage bestätigte. Betroffen sind zunächst Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien, ab Sonntag auch die kleinen afrikanischen Staaten Lesotho und Eswatini.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte die Einreisesperre bereits am Donnerstag angekündigt. Sie betrifft vor allem die Fluggesellschaften. Alleine Lufthansa bietet derzeit 55 Hin- und Rückflüge pro Woche in die betroffenen Länder an. Wegen der zahlreichen Ausnahmeregeln dürften aber nicht alle gestrichen werden.


30.01.2021: Impfstoffstreit: EU-Abgeordnete setzen auf Einlenken von Astrazeneca 

Der deutsche EU-Abgeordnete Peter Liese sieht im Streit mit dem britisch-schwedischen Impfhersteller Astrazeneca Anzeichen für ein Einlenken des Konzerns. Diesen Eindruck habe er nach Gesprächen mit Konzernvertretern erlangt, sagte der Gesundheitspolitiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" am Freitag und fuhr fort: "Die haben unterschätzt, dass ihre Loyalität zu Großbritannien nicht auf Kosten der EU gehen darf. Das müssen die jetzt bitter lernen." Auch der gesundheitspolitische Sprecher der SPD im Europaparlament, Tiemo Wölken, sprach von "konstruktiven Lösungsbemühungen", wie die Zeitung berichtete. "Das verbale Aufrüsten der letzten Tage war gefährlich", so Wölken demnach.

Der deutsche Geschäftsführer von Astrazeneca, Hans Sijbesma, sagte dem Blatt: "Wir haben uns nun zu einer noch engeren Abstimmung mit der EU verpflichtet, um gemeinsam einen Weg für die Auslieferung unseres Impfstoffs in den kommenden Monaten festzulegen, während wir unsere Bemühungen fortsetzen, diesen Impfstoff während der Pandemie für Millionen von Europäern ohne Gewinn verfügbar zu machen." Die Stellungnahme hatte das Unternehmen wortgleich jedoch bereits Mitte der Woche veröffentlicht.

Der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca hatte der Darstellung der EU-Kommission zufolge vor einer Woche sehr überraschend und ohne plausible Erklärung eine Lieferkürzung angekündigt. Großbritannien erhält nach Angaben der Regierung jedoch weiterhin die zugesagte Menge. Laut Astrazeneca liegt das daran, dass Großbritannien seinen Vertrag mit der Firma früher abgeschlossen hat. Die Regierung in London verweist zudem auf erhebliche Investitionen in die Entwicklung und Produktion des Impfstoffs im eigenen Land.


30.01.2021: Erste Infektionen mit britischer Corona-Mutation in MV nachgewiesen 

Der Verdacht auf erste Infektionen mit der britischen Corona-Mutation in Mecklenburg-Vorpommern hat sich bestätigt. Das mit der Kontrolle von zwölf auffälligen Befunden beauftragte Speziallabor habe darüber informiert, dass es sich "mit größter Wahrscheinlichkeit um die Virusvariante UK B 1.1.7 (britische Variante) handelt", teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Freitag in Rostock mit.

Die Betroffenen, sieben Frauen und fünf Männer, seien zwischen 13 und über 100 Jahre alt. Laut Gesundheitsministerium waren sieben dieser Infektionen im Landkreis Nordwestmecklenburg festgestellt worden, drei im Landkreis Ludwigslust-Parchim und zwei im Landkreis Rostock.

Keiner der Fälle steht nach Angaben des Landesamtes in direktem Zusammenhang mit einer Auslandsreise. Vier von ihnen seien in Gemeinschaftseinrichtungen aufgetreten; dabei handle es sich um einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin einer Kita und drei in der Pflege Beschäftigte.


30.01.2021: Astrazeneca-Impfstoff in der EU zugelassen 

Der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca darf nun auch in der Europäischen Union genutzt werden. Die EU-Kommission erteilte eine Zulassung, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitteilte.


30.01.2021: Unklarheit über Coronavirus-Variante in Freiburger Kita 

Zur Frage, mit welcher mutierten Variante des Coronavirus sich die Infizierten aus einer Freiburger Kita angesteckt haben, gibt es unterschiedliche Angaben. Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald teilte am Freitag mit, 38 von 42 Proben mit mutierten Viren aus dem Zuständigkeitsbereich der Behörde - also mehr als nur jene aus der Kita - seien typisiert worden. Dabei handele es sich um die Corona-Variante, die zuerst in Großbritannien aufgetaucht war. Das Ergebnis sei noch am Donnerstag dem Landesgesundheitsamt mitgeteilt worden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte am Donnerstagabend gesagt, es handle sich um die zuerst in Südafrika entdeckte Variante. Ein Regierungssprecher sagte am Freitag auf Nachfrage, um welche Mutante es sich handle, sei noch nicht abschließend geklärt.


30.01.2021: Impfstoffstreit: Panne bei Veröffentlichung von Astrazeneca-Vertrag

Der EU-Kommission ist bei der Veröffentlichtung ihres Rahmenvertrags mit dem Impfstoffhersteller Astrazeneca am Freitag eine schwere Panne unterlaufen. Die auf Wunsch des Unternehmens geschwärzten Passagen in dem Dokument waren in einer ersten Version über die Lesezeichen-Funktion des Acrobat Reader lesbar. Es handele sich um einen technischen Fehler, hieß es aus Kommissionskreisen. Die veröffentlichte Version wurde später ersetzt.


30.01.2021: Neue Version der Corona-Warn-App mit mehr Informationen verfügbar 

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht in einer neuen Version zum Herunterladen bereit. Die Anwendung enthält nun einen Info-Bereich mit den wichtigsten Kennzahlen zum aktuellen Infektionsgeschehen in Deutschland. Den dort veröffentlichten Zahlen zufolge haben bislang knapp 230 000 Personen, die selbst positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ihre Mitmenschen mithilfe der App vor möglichen gefährlichen Begegnungen gewarnt. Der Tageswert liegt hier bei knapp 1500.

Die Nutzerinnen und Nutzer könnten in der App auch auf die aktuellen Zahlen zu den Neuinfektionen, der Sieben-Tage-Inzidenz und den Sieben-Tage-R-Wert zugreifen. Des Weiteren hätten die Entwickler die Nutzerfreundlichkeit verbessert und einige kleinere Fehler beseitigt.


29.01.2021: EU-Behörden machen Weg frei für Astrazeneca-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca in der EU empfohlen. Sie gelte für Personen ab 18 Jahren, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung muss nun die EU-Kommission treffen - das gilt als Formsache.


29.01.2021: EU-Staaten einigen sich auf striktere Reiseregeln in Europa

Die EU-Staaten haben sich auf Empfehlungen für verschärfte Regeln beim Reisen innerhalb der Europäischen Union geeinigt - hinter den deutschen Vorstellungen bleiben sie jedoch zurück. Die Einigung der Botschafter der 27 EU-Staaten vom Freitag betrifft die Einreise aus Gebieten mit sehr vielen Corona-Infektionen oder hoher Verbreitung neuer Virusvarianten. Auf neue Regeln für die Einreise von außerhalb der EU verständigten sich die Staaten zunächst nicht.

Die Empfehlungen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, sehen nun vor, dass die bereits bestehenden Corona-Ampel-Karte der EU-Gesundheitsagentur ECDC um eine weitere "dunkelrote" Kategorie ergänzt wird. Diese gilt für Hochrisikogebiete mit mehr als 500 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen zwei Wochen. Schon jetzt sind auf der Karte je nach Infektionsgeschehen Regionen grün, orange oder rot markiert - zuletzt war fast die komplette EU rot.

Reisende aus dunkelroten Regionen sollen sich künftig schon vor der Abreise einem Corona-Test unterziehen und bei der Ankunft isolieren müssen. Das gleiche soll für Regionen gelten, in denen neue Virusvarianten verbreitet sind. Ausnahmen sind zum Teil für Beschäftigte im Verkehrswesen vorgesehen.

Auch sollten Grenzpendler von den Vorgaben ausgenommen werden - vor allem, wenn sie wichtige Funktionen ausüben. Dies könnte etwa ein Job im Gesundheitswesen sein. Falls doch an der Testpflicht festgehalten werde, solle die Frequenz der Tests angemessen sein. Sollte die Infektionslage auf beiden Seite der Grenze ähnlich sein, solle auf derlei Test-Anforderungen verzichtet werden. Betont wird zudem, dass es keine pauschalen Einreiseverbote, Grenzschließungen oder Flugverbote geben solle.


29.01.2021: Bundesregierung weist zwei neue Corona-Mutationsgebiete in Afrika aus

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag zehn weitere Länder in Afrika, Südamerika und Asien als Hochrisikogebiete eingestuft. Zudem wurden Eswatini und Lesotho im südlichen Afrika zu Gebieten mit besonders gefährlichen Virusmutationen erklärt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet bekanntgab. Für die Mutationsgebiete plant die Bundesregierung eine weitreichende Einreisesperre. Dazu zählen bisher schon Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien.

Bereits jetzt müssen Einreisende aus Mutationsgebieten bei Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen, sich dann für zehn Tage in Quarantäne begeben, von der sie sich nach fünf Tagen befreien können.

Das gilt auch für die Hochrisikogebiete, von denen es jetzt schon mehr als 20 gibt. Bei der Einreise aus "normalen" Risikogebieten - weitere rund 130 Länder - kann man sich auch erst bis zu 48 Stunden nach Ankunft in Deutschland testen lassen.

Die neuen Hochrisikogebeite ab Sonntag sind: Afghanistan, Botsuana, Ecuador, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe, Sudan und Syrien.


29.01.2021: RKI-Präsident warnt vor zu schneller Lockerung des Lockdowns

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat eindringlich vor zu frühen Lockerungen der staatlichen Corona-Beschränkungen gewarnt. "Wir sind auf einem guten Weg, und wir müssen diesen Weg weiter konsequent bestreiten", sagte Wieler am Freitag in Berlin. Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner habe am Donnerstag in Deutschland erstmals seit Ende Oktober unter 100 gelegen. Aber sie sei nur in den am stärksten betroffenen Ländern Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen gesunken. In den anderen zwölf Ländern sei die Inzidenz nahezu gleich geblieben - in manchen Landkreisen sogar gestiegen.

Besorgt zeigte sich Wieler wegen der neuen, wohl ansteckenderen Corona-Varianten. "Es werden immer mehr Fälle und Ausbrüche der Varianten gemeldet", sagte Wieler. Ob sie gefährlicher sind und ob bereits mit Corona infizierte Menschen immun gegen die neuen Varianten seien, sei noch unbekannt und werde international erst erforscht. Wieler warnte, eine weitere Verbreitung der Varianten würde die Infektionslage in kurzer Zeit wohl deutlich verschlimmern.

"Die Intensivstationen sind immer noch sehr belastet", sagte Wieler. "Einen neuen starken Anstieg an Fallzahlen würden die Intensivstationen derzeit definitiv nicht verkraften." Derzeit gebe es rund 238.000 aktive Covid-19-Fälle. Um Fälle mit neuen Varianten zu entdecken, werde in den Laboren nun verstärkt nach ihnen gesucht.


29.01.2021: 14.022 Corona-Neuinfektionen und 839 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.022 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 839 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Vergangenen Freitag hatte das RKI 17.862 Neuinfektionen und 859 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.  

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bei 94,4. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder - am Donnerstag lag sie erstmals seit Ende Oktober unter 100. 

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.192.850 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 29.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 55.752. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.898.900 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,90 (Vortag 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


28.01.2021: Kretschmann verzichtet auf frühere Öffnung von Kitas und Grundschulen

Baden-Württemberg verzichtet nach dem Ausbruch der Corona-Mutation in einer Freiburger Kita auf eine frühere Öffnung von Kitas und Grundschulen. Wie die Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag in Stuttgart aus Regierungskreisen erfuhr, hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) entschieden, den Corona-Lockdown auch in Kitas und Schulen bis zum 14. Februar fortzusetzen.


28.01.2021: Seehofer zu Reisebeschränkungen: Deutschland "wird kein Gefängnis"

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat klargestellt, dass er zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kein generelles Verbot von Auslandsreisen anstrebt. Deutschland "wird kein Gefängnis", sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in einem "Bild"-Interview. Die Juristen im Ministerium seien der Auffassung, dass es für einen solchen Schritt verfassungsrechtlich "noch wesentlich höhere" Hürden gebe. "Es geht nicht um das Verbot von Reisen", betonte Seehofer. 


28.01.2021: Kostenlose FFP2-Masken für Hartz-IV-Empfänger

Hartz-IV-Empfänger sollen je zehn kostenlose FFP2-Masken bekommen. Hintergrund sind neue Corona-Schutzmaßnahmen für Busse, Bahnen und beim Einkaufen. Nach einem Bund-Länder-Beschluss vom 19. Januar sollen selbstgenähte Behelfsmasken oder Tücher nicht mehr erlaubt sein, stattdessen müssen FFP2-Masken oder die günstigeren OP-Masken getragen werden.

Wie Sozialminister Hubertus Heil (SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin mitteilten, sollen rund fünf Millionen Bezieher von Grundsicherung jeweils zehn FFP2-Masken bekommen. Dafür würden die Betroffenen ein Schreiben von ihrer Krankenversicherung bekommen. Mit diesem und dem Personalausweis könnten die Masken dann bei der Apotheke abgeholt werden.


28.01.2021: Neuseeland hat laut Studie bestes Corona-Management

Neuseeland hat einem australischen Thinktank zufolge das weltweit beste Management der Corona-Krise bewiesen. Gefolgt wird der Pazifikstaat von den asiatischen Ländern Vietnam, Taiwan und Thailand. Deutschland rangiert in der Liste nur auf Platz 55. Das 2003 gegründete Lowy Institute mit Sitz in Sydney hatte zuvor 98 Länder bezüglich ihres Umgangs mit der Pandemie analysiert. Speziell ging es um die 36 Wochen, nachdem in einem Land der einhundertste Infektionsfall bestätigt worden war.

Die USA stehen auf Platz 94, während Brasilien das Schlusslicht bildet. Auch afrikanische Staaten wie Ruanda (Platz 6) und Togo (Platz 15) liegen weit vor den meisten EU-Ländern.

Die Denkfabrik hatte unter anderem die Infektionszahlen, die Zahl der Todesopfer und die Corona-Tests pro 1000 Einwohner untersucht.
Besonders Länder in der Asien-Pazifik-Region waren demnach sehr erfolgreich im Kampf gegen das Virus. China wurde «wegen des Fehlens öffentlich verfügbarer Testdaten» nicht in das Ranking aufgenommen.


28.01.2021: Spahn: "Wir gehen noch durch mindestens zehn harte Wochen"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Menschen in Deutschland auf weitere zehn harte Wochen in der Corona-Krise eingestimmt. Bund und Länder sollten auf einer eigenen Ministerpräsidentenkonferenz nur zum Impfen über die Lage, die Ziele und das weitere Vorgehen beraten, schlug Spahn am Donnerstag auf Twitter vor. Dazu sollten die Impfstoffhersteller zu einem Expertengespräch eingeladen werden. Sich zu informieren, abzustimmen, und einheitlich zu agieren, helfe immer. "Denn wir gehen bei der Knappheit des Impfstoffes noch durch mindestens zehn harte Wochen", so Spahn. "Die sollten wir mit gemeinsamem Arbeiten in der Sache verbringen." In zehn Wochen, also Anfang April, ist Ostern.

Die Massenimpfungen gelten als Schlüssel, um das Coronavirus zurückzudrängen. Derzeit zielt viel Kritik an Spahn darauf, dass die Bevölkerung zu langsam geimpft werden könne.


28.01.2021: Rheinland-Pfalz stoppt Start für Wechselunterricht an Grundschulen

Das Bildungsministerium in Rheinland-Pfalz hat entgegen seiner ursprünglichen Planung beschlossen, am kommenden Montag nicht mit dem Wechselunterricht an Grundschulen zu beginnen.

Die Entscheidung sei nach dem Auftreten von Mutationen des Coronavirus in Abstimmung mit Experten der Universitätsmedizin Mainz getroffen worden, teilte das Ministerium mit.


27.01.2021: Virusmutationen in Kindergarten - Entscheidung über Öffnung vertagt

Die baden-württembergische Landesregierung hat die Entscheidung über die Öffnung von Kitas und Grundschulen erneut vertagt. Es seien acht neue Fälle von Virusmutationen im Südwesten bekannt geworden, davon zwei bei zwei Kindern in einem Kindergarten in Freiburg, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. 21 Menschen in dem Kindergarten seien ebenfalls infiziert, nun müsse noch geklärt werden, ob es sich ebenfalls um die neuen Virusvarianten handele.


27.01.2021: Nicht notwendige Reisen aus und nach Belgien ab sofort verboten

Nicht notwendige Reisen aus und nach Belgien sind ab sofort verboten. Eine entsprechende Entscheidung der Regierungen von Land und Regionen trat am Mittwoch in Kraft. Demnach sind Urlaubs- sowie Freizeit-Reisen bis zum 1. März nicht mehr erlaubt. So soll verhindert werden, dass neue Corona-Infektionen in das Land getragen werden. Das Verbot soll im Straßen-, Flug-, Schiffs- und Schienenverkehr kontrolliert werden.

Allerdings gibt es Ausnahmen. Der Warenverkehr soll weiter fließen. Auch Besuche bei einem Ehe- oder Lebenspartner, Reisen aus beruflichen oder Studiengründen sowie für Beerdigungen naher Verwandter bleiben erlaubt. 

Das Königreich mit 11,5 Millionen Einwohnern will so auch seine verhältnismäßig gute Corona-Lage bewahren. Doch auch hier stiegen die Infektionszahlen zuletzt wieder. In den vergangenen zwei Wochen wurden nach Angaben des Gesundheitsamts Sciensano 252 neue Fälle je 100 000 Einwohner registriert - ein Zuwachs um 12 Prozent. 


27.01.2021: Weltweit bereits mehr als 100 Millionen bestätigte Corona-Infektionen

Seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr ist die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen auf mehr als 100 Millionen angestiegen. Das ging am Dienstag aus Daten der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Erst vor etwa einem Monat, am zweiten Weihnachtsfeiertag, war die Schwelle von 80 Millionen Infektionen überschritten worden. Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt inzwischen bei mehr als 2,1 Millionen. Experten gehen sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen weltweit von hohen Dunkelziffern aus.


27.01.2021: 13.202 Corona-Neuinfektionen und 982 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13 202 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 982 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab.

Vergangenen Mittwoch hatte das RKI 15.974 Neuinfektionen und 1148 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 101,0.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.161.279 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 27.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 53.972. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.866.000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,88 (Vortag 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


26.01.2021: RKI: Zwei Prozent der Bevölkerung in Deutschland gegen Corona geimpft

Rund einen Monat nach dem Start der Corona-Impfkampagne haben zwei Prozent der Einwohner in Deutschland die erste Dosis erhalten. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor. Demnach wurde nun mehr als 1,6 Millionen Menschen das Mittel einmal verabreicht (Stand 10.00 Uhr).

Je nach Bundesland variiert die Impfquote deutlich: In Mecklenburg-Vorpommern haben 3,2 Prozent die erste Dosis bekommen, in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen je 1,6 Prozent. Bei den meisten Geimpften handelt es sich laut RKI-Statistik um Pflegeheimbewohner, alte Menschen und Personal in Krankenhäusern und Altenheimen. Mehr als 283.000 Menschen haben die zweite Dosis bekommen, die etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden soll.


26.01.2021: Wittmunder Krankenhaus schränkt nach Corona-Ausbruch Betrieb ein

Wegen eines Corona-Ausbruchs nimmt das Krankenhaus im ostfriesischen Wittmund aktuell keine Patienten mehr auf. Auch Sprechstundentermine in den Ambulanzen wurden abgesagt, wie aus einer Mitteilung der Klinik am Dienstag hervorgeht. Lediglich die zentrale Notaufnahme versorgt noch Patienten, die selbst kommen. Über das Wochenende hatte sich demnach die Zahl der positiv getesteten Mitarbeiter deutlich erhöht. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet.

Bislang sind 25 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, 14 weitere Beschäftigte befinden sich wegen möglicher Kontakte in Quarantäne. Wie viele Patienten sich bei dem Ausbruch infizierten, war zunächst nicht bekannt. Insgesamt versorgt das Krankenhaus aktuell 17 Covid-19-Patienten, einer von ihnen liegt auf der Intensivstation. Am Dienstag sollten alle Mitarbeiter und Patienten getestet werden. 10 bis 15 der Abstriche sollen nach Angaben des Kreises Wittmund in einem Labor darauf untersucht werden, ob es sich möglicherweise um infektiösere Mutationen des Coronavirus handelt. Mit Ergebnissen rechnen Kreis und Klinik bis Donnerstag.


26.01.2021: Baden-Württemberg: Kitas und Grundschulen werden wohl geöffnet 

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann geht davon aus, dass Kitas und Grundschule im Land vom kommenden Montag an schrittweise wieder öffnen können. Die endgültige Entscheidung werde er an diesem Mittwoch treffen, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. 

Die Corona-Infektionszahlen sinken seit fast drei Wochen und diese Tendenz sei belastbar. "Deswegen ist es verantwortbar, das zu machen", sagte der Grünen-Politiker. Wenn nicht noch etwas Überraschendes passiere, werde man Kitas und Grundschulen im Wechselbetrieb "behutsam" wieder öffnen können. Sie sind wie die meisten weiterführenden Schulen seit dem 16. Dezember geschlossen. 


26.01.2021: Verwaltungsrichter kippen 15-Kilometer-Regel vorläufig

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die 15-Kilometer-Ausflugsbeschränkung für Bewohner von sogenannten Corona-Hotspots vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Gericht folgte damit am Dienstag einem Eilantrag.


26.01.2021: Aufnahmestopp im Klinikum Bayreuth wegen Verdacht auf Corona-Mutation

Wegen des Verdachts des Ausbruchs einer hochansteckenden Corona-Mutation hat das Klinikum Bayreuth seine Häuser vorerst geschlossen. Patienten werden nur noch in absoluten Notfällen aufgenommen, wie das Klinikum am Dienstag mitteilte. Alle geplanten Eingriffe sollen abgesagt und Patienten erst nach zwei negativen Testergebnissen entlassen werden. "Aktuell ist die Lage in dem Bayreuther Großkrankenhaus angespannt, aber unter Kontrolle", betonte das Klinikum.

Die Mutation B.1.1.7 aus England wurde in Bayreuth erstmals bei einer Person nachgewiesen, die von einer Reise zurückgekehrt war. Das Klinikum ließ nach eigenen Angaben daraufhin 30 Proben untersuchen - in elf Fällen besteht nun tatsächlich der Verdacht einer Mutation, bei zwei Proben ist es noch fraglich. Mit dem abschließenden Ergebnis rechnet das Klinikum aber erst in knapp zwei Wochen. 

Momentan seien 99 der mehr als 3300 Mitarbeitenden des Klinikums positiv auf Corona getestet. Eine Reihentestung am Wochenende von über 2800 Angestellten habe 18 Fälle ergeben. 


26.01.2021: Neue Version der Corona-Warn-App zeigt Kennzahlen zur Pandemie an

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird künftig auch Statistiken enthalten, die einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen zum aktuellen Infektionsgeschehen in Deutschland geben.

Das kündigte eine Sprecherin des Softwarekonzerns SAP in einem Blogeintrag an. Das Informationsangebot ist Teil der neuen Version 1.11, die noch in dieser Woche in den App Stores von Google und Apple zur Verfügung stehen soll.

Die Nutzerinnen und Nutzer könnten dann in der App stets auf die aktuellen Zahlen zu den Neuinfektionen, der Sieben-Tage-Inzidenz und dem Sieben-Tage-R-Wert zugreifen. "Außerdem können sie direkt in der App einsehen, wie viele Nutzer ihr Testergebnis geteilt haben. Ziel ist es, noch mehr positiv getestete Nutzer dazu anzuregen, ihr Testergebnis zu teilen und Kontaktpersonen zu warnen." Des Weiteren hätten die Entwickler die Nutzerfreundlichkeit verbessert und einige kleinere Fehler beseitigt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage und wird pro 100 000 Einwohner angegeben. Sie wurde von Bund und Ländern mit Blick auf Kreise und kreisfreie Städte als maßgeblich für neue Einschränkungen in der Corona-Pandemie festgelegt.

Der R-Wert, der auch Reproduktionszahl genannt wird, gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt. Liegt diese Zahl unter eins, deutet es darauf hin, dass die Epidemie abflaut. Denn dann steckt ein Infizierter im Schnitt weniger als eine weitere Person an. Der R-Wert, der vom Robert Koch-Institut (RKI) berechnet wird, lässt also Rückschlüsse auf die Epidemie-Entwicklung zu.

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung wurde bislang mehr als 25 Millionen Mal heruntergeladen. Experten schätzen, dass sie von rund 23 Millionen Menschen aktiv genutzt wird. Die Wirksamkeit der App erhöht sich, je mehr Menschen die Anwendung auch tatsächlich einsetzen.


26.01.2021: Astrazeneca: Berichte über schwachen Impfschutz bei Senioren falsch

Der britische Pharmahersteller Astrazeneca wehrt sich gegen Berichte zu einer geringen Schutzwirkung seines Corona-Impfstoffs bei Senioren. Berichte, dass das Mittel bei Menschen über 65 nur eine Wirksamkeit von 8 Prozent habe, seien "komplett falsch", teilte ein Sprecher am Dienstagmorgen mit. Zuvor hatte das "Handelsblatt" über den geringen Schutz bei älteren Menschen berichtet und bezog sich dabei auf deutsche Koalitionskreise. Auch die "Bild"-Zeitung berichtete darüber. 

Astrazeneca verwies unter anderem darauf, dass die Notfallzulassung der britischen Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) ältere Menschen mit einschließe. Auch habe ein Beratungskomitee für Impfungen den Einsatz des Impfstoffs bei Senioren unterstützt. Zudem habe eine im November im Fachblatt "Lancet" veröffentlichte Studie gezeigt, dass der Impfstoff auch bei Senioren eine starke Immunantwort auslöse. Allerdings heißt es in einer späteren "Lancet"-Veröffentlichung auch, dass es wegen geringer Fallzahlen in der entscheidenden klinischen Studie noch wenig Daten zur Wirksamkeit bei älteren Menschen gebe. 

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich nicht an Spekulationen über eine angeblich schlechtere Wirksamkeit des Impfstoffs bei über 65-Jährigen beteiligen. Er wolle warten, bis die Daten aus den Studien ausgewertet worden seien. 


26.01.2021: Die wichtigsten Abweichungen der Bund-Länder-Beschlüsse im Überblick

Bund und Länder haben sich vergangene Woche auf eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis zum 14. Februar geeinigt und ein paar Neuerungen beschlossen. Doch einige Länder gehen ihren eigenen Weg - vor allem in Bezug auf die Kinderbetreuung und den Schulbetrieb. Sachsen hängt sogar ganz hinterher: Hier will die Landesregierung in dieser Woche eine neue Verordnung beschließen, die laut einem MDR-Bericht ab Donnerstag gelten soll. Die wichtigsten Abweichungen der neuen Regelungen im Überblick:

  • MASKEN: In öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Geschäften sind besser schützende Masken Pflicht. Das können OP-Masken sein, FFP2-Masken oder auch KN95-Masken, die einen vergleichbaren Standard haben. Alltagsmasken aus Stoff reichen dann nicht mehr. Eine Ausnahme gibt es etwa in Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg: Hier dürfen Kinder bis einschließlich 14 Jahren weiterhin Alltagsmasken tragen.
  • KONTAKTE: Weiterhin sind Treffen jenseits des eigenen Haushalts nur noch mit einer weiteren Person erlaubt. Doch für Familien mit Kindern wird es in manchen Bundesländern ein wenig leichter, sich regelkonform zu verhalten. So machen etwa Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen eine Ausnahme bei Kindern unter drei Jahren - sie werden nicht mitgezählt. In Baden-Württemberg zählen die Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahren nicht mit. In Mecklenburg-Vorpommern sind Kinder bis zwölf Jahren von den strengen Kontaktbeschränkungen ausgenommen, wenn dies für die Betreuung notwendig ist. Schleswig-Holstein macht für die Betreuung von Kindern unter 14 Jahren und von Pflegebedürftigen eine Ausnahme. Familien in Sachsen-Anhalt dürfen sich außerdem nun gegenseitig unterstützen, und es können Kinder aus bis zu zwei Haushalten gemeinsam betreut werden. Ähnliches gilt auch in Berlin: Hier können Kinder unter zwölf Jahren aus maximal zwei Hausständen wechselseitig von den Erwachsenen betreut werden.
  • SCHULEN: Einige Bundesländer weichen von der Einigung von Bund und Ländern ab, die Schulen bis zum 14. Februar grundsätzlich geschlossen zu halten beziehungsweise die Präsenzpflicht auszusetzen. So will Baden-Württemberg Grundschulen bereits ab dem 1. Februar wieder schrittweise öffnen, wenn das die Infektionszahlen zulassen. Rheinland-Pfalz plant ab dem 1. Februar an den Grundschulen einen Wechselunterricht, also abwechselnd in kleinen Gruppen im Klassenraum und daheim im Fernunterricht. Der bisherige Plan der bayerischen Staatsregierung sieht vor, dass bei entsprechender Infektionslage schon Anfang Februar unter anderem Abschlussklassen zurück in die Schulen dürfen. In einigen Bundesländern können die Abschlussklassen auch weiterhin an einem Präsenzunterricht teilnehmen. Das gilt etwa in Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern. Für Schüler in den letzteren beiden Bundesländern wird bis einschließlich der sechsten Klassen Präsenzunterricht angeboten, wenn die Eltern arbeiten gehen müssen. Niedersachsen bietet für Grundschüler und Abschlussklassen weiterhin ein Wechselmodell mit halben Klassen an.
  • KITAS: Auch die Kitas bleiben grundsätzlich bis zum 14. Februar geschlossen. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bleiben die Kitas hingegen bis auf Weiteres geöffnet. Sie sollen in Brandenburg erst schließen, wenn in Landkreisen und kreisfreien Städten ein Wert von über 300 neuen Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten wird. In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Grenzwert bei 150 neuen Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen 7 Tagen.

26.01.2021: 6408 Corona-Neuinfektionen und 903 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6408 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 903 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab.

Vergangenen Dienstag hatte das RKI 11.369 Neuinfektionen und 989 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Allerdings enthielten die beiden Werte Nachmeldungen aus Rheinland-Pfalz. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 107,6.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.148.077 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 26.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 52.990. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.844.000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,95 (Vortag 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


25.01.2021: Bundesregierung stuft Portugal als Corona-Mutationsgebiet ein 

Die Bundesregierung hat Portugal ab Mittwoch als Corona-Risikogebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen eingestuft. Das teilte das Robert Koch-Institut am Montag auf seiner Internetseite mit. Bisher gehören nur Großbritannien, Irland, Brasilien und Südafrika in diese höchste Risiko-Kategorie. Portugal gilt dagegen noch als "Hochinzidenzgebiet", der mittleren von drei Risikostufen.

Für Reisende aus Portugal ändert sich durch die neue Einstufung kaum etwas. Wie bisher, müssen sie einen negativen Corona-Test vorweisen können, wenn sie nach Deutschland einreisen. Anschließend müssen sie für zehn Tage in Quarantäne, von der sie sich nach fünf Tagen mit einem weiteren Test befreien können. Bei Einreise aus den Mutations-Gebieten ist es aber noch schwerer, sich von der Quarantäne ganz befreien zu lassen.

Portugal gehört zu den Ländern mit den weltweit höchsten Neuinfektionszahlen im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Am Sonntag wurden mit 275 Corona-Toten mehr als je zuvor gemeldet. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden machte die besonders ansteckende britische Virusvariante am Mittwoch vergangener Woche bereits etwa 13 Prozent aller Neuinfektionen in Portugal aus, in Regionen wie Lissabon sogar 20 Prozent. Die Regierung begründete am Donnerstag ihre Entscheidung, alle Kitas, Schulen und Unis für zwei Wochen zu schließen, mit dem starken Anstieg der Ansteckungen im Zusammenhang mit der britischen Mutation.


25.01.2021: Corona-Heimtests vielleicht bald in der Apotheke

In Deutschland könnte es bald Corona-Schnelltests auch für zu Hause geben. Das Bundesgesundheitsministerium plant eine Änderung der "Medizinprodukte-Abgabeverordnung", wonach einfach zu handhabende Tests an Privatleute verkauft werden dürfen. Die bisherigen Antigen-Schnelltests dürfen nur an Ärzte, medizinische oder Pflegeeinrichtungen abgegeben werden, auch Bildungseinrichtungen gehören seit Dezember zu den möglichen Empfängern. Bis die neuen Selbsttests in Apotheken verfügbar sind, wird es aber wohl noch ein bisschen dauern.

In dem Entwurf des Ministeriums, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, perspektivisch würden auch Tests zur Eigenanwendung durch Laien eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung der Pandemie spielen. "Solche Tests sind ein wichtiger Beitrag zur Optimierung der Teststrategie in Deutschland." Verfügbar sind sie bisher nach Angaben des Ministeriums und der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) noch nicht, sie würden aber entwickelt, heißt es. Bevor "Tests zur Eigenanwendung" in den Verkauf gehen können, müssen sie ein spezielles Zulassungsverfahren durchlaufen. Laut Ministerium muss dabei nachgewiesen werden, dass sie aussagekräftig genug und für Laien praktizierbar seien.


25.01.2021: Über eine Million Menschen in Israel erhält beide Corona-Impfungen

Mehr als eine Million Menschen in Israel hat die beiden nötigen Impfungen gegen das Coronavirus erhalten. Dies teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein am Montag bei Twitter mit. Die erste Dosis bekamen demnach bislang rund 2,6 Millionen Menschen verabreicht.

In Israel leben etwas mehr als neun Millionen Menschen. Deutschland hat etwa neun Mal so viele Einwohner. Doppelt gegen das Coronavirus geimpft wurden dort bislang knapp 230 000 Menschen. Dem Unternehmen Pfizer zufolge beträgt der Impfschutz eine Woche nach der zweiten Impfung 95 Prozent.

Israel steckt in einer dritten Corona-Welle mit hohen Infektionszahlen. Mit 68 wurden am Montag so viele Tote binnen 24 Stunden vermeldet wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Das Gesundheitssystem ist nahe der Belastungsgrenze, die Zahl der Schwerkranken liegt sehr hoch. In dem Land infizierten sich bislang offiziell mehr als 600 000 Menschen mit dem Virus.

Um das Einschleppen weiterer Virus-Mutanten zu verhindern, soll parallel zum geltenden Lockdown der Flughafen Ben Gurion bis Monatsende weitgehend geschlossen werden. Die Schließung sollte in der Nacht auf Dienstag beginnen. Über ihn wird nahezu der gesamte internationale Luftverkehr des Landes abgewickelt.


25.01.2021: Corona in den USA: Mehr als 130.400 Neuinfektionen

In den USA haben sich 130.485 Menschen binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der erfassten Toten erreichte am Sonntag 1769, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Montagvormittag (MEZ) hervorging. 

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 25,1 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 419.200 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

Der Gesundheitsbehörde CDC zufolge wurden seit dem 13. Dezember 2020 über 18,5 Millionen Menschen mit mindestens einer Dosis Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna geimpft. Bei mehr als 3,2 Millionen Menschen wurde bereits eine zweite Impfung vorgenommen.


25.01.2021: Krawalle bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Niederlanden

Die verschärften Coronamaßnahmen und die neue Ausgangssperre haben in mehreren niederländischen Städten Krawalle ausgelöst. Kurz vor Beginn der Ausgangssperre um 21 Uhr am Sonntag kam es nach Angaben der Polizei in etwa zehn Städten zu Ausschreitungen. Polizisten wurden mit Feuerwerkskörpern und Steinen angegriffen. In Den Haag wurden Autos in Brand gesteckt. Unruhen wurden unter anderem auch aus Tilburg, Enschede, Venlo, Roermond, Breda, Arnheim und Apeldoorn gemeldet.

In der südöstlichen Provinz Limburg an der deutschen Grenze wurde die Militärpolizei zu Hilfe gerufen. In Enschede griffen Randalierer ein Krankenhaus mit Steinwürfen an. Mehr als 200 Personen wurden landesweit festgenommen. Erst gegen Mitternacht kehrte nach Mitteilungen der Einsatzkräfte an den meisten Orten Ruhe ein.


25.01.2021: Kanzleramtschef: Mutation wird in Deutschland dominante Form werden

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) geht davon aus, dass die bislang vor allem in Großbritannien verbreitete Mutation des Coronavirus auch in Deutschland zur dominanten Form werden wird. "Wir sehen ja momentan, dass wir jetzt in mehreren Krankenhäusern auch schon mit der Mutante zu tun haben. Das heißt, das ist bei uns im Land angekommen, und deshalb wird sie irgendwann so wie in anderen Ländern auch dann die Führung übernehmen und wird Probleme machen", sagte Braun in der ARD-Talkshow "Anne Will". "Da bin ich sehr sicher", ergänzte er auf Nachfrage.

Umso wichtiger sei es nun, die Infektionszahlen "sehr stark" zu senken und damit eine weiteren Verbreitung der Mutation die Grundlage zu entziehen, fügte Braun hinzu. "Wir wollen sie so lange wie möglich aus dem Land raushalten und da, wo sie schon ist, eben sehr niedrig halten. Das wird man auf Dauer nicht schaffen", sagte Braun.


25.01.2021: 6729 Corona-Neuinfektionen und 217 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6729 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 217 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab.

Vergangenen Montag hatte das RKI 7141 Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Allerdings waren die Daten aus Rheinland-Pfalz zu diesem Zeitpunkt nur unvollständig übermittelt worden. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen zudem meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 111,2.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.141.665 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 25.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 52.087. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.823.500 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 1,01 (Vortag ebenfalls 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


24.01.2021: Verschärfte Grenzkontrollen durch Pandemie

Die Bundesregierung hat die Grenzkontrollen und Einreiseregeln verschärft, um die grenzüberschreitende Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Für insgesamt fast 30 Länder mit besonders hohen Infektionszahlen oder besonders gefährlichen Virusvarianten gilt seit Sonntag eine Testpflicht vor der Einreise.

Zu diesen Hochrisikogebieten zählen das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA. Die Tests werden nach Angaben des Bundesinnenministeriums an den Flug- und Seehäfen systematisch kontrolliert. In den Grenzgebieten zu den EU-Nachbarstaaten und der Schweiz werden Einreisende stichprobenartig überprüft - das nennt man Schleierfahndung.

An der deutsch-tschechischen Grenze bildeten sich wegen der neuen Testpflicht am Sonntag teils lange Schlangen. Die deutsche Polizei berichtete am Nachmittag von etwa 500 Menschen am Übergang im bayerischen Schirnding (Landkreis Wunsiedel), an dem eine Teststation eingerichtet wurde. Der stellvertretende Bürgermeister der tschechischen Nachbargemeinde Cheb (Eger), Jiri Cerny, sagte der Deutschen-Presse-Agentur, bei Temperaturen unter null Grad betrage die Wartezeit zwei bis drei Stunden. Auch aus hygienischen Gründen sei die lange Warteschlange ungünstig. 


24.01.2021: Bundesregierung fürchtet Angriffe auf Impfzentren

Die Bundesregierung stellt sich auf mögliche Angriffe auf Impfzentren, Impfstofftransporte oder auch Hersteller von Corona-Impfstoffen ein. Zwar gebe es bisher keine konkreten Hinweise darauf, aber es bestehe wegen "der großen medialen Präsenz sowie der hohen Dynamik und Emotionalität" des Themas eine "abstrakte Gefährdung" der genannten Einrichtungen, heißt es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe darüber berichtet. 


24.01.2021: Über 12.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.257 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 349 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Sonntagmorgen bekanntgab. Vergangenen Sonntag hatte das RKI 13.882 Neuinfektionen und 445 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bei 111,1. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,01 (Vortag: 0,97). 


24.01.2021: Spahn warnt vor Schuldzuweisungen in der Pandemie

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor Schuldzuweisungen bei der Aufarbeitung der Corona-Pandemie gewarnt. "Wir sollten aufpassen, dass 2021 nicht das Jahr der Schuldzuweisung wird. Über Fehler und Versäumnisse reden ist wichtig. Aber ohne dass es unerbittlich wird. Ohne dass es nur noch darum geht, Schuld auf andere abzuladen", sagte Spahn der "Bild am Sonntag" ("BamS").

Spahn wird derzeit teilweise für fehlende Impfstoffe mit verantwortlich gemacht. Er hatte aber frühzeitig angekündigt, dass es zunächst sehr wenig geben werde und dann zunehmend mehr.

Bereits zu Beginn der Pandemie im April hatte er um Verständnis für schwierige politische Entscheidungen in der Corona-Krise geworben. Im Bundestag sagte er, "dass wir miteinander wahrscheinlich viel werden verzeihen müssen in ein paar Monaten". Neben der Politik werde auch für die Gesellschaft und die Wissenschaft eine Phase kommen, in der man feststelle, dass man vielleicht an der einen oder anderen Stelle falsch gelegen habe oder etwas korrigieren müsse.


24.01.2021: Berliner Klinik stoppt Aufnahme wegen Corona-Mutation

Das Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum nimmt nach mehreren Infektionen mit der gefährlichen britischen Coronavirus-Variante keine Patienten mehr auf. Routinescreenings in der Station für Innere Medizin und Kardiologie ergaben positive Nachweise bei bislang 20 Personen, wie die Klinik im Stadtteil Reinickendorf am Samstag bestätigte.

Der Virus-Typ B.1.1.7 war bisher vor allem in Großbritannien aufgetreten. Die Variante ist Experten zufolge leichter übertragbar und womöglich auch tödlicher als die bislang vorherrschende.

In Abstimmung zwischen Klinikum, Gesundheitsamt Reinickendorf und Robert Koch-Institut wird auf Anordnung des Gesundheitsamtes daher vorläufig ein Aufnahmestopp verhängt. Durch die Maßnahme soll die Ausbreitung der Virusvariante in Berlin eingedämmt werden. Die seit Mitternacht verhängte Maßnahme gilt bis auf Weiteres. Notfälle werden in andere Krankenhäuser gebracht.


23.01.2021: Südafrikanische Corona-Mutation auch in Sachsen-Anhalt nachgewiesen

In Sachsen-Anhalt ist erstmals die südafrikanische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) erklärte am Samstag, zwei Verdachtsfälle hätten sich bestätigt. In beiden Fällen habe es eine direkte Kontaktkette zu Personen in Leipzig gegeben, bei denen die Virusmutation zuvor nachgewiesen worden war.

"Für die beiden in Halle lebenden Personen gilt eine zweiwöchige Quarantäne." Eine Sprecherin des Sozialministeriums in Magdeburg bestätigte, dass es die ersten bekannten Fälle des mutierten Virus im Land sind. Die Variante steht im Verdacht, ansteckender zu sein als der Wildtyp des Coronavirus Sars-CoV-2.


23.01.2021: Über 16.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 16 417 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 879 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 1. 678 Neuinfektionen und 980 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bei 112,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,97 (Vortag: 0,93).


23.01.2021: Madrid verschärft Corona-Maßnahmen

Die spanische Hauptstadt Madrid hat angesichts der drastisch steigenden Zahl von Corona-Infektionen die Gegenmaßnahmen weiter verschärft. So beginnt die nächtliche Ausgangssperre in der Millionenmetropole ab Montag schon eine Stunde früher um 22.00 Uhr, so wie das in anderen spanischen Regionen schon seit längerem gilt.

Die konservative Regionalregierung hatte sich lange gegen einschneidendere Maßnahmen gesträubt. Die hohe Zahl der Neuinfektionen und die Überlastung der Intensivstationen mit Corona-Patienten zwangen die Verantwortlichen nun aber zur Kehrtwende, wie die Zeitung "El País" am Samstag schrieb. Deutschland hatte Spanien neben anderen Ländern wegen der besorgniserregenden Corona-Zahlen am Vortag zum Hochrisikogebiet erklärt, was das Reisen in das beliebte Urlauberland weiter erschweren soll.


23.01.2021: Forderungen nach Lockdownende mitte Februar werden lauter

Nach der Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen regen sich nun Stimmen, die auf ein Ende des Lockdowns Mitte Februar drängen. Der Vizevorsitzende der Unionsbundestagsfraktion, Georg Nüßlein, fordert, den Lockdown nach Ende der bisherigen Befristung definitiv zu beenden. "Es ist wegen der massiven Auswirkungen nicht verantwortbar, solange einen flächendeckenden Lockdown zu verordnen, bis die Inzidenz-Zahl unter
50 oder unter 35 sinkt", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen» (Samstag). "Wenn nicht in den nächsten Wochen noch etwas passiert, was wir jetzt nicht vorhersehen können, also beispielsweise eine massive Ausbreitung von mutierten Viren, dann müssen wir spätestens ab Mitte Februar einen anderen Weg gehen als den bisherigen."

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will nach dem 14. Februar Lockerungen durchsetzen, wenn es verantwortbar ist, wie er der Zeitung WELT sagte - zunächst in Schulen und Friseurläden. "Im März können wir dann über den Einzelhandel sprechen. Und nach Ostern auch über die Gastronomie."

Die Öffnung der Schulen ist ein seit der ersten Welle heiß umstrittenes Thema. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnte vor ihrer zu schnellen Öffnung. "Wir tun uns alle keinen Gefallen damit, den Präsenzunterricht wieder zu früh zuzulassen. Gesundheit geht vor", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). Die neuen Virus-Mutationen machten ihm "große Sorgen".


22.01.2021: Belgien verbietet nicht notwendige Reisen bis März

Im Kampf gegen die Mutationen des Coronavirus verbietet Belgien nicht zwingend notwendige Reisen. Dies gelte von kommendem Mittwoch bis zum 1. März, sagte Premierminister Alexander De Croo am Freitag nach Regierungsberatungen. In diesem Zeitraum sind Urlaubsreisen und Ausflüge verboten. Warenverkehr und Grenzpendler sollen nicht eingeschränkt werden, zudem soll es weitere Ausnahmen geben. "Wir bauen keine Mauer um unser Land" sagte De Croo. Nach monatelanger Zwangspause gibt es für Friseure zumindest wieder eine Perspektive.

Wegen der Gefahr durch die neuen Corona-Varianten hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag darauf verständigt, vermeidbare Reisen weitgehend auszubremsen. Belgien geht mit dem Verbot darüber hinaus. Damit soll vor allem verhindert werden, dass die Infektionszahlen nach den Karnevalsferien dramatisch steigen.

"Wenn die Menschen reisen, reist das Virus mit ihnen", sagte de Croo. Er warnte ausdrücklich vor den neuen Varianten des Coronavirus. Für Reisende aus Großbritannien, Südafrika und Südamerika gelten ab Montag strengere Test- und Quarantäneregeln.


22.01.2021: Coronavirus-Variante aus Brasilien in Deutschland nachgewiesen

Erstmals ist in Deutschland ein Nachweis der in Brasilien kursierenden Corona-Variante bekannt geworden. Die Mutante sei bei einem Reiserückkehrer in Hessen entdeckt worden, sagte Hessens Sozialministerium Kai Klose (Grüne) am Freitag in Wiesbaden.

Klose zufolge handelt es sich um den ersten Nachweis in Deutschland. Auch dem Robert Koch-Institut (RKI) war am Freitag kein anderer Nachweis bekannt. 

Die Person sei am Donnerstag aus Brasilien in Frankfurt angekommen, erklärte die Virologin Sandra Ciesek. Im Labor sei bei einer PCR-Untersuchung die in Brasilien entdeckte Mutation nachgewiesen worden. Die Sequenzierung stehe noch aus. 

Neben der erstmals in Brasilien nachgewiesenen Variante stehen zwei weitere im Fokus, die zunächst in Großbritannien und in Südafrika entdeckt worden waren, und ebenfalls in Deutschland bereits nachgewiesen wurden. Alle drei Varianten stehen im Verdacht, ansteckender zu sein als der Wildtyp des Coronavirus Sars-CoV-2. Es gebe aber keine Hinweise, dass sie zu schwereren Verläufen führten, sagte Ciesek.

Details zu dem Fall wollten Klose und Ciesek nicht nennen. Aus einem Flugzeug sei gemeldet worden, dass eine positiv getestete Person an Bord sei. Diese habe ihres Wissens nach keine Symptome gehabt. Wegen des Einreiselands habe man sich den Erreger genauer angeschaut.

Nach Angaben des RKI ähnelt die in Brasilien nachgewiesene Variante in ihren Veränderungen der aus Südafrika. Eine "erhöhte Transmissibilität wird als denkbar erachtet". Die Situation werde "weiter genau beobachtet".


22.01.2021: Spahn: 60 Prozent der Pflegeheimbewohner haben erste Impfung

Mehr als jeder zweite Pflegeheimbewohner in Deutschland hat nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn inzwischen eine erste Impfung erhalten. "60 Prozent der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner sind bereits geimpft erstmalig, die ersten haben die Zweitimpfung erhalten. Ein großer Teil des Personals ist geimpft", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin.

Man habe allen Grund zur Annahme, dass die Impfteams, wie von Bund und Ländern vereinbart, bis Mitte Februar in allen Pflegeheimen ein Impfangebot machen könnten.

Spahn zeigte sich insgesamt optimistisch: "Dieser Winter ist nicht leicht, das wussten wir immer, aber ich bin sicher, wir haben Aussicht auf einen besseren Sommer." Ziel sei es, bei weiteren Zulassungen von Impfstoffen, im Sommer jedem der möchte, ein Impfangebot zu machen und die Pandemie zu überwinden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstag gesagt, wenn alles wie zugesagt erfolge, könne man es schaffen, "bis Ende des Sommers jedem Bürger ein Impfangebot zu machen". Sie verwies allerdings darauf, dass der Sommer kalendarisch bis 21. September geht.


22.01.2021: Zentrale Gedenkfeier für Opfer der Corona-Pandemie nach Ostern 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will nach Ostern in Berlin eine zentrale Gedenkfeier für die Toten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Deutschland ausrichten.

Gemeinsam mit den anderen Verfassungsorganen wolle er damit "ein Zeichen setzen, dass wir als Gesellschaft gemeinsam trauern, dass wir die Toten und das Leid der Hinterbliebenen nicht vergessen", teilte das Bundespräsidialamt am Freitag in Berlin mit.

In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr mehr als 50 000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.

Um bis dahin ein Zeichen des gemeinsamen Gedenkens zu setzen, rief Steinmeier zugleich alle Bürger zu einer Aktion "#lichtfenster" auf.

Er ermunterte sie, vom Freitag an ein Licht in ihre Fenster zu stellen und auch ein Bild davon mit dem Hashtag #lichtfenster in den sozialen Medien zu teilen. Im Schloss Bellevue werde gut sichtbar ein Licht im zentralen Fenster über dem Portal leuchten.


22.01.2021: Drosten warnt vor zu frühem Ende der Maßnahmen nach Impferfolgen

Der Berliner Virologe Christian Drosten warnt vor einem verfrühten Ende der Corona-Maßnahmen. "Wenn die alten Menschen und vielleicht auch ein Teil der Risikogruppen geimpft sein werden, wird ein riesiger wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, politischer und vielleicht auch rechtlicher Druck entstehen, die Corona-Maßnahmen zu beenden", sagte er dem "Spiegel". "Und dann werden sich innerhalb kurzer Zeit noch viel mehr Leute infizieren, als wir uns das jetzt überhaupt vorstellen können. Dann haben wir Fallzahlen nicht mehr von 20 000 oder 30 000, sondern im schlimmsten Fall von 100 000 pro Tag."

Das seien dann zwar eher jüngere Menschen, aber wenn sich sehr viele davon infizieren, seien die Intensivstationen trotzdem wieder voll und es gäbe trotzdem viele Tote. "Dieses schlimme Szenario könnten wir etwas abfedern, wenn wir die Zahlen jetzt ganz tief nach unten drücken."

Drosten geht zudem nicht davon aus, dass der kommende Sommer in Bezug auf Corona ähnlich wird wie der vergangene. "Dass wir 2020 einen so entspannten Sommer hatten, hatte wahrscheinlich damit zu tun, dass unsere Fallzahlen im Frühjahr unter einer kritischen Schwelle geblieben sind. Das ist inzwischen aber nicht mehr so". Er fürchte, dass es eher so sein wird wie in Spanien, wo im Sommer die Fallzahlen nach Beendigung des Lockdowns schnell wieder gestiegen seien, obwohl es sehr heiß war.


22.01.2021: Coronavirus-Variante in Garmischer Klinikum keine neue Mutation

Die am Klinikum in Garmisch-Partenkirchen entdeckte Variante des Coronavirus ist keine neue Mutation. Aus einem Bericht zur Untersuchung der Proben durch die Berliner Charité gehe hervor, dass es sich um eine erstmals im März 2020 identifizierte Variante handle, teilte das Klinikum am Donnerstag mit.

Über die klinische Relevanz der Coronavirus-Variante lassen sich demnach bislang keine Aussagen machen. Vor der Meldung aus Garmisch-Partenkirchen sei das Virus bislang nur bei 102 Patientenproben weltweit entdeckt worden. Allerdings gebe es laut Sequenzierungsbericht bislang keinen Hinweis darauf, dass sich die in Garmisch aufgetretene Mutation auf die Eigenschaften des Virus auswirkt. 


22.01.2021: Weitere Nachweise der Corona-Varianten in Deutschland

Im Zuge der verstärkten Suche nach den neuen Coronavirus-Varianten hat es in Deutschland weitere Treffer gegeben. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat bislang (Stand 21.1., 0.00 Uhr) 28 Nachweise der Variante B.1.1.7 aus sieben Bundesländern gemeldet bekommen, wie eine Sprecherin mitteilte. Die Variante war erstmals in Großbritannien aufgetaucht und gilt als besonders infektiös. Für die Variante, die sich zunächst in Südafrika stark verbreitete, waren dem RKI insgesamt 17 Fälle aus Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bekannt. Die Meldungen können beim RKI allerdings zeitverzögert ankommen. 

In Deutschland wird noch lange nicht jeder Infizierte auf die genaue Virusvariante untersucht. Über die mögliche Verbreitung der Varianten aus Großbritannien und auch aus Südafrika könne bisher nichts gesagt werden, heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie (GfV).


22.01.2021: EU arbeitet an Impf-Zertifikat - Vorerst keine Vorteile für Geimpfte

Die 27 EU-Staaten wollen an einem gemeinsamen Corona-Impfpass arbeiten - die Diskussion über mögliche Vorteile für Geimpfte jedoch erst später führen. "Wir denken, dass wir in der Lage sein sollten, uns auf gemeinsame Elemente zu verständigen, die in das Zertifikat für medizinische Zwecke aufgenommen werden", sagte EU-Ratschef Charles Michel am Donnerstag nach Videoberatungen mit den EU-Staats- und Regierungschefs. Zu einem späteren Zeitpunkt könne man schauen, ob und wie das Zertifikat noch anderweitig genutzt werden könne. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es jedoch unrealistisch, die Konsequenzen vollständig abzuschätzen.

Vor dem EU-Videogipfel hatten besonders Urlaubsländer wie Malta, Griechenland und Spanien für einen einheitlichen Impfpass und damit verbundene Vorteile wie freies Reisen für Geimpfte geworben. Kanzlerin Angela Merkel lehnte diese Diskussion als verfrüht ab.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte am Donnerstagabend, man müsse differenzieren: Die Dokumentierung des Impfens sei eine medizinische Notwendigkeit, und mit dem gelben Impf-Zertifikat der Weltgesundheitsorganisation gebe es einen weltweiten Standard. Die zweite Frage sei, wofür man das Zertifikat nutzen könne. Dies müsse vorsichtig abgewogen werden, da manches noch unklar sei.

So sei nicht geklärt, ob Geimpfte das Virus weiter übertragen und wie lange der Impfschutz anhalte, sagte von der Leyen. Eine politische Frage sei, wie die Rechte jener gewahrt blieben, die sich noch nicht impfen lassen konnten oder die einen legitimen Grund haben, sich nicht impfen zu lassen. Auch müssten die persönlichen Daten der Menschen geschützt werden. Wenn die Zeit reif sei, müsse darüber eine ausführliche Debatte geführt und Konsens unter den EU-Staaten gefunden werden.


22.01.2021: FFP2 wird ab Montag zur neuen Alltagsmaske in NRW

Sie sehen ein bisschen aus wie Kaffeefilter: Masken nach FFP2 oder KN95-Standard. Bisher nur freiwillig, werden sie in NRW ab Montag Pflicht in Bussen und Bahnen, Supermärkten, Arztpraxen und Gottesdiensten. Der bisherige Name Alltagsmaske für einen Mund-Nasen-Schutz aus Stoff wird dadurch irreführend. Denn tatsächlich wird für viele die medizinische Maske zum Alltag.

In der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde, wird den Spezialmasken ein langer Passus gewidmet. Unter anderen heißt es dort auch: "Soweit Kinder unter 14 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen". Kinder bis zum Grundschulalter sind weiter von der Maskenpflicht ausgenommen. 

Wo man keine OP- oder FFP2-Maske tragen muss, gelten weitgehend die bisherigen Regeln für "normale" Masken. Die muss man zum Beispiel weiter auf Spielplätzen benutzen oder auf dem Supermarkt-Parkplatz.

Galten bislang Stoffmasken als ausreichend, um das Corona-Virus zu bremsen, hat die Politik nun Angst vor den extrem ansteckenden Mutationen. Gegen sie sollen die OP-Masken oder FFP2-Masken schützen, die besonders dicht sind. 


22.01.2021: Mehr als 50.000 Corona-Tote in Deutschland seit Pandemiebeginn

In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie mehr als 50.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 859 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 50.642. 

Als Covid-19-Todesfall zählt das RKI nachweislich infizierte Menschen, die direkt an Corona gestorben sind und solche mit Vorerkrankungen, bei denen sich die Todesursache nicht abschließend klären lässt. Es liegt am Ermessen des Gesundheitsamtes, ob es einen Fall als verstorben "an" oder "mit" Covid-19 an das RKI übermittelt. Forscher gehen davon aus, dass die Zahl der Covid-19-Todesfälle ohne die Corona-Einschränkungen um ein Vielfaches höher läge.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI außerdem 17.862 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Vor genau einer Woche hatte das RKI 22 .68 Neuinfektionen verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bei 115,3. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern bleiben jedoch groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 218,4 und Brandenburg mit 194,4. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 80,9.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.106.262 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.780.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


21.01.2021: Abi- und Abschlussprüfungen sollen auch im Corona-Jahr stattfinden 

Die Abschlussprüfungen an Schulen und Berufsschulen sollen nach derzeitigen Plänen der Kultusminister der Länder auch in diesem Corona-Schuljahr wie geplant stattfinden. Zudem sollen alle Abschlüsse in den Ländern gegenseitig anerkannt und als gleichwertig mit denen anderer Jahrgänge eingestuft werden. Darauf haben sich die Ministerinnen und Minister am Donnerstag in einer Schaltkonferenz verständigt. Auch beim Thema "Sitzenbleiben" gibt es eine gemeinsame Empfehlung.

"Die Kultusministerkonferenz bekräftigt, dass die Abiturprüfungen auch im Jahr 2021 stattfinden", heißt es in dem gemeinsamen Beschluss. Dafür solle auch der gemeinsame Abituraufgabenpool genutzt werden, "wenn dem nicht zwingende Gründe entgegenstehen". Die Länder sagen außerdem zu, sicherzustellen, dass die Abschlüsse im Sekundarbereich eins, also beispielsweise Haupt- und Realschulabschlüsse, erlangt werden können. Einschränkend heißt es hier: "in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen" und "unter Wahrung der regulären Standards und Beachtung der landeseigenen Regelungen".

Zu Berufsabschlüssen heißt es: "An Berufsschulen sind Prüfungen durchzuführen, soweit es das Infektionsgeschehen zulässt."

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) sagte zu den getroffenen Verabredungen: "Unser heutiger Beschluss ist von dem Leitgedanken getragen, dass Schülerinnen und Schülern in diesem von der Pandemie geprägten Schuljahr keine Nachteile für ihre weitere Bildungsbiografie entstehen dürfen."

Insgesamt sind sich die Minister einig, dass Prüfungen auch in geschlossenen Schulen stattfinden können, "sofern es keine entgegenstehenden Landesregelungen gibt". Auch im vergangenen Frühjahr fanden bei geschlossenen Schulen Prüfungen statt. Mündliche Prüfungen sollen im Ausnahmefall diesmal auch über Video möglich sein.

Aufgegriffen wird in dem KMK-Beschluss auch die Debatte über das «Sitzenbleiben». Der Deutsche Lehrerverband hatte mehrfach gefordert, lernschwachen Schülern eine freiwillige Wiederholung des Schuljahres anzubieten, ohne das als "Sitzenbleiben" zu werten. In der KMK-Vereinbarung heißt es nun, dass die Länder Schülern die Möglichkeit eröffnen könnten, das Schuljahr zu wiederholen, ohne dass dies auf die Verweildauer angerechnet werde - "insbesondere in der gymnasialen Oberstufe".

Das freiwillige Wiederholen eines Schuljahres ist auch heute schon möglich. Mancherorts wird es allerdings als "Sitzenbleiben" gewertet. Das bedeutet, dass ein Schüler unter Umständen die Schule verlassen muss, wenn er freiwillig wiederholt und seine Leistungen am Ende des Wiederholungsjahres nicht für eine Versetzung reichen. 

Grundsätzlich handelt es sich bei der Verabredung der Kultusminister um einen rechtlich nicht bindenden gemeinsamen Rahmen. Die Bundesländer sind für Schulpolitik selbst verantwortlich und entscheiden am Ende selbstständig, wie genau sie in der Pandemie weiter vorgehen.

Um die Bildungsrückstände halbwegs aufzufangen, die durch die aktuelle Situation entstehen, erwähnen die Kultusminister zudem verschiedene Maßnahmen, die zum Teil in ihren Ländern auch schon umgesetzt werden. Dazu gehören die Verschiebung von Prüfungsterminen oder weniger Klassenarbeiten und Klausuren, um Lernzeit zu gewinnen und mehr Eigenständigkeit der Schulen bei der Auswahl von Prüfungsaufgaben.


21.01.2021: Merkel: Die Mühen des Lockdowns beginnen sich auszuzahlen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Fortsetzung des Lockdowns in Deutschland verteidigt. Es ergebe sich derzeit ein sehr gespaltenes Bild, sagte sie am Donnerstag in Berlin.

Zum einen gingen die Neuinfektionen endlich zurück. "Das zeigt, dass die harten Einschnitte, die die Menschen in Deutschland seit Wochen auf sich nehmen müssen, sich auszuzahlen beginnen. Und es zeigt im Grunde, dass die Mühe sich lohnt", sagte Merkel. Zugleich aber seien die täglichen Todeszahlen erschreckend hoch. "Das sind nicht einfach Zahlen, das sind Menschen, die in Einsamkeit gestorben sind, das sind Schicksale, das sind Familien, die um sie trauern", betonte die Kanzlerin. 

Außerdem berge die Mutation des Virus eine große Gefahr. Alles deute darauf hin, dass das mutierte Virus um ein Vielfaches ansteckender sei als das bekannte. Die Ausbreitung dieser Mutation müsse so weit wie möglich verlangsamt werden. Wenn man jetzt warte, könne eine dritte, möglicherweise noch heftigere Welle der Pandemie vielleicht nicht verhindert werden, warnte Merkel. "Wir können das noch verhindern", betonte sie. "Es ist noch etwas Zeit, um der Gefahr, die in diesem mutierten Virus steckt, vorzubeugen."

Alle zusätzlichen Einschränkungen dienten der Vorsorge für das Land, für die Gesundheit der Bürger und auch Wirtschaft, Arbeitswelt und Kultur. «Alles dient dem Ziel, in diesem Jahr die Pandemie in den Griff zu bekommen und schließlich auch zu überwinden», betonte Merkel.


21.01.2021: Corona: Deutlicher Rückgang bei den Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland zuletzt deutlich gesunken. So gab das Robert Koch-Institut (RKI) die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 119,0 an - das ist der niedrigste Wert seit dem 1. November. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche, war in den vergangenen zehn Tagen kontinuierlich gesunken.

Ihren bisherigen Höchstwert hatte sie kurz vor Weihnachten (22.12.) mit 197,6 erreicht. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 225,0 und Brandenburg mit 203,3. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 76,6.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI am Donnerstagmorgen zudem 20.398 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem wurden 1013 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI 25.164 Neuinfektionen und 1244 neue Todesfälle - der bisherige Höchststand - binnen 24 Stunden verzeichnet. 

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.088.400 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 49.783. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.762.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag: ebenfalls 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


20.01.2021: Impfstoff von Biontech schützt wahrscheinlich auch vor Corona-Mutationen

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer dürfte auch vor der Corona-Variante B.1.1.7 schützen. Darauf deutet eine Labor-Studie der beiden Unternehmen hin. Ein deutscher Experte findet die Daten überzeugend, bislang wurden sie aber nicht in einem begutachteten Fachjournal veröffentlicht.

In Deutschland und anderen Ländern geht die Angst um, dass ansteckendere Mutanten des Coronavirus die Infektionslage massiv verschlechtern könnten. In Großbritannien hatte sich die Variante B.1.1.7 rasch verbreitet - auch hierzulande gibt es vereinzelt Nachweise. Die Mutante zeichnet sich durch mehrere Veränderungen am sogenannten Spike-Protein aus. Dieses Bauteil ermöglicht es dem Virus, an Körperzellen zu binden und in diese einzudringen.

Gleichzeitig ist das Spike-Protein das Ziel des Impfstoffs. Geimpfte bilden unter anderem Antikörper, die an das Bauteil binden und damit das Virus unschädlich machen. Biontech und Pfizer wollten deshalb nun wissen, ob die Mutationen am Spik-Protein die Schutzwirkung des Impfstoffes beeinträchtigen. 


20.01.2021: Sachsen-Anhalt lockert Kontaktregeln zugunsten Kinderbetreuung

In Sachsen-Anhalt werden die Kontaktregeln etwas gelockert, damit Familien einander bei der Kinderbetreuung unterstützen können. Von Montag an sei es erlaubt, die Kinder bis zu 14 Jahre von maximal zwei Haushalten zu betreuen, kündigte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Mittwoch an. Dabei werde darum gebeten, möglichst feste Betreuungsgruppen zu bilden.

Für die neue Regel gebe es auch einen logischen Grund, ergänzte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Der Bundesrat habe am Montag zugestimmt, dass die Zahl der Kinderkrankentage je Elternteil um zehn Tage aufgestockt wird. Damit soll Eltern die Kinderbetreuung ermöglicht werden, weil Schulen und Kitas derzeit im Notbetrieb sind.

Da der Lockdown bis Mitte Februar verlängert werde, würden aber die zusätzlichen Kinderkrankentage nicht reichen, sagte Haseloff. Mit der erlaubten Nachbarschaftshilfe solle ermöglicht werden, trotzdem eine Betreuung zu organisieren.

Sachsen-Anhalt gehört mit Thüringen, Sachsen und Brandenburg zu den Ländern mit dem stärksten Infektionsgeschehen. Mit dem verlängerten Lockdown sollen die Zahlen endlich deutlich gesenkt werden. Von Montag an gilt deshalb unter anderem die Pflicht, beim Einkaufen und in Bus und Bahn besser schützende FFP2- oder OP-Masken zu tragen.


20.01.2021: Gericht setzt Corona-Kontaktbeschränkungen teils außer Vollzug

Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes hat die Corona-Kontaktbeschränkungen im Familienkreis vorläufig außer Vollzug gesetzt. Es gebe in der Corona-Verordnung des Saarlandes einen Widerspruch, den die Landesregierung nun klären müsse, teilte das OVG am Mittwoch in Saarlouis mit (Az.: 2 B 7/21).

Eine Regelung der Verordnung sehe vor, dass private Treffen auf einen Haushalt und eine nicht in diesem Haushalt lebende Person beschränkt seien. Eine andere Regelung dagegen nenne als Ausnahme vom Kontaktverbot den familiären Bezugskreis, zu dem Ehegatten, Lebenspartner sowie Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörigen gehörten. 

Das OVG sieht in dem Widerspruch einen Verstoß gegen das rechtsstaatliche Gebot der Bestimmtheit von Normen. "Eine Vorschrift muss so formuliert sein, dass die von ihr Betroffenen die Rechtslage erkennen und ihr Verhalten danach einrichten können", hieß es in einer Mitteilung des Gerichts. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Anlass für die Entscheidung im Normenkontrolleilverfahrens war die Klage einer Frau aus dem Saarland. Sie hatte kritisiert, die Verordnung hindere sie, ihre Enkel gemeinsam mit ihrem Mann und mit deren Eltern zu treffen oder zu besuchen.


20.01.2021: Indien gibt Impfstoffe kostenlos an andere Länder

Indien will eigens produzierte Corona-Impfstoffe kostenlos an andere Länder abgeben. Zunächst sollen die Nachbarländer Bhutan, Malediven, Bangladesch, Nepal und Myanmar sowie die Seychellen ab Mittwoch mit den Hilfsgütern beliefert werden, hieß es aus dem Außenministerium in Neu Delhi. Außenminister Subrahmanyam Jaishankar twitterte entsprechend: "Die Apotheke der Welt wird liefern, um die Covid-Herausforderung zu meistern."

Indien wird oft - wie einst Deutschland - als die "Apotheke der Welt" bezeichnet, da im zweitbevölkerungsreichsten Land nach eigenen Angaben rund die Hälfte aller Impfstoffe weltweit hergestellt werden.

Viele gehen in ärmere Länder. Für diese Staaten werden die Produkte aus Indien auch jetzt von großer Bedeutung sein, denn anders als Deutschland und andere reiche Länder konnten sie sich nicht direkt viele Dosen sichern.


20.01.2021: 15.974 Corona-Neuinfektionen und 1148 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 15 974 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1148 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 19 600 Neuinfektionen und 1060 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Einen Überblick über die neu beschlossenen Corona-Regeln kannst du hier nachlesen.

"Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche sinken die Fallzahlen in den meisten Bundesländern (jedoch nicht allen) nun leicht", schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstagabend. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 123,5. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 237,7 und Brandenburg mit 208,8. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 78,5.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.068.002 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 20.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 48.770. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.741.800 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,87 (Vortag: 0,89). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


19.01.2021: Kreise: Maskenpflicht wird verschärft

Bund und Länder haben sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf eine schärfere Maskenpflicht verständigt. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften sollen künftig medizinische Masken getragen werden müssen, also sogenannte OP-Masken oder etwa FFP2-Masken, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern der Beratungen vonseiten des Bundes sowie der Länder erfuhr. Eine Einigung auf ein gesamtes Beschlusspapier gab es am Dienstag aber noch nicht.

Medizinische Masken haben eine höhere Schutzwirkung als Alltagsmasken wie etwa Stoffmasken, wie aus einem Entwurf für ein Beschlusspapier hervorgeht. Dies gilt dem Entwurf zufolge gerade vor dem Hintergrund möglicher besonders ansteckender Mutationen des Coronavirus.


19.01.2021: Kreise: Bund und Länder einig über Vorgaben für Homeoffice

Bund und Länder sind sich einig über Vorgaben für mehr Homeoffice in Unternehmen. Demnach müssen Arbeitgeber überall dort, wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen, sofern die Tätigkeiten es zulassen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Teilnehmern der Beratungen vonseiten des Bundes sowie der Länder erfuhr. Dazu werde das Bundesarbeitsministerium eine Verordnung erlassen. Eine Einigung auf ein gesamtes Beschlusspapier gab es aber noch nicht.

Angesichts der pandemischen Lage sei auch die weitere Reduzierung von epidemiologisch relevanten Kontakten im beruflichen Kontext erforderlich, hieß es in einem Entwurf für ein Beschlusspapier.


19.01.2021: Bund und Länder einig über Verlängerung des Lockdowns

Bund und Länder sind sich einig, dass zur Eindämmung des Coronavirus der bis Ende Januar befristete Lockdown bis zum 14. Februar verlängert wird. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Teilnehmern der Beratungen vonseiten des Bundes sowie der Länder.

Damit bleiben etwa die Gastronomie, Freizeiteinrichtungen sowie der Einzelhandel geschlossen. Ausnahmen gelten weiterhin zum Beispiel für Supermärkte. Eine Einigung auf ein gesamtes Beschlusspapier gab es aber noch nicht.


19.01.2021: Großbritannien verzeichnet weltweit höchste Corona-Todesquote

Großbritannien verzeichnet derzeit relativ zur Bevölkerung die weltweit höchste Anzahl von Corona-Todesfällen. Im gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt waren es zuletzt mehr als 16,5 Tote pro einer Million Menschen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Universität Oxford hervor, die sich auf Daten der Johns-Hopkins-Universität bezieht. Damit liegt Großbritannien knapp vor Tschechien und Portugal und deutlich vor Deutschland und den USA, die beide in diesem Zeitraum im Schnitt mehr als neun Todesopfer pro einer Million Einwohner verzeichneten. Insgesamt liegt die Zahl der Sterbefälle in Großbritannien, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein vermerkt wurde, inzwischen bei knapp 96.000.


19.01.2021: Laborärzte: Rate positiver Tests gesunken - "erstes gutes Zeichen"

Der Anteil positiver Corona-Tests in Deutschland ist nach Daten von Laboren in der vergangenen Woche zurückgegangen. Im Vergleich zur Vorwoche sei die sogenannte Positivrate um gut ein Fünftel auf 10,8 Prozent gesunken, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag in Berlin mit. Zeitweise hatte die Rate bei mehr als 16 Prozent gelegen. Je höher die Positivrate bei hohen Fallzahlen ist, desto höher ist schätzungsweise auch die Dunkelziffer.

"Das ist ein erstes gutes Zeichen für ein möglicherweise rückläufiges Infektionsgeschehen", erklärten die Labormediziner. Das Bild sei allerdings unvollständig. So müssten zum Beispiel auch Ergebnisse von sogenannten Antigen-Schnelltests "dringend" in die Teststatistik einfließen, hieß es. Die Zahl der durchgeführten Labortests blieb nach Daten von 170 Laboren zwischen 11. und 17. Januar mit rund einer Million ungefähr konstant im Vergleich zur ersten Kalenderwoche. Die teilnehmenden Labore sind laut Verband für 80 bis 90 Prozent der Corona-Tests bundesweit verantwortlich.


19.01.2021: Bundesregierung einigt sich auf Nachbesserungen bei Corona-Hilfen

Die Bundesregierung bessert nach massiver Kritik aus der Wirtschaft bei den Corona-Hilfen für Unternehmen nach. "Die Hilfen werden einfacher, umfangreicher und zielgenauer", sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Dienstag. Scholz erzielte eine Einigung mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Altmaier erklärte: "Wir werden die Überbrückungshilfe III drastisch vereinfachen und auch bei der Höhe noch eine Schippe drauf legen."

Künftig soll es nach den Worten von Scholz einen erweiterten Zugang zu den Hilfen geben, außerdem soll der Förderhöchstbetrag aufgestockt werden. Auch die Abschlagszahlungen sollen erhöht werden, das sind Vorschüsse auf spätere Zahlungen.

Die Einigung kam kurz vor Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Dort ging es um eine Fortsetzung des Lockdowns bis in den Februar hinein sowie um mögliche schärfere Regeln. Erwartet wurde, dass die Nachbesserungen bei den Corona-Hilfen Bestandteil des Beschlusses sind. Entscheidend ist aber eine Verständigung innerhalb der Bundesregierung, weil der Bund die finanziellen Mittel gibt.


19.01.2021: Verwaltungsgerichtshof setzt bayernweites Alkoholverbot außer Vollzug

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das bayernweite Alkoholverbot im öffentlichen Raum vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Gericht gab damit nach Angaben vom Dienstag dem Eilantrag einer Privatperson aus Regensburg statt.


19.01.2021: Lockdown bis mindestens 15. Februar?

Laut Informationen der BILD soll der bundesweite bis mindestens 15. Februar 2021 verlängert werden. Dies soll beim Bund-Länder-Treffen beschlossen werden. Alle bisherigen Beschlüsse behalten bis dahin ihre Gültigkeit.

Zudem soll die Bevölkerung dazu aufgefordert werden, sich bei der einen Kontaktperson außerhalb des eigenen Hausstandes auf einen festen Kontakt zu beschränken.

Des Weiteren sollen die Kontakte im öffentlichen Nahverkehr reduziert werden. Es wird angestrebt, lediglich ein Drittel der regulär zulässigen Fahrgastzahlen zu erlauben. Bei Bus- und Bahnfahrten soll zudem eine FFP2-Maskenpflicht herrschen.


19.01.2021: Meinungsverschiedenheiten vor Bund-Länder-Debatte

Kurz vor den neuen Corona-Beratungen von Bund und Ländern am Dienstagnachmittag gibt es erhebliche Unstimmigkeiten über schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, meldeten SPD-Länder eine Reihe von Änderungen an einer Beschlussvorlage an, die zuvor an mehrere Länder verschickt worden war. Entsprechende Papiere lagen der dpa vor. Vor den von 14.00 Uhr an geplanten Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sollte es noch Vorgespräche geben.


19.01.2021: WHO: Bisher erst 25 Impfdosen in einem der ärmsten Länder gespritzt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut die gewaltige Kluft bei den Corona-Impfungen zwischen den reichen und den armen Ländern scharf kritisiert. Während in mindestens 49 wohlhabenden Staaten inzwischen 39 Millionen Dosen verabreicht worden seien, liege die Zahl der gespritzten Dosen in einem der besonders armen Länder bei gerade einmal 25, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag zum Auftakt einer mehrtägigen Sitzung des WHO-Exekutivrates.

"Nur 25 Dosen wurden in einem der ärmsten Länder verabreicht, nicht 25 Millionen, nicht 25 000, nur 25", betonte der WHO-Chef. Das sei nicht hinnehmbar. Um welches Land es sich dabei konkret handelt, sagte er nicht. "Ich muss unverblümt sagen: Die Welt steht am Rand eines katastrophalen moralischen Versagens."


19.01.2021: 11.369 Corona-Neuinfektionen und 989 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11 369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 989 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Bei den aktuellen Zahlen ist zu beachten, dass die Daten Nachmeldungen enthalten können - am Vortag hatten manche Bundesländer ihre Daten nur unvollständig oder gar nicht übermittelt. Das RKI schrieb dazu in seinem Lagebericht vom Montagabend: "Aus Rheinland-Pfalz wurden gestern keine Daten übermittelt. Aus Bayern und dem Saarland wurden Daten übermittelt, allerdings sind die Daten nicht vollständig am RKI eingegangen."

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 131,5. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 256,3 und Sachsen mit 225,7. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 83,2.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.052.028 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 19.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 47.622. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.716.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,89 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


18.01.2021: SPD-Länderchefs für Lockdown-Verlängerung bis Mitte Februar 

Bei den Bund-Länder-Beratungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wollen die SPD-Länderchefs nach Angaben der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) eine Verlängerung der Einschränkungen im öffentlichen Leben bis zum 14. Februar vorschlagen. Bei einer Besprechung am Sonntagabend habe es Einigkeit gegeben, sich dies vorstellen zu können, wenn gleichzeitig "die Wirtschaftshilfen schneller kommen", sagte Dreyer am Montag in Mainz. Beides müsse miteinander gekoppelt werden.

Es sei keine leichte Entscheidung, "dass der Shutdown verlängert wird um zwei Wochen", sagte Dreyer. Es sei "aber genauso wichtig, dass wir mit den Zahlen weiter runterkommen wollen und müssen." Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sei zwar zuletzt zurückgegangen. "Es ist aber auch klar, dass wir noch ein ganzes Stück entfernt sind von dem, was wir erreichen wollen."


18.01.2021: Mehr Kinderkrankentage - auch Bundesrat stimmt zu

Die Ausweitung des Kinderkrankengeldes in diesem Jahr ist beschlossene Sache. Nach dem Bundestag hat der Bundesrat am Montag in einer Sondersitzung den Plänen abschließend zugestimmt. Eltern, die sich wegen coronabedingter Einschränkungen an Kitas und Schulen von der Arbeit freistellen lassen müssen, sollen dafür auch die sogenannten Kinderkrankentage einsetzen können. Die Zahl der Krankentage pro Elternteil wird zudem von 10 auf 20 verdoppelt. Alleinerziehende erhalten 40 statt der üblichen 20 Tage. 

Nach dem Bundesratsbeschluss kann das Gesetz nach Unterzeichnung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zügig in Kraft treten und soll rückwirkend zum 5. Januar gelten. Durch die Regelung müssen zumindest gesetzlich Krankenversicherte - für privat Versicherte gilt die Regelung nicht - nicht ganz so große Einkommensverluste hinnehmen. Das Kinderkrankengeld beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes. Normalerweise zahlt es die gesetzliche Krankenkasse, wenn Eltern wegen der Pflege eines kranken unter 12-jährigen Kindes nicht arbeiten gehen können. Bei Kindern mit Behinderung gilt das über diese Altersgrenze hinaus.


18.01.2021: Möglicherweise neue Coronavirus-Variante in Garmischer Klinikum

Am Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist eine möglicherweise neue Variante des Coronavirus entdeckt worden. Derzeit würden Proben an der Berliner Charité untersucht, teilte das Klinikum am Montag mit. Bei einem Ausbruch in dem Krankenhaus habe der Verdacht bestanden, dass es sich bei den aktuellen Infektionen um eine veränderte Variante handeln könnte.

"Dies hat sich in einer ersten Zwischenmeldung der Charité bestätigt." In dem Klinikum waren 52 Patienten und 21 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Zunächst hatte der "Münchner Merkur" darüber berichtet. 

Noch aber ist völlig unklar, ob die Veränderung wirklich neu ist und ob sie Auswirkungen auf die Infektiosität oder die Schwere der Erkrankung hat. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden weltweit mehr als 12 000 Veränderungen in den Sequenzen des Virus festgestellt. Am bekanntesten wurden die Varianten aus Großbritannien und Südafrika, da sie nach bisherigen Erkenntnissen ein höheren Ansteckungsrisiko bergen.

"Es handelt sich sicher nicht um eine der bekannten englischen oder südafrikanischen Varianten", erläuterte Clemens Stockklausner, stellvertretender Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Garmisch-Partenkirchen. 


18.01.2021: Bayern verschiebt wegen Corona-Pandemie alle Schulabschlussprüfungen 

Nach den Abiturprüfungen werden wegen der Corona-Pandemie in Bayern auch an allen anderen Schularten die Abschlussprüfungen verschoben: an Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen um zwei, an den Fachoberschulen und Berufsoberschulen sogar um gut drei Wochen. Das teilte das Kultusministerium am Montag in München mit. In der Oberstufe der Gymnasien und in der Grundschule wird zudem die Zahl der Klausuren und Probearbeiten nochmals reduziert - eine logische Folge der derzeitigen, bislang bis Monatsende befristeten Schulschließungen.

"Dieses Schuljahr im Zeichen der weltweiten Corona-Pandemie erfordert besondere Maßnahmen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). "Wichtig ist mir: Wir ermöglichen allen Jugendlichen in den jeweiligen Abschlussklassen faire Bedingungen für ihre anstehenden Prüfungen." Auch in Klasse vier, wenn der Übertritt auf weiterführende Schulen ansteht, nehme man zeitlichen Druck heraus.


18.01.2021: Bund finanziert FFP2-Masken sogar für 34 Millionen Bürger

Zum Schutz vor dem Coronavirus sollen mehr Menschen aus Risikogruppen vom Bund finanzierte FFP2-Masken bekommen als zunächst vorgesehen. Nach einem Abgleich mit Versichertendaten der Krankenkassen sollen nun 34,1 Millionen statt 27 Millionen Bürger in diesen Tagen Gutscheine für zwölf FFP2-Masken zugesandt bekommen, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin sagte.

Der Bund hatte die Ausgabe der Masken für diesen Winter als Schutz für Menschen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe beschlossen - dazu zählen Über-60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Mit den Coupons sollen sie die Masken in Apotheken abholen können.

Vorgesehen ist ein Eigenanteil von zwei Euro für je sechs Masken. Der Bund rechnete schon bezogen auf 27 Millionen Berechtigte mit Kosten von rund 2,5 Milliarden Euro. FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten aber auch keinen 100-prozentigen Schutz.


18.01.2021: Einreise aus Gebieten mit Virus-Mutationen nur mit negativem Test - Baden-Württemberg

Nach den Verschärfungen der Regeln für Rückkehrer aus Risikogebieten im Ausland durch die Bundesregierung hat auch Baden-Württemberg seine entsprechende Corona-Verordnung überarbeitet. Am Montag (18. Januar) gelten die neuen Regelungen, wie das Sozialministerium am Sonntagabend mitteilte.

Wer aus einem Gebiet zurückkehrt, in dem ansteckendere Virus-Varianten kursieren, muss ein negatives Corona-Testergebnis bei der Einreise mitführen. Es gilt eine Quarantänepflicht. Die Verkürzung der Quarantänedauer mit einem weiteren Test ist nicht möglich. Die Einreise muss elektronisch angemeldet werden. Als sogenannte Virusvariantengebiete gelten derzeit Südafrika, Großbritannien, Irland und Nordirland - und ab Dienstag auch Brasilien.

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet einreist, muss die Einreise ebenfalls elektronisch anmelden und einen Negativtest mitführen. Ausnahmen von der Testpflicht gibt es in wenigen Fällen. Es gilt ebenfalls eine Quarantänepflicht. Aktuell gebe es noch keine solchen Hochinzidenzgebiete im Ausland, hieß es.

Wer aus einem regulären Risikogebiet einreist, kann den Test auch nachholen - bis spätestens 48 Stunden nach der Einreise muss das Ergebnis da sein. Von der Testpflicht ausgenommen sind etwa Durchreisende, Grenzpendler und Grenzgänger oder Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter transportieren. Fast alle Staaten gelten derzeit als Risikogebiet

Generell gilt: Der Nachweis über den Negativtest muss zehn Tage lang aufgehoben und auf Anforderung der zuständigen Behörde vorgelegt werden. Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht befreit.


18.01.2021: 7141 Corona-Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 7141 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Das ist laut RKI der niedrigste Wert an Neuinfektionen seit dem 20. Oktober. Außerdem wurden 214 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Seit dem 14. Dezember war der Wert nicht mehr so niedrig. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12 497 Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

"Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche scheinen sich die Fallzahlen wieder zu stabilisieren", schrieb das RKI in seinem Lagebericht am Sonntagabend.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 134,4. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 274,2 und Sachsen mit 244,9. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 86,6.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.040.659 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 18.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 46.633. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.691.700 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,93 (Vortag: 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


17.01.2021: Lieferengpass: Vorerst keine neuen Impftermine in Sachsen 

In Sachsen können vorerst keine neuen Impftermine vergeben werden. Weder online noch telefonisch sei eine Vereinbarung ab Montag möglich, sagte Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Grund dafür ist der angekündigte Lieferengpass des Impfstoff-Herstellers Biontech-Pfizer. "Wir können leider nur so viele Termine vergeben, wie wir auch Impfstoff haben", erklärte Kranich. Nun müsse man erst einmal abwarten, wie sich die Situation entwickle.

Bisher wurden rund 9000 Impftermine über das Online-Buchungsportal vergeben. Diese könnten in der kommenden Woche abgesichert werden, betonte Kranich. Für übernächste Woche allerdings könnten wegen des fehlenden Impfstoffes keine Termine in den Impfzentren angeboten werden. Am Montag (18. Januar) sollte die Telefonhotline mit der Vergabe von Terminen starten - ohnehin später als geplant. Bisher werden über die Nummer lediglich Fragen zum Thema Impfen beantwortet.

Sachsen garantiert trotz des Lieferengpasses beim Corona-Impfstoff jedoch die Wiederholungsimpfung. Das gilt für Menschen, die seit dem 27. Dezember bereits geimpft wurden, sowie für jene, die schon einen Termin für die nächsten Tage haben. Das hatte Gesundheitsministerin Petra Köpping betont. Sachsen hat die Hälfte der zur Verfügung stehenden Dosen für die zweite Impfung zurückgehalten.


17.01.2021: Klinikum Bremerhaven: 13 Corona-Fälle in der Unfallchirurgie 

Auf einer Station der Unfallchirurgie des Klinikums Bremerhaven sind 13 Patienten positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden. Von einer Ausbreitung auf weitere Stationen sei nach jetzigem Kenntnisstand nicht auszugehen, teilte das Klinikum am Sonntag mit. Für die beiden unfallchirurgischen Stationen gelte ein vorübergehender Aufnahmestopp. Einschränkungen im unfallchirurgischen Programm seien möglich, die Notfallversorgung sei jedoch uneingeschränkt sichergestellt. Der Ursprung der Infektionen war zunächst noch unklar. Tests zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten bei Patienten und Mitarbeitern liefen.

Positiv getestete Patienten wurden den Angaben zufolge umgehend isoliert. Positive Befunde aus den Tests der Mitarbeiter lägen nicht vor. Einen Zusammenhang des Ausbruchs mit kürzlich bekanntgewordenen acht positiven Fällen auf der Geriatrie schloss das Klinikum aus. Zwei der vier geriatrischen Stationen hätten wieder den regulären Betrieb aufgenommen, die dritte geriatrische Station solle Anfang der Woche wieder in den Betrieb gehen. Die vierte Station werde derzeit als zusätzliche Isolationsstation genutzt.


17.01.2021: Österreich verlängert Lockdown bis 7. Februar - Kurz verspricht normalen Sommer

Österreich verlängert den Corona-Lockdown bis zum 7. Februar. Bundeskanzler Sebastian Kurz begründete dies am Sonntag in Wien damit, dass ansteckendere Mutationen des Virus nun auch in Österreich angekommen seien. Die Lage habe sich nochmals deutlich verschärft. Ziel sei, nach der zweiwöchigen Verlängerung Handel und Museen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder zu öffnen. Auch Dienstleistungsbetriebe wie Friseure sollen dann wieder arbeiten dürfen.

Allerdings müssten die täglich gemeldeten Neuinfektionen deutlich sinken, fügte Kurz hinzu. So lange blieben Ausgangsbeschränkungen in Kraft und auch Schulen im Fernunterricht. Nach Ende des Lockdowns ist geplant, die Schule in Schichtbetrieb wieder zu öffnen. Skipisten und Eislaufplätze sind weiterhin geöffnet.

Ursprünglich waren Lockerungen zum 25. Januar geplant. Aufgrund der neuen, in Großbritannien entdeckten Virus-Mutation hatten Experten jedoch davor gewarnt, zu früh zu öffnen. Die ansteckende Virus-Variante B.1.1.7 sei ersten Erkenntnissen bereits relativ stark in Österreich verbreitet. In den kommenden zehn Wochen werde das Virus noch sehr viel von den Österreichern abverlangen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. «Es wird die schwierigste Phase der Pandemie werden.»


17.01.2021: Fahndung nach Coronavirus-Mutationen auch in Thüringen 

Auch in Thüringen fahnden Wissenschaftler nach Erbgutveränderungen im Coronavirus. Am Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums seien in den vergangenen Wochen bei etwa 40 Abstrichen der komplette genetische Code des Virus bestimmt worden, sagte Institutsleiter Mathias Pletz auf Anfrage. "Die britische Variante haben wir noch nicht gefunden." Allerdings könne nicht jeder einzelne Abstrich auf Erbgutveränderungen untersucht werden. "Das ist sehr aufwendig und kostspielig."

Bei Viren treten stetig zufällige Veränderungen im Erbgut auf, Mutationen genannt. Manche verschaffen dem Erreger Vorteile - etwa, indem sie ihn leichter übertragbar machen. Im Dezember wurde eine Variante des Coronavirus in Großbritannien nachgewiesen, die Analysen zufolge ansteckender sein könnte als die bisher kursierenden.

Pletz zufolge gibt es inzwischen auch PCR-Testverfahren, die gezielt neue Virusvarianten erkennen. In Thüringen sollen diese am Jenaer Uniklinikum ebenfalls zum Einsatz kommen, wie er sagte.

Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte derweil im Interview mit der "Thüringer Allgemeine" (Samstagsausgabe) erklärt, dass es derzeit keine Hinweise auf die zuerst in England festgestellte Mutation in Thüringen gebe. "Ich befürchte nur, wenn ich mir die Lkw-Konvois anschaue, die im Moment unter dem Ärmelkanal durchrauschen, dass es nur eine Frage der Zeit ist", sagte Ramelow.


17.01.2021: Gesundheitsministerium lehnt Vorstoß zu Vorteilen für Geimpfte ab 

Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Vorstoß von Außenminister Heiko Maas zurückgewiesen, geimpften Menschen Ausnahmen von Corona-Beschränkungen zu ermöglichen. "Eingriffe in Freiheitsrechte müssen immer gut begründet sein", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Sonntag auf Anfrage in Berlin. "Aber solange nicht klar ist, ob ein Geimpfter das Virus übertragen kann, kann es keine Ausnahmen geben."

Maas hatte gefordert, Geimpften früher als anderen den Besuch von Restaurants oder Kinos zu erlauben. Es sei noch nicht abschließend geklärt, inwiefern Geimpfte andere infizieren könnten, sagte er der "Bild am Sonntag". "Was aber klar ist: Ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg. Damit fällt mindestens ein zentraler Grund für die Einschränkung der Grundrechte weg."


17.01.2021: Potsdamer Klinik plant Tests von Corona-Mutationen 

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann will am Montag mit der Prüfung positiver Corona-Tests auf mögliche Mutationen beginnen. Die ersten Tests würden dann zur Sequenzierung an die Ripac-Labor GmbH in Potsdam und an die IIT Biotech GmbH in Bielefeld geschickt, teilte das größte Krankenhaus in Potsdam am Sonntag mit. Bisher könne das Klinikum Ernst von Bergmann solche Untersuchungen nicht selbst vornehmen. Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt erklärte jedoch: "Unser Ziel ist, schnellstmöglich eine Potsdamer Lösung zu finden - sei es über Kooperationen und/oder eigene Kapazitäten."

Vom Coronavirus wurden dem Robert Koch-Institut zufolge inzwischen mehrere Varianten entdeckt. Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, dass die Variante, die in Großbritannien bekannt wurde, noch leichter übertragbar sei. Von einer neuen Virusvariante werde auch aus Südafrika berichtet. Das RKI warnte vor der Gefahr einer Verschärfung der Lage für Deutschland. Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher hatte am Mittwoch erklärt, Corona-Mutationen könnten möglicherweise Anfang Februar im Land nachweisbar sein. Es gebe Gespräche unter anderem mit dem Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus.


17.01.2021: Hartnäckige Quarantäne-Verweigerer landen in zwei Kliniken

Für uneinsichtige Quarantäne-Verweigerer in Baden-Württemberg werden derzeit Absonderungsplätze in zwei Kliniken geschaffen. Diese Plätze würden dauerhaft durch einen Wachdienst kontrolliert, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart am Sonntag. "Details und Namen können wir erst nach dem finalen Vertragsabschluss nennen, der für kommende Woche geplant ist. Eine der beiden Kliniken soll im württembergischen und eine im badischen Landesteil liegen." Zuerst hatte die "Welt am Sonntag" berichtet.

Auf dieses Verfahren hatten sich Gesundheitsminister Manne Lucha und Innenminister Thomas Strobl schon Anfang Dezember geeinigt. Das Innenministerium hatte auf eine strikte Zwangseinweisung solcher Personen in eine zentrale Klinik im Land gedrängt. Lucha hatte dafür plädiert, dass sich die Kommunen dezentral darum kümmern, da es sich um Einzelfälle handle.


17.01.2021: FFP2-Maskenpflicht gilt ab diesem Montag 

Zum Start der FFP2-Maskenpflicht an diesem Montag appelliert die Staatsregierung an die bayerischen Bürger, sich an die neue Vorschrift zu halten. "Das Virus mutiert und wird aggressiver, deshalb ist es klug, alle Möglichkeiten zu nutzen, die wir haben", sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer am Sonntag in München. "Dazu gehören FFP2-Masken, denn sie schützen auch den Träger selbst vor einer Ansteckung."

Die FFP2-Maskenpflicht gilt ab Wochenbeginn überall dort, wo bisher eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung genügte: in Bahn und Bus, in Bahnhöfen und auf Haltestellen, beim Einkaufen, bei Arztbesuchen und Taxifahrten sowie im Landtag. Die Ankündigung hat der Staatsregierung

viel Kritik eingebracht. Manche Mediziner argumentieren, dass FFP2-Masken eigentlich für Fachpersonal gedacht sind und das Atmen erschweren. Von Seiten der Opposition im Landtag wird Söder im Corona-Krisenmanagement übereilter Aktionismus vorgehalten.

Schreyer hingegen betonte: "Wir bekämpfen die Corona-Pandemie konsequent." Im ÖPNV sollen in der ersten Woche bei Verstößen zunächst keine Bußgelder verhängt werden- zumindest sofern die betreffenden Fahrgäste die bisher vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung tragen.


17.01.2021: Thüringen weiterhin Corona-Brennpunkt - Impfungen gehen voran

Auch am Wochenende sind in Thüringen mehr als 1000 Impfungen gegen das Coronavirus erfasst worden. Die Gesamtzahl stieg von Samstag auf Sonntag nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 1209 auf 23 218. Die Impfquote pro 1000 Einwohner lag damit bei 10,9. In Thüringen leben etwa 2,1 Millionen Menschen. Auch am Sonntag blieb der Freistaat dem Robert Koch-Institut zufolge das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland. Rund 274 Neuinfektionen wurden demnach innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100 000 Einwohner registriert. Am Samstag lag der Wert bei 268.

Besonders hoch war die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag demnach auch in den Nachbarbundesländern Sachsen (253) und Sachsen-Anhalt (226). Bundesweit betrug sie 136. Von Samstag auf Sonntag wurden in Thüringen 717 Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus erfasst. Die Zahl der mit dem Virus nachweislich infizierten Gestorbenen stieg im Vergleich zum Vortag um 22 auf 1633.


17.01.2021: Corona in Italien - Museen in einigen Regionen ab Montag wieder offen

Trotz verlängerter Corona-Beschränkungen in Italien können ab Montag in einigen Regionen des Mittelmeerlandes Museen und Ausstellungen wieder von Montag bis Freitag öffnen. Diese Regel gelte für die sogenannten Gelben Zonen, in denen die Corona-Lage weniger angespannt ist als im Rest des Landes, wie aus dem von Ministerpräsident Giuseppe Conte unterschrieben Dekret hervorgeht. Gute Nachrichten für die in diese Zone eingeteilte Region Kampanien, in der die versunkene Stadt Pompeji liegt. 

Der dortige archäologische Park will damit nach Monaten der Schließung wegen der Pandemie wieder seine Pforten für Besucher öffnen.


17.01.2021: Beatmung unterbrochen: Corona-Patient in Israel gestorben

Ein 47-jähriger Corona-Intensivpatient ist in Israel gestorben, nachdem die Verbindung mit seinem Beatmungsgerät unterbrochen wurde, ohne dass das medizinische Personal dies bemerkte. Das Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv begründete dies am Sonntag mit sehr hoher Arbeitsbelastung. "Der Beatmungsschlauch hatte sich abgetrennt", sagte ein Sprecher. "Angesichts einer großen Menge gleichzeitiger Alarme auf der Intensivstation war das Team mit der Behandlung anderer Fälle beschäftigt und hat dies erst nach einigen Minuten bemerkt".

Der Mann hatte fünf Kinder. Die Klinik will nun die Zahl der Betten auf der Corona-Station verringern und mehr Personal einsetzen. Israel hat gegenwärtig mit der heftigsten Erkrankungswelle seit Beginn der Pandemie zu kämpfen. Die Zahl der Neuinfektionen lag zuletzt bei mehr als 8000 bis 9000 am Tag. Insgesamt wurden bisher nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei mehr als 543 000 Menschen eine Corona-Infektion nachgewiesen. 3959 starben. Israel hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner.


17.01.2021: Tod einer Seniorin: Rechtsmedizin sieht keine Verbindung zur Impfung 

Der Tod einer 90-jährigen Frau in einem Seniorenheim in Weyhe (Landkreis Diepholz) hat laut Staatsanwaltschaft Verden nichts mit einer vorherigen Corona-Impfun zu tun. Die Rechtsmedizin habe keinen Zusammenhang festgestellt, teilte der Landkreis am Samstag mit. Eine abschließende Bewertung durch das Paul-Ehrlich-Institut bleibe aber abzuwarten.

Das für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel zuständige Bundesinstitut im hessischen Langen hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass es bislang zehn Todesfälle kurz nach einer Corona-Impfung prüfe. Ein Zusammenhang gilt den Experten zufolge aber als eher unwahrscheinlich. Als einen der zehn Fälle zählt das Institut den Tod der 90-Jährigen, die nach Angaben des Landkreises am Mittwoch kurz nach der Impfung unerwartet gestorben war.

Das Paul-Ehrlich-Institut will künftig wöchentlich über die gemeldeten Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung informieren. Die bei weitem häufigsten, über die bisher berichtet wurde, waren Kopfschmerzen, Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit und Gliederschmerzen.


17.01.2021: Abschlussklassen kehren zurück an Schulen - Kritik vom Lehrerverband

Schüler, bei denen demnächst Prüfungen anstehen, beginnen am Montag als erste in Sachsen mit dem Unterricht. Unter anderem dürfen Zehntklässler an den Oberschulen wieder in die Schulen, die Klassenstufe 12 bei den Fachoberschulen, bei den Gymnasien sind es die 11. und 12. Klassen. Die Abschlussklassen an den Berufsschulen müssen vorerst weiter zu Hause lernen. Unterrichtet werden soll in geteilten Gruppen und mit genügend Abstand - wo dieser nicht gewahrt werden kann, gilt eine Maskenpflicht. Insgesamt kehren mit den Abschlussklassen rund 50 800 Schüler in die Schulen zurück - trotz einer weiterhin angespannten Corona-Situation im Freistaat.

Die Lehrer im Freistaat sehen die Teilöffnung mit Sorge. "Das Pandemiegeschehen und die hohen Infektionszahlen lassen einen Präsenzunterricht nicht zu", sagte der Vorsitzende des sächsischen Lehrerverbandes, Jens Weichelt, der dpa. "Die Öffnung kommt zu früh". In der Lehrerschaft gebe es ein geteiltes Echo, so Weichelt. Während manche um ihre Gesundheit fürchten, begrüßen andere die Möglichkeit, die Schüler auf anstehende Prüfungen vorzubereiten. Auch die Gewerkschaft GEW hatte die Teilöffnung der Schulen bereits im Vorfeld als "fahrlässig" und "verantwortungslos" kritisiert.

Um das Risiko zu minimieren, können sich Lehrer und Schüler zu Beginn der Woche freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.


17.01.2021: Maas: Geimpfte in Restaurants und Kinos lassen 

Als erster Bundesminister fordert Außenamtschef Heiko Maas, Menschen mit Corona-Impfung früher als anderen den Besuch von Restaurants oder Kinos zu erlauben. "Geimpfte sollten wieder ihre Grundrechte ausüben dürfen", sagte Maas der "Bild am Sonntag". "Es ist noch nicht abschließend geklärt, inwiefern Geimpfte andere infizieren können. Was aber klar ist: Ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg. Damit fällt mindestens ein zentraler Grund für die Einschränkung der Grundrechte weg."

Maas erinnerte auch an die Betreiber von derzeit geschlossenen Restaurants, Kinos, Theater oder Museen. "Die haben ein Recht darauf, ihre Betriebe irgendwann wieder zu öffnen, wenn es dafür eine Möglichkeit gibt. Und die gibt es, wenn immer mehr Menschen geimpft sind. Denn wenn erst mal nur Geimpfte im Restaurant oder Kino sind, können die sich nicht mehr gegenseitig gefährden."

Die Bundesregierung hatte die Wiederherstellung der Freiheiten für Geimpfte bislang auch mit dem Hinweis darauf abgelehnt, dass nicht bekannt ist, ob sie dennoch andere anstecken können. Derzeit breitet sich von Großbritannien ausgehend ein veränderter Corona-Typ aus, der als extrem ansteckend gilt. Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte zudem 


17.01.2021: Österreich verlängert Lockdown bis zum 7. Februar

Österreich soll seinen harten Lockdown um zwei weitere Wochen bis zum 7. Februar verlängern, wie die Nachrichtenagentur APA Samstagabend aus Verhandlerkreisen erfuhr. Handel und Gastronomie blieben demnach weiter geschlossen, Schulen bieten weiter Distanzunterricht an. Aufgrund der mittlerweile auch in Österreich festgestellten und wohl ansteckenderen Virus-Mutation aus Großbritannien haben Experten eindringlich vor zu frühen Öffnungsschritten gewarnt. Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte für Sonntagvormittag eine Pressekonferenz an.

Ab 8. Februar sollen nach Informationen der APA der Handel sowie körpernahe Dienstleister und Museen öffnen dürfen. Besucher und Kunden müssen dort künftig die besonders schützenden FFP2-Masken tragen und mit zwei Metern mehr Abstand halten. Mitte Februar sei geplant, die Lage für die Gastronomie, Hotellerie und für Veranstalter neu zu beurteilen.

Begonnen hatten die jüngsten Maßnahmen in Österreich in einer leichteren Variante Anfang November. Seit 26. Dezember gilt - mit Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr - der harte Lockdown erneut. Aktuell sind der Handel - bis auf notwendige Geschäfte - sowie Gastronomie und Hotellerie in Österreich gesperrt. Auch Schulen sind im Fernunterricht und nur für die Notbetreuung von Kindern geöffnet.

Experten und Wissenschaftler plädierten am Samstag auch für dasverpflichtende Arbeiten von zu Hause, das sogenannte Home Office, für alle, denen es möglich ist.


17.01.2021: Anti-Corona-Kampf in Italien: Drei Rote Zonen und Teil-Lockdown

Im Kampf gegen den Wiederanstieg der Corona-Zahlen gibt es in Italien ab Sonntag drei Rote Zonen mit strengen Ausgangsverboten, darunter die wirtschaftsstarke Lombardei. In vielen anderen Teilen des Mittelmeerlandes gilt zudem ein etwas weniger scharfer Teil-Lockdown. Das geht aus einer Anordnung des Gesundheitsministers Roberto Speranza vom Samstag hervor. Ein Großteil Italiens wird als Orange Zone eingestuft, dazu gehört auch die Region Latium mit der Hauptstadt Rom. Dort sollen die Menschen in der Regel ihre Orte nicht verlassen. Restaurants und und Bars dürfen Gäste nicht mehr am Tisch bedienen, erlaubt ist nur noch zeitweiser Außer-Haus-Verkauf.

Die verschärfte Risiko-Einstufung vieler Regionen in Italien war so erwartet worden. Denn die Gesundheitsbehörden registrierten einen Anstieg des Infektionsgeschehens. Zudem hatte die Regierung in Rom die Kriterien verschärft, die über die Einstufung in die Corona-Risikozonen entscheiden. Italien hat seit dem Herbst ein System mit mehreren Risikozonen, um die Ausbreitung des Virus besser in den Griff zu bekommen. Die Verantwortlichen wollen eine dritte Welle verhindern und fürchten aggressive Virus-Mutationen.

Zu den Roten Zonen gehören außer der Lombardei auch Sizilien und die Autonome Provinz Bozen. Dort sollen die Menschen ihre Häuser nach Möglichkeit nicht verlassen, außer zur Arbeit, zum Einkaufen oder aus anderen wichtigen Gründen.


17.01.2021: Hamburg impft erstmals zweite Dosis

Erstmals werden am Sonntag in Hamburg Menschen mit der zweiten Dosis des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer geimpft. Genau drei Wochen nach dem Start der Corona-Schutzimpfungen in der Hansestadt sind erneut die rund 445 Bewohner der Pflegeeinrichtung Hospital zum Heiligen Geist in Poppenbüttel die ersten, die an der Reihe sind, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Am Montag würden dann Bewohner der Einrichtung Pflegen und Wohnen Finkenau im Stadtteil Uhlenhorst ihre zweite Dosis erhalten. Weitere Einrichtungen sollen folgen.

Experten gingen davon aus, dass eine erste Impfung nur einen etwa 50-prozentigen Schutz bringe, sagte ein Behördensprecher. Erst mit der Verabreichung der zweiten Dosis werde laut Hersteller der angegebene Wirkungsgrad von über 90 Prozent erreicht.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass bei zwei bereits geimpften Bewohnern des Hospitals zum Heiligen Geist eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde. Allerdings erfolgte der Nachweis wohl nur wenige Stunden nach der Impfung, so dass die Infektionen zuvor erfolgt sein dürften.


17.01.2021: Polizei löst zwei Geburtstagsfeste mit Dutzenden Gästen auf 

Die Polizei in Mannheim hat am Freitagabend gleich zwei Geburtstagsfeste aufgelöst und die Gäste teilweise schon angezeigt. Bei der ersten Party waren 27 Gäste. Zeugen war den Angaben zufolge ein reges Besucheraufkommen im Treppenhaus aufgefallen. In der Vier-Zimmer-Wohnung wurden schließlich neben den Veranstaltern 22 Erwachsene und fünf Kinder entdeckt, wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte. Die Beamten sprachen Platzverweise aus, die Besucher gingen. Alle Beteiligten seien wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung angezeigt worden. Insgesamt waren fünf Streifenbesatzungen im Einsatz.

Bei der zweiten Geburtstagsparty in einer Zwei-Zimmer-Wohnung in Mannheim waren insgesamt 23 Menschen, darunter zehn Kinder. Die Polizei nahm die Personalie


17.01.2021: Pakistan erteilt AstraZeneca Notfallzulassung 

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Pakistan dem Impfstoff von AstraZeneca eine Notfallzulassung erteilt. Dies bestätigte Gesundheitsminister Faisal Sultan am Samstag in Islamabad. Er gab indes keine Details über die Menge, den Zeitrahmen und die Umstände der Beschaffung bekannt.

Mitarbeiter im Gesundheitswesen, ältere Bürger und Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herzkrankheiten sollen als erste die Impfung gratis bekommen. Pakistan hofft außerdem darauf, Gratisdosen von Covid-19-Impfstoffen über Gavi zu erhalten, die Impfinitiative der Weltgesundheitsorganisation WHO. Vergangenen Monat hatte Pakistan angekündigt, den Impfstoff von Sinopharm aus China zu beschaffen, doch wurde dieser bisher noch nicht zugelassen.

In der EU ist der von AstraZeneca gemeinsam mit Universität Oxford entwickelte Impfstoff noch nicht zugelassen. Damit wurde für den 29. Januar gerechnet. Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen sprach am Freitag lediglich von «Ende Januar» für «einen dritten Impfstoff».


17.01.2021: Mehr als eine Million Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft

Knapp drei Wochen nach dem Impfstart haben in Deutschland mehr als eine Million Menschen die erste Dosis erhalten. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervor. Demnach wurden ihm bis einschließlich Freitag 1 048 160 Impfungen übermittelt - das entspricht 1,26 Prozent der Einwohner. Im Laufe des Freitags wurden mindestens 79 759 Menschen geimpft, von denen das RKI bereits unterrichtet wurde. Nachmeldungen sind jedoch wahrscheinlich. Für einen vollen Impfschutz ist eine zweite Dosis nach etwa drei Wochen nötig.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden nach der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern (23,4) und Schleswig-Holstein (19,2) erfasst, die wenigsten für Baden-Württemberg (9,0) und Thüringen (10,3). Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Rund die Hälfte der Menschen wurde den RKI-Daten zufolge bislang aus beruflichen Gründen geimpft. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Die meisten weiteren wurden aufgrund ihres Alters geimpft oder weil sie in einem Pflegeheim leben.


16.01.2021: Corona-Ausbruch in Seniorenheim im Landkreis Rottal-Inn 

In einem Seniorenheim im Landkreis Rottal-Inn ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. 28 der 39 Heimbewohner und 19 der 37 Beschäftigten seien positiv auf Sars-Cov-2 getestet worden, berichtet die "Passauer Neue Presse" (PNP) am Samstag. Am Mittwoch hatte es einen Reihentest gegeben, nachdem Schnelltests bei einigen Mitarbeitern positiv angeschlagen hatten.

In dem Heim St. Josef in Kirchdorf am Inn waren einige Tage zuvor - am Samstag - 48 Menschen geimpft worden. Das Landratsamt Rottal-Inn erklärte laut PNP: "Aufgrund des Zeitraums zwischen der Erstimpfung - und es war ja bislang nur die Erstimpfung - und dem Ausbruch des Infektionsgeschehens ist mit größter Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass für die Betroffenen noch kein umfangreicher Impfschutz bestand, was auch so nicht zu erwarteten war."

Das Seniorenheim steht seit Donnerstag für zehn Tage unte Quarantäne. Wie das Virus ins Heim kam, war zunächst unklar. Die Mitarbeiter des Impfteams würden regelmäßig getestet, teilte ein Landratsamtssprecher der Zeitung mit. 


16.01.2021: Polizei löst Geburtstagsparty mit 27 Gästen auf

Die Polizei in Mannheim hat eine Geburtstagsparty mit 27 Gästen aufgelöst. Zeugen war den Angaben zufolge am Freitagabend ein reges Besucheraufkommen im Treppenhaus aufgefallen. In der 4-Zimmer-Wohnung wurden schließlich neben den Veranstaltern 22 Erwachsene und fünf Kinder entdeckt, wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte. Die Beamten sprachen Platzverweise aus, die Besucher gingen. Alle Beteiligten seien wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung angezeigt worden. Insgesamt waren fünf Streifenbesatzungen im Einsatz.


16.01.2021: Schottland macht Arbeit im Homeoffice - wo möglich - verpflichtend

In Schottland ist das Arbeiten im Homeoffice - soweit die Tätigkeit es zulässt - seit Samstag verpflichtend. "Unter den aktuellen Regeln brauchen Sie eine ernsthafte Entschuldigung, Ihr Zuhause zu verlassen. Arbeit zählt nur dazu, wenn sie nicht von zuhause aus erledigt werden kann", heißt es in einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen der schottischen Regierung, die am Samstag in Kraft getreten ist. Schottische Arbeitgeber sind demnach gesetzlich dazu verpflichtet, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren. Dazu gehöre es, Beschäftigte ins Homeoffice zu schicken, wenn ihre Tätigkeiten dies zuließen. Von zuhause aus zu arbeiten, müsse der Standard sein.

In Deutschland fordern unter anderem die Grünen, das Arbeiten im Homeoffice für Bürojobs verpflichtend in den Corona-Verordnungen festzuschreiben. Die Kritiker argumentieren, der Staat schränke private Treffen rigoros ein, lasse am Arbeitsplatz aber viele Kontakte zu und beschränke sich auf Appelle. Umfragen zufolge gehen trotz der extrem angespannten Infektionslage noch immer deutlich mehr Menschen täglich ins Büro als im ersten Lockdown im Frühjahr.


16.01.2021: Frankreich zieht nächtliche Ausgangssperre vor 

Franzosen müssen sich beim abendlichen Einkaufen beeilen: Im ganzen Land gilt wegen der Corona-Krise ab Samstag eine nächtliche Ausgangssperre bereits von 18 Uhr an. Auch Geschäfte müssen dann schließen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen und im schlimmsten Fall auch Haftstrafen, wie das Innenministerium mitteilte.

Premierminister Jean Castex hatte am Donnerstag angekündigt, dass die Regelung mindestens 15 Tage für das Festland gelten solle. 

Zuvor war das ursprünglich von 20 Uhr bis 6 Uhr geltende Ausgehverbot bereits in einzelnen besonders betroffenen Départements des Landes vorverlegt worden. Den Menschen ist es während dieser Zeit nicht mehr gestattet, spazieren zu gehen, Sport zu treiben oder einzukaufen. Sie dürfen aber zum Beispiel zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe vor die Türe gehen.


16.01.2021: Biontech-Impfstoff künftig einfacher einsetzbar 

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland kann das Präparat der Hersteller Biontech und Pfizer künftig einfacher eingesetzt werden. Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von Biontech hervorgeht, kann der Impfstoff auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei 2 bis 8 Grad transportiert werden. Das hätten neue Daten zur Stabilität des Impfstoffes ergeben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte am Samstag der Deutschen Presse-Agentur, dies sei eine gute Nachricht besonders für Pflegebedürftige, die zu Hause auf eine Impfung warten. Die Länder könnten die Impfkampagne nun flexibler organisieren. "Dass fertige Impfdosen in Spritzen künftig bereits in den Impfzentren für den Transport vorbereitet werden können, hilft ganz praktisch beim Kampf gegen die Pandemie."

Bisher wurde empfohlen, bereits verdünnten Impfstoff nicht zwischen Einrichtungen zu transportieren - also zwischen den Impfzentren der Länder, wo das Präparat bei minus 70 Grad lagert, und Impf-Einsätzen in Pflegeheimen oder Einrichtungen des betreuten Wohnens. Nach Angaben von Biontech ist verdünnter Impfstoff maximal sechs Stunden bei 2 bis 30 Grad haltbar. Er könne also bei Bedarf schon im Impfzentrum verdünnt und dann als vorbereitete Dosis in der Spritze vorsichtig transportiert werden. Dafür sollten spezielle Kühlboxen verwendet werden. Spritzen oder Fläschchen sollten sicher verpackt sein, damit sie aufrecht stehen und nicht lose sind oder rollen.

Aus einer Ampulle können nun auch sechs statt fünf Impfdosen gezogen werden. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde Ende 2020 als erster in der EU zugelassen, inzwischen wird auch das Präparat des US-Herstellers Moderna in Deutschland eingesetzt.


16.01.2021: Indien beginnt Corona-Impfungen - Modi: Größte Kampagne der Welt

Indien hat seine Corona-Impfkampagne begonnen. Bis zum Sommer sollen rund 300 Millionen Menschen in dem Riesenland geimpft werden. Premierminister Narendra Modi sagte, es handele sich um die größte Impfaktion der Welt. "Kein Land hat jemals in der Geschichte eine Impfkampagne dieses Ausmaßes durchgeführt", betonte Modi in einer Fernsehansprache. Als erster wurde am Samstag ein Mitarbeiter eines staatlichen Krankenhauses in Neu Delhi geimpft.

Nach Behördenangaben sollen nun zunächst 30 Millionen Menschen geimpft werden, nämlich Mitarbeiter aus dem Gesundheitsbereich sowie Angehörige der Polizei, des Militärs, Gefängnispersonal und Bedienstete von Behörden, die mit der Corona-Eindämmung zu tun haben. Bis Juli sollen dann weitere 270 Millionen Menschen über 50 Jahre sowie Risikogruppen an die Reihe kommen.

Damit wären im Sommer knapp ein Viertel der 1,3 Milliarden Einwohner Indiens geimpft. Indien ist das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt hinter China. Die Gesamtzahl der Geimpften entspräche dann fast der Bevölkerung der USA (330 Millionen).


16.01.2021: Rekord an Neuinfektionen in Spanien - Madrid verschärft Maßnahmen

Spanien hat erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 40 000 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Zahl der Ansteckungen sei um 40 197 auf insgesamt mehr als 2,25 Millionen gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Madrid mit. Der bisherige Höchstwert war am Mittwoch mit 38 869 erreicht worden. Wegen der bereits seit Wochen anziehenden Zahlen beschlossen auch am Freitag mehrere Regionen, darunter auch Madrid, eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Die nächtliche Ausgehsperre wird ab Montag in der Hauptstadtregion um eine Stunde auf 23.00 Uhr vorgezogen, teilte die Regionalregierung am Freitag mit. Restaurants, Cafés und Bars müssen dann in der gesamten sogenannten Autonomen Gemeinschaft schon um 22.00 Uhr - statt wie bisher um Mitternacht - schließen. Die Verschärfung der Maßnahmen gilt den Angaben zufolge vorerst für zwei Wochen. Zudem wird die Zahl der in Madrid abgesperrten Gebiete, die man nur mit triftigem Grund verlassen oder betreten werden darf, auf insgesamt 19 Gemeinden und 47 kleinere Bezirke erhöht. Betroffen sind insgesamt 1,3 Millionen der insgesamt 6,7 Millionen Bewohner der Region.


16.01.2021: Corona-Mutation könnte im März vorherrschende Variante in USA werden

Die zuerst in Großbritannien entdeckte und wohl deutlich ansteckendere Corona-Mutation könnte in den Vereinigten Staaten schon bald weiter verbreitet sein als das die ursprüngliche Variante. "Der vorausgesagte Entwicklungsverlauf dieser Variante in den USA weist Anfang 2021 ein schnelles Wachstum auf und wird im März zur vorherrschenden Variante", teilte die Gesundheitsbehörde CDC am Freitag mit. Dies könne die medizinische Infrastruktur in den Vereinigten Staaten weiter anspannen und strengere öffentliche Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 verlangen. In den USA wurden bislang laut der CDC 76 Fälle der Corona-Variante in zehn Bundesstaaten gemeldet.


16.01.2021: Griechenland lockert Lockdown - Geschäfte und Kirchen öffnen 

Von Montag an dürfen Geschäfte in Griechenland wieder für den Kundenverkehr öffnen - sofern sie nicht in einem von der Corona-Pandemie stärker betroffenen Kreis angesiedelt sind. "Wir haben die Sicherheit, die Maßnahmen zu lockern", sagte Premier Kyriakos Mitsotakis bei einer Parlamentsdebatte zur Pandemie am Freitag in Athen. Die Virologen hätten grünes Licht gegeben.

Für jene Geschäfte in Gegenden mit mehr Corona-Fällen gebe es ebenfalls Erleichterungen, versprach Mitsotakis. Dort dürfen die Läden ihre Waren ab Montag zumindest per "Click Away" verkaufen. Das heißt, die Kunden bestellen online oder telefonisch und können ihre Ware dann vor dem Geschäft in Empfang nehmen. So soll Kundengedränge im Laden vermieden werden.

Außerdem sollen die Kirchen öffnen dürfen, und zwar vom Sonntag, dem 25. Januar an. Es sei an der Zeit, schrittweise das Risiko einer leichten Öffnung der Wirtschaft einzugehen, sofern die Virologen einverstanden seien, sagte Mitsotakis. Jede Schließung koste die griechische Wirtschaft mehr als drei Milliarden Euro pro Monat.


16.01.2021: Lettland verlangt negativen Corona-Test vor Einreise 

Lettland hat seine Einreisebestimmungen verschärft. Seit Freitag ist die Einreise in das baltische EU-Land nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich. Die Regel gilt auch für lettische Staatsbürger, wie das Verkehrsministerium in Riga mitteilte. Der Testbefund darf nicht älter als 72 Stunden sein, muss vor Abreise der Fluggesellschaft oder anderen Beförderungsunternehmen vorgelegt und bei der elektronischen Einreiseregistrierung angegeben werden. Auch die Quarantänepflicht bleibt bestehen: Alle Einreisenden müssen sich in Lettland für zehn Tage in Selbstisolation begeben. 

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern kämpft seit dem Herbst mit einer steigenden Anzahl Neuinfektionen - die Entwicklung ist gegenwärtig schlechter als in Deutschland. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie über 54 000 Fälle erfasst, 935 Menschen starben.


16.01.2021: Zehntausende FFP2-Masken wegen Qualitätszweifeln zurückgezogen

Mit bloßem Auge sehen die FFP2-Masken gleich aus. Doch das Land Rheinland-Pfalz hat in der Pandemie bereits mehrmals solche Masken zurückgerufen - wegen Zweifeln an der Qualität. Betroffen waren Lehrer und Polizisten, aber auch Krankenhäuser und Gesundheitsämter. Geliefert wurden die zurückgerufenen Masken ausschließlich vom Bund, wie der Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz sagte. Die Behörde ist für die Beschaffung der Schutzausrüstung in der Pandemie zuständig.

"Die Masken, die der Bund nach Rheinland Pfalz geliefert hat, sind qualitätsgeprüft. Das weiß auch die Landesregierung", sagt dagegen der Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums, Hanno Kautz. "Diese Masken sind einsatztauglich und für den Gesundheitssektor vorgesehen." Das Ministerium werde sich an Rheinland-Pfalz wenden, um den Sachverhalt im Sinne des Gesundheitsschutzes und der Benutzersicherheit aufzuklären.


16.01.2021: US-Forscher: Bereits mehr als zwei Millionen Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als zwei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Weltweit gab es demnach bislang mehr als 93 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus. Experten gehen von einer noch höheren Dunkelziffer aus.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Der WHO zufolge gab es bis Freitag 1,98 Millionen bestätigte Todesfälle.

UN-Generalsekretär António Guterres sprach angesichts der zwei Millionen Toten von einem «herzzerreißenden Meilenstein". In einer Mitteilung hieß es: "Hinter dieser erschütternden Zahl stehen Namen und Gesichter: das Lächeln, das nur noch eine Erinnerung ist, der für immer leere Platz am Esstisch, der Raum, in dem das Schweigen eines geliebten Menschen widerhallt." Guterres kritisierte, die tödlichen Auswirkungen der Pandemie seien durch das Fehlen weltweiter koordinierter Anstrengungen noch verschlimmert worden.


16.01.2021: Aerosol-Expertengruppe nimmt Belastung in Bus und S-Bahnen unter Lupe 

Der Expertenkreis Aerosole in Baden-Württemberg will die Aerosolbelastung in Bussen, Straßenbahnen, U- und S-Bahnen unter die Lupe nehmen. Neben dem ÖPNV soll auch die Belastung in Dienstfahrzeugen etwa der Polizei oder Müllabfuhr bei längerem gleichzeitigem Aufenthalt mehrerer Personen geprüft werden. Dies soll auf der Grundlage von Studien des Bundesverkehrsministeriums und des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahnbundesamt geschehen, erläuterte am Freitagabend ein Sprecher des Staatsministeriums. Ziel sei es, das Infektionsgeschehen besser einschätzen zu können. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt.

Aerosole sind flüssige Partikel, die stundenlang in einem Raum schweben können und bei Einatmung tief in die Lunge vordringen. Sie gelten als ein Haupttreiber der Corona-Pandemie.


16.01.2021: Viele Ski- und Rodelgebiete gesperrt - Polizei kündigt Kontrollen an

Der Schnee lockt ins Freie - doch wegen der Corona-Pandemie bleiben Wintersport oder Ausflüge auf beliebten Routen in vielen Gegenden Deutschlands auch an diesem Wochenende verboten. Dort, wo Skifahren und Rodeln erlaubt sind, gelten strenge Vorschriften - und es gibt Kontrollen. In weiten Teilen der bayerischen Alpen stieg unterdessen die Lawinengefahr zudem auf die zweithöchste Warnstufe, viele Ausflugsorte sperrten deshalb Wanderwege und Loipen.

"Der Nationalpark Harz hat das Spuren der Loipen eingestellt, weil das möglicherweise Leute anlocken könnte", sagte Maximilian Strache, Sprecher des Landkreises Goslar. Der Harz sei derzeit ein "Winter Wonderland", das zu viele Ausflügler anziehe. Polizei und Ordnungskräfte kontrollierten verstärkt die Einhaltung der Maskenpflicht auf Rodelhängen und Parkplätzen und ließen Falschparker entlang der Landstraßen abschleppen.

Im Erzgebirge bleibt die weiße Pracht wegen der Corona-Beschränkungen Einheimischen für Spaziergänge oder Skitouren vorbehalten: Sport und Bewegung im Freien sind in den sächsischen Hotspots nur im Umkreis von 15 Kilometern des Wohnbereichs erlaubt. Bei Streifenfahrten werde weiterhin kontrolliert, ob die Corona-Regeln eingehalten werden, hieß es in der Polizeidirektion Chemnitz. Die alpine Skisaison 2021 war für Sachsen vor einigen Tagen komplett abgesagt worden, die Lifte öffnen nicht mehr.

Im niedersächsischen Landkreis Holzminden bleiben die größten und am stärksten besuchten Rodelhänge aufgrund der Corona-Pandemie weiter gesperrt. Der Kreis hatte seine entsprechende Allgemeinverfügung wegen der anhaltend kalten Witterung bis Ende Januar verlängert. Rodeln ist verboten, Ski-Langlauf oder das Hinterherziehen eines Schlittens beim Spazierengehen dagegen erlaubt.

Im Sauerland und in der Eifel bleiben viele Ski- und Rodelhänge, Parkplätze und Zufahrten gesperrt. Auch in den hessischen Mittelgebirgen ist erneut mit zum Teil deutlichen Einschränkungen rechnen. Im beliebten Skigebiet Willingen werden sämtliche Pisten und die dazugehörigen Parkplätze von Freitag bis einschließlich Sonntag gesperrt. Bei hohem Besucherandrang sei es sonst nicht möglich, die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln zu kontrollieren, begründete die Stadt die Entscheidung.


16.01.2021: Lieferverzögerungen bei Pfizer für Corona-Impfstoff - Sorge in Europa

Der Pharmakonzern Pfizer rechnet mit einer Einschränkung der Corona-Impfstofflieferungen in Europa in den kommenden Wochen. Maßnahmen zur Erhöhung der Produktion im Werk in Puurs in Belgien würden sich «vorübergehend auf die Lieferungen von Ende Januar bis Anfang Februar auswirken», teilte Pfizer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Bundesgesundheitsministerium in Berlin geht davon aus, dass das Pharmaunternehmen die in den kommenden drei bis vier Wochen bereits zugesagte Menge an Corona-Impfstoff nicht liefern kann. Zunächst war unklar, wie viele Impfdosen nun vorerst nicht zur Verfügung stehen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, das Unternehmen werde trotz der Produktionsverzögerungen die Lieferzusagen für die EU im ersten Quartal 2021 einhalten. Sie habe nach ersten Informationen dazu sofort den Pfizer-Chef angerufen, sagte sie am Freitag bei einem Besuch in Lissabon. Dieser habe bestätigt, dass es in den kommenden Wochen eine Produktionsverzögerung gebe. Zugleich habe er jedoch versichert, dass alle garantierten Dosen im ersten Quartal auch geliefert würden. Er werde sich persönlich darum kümmern, die Verzögerung zu reduzieren und so schnell wie möglich aufzuholen.

Am Abend bekräftigten der Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer: "Ab der Woche vom 25. Januar werden wir wieder zum ursprünglichen Zeitplan für die Lieferungen in die Europäische Union zurückkehren (100 Prozent) und die Auslieferungen ab der Woche vom 15. Februar erhöhen (über 100 Prozent), so dass wir in der Lage sein werden, die volle zugesagte Menge an Impfstoffdosen im ersten Quartal und deutlich mehr im zweiten Quartal zu liefern." Genaue Zahlen wurden aber auch in dieser Mitteilung nicht genannt.


16.01.2021: Corona-Impfung: Bayern bestellt zusätzliche 2,1 Millionen Spritzen

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat weitere 2,1 Millionen Spritzen Für die Impfungen gegen Covid-19 bestellt. Aus einer Mitteilung des bayerischen Gesundheitsministeriums vom Samstag geht hervor, dass somit auch die Nutzung zusätzlicher Impfdosen sichergestellt ist.

Bayern habe bereits vor der neuesten Bestellung genügend Spritzen und Kanülen eingekauft, um die gesamte bayerische Bevölkerung zweimal zu impfen, heißt es. Die zusätzlichen 2,1 Millionen Spritzen mit einem Fassungsvermögen von jeweils einem Milliliter werden laut Ministerium dazu genutzt, noch mehr Menschen impfen zu können. Für weitere 1,5 Millionen Spritzen laufe außerdem gerade "ein Bestellvorgang".

Die bisher genutzen Spritzen könnten demnach weiterverwendet werden. Holitschek zufolge erleichtern die nun bestellten Ein-Milliliter-Spritzen die Entnahme einer sechsten Impfdosis aus den gelieferten Ampullen.

Einige der schon am 27. Dezember geimpften Bürgerinnen und Bürger werden in den kommenden Tagen die zweite erforderliche Impfung erhalten. Eine Woche danach soll nach aktuellem Forschungsstand eine Immunisierung gegen Covid-19 erreicht sein. Ausschlaggebend für die neueste Bestellung von Spritzen war die Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für den von Biontech/Pfizer entwickelten Impfstoff.

Nach Meldungen vom Freitag über Lieferprobleme beim Corona-Impfstoff von Pfizer sind die geplanten Zweitimpfungen bei Menschen in Bayern aus Sicht des Gesundheitsministeriums nicht in Gefahr. Unklar war am Freitag hingegen, wie es mit den Erstimpfungen weitergeht.


16.01.2021: Überdurchschnittlich viele Corona-Infizierte bei Berliner Feuerwehr 

Die registrierte Corona-Infektionsquote bei der Berliner Feuerwehr liegt doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Bevölkerung. Bislang seien 259 Infektionsfälle erfasst worden, 35 davon seien aktuell, teilte die Feuerwehr mit. Betroffen waren und sind damit 5,8 Prozent der 4500 Mitarbeiter der Feuerwehr. Von den knapp 3,8 Millionen Berlinern wurden bisher etwa 2,9 Prozent (112 000) als infiziert erfasst. Für 621 Feuerwehrleute und Rettungsdienstmitarbeiter ordneten die Gesundheitsämter Quarantäne an. Aktuell sind 31 Beschäftigte davon betroffen.

Seit Mittwoch werden gezielt Sanitäter und Notärzte der Feuerwehr von mobilen Teams der Senatsgesundheitsverwaltung gegen das Coronavirus geimpft. Diese Berufsgruppe hat viel Kontakt zu anderen Menschen und kann das auch nicht vermeiden. Täglich sind eine zweistellige Zahl freiwilliger Impfungen geplant. Zunächst kommen die Mitarbeiter im Rettungsdienst dran, die sich vor allem um kranke und verletzte Menschen kümmern. Eine Impfung aller Angehörigen der Feuerwehr sei dann für später vorgesehen, hieß es.


16.01.2021: Ministerium: Mutierte Coronavirus-Variante wohl auch im Norden 

Die in Großbritannien verbreitete und auch in Dänemark nachgewiesene Mutation des Coronavirus hat nach Angaben des Kieler Sozialministeriums mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Schleswig-Holstein erreicht. Mehrere Proben aus dem nördlichsten Bundesland befänden sich aktuell zur Abklärung im nationalen Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité in Berlin, teilte das schleswig-holsteinische Sozialministerium am Freitag mit.

Bei den bekannten mutierten Virusvarianten werde eine erhöhte Ansteckungsgefahr vermutet. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist nach Angaben des Ministeriums darauf hin, dass es bisher 2bei begrenzter Datenlage jedoch keine Hinweise auf schwerere Krankheitsverläufe oder eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe im Zusammenhang mit dieser neuen Variante" gebe.

Das Gesundheitsministerium prüft nach eigenen Angaben derzeit, ob die Quarantäne-Verordnung des Landes weiter verschärft werden kann, um mögliche Eintragungen der neuen Virus-Variante nach Schleswig-Holstein weiter zu begrenzen.


16.01.2021: Covid-19-Simulation ergibt: Lockdown bis Ende Januar reicht nicht

Der von Politikern verfolgte Zielwert bei Corona-Neuinfektionen für ein Lockdown-Ende wird nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr Ende Januar wohl nicht erreicht. "Die Chance ist extremst gering bis nicht vorhanden", sagte Lehr der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Er ging davon aus, dass die angestrebte Rate von 50 bei Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen frühestens Mitte Februar möglich sei. "Und das wäre eine optimistische Vorhersage."

Der Professor für Klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes hat mit seinem Forscherteam einen "Covid-Simulator" entwickelt, der das Infektionsgeschehen in Deutschland berechnet und Prognosen liefert: für ganz Deutschland, die einzelnen Bundesländer bis hin auf Landkreisebene. Er kann auch online genutzt werden: In den vergangenen zwei Monaten wurde die Seite fast eine Million Mal aufgerufen, wie er sagte.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bundesweit laut Robert Koch-Institut bei 146. "Momentan ist eigentlich kein Absinken in Sicht", sagte Lehr. "Es stagniert vielmehr." Wegen Nachmeldungen aufgrund der Feiertage gebe es immer noch gewisse Unklarheiten bei den Zahlen. Festzustellen sei aber, dass die derzeitigen Maßnahmen "nicht so greifen".

Dabei brauche es auch angesichts der neuen drohenden Virusvarianten, die durch Mutationen entstanden und hochansteckend sind, "dringend eine Reduktion des Infektionsgeschehens", sagte er. Die neuen Mutante zum Beispiel aus Großbritannien könnte den R-Wert sprunghaft um 0,5 nach oben schnellen lassen. "Dann würden viele Maßnahmen auf einen Schlag weggewischt. Und da zeigt sich dann: Je weiter wir unten sind, desto besser können wir die Ausbreitung bremsen."


16.01.2021: Über 18 000 neue Corona-Infektionen in Deutschland 

In Deutschland haben sich innerhalb von 24 Stunden über 18 000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 18 678 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2 019 636 (Stand: 16.01., 00.00 Uhr). Noch am Vortag waren 22 368 Neuinfektionen gemeldet worden. Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden 980 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 139,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 268,3 und Sachsen mit 255,8. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 80,0. Bundesweit ist die 7-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen nach RKI-Daten vom Freitag leicht gesunken.

Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 45 974. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 657 900 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Freitag bei 0,99 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


15.01.2021: Bund-Länder-Beratungen zu Corona-Krise schon am Dienstag

Wegen der kritischen Corona-Lage ziehen Bund und Länder ihre Beratungen über mögliche schärfere Beschränkungen auf nächste Woche vor. An diesem Dienstag um 14.00 Uhr ist dazu eine Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder geplant, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin sagte. Ursprünglich war die nächste Bund-Länder-Schalte für den 25. Januar angesetzt. Hintergrund ist eine Diskussion über zusätzliche Maßnahmen. Ein bereits verschärfter Lockdown ist vorerst bis zum 31. Januar vorgesehen. 

Seibert sagte, die Zahl der Neuinfektionen sei weiterhin viel zu hoch. Dazu komme das neue Risiko einer Virus-Mutation, die in Irland und Großbritannien zu einem extremen Anstieg der Fälle geführt habe.

Nötig sei, noch mehr zu tun, um Kontakte zu reduzieren. Dazu gehöre eine stärkere Nutzung von Homeoffice. Auch im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) mit Bussen und Bahnen gehe es darum, Wege zu finden, wie Kontakte unter Fahrgästen ausgedünnt werden könnten. Dies heiße aber nicht, den ÖPNV einzustellen, betonte der Regierungssprecher.

Zielmarke bleibe, in Deutschland zu einem Niveau von weniger als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen zu kommen, bekräftigte Seibert. "Wir sind im Moment nicht schnell genug auf dem Weg hin zu diesem Zielwert." Es sei aber nicht demotivierend, sondern sehr motivierend, wieder in einen Zustand wie im Sommer und im frühen Herbst zu kommen, bei dem das Gesundheitssystem in der Lage gewesen sei, das Pandemiegeschehen einigermaßen zu kontrollieren. Dies sollte Grund genug sein, Anstrengungen nun nochmals zu verstärken.


15.01.2021: Sterbefälle ein Viertel über Durchschnitt - Verdoppelung in Sachsen

Ende des vergangenen Jahres sind in Deutschland deutlich mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Sterbefallzahlen in der Woche vor Weihnachten um 24 Prozent über dem Mittel. In Sachsen haben sich die Zahlen sogar verdoppelt.

Die vorläufigen Zahlen der Sonderauswertung lagen am Freitag bis zur 51. Kalenderwoche vor, das war vom 14. bis 20. Dezember 2020. In dieser Woche starben mindestens 23 550 Menschen - 4568 mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Bereits in der Woche davor hatten die Sterbefallzahlen 25 Prozent über dem Schnitt gelegen.

"Die Zahl der Todesfälle von Personen, die zuvor laborbestätigt an Covid-19 erkrankt waren, steigt seit Anfang Oktober von Woche zu Woche an" berichteten die Statistiker am Freitag. In der 51. Kalenderwoche gab es insgesamt 4484 beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Covid-19-Todesfälle.

"Besonders auffällig ist die Entwicklung der Sterbefallzahlen weiterhin in Sachsen", stellten die Wiesbadener Statistiker fest. "Die Differenz zum Durchschnitt der vier Vorjahre nimmt dort seit Oktober von Woche zu Woche deutlich zu." In der 41. Kalenderwoche Anfang Oktober hatte die Zahl der Sterbefälle noch unter dem Durchschnitt gelegen. In der 51. Kalenderwoche hat sich die Zahl - bezogen auf den Durchschnittswert der vier Vorjahre für diese Woche - mehr als verdoppelt: um 109 Prozent beziehungsweise 1226 Todesfälle.

Auch in Brandenburg (plus 41 Prozent), Hessen (plus 32 Prozent) und Thüringen (plus 36 Prozent) lag die Zahl der Sterbefälle weit über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.

Das Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen meldet derzeit für die 51. Kalenderwoche eine außergewöhnlich hohe Übersterblichkeit für die Schweiz und Slowenien. Eine hohe Übersterblichkeit wird für Italien, die Niederlande, Österreich und Portugal gemeldet.


15.01.2021: Lockdown-Verschärfungen zeichnen sich ab - Gespräche nächste Woche?

Angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen und großer Sorge um die aufgetauchten Coronavirus-Mutationen hat die Diskussion über zeitnahe Verschärfungen des Lockdowns gewaltig an Fahrt aufgenommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten.


15.01.2021: Mehr als zwei Millionen Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie bereits über zwei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.368 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.000.958 (Stand: 15.01., 00.00 Uhr). Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden 1113 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Freitagmorgen bei 146,1. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 287,6 und Sachsen mit 274,1. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 78,7.

In den vergangenen Tagen sei die Zahl der registrierten Neuinfektionen wieder angestiegen, hieß es im RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend. Ob sich dieser Trend, über die erwarteten Nachtestungen und Nachmeldungen hinaus, weiter fortsetze, werde sich erst im Laufe der nächsten Tage zeigen.

Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 44.994. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.641.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Donnerstag bei 1,02 (Vortag: ebenfalls 1,02). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 102 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


14.01.2021: RKI: Mehr als ein Prozent der Menschen in Deutschland geimpft

Rund zweieinhalb Wochen nach dem Start der Corona-Impfkampagne haben mehr als ein Prozent der Einwohner in Deutschland die erste Dosis erhalten. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von Donnerstag hervor. Demnach wurden rund 842 000 Menschen geimpft, das sind 10,1 Impfungen pro 1000 Einwohner. Im Laufe des Mittwoch wurden mindestens 78 000 Menschen geimpft, von denen das RKI bereits unterrichtet wurde. Das ist der höchste Tageswert seit Beginn der Kampagne. Für einen vollen Impfschutz ist eine zweite Dosis nach etwa drei Wochen nötig. 

Die Impfhäufigkeit variiert von Bundesland zu Bundesland. Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (20,5), die wenigsten für Thüringen (6,6). Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Die meisten Menschen - mehr als 400 000 - wurden laut RKI-Daten aus beruflichen Gründen geimpft. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Zudem wurde das Präparat inzwischen mehr als 300 000 Bewohnern von Pflegeheimen verabreicht. Die Impfungen können derzeit auch wegen hohes Alters und/oder aus medizinischem Anlass geboten sein.


14.01.2021: Bundestag beschließt Verdopplung von Kinderkrankentagen

Die Zahl der Kinderkrankentage wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie pro Elternteil von 10 auf 20 verdoppelt.

Alleinerziehende erhalten 40 statt der üblichen 20 Tage. Das beschloss der Bundestag am Donnerstag vor dem Hintergrund der Einschränkungen an Schulen und Kitas. Der Bundesrat soll am Montag in einer Sondersitzung noch zustimmen. Die Regelung soll rückwirkend zum 5. Januar gelten. Bund und Länder hatten sich bei ihren Corona-Krisenberatungen am Dienstag vor einer Woche auf die Aufstockung der Krankentage verständigt. 

Kinderkrankengeld zahlt die gesetzliche Krankenkasse normalerweise, wenn Eltern wegen der Pflege eines kranken unter 12-jährigen Kindes nicht arbeiten gehen können. Es beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes. Das Krankengeld soll es nun aber auch geben, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind oder der Zugang eingeschränkt ist. Das gilt auch, wenn Eltern lediglich gebeten wurden, ihre Kinder nicht in die Einrichtung zu bringen. Das Kinderkrankengeld sollen auch Eltern bei ihrer Krankenkasse beantragen können, die theoretisch im Homeoffice arbeiten könnten. Für den Antrag soll eine Bescheinigung von Schule oder Kita reichen. Anspruch haben nur gesetzlich Versicherte.


14.01.2021: RKI-Appell: Brauchen mehr verantwortungsvolle Arbeitgeber

Angesichts weiterhin hoher Corona-Zahlen hat das Robert Koch-Institut (RKI) an Arbeitgeber appelliert, Beschäftigten mehr Homeoffice zu ermöglichen. "Jetzt schützt die Heimarbeit die Gesundheit von uns allen - dazu brauchen wir noch mehr verantwortungsvolle Arbeitgeber", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Heimarbeit brauche Digitalisierung und Vertrauen - beides bleibe auch nach der Pandemie zentral.

Neben vorbildlichen Arbeitgebern, die Homeoffice ermöglicht hätten, gebe es Betriebe, deren Mitarbeiter noch ins Büro fahren oder in denen sogar persönliche Treffen mit mehreren Teilnehmern abgehalten werden, obwohl Arbeit von Zuhause dort grundsätzlich möglich wäre. Wieler betonte, jede Infektion sei eine zu viel. "Die intensivmedizinische Versorgung in Deutschland war wahrscheinlich noch nie so ausgelastet wie heute."

Bei den gemeldeten Corona-Todesfällen ist nach den RKI-Zahlen von Donnerstag erneut ein Tageshöchststand von 1244 erreicht worden.


14.01.2021: Baden-Württemberg lässt Grundschulen und Kitas zunächst weiter zu

Baden-Württemberg will Grundschulen und Kitas nun doch zumindest bis Ende Januar geschlossen halten. Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa am Donnerstag in Stuttgart erfuhr, verständigten sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) darauf, angesichts der weiter hohen Corona-Infektionszahlen im Land zunächst auf die angedachte Lockerung zu verzichten. Es solle aber eine Öffnungsperspektive für Grundschulen und Kitas erarbeitet werden, sollte der Lockdown über Januar hinaus gelten, hieß es.


14.01.2021: Höchstwert: 1244 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut gemeldeten Corona-Todesfälle hat einen Höchststand erreicht. Innerhalb eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter 1244 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen von Donnerstagmorgen hervorgeht. Zudem wurden 25.164 Neuinfektionen gemeldet. 

Der bisherige Höchststand bei den Toten von 1188 war am 8. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstagmorgen bei 151,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 310,4 und Sachsen mit 292,4. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 84,0.

In den vergangenen Tagen sei die Zahl der registrierten Neuinfektionen wieder angestiegen, hieß es im RKI-Lagebericht vom Mittwochabend. Ob sich dieser Trend, über die erwarteten Nachtestungen und Nachmeldungen hinaus, weiter fortsetze, werde sich erst im Laufe der nächsten Tage zeigen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.978.590 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 14.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 43.881. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.620.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Mittwoch bei 1,02 (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 102 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


14.01.2021: Unklarheiten bei aktuellen Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts

Bei den täglich gemeldeten Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts gab es am Donnerstagmorgen zunächst Unklarheiten. So wurde im sogenannten RKI-Dashboard - einer Online-Übersichtsseite zu verschiedenen Zahlen des Infektionsgeschehens - 1244 Todesfälle angezeigt, die binnen 24 Stunden ans RKI gemeldet wurden. Das wäre ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Zwischenzeitlich zeigte die Internetseite dann einige Werte - darunter die Todesfälle - nicht mehr an. Das RKI war dazu am Donnerstagmorgen zunächst nicht zu erreichen.


13.01.2021: RKI: Mehr als 758 000 Covid-19-Impfungen erfasst

Rund zweieinhalb Wochen nach dem Start der Covid-19-Impfkampagne in Deutschland ist die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen auf über 700.000 gestiegen.

Die Gesamtzahl von 758.093 Impfungen ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Mittwoch (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Der Zuwachs im Vergleich zum Vortag beträgt mehr als 70 000. 

Die Impfhäufigkeit variiert von Land zu Land. Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (18,1), die wenigsten für Thüringen (6,1). Der Bundesschnitt liegt bei 9,1. Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Die meisten Menschen - mehr als 366 000 - wurden laut RKI-Daten aus beruflichen Gründen geimpft. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Zudem wurde das Präparat inzwischen mehr als 285 000 Bewohnern von Pflegeheimen verabreicht. Die Impfungen können derzeit auch wegen hohes Alters und/oder aus medizinischem Anlass geboten sein.


13.01.2021: Bayern gibt 2,5 Millionen kostenlose FFP2-Masken an Bedürftige

Bayern stellt 2,5 Millionen FFP2-Schutzmasken für Bedürftige kostenlos zur Verfügung. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in München an. Damit will die Staatsregierung Härten abfedern, wenn vom kommenden Montag (18. Januar) an eine FFP2-Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen gilt. Sie reagiert damit auf vielfältige Forderungen von Sozialverbänden und der Opposition.

Zudem wird die FFP2-Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Geschäften in Bayern  erst für Jugendliche ab 15 Jahren gelten. Kinder bis einschließlich 14 Jahre bleiben ausgenommen. Des Weiteren sollten in der ersten Woche  noch keine Sanktionen und Bußgelder verhängt werden, sagte Söder - er sprach von einer "Kulanzwoche".


13.01.2021: Corona-App auf etlichen Android-Smartphones gestört

Die Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes erhalten derzeit unter Umständen kein aktuelles Ergebnis bei der Risiko-Ermittlung. Am Mittwoch berichteten mehrere Anwender der Anwendung auf Twitter, dass die App nicht den Risiko-Status aktualisiere. Auf dem iPhone von Apple tauchte der Fehler hingegen nicht auf.

Ein Sprecher des größten europäischen Software-Konzerns SAP bestätigte auf Anfrage die Probleme: Zur Zeit sei es der Corona-Warn-App unter Android-Smartphones "in einigen Fällen" nicht möglich, einen Schlüsselabgleich durchzuführen. "Das liegt aktuell am Exposure Notification Framework unter dem Google-Smartphone-Betriebssystem." Das ist die technische Schnittstelle, die Google über seine Play Services auf Android-Handys zur Verfügung stellt. "Wir haben Google über das Problem informiert und arbeiten gemeinsam unter Hochdruck an der Lösung des Problems." Die SAP hat zusammen mit der Deutschen Telekom die App entwickelt.


13.01.2021: Thüringen löst Sachsen als negativen Corona-Spitzenreiter ab

Thüringen hat Sachsen als negativen Spitzenreiter bei den Corona-Neuinfektionen abgelöst. Das Robert Koch-Institut wies die Wocheninzidenz für Sachsen am Mittwoch mit 304 aus. In Thüringen wurden in den vergangenen 7 Tagen dagegen rund 324 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gemeldet. Im bundesweiten Vergleich der Landkreise wies der thüringische Kreis Saalfeld-Rudolstadt mit einem Wert von mehr als 600 die höchste 7-Tage-Inzidenz auf; auf Platz 2 stand der Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (534). 

Zuvor hatten die Experten über Wochen in Sachsen das höchste Infektionsgeschehen ausgemacht. Nach RKI-Zahlen wurden zuletzt knapp 2000 neue Infektionen im Vergleich zum Vortag gemeldet sowie 127 weitere Todesfälle. Seit Ausbruch der Pandemie wurden damit mehr als 158 600 Corona-Infektionen im Freistaat nachgewiesen; 4323 Menschen starben mit oder an dem Virus.


13.01.2021: 19.600 Corona-Neuinfektionen und 1060 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 19.600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1060 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 155,0. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Thüringen mit 324,2 und Sachsen mit 304,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 83,7.

"Der über die Feiertage und den Jahreswechsel beobachtete Rückgang der 7-Tage-Inzidenzen setzt sich nicht weiter fort", hieß es im RKI-Lagebericht vom Dienstagabend. "Stattdessen sind in allen Altersgruppen, vor allem in den jüngeren Altersgruppen (zw. 15 und 39 Jahren) deutliche Anstiege zu beobachten."

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.953.426 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 42.637. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.596.600 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstag bei 1,07 (Vortag: 1,14). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 107 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


12.01.2021: Berliner Senat einigt sich auf Einschränkung der Bewegungsfreiheit

Berlinerinnen und Berliner dürfen sich von der Stadtgrenze künftig nur noch 15 Kilometer entfernen. Der Senat hat sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei seiner Sitzung am Dienstag angesichts der weiterhin großen Zahl von Corona-Neuinfektionen auf eine entsprechende Beschränkung der Bewegungsfreiheit verständigt. Details sollen bei einer Pressekonferenz nach der Senatssitzung mitgeteilt werden. In Brandenburg und anderen Bundesländern gilt die neue Regel schon. 

Demnach sind touristische Reisen für Bewohner von Corona-Hotspots außerhalb eines Radius von 15 Kilometern um ihren Landkreis oder ihre kreisfreie Stadt seit Samstag untersagt. Das gilt bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der Weg zur Arbeit, Einkäufe und Arztbesuche bleiben erlaubt. Die Regelung geht auf eine Vereinbarung von Bund und Ländern zur Verlängerung des Lockdowns in der Vorwoche zurück.


12.01.2021: Mehr Ausnahmen bei Kontaktbeschränkungen für Familien mit Kindern in Berlin

Der Berliner Senat hat sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf mehr Ausnahmen bei den strikten Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verständigt.

Sie sollen lebensnäher ausgestaltet werden und wechselseitige Kinderbetreuung von zwei Haushalten ermöglichen, wie es am Dienstag aus Senatskreisen hieß.

Seit Sonntag sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Ist diese Person alleinerziehend, werden deren Kinder nicht mitgezählt.

Nunmehr soll die Regel dahingehend geändert werden, dass Kinder unter zwölf Jahren aus maximal zwei Hausständen wechselseitig von den Erwachsenen betreut werden können.


12.01.2021: FFP2-Maskenpflicht ab Montag in Bayern

Bayern verschärft seine Corona-Maßnahmen erneut! Ab Montag (18. Januar) ist das Tragen einer FFP2-Maske in den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie beim Einkaufen Pflicht. Dort genügt nicht mehr, eine sogenannte "Community-Maske" zu tragen. Dies wurde in einer Kabinettssitzung mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beschlossen.

"Die Verfügbarkeit im Handel ist ausreichend gewährleistet, also es gibt keine Mangelware FFP2", betonte der Ministerpräsident. Die Masken seien zum Teil sogar "deutlich im Überfluss, zum Teil jedenfalls, vorhanden". 


12.01.2021: Auf Mallorca sollen Fahrgäste in Bussen und Bahnen den Mund halten

Zur Eindämmung von Corona-Infektionen sollen Fahrgäste in Bussen und Bahnen auf Mallorca und den anderen beliebten Ferieninseln der Balearen möglichst den Mund halten. Das sei eine der Maßnahmen, an die sich die Menschen nach dem Willen der Regionalregierung ab Mittwoch halten sollten, schrieb die deutschsprachige "Mallorca-Zeitung2. Neben der schon lange geltenden Maskenpflicht könne dies das Risiko einer Ansteckung vermindern.

Angesichts schnell steigender Infektionszahlen hatten die Behörden ab Mittwoch auch Treffen im privaten Kreis mit Personen, die nicht im eigenen Haushalt leben, weitgehend verboten. Außerdem ordneten sie die Schließung aller Restaurants, Bars, Einkaufszentren und Fitnessstudios an.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Dienstag nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid bei knapp 310. Das ist fast so hoch wie dem in Deutschland besonders betroffenen Bundesland Thüringen. Eine für Dienstag geplante Demonstration von Restaurantbetreibern vor dem Sitz der Landesregierung wurde mit der Begründung verboten, es drohten Ansteckungen unter den Teilnehmern.


12.01.2021: Merkel: "Noch acht bis zehn Wochen harte Maßnahmen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einer internen Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Innen eine Warnung ausgesprochen. Die Kanzlerin sagte laut "Bild"-Informationen: "Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine zehnfache Inzidenz."

Merkels Schlussfolgerung daraus: "Wir brauchen noch acht bis zehn Wochen harte Maßnahmen." Das hieße einen Lockdown bis kurz vor Ostern. Der aktuelle Lockdown gilt erstmal bis 31. Januar.


12.01.2021: Söder fordert Debatte über Impfpflicht für Pflegekräfte

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat erneut eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen gefordert. "Wir müssen uns überlegen, ob wir für die besonders hochsensiblen Bereiche, das sind die Alten- und Pflegeheime, den Schutz besonders erhöhen", sagte Söder am Dienstagmorgen im ZDF-"Morgenmagazin". Wenn man höre und lese, dass sich dort wenige Pflegekräfte impfen lassen wollten, müsse man darüber diskutieren. "Der deutsche Ethikrat sollte sich damit beschäftigen", sagte Söder. Zuvor hatte sich der CSU-Chef bereits in der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag) entsprechend geäußert. 

In einigen Bereichen wie bei Masern gebe es bereits eine Impfpflicht. "Wenn Sie mal vergleichen, Masern mit Corona, ist die Gefahr und Bedeutung von Corona natürlich deutlich höher", sagte er. Deshalb brauche es jetzt eine gesellschaftliche Debatte und parallel dazu eine Impfkampagne, um die generelle Bereitschaft zum Impfen zu erhöhen. "Eine allgemeine Impfpflicht wird und soll es nicht geben", betonte Söder.  

Söder bekräftigte zudem seine Forderung nach einer "nationalen Pharma-Allianz", um die Produktion von Corona-Impfstoff zu erhöhen. "Nicht die bestellten Dosen sind das Problem, sondern die Produktion", sagte er im ZDF. Deutschland sei ein Pharma-Land. Es müsse möglich sein, mehr Produktionsstätten zu mobilisieren, die Impfstoff für Deutschland und Europa herstellen könnten.


12.01.2021: Neue Verordnung: 15-Kilometer-Regel für vier Kreise in NRW

Die 15-Kilometer-Regel für extreme Corona-Hotspots gilt jetzt auch für vier Kreise in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung erließ am Montagabend eine separate Regionalverordnung für die Kreise Höxter, Minden-Lübbecke, Recklinghausen und den Oberbergischen Kreis. Die Verordnung gilt ab Dienstag.


12.01.2021: 12.802 Corona-Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.802 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 891 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. 

Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. "In den letzten Tagen sind die Fallzahlen wieder angestiegen. Ob sich dieser Trend, über die erwarteten Nachtestungen und Nachmeldungen hinaus, weiter fortsetzt, wird sich erst im Laufe der nächsten Tage zeigen", hatte das RKI am Wochenende mitgeteilt.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Dienstagmorgen bei 164,5. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 341,9 und Thüringen mit 325,7. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 86,3. Wegen der Feiertage um den Jahreswechsel sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.933.826 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 12.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 41.577. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.570.000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Montag bei 1,14 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 114 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


12.01.2021: Größter Corona-Ausbruch seit Monaten: China weitet Lockdown aus

Nach dem größten Ausbruch des Coronavirus in China seit Monaten haben die Behörden die Ausgangssperren für Millionen von Menschen vor den Toren Pekings ausgeweitet. Nach den 18 Millionen Einwohnern der Metropolen Shijiazhuang und Xingtai sollen auch die fünf Millionen Bewohner des Verwaltungsbezirks von Langfang südlich der chinesischen Hauptstadt für sieben Tage nicht vor die Tür, wie die Stadtregierung am Montag verkündete.

Nachdem China das Virus seit dem Sommer nach offiziellen Angaben weitgehend im Griff und das Leben sich längst normalisiert hatte, sind die Behörden höchst alarmiert. Bisher wurden rund 500 Infektionen in der Provinz Hebei nachgewiesen, die Peking umschließt. Die Gesundheitskommission berichtete dort am Dienstag von 40 neuen Fällen. Am Vortag waren es 82 Infektionen in Hebei gewesen und 103 landesweit - die höchste Tageszahl in China seit Juli.

Auch wenn die Zahlen im Vergleich zu anderen Ländern gering sind, reagieren die Behörden sofort mit strikten Maßnahmen, die sich als wirksam erwiesen haben: Ausgangssperren, Massentests, Unterbrechung der Transportverbindungen, Quarantäne und Kontaktverfolgung. Auch gelten durchgehend strenge Einreisebeschränkungen. Wegen des Ausbruchs wurde auch die Jahrestagung des Provinzparlaments von Hebei verschoben, die am 25. Januar stattfinden sollte.

Die genaue Ursache der neuen Infektionen ist noch unbekannt. Erste Fälle wurden laut Staatsmedien in Dörfern entdeckt, deren Bewohner am internationalen Flughafen der Provinzhauptstadt Shijiazhuang arbeiteten. Die Infektionen verbreiteten sich vor allem im ländlichen Raum - unter anderem auf Hochzeiten und Beerdigungen.


11.01.2021: Mallorca verbietet wegen Corona alle privaten Treffen

Auf der bei Deutschen beliebten Ferieninsel Mallorca und den anderen Baleareninseln sind Treffen im privaten Kreis wegen hoher Corona-Zahlen ab Mittwoch ganz verboten. Das gelte für den öffentlichen Raum und auch für zuhause, sagte die Sprecherin der Regionalregierung, Pilar Costa, am Montag in Palma. Ab Mittwoch müssten auch alle Restaurants, Bars, Einkaufszentren und Fitnessstudios schließen. Die Einschränkungen sollen zunächst bis zum 30 Januar dauern.

Bisher durften sich nur sechs Personen aus höchstens zwei Haushalten treffen. Ausgenommen von dem Verbot sind nur hilfsbedürftige Menschen, getrennt lebende Paare, Kinder, deren Eltern getrennt leben, und Single-Haushalte. Letztere dürfen Familie oder Freunde besuchen, um nicht zu vereinsamen.

Besonders in der Gastronomie wird der Unmut über die Maßnahmen immer lauter. Die Restaurantbetreiber riefen für Dienstag zu einer Demonstration vor dem Sitz der Landesregierung auf. Derzeit dürfen sie nur noch Essen außer Haus verkaufen. Die Gastronomen beklagen fehlende staatliche Hilfen.

Die Regionalregierung begründete die Verschärfung der Maßnahmen mit einer nach wie vor steigenden Zahl an Corona-Fällen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden auf den Balearen, zu denen neben Mallorca und kleinen Eilanden auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, mehr als 41 300 Infektionen gezählt. Die Zahl der Neuinfizierten je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg zuletzt nach Berechnungen des privaten Instituts Cercle d'Economía auf 310. Das ist in etwa so hoch wie in Thüringen und liegt über dem deutschen Durchschnitt, den das Robert Koch-Institut am Montag mit 167 angab.


11.01.2021: Moderna-Impfstoff kommt nach Berlin - Streit um Wahlmöglichkeit

Die ersten Chargen Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna sollen am Dienstag in Berlin eintreffen. Das teilte die Gesundheitsverwaltung am Montag auf Anfrage mit, ohne weitere Details etwa zur erwarteten Menge zu nennen. In der Vorwoche war von 2400 Dosen die Rede, also zunächst von einer eher geringen Menge. Anschließend, so hieß es vor einigen Tagen, sind etwa alle zwei Wochen Lieferungen in zunehmenden Umfängen geplant.

Das Moderna-Mittel war vor wenigen Tagen als zweiter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen worden. Er gilt als ebenso wirksam, aber etwas unkomplizierter in der Handhabung als das Mittel von Biontech/Pfizer, das in Berlin seit dem 27. Dezember geimpft wird. Bisher wurden rund 88.000 Dosen davon nach Berlin geliefert.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hatte am Wochenende mitgeteilt, dass die Menschen in Berlin wählen können sollen, mit welchem Impfstoff sie gegen Corona immunisiert werden. Wer zur Impfung eingeladen wird, soll sich für ein Impfzentrum entscheiden können, das den Stoff seiner Wahl anbietet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte hingegen am Montag erneut, es werde keine Wahlmöglichkeit geben.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hält ebenfalls nichts vom Vorstoß Kalaycis. "Dieser Vorschlag verwirrt die Bevölkerung mehr, als dass er hilft", sagt eine Sprecherin der KV Berlin am Montag auf Anfrage und verwies auf die aktuelle Knappheit der Vakzine. "Da nicht bekannt ist, dass ein Impfstoff besser als der andere ist, sollte den Menschen vielmehr vermittelt werden, dass man allen zugelassenen Impfstoffen vertrauen kann."

Wichtig sei jetzt vor allem, dass alle Menschen, die es möchten, entsprechend der Priorisierung so schnell wie möglich geimpft werden, betonte die Sprecherin. "Dabei ist es nicht entscheidend, welcher Impfstoff zum Einsatz kommt." In dem Zusammenhang wiederholte sie die Forderung der KV, Impfungen in den Arztpraxen zuzulassen, sobald ein dafür geeigneter Impfstoff verfügbar sei.


11.01.2021: Tourismusbeauftragter: Urlaubsreisen wohl erst ab Pfingsten

Urlaubsreisen in den Osterferien werden aus Sicht des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), wegen Corona weiterhin nur sehr eingeschränkt möglich sein. "Ich glaube, dass Reisen etwas ist, dass die nächsten zwei, drei Monate noch sehr schwer vorstellbar ist", sagte er am Montag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Mit Besserung rechne er erst im zweiten Vierteljahr. "Ab den Pfingstferien wird es wieder besser. Und ich hoffe, dass dann der Sommer ein ganz großer Reisezeitraum wird."

Für den Sommer rechnet Bareiß damit, dass Urlaub nicht nur in Deutschland, sondern - je nach Lage - sogar auch im fernen Ausland möglich sein könnte. "Wenn wir im zweiten Quartal in Deutschland wirklich die meisten Menschen geimpft haben, wird es im Sommer eine Sicherheit geben fürs Reisen", sagte er dem Sender. Die Bundesregierung habe aber klar gemacht, dass es beim Reisen keine Zweiklassengesellschaft geben dürfe, etwa im Flugzeug, so Bareiß. "Wir wollen, dass jeder ganz normal behandelt wird, egal ob geimpft oder nicht geimpft."

Zunächst plant die Regierung laut Bareiß allerdings eine Verschärfung der Einreiseregeln für Rückkehrer aus Gebieten mit besonders hohen Fallzahlen oder Coronavirusmutationen. Eine Änderung der entsprechenden Verordnung könnte das Kabinett am Mittwoch beschließen, sagte Bareiß dem Sender RTL/ntv. So gilt weiterhin eine Quarantänepflicht bei der Rückkehr aus Ländern oder Regionen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen. 

Eine zusätzliche Testpflicht soll es dazu für die Einreise aus Hochrisikogebieten mit mehr als 200 neuen Fällen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen geben. Für Regionen mit gefährlichen Virusmutationen, wie sie etwa in Großbritannien und Südafrika aufgetreten sind, sollen die verbliebenen Ausnahmeregeln für Einreisende "stark reduziert" werden, kündigte Bareiß an.


11.01.2021: 12.497 Corona-Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12 497 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 343 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. 

An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 166,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 359,8 und Thüringen mit 316,2. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 90,9. Wegen der Feiertage um den Jahreswechsel sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.921.024 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 11.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 40.686. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.545.500 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 1,18 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 118 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab.


10.01.2021: Knapp 17.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 16 946 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden
465 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 162,2. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 1,16 (Samstag: 1,17).


10.01.2021: Immer mehr Länder setzen verschärfte Beschränkungen in Kraft

Nach den Bund-Länder-Beschlüssen der vergangenen Woche setzen die Länder nach und nach schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie  in Kraft. Gleichzeitig gibt es Fortschritte bei der schleppend angelaufenen Impfkampagne. Während sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Blick auf das Impftempo zuversichtlich zeigt, geht der Streit innerhalb der großen Koalition um Probleme beim Impfstart weiter. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert mehr Tempo bereits bei der Zulassung von Corona-Impfstoffen.

Verschärfte Maßnahmen gegen das Virus gelten in Hamburg bereits seit Freitag und in Brandenburg seit Samstag. Am Sonntag zogen Berlin, Niedersachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern nach. Weitere Bundesländer folgen am Montag. Bund und Länder hatten am Dienstag eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar mit verschärften Kontaktbeschränkungen beschlossen. Diese seien "leider erforderlich", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet der "Bild am Sonntag". Auch Söder verteidigte das Vorgehen.

Damit gilt nun vielerorts, teilweise mit Abweichungen im Detail: Der eigene Haushalt darf sich nur noch mit einer weiteren Person treffen und in Landkreisen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche können Einschränkungen für den Bewegungsradius der Menschen verhängt werden. Unterschiedlich handhaben die Länder Regeln für Schulen und Kitas. 


10.01.2021: Zahl der Corona-Impfungen steigt

Mittlerweile wurden mit Stand Samstag 11.00 Uhr 532 878 Impfungen beim RKI erfasst. Das waren mehr als 50 000 mehr als am Tag zuvor.
Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (15,6), die wenigsten für Sachsen (4,4). Bundesweit liegt der Wert bei 6,4.

In absoluten Zahlen kommt laut RKI Nordrhein-Westfalen auf den höchsten Wert mit 98 950 Geimpften. Mehr als 260 000 Personen wurden aus beruflichen Gründen geimpft, etwa Mediziner und Pflegekräfte. Mehr als 206 000 Bewohner in Pflegeheimen haben ebenfalls eine Impfung erhalten. Bundesweit haben auch zahlreiche Impfzentren ihre Arbeit aufgenommen, um zunächst hochbetagte Menschen zu immunisieren. 


10.01.2021: Über 22 Millionen Corona-Infektionen in den USA

In den USA haben sich seit Beginn der Pandemie über 22 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Samstag wurden binnen eines Tages 269.623 Neuinfektionen und 3656 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion erfasst, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Sonntag hervorging.

Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 372 500 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die meisten Infektionsfälle sind bislang in Kalifornien im Bezirk Los Angeles aufgetreten, zu der auch die gleichnamige Metropole gehört. Dort haben sich nach JHU über 889 0000 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 11 800 sind nach einer Infektion gestorben.


09.01.2021: Erneut über 1000 Corona-Tote binnen 24 Stunden in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 24 694 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1083 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 153,9. 


09.01.2021: Söder plädiert für Verlängerung des Lockdowns

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geht von einer Verlängerung des derzeit bis 31. Januar befristeten Corona-Lockdowns aus. "Wir müssen den Lockdown, den wir jetzt haben, verlängern und an einige Stellen auch noch vertiefen", sagte Söder am Samstag beim digitalen Neujahrsempfang der nordrhein-westfälischen CDU. Bund und Länder hatten sich erst am vergangenen Dienstag darauf geeinigt, den Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar zu verlängern.

Söder sagte, zu viele Menschen suchten noch Schlupflöcher bei den vereinbarten Corona-Beschränkungen oder diskutierten Einzelmaßnahmen.
Viele stellten sich auch als Opfer der Pandemie dar. Die wahren Opfer seien aber die fast 40 000 Toten in Zusammenhang mit dem Virus. "Es ist jedes Mal ein kleiner Stich ins Herz." Um jedes Leben werde gekämpft, versprach Söder. "Jeder Tag ist eine neue Bewährungsprobe."

Er habe Verständnis für den Ärger vieler Menschen über die Maßnahmen, vor allem aus der Wirtschaft, sagte Söder. Die versprochenen Wirtschaftshilfen müssten auch endlich kommen. "Es dauert schon sehr lange, und manches wirkt sehr bürokratisch." Erst ab kommender Woche sollten endgültig die Auszahlungen der Novemberhilfen kommen.


09.01.2021: Über 283.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA sind 283 204 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet worden, der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Samstagmorgen (MEZ) belief sich die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle auf 3534 Menschen.

Am Vortag war die Zahl der Toten erstmals über 4000 gestiegen. Der bislang höchste Wert an Neuinfektionen war laut JHU vor einer Woche, am 2. Januar, mit 301 858 binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21,87 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 368 900 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. 


09.01.2021: Tempo bei Impfungen wird laut Merkel zunehmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet fest mit einem höheren Tempo beim Impfen gegen das Coronavirus. "Es ist ein langsamer Start. Ein paar Hunderttausend sind geimpft, und jeden Tag werden es mehr. Das Tempo wird zunehmen", sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten Podcast. "Wir werden in Deutschland genügend Impfstoff für alle verfügbar haben. Wir werden Monat für Monat mehr Menschen und schließlich jedem, der es möchte, ein Impfangebot machen können."

Gleichzeitig verteidigte Merkel die gemeinsame europäische Beschaffung des Impfstoffs. "Ich bin fest überzeugt, dass es gut war, auf den europäischen Weg zu setzen. Ein Virus, das uns alle trifft, lässt sich von keinem Land allein besiegen. Kein Land, auch Deutschland nicht, wäre sicher vor dem Virus, wenn seine Freunde und Nachbarn es nicht wären."

Die kommenden Wochen seien die wohl schwersten der Pandemie. "Ärzte und Pflegepersonal arbeiten in vielen Krankenhäusern am Rande der Überforderung", sagt sie. "Auch was wir über Mutationen des Virus hören, macht die Sorgen nicht geringer - im Gegenteil", so die Kanzlerin. Die von Bund und Ländern nun verlängerten und zum Teil verschärften Maßnahmen seien einschneidend, die Einschränkungen hart, aber auch zwingend erforderlich.


09.01.2021: China verschärft Maßnahmen im Kampf gegen neuen Virus-Ausbruch

Im Kampf gegen den größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten hat China die Maßnahmen in der Provinz Hebei noch einmal verschärft. Am Samstag wurden in der elf Millionen Einwohner zählenden Provinzhauptstadt Shijiazhuang alle Linien der Metro auf unbestimmte Zeit eingestellt, wie staatliche Medien berichteten. Später wurde auch der Busverkehr gestoppt. Hebei liegt direkt vor den Toren der chinesischen Hauptstadt Peking.

Am Freitag waren Shijiazhuang wie auch die 125 Kilometer entfernte Sieben-Millionen-Metropole Xingtai bereits abgeriegelt worden. Die Bewohner dürfen die beiden Städte ohne besondere Erlaubnis nicht mehr verlassen. Auch wurden Wohngebiete abgesperrt. Darüber hinaus wurde der Straßenfernverkehr zu den beiden Städten eingestellt.

Die Zahl der Infektionen in Hebei stieg auf knapp 350, wie die örtliche Gesundheitskommission berichtete. Mehrere Millionen Menschen wurden bereits getestet. Am Samstag wurden 14 neue Fälle und 16 asymptomatische Fälle gemeldet. Die Behörden hatten "den Kriegszustand" im Kampf gegen das Virus ausgerufen. Der Ursprung des neuen Ausbruchs ist noch ungeklärt. 


09.01.2021: Ab Sonntag strengere Corona-Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern

Der verschärfte Corona-Lockdown mit neuen Kontaktbeschränkungen soll in Mecklenburg-Vorpommern bereits von Sonntag an gelten. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitag in Schwerin an. Außerdem kann es bei den Kontaktbeschränkungen für Kinder bis zwölf Jahre Ausnahmen geben.

Dies gelte, wenn es für die Betreuung der Kinder notwendig sei, sagte Schwesig. Ursprünglich hatten sich Bund und Länder darauf verständigt, dass sich künftig ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen darf, unabhängig vom Alter. 


08.01.2021: Schärfere Corona-Beschränkungen in Brandenburg gelten ab Samstag

Die verschärften Corona-Beschränkungen gelten in Brandenburg bereits von Samstag an. Das teilte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Freitag mit. Neben der Fortführung der bisherigen Beschränkungen für die Gastronomie sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind dann im privaten Bereich nur noch Kontakte mit einer Person außerhalb des eigenen Hausstand erlaubt, wie Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach der Kabinettssitzung erläuterte. Für Bewohner von Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer extrem hohen Zahl von Neuinfektionen sind dann touristische Reisen und Sport außerhalb eines Radius von 15 Kilometern um die Kommune untersagt. Die Regelungen sind vorerst bis zum 31. Januar begrenzt.

Abgesehen von den Abschlussklassen und den Förderschulen müssen die Schüler noch mindestens zwei Wochen zu Hause lernen. Sollten sich die Infektionszahlen günstiger entwickeln, könnten die Grundschulen vom 25. Januar an möglicherweise wieder für den Wechselunterricht geöffnet werden, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD).


08.01.2021: Infektionsrekord auf den Balearen: Mallorca schließt Restaurants

Die Urlaubsinsel Mallorca, die Region Madrid und weitere Teile Spaniens haben wegen anziehender Infektionszahlen eine erneute Verschärfung der Corona-Maßnahmen beschlossen. Nach einem regionalen Infektionsrekord auf den Balearen müssen auf Mallorca ab Dienstag alle Restaurants, Bars und Cafés sowie auch alle Kaufhäuser,

Einkaufs- und Fitnesszentren für zwei Wochen geschlossen bleiben, wie die balearische Regierungssprecherin Pilar Costa am Freitag in Palma mitteilte. Im Einzelhandel sind alle Läden mit einer Verkaufsfläche von mehr als 700 Quadratmetern betroffen. Erlaubt bleibt der Verkauf von Lebensmitteln, Medikamenten und allen Produkten des Grundbedarfs.

Mit 529 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen sind die Balearen nach Extremadura an der Grenze zu Portugal (716) die derzeit von Corona am schwersten getroffene Region Spaniens. Mit 707 Infektionen binnen 24 Stunden hätten die Inseln den höchsten Wert seit Ausbruch der Pandemie registriert, sagte die regionale Gesundheitsministerin Patricia Gómez. Besonders schlimm ist die Lage auf Mallorca, wo es innerhalb eines Tages 485 Neuinfektionen gab. Die sogenannte 14-Tage-Inzidenz liegt auf der Insel bei 608.

In der Region um Madrid werden unterdessen ab Montag weitere neun Gemeinden und 23 kleinere Bezirke für zwei Wochen abgeriegelt, wie die Regionalregierung bekanntgab. Damit erhöht sich die Zahl der abgesperrten Gebiete, die man nur mit triftigem Grund verlassen oder betreten darf, auf insgesamt 14 Gemeinden und 41 kleinere Bezirke. Betroffen sind rund 1,2 Millionen der insgesamt 6,7 Millionen Bewohner der sogenannten Autonomen Gemeinschaft.

Die Lage wird in Spanien seit Ende Dezember immer schlechter. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen kletterte zuletzt auf 321. Ende Dezember lag sie noch unter 250. Seit Ausbruch der Pandemie wurden über zwei Millionen Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet.


08.01.2021: NRW weicht bei Corona-Beschlüssen in einigen Punkten ab

Nordrhein-Westfalen weicht bei den verschärften Corona-Schutzmaßnahmen in einigen Punkten von den Vereinbarungen mit dem Bund und den anderen Ländern ab. Die neue ab Montag geltende Verordnung für das rund 18 Millionen Einwohner zählende Bundesland enthält keine Begrenzung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer für Einwohner in extremen Corona-Hotspots. Bei den Kontaktbeschränkungen auf einen Haushalt und eine weitere Person werden zu betreuende Kinder in NRW nicht mitgezählt. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten neuen Coronaschutzverordnung hervor.

Kreise und kreisfreie Städte, in denen die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100 000 Einwohner über der Marke 200 liegt, könnten im Einvernehmen mit dem Landesgesundheitsministerium zusätzliche Schutzmaßnahmen anordnen. Konkrete Maßnahmen werden dabei nicht benannt. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers kann dazu auch die 15-Kilometer-Regel gehören, die betroffene Kreise und kreisfreie Städte dann in eigenen Verfügungen regeln müssten.


08.01.2021: Neue Virus-Varianten - für die Impfstoff-Wirkung wohl keine Gefahr 

Ein Gespenst mit dem kryptischen Namen B.1.1.7 geht um. In etlichen Ländern wurde diese Variante des Coronavirus inzwischen nachgewiesen, mehrfach auch schon in Deutschland. Sie ist nach derzeitigem Stand wahrscheinlich ansteckender als frühere Formen. Noch schlimmer aber wäre es, wenn die bisher verfügbaren Impfstoffe gegen B.1.1.7 und ähnliche Varianten wie 501Y.V2, kürzlich erstmals in Südafrika nachgewiesen, weniger gut oder gar nicht mehr wirken würden. Wahrscheinlich ist das aber nicht, wie eine aktuelle Analyse bestätigt.

Demnach wirkt zumindest der Impfstoff von Biontech/Pfizer auch gegen bestimmte Varianten des Coronavirus. Untersucht wurden die Antikörper im Blut von 20 geimpften Menschen, wie aus der noch nicht in einem Fachjournal veröffentlichten und von unabhängigen Experten geprüften Studie des US-Pharmaunternehmens Pfizer und der Universität Texas hervorgeht. Demnach erreicht der Impfstoff bei den abgewandelten Formen wahrscheinlich ebenfalls eine Wirksamkeit von um die 95 Prozent. 


08.01.2021: Von der Leyen: Vertrag über mehr Biontech/Pfizer-Impfstoff steht

Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen. 75 Millionen Dosen davon sollten bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel.


08.01.2021: Großbritannien verlangt negativen Corona-Test vor Einreise 

Für Einreisen nach England ist von kommender Woche an ein negativer Corona-Test vorgeschrieben. Alle Reisenden, die mit dem Flug, Zug oder Schiff eintreffen, müssen einen entsprechenden Nachweis vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, wie der britische Verkehrsminister Grant Shapps in der Nacht zum Freitag mitteilte. Mit der Maßnahme soll die Verbreitung neuer Corona-Varianten unterbunden werden.

Wer keinen Test nachweisen kann, muss auf der Stelle 500 Pfund (gut 550 Euro) Strafe zahlen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Lastwagenfahrer, Kinder unter elf Jahren und Einreisen aus Irland. Die Ankündigung betrifft nur England, aber ähnliche Maßnahmen für die anderen Landesteile Wales, Schottland und Nordirland sollen folgen


08.01.2021: Höchstwert: 1188 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet 

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat einen neuen Höchstwert erreicht. Innerhalb eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 1188 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht. Außerdem wurden 31.849 Neuinfektionen gemeldet. Der bisherige Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Bei der Interpretation der Fallzahlen sei weiter zu beachten, dass in den Wochen um Weihnachten und den Jahreswechsel vermutlich weniger Menschen einen Arzt aufsuchten, weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt wurden, hieß es vom RKI. "Dies kann dazu geführt haben, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet wurden."

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Freitagmorgen bei 136,5. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 297,6 und Thüringen mit 256,9. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 73,5.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.866.887 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 08.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 38.795. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.494.100 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Donnerstag bei 0,92 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 92 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betonte, dass der R-Wert wegen der Verzögerungen gegebenenfalls unterschätzt werde.


08.01.2021: Erstmals über 4000 Corona-Tote an einem Tag in den USA gemeldet

In den USA ist die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle erstmals über die Marke von 4000 gestiegen. Dies geht aus Daten des Covid Tracking Projects hervor. Demnach starben am Donnerstag 4033 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Zudem wurden 266.197 Neuinfektionen verzeichnet.

Das Covid Tracking Project wurde im vergangenen Frühjahr beim Magazin "The Atlantic" begonnen und sammelt Daten zur Corona-Pandemie in den USA. Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore für den Donnerstag lagen am Freitagmorgen (MEZ) zunächst noch nicht vor. Für Mittwoch hatte die JHU 3865 Tote im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet, der bis dahin höchste Wert innerhalb von 24 Stunden. 

Der bislang höchste Wert an Neuinfektionen war laut JHU am Samstag mit 297.491 binnen 24 Stunden verzeichnet worden. 

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 365.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Auf die Einwohnerzahl umgerechnet liegt rund ein Dutzend Länder höher als die USA.


07.01.2021: Erstmals neue Variante des Coronavirus in Sachsen nachgewiesen

In Sachsen ist erstmals die neue Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Das teilte am Donnerstag das Gesundheitsministerium mit. Die Mutation sei bei einer Person aus Dresden aufgetreten, die aus Großbritannien zurückgekehrt sei, hieß es.


07.01.2021: Mecklenburgische Seenplatte erstes Hochrisikogebiet in MV

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat als erster Kreis in Mecklenburg-Vorpommern die kritische Grenze von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock berichtete, lag der Wert am Donnerstag bei 220,9. Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet können weitere Einschränkungen in Kraft treten.


07.01.2021: Zwei Fälle der neuen Coronavirus-Variante in Bayern nachgewiesen 

In Bayern sind mittlerweile zwei Fälle der zuerst in Großbritannien nachgewiesenen Corona-Variante entdeckt worden. Die Mutation sei erneut bei einem Reiserückkehrer von der britischen Insel nachgewiesen worden, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag in Erlangen mit.

"Der betroffene Passagier wurde direkt nach der Einreise am Flughafen München positiv auf Sars-CoV-2 getestet", berichtete die Behörde. Im Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité in Berlin sei dann die neue Variante nachgewiesen worden.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte am Mittwoch über den ersten im Freistaat belegten Fall informiert. Auch dabei habe es sich um eine Reiserückkehrerin aus Großbritannien gehandelt. "Dieses mutierte Virus macht große Sorge, weil es aggressiver in der Verbreitung ist", sagte Söder. Laut LGL wird ein dritter Verdachtsfall, eine weitere Probe eines Reisenden aus Großbritannien, derzeit noch von dem Berliner Labor untersucht.


07.01.2021: Länder sollen am Freitag 667.875 Impfdosen bekommen

Die Bundesländer sollen an diesem Freitag eine weitere Lieferung des Corona-Impfstoffs des Herstellers Biontech in sechsstelliger Größenordnung erhalten. Sie sollen insgesamt 667.875 Impfdosen erhalten, wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Die Lieferung erfolge über Biontech direkt an die 27 Anlieferzentren der Länder. Den größten Anteil erhält das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 141.375 Dosen, den kleinsten Bremen mit 4875 Dosen. Somit soll die weitere Auslieferung der Impfdosen wie bereits angekündigt ablaufen.


07.01.2021: Mehr als 417.000 Covid-19-Impfungen beim Robert Koch-Institut erfasst

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag um mehr als 46 000 gestiegen. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel damit nun mindestens 417 060 Menschen gespritzt worden. Diese Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Donnerstag (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher fünf Menschen gegen die Krankheit geimpft worden.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (13,5), die wenigsten für Thüringen (2,5). In absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 84 000 Geimpften laut RKI. Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Die meisten Menschen - mehr als 201 000 - wurden laut RKI-Daten aus beruflichen Gründen geimpft. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Zudem wurde das Präparat inzwischen mehr als 168 000 Bewohnern von Pflegeheimen verabreicht. Die Impfungen können derzeit auch wegen hohes Alters und/oder aus medizinischem Anlass geboten sein.


07.01.2021: "Kriegszustand": China fürchtet größten Virus-Ausbruch seit Monaten

China erlebt den größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten. Nachdem das bevölkerungsreichste Land das Virus seit dem Sommer weitgehend im Griff und nur noch vereinzelt Infektionen gezählt hatte, sind die Zahlen in der Provinz Hebei direkt vor den Toren Pekings in nur fünf Tagen auf mehr als 230 gestiegen. Die Gesundheitskommission der Provinz meldete am Donnerstag insgesamt 90 Patienten im Krankenhaus und 144 asymptomatische Infektionen. Die Behörden riefen "den Kriegszustand" im Kampf gegen das Virus aus. 

Die Lage wurde als "ernst" beschrieben, da mit einem weiteren Anstieg gerechnet wird. Besonders betroffen ist die 300 Kilometer nordöstlich von Peking gelegene Provinzhauptstadt Shijiazhuang. Ein Großteil der Transportverbindungen in die Metropole wurde unterbrochen. Der Bahnhof wurde geschlossen, wie Staatsmedien berichteten. 80 Prozent der Flüge wurden gestrichen. Auch Busverbindungen wurden ausgesetzt. 

Die elf Millionen Einwohner werden getestet. Einige Wohngebiete wurden abgeriegelt. Der Unterricht in Kindergärten, Grund- und Mittelschulen wurde ausgesetzt. Zusätzliches medizinisches Personal wurde in die Stadt entsandt. Wegen Vernachlässigung ihrer Pflichten in der Pandemievorbeugung wurden drei Funktionäre auf Stadtbezirksebene verwarnt, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.

Straßensperren wurden eingerichtet. Autofahrer können nur mit besonderer Genehmigung die Stadt verlassen oder hereinfahren, berichteten Staatsmedien. Betroffen sind auch die Städte Xingtai und Nangong, wo Hundertausende getestet werden. Die Hauptstadt Peking und Nachbarprovinzen ergriffen Schutzmaßnahmen. Von der Grenze zur Provinz Shanxi wurde berichtet, dass Autofahrer aus Hebei aufgefordert wurden, wieder umzukehren. 

Der neue Ausbruch, dessen Ursprung noch nicht geklärt ist, weckt Sorgen über die bevorstehende Reisewelle vor dem chinesischen Neujahrsfest am 12. Februar. Zum wichtigsten Familienfest der Chinesen sind normalerweise einige Hundert Millionen Menschen in ihre Heimatdörfer unterwegs. Doch rieten die Behörden bereits Wanderarbeitern, diesmal nicht nach Hause zu reisen. Auch wurden Mitarbeiter der Zentralregierung in Peking aufgefordert, über das Neujahrsfest nicht die Stadt zu verlassen, wie zu erfahren war. 

Vor mehr als einem Jahr wurden in der zentralchinesischen Metropole Wuhan die ersten Fälle mit dem Sars-CoV-2-Virus entdeckt, der inzwischen weltweit 87 Millionen Menschen infiziert hat. Mehr als 1,8 Millionen sind an den Folgen gestorben. Nach einem anfänglich unzureichenden Umgang mit dem Virus haben Chinas Behörden seit Ende Januar 2020 scharfe Maßnahmen ergriffen und die Covid-19-Pandemie mit Quarantäne, Ausgangssperren, Kontaktverfolgung und weitgehenden Einreisebeschränkungen an den Grenzen unter Kontrolle gebracht. So hatte sich das Alltagsleben in China wieder normalisiert.


07.01.2021: Mehr als 8 Millionen Kinder müssen zu Hause betreut werden

Der verlängerte Corona-Lockdown mit weiter geschlossenen Schulen und Kitas stellt vor allem berufstätige Eltern mit jungen Kindern vor zusätzliche Betreuungsprobleme. Das Statistische Bundesamt nannte am Donnerstag für das Jahr 2019 die Zahl von rund fünf Millionen Paarfamilien mit Kindern unter elf Jahren und mindestens einem Erwerbstätigen. Dazu kommen noch 581.000 berufstätige Alleinerziehende mit jüngeren Kindern. Bei zwei von drei der genannten Paare arbeiteten beide Elternteile.

Von den Alleinerziehenden waren 90 Prozent Frauen und 41 Prozent arbeiteten Vollzeit. Nach weiteren Zahlen gingen im vergangenen Schuljahr in Deutschland rund 4,5 Millionen Kinder in die Klassen 1 bis 6 und weitere 3,7 Millionen wurden in Kindertagesstätten betreut.


07.01.2021: Bericht: Curevac und Bayer wollen Impfstoff-Allianz gründen

Das Tübinger Unternehmen Curevac und der Chemiekonzern Bayer wollen laut einem Medienbericht bei Weiterentwicklung, Produktion und Vertrieb eines Corona-Impfstoffes zusammenarbeiten. Ziel sei es, den Impfstoff nach einer Zulassung möglichst schnell und breit auf den Markt geben zu können, berichtete das Nachrichtenportal "ThePioneer" (Donnerstag). Der Bericht wurde der Deutschen Presse-Agentur in Regierungskreisen bestätigt. Eine solche "nationale Impfallianz" könne die Impfsituation in Deutschland beschleunigen und helfen, dass bis zum Sommer alle geimpft würden, die es wollten, schreibt das "ThePioneer".

Eine entsprechende Kooperation war diesem Bericht zufolge Thema in einem Gespräch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Gesundheitsminister Jens Spahn, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Kanzleramtschef Helge Braun (alle CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) am Mittwochmorgen. Demnach solle das Biotechnologieunternehmen von der Organisations- und Logistikmacht des Chemiekonzerns profitieren. Auch eine Produktion des Curevac-Impfstoffes in einem US-amerikanischen Bayer-Werk sei im Gespräch, hieß es. 

Im Dezember hatte Curevac grünes Licht für den Start seiner zulassungsrelevanten klinischen Phase-III-Studie erhalten. Mit ersten Ergebnissen der Studie rechnet Curevac nach früheren Angaben eines Sprechers Ende des ersten Quartals 2021. Für die geplante Markteinführung des Impfstoffs gegen Covid-19 ist, neben einer Erweiterung der Herstellungserlaubnis, auch eine Zulassung durch die EU-Kommission erforderlich.


07.01.2021: Größter Ausbruch des Coronavirus in China seit Monaten

China erlebt den größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten. Nachdem das bevölkerungsreichste Land das Virus seit dem Sommer weitestgehend im Griff hatte und nur noch ganz vereinzelt Infektionen zählte, sind die Zahlen in der Provinz Hebei direkt vor den Toren Pekings in wenigen Tagen auf insgesamt mehr als 200 gestiegen. Bis Donnerstag meldete die Gesundheitskommission in der Provinz um die Hauptstadt 90 Erkrankungen und 144 asymptomatische Infektionen. Es wurde mit einem weiteren Anstieg gerechnet. 

Die Behörden sind alarmiert und riefen "den Kriegszustand" im Kampf gegen das Virus aus. Vor allem die 300 Kilometer nordöstlich gelegene Provinzhauptstadt Shijiazhuang ist betroffen. Transportverbindungen mit Bussen, Zügen und Flugzeugen in die Metropole wurden weitgehend unterbrochen. Die elf Millionen Einwohner werden getestet. Einige Wohngebiete wurden abgeriegelt. Der Unterricht in Kindergärten, Grund- und Mittelschulen wurde ausgesetzt. Zusätzliches medizinisches Personal wurde mobilisiert und in die Provinz entsandt. 

Betroffen sind außer Shijiazhuang auch die Städte Xingtai und Nangong, wo 500 000 Menschen getestet werden. Die Hauptstadt Peking ergriff Schutzmaßnahmen. Straßenkontrollen wurden eingerichtet. Auch wird Fracht aus Hebei streng kontrolliert. Der neue Ausbruch weckt Sorgen über die bevorstehende Reisewelle vor dem chinesischen Neujahrsfest am 12. Februar. Zum wichtigsten Familienfest der Chinesen sind normalerweise einige hundert Millionen Menschen in ihre Heimatdörfer unterwegs. Doch rieten die Behörden bereits Wanderarbeitern, diesmal nicht nach Hause zu reisen. 


07.01.2021: 26.391 Corona-Neuinfektionen und 1070 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 26.391 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1070 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Donnerstagmorgen bekanntgab.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert.

"Wir erwarten, dass zum Jahresanfang mit der Öffnung von Arztpraxen und Teststellen wieder mehr Personen getestet werden", hatte der erste Vorsitzende des Verbands, Michael Müller, am Dienstag erklärt. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind. Klarheit über das Infektionsgeschehen nach den Feiertagen ist nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 17. Januar zu gewinnen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstagmorgen bei 121,8. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 269,8 und Thüringen mit 232,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 74,0. Wegen der Feiertage sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.835.038 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 07.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 37.607. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.474.000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Mittwoch bei 0,83 (Dienstag: 0,81). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betonte, dass der R-Wert wegen der Verzögerungen gegebenenfalls unterschätzt werde.


06.01.2021: Mehr als 367.000 Covid-19-Impfungen gemeldet

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag um mehr als 45.000 gestiegen. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel damit nun mindestens 367.331 Menschen gespritzt worden. Diese Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Mittwoch (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher 4,4 Menschen gegen die Krankheit geimpft worden.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden vom RKI bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (11,2), gefolgt von Sachsen-Anhalt (7,8) und Hessen (6,6). Die wenigsten Impfungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden bisher für Thüringen (1,7), Niedersachsen (1,9) und Brandenburg (2,1) gemeldet. In absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 82.000 laut RKI.


06.01.2021: EMA empfiehlt Zulassung für Impfstoff von Moderna

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Moderna empfohlen. Das teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung muss nun die EU-Kommission treffen - das gilt als Formsache.


06.01.2021: Distanzunterricht für alle NRW-Schüler - eingeschränkter Kita-Betrieb

Alle Schüler in Nordrhein-Westfalen gehen nach den Weihnachtsferien am kommenden Montag in den Distanzunterricht. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch nach einer Sondersitzung des Kabinetts an. Der Präsenzunterricht in den Klassenräumen werde wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. Januar ausgesetzt. Das gelte auch für Abschlussklassen.

Sollte die Umstellung auf den Distanzunterricht an einer Schule mehr Vorbereitungszeit erfordern, könne der Unterricht dort auch erst am 13. Januar wieder beginnen. Alle Schulen bieten nach Angaben Gebauers ab Montag eine Betreuung für Schüler der Klassen 1 bis 6 an, wenn diese beim Distanzunterricht nicht zu Hause betreut werden können oder aber eine Kindeswohlgefährdung vorliege. Während der Betreuung in den Schulen finde aber kein regulärer Unterricht statt.

In den Kindertagesstätten in NRW wird es ab Montag nur noch einen eingeschränkten Betrieb geben - Kitas bleiben aber grundsätzlich geöffnet. Gruppen sollen voneinander getrennt und der Betreuungsumfang für jedes Kind im Januar um 10 Stunden pro Woche reduziert werden.


06.01.2021: In Berlin zählen Kinder Alleinerziehender nicht bei Kontakt-Obergrenze

Berlin schafft bei der Umsetzung der Corona-Kontaktbeschränkungen eine Sonderregel für die Kinder von Alleinerziehenden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur fallen diese nicht unter die Obergrenze für private Zusammenkünfte, auf die sich der Berliner Senat bei seiner Sondersitzung am Mittwoch verständigte. Treffen sind künftig nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Ist diese Person alleinerziehend, werden deren Kinder nicht mitgezählt, dürfen also noch dazukommen.

Bisher gilt für private Treffen in Berlin eine Obergrenze von fünf Personen aus zwei Haushalten, Kinder zählen dabei nicht mit.


06.01.2021: Bayern sagt Faschingsferien ab

In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Faschingsferien abgesagt. Die eigentlich vom 15. bis 19. Februar geplante Ferienwoche werde es nicht geben, in der Zeit könne Unterricht nachgeholt werden, der wegen der Pandemie ausgefallen sei, teilte Ministerpräsident Markus Söder nach einer Sondersitzung des bayerischen Kabinetts in München mit.


06.01.2021: Städtetag hält verlängerten Lockdown für richtig

Der Deutsche Städtetag begrüßt die Verlängerung des Corona-Lockdowns. "So hart die Maßnahmen auch sind: Die Städte halten es für richtig, den Lockdown fortzusetzen, damit die Zahl der Neuinfektionen nachhaltig sinkt", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) der "Rheinischen Post". "Bei den Kontaktbeschränkungen darf es keine Tabus geben." Die Kontakte sollten so gering wie möglich gehalten werden - auch an Schulen und Kitas.

Sobald es das Infektionsgeschehen aber wieder zulasse, sollten diese wieder geöffnet werden, so Jung. "Denn Schule und Kita sind nicht nur Orte des Lernens und der Betreuung, sondern auch Orte des sozialen Miteinanders." Für die Zwischenzeit forderte er die Länder auf, "verbindliche Regelungen für die Notbetreuung zu erlassen". Auch für das nächste Treffen der Bund und Länder forderte er klare Signale. "Wenn die Menschen bei den Beschränkungen jetzt weiter mitmachen, setzen sie natürlich auch auf Lockerungen, sobald sich die Lage deutlich verbessert."


06.01.2021: "Wir sind jetzt auf der Zielgeraden"

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sieht Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf dem richtigen Kurs. "Wir sind jetzt auf der Zielgeraden, um unsere Ziele auch wirklich zu erreichen, in Kombination mit der Impfstrategie", sagte der SPD-Politiker im ARD-"Morgenmagazin", nachdem Bund und Länder am Vorabend eine Verlängerung und Verschärfung der Maßnahmen beschlossen hatten. Es sei "sehr deutlich", dass die Infektionszahlen nach unten gingen, es gebe aber noch nicht genug Entlastung in den Krankenhäusern. "Und das ist ein ganz entscheidender Punkt", sagte er, dafür müsse mehr passieren. Müller ist derzeit auch Chef der Ministerpräsidentenkonferenz.


06.01.2021: Scholz macht bei Kostenlage Mut

Deutschland kann sich aus Sicht von Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie finanziell leisten. "Wir können das lange durchhalten, wir haben Vorsorge getroffen", sagte der SPD-Kanzlerkandidat im ARD-"Morgenmagazin", nachdem Bund und Länder am Vorabend eine Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns beschlossen hatten. Es gebe "keinen ganz kompletten Stillstand", in Fabriken und vielen Büros werde gearbeitet, sagte Scholz. Deutschland habe gut gewirtschaftet.


06.01.2021: Experten uneinig über spätere Gabe der zweiten Impfstoff-Dosis

Für ein verzögertes Verabreichen der zweiten Dosis des Corona-Impfstoffs gibt es unter Experten Zustimmung - aber auch skeptische Einschätzungen. "In dieser besonderen Pandemielage ist es vertretbar, mit den jetzt vorhandenen Impfdosen möglichst vielen Menschen erst einmal die erste Immunisierung zu ermöglichen, und die zweite Impfung verzögert, aber zwingend innerhalb von 60 Tagen, nachzuholen", schreibt etwa die Gesellschaft für Immunologie in einer Stellungnahme. Sie verweist darauf, dass bereits die erste Dosis nach etwa zwei Wochen einen gewissen Schutz bieten kann.

Berater der Weltgesundheitsorganisation (WHO) halten es in Ausnahmefällen für vertretbar, die Verabreichung der zweiten Dosis um etwa zwei Wochen hinauszuschieben.  Sowohl die Europäische Arzneimittel-Agentur als Zulassungsbehörde als auch der Hersteller BioNTech merken an, dass es bislang keine Daten dazu gibt, ob die Schutzwirkung nach der ersten Dosis länger als einige wenige Wochen hält. "Ich glaube, dass Menschen nach der ersten Spritze nicht gut geschützt sind", sagt Sebastian Ulbert vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI). Publizierte Daten zur Immunantwort von Probanden zeigten, dass der Körper nach der ersten Dosis kaum schützende Antikörper bilde.


06.01.2021: WHO-Chef zeichnet düstere Corona-Lage

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation hat zum Auftakt des neuen Jahres ein düsteres Bild in der Corona-Krise gezeichnet. "Die Fallzahlen sind in einigen Ländern so hoch, dass die Auslastung von Krankenhäusern und Intensivstationen ein gefährliches Niveau erreicht", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf. "Die neuen Mutationen, die noch ansteckender sind, verschlimmern die Lage weiter." Kontakte müssten so weit wie möglich reduziert und Menschen in Quarantäne unterstützt werden. Er appellierte an die Länder, mehr Corona-Tests zu machen und Virusproben zu analysieren, um zu sehen, ob Infizierte die neuen Virusvarianten in sich tragen.


06.01.2021: Rekordzahl von Corona-Toten in den USA

Die USA haben einen neuen Höchstwert bei Corona-Todesfällen an einem Tag erreicht. Nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität wurden am Dienstag 3775 Tote registriert. Der bisherige Rekordwert war am Mittwoch vergangener Woche mit 3744 Verstorbenen verzeichnet worden.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg den Daten zufolge wieder auf gut 229.000 an, wie aus Zahlen der Universität am Mittwoch hervorging. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 357.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2.


06.01.2021: Über 1000 neue Todesfälle in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1019 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.808.647 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 06.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 36.537. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.451.000 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstag bei 0,81 (Montag: 0,85).


06.01.2021: Thüringen und Sachsen ziehen Winterferien vor

Thüringen und Sachsen werden wegen der Corona-Pandemie die Winterferien vorziehen - und in Sachsen werden sie auf eine Woche gekürzt. Das haben Ministerpräsident Bodo Ramelow und Kultusminister Christian Piwarz mitgeteilt.

Thüringen zieht seine Winterferien von Februar auf die letzte Januarwoche vor. Statt wie geplant am 8. Februar sollen sie bereits am 25. Januar beginnen. Damit fallen die Ferien in die Zeit des verlängerten Lockdowns, in dem es keinen Präsenzunterricht geben soll. In Sachsen wird eine der normalerweise zwei Ferienwochen auf die erste Februarwoche vorgezogen werden. Sie soll als "Verschnaufpause" für Schüler, Eltern und Lehrer dienen, erklärte Piwarz. Die zweite Ferienwoche soll dann in der Karwoche vor Ostern nachgeholt werden.


05.01.2021: Lockdown wird verlängert - und noch weniger Kontakte

Da die Zahl der Corona-Infektionen nicht deutlich sinkt, müssen sich die Menschen in Deutschland für die kommenden drei Wochen auf weitere Beschränkungen einstellen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder einigten sich auf eine Verlängerung der ursprünglich bis zum 10. Januar vereinbarten Lockdown-Regeln bis zum Monatsende. Zudem vereinbarten sie noch strengere Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich. Merkel sagte nach der Online-Konferenz, im zweiten Quartal dieses Jahres werde es "nach menschlichem Ermessen" deutlich mehr Impfdosen geben. Auf konkrete, verbindliche Ankündigungen, wann spätestens mit flächendeckenden Covid-19-Impfungen zu rechnen ist, verzichtete die Runde jedoch.

Private Treffen sollen künftig nur noch mit einer Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, möglich sein. Die bislang geltenden Ausnahmen für Kinder im Alter bis zu 14 Jahren gibt es nicht mehr. Das heißt etwa, dass sich zwei Paare nicht mehr zum Essen verabreden und zwei Kinder nicht ein weiteres Kind zuhause besuchen dürfen.

Die Länder sollen zudem für Kreise, in denen sich binnen sieben Tagen mehr als 200 Menschen pro 100.000 Einwohner neu infiziert haben, den Bewegungsradius der Bürger auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzen. Wer in einem solchen Corona-Hotspot lebt und sich weiter von seinem Wohnort entfernen will, müsste dafür dann einen triftigen Grund vorbringen, etwa die Fahrt zum Arbeitsplatz.

Um die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen gleichzeitig vor Covid-19 und vor Vereinsamung zu schützen, wollen Bund und Länder dabei helfen, genügend Freiwillige in diese Einrichtungen zu entsenden, um Personal und Besucher auf das Coronavirus zu testen. Die meisten Schüler und auch viele Kita-Kinder werden wohl auch in den nächsten drei Wochen noch zu Hause bleiben müssen. Schulen und Kindertagesstätten sollen bis mindestens Ende Januar weitgehend geschlossen bleiben oder nur eingeschränkten Betrieb anbieten. Wenn Eltern deshalb nicht zur Arbeit gehen können, soll zehn Tage zusätzlich Kinderkrankengeld gezahlt werden. Verschärft werden sollen die Bestimmungen für Einreisende aus Risikogebieten. Hier soll grundsätzlich bereits direkt zur Einreise ein Corona-Test gemacht werden.


05.01.2021: Kontroverse Gespräche vor Bund-Länder-Runde

Vor den Beratungen zur Verlängerung des Corona-Lockdowns haben Bund und Länder teilweise kontrovers über noch offene Fragen diskutiert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen wurde am Dienstagvormittag unter anderem diskutiert, ob es in Kreisen mit einer hohen Neuansteckungsrate Einschränkungen des erlaubten Bewegungsradius um den Wohnort geben soll.

Es war aber noch offen, ob der Punkt wirklich in das Beschlusspapier aufgenommen wird. Eine Entscheidung sollte es erst in der Runde der Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Nachmittag geben. 

Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Business Insider" soll Merkel den Vorschlag am Montagabend in einer Vorbesprechung unterbreitet haben. Zuvor hatte in einer weiteren Runde auch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Expertin des Max Planck Instituts erklärt, dass es zur Senkung der Infektionszahlen "möglicherweise" eine "Stay-at-home"-Anordnung beziehungsweise einen eingeschränkten maximal fünf Kilometer großen Bewegungsradius um den Wohnsitz brauche. Sinnvoll sei auch eine Reduktion der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr auf 25 Prozent der Sitzplätze.

Eingeschränkte Bewegungsradien gibt es in Deutschland bisher nur in Sachsen, hier dürfen sich die Menschen maximal 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Auch in Thüringen hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) eine entsprechende Regelung jüngst vorgeschlagen. Auch in anderen Ländern - darunter Frankreich - wurde die Praxis in der Vergangenheit bereits angewendet.


05.01.2021: Beginn der Lockdown-Debatte verzögert sich erneut

Der ursprünglich für 13.00 Uhr geplante Beginn der Bund-Länder-Beratungen über eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie verzögert sich. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Länderkreisen. Zwar hatte sich vor der geplanten Schaltkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten zuletzt bereits angedeutet, dass das öffentliche Leben wegen hoher Infektionszahlen noch nicht wieder hochgefahren und der Lockdown wohl um drei Wochen bis Ende Januar verlängert wird.

Kontrovers wurde indes die Frage diskutiert, ob es in Kreisen mit einer hohen Neuansteckungsrate Einschränkungen des erlaubten Bewegungsradius um den Wohnort geben soll. Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins «Business Insider» soll Merkel den Vorschlag am Montagabend in einer Vorbesprechung unterbreitet haben. In manchen Ländern hatte das Skepsis ausgelöst und neuen Abstimmungsbedarf zur Folge.


05.01.2021: Knapp 12.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11.897 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 944 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30. Dezember) erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Dienstagmorgen bei 134,7. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Montag bei 0,85 (Sonntag: 0,91).


05.01.2021: USA mit 180.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

In den USA haben sich mehr als 180 000 Menschen binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Für Montag wurden 180.477 Neuinfektionen gemeldet, etwas weniger als am Vortag. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervor. Der bislang höchste Wert war am Samstag mit 297.491 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Die Zahl der erfassten infizierten Toten binnen 24 Stunden lag am Montag bei 1903 nach 1396 am Vortag. Der Höchstwert war am Mittwoch vergangener Woche mit 3744 Toten registriert worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 20,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 353.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.


05.01.2021: Spahn: Ziel ist Impfangebot bis Sommer für jeden in Deutschland

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Kritik an der Impfstoffbeschaffung erneut zurückgewiesen. "Zuerst einmal ist es weiterhin aus meiner Sicht richtig, diesen europäischen Weg gegangen zu sein und zu gehen", sagte der CDU-Politiker am Montagabend im "heute journal". Man habe von Anfang an auf mehrere Hersteller gesetzt, da nicht klar gewesen sei, wer als Erstes ans Ziel komme. "Dass wir jetzt am Anfang so wenig haben, dass wir priorisieren müssen, hat nichts zu tun mit der Bestellmenge, also wie viel wir bestellt haben, sondern das hat etwas damit zu tun, dass jetzt am Anfang die Produktionskapazität knapp ist."

Weiter bekräftigte Spahn: "Das Ziel ist tatsächlich, dass wir bis zum Sommer jedem ein Impfangebot in Deutschland machen können." Das hänge aber auch davon ab, dass weitere Zulassungen von Impfstoffen erfolgen. Gleichzeitig arbeite man daran, dass die Produktion bei Biontech etwa durch ein neues Werk in Marburg hochgefahren werden könne.

"Wenn wir es schaffen - und das ist das Ziel mit den Ländern im Januar - alle Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner zu impfen, wenn wir es schaffen in der Folge alle über 75-, alle über 80-Jährigen zu impfen, dann nehmen wir dieser Pandemie schon einen großen Teil ihres Schreckens."


05.01.2021: Arzneimittelbehörde EMA verschiebt Entscheidung zu Moderna-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Entscheidung über die Empfehlung eines zweiten Corona-Impfstoffes für die EU auf Mittwoch verschoben. Das teilte die EMA am Montagabend in Amsterdam mit. Der Expertenausschuss der EMA war bereits am Montag und damit zwei Tage früher als geplant zusammengetroffen und hatte über die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Moderna beraten. Dabei seien einige Fragen offen geblieben, sagte der niederländische Vertreter in dem Ausschuss. Die EMA hatte bereits zuvor nicht ausgeschlossen, dass eine Entscheidung erst bei der planmäßigen Sitzung des Ausschusses am Mittwoch fallen könnte.

Der Impfstoff von Moderna ist bereits in den USA und Kanada zugelassen. Bei einer positiven Empfehlung der EMA muss noch die EU-Kommission zustimmen. Das gilt als Formsache und könnte in kürzester Zeit geschehen. Es wäre nach dem Präparat der Hersteller Pfizer und Biontech der zweite Impfstoff gegen Covid-19, der in den EU-Mitgliedsstaaten zugelassen würde. Die EU hat bei Moderna bereits 160 Millionen Dosen des Impfstoffes bestellt.


04.01.2021: Bundesweiter Lockdown wird wohl verlängert

Laut Informationen der BILD haben sich Bund und Länder auf eine Verlängerung des Lockdowns geeinigt. Dieser soll bis mindestens 31. Januar 2021 gelten. Ein entgültiger Beschluss steht jedoch noch aus. Offen ist außerdem, ob und wenn ja in welchem Maße Schulen und Kitas wieder öffnen können.


04.01.2021: Fast die hälfte der Deutschen sieht Impfstrategie kritisch

Die Deutschen haben eine geteilte Meinung zur Verteilung des Impfstoffes gegen das Coronavirus. 44 Prozent seien nicht vom Impfkonzept der Bundesregierung überzeugt. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag). Knapp 40 Prozent hätten hingegen großes Vertrauen in die Verteilungsstrategie der Regierung, der Rest sei unentschieden.

Vor allem Menschen im Alter von 40 bis 49 Jahren stehen dem Impfkonzept laut Umfrage kritisch gegenüber. Jüngere Menschen von 18 bis 39 hingegen vertrauten meist auf die Strategie in Deutschland.

SPD und FDP kritisierten die aktuelle Corona-Impfstrategie der Bundesregierung. Sie forderten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, sich einzuschalten. Merkel solle im Bundestag erklären, wie das Impfen doch noch erfolgreich weitergehen soll, sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer. Hintergrund ist Kritik an einer zu geringen Zahl an Impfdosen und ein langsames Tempo bei den Impfungen in Deutschland.


04.01.2021: Bundesregierung verteidigt europäische Impfstoffbeschaffung

Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Entscheidung der Bundesregierung für eine Beschaffung des Corona-Impfstoffs durch die EU verteidigt. Die Bundesregierung stehe hinter dieser "Grundsatzentscheidung", sagte Seibert am Montag in Berlin. "Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg war und ist", sagte er weiter und ergänzte: "Ja, die Ungeduld, die viele Fragen, die Bürger jetzt stellen, sind verständlich."

Seibert reagierte auf kritische Fragen von Journalisten, die auf eine zu geringe Zahl an Impfdosen und ein langsames Tempo bei den Impfungen in Deutschland zielten. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministerium sagte dazu: "Dass es jetzt am Anfang knapp sein würde mit dem Impfstoff, das war von Anfang an klar."

Seibert sagte, der europäische Zusammenhalt habe sich gerade in der Pandemie als wichtig erwiesen. Berichte aus den Krankenhäusern in Deutschland zeigten die schwierige Lage. "Es bleibt also entscheidend Neuinfektionen, wie immer möglich, zu vermeiden", sagte er.


04.01.2021: Österreich verlängert Lockdown

In Österreich wird der bis zum 18. Januar geplante Lockdown nach Angaben der Regierung um eine Woche verlängert. Da das ursprünglich geplante Freitesten wegen Widerstands der Opposition nicht möglich sei, werde die Schließung fast aller Geschäfte nun für alle bis zum 24. Januar dauern, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montag erklärte. Die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie getroffene Maßnahme bedeutet, dass Handel, viele Dienstleister und Gastronomie bis dahin geschlossen bleiben.

Auch die Einreisebeschränkungen aus weltweit fast allen Staaten bleiben in Kraft. Fast jeder, der aus einem Corona-Risikogebiet wie Deutschland einreist, muss in eine bis zu zehntägige Quarantäne. 

Ursprünglich war geplant, dass alle, die sich einem Corona-Test unterziehen, ab 18. Januar in die ab dann wieder geöffneten Geschäfte können. Für alle ohne Test sollte ein verlängerter Lockdown bis zum 24. Januar gelten. 


04.01.2021: Erster Brite mit heimischen Astrazeneca-Impfstoff geimpft

In England ist der erste Brite mit dem heimischem Impfstoff der Uni Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca geimpft worden. Der 82 Jahre alte Dialyse-Patient Brian Pinker aus Oxford habe am Montagmorgen den schützenden ersten Piks in der dortigen Uniklinik erhalten, teilte der britische Gesundheitsdienst NHS mit.

"Ich freue mich so, heute die Covid-19-Impfung zu bekommen und ich bin wirklich stolz, dass sie in Oxford erfunden wurde", sagte Pinker der Mitteilung zufolge. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock bezeichnete den Impfstart mit dem Mittel als "unverzichtbaren Schritt" im Kampf gegen die Pandemie.

Großbritannien hatte dem Präparat in der vergangenen Woche eine Notfallzulassung erteilt. Nach dem Biontech/Pfizer-Impfstoff ist es das zweite Corona-Vakzin, das im Land zum Einsatz kommt. Der große Vorteil: Das Mittel aus Oxford kann bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden, was die Logistik deutlich vereinfacht. Zu Beginn stehen dem Land gut eine halbe Million Dosen zur Verfügung, die in Hunderten von Krankenhäusern und Arztpraxen ab dieser Woche gespritzt werden sollen. In der EU ist der Impfstoff noch nicht zugelassen.


04.01.2021: Verlängerung des Lockdowns bahnt sich an

Die Menschen in Deutschland müssen wegen der Corona-Pandemie mit noch längeren Einschränkungen ihres Lebens und weiterhin geschlossenen Schulen nach den Weihnachtsferien rechnen.

Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montag), eine vollständige Rückkehr zum Präsenzunterricht in allen Jahrgängen sei aufgrund der derzeitigen Infektionslage «nicht vorstellbar». Weniger eindeutig scheint die Lage bei Grundschulen und Kitas, über deren Wiederöffnung die Meinungen stärker auseinander gehen als bei weiterführenden Schulen.

Am Montag beraten die Kultusminister der Länder über die Lage, am Dienstag dann Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten. Sorge bereitet insbesondere eine Mutation des Coronavirus.

Schon am Wochenende zeichnete sich ab, dass der zunächst bis zum 10. Januar geltende Lockdown verlängert wird. Die Ministerpräsidenten, deren Länder besonders stark von der zweiten Infektionswelle betroffen sind, forderten eine Lockdown-Verlängerung um weitere drei Wochen bis Ende Januar.


04.01.2021: Lauterbach (SPD) plädiert für nicht befristeten Lockdown

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat einen "konsequenten" und zeitlich nicht befristeten Lockdown gefordert. Er verwies dabei auch auf die Mutation des Coronavirus. "Wir müssen die Neuinfektionen deutlicher reduzieren als bisher geplant", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Montag).

"Ein Inzidenzwert von 50 reicht nicht aus, weil wir es in Zukunft wahrscheinlich mit einer Virus-Variante zu tun haben werden, die wesentlich ansteckender ist als die bisher in Deutschland verbreitete." Die Rate der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen müsse auf 25 gesenkt werden. Am Sonntag lag sie in Deutschland bei 139,6.

"Der Lockdown muss weitergehen und sollte nicht zeitlich befristet werden, sondern auf den Zielwert von 25 ausgerichtet werden", sagte Lauterbach. Er forderte zudem eine "pragmatisch-intelligente" Impfstrategie. "Wir sollten umdenken und uns damit abfinden, dass wir zunächst einmal nicht mehr Dosen von den Impfstoffen der Hersteller Biontech und Moderna haben." 

Die Ständige Impfkommission müsse jetzt prüfen, ob eine vorgezogene Erstimpfung auch in Deutschland praktiziert werden sollte, ähnlich wie in England. "Es gilt, in den nächsten zwölf Wochen so viele Menschen wie möglich mit der Erstimpfung zu versorgen. Die Zweitimpfung könnte dann danach erfolgen", meinte der SPD-Politiker.


04.01.2021: Knapp über 9.800 Neuinfektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9847 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 302 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.Dezember) erreicht worden. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 139,4. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 0,91 (Samstag: 0,95). 


03.01.2021: Mehr als 238.000 Impfungen erfasst

Mehr als 238.000 Menschen in Deutschland wurden bislang gegen das Coronavirus geimpft. Bis Sonntagmorgen (Stand 08.00 Uhr) wurden insgesamt 238.809 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl dort erfasster Geimpfter um 40.665, wie aus den RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

Unter den Geimpften sind 103.894 Bewohner von Pflegeheimen. 107.019 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen. Darunter fällt medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Insgesamt 56.197 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft.

Die meisten Impfungen wurden vom RKI bisher für Bayern erfasst (57.833), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (48.691) und Hessen (30.085). Die in absoluten Zahlen am wenigsten Impfungen wurden bisher in Thüringen (810), Bremen (1837) und Brandenburg (3219) gemeldet.


03.01.2021: Erstmals Testpflicht für Altenheimbesucher

Die ersten beiden Landkreise in Thüringen haben eine Corona-Testpflicht für die Besucher von Alten- und Pflegeheimen eingeführt. Sie gilt seit Sonntag im Unstrut-Hainich-Kreis und im Eichsfeld, die beide hohe Infektionszahlen haben. Entsprechende Verordnungen wurden von den Landräten erlassen - vor einer landesweiten Regelung, die Gesundheitsministerin Heike Werner für den 10. Januar in Aussicht gestellt hat. Auch am ersten Januar-Wochenende blieb die Infektionslage im Freistaat angespannt.

Thüringen verzeichnete am Sonntag nach Zahlen des Robert Koch-Instituts hinter Sachsen erneut den höchsten Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner mit 249. An diesem Montag sollen nun auch telefonisch Termine für Corona-Schutzimpfungen vergeben werden.


03.01.2021: Indien gewährt erstmals zwei Impfstoffen Notfallzulassung

Indien hat erstmals zwei Corona-Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilt. Neben dem in Indien entwickelten Impfstoff namens Covaxin handelt es sich um den des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca. Die Vakzine des Serum Institute of India und von Bharat Biotech seien "für den eingeschränkten Gebrauch in Notfallsituationen zugelassen", teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Das Serum Institute stellt den Impfstoff, der von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelt wurde, für Indien und andere Märkte her. Damit ist in dem Land mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern der Weg frei für eine der weltweit größten Impfaktionen.

Bei dem zweiten zugelassenen Präparat handelt es sich um den im dem südasiatischen Land entwickelten und hergestellten Impfstoff namens Covaxin. Dieser wurde von der Firma Bharat Biotech mit Unterstützung der Regierung entwickelt.


03.01.2021: Vorbereitungen auf Impfungen mit Astrazeneca

In Großbritannien bereiten sich Krankenhäuser und Arztpraxen auf den Impfstart mit dem heimischen Präparat der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca vor. Die Impfungen sollen ab Montag anlaufen, wie der staatliche Gesundheitsdienst NHS mitteilte. Zu den 700 bereits aktiven Impfstellen sollten Hunderte weitere Krankenhäuser und Praxen im Laufe der kommenden Woche hinzukommen.

Zunächst stehen dem Land gut eine halbe Million Impfdosen des Oxford/Astrazeneca-Mittels zur Verfügung. Am Wochenende kamen die ersten Lieferungen bei den Einsatzorten an. NHS-Chef Simon Stevens bezeichnete den Schritt als "Meilenstein im Kampf der Menschheit gegen das Coronavirus". Anders als der Pfizer/BioNTech-Impfstoff kann das britische Vakzin bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden, was Transport und Lagerung erleichtert.


03.01.2021: Drosten kontert Impfstrategie-Kritikern

Anders als zahllose Kritiker der Impfstrategie von EU und Bundesregierung hält der Virologe Christian Drosten es nicht für möglich, das Vorgehen bei der Bestellung von Impfstoffen rückblickend zu bewerten. "Das ist so eine komplexe Angelegenheit. Man musste den Impfstoff mit Monaten Vorlauf bestellen - und wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht, ob der betreffende Impfstoff auch funktionieren würde", sagte er der "Berliner Morgenpost". "Es ist jetzt praktisch unmöglich, das im Nachhinein zu bewerten."

Die EU sollte aber schnell hinterherkommen, den in Großbritannien bereits Notfall-zugelassenen Impfstoff von Astrazeneca zu bekommen. "Denn dieser Impfstoff kann auch in normalen Arztpraxen geimpft werden. Bei diesem Impfstoff hat man nicht die besondere Kühlpflicht", erklärte er. Für das nächste halbe Jahr sagte der Chef-Virologe der Berliner Universitätsklinik Charité sehr kontroverse Diskussionen über das richtige Vorgehen voraus. "Wir werden in eine Situation kommen, wo wir große Teile der Risikogruppen geimpft haben und es dann Kräfte geben wird, die sagen, dass es jetzt keinen Grund mehr gibt für Einschränkungen. Letzteres wird allerdings eine Fehleinschätzung sein, denn wir dürfen grundsätzlich keine sehr hohen Inzidenzen zulassen. Auch nicht bei den Jüngeren."


03.01.2021: Verstoß gegen Corona-Verordnung ins Internet gestreamt

Ein Stream mit Folgen: In Niedersachsen haben zwei Frauen und zwei Männer ihr gemeinsames Treffen ins Internet gestreamt und damit die Polizei auf sich aufmerksam gemacht. Weil die vier jungen Menschen aus vier verschiedenen Haushalten stammten, war das Zusammentreffen am Samstagabend durch die Corona-Verordnungen untersagt, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag mitteilte. Das Treffen in einer Jugendeinrichtung in Moringen wurde durch die Polizei beendet und gegen die vier Teilnehmer wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.


03.01.2021: Impfzentrum im Vogtland besprüht

Unbekannte haben ein neu eingerichtetes Corona-Impfzentrum im Vogtlandkreis sowie vier dafür aufgestellte Wegweiser mit Farbe besprüht. Die Schilder und das Gebäude in Treuen waren nach Angaben der Polizei jeweils mit dem Wort "Gift" versehen, in gelb und in schwarz. Der Sachschaden des Vorfalls vom Samstagmorgen wurde auf insgesamt 1200 Euro beziffert. Der Vogtlandkreis ist mit derzeit gut 745 Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche Negativ-Spitzenreiter unter den Landkreisen in Deutschland.


03.01.2021: Corona-Rekord in den USA

In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Fälle einen neuen Höchststand erreicht. Am Samstag meldeten die Behörden 299.087, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore vom Sonntagmorgen (MEZ) hervorging. Der bisherige Rekord war am 18. Dezember mit 249.664 Neuinfektionen registriert worden. Zugleich wurden am Samstag 2398 Tote mit einer bestätigten Corona-Infektion verzeichnet. Der bisherige Höchststand war am 30. Dezember mit 3750 erreicht worden.  In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang rund 20,4 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 350.000 Menschen starben.


03.01.2021: Söder für Lockdown-Verlängerung bis Ende Januar

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine Verlängerung der bis 10. Januar befristeten Corona-Beschränkungen um weitere drei Wochen. "Der Lockdown muss bis Ende Januar verlängert werden. Vorschnelle Lockerungen würden uns wieder weit zurückwerfen", sagte er der "Bild am Sonntag" vor der für Dienstag geplanten Ministerpräsidenten-Konferenz mit Kanzlerin Angela Merkel. "Die Zahlen sind einfach noch viel zu hoch. Dabei sind die Auswirkungen von Weihnachten und Silvester noch gar nicht absehbar." Dies könne man erst Mitte Januar genau beurteilen, sagte Söder. "Wir müssen konsequent bleiben und dürfen nicht wieder zu früh aufgeben. Das war die Schwäche der Corona-Politik in Deutschland: zu spät begonnen und zu früh aufgehört."

Söder sprach sich auch für eine längere Schließung von Kitas und Schulen aus - und für eine angepasste Ferienplanung: "Es darf keine überstürzte Öffnung von Schulen und Kitas geben. Es wäre angesichts der hohen Infektionszahlen verantwortungslos, Lehrer und Schüler einfach wieder komplett in die Schulen zu schicken. Es hat sich gezeigt, dass auch in der Schule Ansteckung und Verbreitung stattfinden. Gerade nach den Ferien ist die Gefahr am höchsten."


03.01.2021: 312 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 10.315 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 312 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.765.666 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 03.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 34.272. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.381.900 an.


02.01.2021: Leopoldina-Mitglied kritisiert Bund wegen Impfstoffbeschaffung

Die Neurologin Frauke Zipp, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, hat der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Beschaffung von Impfstoffen in der Corona-Pandemie vorgeworfen. "Ich halte die derzeitige Situation für grobes Versagen der Verantwortlichen", sagte sie der "Welt". "Warum hat man im Sommer nicht viel mehr Impfstoff auf Risiko bestellt?" Es habe diese Angebote gegeben, "wir hätten sie jetzt zur Verfügung". Nach ihrem Kenntnisstand habe das Unternehmen BioNTech im Spätsommer wesentlich mehr Impfdosen angeboten.

Die Leopoldina gehört zu den wichtigsten Beratern der Regierung in der Pandemie. Leopoldina-Mitglied Zipp ist Direktorin der Klinik für Neurologie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Sie erforscht entzündliche neurologische Erkrankungen.


02.01.2021: Wieder Ansturm auf Skigebiete

Erneut haben sich im Sauerland und im Harz viele Ausflügler auf den Weg in die Ski- und Rodelgebiete gemacht - trotz wiederholter Bitten, darauf im Lockdown zu verzichten. Polizei und Ordnungsbehörden schrieben am Samstag Anzeigen wegen zahlreicher Verstöße gegen die Coronaschutzmaßnahmen, wie eine Sprecherin der Stadt Winterberg sagte. In den verschneiten Ortschaften der Region bildeten sich längere Autoschlangen und Staus, die Parkplätze füllten sich.

Die Polizei hatte am Morgen per Twitter angekündigt, die Stadt am Wochenende verstärkt bei der Durchsetzung der Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht und der Coronaschutzverordnung zu unterstützen. Dafür würden auch Kräfte der Bereitschaftspolizei hinzugezogen. Dabei sind Lifte und Pisten, Restaurants und Hütten bis mindestens 10. Januar geschlossen. Die Betreiber der Wintersport-Arena und des Skiliftkarussells weisen auf ihren Internetseiten darauf hin, dass es keine Toiletten gibt sowie keine Möglichkeiten zum Aufwärmen - und auch keine Retter vor Ort sind.


02.01.2021: Tourismus-Boom im Sommer erwartet

Europas größter Tourismuskonzern TUI rechnet mit einer kräftigen Wiederbelebung des in der Corona-Krise eingebrochenen Reisemarkts in diesem Jahr. "Wir erwarten einen schon weitgehend normalen Sommer», sagte TUI-Vorstandschef Fritz Joussen der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). Man werde aber "nur rund 80 Prozent so viele Flugreisen anbieten wie in den Jahren vor der Corona-Krise, um eine optimale Auslastung zu erreichen." In den Ferien im Juli und August sei es wahrscheinlich, dass viele Flüge auf Strecken im Mittelmeerraum schnell ausgebucht seien. Das Angebot für Mai sei zu 50 Prozent ausgebucht.

Das Unternehmen biete die meisten Reisen zwar zu den gleichen Preisen wie 2020 und 2019 an, doch die Urlauber würden mehr für Reisen ausgeben. "Die Kunden buchen hochwertiger. Viele haben zusätzlichen Spielraum im Budget, wählen dann ein 5- statt das 4-Sterne-Hotel", sagte Joussen. Ein Grund sei, dass Gutscheine für 2020 stornierte Reisen eingelöst werden. "Alle unsere Marktforschungen zeigen, dass es eine enorme Sehnsucht der Menschen gibt, nach dieser schwierigen Corona-Zeit wieder schöne Reisen machen zu können."

Joussen rechnet sogar damit, dass die aktuellen Impfungen alle Reiserestriktionen unnötig machen werden: "Wenn wir die besonders gefährdeten Gruppen vor einer Infektion geschützt haben, können die Einschränkungen insgesamt stark fallen." Reiserestriktionen wären dann nicht mehr verhältnismäßig.


02.01.2021: Griechenland verschärft erneut Corona-Maßnahmen

In Griechenland werden die Corona-Einschränkungen ab Sonntagmorgen um 6 Uhr erneut massiv verschärft. Viele Lockerungen, die Athen wegen Weihnachten und Silvester genehmigt hatte, fallen weg. So müssen Friseure, Buchhandlungen und auch Kirchen wieder schließen. Die nächtliche Ausgangssperre gilt wieder von 21 Uhr bis 5 Uhr statt wie zuvor ab 22 Uhr. Auch die Möglichkeit, Waren bei Geschäften telefonisch zu bestellen und dort abzuholen, fällt weg. Die strengeren Maßnahmen sollen vorerst bis zum 11. Januar gelten - dann will die Regierung die Schulen wieder öffnen.

"Der Kampf gegen das Virus dauert an, deshalb gehen wir zum Gegenangriff über", begründete Regierungssprecher Stelios Petsas die Verschärfung der Maßnahmen am Samstag im Staatsfernsehen. Griechenland befindet sich bereits seit Anfang November in einem strengen Lockdown - so darf nur aus dem Haus, wer zuvor eine entsprechende SMS an den Zivilschutz gesendet hat. Erlaubt sind unter anderem der Weg zur Arbeit, Arztbesuche, Lebensmitteleinkäufe, sportliche Betätigung oder auch der Spaziergang mit dem Hund. Reisen zwischen den 13 Regionen des Landes ohne triftigen Grund sind verboten.


02.01.2021: Warnungen vor Lockerungen - mit einer Ausnahme

Mediziner und Wirtschaftsexperten fordern eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen über den 10. Januar hinaus - und doch gibt es auch unter den Vorsichtigen Stimmen, die begrenzte Lockerungen unter Umständen für möglich halten. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, der zu den strikten Lockdown-Befürwortern zählt, befürwortet unter bestimmten Bedingungen eine Wiederöffnung von Kitas und Grundschulen ab der zweiten Januarhälfte. "Voraussetzung wäre, dass alle anderen Klassenstufen geteilt würden und wechselnd Präsenz- und Digitalunterricht erhalten. Oder der Präsenzunterricht ganz ausgesetzt wird", sagte Lauterbach der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Eine generelle Öffnung der Schulen lehnt er jedoch ab. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder ab zwölf Jahren genauso ansteckend seien wie Erwachsene. Es bestünde dann die Gefahr, dass der angestrebte Wert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche trotz des Lockdowns nicht erreicht werde. "Daher wäre das ein großer Fehler", sagte er. Unter diesem Wert gilt die Pandemie als beherrschbar. Derzeit liegt er im bundesweiten Schnitt über 140.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 5. Januar mit Kanzlerin Angela Merkel darüber beraten, wie es nach dem 10. Januar mit den zunächst bis dahin befristeten Maßnahmen weitergeht. Zuvor beraten die Kultusminister am Montag über die Situation der Schulen.


02.01.2021: Wiedergründung des Bundesgesundheitsamts gefordert

Als eine Lehre aus der Corona-Pandemie fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die Wiedergründung des 1994 aufgelösten Bundesgesundheitsamts, aber mit einem Schwerpunkt auf Präventionsmedizin. "Die Tatsache, dass wir in Deutschland bei Corona eine relativ hohe Sterblichkeit pro Infizierten haben, liegt nicht nur an unserer Altersstruktur, sondern an einer weiten Verbreitung von Risikofaktoren", sagte der Mediziner der "Augsburger Allgemeinen". Es müsse mehr für Prävention getan werden. Dafür brauche es einen flächendeckenden Ausbau des öffentlichen Gesundheitsdienstes und "als zentrale Institution wieder ein Bundesgesundheitsamt, das sich für die öffentliche Gesundheit starkmacht".

Das frühere Bundesgesundheitsamt wurde 1994 aufgelöst, nachdem die Behörde für den Skandal um HIV-versuchte Blutpräparate mitverantwortlich gemacht wurde. Seine Aufgaben wurden auf neue Einrichtungen verteilt, unter anderem das Robert Koch-Institut.


02.01.2021: 12.690 Neuinfektionen und 336 neue Todesfälle

Am ersten Tag des neuen Jahres haben die deutschen Gesundheitsämter 12.690 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 336 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.755.351 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 02.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 33.960. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.368.100 an.


02.01.2021: BioNTech will mehr Impfstoff an EU liefern

Der Mainzer Hersteller BioNTech will mehr Impfstoff als geplant an die Europäische Union liefern. Das Unternehmen befinde sich "in fortgeschrittenen Diskussionen, ob und wie wir weitere Impfstoffdosen aus Europa für Europa in diesem Jahr zur Verfügung stellen können", teilte Unternehmenschef Ugur Sahin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. "Aufgrund der aktuell hohen Infektionszahlen ist eine zügige Impfstoffversorgung besonders wichtig", fügte Sahin hinzu. "Wir arbeiten mit der EU zusammen, um unsere Produktionskapazitäten weiter auszubauen und zusätzliche Impfstoffdosen bereitstellen zu können."

Er verwies darauf, dass diese Woche mit der EU-Kommission vereinbart worden sei, weitere 100 Millionen Impfstoffdosen zu liefern. Dabei wurde eine im EU-Rahmenvertrag ohnehin vereinbarte Option gezogen: Fest bestellt waren zunächst 200 Millionen Dosen des BioNTech-Impfstoffs mit der Möglichkeit zum Kauf von 100 Millionen weiteren Einheiten. Diese Erweiterung wurde vor einigen Tagen vertraglich vereinbart, nachdem die EU-Staaten entsprechenden Bedarf angemeldet hatten.


02.01.2021: USA überschreiten 20-Millionen-Infektionen-Marke

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als 20 Millionen Infektionen mit dem Virus nachgewiesen worden. Das entspricht rund einem Viertel aller weltweit verzeichneten Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorging. In keinem anderen Land der Welt gibt es in absoluten Zahlen so viele bestätigte Infektionen wie in den USA. In Indien liegt die Zahl demnach bei 10,3 Millionen, in Brasilien bei 7,7 Millionen. Experten gehen in den meisten Ländern von einer hohen Dunkelziffer aus.

In den USA leben rund 330 Millionen Menschen. Mehr als 346.000 Todesfälle in Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 sind dort bekannt.


01.01.2021: Mehr als 160.000 Impfungen in Deutschland

Mehr als 160.000 Menschen in Deutschland wurden bislang gegen das Coronavirus geimpft. Bis Freitagmittag (Stand 12.30 Uhr) wurden insgesamt 165.575 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Geimpften um 31.846, wie aus den RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

Unter den Geimpften sind 71.590 Bewohner von Pflegeheimen. 77.253 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen. Darunter fällt medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Insgesamt 39.214 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft. Die meisten Impfungen wurden bisher in Bayern erfasst (37.955), gefolgt von 24.924 in Nordrhein-Westfalen und 21.373 in Hessen. Die in absoluten Zahlen am wenigsten Impfungen wurden bisher in Thüringen (810), Bremen (1741) und Hamburg (2759) erfasst.


01.01.2021: Erste Impfzentren in Hessen öffnen am 19. Januar

Die ersten Impfzentren in Hessen öffnen am 19. Januar, Anmeldungen zur Corona-Impfung sind ab dem 12. Januar möglich. Das gaben Innenminister Peter Beuth (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Freitag in Wiesbaden bekannt. Als erstes öffnen am 19. Januar die regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Wer der höchsten Priorisierungsgruppe angehört, kann sich ab dem 12. Januar telefonisch anmelden über die Hotline 116 117 oder online über www.impfterminservice.de. Zur ersten Gruppe gehören vor allem Menschen über 80 Jahre.


01.01.2021: Ende Januar Klarheit über BioNTechs Impfstoff-Produktionsmengen

BioNTech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass das Unternehmen Ende Januar Klarheit über die weiteren Produktionsmengen für den Corona-Impfstoff haben wird. "Wir versuchen, neue Kooperationspartner zu gewinnen, die für uns produzieren. Aber es ist ja nicht so, als stünden überall in der Welt spezialisierte Fabriken ungenutzt herum, die von heute auf morgen Impfstoff in der nötigen Qualität herstellen könnten", sagte Sahin dem "Spiegel". "Ende Januar haben wir Klarheit, ob und wie viel wir mehr produzieren können."

Derzeit sehe es hinsichtlich der insgesamt verfügbaren Impfstoffe gegen Covid-19 "nicht rosig" aus, "weil weitere zugelassene Impfstoffe fehlen und wir mit unserem Impfstoff diese Lücke füllen müssen", meinte Sahin. Daher sei man mit dem US-Partner Pfizer daran, die Möglichkeit für eine erhöhte Produktion des eigenen Präparats auszuloten.


01.01.2021: Über 500 neue Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.924 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden 553 neue Todesfälle verzeichnet, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.742.661 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 01.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 33.624. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.350.800 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Donnerstag bei 0,80 (Dienstag: 0,68). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 80 weitere Menschen anstecken.


01.01.2021: Schon fast eine Million Geimpfte in Israel

Weniger als zwei Wochen nach dem Beginn einer Impfkampagne im Rekord-Tempo hat Israel schon fast eine Million seiner Bürger geimpft. Gesundheitsminister Juli Edelstein teilte am Freitag mit, rund 950.000 Israelis hätten bereits die erste Impfdosis erhalten. Das sind mehr als zehn Prozent der Bevölkerung - das Land hat fast 9,3 Millionen Einwohner.

Allein am Donnerstag wurden in Israel nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 153.400 Menschen geimpft. Mehr als 40 Prozent der über 60-Jährigen im Land haben demnach schon die erste Dosis des BioNTech-Pfizer-Impfstoffs erhalten. Israel impft damit nach Informationen von Oxford-Forschern schneller als jedes andere Land auf der Welt.


31.12.2020: Über 32.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 32.552 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden 964 neue Todesfälle verzeichnet, wie das RKI am Donnerstagmorgen bekanntgab. Die Zahlen sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar.

Das RKI hatte über die Weihnachtstage mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern gerechnet. Die aktuell hohen Zahlen sind deshalb aus Sicht des RKI wohl auch durch Nachmeldungen bedingt. Vor einer Woche waren es 32.195 Neuinfektionen und 802 neue Todesfälle binnen eines Tages.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstagmorgen bei 139,8. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Donnerstag Sachsen mit 326,7 und Thüringen mit 246,5 den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 77,1. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Mittwoch bei 0,68 (Dienstag: 0,67).


31.12.2020: Merkel appelliert in Neujahrsansprache zu Zusammenhalt und Geduld

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Neujahrsansprache weiter zu Zusammenhalt im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen und den Menschen gedankt. "Es wird noch eine ganze Zeit an uns allen liegen, wie wir durch diese Pandemie kommen", sagte die CDU-Politikerin laut vorab verbreitetem Text in ihrer voraussichtlich letzten Neujahrsansprache als Regierungschefin. "Die neben dem Impfstoff wirksamsten Mittel haben wir selbst in der Hand, indem wir uns an die Regeln halten, jeder und jede von uns." Sie sei immer wieder dankbar, wie diszipliniert die allermeisten Menschen Masken trügen und sich um Abstand bemühten.

Die Kanzlerin betonte, am Ende eines "atemlosen Jahres" gelte es auch, innezuhalten und zu trauern. "Wir dürfen als Gesellschaft nicht vergessen, wie viele einen geliebten Menschen verloren haben, ohne ihm in den letzten Stunden nah sein zu können." Sie könne nur ahnen, wie bitter es sich für diese Menschen anfühlen müsse, wenn von einigen Unverbesserlichen das Virus bestritten und geleugnet werde. "Verschwörungstheorien sind nicht nur unwahr und gefährlich, sie sind auch zynisch und grausam diesen Menschen gegenüber."

Hoffen ließen sie die nun angelaufenen Impfungen zunächst bei alten Menschen, ihren Pflegekräften und bei Personal auf Intensivstationen.
"Tagtäglich werden es mehr, schrittweise werden andere Alters- und Berufsgruppen dazukommen - und dann alle, die es möchten", sagte Merkel.


31.12.2020: Erneut Corona-Mutation im Südwesten nachgewiesen

Die britische Variante des Coronavirus ist erneut in Baden-Württemberg aufgetaucht. Das Gesundheitsministerium berichtete am Donnerstag von zwei neuen Fällen, wie die Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart erfuhr. Betroffen sei ein Paar aus dem Ortenaukreis. Ein Test der Frau sei am Mittwoch positiv auf die Virus-Variante gewesen.

Sie hatte sich offensichtlich bei ihrem Partner angesteckt, der im Dezember nach einer Geschäftsreise in Großbritannien erkrankt war. Da die Frau bereits vor Weihnachten auf Corona positiv getestet worden sei, seien die engen Kontaktpersonen schon wieder aus der Quarantäne entlassen worden. Die Gesundheitsbehörden hätten nun erneute Tests der engen Kontaktpersonen veranlasst, um das Risiko einer Weiterverbreitung zu minimieren.


31.12.2020: Tageshöchstwert an Corona-Toten in den USA

In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Toten den zweiten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Am Mittwoch meldeten die Behörden 3744 Tote mit einer bestätigten Corona-Infektion - zwölf mehr als am Vortag, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging. Zudem gab es 229.042 bekannte Neuinfektionen. Der bisherige Höchstwert war am 18. Dezember mit 249.664 neuen Fällen registriert worden.

Auch die Anzahl der Covid-Patienten in US-Krankenhäusern stieg am Mittwoch mit mehr als 125.000 auf einen neuen Höchstwert, wie aus Daten des Covid Tracking Project hervorging. Seit Anfang Dezember bewegt sich die Zahl kontinuierlich über der Marke von 100.000. Das Covid Tracking Project wurde im Frühjahr beim Magazin "The Atlantic" begonnen und sammelt Daten zur Corona-Pandemie in den USA.

Wie zuvor in Colorado wurde nun auch in Kalifornien erstmals die Coronavirus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen, wie Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch mitteilte. Der erstmals in Großbritannien entdeckte mutierte Virustyp ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form. Der bevölkerungsreichste Bundesstaat ist derzeit besonders schwer von der Pandemie betroffen. 


31.12.2020: Künftig digitale Übermittlung von positiven Corona-Testergebnissen

Positive Ergebnisse von Corona-Tests müssen mit Beginn des neuen Jahres digital von den Laboren an die Gesundheitsämter gemeldet werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "So lassen sich Infektionsketten schneller nachvollziehen und unterbrechen." Die Zeit, in der Nachweise über Neuinfektionen per Fax geschickt und dann per Hand in die Systeme der Ämter übertragen wurden, sei damit endgültig vorbei.

Konkret müssen Mitteilungen zu positiven Tests ab 1. Januar über das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystem (Demis) laufen, an das alle Gesundheitsämter angeschlossen sind. Bereits genutzt wird es laut Ministerium bisher von 88 Prozent der Ämter. Darüber seien in den vergangenen sieben Tagen mehr als 100 000 Meldungen übermittelt worden. "Mit dem digitalen System erfahren die Gesundheitsämter sofort, wenn jemand positiv auf das Coronavirus getestet wurde", sagte Spahn. 


30.12.2020: Sterbezahlen im November gestiegen - 39 Prozent mehr Tote in Sachsen 

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland ist im November deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes sind im vergangenen Monat elf Prozent oder 8186 mehr Menschen gestorben als im November-Schnitt der vier Vorjahre. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Corona lag demnach bei 7335. Deutschlandweit wurden insgesamt 84 480 Todesfälle gezählt. Zuletzt seien hierzulande im Jahr 1974 mehr als 80 000 Menschen in einem November gestorben, hieß es.

Wie die Statistiker am Freitag weiter mitteilten, war die Übersterblichkeit in Sachsen im letzten Monat besonders hoch. In dem Bundesland, das stark von Corona betroffen ist, starben im Vergleich zum November der Vorjahre 39 Prozent mehr Menschen. Sowohl bundesweit als auch in Sachsen nahm die Differenz um Woche zu Woche zu. In der letzten Novemberwoche (48. KW) lag sie in Sachsen 55 Prozent über dem Vorjahresschnitt. Deutschlandweit waren es 14 Prozent. Zeitgleich war im November auch die Zahl der Menschen die an oder mit Corona starben von Woche zu Woche in die Höhe geklettert. 

Die Statistiker registrierten vor allem bei den über 80-Jährigen eine deutliche Zunahme der Todesfälle. "Die Sterbefallzahlen der unter 80-Jährigen sind hingegen auf dem Niveau der Vorjahre", hieß es. 

"Neben den direkten und indirekten Folgen der COVID-19-Pandemie können auch Verschiebungen in der Altersstruktur der Bevölkerung zu überdurchschnittlichen Sterbefallzahlen beitragen", erklärten die Experten. So sei die Zahl der Menschen ab 80 Jahren von 2015 bis 2019 von 4,7 Millionen auf 5,7 Millionen gestiegen. 


30.12.2020: RKI-Chef: Trotz Corona-Impfungen Verhaltensregeln weiter einhalten

Nach dem Start von Covid-19-Impfungen in Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) vor Nachlässigkeit beim Einhalten der Verhaltensregeln gewarnt. "Trotz der Impfung müssen wir uns in den nächsten Monaten alle weiterhin an die AHA+L-Regeln halten und unsere Kontakte einschränken", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Er rief dazu auf, nicht zu verreisen, möglichst wenige Menschen zu treffen - und wenn, dann nur dieselben Menschen und im Freien. "Lassen Sie uns dem Virus gemeinsam den Wind aus den Segeln nehmen."

Es werde noch Monate dauern, bis so viele Menschen geimpft sind, dass auch die Zirkulation des Virus in der Bevölkerung reduziert werde, sagte Wieler. Einerseits müsse der Impfstoff in ausreichender Menge verfügbar sein, andererseits dauere es, das Mittel zu verabreichen. Auch nach der Impfung der ersten Gruppen seien nicht alle geschützt, kein Impfstoff sei perfekt, betonte der RKI-Chef. Es sei zudem unklar, in welchem Umfang die Impfung Ansteckungen verhindern könne.


30.12.2020: Großbritannien lässt auch Corona-Impfstoff von Astrazeneca zu

Großbritannien hat den Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca zugelassen. Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) habe dem heimischen Vakzin eine Zulassung erteilt, gab das Gesundheitsministerium in London am Mittwoch bekannt. Damit steht nach dem Biontech/Pfizer-Vakzin in dem Land ein weiteres Präparat zum Impfen bereit.


30.12.2020: Coronavirus-Mutation in NRW nachgewiesen

Die britische Mutation des Coronavirus ist nun auch nachweislich in Nordrhein-Westfalen angekommen. "Das Landeszentrum Gesundheit ist gestern Nachmittag vom RKI telefonisch darüber informiert worden, dass die aus Großbritannien bekannte Mutation des Coronavirus bei einer Person aus dem Kreis Viersen und damit erstmals auch in NRW nachgewiesen worden ist", teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Dienstag auf Anfrage mit. Das örtliche Gesundheitsamt gehe dem Fall mit der neuen Zusatzinformation nun weiter nach. Zuvor hatte die "Rheinische Post" berichtet. 

In den vergangenen Tagen war die mutierte Coronavirus-Variante B.1.1.7 auch schon bei Patienten in Baden-Württemberg und Niedersachsen nachgewiesen worden. Sie ist nach Einschätzung von Wissenschaftlern deutlich ansteckender als die bisher bekannte Version.


30.12.2020: Hamburgs Schüler bleiben nach Ferien länger zu Hause

Die meisten Hamburger Schüler bleiben nach den Weihnachtsferien länger zu Hause. Die Anwesenheitspflicht in den Hamburger Schulen wird wegen der Corona-Pandemie bis mindestens 17. Januar aufgehoben. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen. Damit gelte weiterhin ein eingeschränkter Schulbetrieb. Bisher galt die Regel bis zum 10. Januar.

Darüber hinaus geht der Senat davon aus, dass auch in den letzten beiden Januarwochen kein regulärer Präsenzunterricht in allen Klassenstufen stattfinden kann. Die endgültige Entscheidung darüber werde der Senat nach Abstimmung mit den anderen Bundesländern sowie unter Berücksichtigung der Infektionslage im Januar treffen.


30.12.2020: Frankreich plant Verschärfung der abendlichen Ausgangsbeschränkung

Frankreich will wegen steigender Corona-Zahlen eine Verschärfung der abendlichen Ausgangssperren in besonders betroffenen Gebieten. Man werde dort für Anfang Januar eine Ausgangssperre ab 18 Uhr vorschlagen, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran am Dienstagabend im TV-Sender France 2 an. Derzeit gilt landesweit eine solche Ausgangssperre - in Frankreich couvre-feu genannt - ab 20 Uhr.

Die Menschen dürfen dann nur mit triftigem Grund das Haus verlassen - einfache Spaziergänge, einkaufen oder Sport gehören nicht dazu. 


30.12.2020: Höchstwert: 1129 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat zum ersten Mal die Marke von 1000 überschritten und damit einen Höchststand erreicht. Binnen einen Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 1129 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Außerdem wurden 22.459 Neuinfektionen gemeldet. Vergangenen Mittwoch (23.12.) waren 24.740 Neuinfektionen und der bisherige Höchststand von 962 Todesfällen gemeldet worden.

Das RKI hatte vor den Weihnachtstagen mitgeteilt, dass die aktuellen Zahlen nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar seien, da es zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Dennoch war die Zahl der neuen Todesfälle am Mittwochmorgen deutlich höher als vor einer Woche.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 141,3. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Dienstag Sachsen mit 330,0 und Thüringen mit 255,1 den niedrigsten Wert hatte Niedersachsen mit 79,6. 

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.687.185 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 30.12., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Mittwoch auf 32.107. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.302.600 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstagabend bei 0,67 (Montag: 0,74). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 67 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass zum Jahreswechsel hin Corona-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt werden, "so dass der R-Wert zudem ggf. unterschätzt wird".


29.12.2020: Thüringer Landkreis Sonneberg ruft wegen Corona Katastrophenfall aus

Der Thüringer Landkreis Sonneberg hat am Dienstag pandemiebedingt den Katastrophenfall ausgerufen. Hauptgrund sei die angespannte Lage in mehreren Pflege- und Betreuungseinrichtungen, dem Rettungswesen sowie den örtlichen Krankenhäusern, erklärte Landrat Hans-Peter Schmitz (parteilos). All das ergebe sich aus Personalengpässen, die auf die Corona-Pandemie zurückzuführen seien.

"Nach sorgfältiger Prüfung haben wir uns entschlossen, den Katastrophenfall auszurufen, um das Leben und die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen zu schützen", sagte Schmitz. Es gehe vor allem darum, einen rechtlichen Rahmen für den Einsatz von ehrenamtlichen Kräften zu schaffen, "um die Bewältigung der diffusen pandemischen Lage in wesentlichen Bereichen der Daseinsvorsorge zu gewährleisten".

Ziel sei es, die zur Verfügung stehenden Kräfte unter einer einheitlichen Leitung zu bündeln und im Bedarfsfall umgehend einsetzen zu können, hieß es. Zur Koordinierung sei eine Sanitätseinsatzleitung gebildet worden. Außerdem wurde der Katastrophenschutzzug des Landkreises in Alarmbereitschaft versetzt. 

Sonneberg ist der kleinste Landkreis in Thüringen mit rund 5. 000 Einwohnern.


29.12.2020: Fast 42.000 Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft

Bis einschließlich Montag haben in Deutschland 41.962 Menschen die erste Dosis des Corona-Impfstoffs erhalten. Das berichtete das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag. Der Anstieg im Vergleich zum Vortag betrug demnach 19.084 Impfungen. Das ist allerdings nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften, sondern kann auch Nachmeldungen einschließen, wie das RKI schreibt.

Eine Impfquote, also den Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung, nennt das RKI zunächst nicht. Dazu sei die Zahl der Geimpften derzeit noch zu gering, erläuterte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher.

Erfasst werden derzeit Impfungen mit der ersten Impfdosis. Eine zweite Impfung ist etwa drei Wochen nach der ersten fällig, um einen vollständigen Impfschutz zu erzielen. Es ist somit nicht davon auszugehen, dass alle Geimpften bereits sicher vor der Erkrankung Covid-19 geschützt sind.


29.12.2020: Aufbereitungsfehler: Fünffache Impfdosis für Pflegeheim-Mitarbeiter

Wegen individueller Fehler bei der Aufbereitung des Impfstoffes ist acht Mitarbeitern eines Pflegeheims in Stralsund die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffes verabreicht worden. Nach dem Vorfall am Sonntag seien die sieben Frauen und ein Mann nach Hause geschickt worden. Wie der Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth (SPD), am Montag sagte, haben sich zwischenzeitlich vier der acht Betroffenen zur Beobachtung vorsorglich stationär in einem Krankenhaus aufnehmen lassen. Sie zeigten grippeähnliche Symptome. 

Nach Landkreis-Angaben wurden am Montagnachmittag bereits drei Mitarbeiter wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Einer werde mit leichten Symptomen weiterhin stationär behandelt. 

Der Landkreis berichtete in seiner Mitteilung, dass nach Informationen des Herstellers Biontech größere Dosen des Impfstoffes in der Phase-1-Studie bereits an Probanden ohne schwerwiegende Folgen getestet worden seien. Es seien keine bleibenden, unerwünschten Ereignisse gemeldet worden. Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle und grippeähnliche Symptome träten dosisabhängig auf und seien im Allgemeinen leicht bis mittelmäßig und vorübergehend.


29.12.2020: Neue Coronavirus-Variante auch in Niedersachsen nachgewiesen

Die neue Coronavirus-Variante aus England ist erstmals in Niedersachsen nachgewiesen worden. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) habe bei einem Infektionsfall aus dem November im Nachhinein die Virus-Variante B1.1.7 bestimmen können, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Hannover mit. Es handele sich um die Proben eines mittlerweile gestorbenen, sehr alten Covid-Patienten mit Vorerkrankungen sowie seiner Frau. Das Referenzlabor der Berliner Charité habe das Ergebnis bestätigt. 

Die neue Virus-Variante ist inzwischen für einen Großteil der Infektionen im Süden Englands verantwortlich und nach ersten Erkenntnissen möglicherweise besonders ansteckend. Laut Ministerium hatte sich die Tochter des Patienten Mitte November in England aufgehalten und dort wohl angesteckt. Tochter und Ehefrau des Gestorbenen seien mittlerweile aber wieder genesen. Weitere Ansteckungen habe es im Zusammenhang mit diesen Fällen nach den Erkenntnissen des Gesundheitsamtes der Region Hannover nicht gegeben.


29.12.2020: 12.892 Corona-Neuinfektionen und 852 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben binnen 24 Stunden 12.892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 852 weitere Todesfälle verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag bekannt gab. Diese Zahlen sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Dennoch war die Zahl der Todesfälle vor einer Woche mit 731 Fällen geringer. Ein Höchststand von 952 Todesfällen war am 16. Dezember registriert worden. Die Zahl der Neuinfektionen betrug vor einer Woche 19.528.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Dienstagmorgen bei 149,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Dienstag Sachsen mit 364,7 und Thüringen mit 273,7 den niedrigsten Wert hatte Mecklenburg-Vorpommern mit 77,2.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.664.726 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 29.12., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Dienstag auf 30.978. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.277.900 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Montag bei 0,74 (Sonntag: 0,83). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 74 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin Corona-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt werden, "so dass der R-Wert zudem ggf. unterschätzt wird".


28.12.2020: Oberfranken verwendet Pannen-Impfstoff doch nicht

Safety first: Nach diesem Motto soll der Pannen-Impfstoff aus der ersten Lieferung für Oberfranken nun doch nicht verwendet werden. Entgegen anderslautender Ankündigungen werden somit 1000 Dosen nicht gespritzt, wie ein Sprecher des Landratsamts Lichtenfels bestätigte. Dies hätten sämtliche von der Panne in der Kühlkette betroffenen Landräte in Oberfranken gemeinsam beschlossen.

"Von fachlicher Seite wird der Impfstoff als durchaus impfbar eingeschätzt", erläuterte der Sprecher des Landratsamtes. Allerdings wollten die Verantwortlichen jegliche Zweifel ausräumen und der Bevölkerung einen hundertprozentig einwandfreien Impfstoff anbieten.

Zum Start der bayernweiten Impfaktion am Sonntag hatte es in Oberfranken Probleme mit der Kühlung gegeben - der Impfstoff, den die Firmen BioNTech und Pfizer entwickelt haben, muss bei extremen Temperaturen um die minus 70 Grad tiefgekühlt werden. In Oberfranken gab es dabei flächendeckend Probleme - einzig in Stadt und Landkreis Bamberg klappte alles wie geplant.


28.12.2020: Bayerischer Schnelltest erhält Sonderzulassung

Ein von einem bayerischen Startup entwickelter neuer Corona-Schnelltest hat eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten. Das erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in München. Das Schnellverfahren des Unternehmens GNA Biosolutions aus dem Münchner Vorort Martinsried soll Ergebnisse in weniger einer Stunde liefern, aber vergleichbar zuverlässig sein wie herkömmliche PCR-Tests. Das Testgerät ist transportabel und kann acht Proben gleichzeitig analysieren.

Probeweise eingesetzt wurde das Verfahren in den vergangenen Monaten am Münchner Flughafen. Aiwanger und Unternehmenschef Federico Bürsgens wollen die Einzelheiten an diesem Dienstag vorstellen.


28.12.2020: Spahn rechnet bald mit höherer Impfstoffproduktion

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist zuversichtlich, dass die Produktion des Corona-Impfstoffs in Deutschland bald hochgefahren werden kann. "Wir tun alles zusammen mit BioNTech-Pfizer, dass es zusätzliche Produktionsstätten hier in Deutschland etwa in Marburg in Hessen geben kann", sagte Spahn am Montag im ZDF-Morgenmagazin. "Ziel ist, noch im Februar/März dort auch Produktion möglich zu machen. Und das würde die Menge enorm erhöhen."

BioNTech hat die Marburger Produktionsanlage von dem Schweizer Pharmariesen Novartis übernommen. Nach Angaben des Unternehmens sind dort nun einige Umstellungen nötig, bevor es auch dort mit der Produktion des Covid-19-Impfstoffs losgehen kann. Forderungen nach mehr Tempo wies Spahn zurück. Die Herstellung von Impfstoffen sei überaus anspruchsvoll, sie könne nicht in drei oder vier Wochen beliebig hochgefahren werden. "Das braucht Vorlauf, und das ist in Vorbereitung in Marburg", betonte er.


28.12.2020: Japan verhängt Einreisestopp für Ausländer

Nach ersten Fällen der neuen Variante des Coronavirus will Japan bis Ende Januar keine Ausländer mehr einreisen lassen. Das gab die Regierung am Montag bekannt. Japan hat bisher acht Fälle der in Großbritannien entdeckten Variante des Coronavirus verzeichnet. Vier der Infizierten wurden in ein Krankenhaus gebracht, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die anderen vier hätten keine Symptome gezeigt und seien in Quarantäne geschickt worden. 

Japan hat bisher einen Virusausbruch mit einem Ausmaß wie in den USA oder einigen europäischen Ländern vermeiden können. Seit Beginn der Corona-Pandemie infizierten sich in dem asiatischen Inselstaat mehr als 220.000 Menschen, etwa 3250 starben im Zusammenhang mit der vom Virus ausgelösten Krankheit Covid-19. Auch Japan sieht sich mit einem erneuten Anstieg der Corona-Infektionszahlen konfrontiert. Am Samstag verzeichnete das Land mit 3881 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Höchstwert.


28.12.2020: Über 30.000 Corona-Tote in Deutschland

Die Zahl der mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen hat in Deutschland die Grenze von 30.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 348 weitere Todesfälle - damit stieg die Zahl auf 30.126, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen bekannt gab. Darüber hinaus wurden 10.976 Corona-Neuinfektionen gemeldet. 

Die Zahl der Neuinfizierten und der Opfer sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Vor genau einer Woche waren 16.643 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden. Bei den Todesfällen war der Höchststand von 952 am 16. Dezember registriert worden. 

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 0,83 (Samstag: 0,89). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken.


27.12.2020: Impfungen gegen Corona starten deutschlandweit

Genau elf Monate nach Bekanntwerden einer ersten Corona-Infektion in Deutschland beginnen am Sonntag in allen Bundesländern die Impfungen gegen das Virus. Zuerst sollen Menschen über 80 Jahre sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden. Dazu werden vor allem mobile Impfteams unterwegs sein. Die mehr als 400 Impfzentren werden größtenteils erst in den nächsten Tagen in Betrieb genommen.

In einem Seniorenzentrum in Halberstadt in Sachsen-Anhalt wurden bereits am Samstag die ersten Bewohner und Mitarbeiter geimpft.
Grund: Der Landkreis Harz wollte nicht bis Sonntag warten. Die 101-jährige Edith Kwoizalla wurde geimpft, ebenso rund 40 der 59 Bewohnerinnen und Bewohner. Von den rund 40 Mitarbeitern wollten sich zehn impfen lassen.


27.12.2020: Hunderte Briten aus Quarantäne in der Schweiz verschwunden

In der Schweiz haben sich hunderte Touristen aus Großbritannien teils über Nacht aus einer angeordneten Quarantäne verdrückt. Hoteliers in dem bei britischen Wintertouristen beliebten Skiort Verbier im Kanton Wallis hätten das gemerkt, weil vor den Zimmertüren abgestellte Frühstückstabletts nicht angerührt worden seien, berichtete Jean-Marc Sandoz, Sprecher der Gemeinde Bagnes, zu der Verbier gehört, der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Der Ort habe vor Weihnachten 420 Gäste aus Großbritannien, darunter Schweizer, die dort leben, identifiziert, die in Quarantäne mussten. Etwa 50 seien umgehend abgereist. Von den 370 anderen sei am Sonntag weniger als ein Dutzend noch da gewesen. "Wir verstehen ihre Wut", sagte Sandoz. Er kritisierte die plötzliche Quarantänepflicht für Anreisende aus Großbritannien scharf. Die Gemeinden hätten keine Hilfe bekommen, um die Bestimmungen umzusetzen.

Die Schweiz hatte am 20. Dezember alle Flüge aus Großbritannien und Südafrika gestoppt, weil in den Ländern neue und mutmaßlich noch ansteckendere Varianten des Coronavirus nachgewiesen worden waren. Sie ordneten an, dass alle seit dem 14. Dezember Eingereisten rückwirkend für zehn Tage ab Ankunftsdatum in Quarantäne mussten. 


27.12.2020: Panne verhindert Impfstart in Oberfranken

In sechs Landkreisen Oberfrankens ist am Sonntag der geplante Start der Corona-Impfungen wegen möglicher Probleme in der Kühlkette für den Impfstoff verschoben worden. "Beim Auslesen der Temperaturlogger, die in den zentral beschafften Kühlboxen beigelegt wurden, sind Zweifel an der Einhaltung der Kühlkette für den Impfstoff aufgekommen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Landräte der Kreise Coburg, Lichtenfels, Kronach, Hof, Wunsiedel und Kulmbach.

Nicht betroffen sind die oberfränkischen Kreise und kreisfreien Städte Bamberg, Bayreuth und Forchheim. Wann auch in den restlichen sechs Kreisen geimpft werden kann, stand einem Sprecher des Gesundheitsministeriums zufolge zunächst nicht fest. 


27.12.2020: Seehofer möchte keine Sonderrechte für Geimpfte

Wer gegen Corona geimpft ist, sollte aus Sicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer keine Sonderrechte bekommen. "Eine Unterscheidung zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften kommt einer Impfpflicht gleich. Ich bin aber gegen einen Impfzwang", sagte der CSU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Wir alle stecken in dieser Krise. Und wir sollten uns gemeinsam und solidarisch heraus kämpfen."

Auch Sonderrechte privater Unternehmen wie von Fluglinien oder Konzertveranstaltern für Geimpfte lehnt Seehofer ab. "Ich kann davor nur warnen", sagte er dem Blatt. Dies spalte die Gesellschaft. "Des einen Privileg ist die Benachteiligung des anderen."


27.12.2020: Maas mahnt gerechte Impfstoff-Verteilung an

Bundesaußenminister Heiko Maas hat dazu aufgerufen, bei den Corona-Impfungen über den nationalen Tellerrand hinauszuschauen. Zwar gehe es jetzt zunächst um eine gerechte Verteilung im eigenen Land, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Aber man müsse gleichzeitig darauf achten, dass nicht ganze Weltregionen von der Impfstoffversorgung abgeschnitten werden. "Es wird erst jeder einzelne auch von uns sicher sein, wenn wir alle sicher sind auf der Welt vor diesem Virus", betonte der Minister.

Ohne eine flächendeckende Verteilung der Impfstoffe weltweit könne es passieren, dass das Virus zurückkomme. "Deswegen ist es auch eine Frage der Effektivität der Pandemiebekämpfung, dass man nicht nur für sich selber sorgt, sondern dafür sorgt, dass in allen Regionen dieser
Welt das Virus ausgerottet wird." 

Die Gruppe der führenden Wirtschaftsmächte (G20), zu der auch Deutschland zählt, hatte sich im November zu einer gerechten Verteilung der Impfstoffe verpflichtet. Die von der Weltgesundheitsorganisation getragene Initiative Covax will sich darum kümmern, dass arme Länder nicht benachteiligt werden.


27.12.2020: Über 13.000 Neuinfektionen in Deutschland

Am zweiten Weihnachtstag haben die deutschen Gesundheitsämter insgesamt 13 755 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden binnen 24 Stunden 356 weitere Todesfälle verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen bekanntgab. Diese Zahlen sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete.  

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 161,3. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Samstag bei 0,89 (Donnerstag: 0,97).


26.12.2020: Spahn sieht Deutschland gut vorbereitet auf Corona-Impfkampagne

Deutschland ist laut Gesundheitsminister Jens Spahn gut auf die größte Impfkampagne in der Geschichte des Landes vorbereitet. "Die Impfzentren sind startklar, die Impfteams stehen", sagte der CDU-Politiker am Samstag in Berlin. Gleichzeitig machte er klar, dass das Coronavirus mit dem Start der Impfaktion noch nicht besiegt ist. "Wir werden einen langen Atem brauchen, um diese Pandemie hinter uns zu lassen."


26.12.2020: Corona-Impfstoff ist unterwegs nach Baden-Württemberg 

Einen Tag vor Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland sind am Samstag die ersten Impfstoffdosen nach Baden-Württemberg und in einzelne andere Bundesländer gebracht worden. "Er ist auf dem Weg in den Südwesten", sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums am Samstagmittag der dpa. Details zum Zeitpunkt der Lieferung nannte er aber nicht.

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern wird der Impfstoff in Baden-Württemberg nicht über ein zentrales Lager verteilt, sondern direkt in die zehn großen Impfzentren geliefert. Die ersten Spritzen gegen das Coronavirus sollen am Sonntag in den landesweit verteilten Impfzentren gesetzt werden. Dann sollen auch mobile Impfteams in Alten- und Pflegeheime ausrücken.


26.12.2020: Corona-Impfstoff auch in weiteren Bundesländern angekommen 

Vor Beginn der Corona-Impfungen sind auch in Hessen die ersten Impfstoffdosen angekommen. Die Hälfte der knapp 10.000 Dosen werde zunächst in einem Kühl- und Verteilzentrum für den Weitertransport in die 28 Impfzentren im Land vorbereitet, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Samstag in Wiesbaden mit. Anschließend würden sie landesweit verteilt, was voraussichtlich den ganzen Tag in Anspruch nehmen werde. Neben den Impfzentren sollen auch die sieben Schwerpunktkliniken im Land Impfstoffe für ihr Personal erhalten.

Am Sonntag beginnt die große Impfaktion gegen das Coronavirus. Zuerst werden Mitarbeiter auf den Covid-19-Intensivstationen der Krankenhäuser und Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen geimpft. Letztere werden dafür von mobilen Teams der Impfzentren besucht.

Auch Berlin, Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland haben den Impfstoff erhalten.


26.12.2020: 9750 Corona-Impfdosen in Brandenburg eingetroffen 

In Brandenburg ist die erste Lieferung des Impfstoffs gegen das Coronavirus eingetroffen. Die 9750 Impfdosen seien am Vormittag angeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Aus Sicherheitsgründen werde der Impfstoff von Biontech/Pfizer an einem geheimen Ort gelagert.

Die Impfungen in Brandenburg mit einem mobilen Team sollen am Sonntag in einer Pflegeeinrichtung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz beginnen. Von Dienstag an sollen Mitarbeiter in den Krankenhäusern geimpft werden. Die Eröffnung zweier Impfzentren in Potsdam und Cottbus ist für den 5. Januar geplant. Dort sollen zunächst über 80-Jährige vorrangig geimpft werden.


26.12.2020: Kanzler Kurz warnt vor dritter Welle mit massiven Ansteckungszahlen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet im kommenden Jahr europaweit mit einer dritten Corona-Welle und einem massiven Anstieg der Infektionszahlen. Zum Sommer sei dann mit einer gewissen Rückkehr zur Normalität zu rechnen, sagte Kurz dem Sender ORF am Samstag in einem Interview. Für Österreich hat seine Regierung die Corona-Einschränkungen am 2. Weihnachtstag nach einer kurzen Lockerung wieder verschärft. Häuser und Wohnungen dürfen nur mit gutem Grund verlassen werden - dazu gehören aber auch Sport treiben und spazieren gehen. Die Regeln gelten bis zum 17. Januar.

"Das erste Quartal 2021 wird sicherlich für Europa noch eine extreme Herausforderung, die dritte Welle wird über uns hereinbrechen, und die Ansteckungszahlen werden in vielen europäischen Ländern wieder massiv zunehmen", sagte Kurz. "Danach gehe ich davon aus, dass es aufgrund der wärmeren Temperaturen, aber auch aufgrund der stetig steigenden Zahlen derer, die geimpft sind, eine stetige Entspannung geben wird. Und ich rechne damit, dass wir im Sommer wieder in weiten Teilen zur Normalität zurückkehren können."


26.12.2020: Corona-Variante aus England erreicht Japan 

Die in England aufgetretene Variante des Coronavirus ist nun erstmals auch in Japan nachgewiesen worden. Sie wurde bei fünf Menschen festgestellt, die zwischen dem 18. und 21. Dezember aus Großbritannien eingereist waren, wie Gesundheitsminister Norihisa Tamura am späten Freitagabend (Ortszeit) mitteilte.

Die Betroffenen seien in eine 14-tägige Quarantäne geschickt worden. Einer von ihnen habe Erschöpfungserscheinungen, die anderen vier seien symptomfrei. Die fünf waren eingereist, bevor Japan Einreisebeschränkungen wegen der in Großbritannien entdeckten Virus-Mutation verhängte. Diese ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form.

Japan meldete zudem einen Rekord von 3.823 Corona-Neuinfektionen an einem Tag. Mit insgesamt rund 215.000 Ansteckungen und 3.200 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus steht das Land mit seinen etwa 127 Millionen Einwohnern im internationalen Vergleich dennoch relativ gut da.


26.12.2020: Erster Fall von englischer Coronavirus-Variante in Frankreich 

In Frankreich ist ein erster Fall der in Großbritannien aufgetretenen Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Ein Franzose, der in Großbritannien lebe, habe sich angesteckt, berichtete die Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Der Mann sei vor einer Woche von London aus ins westfranzösische Tours gereist. Er habe keine Symptome und sei isoliert.

In Großbritannien war zuletzt eine mutierte Variante des Coronavirus aufgetaucht. Sie ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form.

Tausende Fernfahrer waren seit vergangenem Sonntag in England steckengeblieben, nachdem Frankreich wegen einer neuen Coronavirus-Variante seine Grenze für Reisende von der Insel komplett geschlossen hatte. Am Mittwoch wurde dann eine Einigung zwischen London und Paris erreicht: Fernfahrer und andere Reisende müssen sich einem Corona-Schnelltest unterziehen, bevor sie den Ärmelkanal in Richtung Frankreich überqueren dürfen. Frankreich will am Sonntag an zwei Orten mit Impfungen beginnen.


26.12.2020: Erste Corona-Impfstoffe für Italien erreichen Ziel in Rom 

Die ersten Corona-Impfstoffe haben unter Militär-Geleit ihr Ziel in der italienischen Hauptstadt Rom erreicht. Der Transporter sei am späten Freitagabend in einer Kaserne der Carabinieri im Norden Roms angekommen, wie das Verteidigungsministerium am Samstagmorgen bestätigte. Auf einem vom Ministerium verbreiteten Video war zu sehen, wie der Transporter mit den aus Belgien angelieferten Impfdosen von Pfizer-Biontech eskortiert von mehreren Polizeiautos der Carabinieri in die Kaserne einfuhr.

Ab Sonntag will Italien anlässlich des europäischen "V-Day" (Vaccine Day - Impftag) die ersten wenigen Tausend Corona-Impfungen verabreichen. Laut Impfplan des Gesundheitsministeriums sollen zunächst Bedienstete in Krankenhäusern geimpft werden, die besonders der Gefahr ausgesetzt sind, sich mit dem Virus anzustecken. Weitere Mitarbeiter in Krankenhäusern und Altenheimen seien danach dran. Eine Impfpflicht ist in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern laut Ministerpräsident Giuseppe Conte nicht geplant.

Auch in Polen und Tschechien sowie in den Niederlanden sind die ersten Corona-Impfstoffe eingetroffen.


26.12.2020: Erste Impfdosen in Bayern angekommen

Die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs ist in Bayern angekommen. Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml nahmen die Impfdosen am Samstagmorgen in Erlangen in Empfang. Es handele sich um die Hälfte der für den Freistaat bestimmten ersten 9750 Impfdosen, sagte Huml. Die übrigen Dosen sollten in München ankommen.

Von München und Erlangen aus wird der Impfstoff regional verteilt. Alle 99 Impfzentren in Bayern sollen damit versorgt werden. Am Sonntag sollen die ersten mobilen Impfteams ausrücken, um vor allem in Senioren- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern zu impfen. Neben Heimbewohnern gehören die Mitarbeiter der Heime und medizinisches Personal auf Intensivstationen und in Notaufnahmen zu den ersten, die eine Impfung erhalten.


26.12.2020: Impflieferung erreicht Thüringen

Eine Lieferung mit dem Corona-Impfstoff hat Thüringen erreicht. Ein Logistikunternehmen brachte das Mittel am Samstag per Kühltransport und in Polizeibegleitung zur Lagerung an einen Ort, der zunächst nicht näher genannt werden sollte.

Das Mittel soll nach Plänen des Gesundheitsministeriums im Freistaat am Sonntag zum ersten Mal verabreicht werden. Es handelt sich um den in der EU inzwischen zugelassenen Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und seines US-Partners Pfizer. Auch in andere Bundesländer sollte der Impfstoff am Samstag verteilt und an insgesamt 27 Standorte geliefert werden.


26.12.2020: Corona-Impfstoff in NRW eingetroffen 

In Nordrhein-Westfalen ist am Samstag die allererste Lieferung des Corona-Impfstoffs der Firma Biontech eingetroffen. Das sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatskanzlei am frühen Morgen. Zunächst kamen 9750 Impfdosen ins bevölkerungsreichste Bundesland.

Sie wurden aus einer Impfstoff-Fabrik in Belgien transportiert und in ein geheimes Zentrallager des Landes NRW gebracht. Ministerpräsident Armin Laschet betonte: "Das ist ein wichtiger Moment der Zuversicht. Mit der Lieferung des ersten Corona-Impfstoffes entsteht Hoffnung auf ein normales Leben, wie wir es vor dem Virus gekannt haben."


26.12.2020: Vor Einreise in die Niederlande ab 29.12. negativer PCR-Test nötig 

Wer in die Niederlande fliegen will, benötigt beim Einchecken ab 29. Dezember einen negativen PCR-Coronatest. Das gelte auch für Reisende per Zug, Bus oder Schiff, wie das Auswärtige Amt am Freitagabend mitteilte. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein.

Die Niederlande haben laut Auswärtigem Amt Deutschland zum Risikogebiet erklärt. Wer in den Niederlanden angekommen ist, dem wird dringend empfohlen, sich in eine zehntägige Hausquarantäne zu begeben. Der negative Test, der für die Einreise in die Niederlande benötigt werde, sei kein Ersatz für die Quarantäne.


26.12.2020: Türkei verlangt von allen Einreisenden negativen Corona-Test

Die Türkei verlangt bei allen Einreisen künftig einen negativen Corona-Test. Für Flugpassagiere gilt dies schon ab diesem Montag, für alle anderen Reisenden ab Mittwoch, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Freitagabend sagte. Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Wer als Fluggast keinen Test vorweisen könne, dürfe gar nicht erst nicht einsteigen, sagte er. Und wer aus Großbritannien, Südafrika oder Dänemark komme, werde nach der Einreise separat in Quarantäne genommen. In den Staaten waren zuletzt mutierte Viren nachgewiesen worden, die mutmaßlich deutlich ansteckender sind.

Die Türkei erwartet ebenfalls am Montag eine erste Lieferung eines chinesischen Impfstoffs, wie Koca sagte. Auch habe man eine Bestellung bei den Herstellern Biontech/Pfizer aufgegeben.


26.12.2020: Österreich startet in den dritten Lockdown

In Österreich beginnt am Samstag der dritte Lockdown. Viele Geschäfte müssen drei Wochen schließen. Außerdem gelten bis mindestens Mitte Januar Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. Mit der Maßnahme will das Land die Verbreitung des Coronavirus weiter eindämmen. Zuletzt war das öffentliche Leben von Mitte November bis Anfang Dezember heruntergefahren worden. Seitdem ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gefallen.

In den vergangenen sieben Tagen wurden rund 160 Fälle pro 100.000 Einwohner gezählt. Damit liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Gegensatz zu den vergangenen Monaten inzwischen unter den aktuellen Werten in Deutschland.


26.12.2020: Corona-Impfstoff wird an die Bundesländer verteilt

Einen Tag vor Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland kommt am Samstag der Impfstoff in den einzelnen Bundesländern an. Der Bund lässt mehrere zehntausend Dosen der Firma Biontech an insgesamt 27 Standorte liefern. Von dort werden sie dann an Impfzentren und mobile Teams verteilt, die dann am Sonntag die ersten Impfungen verabreichen sollen. Zuerst sollen Menschen über 80 sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird am Samstag auf einer Pressekonferenz (11.00 Uhr) in Berlin über die Impfaktion informieren. Er hat die Bevölkerung bereits auf mögliche Anlaufschwierigkeiten eingestellt: "Es wird am Anfang ruckeln."


26.12.2020: RKI meldet 14.455 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden 

Die deutschen Gesundheitsämter haben binnen 24 Stunden insgesamt 14.455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 240 weitere Todesfälle verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab. Diese Zahlen sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar. Das RKI rechnete während der Feiertage mit einer geringeren Zahl an Tests und mit weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern. Am vergangenen Samstag waren 31 300 Neuinfektionen binnen eines Tages übermittelt worden. Der bisherige Höchstwert war am Freitag vor einer Woche erreicht worden mit 33.777 Infektionen, darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Bei den Todesfällen war der Höchststand von 952 am vergangenen Mittwoch (16.12.) erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstag bei 170,7. Am Dienstag war mit 197,6 ein Höchststand erreicht worden.


25.12.2020: Corona-Impfstoff in Italien angekommen

In Italien sind die ersten Corona-Impfstoffe angekommen. Das bestätigte das italienische Gesundheitsministerium am Freitag. 9750 Dosen von Pfizer-Biontech aus Belgien hätten die Staatsgrenze in der norditalienischen Ortschaft Brenner passiert, berichteten mehrere Medien, darunter auch die italienischen Nachrichtenagenturen Ansa und ADNKronos am Freitagvormittag. Der Transport wurde von Polizeiautos der Carabinieri eskortiert, wie auf einem Video zu sehen war, das das Gesundheitsministerium verbreitete. Die Impfdosen seien auf dem Weg nach Rom.

Am 27. Dezember will Italien in der Hauptstadt die ersten Impfstoffe gegen Corona verabreichen. Der Tag ist EU-weit als Impfstart vorgesehen, auch in Deutschland soll von da an geimpft werden. Der europäische "V-Day" (Vaccine Day - Impftag) soll der Startschuss für die Impfkampagne sein. Im Januar werden laut Plan weitere Impfdosen verabreicht.


25.12.2020: Lkw-Staus am Ärmelkanal: Britisches Militär verstärkt Einsatz

Die britische Regierung hat ihre Bemühungen verstärkt, den riesigen Lkw-Stau in der Grafschaft Kent möglichst rasch aufzulösen. Zu den bereits 300 Soldaten, die im Einsatz seien, um die Fahrer schnellst möglich auf das Coronavirus zu testen, seien nun 800 weitere hinzugekommen, teilte das Verteidigungsministerium in London am Freitag mit. Trotzdem wird erwartet, dass es noch Tage dauert, bis sich der Rückstau aufgelöst hat.

Tausende Fernfahrer waren seit vergangenem Sonntag in England steckengeblieben, nachdem Frankreich wegen einer neuen, womöglich noch ansteckenderen Coronavirus-Variante seine Grenze komplett geschlossen hatte. Am Mittwoch wurde eine Einigung zwischen London und Paris erreicht. Die Fernfahrer müssen sich demnach einem Corona-Schnelltest unterziehen, bevor sie den Ärmelkanal per Schiff oder durch den Eurotunnel überqueren dürfen - eine erhebliche logistische Aufgabe.


25.12.2020: Mutiertes Coronavirus auch in Deutschland angekommen

Das in England entdeckte mutierte Coronavirus hat Deutschland erreicht. Die mutierte Variante B.1.1.7 wurde am Donnerstag bei einer Frau, die am 20. Dezember aus Großbritannien nach Baden-Württemberg reiste, festgestellt.

Alle weiteren Infos kannst du im Artikel "Ansteckendere Coronavirus-Mutation in Deutschland nachgewiesen" nachlesen.


25.12.2020: Geschäfte in Dänemark coronabedingt weitgehend dicht 

Im Kampf gegen hohe Corona-Infektionszahlen bleibt der Großteil des Einzelhandels in Dänemark von nun an für mehrere Tage geschlossen. Seit dem Ersten Weihnachtstag und vorläufig bis zum 3. Januar müssen Warenläden im nördlichsten deutschen Nachbarland weitgehend dicht bleiben, darunter auch Geschäfte mit einer Fläche von weniger als 5000 Quadratmetern. Supermärkte, Lebensmittelläden, Apotheken und Spezialgeschäfte mit medizinischer Ausrüstung dürfen geöffnet bleiben. Die geschlossenen Geschäfte dürfen weiter Pakete ausgeben, die online vorbestellt und bezahlt worden sind.

Einkaufszentren und Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 5000 Quadratmetern mussten in Kopenhagen und dem Rest Dänemarks bereits am 17. Dezember schließen, Friseure, Masseure und ähnliche Betriebe dann ab dem 21. Dezember. Das und die Schließung des Einzelhandels hatte Regierungschefin Mette Frederiksen auf einer Pressekonferenz am 16. Dezember angekündigt.


25.12.2020: Zahlreiche Lastwagenfahrer verbringen Weihnachten in England

Obwohl Frankreich die Grenze zu Großbritannien wieder geöffnet hat, werden zahlreiche Lastwagenfahrer auch den ersten Weihnachtstag in Südostengland in ihren Kabinen verbringen müssen. Zwar ist bisher Hunderten Fahrzeugen die Freigabe erteilt worden. Doch für die Einreise nach Frankreich ist ein negativer Corona-Test erforderlich, und die Abfertigung dauert weiter an. Die britische Regierung will 300 Soldaten in die Grafschaft Kent rund um den Hafen Dover am Ärmelkanal schicken, die bei den Tests helfen sollen. Von bisher 2367 Tests bei Lkw-Fahrern seien 3 positiv ausgefallen, teilte die britische Regierung am Donnerstagabend mit.

"Wir müssen die Situation in Kent, die durch die plötzliche Auferlegung von Covid-Beschränkungen durch die französische Regierung verursacht wurde, so schnell wie möglich lösen", sagte Verkehrsminister Grant Shapps. "Unser Ziel ist, dass ausländische Fahrer so schnell wie möglich nach Hause zu ihren Familien kommen." Der Hafen Dover teilte mit, dass Fähren die Nacht über und auch an den Weihnachtstagen im Einsatz sein werden.


25.12.2020: Papst Franziskus feiert mit begrenzter Teilnehmerzahl Christmette 

Papst Franziskus hat unter Corona-Bedingungen mit etwas mehr als 100 Gläubigen im Petersdom die traditionelle Christmette gefeiert. Im Jahr der Pandemie musste die Messe wegen der geltenden Ausgangsbeschränkungen in Italien vorverlegt werden. Bereits um 19.30 Uhr schritten rund 30 Kardinäle und der Papst zum Altar, um die Messe anlässlich der Geburt von Jesus Christus zu feiern.

Für die Feier war zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus nur eine begrenzte Zahl an Teilnehmern zugelassen. In den Bankreihen standen die Menschen mit großem Abstand zueinander und sangen mit Mund-Nasen-Bedeckungen. In seiner Predigt machte Franziskus darauf aufmerksam, nicht sich selbst zu bemitleiden, sondern "die Tränen derer zu trösten, die leiden".

Am Freitag geht es mit den Weihnachtsfeierlichkeiten weiter, wenn der 84-Jährige den Segen «Urbi et orbi» in der Benediktionsaula des Apostolischen Palastes spenden will. Bei diesem Anlass verkündet der Papst auch seine Weihnachtsbotschaft.


25.12.2020: Auch Brasilien verbietet Flüge aus Großbritannien 

Wegen der in Großbritannien zirkulierenden Variante des Coronavirus untersagt Brasilien vorübergehend Flüge aus dem Vereinigten Königreich. Der Erlass wurde am Mittwochabend in einer Sonderausgabe des Amtsblattes der brasilianischen Regierung veröffentlicht. Demnach gilt die Maßnahme von Freitag an. Auch ausländische Passagiere, die keinen festen Wohnsitz in Brasilien haben und in den vergangenen 14 Tagen in Großbritannien waren, dürfen nicht einreisen.

Passagiere aus anderen Ländern - sowohl Ausländer als auch Brasilianer - müssen auf der Basis einer Regelung der Regierung aus der vergangenen Woche von 30. Dezember an einen negativen Corona-Test vorlegen, der bei Abflug nur 72 Stunden alt sein darf. 


25.12.2020: Mexiko, Chile, Costa Rica: Corona-Impfung in Lateinamerika startet

Mexiko, Chile und Costa Rica haben als erste Länder in Lateinamerika mit der Impfung der Bevölkerung gegen das Coronavirus begonnen. Der Impfstart in Mexiko wurde während der morgendlichen Pressekonferenz von Präsident Andrés Manuel López Obrador am Donnerstag (Ortszeit) live übertragen.

Die Oberschwester der Intensivstation des Krankenhauses Rubén Leñero in Mexiko-Stadt war die erste Mexikanerin, die die Corona-Impfung bekam, wie die mexikanische Zeitung "El Universal" berichtete - und damit auch die erste Lateinamerikanerin. 


25.12.2020: Erste Impfdosen am zweiten Weihnachtstag erwartet

Bayern bereitet sich unter Hochdruck auf den Start der Corona-Impfungen vor. Die erste Lieferung von 9750 Impfdosen soll am Samstag - dem Weihnachtsfeiertag - in München und Erlangen ankommen und von dort regional verteilt werden. Alle 99 Impfzentren in Bayern sollen dann mit den ersten Impfstoff-Dosen versorgt werden.

Am Impfzentrum Dasing im Landkreis Aichach-Friedberg werden Sozialministerin Carolina Trautner und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek zusammen mit Landrat Klaus Metzger zur Anlieferung der ersten Corona-Impfstoffe kommen, wie das Gesundheitsministerium an Heiligabend mitteilte.

Am Sonntag werden die ersten mobilen Impfteams aus den Impfzentren ausrücken. In den ersten Tagen wird das Impfen weitestgehend in Alten- und Pflegeheimen stattfinden sowie in Krankenhäusern für deren Personal. Neben Heimbewohnern gehören die Bediensteten der Heime und medizinisches Personal in Intensivstationen und Notaufnahmen dazu.


25.12.2020: Jena erwägt Ausrufung des Katastrophenfalls wegen Corona

Thüringens zweitgrößte Stadt Jena denkt angesichts stark belasteter Krankenhäuser und Pflegeheime darüber nach, den Katastrophenfall auszurufen. Mit 113 Neuinfektionen sei am Mittwoch ein Rekordwert erreicht worden, hieß es in einer Mitteilung der Stadt vom Donnerstag. Besonders hart seien Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen von Corona-Infektionen betroffen. "Die Personalsituation ist überwiegend angespannt, auch wenn die meisten Heime die Versorgung gegenwärtig sicherstellen können", hieß es. Auch am Universitätsklinikum Jena sei die Situation derzeit noch stabil.

Allerdings sorge man sich mit Blick auf die kommenden Wochen. "Die Stadt erwartet, dass sich die Infektionslage in den kommenden Tagen und Wochen noch weiter verschlechtert", hieß es in der Mitteilung der Stadt. Demnach würde die Ausrufung des Katastrophenfalls Zugriff auf Unterstützung von staatlichen Hilfswerken ermöglichen.


25.12.2020: Steigende Infektionszahlen: Pirmasens erlässt Ausgangsbeschränkungen 

Angesichts einer steigenden Zahl an Corona-Infektionen hat nun auch die Stadt Pirmasens nächtliche Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Die entsprechende Allgemeinverfügung tritt am Heiligabend um Mitternacht in Kraft, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Ab dann ist das Rausgehen zwischen 21.00 Uhr abends und 5.00 Uhr morgens nur mit triftigem Grund erlaubt, etwa bei medizinischen Notfällen oder wegen beruflicher Tätigkeiten.

Ausnahmen gibt es gleich an den folgenden zwei Weihnachtstagen, an denen die Beschränkung erst ab 24.00 Uhr greift. Zum Jahreswechsel gilt die Ausgangsbeschränkung am Silvesterabend und an Neujahr bis 1.00 Uhr nicht.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, also die Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg laut Landesuntersuchungsamt in Pirmasens zuletzt auf 208,8 (Stand: Donnerstag 11.30 Uhr). Die Allgemeinverfügung, die zunächst bis 10. Januar gilt, sieht in der pfälzischen Stadt auch den Verbot des Verkaufs alkoholischer Getränke von 21.00 bis 5-00 Uhr vor, der Besuch von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen wird beschränkt. In anderen Städten gibt es schon länger Ausgangsbeschränkungen, etwa in Ludwigshafen, Frankenthal oder Speyer.


25.12.2020: Zwei Drittel der Deutschen wollen sich gegen Corona impfen lassen

Etwa zwei Drittel der Deutschen wollen sich laut einer Umfrage gegen das Coronavirus impfen lassen. In der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 32 Prozent der Befragten an, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen. Weitere 33 Prozent sind zwar ebenfalls dazu entschlossen, wollen aber trotzdem erst einmal mögliche Folgen der Impfung bei anderen abwarten. 19 Prozent haben sich gegen eine Impfung entschieden, 16 Prozent sind noch unentschlossen.

Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent hat aber auch Angst vor Nebenwirkungen der Impfung. Nur ein Drittel hat solche Befürchtungen nicht. 10 Prozent machten dazu keine Angaben.

Am kommenden Sonntag sollen die Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland starten. Anfangs sollen Ältere über 80 sowie Bewohner und Personal in Pflegeheimen zum Zug kommen, daneben Gesundheitspersonal mit sehr hohem Infektionsrisiko, etwa in Intensivstationen und Notaufnahmen.


25.12.2020: 25.533 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet 

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 25.533 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden 412 Todesfälle verzeichnet, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Die Zahlen sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar. Das RKI rechnete während der Feiertage mit einer geringeren Zahl an Tests und mit weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern. Am vergangenen Freitag war mit 33.777 Infektionen ein Höchststand verzeichnet worden, darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Außerdem wurden damals 813 Todesfälle gemeldet. Der Höchststand von 952 Todesfällen war am vergangenen Mittwoch (16.12.) erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Freitag bei 188,8. Am Dienstag war mit 197,6 ein Höchststand erreicht worden. Den mit Abstand höchsten Wert erreicht Sachsen: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 441,3, also mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Es folgt Thüringen mit einem Wert von 320,6. Der niedrigste Wert wird in Mecklenburg-Vorpommern mit 87,1 verzeichnet.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.612.648 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 25.12., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Freitag auf 29 182. Rund 1.206.200 gelten nach Schätzungen inzwischen als genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Donnerstag bei 0,97 (Vortag: 0,92). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


24.12.2020: Bundesregierung stuft Estland und Namibia als Risikogebiete ein

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Samstag ganz Estland und Namibia im Süden Afrikas als Risikogebiete ein. Außerdem werden dann weitere Regionen in Irland und Norwegen auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag bekanntgab. In Finnland wird eine Region dagegen wieder gestrichen.

Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Urlauber können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen bis zu zehn Tage in Quarantäne, können sich davon allerdings durch einen negativen Test ab dem fünften Tag nach Einreise vorzeitig befreien lassen.


24.12.2020: Serbien beginnt mit Corona-Impfungen

Serbien hat am Donnerstag damit begonnen, die Bevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen. Vor laufenden Kameras ließ sich Ministerpräsidentin Ana Brnabic als erste Bürgerin des Balkanlandes den Impfstoff des deutsch-amerikanischen Konsortiums Biontech-Pfizer injizieren. Im Belgrader Virologie-Institut Torlak folgten ihr Gesundheitsministerin Darija Kisic-Tepavcevic und der serbische Chef-Virologe Predrag Kon.

"Ich möchte persönlich zeigen, dass der Impfstoff sicher ist", sagte Kisic-Tepavcevic dem staatlichen Fernsehsender RTS. Serbien hat im Rahmen einer ersten Lieferung 4875 Dosen des Vakzins von Biontech-Pfizer erhalten. Weitere Corona-Impfungen wurden am Donnerstag in Altenheimen in Belgrad und Novi Sad (Nordserbien) verabreicht. Nach und nach sollen zuerst die älteren Bürger sowie das Personal der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen geimpft werden.


24.12.2020: Dänisches Verbot für Flüge aus Großbritannien wird aufgehoben 

Ab dem ersten Weihnachtstag dürfen Flugzeuge aus Großbritannien wieder in Dänemark landen. Das Flugverbot für Passagiermaschinen aus dem Vereinigten Königreich werde am 25. Dezember um 0.00 Uhr aufgehoben, teilte der Bürgerservice des dänischen Außenministeriums am späten Mittwochabend auf Twitter mit. Dänen mit britischem Wohnsitz werden jedoch ausdrücklich aufgefordert, nicht nach Dänemark zu reisen und den Empfehlungen der britischen Behörden zu folgen.

Das Flugverbot war von den Dänen zu Wochenbeginn aus Sorge vor einer Mutation des Coronavirus verhängt worden. In Großbritannien war zuletzt eine neue Variante des Virus aufgetaucht, die möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form ist.


24.12.2020: Christmette im Vatikan unter Corona-Beschränkungen

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie will Papst Franziskus in diesem Jahr die traditionelle Christmette zu Weihnachten feiern. In Anbetracht der Corona-Regeln musste der Vatikan die Messe am Donnerstag jedoch vorverlegen. Sie soll nach Angaben des Heiligen Stuhls um 19.30 Uhr beginnen, etwas früher als sonst, denn in Italien gilt Weihnachten ab 22 Uhr eine Ausgangssperre bis in die frühen Morgenstunden des folgenden Tages. Die Messe wird zum Schutz vor Ansteckungen mit einer begrenzten Anzahl Teilnehmer abgehalten.

Der triste Rahmen der diesjährigen Weihnachtsfeierlichkeiten macht dem Papst zu schaffen. Vatikankennern zufolge ist der 84-Jährige traurig darüber, wie Weihnachten dieses Jahr gefeiert wird. Außerdem hatten sich unlängst im engeren Kreis um das Oberhaupt der katholischen Kirche Kardinäle mit Corona angesteckt.


24.12.2020: Skisaison in Österreich startet: FFP2-Maskenpflicht in den Gondeln

Unter strengen Hygieneauflagen starten viele Skigebiete in Österreich am Donnerstag in die Wintersaison. So ist wegen des Coronavirus das Tragen von besonders wirksamen FFP2-Masken für alle Skifahrer über 14 Jahre Pflicht, wenn sie sich in Gondeln aufhalten oder anstehen. Einige Seilbahnen bieten solche Masken zum Verkauf an, andere haben die Skiläufer gebeten, selbst welche mitzubringen. Die Schutzmaßnahme ist nicht unumstritten. Die Bergbahn Saalbach will juristisch dagegen vorgehen, weil die Kontrolle schwierig sei, aber die Haftung bei Verstößen beim Unternehmen liege. Daher will das Skigebiet Saalbach-Hinterglemm erst öffnen, wenn die FFP2-Maskenpflicht entfällt.

Auch in Ischgl, das einst als Corona-Hotspot galt, haben sich die Verantwortlichen gegen den Saisonstart entschieden. Grund ist der grenzüberschreitende Charakter des Skigebiets. Wer in die Schweiz hinüberfahre, müsse bei der Rückkehr auf die Piste nach Österreich laut Vorschrift in Quarantäne, hieß es. Das sei eine heikle Situation, der man sich nicht aussetzen wolle. Nun hofft das Skigebiet, nach Ende des Lockdowns und einer erhofften Aufhebung der Quarantänebestimmungen in der zweiten Januarhälfte starten zu können. 


24.12.2020: Zahl der Corona-Fälle in Peru überschreitet eine Million 

Als fünftes Land in Lateinamerika und 17. Land der Welt hat Peru mehr als eine Million Corona-Fälle registriert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Mittwoch stieg die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in dem südamerikanischen Land seit Beginn der Pandemie auf 1.000.153. Mehr als 37.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Corona bislang gestorben.

Ende August war Peru, ein Staat mit knapp 32 Millionen Einwohnern, mit 89,99 Toten je 100 000 Einwohnern zum Land mit der höchsten Sterblichkeit in Zusammenhang mit dem Virus geworden. Trotz großer Bemühungen war es der peruanischen Regierung damals nicht gelungen, die Infektionszahlen zu drücken.

Angesichts einer Mutation des Virus stoppte Peru nun Flüge aus Europa und verbot Ausländern ohne festen Wohnsitz im Land, die in den vergangenen zwei Wochen in Großbritannien gewesen sind, die Einreise. Die peruanische Regierung weitete zudem die Ausgangsbeschränkungen in der Hauptstadt Lima aus und sperrte die Strände.


24.12.2020: Statt Silvesterparty: Rio riegelt Copacabana wegen Corona ab 

Nach der Absage der Silvesterparty an der Copacabana und der ersatzweise geplanten virtuellen Feier zum Jahreswechsel sperrt Rio de Janeiro an diesem Tag das Copacabana-Viertel ab, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Nur Anwohner würden Zugang bekommen, berichtete das brasilianische Fernsehen unter Berufung auf Jorge Felippe, der nach der Verhaftung von Marcelo Crivella wegen des Verdachts auf Korruption das Amt des Bürgermeisters ausübt, am Mittwochabend (Ortszeit).

Nach dem Bericht wird auch erwogen, die Stadt für Touristenbusse zu schließen. Die Silvesterparty in Rio ist eine der berühmtesten der Welt und zieht jedes Jahr Millionen Touristen in die Hafenstadt. Das Feuerwerk wird von Flößen in der Atlantikbucht abgefeuert, am Stadtstrand Copacabana treten auf mehreren Bühnen Musiker, Bands und DJs auf. Die Konzerte sollten in diesem Jahr im Internet übertragen werden.


24.12.2020: Corona auch am Südpol: Pandemie erreicht letzten Kontinent

Den Winter der südlichen Hemisphäre hat man in der Antarktis ohne Corona-Fälle überstanden. Nun sind mehrere Dutzend Menschen infiziert. Bislang war die Antarktis der letzte Kontinent der Welt, in der sich das Coronavirus noch nicht ausgebreitet hatte.


24.12.2020: Kanada erlaubt Einsatz von Modernas Corona-Impfstoff 

Nach den USA hat auch Kanada den Einsatz des Coronavirus-Impfstoffs des US-Konzerns Moderna erlaubt. Das teilte das Gesundheitsministerium in Ottawa am Mittwoch mit. Es ist nach dem Präparat von Pfizer/Biontech das zweite Präparat im Einsatz in Kanada. Vergangene Woche hatte Premierminister Justin Trudeau erklärt, dass Kanada noch im Dezember bis zu 168.000 Dosen des Moderna-Impfstoffs bekomme und dass die Auslieferung innerhalb von 48 Stunden nach der Genehmigung des Ministeriums beginnen könne.

Modernas Mittel braucht zwei Impfdosen im Abstand von vier Wochen, um wirksam zu sein; von Pfizer/Biontechs Mittel wird nach drei Wochen eine zweite Dosis verabreicht. Es muss beim Transport aufwendiger gekühlt werden als Modernas Impfstoff. Die USA hatten am Mittwoch bestätigt, 100 Millionen weitere Impfdosen bei Pfizer/Biontech zur Auslieferung bis zum Jahresmitte 2021 bestellt zu haben.

Beide Mittel hatten in Testreihen eine hohe Wirksamkeit von um die 94 Prozent und nur wenige Nebenwirkungen gezeigt. Allerdings ist noch unklar, wie lange die Impfwirkung anhält, weil die behandelte Form des Coronavirus erst seit rund einem Jahr bekannt ist.


24.12.2020: Großbritannien meldet zwei Fälle einer Corona-Variante aus Südafrika

In Großbritannien sind zwei Fälle einer Corona-Mutante aus Südafrika entdeckt worden. Die Variante werde im Labor in Porton Down untersucht, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Mittwoch vor Journalisten in London. Es handelt sich den Angaben zufolge um die Mutante mit der Bezeichnung 501.V2. Am vergangenen Freitag hatte der südafrikanische Gesundheitsminister Zweli Mkhize davon gesprochen, dass 501.V2 in seinem Land kursiere.

Die beiden in Großbritannien Infizierten und ihre Kontakte hätten sich in Isolation begeben, sagte Hancock. Zudem seien sofortige Maßnahmen für Einreisen aus Südafrika getroffen worden, Details dazu wurden nicht genannt.

"Diese neue Variante bereitet uns große Sorgen, weil sie noch schneller übertragen wird», sagte der britische Minister. «Es scheint so, als habe sie noch weiter mutiert als die neue Variante, die in Großbritannien entdeckt wurde."


24.12.2020: Italien ermöglicht Heimreise für in Großbritannien Gestrandete 

Nach dem Stopp von Flugreisen aus Großbritannien wegen einer Corona-Mutation hat die italienische Regierung Italienern die Heimreise von dort unter gewissen Umständen wieder ermöglicht. Dazu unterzeichneten Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza, Außenminister Luigi Di Maio und Transportministerin Paola De Micheli am Mittwoch ein Dekret.

Menschen, die ihre Meldeadresse in Italien haben oder einen absolut notwendigen Grund vorweisen können, dürfen demnach zum Beispiel per Flugzeug aus dem Vereinigten Königreich zurückreisen. Dafür müssen sie vor dem Abflug und nach der Landung einen Corona-Test machen und sich unabhängig vom Testergebnis 14 Tage in Quarantäne begeben. Die Regeln seien mit der Unterschrift in Kraft getreten und gelten bis zum 6. Januar 2021, hieß es.


24.12.2020: Lastwagen rollen wieder am Ärmelkanal - aber langer Rückstau

Nach tagelangem Stillstand rollen die Lastwagen in Südostengland wieder, es geht aber nur langsam voran. Vom wichtigen britischen Hafen Dover sowie durch den Eurotunnel können nun wieder Güter nach Frankreich übersetzen. Noch immer warten Tausende Fahrzeuge in Südostengland, darunter schätzungsweise Hunderte aus Deutschland. Vertreter der Grafschaft Kent zeigten sich überzeugt, dass sich schon bald mehr Lastwagen auf den Weg machen können. Voraussetzung für die Einreise in die EU ist ein negativer Corona-Test.

Der britische Verkehrsminister Grant Shapps bat die Fahrer um Geduld. Er mahnte, sie müssten den Anweisungen folgen, "damit der Verkehr ins Rollen kommt". "Es wird eher Tage als Wochen dauern, aber es ist Geduld vonnöten", sagte Shapps der BBC.


24.12.2020: Auch in NRW Corona-Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten 

Nach Bayern führt auch Nordrhein-Westfalen eine Corona-Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten ein. Alle Reiserückkehrer aus solchen Gebieten außerhalb Deutschlands unterliegen ab Montag (28. Dezember) in Nordrhein-Westfalen einer Corona-Testpflicht. Sie sind verpflichtet, sich höchstens 24 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Ankunft testen zu lassen. Flugreisenden muss am Flughafen eine Testmöglichkeit auf eigene Kosten angeboten werden. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Corona-Einreiseverordnung des Gesundheitsministeriums hervor.

Durchreisende sind von der Regelung nicht betroffen. Ebenfalls ausgenommen sind Grenzpendler und Grenzgänger. Am Dienstag hatte bereits Bayern eine solche Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten beschlossen - dort gilt sie bereits ab Mittwoch.


24.12.2020: Studie: Rund 3 Prozent der Münchner bisher mit Corona infiziert 

Einer großangelegten Antikörper-Studie zufolge haben sich in München bis November knapp 3,3 Prozent der Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. Damit habe sich die Zahl derjenigen, die Antikörper gegen das Sars-CoV-2-Virus entwickelt haben, seit der ersten Welle fast verdoppelt, teilten die Forscher der Infektions- und Tropenmedizin der Uniklinik München mit. Es ist die erste große Studie bundesweit, die Ergebnisse über die Infektionszahlen in der zweiten Welle liefert.

Zu Beginn der neuen Testrunde waren bei den Gesundheitsbehörden rund 1,5 Prozent der Münchner als Corona-positiv registriert gewesen. Damit lag die tatsächliche Zahl der Infizierten etwa zweimal so hoch. In der ersten Runde hatte der Anteil der damals in der Studie nachgewiesenen Infektionen viermal höher gelegen als bekannt. Dass die Dunkelziffer nun geringer sei, zeige auch, dass sich die Teststrategie in Bayern bewähre, sagte Studienleiter Michael Hoelscher.


24.12.2020: Bayern beginnt noch in dieser Woche mit Corona-Impfungen 

Noch in dieser Woche sollen in Bayern die ersten Bürger Corona-Impfungen erhalten. Alle 99 Impfzentren in Bayern sollen am 26. Dezember mit den ersten Corona-Impfstoff-Dosen versorgt werden, berichtete das Gesundheitsministerium in München am Mittwoch.

Einen Tag später, am Sonntag, würden dann die ersten Impfungen vorgenommen. "Der lang ersehnte Beginn der Impfungen ist ein wichtiger Schritt im Kampf zur Eindämmung der Corona-Pandemie", sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. Zunächst sollen mobile Impfteams hauptsächlich in Alten- und Pflegeheimen impfen.

Der Hersteller Biontech soll am zweiten Weihnachtsfeiertag zwar nur zwei der acht Verteilzentren in Bayern - München und Erlangen - anfahren und dort jeweils die Hälfte der 9750 Impfdosen abliefern. Von dort soll aber eine regionale Verteilung erfolgen, so dass in allen Landkreisen wie geplant mit den Impfungen begonnen werden könne.


24.12.2020: NRW will Testverweigerern Zutritt in Heime verbieten

Alten- und Pflegeheime in Nordrhein-Westfalen dürfen von Donnerstag an in der Regel nur noch mit einem Corona-Schnelltest besucht werden. Eine Sprecherin von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstag), die Allgemeinverfügungen Pflege und Eingliederungshilfe würden mit Wirkung vom Donnerstag dahingehend geändert, dass Besuchern, die angebotene Schnelltests (PoC-Test) ablehnten, der Zutritt zu verweigern sei.

Aber: "Dies gilt nicht, wenn medizinischen Gründe glaubhaft gemacht werden können, die der Durchführung dieser Testung entgegenstehen, oder nachgewiesen wird, dass innerhalb von 72 Stunden vor dem beabsichtigten Besuch bereits eine PoC-Testung mit negativem Ergebnis durchgeführt worden ist", so die Sprecherin.


24.12.2020: 32.195 Corona-Neuinfektionen und 802 neue Todesfälle gemeldet

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 32.195 neue Fälle und 802 Todesfälle binnen eines Tages übermittelt, wie das RKI am Donnerstag bekanntgab. Am vergangenen Donnerstag (17.12.) übermittelten die Gesundheitsämter dem RKI 26.923 neue Corona-Fälle und 698 Todesfälle. Allerdings fehlen bei diesem Wert aus technischen Gründen rund 3500 Infektionen aus Baden-Württemberg. Auch wegen der deswegen entstandenen Nachmeldungen war am Freitag der Höchstwert von 33.777 Neuinfektionen verzeichnet worden. Der Höchststand von 962 Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstag bei 196,2. Am Dienstag war mit 197,6 ein Höchststand erreicht worden. Den mit Abstand höchsten Wert erreicht Sachsen: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 425,7, also mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Es folgt Thüringen mit einem Wert von 327,9. Der niedrigste Wert wird in Mecklenburg-Vorpommern mit 95,6 verzeichnet.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.587.115 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.12., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Donnerstag auf 28 770. Rund 1 184 400 gelten nach Schätzungen inzwischen als genesen.

Beim R-Wert sah das RKI in seinem Lagebericht von Mittwochabend eine «zuletzt leicht sinkende Tendenz». Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag bei 0,92 (Vortag: 0,95). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 92 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


23.12.2020: Potsdam erlässt Böllerverbot im gesamten Stadtgebiet

Die Landeshauptstadt Potsdam hat das Abbrennen von Feuerwerk im gesamten Stadtgebiet untersagt. Die am Mittwoch veröffentlichte Allgemeinverfügung gelte am gesamten Silvestertag und am kompletten Neujahrstag, teilte die Stadtverwaltung mit. Demnach dürften auf allen öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen pyrotechnische Produkte der Kategorie F2 nicht verwendet werden.

Davon ausgenommen seien Feuerwerke der Kategorie F1 wie Wunderkerzen, Tischfeuerwerke oder Knallerbsen.

Die Stadt wies darauf hin, dass auch in der Silvesternacht der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur mit einem triftigen Grund und einer begrenzten Anzahl von Personen gestattet sei. Zudem gelte ein stadtweites Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Neben dem Infektionsschutz gelte es, die in den Vorjahren aufgetretenen Verletzungen durch Feuerwerk zu vermeiden, weil die Krankenhäuser in der Region wegen der Corona-Pandemie keine freien Kapazitäten hätten, erklärte die Stadtverwaltung zur Begründung.


23.12.2020: Niederlande lassen wieder Reisende aus Großbritannien ins Land

Nach einer dreitägigen Grenzblockade lassen die Niederlande wieder Reisende aus Großbritannien zu. Seit Mitternacht sei die Einreise wieder erlaubt, teilte die Regierung in Den Haag mit. Passagiere müssen allerdings ein negatives Ergebnis eines Corona-Tests vorweisen. Fluggesellschaften und Reeder sind verpflichtet, dies zu kontrollieren. Auch Reisende aus Südafrika sind unter diesen Bedingungen wieder willkommen.


23.12.2020: Krematorium in Zittau überfüllt - Leichen werden zwischengelagert

Wegen der dramatisch hohen Corona-Todeszahlen in Zittau in Ostsachsen müssen dort Leichen außerhalb des Krematoriums zwischengelagert werden. Die Toten sollen "im Bereich des Hochwasserstützpunkts" gelagert und "bei Freigabe zur Einäscherung" ins Krematorium gefahren werden, teilte die Stadt Zittau am Dienstagabend mit. Darauf habe sich die Geschäftsführung des Krematoriums mit Oberbürgermeister Thomas Zenker kurzfristig geeinigt. 

Besonders im Dezember explodierte nach Angaben der Stadt die Zahl der Toten. Während im vergangenen Jahr im Dezember 45 Menschen starben, waren es in diesem Monat bislang schon 115. Im November verdoppelte sich die Zahl der Toten von 52 im vergangenen Jahr auf 110 in diesem Jahr. Im Oktober vergangenen Jahres starben 45 Menschen, in diesem Jahr 73.  

Die Zahl der notwendigen Einäscherungen übersteige derzeit "mitunter die Kapazitäten des Zittauer Krematoriums", hieß es. Es gebe deutlich höhere Sterbefallzahlen, mehr Aufnahmegespräche, Leichenschauen und Beurkundungen in den Standesämtern. Alle Beteiligten seien an den "Belastungsgrenzen". 


23.12.2020: Höchstwert: 962 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 962 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Außerdem wurden 24.740 Neuinfektionen gemeldet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) sank bis Mittwoch leicht auf 195,1. Tags zuvor war mit 197,6 ein Höchststand erreicht worden. Den mit Abstand höchsten Wert erreicht Sachsen: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 414,1, also mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Es folgt Thüringen mit einem Wert von 319,6. Der niedrigste Wert wird in Mecklenburg-Vorpommern mit 96,3 verzeichnet.

Die Zahl der Todesfälle war in der Tendenz zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet worden war. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Mittwoch auf 27.968.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.554.920 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.160.100 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,95 (Vortag: 0,98). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


22.12.2020: Bremen verbietet Feuerwerk an Silvester

Silvesterfeuerwerk ist im Bundesland Bremen in diesem Jahr untersagt. Nach dem bundesweiten Verkaufsverbot für Raketen und Böller gilt in den Städten Bremen und Bremerhaven zusätzlich ein stadtweites Abbrennverbot von Feuerwerksartikeln, wie die Sprecherin des Innenressorts, Rose Gerdts-Schiffler, am Dienstag mitteilte. Damit dürfen Menschen auch keine Raketen und Böller zünden, die sie schon zuhause haben, etwa aus dem Vorjahr. 


22.12.2020: Infizierte auf Forschungsstation: Corona erreicht Antarktis

Das Coronavirus hat eine Forschungsstation in der Antarktis und damit nun alle Kontinente erreicht. Mindestens 36 Corona-Infizierte sind auf Chiles Station "Bernardo O'Higgins Riquelme" registriert worden. Bei den Infizierten handele es sich um 26 Mitglieder des Militärs und 10 zivile Personen einer Wartungsfirma, berichteten chilenische Medien am Montagaben (Ortszeit) unter Berufung auf die Armee, die die Station betreibt. 

Über Monate war der Südkontinent einer der letzten Orte gewesen, in denen man sich in geschlossenen Räumen beruhigt unter Leuten aufhalten konnte. Strenge Maßnahmen trugen dazu bei, einen Corona-Ausbruch zu vermeiden. Länder mit Forschungsstationen in der Antarktis sprachen schnell Verbote für Kreuzfahrtschiffe und andere Besucher aus, die keine lebenswichtigen Vorräte liefern. So verwandelte sich jede der Dutzenden Stationen in eine eigene Blase. 


22.12.2020: Bayern führt Corona-Testpflicht für Reisende aus Risikogebieten ein 

Alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten unterliegen ab Mittwoch in Bayern einer Corona-Testpflicht. Spätestens 72 Stunden nach der Einreise muss beim zuständigen Gesundheitsamt ein Testergebnis vorlegen, dies hat am Dienstag das bayerische Kabinett in München beschlossen. Die Urlaubs- und Familienrückkehrer können aber auch Corona-Tests vorlegen, die im Ausland vorgenommen wurden.

Der Test darf allerdings maximal 48 Stunden alt sein. Verstöße gegen die Testpflicht sollen mit einem Bußgeld belegt werden. Dies kann nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes bis zu 25 000 Euro betragen.

In der Praxis bedeutet die Neuregelung, dass jeder, der aus einem ausländischen Risikogebiet nach Bayern einreist, nun entweder schon bei der Einreise einen negativen Test vorweisen oder umgehend zum Testen gehen muss. Dazu stehen Testzentren an den Flughäfen oder die kommunalen Zentren bereit. Inlandsreisende - auch aus Hotspots - fallen nicht unter die Regelung. 

Auf dem europäischen Festland gibt es aktuell nur noch in Frankreich (Bretagne), Griechenland, Estland, Finnland, Norwegen und Österreich (zwei Gemeinden an der deutschen Grenze) Regionen, die nicht als Risikogebiete eingestuft sind. Hinzu kommen Regionen in Irland sowie das portugiesische Madeira, das französische Korsika, ein Großteil der griechischen Inseln, die britische Isle of Man und die Kanalinsel Guernsey sowie die dänischen Inseln Grönland und Färöer.


22.12.2020: Studie zu neuer Virus-Variante - Drosten: "Das sieht nicht gut aus"

Eine neue Variante in Großbritannien macht neuen Untersuchungen zufolge das Coronavirus sehr wahrscheinlich leichter übertragbar. Zu diesem Schluss kommen Experten der englischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE). Sie verweisen dabei auf Erbgut-Untersuchungen der neuen Variante und auf Modellrechnungen zur Ausbreitung. Eine der rund 20 Mutationen der neuen Variante B.1.1.7 dürfte insbesondere dazu beitragen, dass das Virus leichter übertragen werden könne. 

Der deutsche Virologe Christian Drosten schrieb zu den PHE-Daten: "Das sieht leider nicht gut aus." Positiv sei aber, dass B.1.1.7-Fälle bislang nur in Gebieten zugenommen haben, wo die Gesamtinzidenz hoch oder ansteigend war. "Kontaktreduktion wirkt also auch gegen die Verbreitung der Mutante", schreibt Drosten. 

Den PHE-Forschern macht insbesondere eine Mutation mit der Bezeichnung N501Y Sorgen. Sie könnte den Daten zufolge dafür sorgen, dass das Virus besser an Zielzellen andocken kann. Zudem liege die Mutation an einer Stelle, an der auch bestimmte Antikörper des Menschen angreifen, um das Virus auszuschalten. "Deshalb ist es möglich, dass solche Varianten die Wirksamkeit beim Neutralisieren des Virus beeinflussen."


22.12.2020: RKI-Chef: Britische Corona-Variante wahrscheinlich schon bei uns

Die gefürchtete Variante des Coronavirus aus Großbritannien dürfte nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts Deutschland bereits erreicht haben. "Die Wahrscheinlichkeit, dass sie schon in Deutschland ist, aber bisher unerkannt, schätze ich schon als sehr, sehr hoch ein", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Er verwies darauf, dass die Variante B.1.1.7 in Großbritannien bereits im September erstmals nachgewiesen wurde, zudem gebe es bereits Nachweise in Nachbarländern wie den Niederlanden und Dänemark. Ein Labornachweis in Deutschland sei ihm aber nicht bekannt, sagte Wieler.  

B.1.1.7 komme in Großbritannien ganz offensichtlich viel häufiger vor als andere Varianten. "Das könnte daran liegen, dass sie eine höhere Infektiosität hat, das muss aber nicht so sein", sagte Wieler. "Wir können die Bedeutung der Variante für das Geschehen noch nicht eindeutig einschätzen."

Zur Bedeutung der Variante für die bevorstehenden Impfungen sagte Wieler: "Alle diese Daten, die wir bislang kennen, sprechen dafür, dass der Impfschutz nicht eingeschränkt ist, wenn sich diese Variante weiter ausbreitet." Er hoffe auf mehr Informationen zur neuen Variante noch in diesem Jahr.


22.12.2020: Neue Corona-Variante auch in fünf weiteren Ländern gefunden

Die neue Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 ist außer in Großbritannien auch in Australien, Island, Italien, den Niederlanden und Dänemark gefunden worden. Abgesehen von Dänemark seien es Einzelfälle gewesen, berichtete die Coronavirus-Expertin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Maria van Kerkhove, am Montag in Genf. 


22.12.2020: Corona-Impfstoff zugelassen - Wirksamkeit auch bei Mutation erwartet

Deutschland und die anderen EU-Staaten rüsten sich für den Start der Impfkampagne gegen das Coronavirus. Nach der bedingten Zulassung ihres Impfstoffs in der EU kündigten die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer am Montagabend an, die Auslieferung werde sofort beginnen. In Deutschland soll es am Sonntag mit den Impfungen losgehen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Biontech-Chef Ugur Sahin zeigten sich zuversichtlich, dass der Impfstoff auch gegen die in Großbritannien entdeckte neue Mutation des Virus wirkt. Aus wissenschaftlicher Sicht sei die Wahrscheinlichkeit dafür hoch, sagte Sahin der Deutschen Presse-Agentur. 


22.12.2020: 19.528 neue Fälle und 731 Tote: Corona-Zahlen weiter auf hohem Niveau

Die Zahl der Todesfälle und der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 19.528 neue Fälle und 731 Todesfälle binnen eines Tages übermittelt, wie das RKI am Dienstag bekanntgab. Am Dienstag der Vorwoche waren 14.432 Neuinfektionen und 500 Todesfälle gemeldet worden - allerdings fehlten damals Daten aus Sachsen, die später nachgemeldet wurden. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) gab das RKI am Dienstag mit 197,6 an. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie. Den mit Abstand höchsten Wert erreicht Sachsen: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 426,8, also mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Es folgen Thüringen mit einem Wert von 299,4 und Bayern mit 215,9. Der niedrigste Wert wird in Schleswig-Holstein mit 93,6 verzeichnet.

Die Zahl der Todesfälle war in der Tendenz zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet worden war. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Dienstag auf 27.006.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.530.180 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.136.700 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,98 (Vortag: 1,04). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 98 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


21.12.2020: EMA empfiehlt erste Zulassung eines Corona-Impfstoffs in der EU 

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt die bedingte Zulassung des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer in der EU. Das teilte die Behörde am Montag in Amsterdam mit.

Im nächsten Schritt muss die EU-Kommission über die Verwendung des Präparats für alle Mitgliedsländer entscheiden - das gilt als Formsache und soll noch vor Weihnachten geschehen.


21.12.2020: Hamburg: Sieben Fluggäste aus Großbritannien positiv getestet

Von den am Hamburger Flughafen aus Großbritannien eingereisten Passagieren sind sieben Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. "In Hamburg sind am Sonntag noch drei Flüge aus Großbritannien angekommen. In diesen drei waren insgesamt sieben Personen, die bei den Schnelltests positiv getestet wurden", sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Montag in Hamburg. Ob es sich bei dem Virus um die möglicherweise ansteckendere Variante aus Großbritannien handelt, konnte sie nicht sagen. 

Die Tests waren nicht verpflichtet, hieß es weiter. Einige der Passagiere hätten auch bereits negative Corona-Tests dabei gehabt. Den übrigen sei ein Schnelltest angeboten worden. "Dafür ist eine Art Mini-Teststrecke eingerichtet worden." Wie viele Fluggäste das Angebot genutzt haben, konnte die Sprecherin nicht sagen.

Wegen der neuen Variante des Coronavirus ist die Einreise von Flugpassagieren aus Großbritannien an mehreren deutschen Flughäfen am Sonntagabend zunächst gestoppt worden. Ab Mitternacht untersagte Deutschland ohnehin Flüge aus dem Vereinigten Königreich.


21.12.2020: Deutsche Post nimmt keine Paketsendungen nach Großbritannien mehr an

Die Deutsche Post DHL nimmt wegen der unterbrochenen Verkehrswege keine Paketsendungen nach Großbritannien und Irland mehr an. Das teilte ein Unternehmenssprecher am Montag mit. Der Eurotunnel für den Reise- und Güterverkehr sei derzeit geschlossen und werde das für voraussichtlich mindestens 48 Stunden bleiben. Gleiches gelte für die Fährhäfen. 

Von der Unterbrechung der Verkehrsverbindungen seien auch die Transportwege nach Irland, auf die Kanalinseln und auf die Isle of Man betroffen, sagte der Sprecher. Frankreich und andere EU-Staaten haben wegen der raschen Ausbreitung der neuen Corona-Variante die Grenzen zum Vereinigten Königreich geschlossen. Damit können Lastwagen nicht mehr über den Ärmelkanal setzen.

"Aus diesem Grund sind wir leider gezwungen, ab sofort bis auf Weiteres einen vollständigen Einlieferstopp für den Versand von Geschäfts- und Privatkundenpaketen sowie von warentragenden Briefsendungen nach Großbritannien und Irland zu verhängen", sagte der Sprecher. Briefe und Postkarten nach Großbritannien und Irland seien von dieser Maßnahme bis auf weiteres nicht betroffen.

Sendungen mit Wareninhalt und Sperrgüter müssten mangels Lagerkapazitäten wieder an die Absender zurückgebracht werden. Das betreffe unter Umständen Sendungen, die über das Wochenende eingeliefert worden seien, teilte der Post-Sprecher weiter mit.


21.12.2020: Drosten: Neue Corona-Variante vermutlich auch in Deutschland

Der Virologe Christian Drosten geht davon aus, dass die in Großbritannien zirkulierende neue Variante des Coronavirus Deutschland bereits erreicht hat. "Ich denke, dass das schon in Deutschland ist", sagte Drosten am Montagmorgen im Deutschlandfunk.

"Dieses Virus ist ja jetzt gar nicht so neu. Davon darf man sich jetzt wirklich nicht irgendwie aus der Ruhe bringen lassen." Das Virus komme seit Ende September in England vor und sei im Oktober noch überhaupt nicht im Fokus gewesen. "Wir wissen jetzt: Es ist schon in Italien, in Holland, in Belgien, in Dänemark - sogar in Australien. Warum sollte es nicht in Deutschland sein?"

Zur neuen Virusvariante sagte Drosten: "Ich bin darüber nicht so sehr besorgt im Moment. Ich bin allerdings auch - genau wie jeder andere - in einer etwas unklaren Informationslage." Die öffentlich bekannten Dokumente seien noch lückenhaft, das würden britische Wissenschaftler genauso sehen. "Die sagen auch, sie müssen zumindest mal noch bis diese Woche warten, bis ein paar vorläufige Datenanalysen abgeschlossen sind, um überhaupt zu sagen, dass der Verdacht, den sie da äußern stimmt." Mit Blick auf erhöhte Infektionszahlen sei die Frage, ob überhaupt die neue Virus-Variante daran Schuld habe, "oder ist das so, dass einfach lokal (...) Übertragungsmechanismen zum Tragen gekommen sind, die auch jedes andere Virus hochgespült hätte."

Die kürzlich entdeckte Variante sei um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form, hatte Premierminister Boris Johnson am Samstag gesagt. Drosten äußerte Zweifel an der wissenschaftlichen Gewissheit dieses Wertes: "Diese Zahl ist einfach so genannt worden." Politiker würden solche Zahlen nennen, Medien nähmen diese auf. "Plötzlich steht so ein Wert im Raum - 70 Prozent - und keiner weiß überhaupt was damit gemeint ist."


21.12.2020: Großbritannien durch Coronavirus-Variante isoliert - Landeverbote 

Wegen der in Großbritannien entdeckten Variante des Coronavirus schottet sich Europa zum Wochenbeginn zunehmend vom Vereinigten Königreich ab. Zum Schutz vor der Mutation dürfen in Deutschland seit Montag bis zunächst 31. Dezember keine aus Großbritannien kommenden Flugzeuge mehr landen. Das hatte das Bundesverkehrsministerium am Sonntag verfügt. Ausgenommen sind demnach reine Frachtflüge. Weitere Beschränkungen sollen folgen. Auch zahlreiche andere europäische Länder hatten am Sonntag Flugverbote oder Grenzschließungen zum Vereinigten Königreich verkündet. In der EU fiebert man indes einem Gutachten zu einem Corona-Impfstoff am Montag entgegen. 

Grund für die Reisebeschränkungen ist eine kürzlich entdeckte Mutation des Virus in Großbritannien, die nach ersten Erkenntnissen britischer Wissenschaftler um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form sein soll. Premierminister Boris Johnson hatte betont, es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe gegen die Mutation weniger effektiv seien. Die Form breitet sich vor allem in London und Südostengland rasant aus. Für die Region ordneten die Behörden einen Shutdown mit Ausgangs- und Reisesperren an.

Zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland und "zur Limitierung des Eintrages und der schnellen Verbreitung der neuen Virusvarianten" sei ein sofortiges, befristetes Verbot für Flüge aus dem Vereinigten Königreich und Nordirland geboten, erläuterte das Verkehrsministerium in der Verordnung. Von dort seien Virus-Mutationen gemeldet worden, die in Deutschland noch nicht festgestellt worden seien.  Weitergehende Beschränkungen sollen noch per Rechtsverordnung festgelegt werden, wie es in Regierungskreisen hieß.

Gesundheitsminister Jens Spahn erläuterte, an diesem Montag sei geplant, mit einer Verordnung "den gesamten Reiseverkehr" mit Großbritannien und Südafrika einzuschränken. Der CDU-Politiker sagte am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin", man nehme die Meldungen aus Großbritannien sehr ernst. Das Land Nordrhein-Westfalen setzte für Großbritannien und das ebenfalls von der Virusvariante betroffene Südafrika die Quarantäne-Verordnung wieder in Kraft. 


21.12.2020: 16.643 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden 16.643 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Am vergangenen Montag hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 16.362 etwas darunter gelegen. Allerdings sind die Zahlen zu Wochenbeginn meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. 

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 226 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 188 gelegen. Der bisherige Höchstwert von 952 Toten war am Mittwoch erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 26.275. 

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.510.652 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.115.400 Menschen inzwischen genesen. 

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) gab das RKI am Montag mit 197,1 an. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 1,04 (Vortag: 1,06). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 104 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


20.12.2020: Neue Virus-Variante - Auch Deutschland prüft Flug-Einschränkungen 

Angesichts einer in Großbritannien aufgetretenen neuen Variante des Coronavirus prüft auch Deutschland Schutzvorkehrungen im Luftverkehr. Einschränkungen der Flüge aus Großbritannien und auch aus Südafrika seien "eine ernsthafte Option", hieß es am Sonntag aus Kreisen des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Man verfolge die Entwicklung sehr genau, stehe mit europäischen Nachbarstaaten in Kontakt und werte mit Hochdruck Informationen über die mögliche Virus-Variante aus. Die Niederlande verhängten am Sonntag bereits ein Verbot für Flüge von und nach Großbritannien zunächst bis 1. Januar.

Nach ersten Erkenntnissen britischer Wissenschaftler ist eine kürzlich entdeckte Variante des Virus um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form. Premierminister Boris Johnson hatte am Samstag betont, es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe gegen die Mutation weniger effektiv seien.


20.12.2020: Neue Corona-Variante in Großbritannien "außer Kontrolle"

Die in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus bereitet den Behörden große Sorgen. "Sie ist außer Kontrolle, und wir müssen sie wieder unter Kontrolle bekommen", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Sonntag der BBC. Nach ersten Erkenntnissen der Behörden ist die Mutation deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass die Variante schwerere Krankheitsverläufe auslöse oder eine höhere Sterblichkeitsrate. Zudem gehen die Behörden bisher davon aus, dass Impfstoffe auch gegen die Mutation wirksam sind.

Minister Hancock sagte, er mache sich große Sorgen um das Gesundheitssystem. Derzeit seien mehr als 18 000 Infizierte in den Krankenhäusern, das seien fast so viele wie zum Höhepunkt der ersten Infektionswelle im Frühjahr. "Das ist ein weiterer Grund dafür, dass alle sich an die neuen Regeln halten und persönlich Verantwortung übernehmen müssen", sagte er. Dem Sender Sky News sagte Hancock, jeder müsse sich so verhalten, als sei er mit Corona infiziert. "Das ist der einzige Weg, wie wir das Virus unter Kontrolle bekommen können."

Wegen der raschen Ausbreitung der neuen Virus-Variante gilt in London und anderen Gegenden in Südostengland seit Sonntag ein neuer Shutdown mit weitreichenden Ausgangssperren, auch für die Weihnachtstage. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die schärferen Maßnahmen noch Monate in Kraft bleiben müssten, bis flächendeckend geimpft werden könne, sagte Hancock.


20.12.2020: Drosten: Britische Virusvariante in Deutschland bisher nicht gesehen 

In Deutschland ist die neue Coronavirus-Variante, die sich derzeit in Großbritannien ausbreitet, nach Angaben von Christian Drosten bisher nicht aufgetaucht. Die Verbreitung könne Zufall sein, schreibt der Coronavirus-Experte der Berliner Charité auf Twitter. Die Mutationen verschafften dem Virus nicht zwingend einen Selektionsvorteil, auch wenn das möglich sei. Ein Selektionsvorteil kann dazu führen, dass sich ein Virus leichter ausbreiten kann.

Ersten Analysen britischer Wissenschaftler zufolge verfügt die neue Variante über ungewöhnlich viele genetische Veränderungen, vor allem im Spike-Protein. Dieses Protein benötigt das Virus, um in Zellen einzudringen. Der in Großbritannien eingesetzte Impfstoffe des Mainzer Unternehmens Biontech erzeugt eine Immunantwort gegen genau dieses Protein. Deswegen gibt es die Befürchtung, dass der Impfstoff gegen die neue Variante möglicherweise nicht wirkt. Nach Angaben des britischen Premierministers Boris Johnson gibt es aber keine Hinweise darauf.


20.12.2020: WHO mit britischen Behörden wegen Coronavirus-Variante in Austausch 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht mit Großbritannien wegen der Ausbreitung der neuen Variante des Coronavirus in engem Kontakt. Das twitterte die WHO in der Nacht zu Sonntag. Die britischen Behörden würden weiter Informationen und Ergebnisse ihrer Analysen und Studien teilen. "Wir werden die Mitgliedstaaten und die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten, sobald wir mehr über die Merkmale dieer Virusvariante und deren Auswirkungen erfahren." Derweil werde geraten, weiter alle Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Wegen der raschen Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien hatte die britische Regierung einen neuen Shutdown für die Hauptstadt London verhängt. Die kürzlich entdeckte Variante sei um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form, sagte Premierminister Boris Johnson am Samstag. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe gegen die Mutation weniger effektiv seien.


20.12.2020: Coronavirus-Variante: Niederlande verbieten Flüge aus Großbritannien

Nach der Entdeckung einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien wollen die Niederlande Flugpassagiere aus dem Vereinigten Königreich nicht mehr einreisen lassen. Das Verbot des Flugverkehrs mit Passagieren aus dem Vereinigten Königreich werde ab (diesem) Sonntag zunächst bis zum 1. Januar gelten, teilte die niederländische Regierung am frühen Sonntagmorgen mit. Das Institut für Umwelt und Gesundheit RIVM habe empfohlen, die Einschleppung dieses Virusstammes aus dem Vereinigten Königreich so weit wie möglich zu begrenzen, indem die Reisebewegungen aus dem Vereinigten Königreich so weit wie möglich eingeschränkt oder kontrolliert würden. Auf dieser Grundlage habe das Kabinett den Beschluss gefasst, den Flugverkehr auszusetzen.

Bereits Anfang Dezember sei bei einer Stichprobe in den Niederlanden ein Virus mit der im Vereinigten Königreich beschriebenen Variante identifiziert worden, hieß es weiter. Nach der Meldung aus Großbritannien werde dieser Fall weiter untersucht und geprüft, wer betroffen sei, wie es zu der Infektion gekommen sei und ob verwandte Fälle bekannt seien.


20.12.2020: Johnson: Neue Coronavirus-Variante ansteckender - schärfere Maßnahmen 

Die in Großbritannien entdeckte neue Variante des Coronavirus ist nach Angaben von Premierminister Boris Johnson nach ersten Erkenntnissen deutlich ansteckender als die bekannte Form. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe weniger effektiv seien, sagte Johnson am Samstag in London vor Journalisten. "Es gibt immer noch viel, das wir nicht wissen. Aber es gibt keine Beweise, dass die neue Variante mehr oder schwerere Krankheitsverläufe auslöst." Auch eine höhere Sterblichkeit sei durch die Virus-Variante VUI2020/12/01 bisher nicht festgestellt worden.

Wegen der Coronavirus-Mutation verschärfte die Regierung aber die Beschränkungen für London von diesem Sonntag an deutlich. "Wenn das Virus seine Angriffsmethode ändert, müssen wir unsere Verteidigungsmethode ändern", sagte Johnson. Das bisher dreistufige Corona-Warnsystem wurde nun auf vier erweitert - darunter fallen außer der Hauptstadt auch noch andere Regionen im Südosten.

Coronavirus-Mutation breitet sich schneller aus als bisherige Variante
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20.12.2020: Corona-Lockdown in London: Millionen Menschen müssen zu Hause bleiben

In London und anderen Gegenden in Südostengland gilt seit der Nacht zum Sonntag wieder ein harter Shutdown mit Ausgangssperren. Grund ist die rasche Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus. Insgesamt sind etwa 16,4 Millionen Menschen von den Verschärfungen betroffen, knapp ein Drittel der Bevölkerung von England. Sie dürfen auch über Weihnachten keine Mitglieder anderer Haushalte treffen. "Als Premierminister ist es meine Pflicht, schwierige Entscheidungen zu treffen und zu tun, was getan werden muss, um die Menschen in diesem Land zu schützen", betonte Regierungschef Boris Johnson am Samstagabend auf Twitter.

Er hatte noch vor kurzem Forderungen von Wissenschaftlern und der Opposition abgelehnt, härtere Maßnahmen über die Feiertage in Kraft zu setzen. Nun müssen Millionen Menschen doch alleine feiern. "Wir opfern die Möglichkeit, unsere Lieben dieses Weihnachten zu sehen, damit wir eine bessere Chance haben, ihr Leben zu schützen, damit wir sie an künftigen Weihnachten sehen können", sagte Johnson.


20.12.2020: Landkreis Oder-Spree ruft wegen Corona Großschadensereignis aus

Der Landkreis Oder-Spree hat wegen einer Zuspitzung der Corona-Lage ein Großschadensereignis festgestellt. Damit solle die notwendige Verlegung von Patienten mit Hilfe des Katastrophenschutzes koordiniert werden, teilte Landrat Rolf Lindemann am Sonntag mit. Er zeigte sich besorgt: "Die momentane Situation ist so zu beschreiben, dass Patienten aus Krankenhäusern in andere Krankenhäuser verlegt werden müssen, um eine dringende medizinische Notfallversorgung standortnah gewährleisten zu können."

Das könne der Rettungsdienst nicht mehr allein. Die Zahl der Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche lag im Kreis zuletzt bei 403, deutlich über dem Landesschnitt. Das Land Brandenburg und die Stadt Potsdam hatten bereits den Großschadensfall eines sogenannten Massenanfalls von Erkrankten ausgerufen.


20.12.2020: Party trotz Corona - Jugendliche verstecken sich in Abstellraum 

Wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln hat die Polizei bei Stuttgart eine Feier mit 18 Gästen aufgelöst. Einzelne Gäste der Party in Filderstadt versteckten sich vor den Beamten in einem Abstellraum, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Streifenpolizisten hatten am Samstagabend in einem Industriegebiet bemerkt, dass Licht, Musik und Stimmen aus einem Gebäude kamen. Die Beamten riefen Verstärkung, öffneten die Tür und durchsuchten das Gebäude. Die Partygäste im Alter zwischen 16 und 20 Jahren und auch der Gastgeber wurden nach draußen begleitet, wo die Minderjährigen auf ihre Eltern warten mussten. Laut Polizei müssen alle Beteiligten mit einem Bußgeld rechnen.


20.12.2020: Nächtliche Ausgangsbeschränkung im Kreis Bergstraße 

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen erlässt der Kreis Bergstraße von diesem Montag (21.12.) an eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für die Zeit zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr. Die Regelung gelte vorerst bis zum 18. Januar 2021, teilte die Verwaltung am Sonntag mit.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum sei nur bei «gewichtigen Gründen» erlaubt - etwa Beruf. Abweichend beginne die Beschränkung am 24. Dezember um Mitternacht und am 25. und 26. Dezember um 22.00 Uhr. "Um unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern, sollten diese Regeln unbedingt eingehalten werden", sagte Landrat Christian Engelhardt einer Mitteilung zufolge.


20.12.2020: Corona-Impfkampagne in Israel beginnt - Netanjahu als Erster geimpft 

Zum Auftakt der Corona-Impfkampagne in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sich als Erster impfen lassen. Der 71-Jährige bekam die Spritze am Samstagabend vor laufender Kamera im Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv. Danach war Gesundheitsminister Juli Edelstein an der Reihe. Am Sonntag soll auch Präsident Reuven Rivlin geimpft werden. Ziel ist es, die Bürger Israels zu ermutigen, sich auch gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Zuerst sollen medizinisches Personal und Risikogruppen den Impfschutz erhalten.

"Dies ist ein großer Tag für Israel", sagte Netanjahu vor seiner Impfung. «Ich glaube an diesen Impfstoff.» Das Ende der Pandemie sei in Sicht, Millionen Impfdosen würden nach Israel geliefert. Er appellierte an die Bürger Israels, seinem Beispiel zu folgen. In Israel sollen rund 60.000 Menschen am Tag geimpft werden.


20.12.2020: Schweizer Kantone schließen Skigebiete - Warnung vor "Virus-Pingpong"

Mehrere Schweizer Kantone schließen wegen der Corona-Infektionszahlen nun doch ihre Skigebiete. Auch andere Maßnahmen einzelner Kantone gehen teils deutlich über die Schutzmaßnahmen hinaus, die die Regierung in Bern am Freitag landesweit vorgegeben hatte. Ab nächsten Dienstag müssen Restaurants, Kinos, Museen und Sportclubs schließen, aber Geschäfte und die Skigebiete dürfen trotz Kritik aus dem Ausland offenbleiben.

Die Kantone Zürich, St. Gallen, Luzern, Schwyz, Nidwalden, Obwalden, Zug, Appenzell Innerrhoden und Uri kündigten an, ihre Skigebiete ab Dienstag geschlossen zu lassen. Die Corona-Lage lasse es nicht zu, dass diese den Betrieb weiterführten oder überhaupt erst aufnähmen, erklärte etwa der Luzerner Regierungsrat.

Offen bleiben Skigebiete dagegen zunächst in den Kantonen Bern und Wallis. Die Berner Regierung rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Sie kündigte an, die Skigebiete zu schließen, falls die Situation in den Krankenhäusern schlimmer werden sollte. Andere Kantone wie Graubünden wollten noch bis Montag entscheiden, ob sie die Skigebiete über Weihnachten öffnen.


20.12.2020: Vor Corona-Impfstart mehr Dosen für Deutschland sicher

Kurz vor dem geplanten Start von Impfungen gegen das Coronavirus sind mehr Dosen der aussichtsreichen Impfstoffe für Deutschland gesichert. Gesundheitsminister Jens Spahn erklärte am Samstag auf Twitter, es solle jedem, der 2021 geimpft werden wolle, auch so bald wie möglich ein Impfangebot gemacht werden. «Dazu haben wir schon mit den beiden in Zulassung befindlichen Impfstoffen ausreichend Dosen.» Für die zwei Präparate der Mainzer Firma Biontech und des US-Herstellers Moderna sind dem Ministerium zufolge nun insgesamt 136,3 Millionen Dosen sicher, die nahezu alle 2021 geliefert werden könnten. Mit je zwei nötigen Dosen ließen sich so rechnerisch 68,2 Millionen Bürger impfen - bei 83 Millionen Einwohnern in Deutschland.


20.12.2020: Hilferuf im Netz - Brandenburger Kliniken bitten um Unterstützung

Die beiden größten Krankenhäuser in Potsdam haben eindringlich um Unterstützung bei der Behandlung von Corona-Patienten gebeten. Oberbürgermeister Mike Schubert und die Chefs des Klinikums Ernst von Bergmann und des St. Josefs-Krankenhauses wandten sich an die Menschen in Brandenburg und Berlin: "Wir stehen aktuell vor einer der schwierigsten Situationen der vergangenen Jahrzehnte", heißt es in einem Aufruf im Internet, für den am Samstag die Stadt Potsdam warb. Gesucht würden Helferinnen und Helfer, Studierende der Medizin, ausgebildete Pflegekräfte, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten, "die sich mit uns gegen das Coronavirus stellen". "Jede helfende Hand wird gebraucht."

Potsdam hatte am Freitag den sogenannten Massenanfall von Erkrankten ausgerufen. Damit kann die Koordination besser gesteuert werden, es ist die letzte Stufe vor dem Katastrophenfall. Diesen Massenanfall von Erkrankten hatte das Land bereits ausgerufen. Potsdams Oberbürgermeister Schubert rechnet noch mit einer Verschlimmerung der Lage. "Die aktuelle Situation in den Krankenhäusern ist nur der Blick in den Rückspiegel. Wir haben jetzt so viele aktuelle Neuinfektionen, dass es tatsächlich sehr eng wird", sagte Schubert der «Märkischen Allgemeinen» (Samstag). Er schlug vor, dass Sanitätskräfte der Bundeswehr aus Berlin in Brandenburg helfen.


20.12.2020: Zahl der Covid-Intensivpatienten in Sachsen-Anhalt steigt 

In Sachsen-Anhalt steigt die Zahl der Patienten, die wegen einer Coronavirus-Infektion auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Am Samstag meldete das Sozialministerium 127 Fälle. Das sind 13 mehr als am Vortag und 47 mehr als am Samstag vor einer Woche. Binnen eines Monats hat sich die Zahl mehr als verdoppelt. Am 19. November betreuten die Kliniken im Land noch 50 Covid-Kranke intensivmedizinisch. Mediziner, Politiker und Experten warnen schon länger, dass die Kapazitäten wegen der Corona-Infektionslage knapp werden könnten.

Sachsen und Brandenburg meldeten bereits regionale Engpässe und wollen Patienten in benachbarte Bundesländer verlegen. In Sachsen-Anhalt sind derzeit laut zentralem Register noch rund 144 von 844 Intensivbetten frei. Die Zahl der Plätze schwankt je nachdem, wie viel Personal die Kliniken für die Betreuung zur Verfügung haben.

Von Freitag auf Samstag wurden in Sachsen-Anhalt acht neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, die Hälfte davon aus dem Kreis Stendal. 


20.12.2020: 22.771 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet 

Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.771 Neuinfektionen übermittelt. Das geht aus RKI-Angaben von Sonntagmorgen hervor. Den Höchstwert mit 33 777 gemeldeten Infektionen hatte es am Freitag gegeben, allerdings waren darin rund 3500 nachgemeldete Fälle vom Vortag enthalten. Am Sonntag vergangener Woche hatte die Zahl bei 20 200 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 409 neue Todesfälle. 

Der bisherige Höchstwert von 952 Toten war am Mittwoch erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 26 049. 


19.12.2020: Mehrere Kreise in Bayern haben keine freien Intensivbetten mehr

In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Intensivbetten knapp. Mehrere Landkreise meldeten am Samstag kein einziges freies Intensivbett mehr, wie aus dem deutschlandweiten DIVI-Register hervorgeht. Null freie Betten gab es in den Landkreisen Würzburg, Landshut, Regen, Aichach-Friedberg, Donau-Ries, Altötting und Fürstenfeldbruck. Viele andere Kommunen meldeten am Samstag nur noch ein bis zwei freie Intensivbetten.

"In der Gesamtbetrachtung stehen bayernweit noch ausreichend Allgemein- wie auch Intensivbetten-Kapazitäten zur Verfügung", betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml. Die Zahl der freien Intensivbetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit für besonders schwer erkrankte Corona-Patienten liegt nach Humls Worten aber nur noch bei rund 300 Betten.

"Vereinzelt ist die Situation - abhängig vom jeweiligen lokalen Infektionsgeschehen - dementsprechend bereits sehr ernst", sagte die Ministerin.

Wenn in einem Landkreis keine Betten mehr frei sind, bedeutet dies nicht, dass keine Behandlung mehr möglich wäre. Aber neue Intensivpatienten müssen zum Teil über weite Entfernungen in andere Krankenhäuser gebracht werden. Bayernweit waren laut Intensivregister am Samstag noch 13 Prozent der gut 3400 Intensivbetten frei. Abgesehen davon wurden Mitte der Woche knapp 3500 Corona-Patienten auf Allgemeinstationen behandelt.


19.12.2020: Wieder mehr Corona-Fälle in Hongkong - vierte Welle 

In Hongkong sind am Samstag 109 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Laut den Behörden gehen 102 davon auf örtliche Ansteckungen zurück. Sieben Fälle kamen von außen. Es handelt sich bereits um die vierte Welle in der chinesischen Sonderverwaltungsregion.

Hongkong hatte seine Grenzen seit dem ersten Corona-Ausbruch im Frühjahr weitgehend dichtgemacht. Das konsequente Vorgehen half dabei, das Virus unter Kontrolle zu bringen. Bisher wurden 8078 Infektionen bestätigt, 129 Menschen starben an oder mit dem Coronavirus. Die frühere britische Kronkolonie hat rund 7,5 Millionen Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland mit rund der elffachen Einwohnerzahl wurden seit Beginn der Pandemie laut Robert Koch Institut (RKI) rund 1,47 Millionen Covid-19-Fälle registriert.


19.12.2020: Mehr als 50.000 Corona-Tote in Russland

In Russland ist die Zahl der Corona-Toten nach offiziellen Angaben über die Marke von 50.000 gestiegen. Nach 585 neuen Todesfällen lag die Zahl am Samstag bei 50.347, wie Regierungsbehörden in Moskau mitteilten. Zudem habe es 28.209 Neuinfektionen gegeben.

Die Sterbezahlen des nationalen russischen Statistikamtes lagen nach Medienberichten allerdings deutlich über den Angaben der Regierung. Demnach weist die Regierung in ihren Zahlen weiter nur jene Fälle aus, in denen Covid-19 als Todesursache genannt wird.


19.12.2020: Überprüfung von Astrazeneca-Impfstoff dauert an 

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat noch nicht über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des schwedisch-britischen Pharmakonzerns Astrazeneca entschieden. Die Überprüfung sei noch nicht abgeschlossen, sagte eine MHRA-Sprecherin am Samstag. "Unser Verfahren zur Zulassung von Impfstoffen soll sicherstellen, dass jeder zugelassene Covid-19-Impfstoff die erwarteten hohen Standards in Bezug auf Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit erfüllt." Zuvor hatte die Zeitung "Daily Telegraph" berichtet, das Vakzin, das Astrazeneca gemeinsam mit der renommierten Universität Oxford entwickelt, solle am 28. oder 29. Dezember die Zulassung erhalten.

Anders als die Impfstoffe der Mainzer Firma Biontech und des Pharmakonzerns Pfizer sowie der US-Firma Moderna gehört das britisch-schwedische Präparat nicht zu den sogenannten mRNA-Impfstoffen. Die Europäische Union hat bereits Hunderte Millionen Dosen bei Astrazeneca bestellt. Insgesamt wurden weltweit schon Milliarden Dosen dort in Auftrag gegeben.


19.12.2020: Dritte Welle im Januar Gefahr für Corona-Impfung in Italien

Vor den ersten Impfungen gegen Corona in Italien hat ein Experte vor Gefahren für den Impfplan gewarnt, sollte im Januar eine dritte Corona-Welle hereinbrechen. "Es wäre kompliziert die größte assenimpfkampagne aller Zeiten in einer laufenden dritten Welle zu initiieren", sagte der von der Regierung bestellte Kommissar für den Corona-Notstand, Domenico Arcuri, im Interview mit der Zeitung "La Repubblica" (Samstag).

Wenn Menschen nicht mobil sein können, wäre die Organisation der Impfungen Arcuri zufolge erschwert. Die zuletzt verschärften Corona-Beschränkungen der Regierung seien aber notwendig, erklärte er weiter. Die Ansteckungszahlen hätten sich zwar seit November sichtbar verlangsamt, aber der Kurvenverlauf sei noch nicht abgeflacht.

Für den Impftag am 27. Dezember sollen etwa 10 000 Corona-Impfdosen eintreffen. Kurz darauf sollen rund 1,8 Millionen Dosen zur Verfügung stehen. Eine Impfpflicht ist nicht vorgesehen, wie Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte am Freitagabend bestätigte.


19.12.2020: Schweiz genehmigt Biontech-Impfstoff - "erste ordentliche Zulassung"

Die Schweiz hat dem vom Mainzer Unternehmen Biontech und dessen US-Partner Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff eine Zulassung erteilt. Dabei handele es sich um die weltweit erste Zulassung in einem ordentlichen Verfahren statt einer Notfallzulassung, teilte die Zulassungsbehörde Swissmedic am Samstag in Bern mit. Der Impfstoff sei seit Mitte Oktober bei laufend eingereichten Unterlagen begutachtet worden.

"Die bis jetzt vorliegenden Daten zeigten in allen untersuchten Altersgruppen eine vergleichbare, hohe Wirksamkeit und erfüllten die Anforderungen an die Sicherheit", erklärte die Behörde. Die häufigsten dokumentierten Nebenwirkungen seien vergleichbar mit denen einer Grippeimpfung. "Nach der minutiösen Prüfung der verfügbaren Informationen kommt Swissmedic zum Schluss, dass der Covid-19-Impfstoff von Pfizer/Biontech sicher ist."


19.12.2020: Drei sächsische Landkreise mit bundesweit höchster Inzidenz 

Drei sächsische Landkreise haben laut Robert Koch-Institut die bundesweit höchsten Corona-Inzidenzen. An der Spitze lag am Samstag der Landkreis Bautzen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 674,9. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche an. Danach folgten der Landkreis Görlitz mit 623,2 und der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 615,3. Der Kreis Bautzen selbst hatte am Freitag schon eine Inzidenz von 711 gemeldet. Die Werte unterscheiden sich wegen unterschiedlicher Zeitpunkte für die Aktualisierung der Statistiken.

Sachsen ist schon seit Wochen das Bundesland mit den höchsten Corona-Infektionsraten. Laut Robert Koch-Institut kletterte die Inzidenz auch von Freitag auf Samstag weiter auf jetzt 432,2. Das ist mehr als doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt von 189,6.


19.12.2020: Corona-Impfstoff von Moderna erhält Notfallzulassung in den USA

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Corona-Impfstoff des Pharma-Unternehmens Moderna eine Notfallzulassung erteilt. Das teilte die FDA am Freitag (Ortszeit) mit. Schon am Montag könnte mit dem Einsatz des Präparats begonnen werden, hatten Regierungsbeamte bereits in den vorangegangenen Tagen erklärt. Sie rechneten damit, dass nach der Zulassung sofort knapp sechs Millionen Impfdosen im Land verteilt werden könnten. Noch vor Jahresende könnten in den USA laut Unternehmensangaben 20 Millionen Einheiten verfügbar sein. Für den vollen Immunschutz sind zwei davon pro geimpfter Person im Abstand von 28 Tagen nötig.

Ein Beratergremium hatte am Donnerstag der FDA grünes Licht für die Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns gegeben. Auf Basis der bisher verfügbaren Informationen seien die Vorteile des Präparats im Einsatz bei Menschen ab 18 Jahren größer als die Risiken, erklärten 20 Fachleute bei einem per Video-Schalte abgehaltenen Treffen. Es gab eine Enthaltung. In der EU soll am 6. Januar über einen Einsatz entschieden werden. 

"Gratulation, der Moderna-Impfstoff ist jetzt verfügbar", twitterte US-Präsident Donald Trump wenige Minuten nach der Erklärung der FDA. Experten hatten allerdings immer wieder erklärt, dass zunächst besonders Schutzbedürftige die Impfung bekommen und es noch Monate dauern könnte, bis genug Mittel für die breite Bevölkerung bereitstehen. 


19.12.2020: Pflegekräfte fallen besonders häufig wegen Covid-19 aus

Nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerk Deutschland sind Pflegekräfte in den vergangenen Monaten im Verhältnis zu anderen Berufsgruppen besonders häufig aufgrund von Covid-19 ausgefallen. Die Zeitung bezieht sich in dem Bericht (Samstag) auf Zahlen der Krankenkasse Barmer. Demnach waren seit Beginn der Pandemie bis Mitte November 2,5 Prozent aller bei der Barmer versicherten Pflegekräfte wegen Covid-19 krankgeschrieben.

In absoluten Zahlen seien das 6600 Pflegerinnen und Pfleger. Bei allen Berufsgruppen liege der Anteil der Covid-19-Kranken insgesamt bei nur 1,6 Prozent. "Die Corona-Pandemie spitzt sich immer weiter dramatisch zu. Wir können es uns also nicht leisten, dass so viele Pflegekräfte an Corona erkranken und ausfallen", sagte die leitende Medizinerin der Barmer, Ursula Marschall, dem RND.


19.12.2020: MV schickt Reiserückkehrer aus Corona-Hotspots in Quarantäne 

In Mecklenburg-Vorpommern müssen Reiserückkehrer aus deutschen Corona-Hochrisikogebieten in eine Zwangsquarantäne. Ausgenommen sind nur Personen, die in anderen Bundesländern engst Familienangehörige besucht haben. Wer indes bei entfernten Verwandte oder Freunden war, muss für zehn Tage in Isolation, die nur durch zwei negative Tests auf fünf Tage verkürzt werden kann. Das beschloss die Landesregierung am Freitag in einer weiteren Corona-Sondersitzung.

Mit dieser von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig befürworteten, dem Vernehmen nach aber auch in der SPD/CDU-Koalition umstrittenen Vorschrift soll einer verstärkten Einschleppung des Coronavirus vorgebeugt werden. Als Hochrisikogebiete gelten der Regelung zufolge Regionen mit mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.


19.12.2020: Schwedens Regierung empfiehlt erstmals Mundschutz 

Weil die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter steigt, hat die schwedische Regierung am Freitag strengere Regeln angekündigt. In den Restaurants dürfen ab Heiligabend nur maximal vier Personen an einem Tisch sitzen und nach 20 Uhr darf kein Alkohol ausgeschenkt werden.

Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie forderte Ministerpräsident Stefan Löfven die Schweden auf, in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mundschutz zu tragen. Das Nichtbefolgen werde aber nicht unter Strafe gestellt. Johan Carlson von der Gesundheitsbehörde warnte: "Ein Mundschutz sollte niemals als Ersatz oder Alternative zur Distanzierung angesehen werden."

Einkaufszentren, Geschäfte und Fitness-Studios sind aufgerufen, die Anzahl der Kunden zu begrenzen, um Gedränge zu vermeiden. Museen, Bibliotheken, Schwimmbäder und andere nicht notwendige öffentliche Behörden bleiben bis zum 24. Januar geschlossen. Löfven forderte die Schweden auf, ihre sozialen Kontakte zu begrenzen und möglichst von zu Hause aus zu arbeiten.  


19.12.2020: Indien: Mehr als zehn Millionen Corona-Infizierte

Als weltweit zweites Land nach den USA hat Indien die Grenze von zehn Millionen Coronavirus-Infizierten überschritten. Das geht aus den am Samstag vom indischen Gesundheitsministerium veröffentlichten Daten hervor. Allerdings scheint sich der Anstieg sowohl bei der Zahl der Infizierten als auch bei der der Todesopfer zu verlangsamen. Seit Freitag wurden den Angaben zufolge 27.022 neue Infektionen registriert - die Gesamtzahl stieg damit auf 10.004.893. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 338 auf 144.789.

Seit dem 14. Dezember wurde die Schwelle von 30 000 Neuinfektionen pro Tag immer unterschritten, seit dem 12. Dezember wurden täglich weniger als 400 Opfer gemeldet. Allerdings warnten hochrangige Beamte, eine anhaltende Verbesserung sei nicht selbstverständlich, da ein überwältigender Teil der rund 1,3 Milliarden Einwohner noch anfällig für das Virus sei. "Die Dinge können sich schnell ändern und eskalieren", sagte Indiens Covid-19-Task-Force-Chef Vinod Kumar Paul und nannte als Beispiel die aktuelle Situation in einigen europäischen Ländern.

Derzeit trifft die indische Regierung Vorbereitungen für die Impfung von etwa 300 Millionen Menschen, die im Januar beginnen soll. Drei Impfstoffkandidaten haben bei der indischen Arzneimittelbehörde eine Notfallgenehmigung beantragt. Eine Entscheidung über einen oder mehrere Kandidaten wird laut Regierungsvertretern in den kommenden Wochen erwartet.


19.12.2020: Paul-Ehrlich-Institut: Prüfungen am Corona-Impfstoff begonnen

Das Paul-Ehrlich-Institut hat mit der Prüfung des Corona-Impfstoffs begonnen. Das Institut habe inzwischen erste Prüfmuster erhalten und mit Untersuchungen begonnen, teilte eine Sprecherin am Freitagabend mit. Das Paul-Ehrlich-Institut ist in Deutschland für die Prüfung von Impfstoffen zuständig, nachdem sie von der EU-Kommission zugelassen wurden. Bei den Lieferchargen wird nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn geprüft, ob die Impfdosen der Zulassung entsprechen. Nach dieser Prüfung werde der Bund das Serum an die Länder verteilen. Diese verteilten es auf die mehr als 400 Impfzentren und organisierten mit den Kommunen die Impfungen vor Ort.

An diesem Montag gibt die europäische Arzneimittelagentur EMA ihre Beurteilung über den Biontech/Pfizer-Impfstoff ab, um den es anfangs nur geht. Spahn erwartet nach eigenen Worten, dass die EU-Kommission das Serum am Dienstag zulässt. Ab dem 27. Dezember - und nachdem das Paul-Ehrlich-Institut die Chargen geprüft hat - soll dann in Deutschland geimpft werden.


19.12.2020: Auslastung zu hoch: Uniklinik Heidelberg verlegt Covid-19-Patienten

Wegen zu hoher Auslastung hat das Uniklinikum Heidelberg vier Covid-19-Patienten an Krankenhäuser in Stuttgart und Ulm verlegen lassen. Zwei Patienten sind in das Katharinenhospital in Stuttgart gebracht worden, jeweils ein Patient wurde ins Uniklinikum und ins Bundeswehrkrankenhaus in Ulm verlegt, wie eine Sprecherin der Uniklinik Heidelberg am Freitag mitteilte. Die Verlegung sei vorsorglich erfolgt, um auch weiterhin Intensivbetten der höchsten Versorgungsstufe, nicht nur für Covid-19-Patienten, anbieten zu können.

Für den Verlegung wurde ein Großraum-Intensivtransportwagen eingesetzt, da die Wetterlage den Transport per Hubschrauber nicht zuließ. Die Verlegung erfolgte im Rahmen des Clusterkonzepts der Krankenhäuser in Baden-Württemberg. Das Land ist dabei in sechs Regionen unterteilt. Die Krankenhäuser stimmen sich über eine Leitstelle untereinander ab, um so eine ausgewogene Verteilung von Intensivpatienten zu ermöglichen.

Die Uniklinik Heidelberg behandelt derzeit 102 Covid-19-Patienten, wovon 46 auf der Intensivstation liegen und 44 beatmet werden müssen. Die derzeitige Situation sei angespannt und die Belastung für die Mitarbeiter sehr hoch, heißt es vom Klinikum. Das Haus rechnet mit einem weiteren Anstieg der Patienten. Eine Sprecherin der Klinik appellierte deshalb an die Bürger, den Lockdown zu akzeptieren und sich an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten.


19.12.2020: 31.300 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 31 300 Neuinfektionen binnen eines Tages übermittelt. Das geht aus RKI-Angaben von Samstagmorgen hervor. Am Freitag hatte es mit 33.777 gemeldeten Infektionen einen Höchstwert gegeben, allerdings waren darin rund 3500 nachgemeldete Fälle vom Vortag enthalten. Am Samstag vergangener Woche hatte die Zahl bei 28 438 gelegen. 

Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 702 neue Todesfälle. Der bisherige Höchstwert von 952 Toten war am Mittwoch erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 25.640. 

Insgesamt zählt das Robert Koch-Institut seit Beginn der Pandemie 1.471.238 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 19.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.085.500 Menschen inzwischen genesen. Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) gab das RKI am Samstag mit 189,6 an. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,05 (Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 105 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


18.12.2020: Regierung: Deutschland in schwierigster Phase der Pandemie

Deutschland ist nach Einschätzung der Bundesregierung momentan in der bisher schwierigsten Phase der Corona-Krise. "Wir haben jetzt eine Situation, die so schwierig ist, wie sie in dieser Pandemie in diesem Land noch nicht war", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Deswegen würden sehr schwere und einschränkende Maßnahmen ergriffen, die in alle Lebensbereiche hinein strahlten. 

Seibert sprach mit Blick auf die bevorstehenden Impfungen von "Licht am Ende des Tunnels". Er verwies aber darauf, dass in den ersten Monaten mit den Impfungen zunächst noch keine große Bevölkerungszahl erreicht werde. Impfdosen in ausreichendem Umfang stehen erst nach und nach zur Verfügung. "Realistisch müssen wir uns darauf einrichten, dass sicherlich die Monate Januar und Februar noch zu den schwersten gehören, die wir in dieser Pandemie haben." Seibert fügte später hinzu: "Trotzdem habe wir auch genügend Gründe zur Hoffnung, dass 2021 uns Schritt für Schritt Verbesserungen bringen wird."


18.12.2020: Feuerwerksverbot in Niedersachsen vorläufig außer Kraft gesetzt 

Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat das Feuerwerksverbot in der niedersächsischen Corona-Verordnung vorläufig außer Kraft gesetzt. Ein derart umfassendes Feuerwerksverbot sei als Infektionsschutzmaßnahme nicht notwendig, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des Gerichts.


18.12.2020: Kanarische Inseln werden wieder zum Corona-Risikogebiet

Die Bundesregierung stuft die bei deutschen Urlaubern beliebten Kanarischen Inseln wieder als Corona-Risikogebiet ein. Das Robert Koch-Institut teilte am Freitag auf seiner Internetseite mit, dass damit ab Sonntag wieder ganz Spanien auf der Risikoliste steht.


18.12.2020: Kommission: Über 80-Jährige und Pflegeheimbewohner zuerst impfen

Beim Start der Corona-Impfungen sollen Ältere über 80 Jahre und Pflegeheimbewohner zuerst zum Zuge kommen können. Das sieht die am Donnerstag veröffentlichte Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut (RKI) vor, die eine generelle Leitschnur sein soll. Mit in der ersten Stufe geimpft werden sollte medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko etwa in Notaufnahmen oder der Behandlung von Corona-Patienten sowie Personal in der Altenpflege. Angesichts anfangs nur begrenzter Mengen an Impfdosen sollten diese genutzt werden, um die Zahl schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle möglichst schnell zu reduzieren.

Der alles entscheidende Risikofaktor für eine schwere Erkrankung sei hohes Alter, erläuterte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens. Gerade in Alten- und Pflegeheimen würden viele Ausbrüche und Todesfälle beobachtet. Zielgerichtete Impfungen von Menschen über 80 und von Heimbewohnern könnten daher auch die meisten Krankenhauseinweisungen verhindern, was Kliniken spürbar entlaste. Insgesamt entspricht die erste Impf-Prioritätsstufe rund 8,6 Millionen Menschen.

Auf Basis der Empfehlung will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an diesem Freitag eine Impf-Verordnung unterzeichnen, die die Grundlage für voraussichtlich am 27. Dezember beginnende Impfungen schafft. In der ersten Phase sollen sie über bis zu 442 regionale Impfzentren in den Ländern laufen. Dort sollen auch mobile Impfteams angedockt werden, die in Pflegeheime und Kliniken gehen. Erst später sollen Impfungen dann auch über normale Arztpraxen möglich sein.

Laut Stiko-Empfehlung sollen nach der ersten Stufe weitere Gruppen mit höheren Risiken vorrangig geimpft werden können. Zur Stufe 2 mit 7 Millionen Menschen gehören demnach Ältere zwischen 75 und 79 Jahren, Menschen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung in Einrichtungen und dort tätiges Personal sowie Menschen mit Down-Syndrom. Folgen sollen rund 5,7 Millionen Menschen in Stufe 3, darunter 70- bis 74-Jährige, Menschen nach Organtransplantationen, Bewohner und Personal in Gemeinschaftsunterkünften etwa für Kinder und Jugendliche, Asylsuchende, Obdachlose oder Frauenhäuser, sowie enge Kontaktpersonen von Schwangeren und Pflegebedürftigen. 

Zu Stufe 4 gehören demnach 6,9 Millionen Menschen, darunter Ältere zwischen 65 und 69 Jahre und etwa auch Lehrkräfte, Erzieherinnen sowie Menschen mit prekären Arbeits- und Lebensbedingungen - zum Beispiel Inhaftierte, Saisonarbeiter, Beschäftigte in Verteilzentren oder der fleischverarbeitenden Industrie. Stufe 5 entspricht rund 8,4 Millionen Menschen, darunter 60- bis 64-Jährige, Personal in Schlüsselpositionen der Landes- und Bundesregierungen sowie Mitarbeiter im Einzelhandel und der "kritischen Infrastruktur" wie Polizei, Feuerwehr und Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV). 


18.12.2020: Erstmals über 30.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet

Erstmals sind in Deutschland mehr als 30.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 33.777 Infektionen gemeldet, wie das RKI am Freitagmorgen mitteilte. In der Zahl sind 3500 Nachmeldungen aus Baden-Württemberg enthalten, die am Vortag aus technischen Gründen nicht übermittelt worden waren. Abzüglich der Nachmeldungen wurden somit 30.277 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Todesfälle erreichte mit 813 den zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

Am vergangenen Freitag (11.12.) war mit 29.875 der bisherige Höchststand an Neuinfektionen erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle lag bei 598. Der Höchstwert von 952 Todesfällen war am Mittwoch verzeichnet worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Freitag auf 24.938.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende Sieben-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - stieg am Freitag an und erreichte mit 184,8 einen Höchststand. Am Donnerstag hatte der Wert bei 179,2 gelegen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.439.938 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 18.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.069.400 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,97 (Vortag 0,98). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Das RKI weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der Wert aufgrund noch ausstehender Datenübermittlungen nur eingeschränkt verwertbar ist.


17.12.2020: Weihnachten in NRW mit Freunden oder Familie möglich

In der Kernweihnachtszeit vom 24. bis 26.12. dürfen NRW-Bürger sich entweder mit Freunden eines anderen Hausstandes treffen oder mit ihrem engeren Familienkreis unabhängig von der Zahl der Haushalte. Sie dürfen aber beide Optionen nicht vermischen und müssen auf jeden Fall die Höchstgrenze von fünf Personen einschließlich der Einladenden einhalten. Kinder bis zu 14 Jahre einschließlich werden dabei nicht mitgezählt. Diese Regelungen der Coronaschutzverordnung hat das NRW-Gesundheitsministerium am Donnerstag noch einmal erläutert.

Zuvor hatte es Unklarheiten zur Umsetzung etwa für Alleinlebende gegeben. Sie haben - genauso wie Familien -  die Möglichkeit, Freunde oder Nachbarn eines Haushaltes zum Feiern einzuladen. Wer im Familienkreis feiern will, darf Ehe- und Lebenspartner, Geschwister und Geschwisterkinder sowie deren Haushaltsangehörige einladen. Wenn Partner von Kindern von diesen getrennt in einer eigenen Wohnung leben - also keine Haushaltsangehörige sind - dürfen sie nicht dazukommen.


17.12.2020: Macron positiv auf Coronavirus getestet - Merkel nicht infiziert

Nach dem positiven Corona-Test bei Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Bundesregierung für Kanzlerin Angela Merkel Entwarnung gegeben. Macron und Merkel hatten sich am Donnerstag/Freitag vergangener Woche beim EU-Gipfel in Brüssel getroffen. Die Bundeskanzlerin habe wie immer nach einem Europäischen Rat mit einigen Tagen Abstand einen PCR-Test gemacht. "Dessen Ergebnis ist negativ", teilte ein Regierungssprecher mit. Beim Rat habe Merkel die Infektionsschutz-Regeln durchgängig eingehalten beziehungsweise eine FFP2-Maske getragen.

Merkel übermittelte Macron ihre besten Wünsche für eine baldige vollständige Genesung. Der Staatspräsident hatte nach Angaben des Élyséepalastes vom Donnerstag erste Symptome einer Infektion gezeigt und wurde daraufhin getestet. Macron wird sich demnach entsprechend der geltenden Vorschriften für sieben Tage isolieren. Er werde seine Arbeit von zuhause aus fortführen, hieß es.


17.12.2020: 4856 Corona-Kranke liegen auf deutschen Intensivstationen

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Deutschland geht weiter nach oben. Inzwischen werden dort 4856 Menschen nach Corona-Infektionen behandelt - 20 mehr als am Vortag, wie aus dem Tagesreport der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Donnerstag hervorgeht. 57 Prozent von ihnen werden demnach invasiv beatmet. Vor einer Woche hatte die Zahl der Covid-19-Fälle, die auf Intensivstationen behandelt werden, noch bei 4339 gelegen, am 1. Dezember bei 3921. Die Zahl freier Intensivbetten für Erwachsene wird im Divi-Tagesreport mit 3722 beziffert. Als 7-Tage-Notfallreserve werden knapp 10.800 Betten für Erwachsene angegeben.

Am Mittwoch hatte die DIVI und die Fachgruppe Intensivmedizin, Infektiologie und Notfallmedizin beim Robert Koch-Institut (RKI) erklärt, dass man derzeit nicht an dem Punkt stehe, Priorisierungen von Patienten vornehmen zu müssen. Auch für den Fall einer möglichen regionalen Überlastung von Kliniken sei bereits seit einiger Zeit geregelt, dass Patienten innerhalb Deutschlands verlegt werden können.


17.12.2020: Macron positiv auf Coronavirus getestet

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Élyséepalast am Donnerstag mitteilte, hatte er zuvor erste Symptome gezeigt. Macron wird sich demnach entsprechend der geltenden Vorschriften für sieben Tage isolieren. Er werde seine Arbeit von zuhause aus fortführen.


17.12.2020: Kassenärzte-Chef rechnet mit Scheitern des harten Lockdowns 

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, rechnet mit einem Scheitern des seit Mittwoch geltenden Lockdowns. "Ich gehe nicht davon aus, dass wir bis zum 10. Januar eine relevante Absenkung der Infektionsraten und schon gar nicht der Todesfälle erreichen werden", sagte Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag). Daran werde auch eine Verlängerung des Lockdowns nichts ändern. "Ein Lockdown, egal wie hart, ist keine geeignete langfristige Strategie in der Pandemiebekämpfung."

Stattdessen sollte mehr für den Schutz der Risikogruppen in den Alten- und Pflegeheimen getan werden. Außerdem müssten Menschenströme entzerrt werden, beispielsweise durch den Einsatz von mehr Bussen und Bahnen, sowie subventionierten Taxifahrten für Risikogruppen, forderte Gassen.


17.12.2020: Erste Corona-Impfungen womöglich am 27. Dezember

In Deutschland könnten am 27. Dezember die ersten Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Bundesländer stellen sich auf dieses Datum ein, wie die zuständige Berliner Senatsverwaltung als Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz am Mittwochabend mitteilte. Dies sei Ergebnis einer Schaltkonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), hieß es auch aus Regierungskreisen. Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder erklärte, begonnen werden solle damit insbesondere in Pflegeheimen.

Die Bundesregierung setzt auf eine europäische Zulassung für den ersten Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer noch kurz vor Weihnachten. Wie aus Teilnehmerkreisen der Bund-Länder-Beratungen verlautete, wird als Voraussetzung für einen Start am 27. Dezember eine Zulassung durch die EU-Kommission am 23. Dezember angenommen. Die konkreten Impfstoff-Chargen müssen auch noch vom Paul-Ehrlich-Institut des Bundes geprüft werden.


17.12.2020: 698 neue Corona-Todesfälle und 26.923 Neuinfektionen gemeldet

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut (RKI) 698 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie. 

Außerdem wurden 26.923 Neuinfektionen verzeichnet. Das sind mehr als am vergangenen Donnerstag (10.12.). Damals waren 23.679 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle lag bei 440.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Donnerstag auf 24.125. 

Die zur Lagebeurteilung entscheidende Sieben-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - sank bis Donnerstag leicht auf 179,2. Am Mittwoch hatte der Wert mit 179,8 einen Höchststand erreicht. 

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.406.161 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 17.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.047.600 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 0,98. Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 98 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Erst wenn er für längere Zeit unter 1 liegt, flaut dieses ab.


16.12.2020: Über 900 Corona-Tote binnen 24 Stunden

Die Zahl der verzeichneten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus ist sprunghaft gestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 952 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Außerdem sind 27.728 Neuinfektionen verzeichnet worden.

Allerdings waren in den Daten von Dienstag keine Zahlen aus Sachsen enthalten gewesen, weswegen in den neuen Zahlen auch Nachmeldungen enthalten sein könnten, wie es hieß. Vergangenen Mittwoch (9.12.) waren 20.815 Neuinfektionen und 590 Todesfälle gemeldet worden. Die bisherigen Höchstwerte von 29.875 gemeldeten Fällen und 598 Toten waren am Freitag erreicht worden. 

Die zur Lagebeurteilung entscheidende 7-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - erreichte mit 179,8 ebenfalls einen neuen Höchststand. Am Dienstag lag dieser Wert bei 173,7. Die fehlenden Daten aus Sachsen beeinflussten den Wert nur geringfügig, hieß es vom RKI.


16.12.2020: Kostenlose Corona-Schnelltests in Tschechien

Die Menschen in Tschechien können sich vor Weihnachten kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das landesweite Schnelltest-Programm mit Hunderten Abnahmestellen begann am Mittwoch. Für den ersten Tag hatten sich mehr als 17 000 Personen angemeldet.

An manchen Stellen gab es Warteschlangen, andernorts noch freie Kapazitäten. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Kosten trägt die Krankenversicherung. Die verwendeten Antigen-Schnelltests liefern innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis, gelten aber als weniger genau als sogenannte PCR-Labortests. Das Programm läuft über den Jahreswechsel hinaus bis zum 15. Januar.


16.12.2020: 75% der Deutschen finden Lockdown richtig

Fast drei Viertel der Deutschen finden den seit Mittwoch geltenden harten Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie richtig. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur unterstützten 73 Prozent die weitgehende Schließung von Geschäften, Schulen und Kitas. Nur 20 Prozent lehnen die Maßnahmen ab, sieben Prozent machten keine Angaben.

Selbst von den Wählern der AfD, die Corona-Beschränkungen besonders kritisch sieht, ist eine knappe Mehrheit von 51 Prozent für den harten Lockdown, nur 43 Prozent sind dagegen. Am größten ist die Unterstützung für die drastischen Maßnahmen unter den Wählern der Grünen (90 Prozent) von den Anhängern der CDU/CSU (86 Prozent), der SPD (85 Prozent), der Linken (72 Prozent) und der FDP (71 Prozent).

Mit den nun geltenden harten Einschränkungen wollen Bund und Länder erreichen, dass die starke Welle der Neuansteckungen gebrochen wird.
Ziel ist es, die Zahl der innerhalb einer Woche auftretenden Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner von jetzt 180 auf maximal 50 zu bringen, um die Kontaktnachverfolgung wieder möglich zu machen. Damit soll auch verhindert werden, dass die Kliniken überlastet werden, insbesondere die Intensivstationen.


16.12.2020: Spahn erwartet Normalisierung im Sommer

Angesichts des bald erwarteten Impfstarts gegen das Coronavirus in Deutschland rechnet Gesundheitsminister Jens Spahn mit einer Normalisierung der Lage in einigen Monaten. "Ab dem Sommer können wir Zug um Zug in die Normalität zurückkehren", sagte der CDU-Politiker dem Sender RTL/ntv am Mittwoch. Dann gebe es genug Impfstoff für alle, die sich impfen lassen wollen. "So lange werden wir weiterhin aufeinander aufpassen und damit auch intensivste und schwerste Verläufe reduzieren müssen", betonte Spahn.

Auch Hygienemaßnahmen seien bis dahin weiter nötig. "Wir werden bis weit ins nächste Jahr hinein weiterhin auch diese Regeln brauchen." Spahn zufolge müssten sich 55 bis 65 Prozent der Bevölkerung impfen lassen, um die Ausbreitung des Virus zum Erliegen zu bringen. Lokale Ausbrüche seien zwar, wie bei anderen Viren auch, noch möglich, aber nicht mehr eine solche Infektionsdynamik. Er bezeichnete die Impfung als ein "Gebot der Vernunft".


16.12.2020: Harter Lockdown hat begonnen

In Deutschland hat der harte Lockdown begonnen. Im Kampf gegen das Coronavirus wird das öffentliche Leben zum zweiten Mal in diesem Jahr heruntergefahren. Abgesehen von Lebensmittelläden und anderen Geschäften für den täglichen Bedarf ist der Einzelhandel nun vorerst bis zum 10. Januar geschlossen, auch Schulen und Kitas bleiben weitgehend zu. Mitten in der Krise gibt es aber einen Lichtblick: Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) könnte es auch in Deutschland nächste Woche mit den Impfungen losgehen.

Spahn bezeichnete es als sehr gutes Signal, dass nach heutigem Stand noch vor Heiligabend der erste Impfstoff in der EU zugelassen werden dürfte. Danach könne man innerhalb von zwei bis vier Tagen mit dem Impfen beginnen, sagte er am Dienstagabend in den ARD-"Tagesthemen".

In Deutschland seien die Impfzentren und Impfstrukturen nun einsatzbereit. In einem ersten Schritt könnten nach der Zulassung "um die 400 000 Dosen ausgeliefert werden". Pro Person werden zwei Dosen benötigt. Geimpfte sollen laut Spahn die Möglichkeit bekommen, Wirkungen und Nebenwirkungen per App zu melden.


15.12.2020: Corona-Warn-App kommt auch für ältere iPhone-Modelle 5s und 6 

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird künftig auch auf den älteren iPhone-Modellen 5s und 6 laufen können. Darauf hat das Robert Koch-Institut am Dienstag in Berlin hingewiesen. Apple stelle die notwendige technische Schnittstelle, das sogenannte Exposure Notification Framework, nun auch für die Betriebssystem-Version iOS 12.5 bereit. Auf den neuen iPhone-Modellen ist die Betriebssystemsversion iOS 14.2.1 aktuell. Es werde allerdings noch eine Zeit lang dauern, bis eine angepasste Version der Corona-Warn-App des Bundes für die älteren Modelle vorliege, da der Code erst angepasst werden müsse, teilte das RKI weiter mit.

Apple kommt damit Forderung nach, die spezielle Bluetooth-Schnittstelle so zu verändern, dass noch mehr iPhone-Modelle als bislang die Corona-Tracing-App laufen lassen können. "Wir freuen uns, dass Apple sein Exposure Notification Framework nun auch für die Betriebssystem-Version iOS 12.5 bereitstellt", erklärte das RKI.


15.12.2020: Entscheidung über Impfstoff-Zulassung am 21.12

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will am 21. Dezember ihr Gutachten über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Unternehmen Biontech und Pfizer vorlegen - acht Tage früher als zuletzt geplant. Das teilte die Behörde am Dienstag in Amsterdam mit.

Die Zustimmung der EU-Kommission gilt als sicher. Der Impfstoff könnte so noch vor Weihnachten für die EU zugelassen sein.


15.12.2020: Keine Ausnahme der Ausgangsbeschränkung für Kirchgänger in Bayern

Für Kirchgänger wird es auch über Weihnachten keine Ausnahmen von den verschärften Ausgangsbeschränkungen geben. "Es wird keine Sonderregelung geben für Familien und auch nicht für Kirchen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag.

Söder betonte, dass der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bereits sein Verständnis dafür angekündigt habe. Zugleich verwies Söder darauf, dass in Rom sogar der Papst angekündigt habe, seine Christmesse wegen der Corona-Regeln nach vorne verlegt habe.

Am Montag hatte sich Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach der Sitzung des Kabinetts noch deutlich vorsichtiger geäußert: Es wäre gut, wenn die Gottesdienste so geplant würden, "dass die Menschen um 21.00 Uhr wieder zu Hause sein könnten", sagte er.

In der Praxis bedeutet dies nun, dass etwa Christmetten deutlich vorverlegt werden müssen, da sie traditionell meist erst um Mitternacht, in vielen Pfarrgemeinden aber auch schon um 22.00 oder 23.00 Uhr beginnen.


15.12.2020: Über 14.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Todesfälle und der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14 432 neue Fälle und 500 Todesfälle binnen eines Tages übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Am Dienstag der Vorwoche waren 14 054 Neuinfektionen und 423 Todesfälle gemeldet worden. Die Höchststände von 29 875 gemeldeten Fällen und 598 Toten waren am Freitag erreicht worden. Die 500 Todesfälle vom Dienstag bedeuten den dritthöchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 22 475.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende 7-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - ging leicht zurück. Sie lag am Montag bei einem Höchststand von 176,4. Am Dienstag ging dieser Wert zurück auf 173,7. 


15.12.2020: Italien plant strengere Corona-Regeln für Weihnachten

Italien plant Regierungschef Giuseppe Conte zufolge strengere Corona-Regeln für Weihnachten. "Wir haben schon einen Plan vorbereitet, der sich speziell an die Weihnachtsfeierlichkeiten richtet", sagte der Anführer der Mitte-Links-Regierung im Interview mit der Zeitung "La Stampa" (Dienstagsausgabe). Jetzt seinen weitere restriktive Maßnahmen notwendig. Eine dritte Welle müsse um jeden Preis verhindert werden, weil sie verheerend sein könnte, auch in Bezug auf den Verlust von Menschenleben, erklärte der parteilose Anwalt weiter.

Anfang Dezember hatte die Regierung in Rom für das Land mit rund 60 Millionen Einwohnern bereits schärfere Regeln für die Zeit um Weihnachten und Neujahr vereinbart, wie zum Beispiel eine verlängerte Ausgangssperre für die Nacht von Silvester zu Neujahr. Die Regeln sollen vom 21. Dezember an bis 6. Januar gelten. Auch das Reisen innerhalb Italiens wurde stark reglementiert. 


15.12.2020: Laschet mahnt zur Geduld bei Impfstoff-Zulassung

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich bei der Zulassung der Corona-Impfstoffe in Deutschland gegen überstürzte Eile ausgesprochen. Auch wenn die USA und Großbritannien die Impfstoffe "ein paar Tage schneller" hätten, sei er gegen "künstliche Beschleunigungen" bei der Zulassung und gegen Druck auf Mediziner, sagte Laschet am Dienstag in einer Unterrichtung des Landtags in Düsseldorf.

Für Donnerstag habe er NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände, der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigungen zu einem Impfgipfel eingeladen, sagte Laschet. Dann werde der Stand der Vorbereitungen erörtert. Er hoffe, dass die Impfungen in NRW in den ersten Januar-Tagen starten könnten. Zwar werde die Pandemie zum Jahreswechsel noch nicht vorbei sein. Laschet sagte aber mit Blick auf die Impfungen: "Es wird 2021 besser werden."


15.12.2020: Über 300.000 Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Corona-Pandemie in den USA sind mehr als 300 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Montag (Ortszeit) aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Die Marke wurde am selben Tag überschritten, an dem in den USA die Impfungen gegen
Covid-19 begonnen haben. In keinem anderen Land der Welt sind - in absoluten Zahlen - so viele Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bekannt.

Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Opfer in Italien, Spanien, Großbritannien und Argentinien höher als in den USA, wo rund 330 Millionen Menschen leben. In Italien kommen laut Johns-Hopkins-Universität 107 Tote auf 100 000 Einwohner, in Spanien 102. In den USA waren es bislang 91 pro 100 000 Einwohner. In Deutschland kommen 27 Todesfälle auf 100 000 Einwohner.

Die USA sind auch das Land mit den meisten nachgewiesenen Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, betrachtet man die absoluten Zahlen. Der JHU zufolge sind es mehr als 16,3 Millionen, in Indien sind 9,8 Millionen und in Brasilien mehr als 6,9 Millionen Infektionen erfasst worden. 


15.12.2020: Diese Impfzahl sieht Spahn als realistisch

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass bis Ende Sommer 2021 rund 60 Prozent der Bürger in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft sein könnten. Stand heute könne im Sommer mit einer solch großen Zahl an Impfdosen gerechnet werden, dass dann weite Teile der Bevölkerung geimpft werden könnten, sagte der CDU-Politiker am Montagabend im ZDF-«heute-journal» auf die Frage, wann 60 Prozent der Bevölkerung geimpft sein könnten. Laut Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Durchimpfungsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung für eine wirkungsvolle Bekämpfung der Pandemie nötig.

Spahn sagte weiter: "Unser Ziel ist, dass es noch vor Weihnachten eine Zulassung gibt und dass wir dann auch noch in diesem Jahr beginnen können zu impfen, auch hier in Deutschland." Entscheiden müsse am Ende die Europäische Arzneimittel-Agentur (Ema). Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten bei der Ema die Zulassung des Corona-Impfstoffs beantragt. Spätestens am 29. Dezember soll das Gutachten des Expertenausschusses vorliegen.


15.12.2020: Risikogruppen erhalten ab heute kostenlose FFP2-Masken

Angehörige einer Corona-Risikogruppe erhalten von Dienstag an in den Apotheken im Land kostenlos FFP2-Masken. Das Bundesgesundheitsministerium hat eine entsprechende Verordnung veröffentlicht, wie der Landesapothekerverband mitteilte. Die Abgabe von drei Schutzmasken sei im Dezember kostenfrei. Im Januar und Februar müssten Betroffene für sechs Masken zwei Euro bezahlen. Die Apotheker im Südwesten erwarten einen Ansturm auf das Angebot und rufen daher dazu auf, nicht gleich am ersten Tag zu den Apotheken zu strömen und Warteschlangen zu vermeiden.

Das Bundesgesundheitsministerium geht deutschlandweit von Kosten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro und rund 27 Millionen Berechtigten aus.
Das betrifft den Angaben nach etwa Menschen, die älter als 60 Jahre sind sowie bestimmte Vorerkrankte und Risikopatienten. Dazu gehören zum Beispiel Frauen mit Risikoschwangerschaften, Menschen mit schweren Lungenerkrankungen oder auch Demenzkranke. FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam, bieten allerdings auch keinen hundertprozentigen Schutz.


14.12.2020: Rückschlag für "Tübinger Weg"

Einige Zeit galt das Modell Tübingen mit seiner Anti-Corona-Strategie als Vorbild für andere Städte, jetzt gibt es Rückschläge. Nachdem bis Mittwoch vergangener Woche kein einziger Infektionsfall in den Pflegeeinrichtungen registriert worden war, sind jetzt gleich drei Tübinger Pflegeeinrichtungen betroffen, wie Oberbürgermeister Boris Palmer am Montag mitteilte. "Obwohl es mehrfach Infektionen bei den Pflegekräften gab, hat die Barriere, die wir durch die regelmäßigen Schnelltests errichtet haben, in den meisten Fällen gehalten. Leider war das Netz nicht engmaschig genug, denn wir konnten die Tests nicht verpflichtend anordnen", sagte Palmer.


14.12.2020: Erste Impfung live im US-Fernsehen übertragen

Nach einer Notfallzulassung haben am Montagmorgen (Ortszeit) in den Vereinigten Staaten die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Der Fernsehsender CNN übertrug Bilder von der Impfung einer Krankenschwester mit dem Mittel des Mainzer Pharma-Unternehmens BioNTech und seines US-Partners Pfizer im Osten des New Yorker Stadtteils Queens. "Ich möchte öffentlich Vertrauen schaffen, dass die Impfung sicher ist", sagte Sandra Lindsay nach der Impfung. "Wir erleben eine Pandemie, wir müssen alle unseren Teil beitragen. Ich möchte jeden ermutigen, sich impfen zu lassen."

Wenige Minuten nach der Impfung twitterte Präsident Donald Trump: "Erste Impfung verabreicht. Herzlichen Glückwunsch USA! Herzlichen Glückwunsch Welt!". Trump nimmt den schnellen wissenschaftlichen Erfolg des Impfstoffs für sich in Anspruch, Pfizer hat aber immer wieder betont, nicht Teil des US-Regierungsprogramms zu sein, um politisch unabhängig agieren zu können.


14.12.2020: 4200 Fälle durch Massentests entdeckt

An den Corona-Massentests in Österreich haben laut Regierung rund zwei Millionen Menschen teilgenommen. Von ihnen seien rund 4200 Menschen auch bei einem Zweittest positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Montag mit. Die 4200 symptomlosen Infizierten seien entdeckt worden, bevor sie weitere Menschen hätten anstecken können, was der Sinn der Tests gewesen sei, betonte Anschober. Da Antigen-Schnelltests auch falsch positiv ausfallen können, wurden alle positiven Fälle im Labor auf Virus-Erbgut nachgetestet.

Ziel der in Österreich freiwilligen Testaktion mit Hilfe der Armee war es, rechtzeitig vor Weihnachten unentdeckte Fälle herauszufinden. Wegen des verhaltenen Interesses warben Spitzenpolitiker mehrfach für die Tests und ließen sich medienöffentlich selbst testen. Die Teilnahmeraten schwankten regional: In Niederösterreich etwa nahmen rund 36 Prozent der Testberechtigten teil, in Wien nur 13,5 Prozent. Eine zweite Runde der Tests soll nach den Feiertagen stattfinden, wobei man dann auch Gruppen erreichen wolle, die dem Angebot bisher ablehnend gegenüber gestanden seien.


14.12.2020: Kostenlose FFP2-Masken für Risikogruppen: Verteilung ab Dienstag

Ab Dienstag können rund 27 Millionen Deutsche aus Corona-Risikogruppen die ersten kostenlosen FFP2-Masken erhalten. Eine entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) soll dazu am Dienstag in Kraft treten, wie ein Ministeriumssprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Die Ausgabe der Schutzmasken erfolgt in einem stufenweisen Verfahren. 

In einem ersten Schritt sollen ab Dienstag über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen drei Masken gratis in der Apotheke holen können. Zum Abholen ist Zeit bis zum 6. Januar. Laut Informationen des Ministeriums genügt dazu die Vorlage des Personalausweises "oder die nachvollziehbare Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen". Zur Abholung könne auch eine andere Person bevollmächtigt werden.

Im zweiten Schritt können diese Menschen ab 1. Januar weitere zwölf Masken erhalten. Dafür sollen sie von der Krankenkasse Coupons für zweimal je sechs FFP2-Masken bekommen - vorgesehen ist dafür dann ein Eigenanteil von jeweils 2 Euro für je sechs Masken. Den Bund kostet die Aktion insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro. FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten allerdings auch keinen 100-prozentigen Schutz.


14.12.2020: ADAC erwartet viel weniger Verkehr um Weihnachten

Der ADAC rechnet in den Weihnachtsferien wegen des Corona-Lockdowns mit viel weniger Verkehr auf den Autobahnen als in den Vorjahren. Die Straßen werden voraussichtlich "nicht vollständig leer sein", teilte der Autoclub am Montag in München mit. Am kommenden Freitagnachmittag, 18. Dezember, sei auf den Autobahnen "mit etwas mehr Verkehr zu rechnen". Staus blieben aber weitgehend aus.

Verkehrsreicher seien auch der Dienstag und Mittwoch vor Heiligabend und der Sonntag nach Weihnachten. Verwandtenbesuche und Ausflüge seien meist nicht verboten. Aber es gebe weniger Berufsverkehr, und die Straßen rund um die Ballungszentren seien wenig belastet, "weil keine Last-Minute-Geschenkejäger und Weihnachtsmarktbesucher unterwegs sind". Der Skiurlauberverkehr, der üblicherweise am zweiten Weihnachtsfeiertag einsetzt, bleibe aus. Wegen der Corona-Pandemie sind Reise- und Urlaubsmöglichkeiten derzeit deutlich eingeschränkt.


14.12.2020: Günther macht Corona-Test - Kontakt zu infizierter Person

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat wegen eines Corona-Kontakts bis auf weiteres alle öffentlichen Termine abgesagt. Der Ministerpräsident habe zu einer Person, die inzwischen positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, Kontakt gehabt, sagte ein Regierungssprecher am Montag in Kiel.

Günther, der stets eine FFP2-Maske in der Öffentlichkeit trage und die Hygieneregeln einhalte, habe bereits einen PCR-Test auf das Virus gemacht. Bis das Ergebnis vorliege, werde Günther auf öffentliche Termine verzichten.


14.12.2020: Kirchgänger sollen an Weihnachten bis 21.00 Uhr wieder zu Hause sein

Auch an Weihnachten sollen Kirchgänger nicht nach 21.00 Uhr auf Bayerns Straßen unterwegs sein. Es wäre gut, wenn die Gottesdienste so geplant würden, "dass die Menschen um 21.00 Uhr wieder zu Hause sein könnten", sagte Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann am Montag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München.

Er kündigte an, dass die Staatsregierung darüber nun mit den Kirchen sprechen werde. In der Praxis würde dies bedeuten, dass etwa Christmetten deutlich vorverlegt werden müssen, da sie traditionell meist erst um Mitternacht, in vielen Pfarrgemeinden aber auch schon um 22.00 oder 23.00 Uhr beginnen.


14.12.2020: Einreise, Quarantäne, Maskenpflicht? EU-App klärt Corona-Fragen

Darf ich nach Frankreich reisen? Muss ich in Italien eine Maske tragen? Gibt es in Österreich eine Corona-App? Bei solchen Fragen soll ab sofort der Griff zum Handy weiterhelfen. Die "Re-open EU"-App der EU-Kommission bietet aktuelle Informationen etwa zur Gesundheitssituation, Sicherheitsvorkehrungen oder Reisebeschränkungen, und zwar für alle EU-Staaten sowie die Mitglieder des grenzkontrollfreien Schengenraums Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.

Nutzer können sich auch über nationale Quarantäne- und Test-Regeln sowie Warn- und Nachverfolgungs-Apps informieren, wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte. Die App kann für Android- und Apple-Geräte heruntergeladen werden und bietet Informationen in den 24 offiziellen Sprachen der EU an.

Bereits im Juni hatte die EU-Kommission die "Re-open EU"-Website gestartet. Der EU-Kommission zufolge ist die Seite bereits mehr als acht Millionen Mal besucht worden.


14.12.2020: Augsburger Bischof Meier nach Corona-Verdacht negativ getestet 

Der Augsburger Bischof Bertram Meier ist nach einem Corona-Verdacht nach ersten Erkenntnissen nicht mit dem Virus infiziert. Ein Test bei dem 60 Jahre alten Oberhirten sei negativ gewesen, teilte das Bistum am Montag mit.

Meier hatte sich in der vergangenen Woche in häusliche Quarantäne begeben, nachdem in seinem persönlichen Umfeld ein Covid-19-Fall bekannt geworden war. Trotz des negativen Testergebnisses will der Bischof noch bis 20. Dezember in seiner Wohnung bleiben und vom heimischen Schreibtisch aus arbeiten.


14.12.2020: Abgabe kostenloser Masken in Apotheken frühestens ab Dienstag

Die Apotheken in Rheinland-Pfalz setzen bei der geplanten Abgabe kostenloser FFP-2-Masken auf Verständnis und Rücksichtnahme der Bürger. Angesichts einer Vorlaufzeit von drei Arbeitstagen stünden die Apotheken logistisch und organisatorisch vor einer "absoluten Herkulesaufgabe", sagte Frank Eickmann vom Apothekerverband Rheinland-Pfalz. Eine Abgabe der Masken werde "frühestens ab Dienstag" erfolgen. Dass alle Apotheken sofort genug Masken haben würden, könne nicht gewährleistet werden. "Wir werden das Beste leisten", sagte er. Gerade vor den Feiertagen sei die Verteilung der Masken eine sinnvolle Maßnahme.

Angesichts der zu erwartenden großen Zahl zusätzlicher Patienten sei auch die Kreativität einzelner Apotheken bei der Verteilung gefragt - so könne eine Abgabe auch durch ein Fenster erfolgen. Bürger könnten mithelfen, indem sie bei großem Andrang zu einem späteren Zeitpunkt wiederkommen.

Als Schutz für Menschen im Alter über 60 Jahren und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen hatte der Bund die Ausgabe der Masken für diesen Winter beschlossen. Im ersten Schritt sollen sie drei Masken gratis in der Apotheke holen können. Zum Abholen ist dann noch Zeit bis zum 31. Dezember. Später können diese Menschen ab 1. Januar mit einem Eigenanteil weitere zwölf Masken erhalten.


14.12.2020: Bayern fordert Corona-Testpflicht für Einreisende an Außengrenzen

Zum Schutz vor Corona-Ansteckungen fordert Bayern vom Bund die Einführung einer Testpflicht für alle Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen. "Wir brauchen am besten eine nationale Regelung, denn ich mache mir große Sorgen", sagte Ministerpräsident Markus Söder am Montag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Dies gelte insbesondere mit Blick auf die trotz der Pandemie vielen geplanten Reisen in den kommenden Wochen zwischen Weihnachten und Neujahr. Die Themen Grenze und Urlaubsrückkehrer müssten "sehr ernst" genommen werden.

Söder erinnerte daran, dass Grenzgänger und Urlaubsrückkehrer bereits im Sommer nach den Ferien immer wieder das Virus nach Bayern eingetragen hätten. Auch jetzt zeige sich, dass in den Grenzgebieten die Ansteckungszahlen besonders hoch seien - nicht nur in Bayern. "Die jetzige Rechtslage ist bei der Bundesebene so, dass ist sozusagen eine Quarantäne-Pflicht gibt", sagte Söder. Verstöße seien zwar mit einem Bußgeld belegt, gleichwohl wolle Bayern noch in dieser Woche mit den Bund noch einmal diskutieren, ob nicht auch eine Testpflicht vereinbart werden könne.


14.12.2020: Niederlande stehen vor strengem Lockdown

Nach Deutschland steuern nun auch die Niederlande auf einen strengen Lockdown zu. Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen ist die Regierung in Den Haag am Montag zu einer Krisensitzung zusammen gekommen. Ministerpräsident Mark Rutte sollte sich am Abend in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung wenden. Erwartet wird unter anderem eine Schließung aller Geschäfte, die keine Waren für den täglichen Bedarf verkaufen. Die Niederlande und Deutschland teilen sich in NRW und Niedersachsen fast 580 Kilometer gemeinsame Grenze.

Bisher mussten die Geschäfte im Nachbarstaat noch nie schließen. Die Behörden fürchten, dass viele Deutsche nach dem Lockdown im eigenen Land zu Weihnachtseinkäufen über die Grenze fahren werden.


14.12.2020: Entschädigung für Eltern mit Betreuungsproblemen

Für Eltern, die wegen der Schließung von Kitas und Schulen ein Betreuungsproblem bekommen und nicht zur Arbeit können, gibt es Verdienstausfallentschädigung vom Staat. Man habe für sie im Infektionsschutzgesetz eine Lohnfortzahlung von 67 Prozent vorgesehen, wenn sie keine anderen Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder finden. "Ich glaube, dass das erstmal eine Möglichkeit ist, die sofort hilft", sagte Braun.

Die Regelung war im Frühjahr beschlossen und im Herbst ergänzt worden. Eltern, die auf der Arbeit ausfallen, weil das Gesundheitsamt ihren Nachwuchs unter Quarantäne gestellt hat oder weil Schule und Kitas behördlich geschlossen wurden, können 67 Prozent des Nettoeinkommens als Entschädigung vom Staat bekommen. Das gilt für Kinder im Alter bis 12 Jahren und für Kinder mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind. Die Anträge für die Entschädigung stellt der Arbeitgeber bei der zuständigen Behörde vor Ort und gibt sie als Lohnfortzahlung an den Arbeitnehmer weiter.


14.12.2020: Schulwoche in Brandenburg startet ohne Anwesenheitspflicht

Für die meisten Schülerinnen und Schüler in Brandenburg ist die Anwesenheitspflicht in den Schulen seit diesem Montag zum Schutz vor dem Coronavirus ausgesetzt. Sie sollen - wenn möglich - zuhause lernen, um Kontakte zu vermeiden. Das hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke am Sonntag angekündigt. Ausgenommen davon sind Abschlussklassen und Förderschulen. Wer allerdings keine Betreuungsmöglichkeit für sein Kind hat, soll es in die Schule bringen können. Vorschul-Kitas sollen in Brandenburg offen bleiben, die Eltern sollen ihre Kinder jedoch möglichst zuhause betreuen.

Der Städte- und Gemeindebund Brandenburg hält die Aussetzung der Präsenzpflicht in den Schulen für richtig. Geschäftsführer Jens Graf zeigte sich aber mit Blick auf den geplanten Unterricht zuhause vom 4. Januar bis 10. Januar in Sorge und forderte Bildungsangebote für die Kinder in Notbetreuung während der üblichen Schulzeit.


14.12.2020: Fast 300.000 Corona-Tote in den USA - Impfung soll beginnen 

Kurz vor Beginn der Impfungen nähert sich die Zahl der Corona-Toten in den USA der Marke von 300.000. Bis einschließlich Sonntag starben 299.177 Menschen in Verbindung mit dem Virus Sars-CoV-2, wie aus den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Montagmorgen (MEZ) hervorgeht.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen erreichte demnach am Sonntag binnen 24 Stunden 190 920 nach 219.510 am Samstag. Für Sonntag meldete die JHU zudem 1389 Tote im Zusammenhang mit Corona, am Samstag waren 2352 Todesfälle verzeichnet worden.

In den USA soll heute die Impfung mit dem Corona-Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer beginnen. Die US-Arzneimittelbehörde hatte Ende vergangener Woche die Notfallzulassung für das Mittel erteilt. Als erstes sollen Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft werden.


14.12.2020: Impfstoff-Hersteller Curevac macht weiteren Schritt zur Zulassung

Das deutsche Biotech-Unternehmen Curevac ist auf dem Weg zur Zulassung seines Corona-Impfstoffes einen Schritt weiter. Nach Angaben des Unternehmens von Montag hat die zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studie mit voraussichtlich mehr als 35 000 Teilnehmern begonnen. Mit ersten Ergebnissen rechnet Curevac nach Angaben eines Sprechers Ende des ersten Quartals 2021. Curevac-Chef Franz-Werner Haas sprach nach dem Start der dritten Phase von einem "Meilenstein in der Entwicklung unseres Impfstoffkandidaten CVnCoV".

In Phase I war der Impfstoff 250 gesunden Probanden im Alter von 18 bis 60 Jahren verabreicht worden, um seine Verträglichkeit und Immunogenität zu überprüfen. In der zweiten Phase werden seit Spätsommer 690 Probanden in klinischen Zentren in Peru und Panama geimpft. Ziel der dritten Phase ist es, Wirksamkeit und Sicherheit des neuen sogenannten mRNA-Impfstoffs gegen das Virus zu beweisen.


14.12.2020: Nach Einkauf in Bayern: Österreicher müssen Bußgeld zahlen 

Die Polizei hat in Simbach am Inn (Landkreis Rottal-Inn) Menschen aus Österreich kontrolliert, die in Bayern einkauft hatten. Auf Grund der Quarantäneverordnung ist das derzeit nicht gestattet, wie ein Sprecher der Polizei am Montag sagte.

Die Beamten wurden bei einer Verkehrskontrolle auf ein Ehepaar aus dem österreichischen Grenzort Braunau aufmerksam. Der 38 Jahre alte Mann gab am Samstag an, nur schnell einkaufen gewesen zu sein. Ein Blick in den Kofferraum habe das bestätigt. Das Ehepaar erwartet nun ein Bußgeld.

Nur kurze Zeit später wurde die Polizei wieder auf ein Ehepaar aus Braunau aufmerksam, das ebenfalls Lebensmittel in Bayern eingekauft hatte. Wie die "Passauer Neue Presse" (PNP) weiter berichtete, kontrollierte die Polizei bereits am Freitag ein Dutzend Menschen aus Österreich, die gegen die Quarantänebestimmungen bei der Einreise verstoßen hatten.


14.12.2020: Kanzleramtschef Braun: Kitas und Schulen öffnen als Erstes wieder

Kanzleramtschef Helge Braun hat zugesagt, dass Schulen und Kitas nach einem Ende des Lockdowns als Erstes wieder geöffnet werden. "Das haben wir immer gesagt. Das ist das Letzte, was wir schließen und das Erste, was wir öffnen", sagte der CDU-Politiker. "Bildung hat Priorität, und dabei bleibt es auch." Zugleich machte Braun aber wenig Hoffnung auf weitreichende Lockerungen zu Beginn des neuen Jahres.

Er habe zwar große Hoffnung, dass die Infektionszahlen sinken. Aber: "Eine umfassende Lockerung halte ich für sehr, sehr unwahrscheinlich", sagte er. "Januar und Februar sind immer, was Atemwegsinfektionen angeht, besonders schwierige Monate." So lange es in der Winterphase nicht genügend Impfstoff für alle gebe, "werden wir noch schwierige Tage erleben".


14.12.2020: Premierminister von Eswatine stirbt nach Corona-Infektion 

An den Folgen einer Corona-Infektion ist der Premierminister von Eswatini (früher: Swasiland) gestorben. Das teilte die Regierung des im Süden Afrikas gelegenen Kleinstaates am späten Sonntagabend mit. Ambrose Dlamini war nach einem positiven Covid-19-Test in ein Krankenhaus im benachbarten Südafrika gebracht worden.

Nach dem am gleichen Tag veröffentlichten Zahlen des Gesundheitsministeriums hat der Kleinstaat aktuell 6714 Infektionen registriert - 29 mehr als am Vortag. 128 Menschen sind an den Folgen der Infektion gestorben. Eswatini hat knapp 1,2 Millionen Einwohner.


14.12.2020: Zwei Tage vor allen anderen: Harter Lockdown in Sachsen

Sachsen macht dicht und fährt das öffentliche Leben herunter. Nach der am Freitagabend vom Kabinett beschlossenen neuen Corona-Schutzverordnung bleiben von diesem Montag an Schulen, Kitas und Horte ebenso wie die meisten Geschäfte zu - bis zum 10. Januar. Damit will der Freistaat endlich der steigenden Infektionszahlen Herr werden. Am Mittwoch dann soll nach der Vereinbarung von Bund und Ländern vom Sonntag auch bundesweit der harte Lockdown beginnen, um die Pandemie einzudämmen - die sächsischen Regeln werden dann entsprechend angepasst.

"Die Zeit der Appelle ist vorbei", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer nach der Runde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel der Deutschen Presse-Agentur. "Deutschland muss zur Ruhe kommen - nur so haben wir eine Chance, die Kontakte um das notwendige Maß zu reduzieren."


14.12.2020: Corona-Impfungen starten mit mobilen Teams in Heimen am 27. Dezember 

Ab 4. Januar sollen in den 31 Impfzentren in Rheinland-Pfalz die Corona-Impfungen beginnen. Schon vom 27. Dezember an - direkt nach Weihnachten - könnten in einem ersten Schritt Bewohner der Alten- und Pflegeheime von mobilen Teams geimpft werden. Das teilte die Staatskanzlei in Mainz am Sonntag mit.

Das Bundesgesundheitsministerium habe zugesagt, dass ab dem 27. Dezember mit den Impfungen begonnen werden könne. Zunächst werde es aber nur wenig Impfstoff geben. Vom 4. Januar an sei mit etwas mehr zu rechnen. In den Alten- und Pflegeheimen lebten mehr als 44.000 Menschen, genauso viele würden zu Hause von mobilen Pflegediensten betreut.


14.12.2020: Corona-Lockdown - Präsenzpflicht an NRW-Schulen endet schon ab Montag

Schon vor dem von Bund und Ländern beschlossenen harten Lockdown wird in Nordrhein-Westfalen ab Montag die Präsenzpflicht an Schulen ausgesetzt. Das Land hatte diese Maßnahme vergangene Woche bereits im Vorgriff auf die Beratungen der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel beschlossen. 

Im Kampf gegen die sich ausbreitende Pandemie wird das öffentliche Leben in ganz Deutschland dann ab Mittwoch (16. Dezember) bis zunächst zum 10. Januar drastisch heruntergefahren. Der Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf muss schließen. Das hatten Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Sonntag beschlossen. Bis 10. Januar sollen demnach auch Schulen grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht ausgesetzt werden. Lockerungen der strengen Kontaktbeschränkungen gibt es zu Weihnachten für Feiern im engsten Familienkreis, nicht aber zum Jahreswechsel.

Für ältere Schüler ab Klasse acht wird das Lernen in NRW schon ab Montag vollständig auf Distanz umgestellt. Bei Schülern der unteren  Jahrgänge bis Stufe sieben haben die Eltern die Wahl, ob die Kinder in der Schule oder von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte von "einer Art Betreuungsgarantie" gesprochen. Der Schulunterricht werde "aber sicher anders sein" als gewohnt. Am kommenden Freitag (18. Dezember) ist dann der letzte Schultag, die Weihnachtsferien in NRW beginnen.


14.12.2020: Nach Notfallzulassung: Corona-Impfungen in den USA sollen starten

Nach der Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer durch die Arzneimittelbehörde FDA soll es in den USA am Montag mit dem Impfen losgehen. Noch am Montag würden erste Impfungen erwartet, hieß es am Sonntag (Ortszeit) von mehreren zuständigen Behörden. Als erstes sollen Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft werden. Es handelt um die größte Impfkampagne in der Geschichte des Landes. 

Der mit Trockeneis gekühlte Impfstoff war zuvor nach der Erteilung der Notfallzulassung am Freitag über das Wochenende verpackt und ausgeliefert worden. Unterdessen überschritt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in den USA, wo die Pandemie weiterhin außer Kontrolle ist, die Marke von 16 Millionen.


14.12.2020: Erstes Impfzentrum in Hannover soll am Dienstag einsatzbereit sein

Die Vorbereitungen für flächendeckende Impfungen der Bevölkerung gegen das Coronavirus nehmen Fahrt auf. Auf dem Messegelände der Landeshauptstadt entsteht das erste Impfzentrum der Region Hannover. Sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, sollen Menschen dort geimpft werden können. Schon am Dienstag soll das Zentrum einsatzbereit sein - so lautete die Forderung des Landes Niedersachsen. Am Montag (9.45 Uhr) besichtigen Regionspräsident Hauke Jagau und Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay das neue Impfzentrum. Landesweit sollen bis Mitte Dezember insgesamt 50 Impfzentren startklar sein.

Gesundheitsministerin Carola Reimann hatte kürzlich angekündigt, dass mit dem Beginn der Impfungen um den Jahreswechsel gerechnet werde. Die europaweite Zulassung des Impfstoffes von Biontech und Pfizer werde Ende Dezember erwartet. Für Lagerung und Transport des Impfstoffes habe das Land Niedersachsen einen Vertrag mit dem Postdienstleister DHL geschlossen. Von zwei Zentrallagern aus sollten die Zentren beliefert werden.


14.12.2020: Hohe Corona-Zahlen - Litauens Regierung kündigt Lockdown an

Zu viele Infizierte, zu viele Tote: In Kampf gegen die zweite Corona-Welle wird das öffentliche Leben in Litauen auf ein Minimum reduziert. In dem baltischen EU-Land sollen von Mittwoch an alle Geschäfte bis auf Läden für den täglichen Bedarf schließen und der Schulbetrieb auf Fernunterricht umgestellt werden. Dies beschloss die neue Regierung von Ministerpräsidentin Ingrida Simonyte in ihrer ersten Sitzung am Sonntag in Vilnius. Die Regelung soll bis zum 31. Januar 2021 gelten.

Auch die Bewegungsfreiheit der rund drei Millionen Einwohner Litauens wird eingeschränkt: Auf Anordnung der Regierung darf niemand mehr ohne zwingenden Anlass in andere Städte und Gemeinden außerhalb des eigenen Wohnsitzes reisen. Haus oder Wohnung dürfen ebenfalls nur noch aus triftigem Grund verlassen werden - für Arbeit, eine ärztliche Behandlung, zum Einkaufen oder eine Beerdigung. Weiter werden Kontakte auf eine Familie oder einen Haushalt beschränkt. Staatschef Gitanas Nauseda unterstützte das Vorgehen der Regierung.


14.12.2020: 16.362 Fälle - Corona-Neuinfektionen deutlich über Vorwochenwert

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden 16.362 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Das sind rund 4000 Fälle mehr als am vergangenen Montag, als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 12.332 lag. Der bisherige Rekord war am Freitag mit 29 875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die vom RKI veröffentlichten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 188 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 147 gelegen. Der bisherige Höchststand von 598 Todesfällen war am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21.975.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende 7-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - steigt ebenfalls deutlich an. Sie lag am Sonntag bei einem Höchststand von 169. Am Montag stieg sie weiter auf 176,4.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.337.078 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 14.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 984 200 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,12 (Vortag: 1,17). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 112 weitere Menschen anstecken. Nachdem der Wert wochenlang um 1 herum schwankte, lag er seit Freitag bei über 1,1. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Erst wenn er für längere Zeit unter 1 liegt, flaut dieses ab.


13.12.2020: Bund und Länder beschließen Lockdown

Bund und Länder haben sich zur Eindämmung der Corona-Pandemie laut einem Medienbericht auf einen Lockdown geeinigt. Alle Infos dazu erfährst du in diesem Artikel:

Lockdown in Deutschland: Diese Dinge sind beschlossen


13.12.2020: Keine landesweiten Ausgangsbeschränkungen in NRW

Anders als in Bayern soll es in Nordrhein-Westfalen nach Worten von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) keine landesweiten Ausgangsbeschränkungen geben. "Wir halten Kontaktbeschränkungen für das richtigere Mittel", sagte Laschet am Sonntag nach den Bund-Länder-Gesprächen.

Bisher können aber NRW-Kommunen, in denen der Inzidenzwert bei mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen liegt, in Absprache mit dem Land Ausgangsbeschränkungen anordnen. Das ist derzeit im Kreis Lippe und im Kreis Düren der Fall. Im Kreis Lippe etwa sind seit Samstag Treffen im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen untersagt, in der Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr dürfen die Menschen ihr Zuhause nur begründet verlassen. 


13.12.2020: Regierung arbeitet an Regelungen für Zusatzurlaub

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) arbeitet nach Angaben seines Kabinettskollegen Olaf Scholz (SPD) bereits an Regelungen für zusätzlichen Urlaub für vom anstehenden Lockdown betroffene Eltern. Der Arbeitsminister sei daran, die Fragen vorzubereiten, sagte Scholz am Sonntag in Berlin. Details würden an diesem Sonntag und Montag besprochen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verwies auf Entschädigungsregelungen für betroffene Eltern, die auch im Frühjahr bereits getroffen wurden.

Damals war ein gesetzlicher Verdienstausfall für Mütter und Väter beschlossen worden, wenn diese wegen geschlossener Kitas und Schulen nicht zur Arbeit konnten.


13.12.2020: Über 20.000 Neuinfektionen in Deutschland

Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 20.200 neue Corona-Infektionen übermittelt. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor. Der Höchststand war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 17.767 gelegen.

Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 321 neue Todesfälle. Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21.787.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,11 (Vortag: 1,03). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 111 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


13.12.2020: Schäuble rechnet mit Änderung der Impf-Priorisierung

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble rechnet noch mit Änderungen bei der Reihenfolge, in der die Bevölkerung in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft werden soll. "Die Empfehlung der Experten wird sicher noch verfeinert", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Ich persönlich würde die Menschen, die mit Infizierten arbeiten müssen oder mit Alten und Kranken zu tun haben, an der ersten Stelle priorisieren. Sie haben ein extrem hohes Risiko, sich mit Corona zu infizieren. Und wenn zu viele Ärzte und Pflegekräfte ausfallen, stehen wir vor einem riesigen Problem."

Am vergangenen Montag verschickte die Ständige Impfkommission (Stiko) einen Entwurf an Länder und medizinische Fachgesellschaften.
Empfohlen wird demnach, Impfungen zunächst Personengruppen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe anzubieten - sowie Gruppen, die beruflich besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu Risikogruppen haben. Bislang gibt es in der EU noch keinen zugelassenen Impfstoff.


12.12.2020: Italien lockert Corona-Maßnahmen

Bei Polizeikontrollen an der Grenze zu Polen sind nach einer ersten Bilanz 66 Fahrzeuge von einer Einreise ins Nachbarland abgebracht worden. Hintergrund ist, das Menschen angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen nicht fürs Einkaufen nach Polen fahren dürfen. Wenn sie wieder nach Mecklenburg-Vorpommern zurückfahren, müssen sie dann in Quarantäne. In den Fahrzeugen saßen 144 Menschen, wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte.

Zehn Fahrzeuge kamen den Angaben zufolge vom Einkaufen aus Polen zurück in den Nordosten. Daher wurden die Personalien der zehn Menschen an die Gesundheitsämter weitergegeben, diese müssen sich nun in Quarantäne begeben. Ausgenommen von dieser Quarantäne sind etwa Pendler, die auf einer Seite arbeiten und auf der anderen wohnen.

Laut Polizeisprecher wurden an mehreren Grenzübergängen bis Samstagmittag rund 180 Fahrzeuge überprüft. Kontrollen soll es in den kommenden Tagen demnach erneut geben.


12.12.2020: Verstärkte Grenzkontrollen bei Einreise nach Polen

Bei Polizeikontrollen an der Grenze zu Polen sind nach einer ersten Bilanz 66 Fahrzeuge von einer Einreise ins Nachbarland abgebracht worden. Hintergrund ist, das Menschen angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen nicht fürs Einkaufen nach Polen fahren dürfen. Wenn sie wieder nach Mecklenburg-Vorpommern zurückfahren, müssen sie dann in Quarantäne. In den Fahrzeugen saßen 144 Menschen, wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte.

Zehn Fahrzeuge kamen den Angaben zufolge vom Einkaufen aus Polen zurück in den Nordosten. Daher wurden die Personalien der zehn Menschen an die Gesundheitsämter weitergegeben, diese müssen sich nun in Quarantäne begeben. Ausgenommen von dieser Quarantäne sind etwa Pendler, die auf einer Seite arbeiten und auf der anderen wohnen.

Laut Polizeisprecher wurden an mehreren Grenzübergängen bis Samstagmittag rund 180 Fahrzeuge überprüft. Kontrollen soll es in den kommenden Tagen demnach erneut geben.


12.12.2020: Über 28.000 Neuinfektionen in Deutschland

Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 28.438 neue Corona-Infektionen übermittelt. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor. Der Höchststand war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl bei 23.318 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 496 neue Todesfälle.

Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21 466. 

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,11 (Vortag: 1,03). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 111 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


12.12.2020: Alle Bewohner eines Pflegeheims im Kreis Rosenheim corona-positiv.

Weil alle Bewohner und einige Mitarbeiter eines Pflegeheims in Gstadt am Chiemsee positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, unterstützt nun ein Team aus Rettungskräften und Ärzten das Heim. Das zuständige Landratsamt Rosenheim teilte mit, dass sich zwölf Mitarbeiter in Quarantäne befinden und elf der 54 Bewohner in ein Krankenhaus gebracht wurden.

Am Freitag sichteten Ärzte alle Bewohner und kümmerten sich um deren medizinische Versorgung. Der Rettungsdienst stellte Personal, um das Pflegepersonal zu entlasten. Mitglieder der Feuerwehr halfen unter anderem mit Besorgungen.

In den vergangen Wochen kam es immer wieder zu Corona-Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen. In der Oberpfalz ließ das Schwandorfer Landratsamt am Donnerstagabend ein Altenheim in Burglengenfeld teilweise räumen, weil sich dort fast 40 Bewohner und 19 Mitarbeiter infiziert hatten.


12.12.2020: Impfstoff von Biontech/Pfizer erhält US-Notfallzulassung

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Corona-Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Das teilte die FDA am Freitagabend (Ortszeit) mit.

Einen entsprechenden Antrag hatten die Unternehmen im November bei der FDA eingereicht. Sie waren damit die ersten westlichen Hersteller, die vielversprechende Studienergebnisse veröffentlicht und eine Notfallzulassung bei der FDA beantragt hatten. Auch bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) wurde die Zulassung des Corona-Impfstoffs in der EU beantragt, eine Entscheidung darüber steht noch aus.

Bereits Anfang Dezember hatte die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel dem Präparat von Biontech/Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Damit wurde Großbritannien der erste Staat weltweit, der das Vakzin freigab. Inzwischen haben unter anderem auch Kanada, Bahrain und Saudi-Arabien Genehmigungen für den Impfstoff gegeben.


12.12.2020: Lindner sieht Ausgangsbeschränkung als unverhältnismäßig

Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen über eine Verschärfung der Corona-Strategie pocht der FDP-Vorsitzende Christian Lindner auf die Wahrung der Verhältnismäßigkeit. "Es wird nun zu einer Corona-Notbremse kommen, weil eine dauerhaft durchhaltbare Strategie noch fehlt", sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Dabei darf aber nicht unverhältnismäßig scharf in Grundrechte eingegriffen werden."

Lindner lehnte insbesondere Ausgangsbeschränkungen ab. "Pauschale und flächendeckende Ausgangssperren wie in Bayern sind unnötig und schießen über das Ziel hinaus. Vom Spaziergang der Mitglieder eines Hausstands oder vom Sport unter freiem Himmel geht kein Infektionsrisiko aus." Der bayerische Weg könne kein Vorbild für den Bund sein, weil auch die Zahlen in dem Bundesland bislang nicht überzeugten. 


12.12.2020: Altmeier will noch vor Weihnachten handeln

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat vor Kontrollverlust in der Corona-Pandemie gewarnt und zu schnellem Handeln noch vor Weihnachten gedrängt. "Das Infektionsgeschehen hat sich in den letzten drei Tagen dramatisch beschleunigt. Wir sind wieder in einer Phase exponentiellen Wachstums und sehen, dass die ersten Intensivstationen an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Man könne auf gar keinen Fall bis nach Weihnachten warten, ehe man reagiere. "Wir müssen jetzt klären, wie es weitergeht. Sonst gerät der Pandemie-Verlauf vollständig außer Kontrolle", sagte Altmaier.

Sowohl im privaten Bereich als auch im öffentlichen Raum müssten Kontakte drastisch reduziert werden. Ins Visier genommen werden müssten Bereiche, die möglichst wenig ins wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eingreifen. "Aber klar ist: Das wird nicht zum Nulltarif gehen", sagte er. Bereits zuvor hatte er höhere Corona-Hilfen im Fall eines harten Lockdowns in Aussicht gestellt. 


11.12.2020: Sachsen verhängt Lockdown

Sachsen verhängt zur Eindämmung der Corona-Pandemie von Montag an einen Lockdown und fährt das öffentliche Leben herunter. Die genauen Maßnahmen beschloss das Kabinett am Freitagabend in Dresden in seiner neuen Corona-Schutzverordnung. Schulen, Kitas und Horte bleiben demnach zu, ebenso zahlreiche Geschäfte im Einzelhandel. Der Lockdown soll bis zum 10. Januar dauern.

In besonders betroffenen Gebieten soll es zwischen 22 und 6 Uhr Ausgangsbeschränkungen geben. Die nächtlichen «Ausgangssperren», kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) an. Sie sollen von  einem Inzidenzwert von 200 an greifen. Dann darf das Haus nur aus triftigen Gründen verlassen werden. Zum Einkaufen und für Sport gilt ein 15-Kilometer-Radius um das eigene Wohnumfeld.


11.12.2020: Bund und Länder beraten am Sonntag über möglichen Lockdown

Bund und Länder wollen am Sonntagvormittag über weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. Ab 10.00 Uhr soll es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten geben. Über den genauen Zeitpunkt gab es lange Unklarheit. Erwartet wird eine Entscheidung über einen bundesweiten Lockdown. Einige Bundesländer haben bereits verschärfte Einschnitte in das private und öffentliche Leben beschlossen.


11.12.2020: Knapp 30.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Neuinfektionen und die Todesfälle haben einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter übermittelten binnen 24 Stunden 29.875 Neuinfektionen, wie aus Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht. Das sind über 6000 mehr als am Vortag, als mit 23 679 Fällen ebenfalls ein Rekord erreicht worden war.

Außerdem meldete das RKI am Freitag mit 598 neuen Todesfällen den zweiten Höchstwert binnen kurzer Zeit. Der bisher höchste Tagesstand von 590 Toten war am Mittwoch erreicht worden.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 20.970. 

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 1,03 (Vortag: 0,99). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 103 weitere Menschen anstecken. Der Wert schwankt seit einigen Wochen um 1 herum und bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


11.12.2020: Spahn drängt auf rasche Corona-Beschränkungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt auf möglichst rasche weitere Corona-Beschränkungen nicht nur in einzelnen Regionen. Es brauche "ohne Zweifel auch bundesweit einheitlich zusätzliche Maßnahmen - besser früher als später", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Nürnberg. "Wir könnten uns nicht verzeihen, wenn dieses Weihnachten vor allem ein Fest für das Virus würde." Das Virus nehme auch "nur bedingt Rücksicht darauf, ob wir alle schon unsere Weihnachtseinkäufe fertig haben oder nicht."

Spahn verwies auf den neuen Höchststand von 598 Todesfällen binnen eines Tages und mehr als 4300 Menschen auf den Intensivstationen. Er warb zugleich für stärkeres Mitmachen bei Kontaktvermeidung, Abstand, Masken und Hygieneregeln. Die übergroße Mehrheit der Bürger tue dies aus Überzeugung. Zu viele handelten aber nach dem Prinzip "Erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist." Man müsse aber nicht alles ausreizen. Es sei nun "unsere patriotische Pflicht", zusammenzuhalten und aufeinander Acht zu geben.


11.12.2020: NRW hebt Präsenzpflicht an Schulen auf

Angesichts der angespannten Pandemielage soll die Präsenzpflicht an Schulen in Nordrhein-Westfalen am Montag vorerst enden. Das teilte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag mit. Demnach können und sollen Schüler der unteren Stufen dann von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen, ältere Schüler ab Klasse acht werden auf Distanz unterrichtet. Die Schulferien werden um zwei Tage verlängert.

Des Weiteren appellierte Laschet, den Handel jetzt "schnellstmöglich" bis zum 10. Januar zu schließen. Hamsterkäufe und überfüllte Läden in der Zeit davor müssten ausgeschlossen werden, sagte er am Freitag in Düsseldorf. Zuvor hatten auch andere Bundesländer, darunter Schleswig-Holstein und Thüringen, deutliche Verschärfungen der Corona-Maßnahmen verkündet.


11.12.2020: Söder fordert bundesweiten Lockdown vor Weihnachten

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen hat sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für einen bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachen ausgesprochen. "Wir müssen handeln und zwar so schnell wie möglich", sagte der CSU-Chef am Freitag bei einem Termin mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im künftigen Corona-Impfzentrum in Nürnberg. Bund und Länder müssten nun überlegen, die Ferien vorzuziehen und auch Geschäfte früher zu schließen. "Ein Tag weniger verschlechtert nicht die Lebensqualität, er kann aber helfen."

Die Regierungschefs der Länder wollen am Wochenende mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut über schärfere Corona-Regeln beraten. Mehrere Länder haben bereits strengere Maßnahmen angekündigt, zuletzt Baden-Württemberg einen Lockdown und Ausgangssperren. Söder betonte, der "Süden" werde auch handeln, wenn nicht alle mitmachen.


11.12.2020: Schleswig-Holstein verschärft Kontaktbeschränkungen

Angesichts der hohen Corona-Zahlen verschärft Schleswig-Holstein seine Kontaktbeschränkungen. Statt maximal zehn Personen aus zwei Hausständen sollen sich nur maximal fünf Personen aus zwei Hausständen öffentlich und privat treffen können, kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Freitag in Kiel im Landtag an. Das gelte auch für Weihnachten, ausgenommen sei nur die engste Familie.


11.12.2020: Ba-Wü ab Weihnachten im Lockdown

Baden-Württemberg geht wegen der ungebremst steigenden Corona-Infektionen nach Weihnachten bis mindestens 10.
Januar in den Lockdown. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kündigte am Freitag an, zur Not eine gemeinsame Lösung mit den Nachbarländern Baden-Württembergs anstreben zu wollen, sofern keine bundeseinheitliche Lösung gefunden werden könne. Wie genau der Lockdown aussehen soll, blieb zunächst offen.

"Die Lage ist leider alarmierend", betonte Kretschmann. "Wir haben Anzeichen für eine erneute exponentielle Zunahme der Neuinfektionen, deshalb müssen wir zwingend die Maßnahmen drastisch verschärfen."


11.12.2020: Fast 3.000 Corona-Tote in den USA binnen 24h

In den USA sind binnen 24 Stunden fast 3000 Tote infolge einer Coronavirus-Infektion verzeichnet worden. Nach den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen (MEZ) wurden am Donnerstag 2934 Verstorbene registriert. Das ist die zweithöchste je registrierte Tageszahl. Der bisherige Höchstwert war am Mittwoch mit 3124 Corona-Toten verzeichnet worden.

Die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages überschritt erneut die Marke von 200 000 und lag am Donnerstag mit 224 452 etwas höher als am Mittwoch. Der bisher höchste Wert wurde mit 227 828 am 4. Dezember registriert.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern gut 15,6 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben 292 141 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl rangieren die USA mit 88,45 Toten pro 100 000 Einwohner laut JHU weltweit auf Rang 14.


11.12.2020: Sachsen verschärft ab Montag Corona-Maßnahmen

Sachsen will das öffentliche Leben angesichts drastischer Infektionszahlen im Freistaat weiter einschränken. Das Kabinett beschließt am Freitag eine neue Corona-Schutzverordnung, die ab Montag gilt. Unter anderem sollen Schulen, Kindertagesstätten und Horte sowie zahlreiche Geschäfte im Einzelhandel schließen.

Von Montag an soll es zwar eine Notbetreuung geben, aber die Regeln sollen strenger als im Frühjahr sein. Nur Eltern, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten, werden eine Betreuung für ihre Kinder in Anspruch nehmen können. Dazu müssen in der Regel beide Eltern einen Nachweis erbringen. Details werden am Freitag veröffentlicht.


10.12.2020: Müller kündigt Schließung von Geschäften an 

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller will im Kampf gegen die Corona-Pandemie Geschäfte schließen. Jenseits vom Lebensmitteleinzelhandel müssten alle anderen Shoppingangebote in Berlin heruntergefahren werden und zwar bis zum 10. Januar. Es gehe nicht anders, argumentierte der SPD-Politiker.


10.12.2020: RKI-Präsident: Lockerungen über Weihnachten verhindern

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hat sich klar gegen Lockerungen der Corona-Maßnahmen über die Feiertage ausgesprochen. "Ich denke, die wichtige Maßnahme ist die, dass wirklich verhindert wird, dass die Lockerungen über Weihnachten kommen", sagte Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Solche Lockerungen gäben dem Infektionsgeschehen eine schwer zu kontrollierende Dynamik. "Das ist ein wichtiger Aspekt, dass man das wirklich nicht tut."

Unabhängig von den Entscheidungen der Politik könne er nur an jeden Bürger appellieren, Kontakte möglichst einzuschränken und sich selbst zu schützen, sagte Wieler. Der Bildungsstand in Deutschland sei hoch, "wir sind ein cleveres Volk". Er könne nur dazu ermutigen, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Das könnten nicht alle in der Gesellschaft, aber sehr, sehr viele Menschen. Leugner der Krankheit werde wahrscheinlich niemand belehren können, so Wieler. Er hatte auch die Empfehlungen der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina mitunterzeichnet, wonach Weihnachten und der Jahreswechsel für einen "harten Lockdown" genutzt werden sollten. 

Nach dem Bund-Länder-Beschluss von Ende November soll es möglich sein, dass sich vom 23. Dezember bis zum 1. Januar "im engsten Familien- oder Freundeskreis" maximal zehn Personen treffen. Einige Bundesländer weichen von dieser Regelung bereits ab, sie wollen die geltenden strengeren Kontaktbeschränkungen auch während der Feiertage nicht lockern.


10.12.2020: Harter Lockdown in Schleswig-Holstein spätestens ab Weihnachten

Angesichts steigender Infektionszahlen will Schleswig-Holsteins Landesregierung ihren Kurs deutlich verschärfen.

Es sei notwendig, "dass wir spätestens ab Weihnachten in einen harten Lockdown gehen - um die Zeit über den Jahreswechsel zu nutzen, diese gefährliche Entwicklung in Deutschland zu stoppen", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) Mittwochabend in Kiel. Die Zahlen seien auch im Norden weiter gestiegen "und das bedeutet leider, dass unsere strengen Maßnahmen derzeit nicht ausreichend Wirkung zeigen".

Zuvor hatte sich der Regierungschef im Landtag noch für einen harten Lockdown nach Weihnachten ausgesprochen. Bereits verständigt hat sich die Jamaika-Koalition darauf, den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit zu untersagen. Die Situation sei dramatisch, sagte Günther im Plenum.


10.12.2020: Spahn: Im Herbst 2021 genug Impfstoff für gesamte Bevölkerung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass spätestens im Herbst 2021 ausreichend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung vorhanden ist. Deutschland habe sich 300 Millionen Impfstoffdosen bei verschiedenen Herstellern gesichert.

"Die werden jetzt Zug um Zug ausgeliefert und verimpft werden», sagte Spahn im Mittwochabend in der ARD-Talkshow "Maischberger". "Wenn all die Zulassungen kommen über den Zeitraum, in dem wir es erwarten, dann können wir spätestens im dritten Quartal jedem in Deutschland, der geimpft werden will, ein Impfangebot machen."

Spahn rechnet damit, dass in Deutschland spätestens im Januar der Impfstoff gegen Corona verabreicht werden kann. Großbritannien hat bereits am Dienstag mit Corona-Impfungen auf Grundlage einer Notfallzulassung für den Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer begonnen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema will bis Ende des Monats eine Entscheidung für diesen Impfstoff fällen.


10.12.2020: Höchstwert: 23.679 Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Deutschland einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.679 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle stieg über die Marke von 20.000. Das RKI verzeichnete am Donnerstag 440 neue Todesfälle binnen eines Tages. Am Vortag war mit 590 Toten ein Höchstwert gemeldet worden.  

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 20.372. 

Insgesamt zählt das RKI seit Beginn der Pandemie 1.242.203 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 10.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 922.100 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,99 (Vortag: 1,02). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


09.12.2020: Kostenlose FFP-2-Masken für 27 Millionen Bundesbürger

Mehr als 27 Millionen Bundesbürger in höherem Alter oder mit Vorerkrankungen sollen ab Mitte Dezember mit jeweils 15 FFP2-Masken zum Schutz vor einer Corona-Infektion ausgestattet werden. Die Ausgabe starte noch im Dezember, um in der Weihnachtszeit das Infektionsrisiko zu verringern, kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin an. Diese Masken schützen besonders gut vor einer Corona-Infektion.


09.12.2020: "Glühwein to go"-Verbot in Hamburg - Neue Corona-Maßnahmen möglich

Hamburgs Bürger müssen sich wegen der Corona-Pandemie auf weitere, möglicherweise einschneidende Einschränkungen einstellen. Am Dienstag verbot der rot-grüne Senat bereits den Verkauf von alkoholischen Getränken, die zum unmittelbaren Verzehr bestimmt sind. Über möglicherweise deutlich schwerwiegendere Einschränkungen werde er am Dienstag kommender Woche entscheiden, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer.

"Der Verkauf und die Abgabe alkoholischer Getränke, die zum unmittelbaren Verzehr bestimmt oder geeignet sind - insbesondere in Gläsern, Bechern oder Einweggetränkebehältnissen - werden in der gesamten Stadt untersagt", teilte der Senat mit. Das von Mittwoch an geltende Verbot betreffe nicht handelsüblich geschlossene Getränkeflaschen, -dosen oder -tüten.


09.12.2020: Verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gelten verschärfte Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen. Nach einem Beschluss des Kabinetts vom Dienstag müssen Menschen nun auch auf häufiger frequentierten Plätzen oder Straßen Mundschutz tragen. Landkreise und Städte würden diese konkret benennen, hieß es. 

Um Menschenansammlungen vor Läden oder an Glühweinständen zu verhindern, ist der Ausschank von Alkohol in der Öffentlichkeit untersagt. Für Pflegeheime, in denen es zuletzt häufiger zu Corona-Ansteckungen gekommen war, gelten verschärfte Schutzvorschriften. So dürfen Bewohner nur noch von jeweils einem Angehörigen am Tag besucht werden. 

An den Schulen im Land beginnen die Vorbereitungen für die Zeit nach den Feiertagen. Denn Schüler ab der 7. Klasse sollen in der ersten Januarwoche per Internet zu Hause unterrichtet werden oder Aufgaben bekommen. Der Unterricht für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 soll weiter in der Schule stattfinden und am 4. Januar beginnen


09.12.2020: Höchstwert: 590 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist sprunghaft angestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 590 neue Todesfälle innerhalb eines Tages, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht.

Das sind über 100 Fälle mehr als beim bisherigen Rekordstand von 487 Toten vom vergangenen Mittwoch. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 20.815 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Mittwoch in der Vorwoche lag der Wert noch bei 17.270. Den bisher höchsten Tageswert gab es am 20. November mit 23 648 Fällen.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Mittwoch auf 19.932. 

Für ganz Deutschland gab das RKI außerdem einen neuen Höchstwert von 149,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen an. Zu Beginn des Teil-Lockdowns im November waren es um die 120 gewesen. Bund und Länder wollen erreichen, dass es weniger als 50 werden - so könnten Gesundheitsämter Infektionsketten wieder nachverfolgen.

Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1.218.524 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 09.12, 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 902.100 Menschen inzwischen genesen.


08.12.2020: Ausgangssperre und Alkoholverbot in hessischen Corona-Hotspots

In hessischen Regionen mit dauerhaft hohen Corona-Infektionszahlen wird es eine nächtliche Ausgangssperre und ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit geben. Das kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag in seiner Regierungserklärung im hessischen Landtag in Wiesbaden an. Als Grund nannte er die in den betroffenen Regionen weiter steigenden Infektionszahlen.


08.12.2020: Mecklenburg-Vorpommern verschärft Maßnahmen gegen Corona-Pandemie

Mecklenburg-Vorpommern reagiert mit verschärften Schutzmaßnahmen auf die gestiegene Zahl von Corona-Infektionen. Das Kabinett beschloss am Dienstag in Schwerin, die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen zu erweitern und Schüler ab der 7. Klasse nach den Weihnachtsferien zunächst per Internet zu Hause zu unterrichten.


08.12.2020: Rheinland-Pfalz nimmt Abstand von Lockerungen zum Jahresende

Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz will anders als bislang geplant die Corona-Regeln für Treffen an Silvester nicht lockern. Es sei zwar noch kein Beschluss gefasst, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz. Aber voraussichtlich könnten lediglich für die Weihnachtszeit, vom 23. bis zum 27. Dezember, Treffen von zehn Menschen aus drei Haushalten ermöglicht werden.


08.12.2020: Corona-Pandemie: Sachsen plant weitere Schließungen

Sachsen plant weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen. Schulen, Kitas und viele Geschäfte sollen ab Montag schließen. Damit solle auf stark steigende Infektionszahlen reagiert werden, kündigte die Regierung am Dienstag an.


08.12.2020: Baden-Württemberg verbietet Alkoholausschank im Freien 

Die baden-württembergische Landesregierung will den Alkoholausschank unter freiem Himmel insbesondere aufgrund des hohen Andrangs an Glühweinständen im Land verbieten. Man werde ein flächendeckendes Alkoholverbot in die nächste Corona-Verordnung aufnehmen, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart an. Die Kommunen sollten das schon zum 3. Advent umsetzen.


08.12.2020: Landesregierung: Corona-Regeln an Feiertagen nicht lockern

Die Thüringer sollen Weihnachten und Silvester nur im engsten Familienkreis feiern. Das Land wolle die Corona-Kontaktbeschränkungen an den Weihnachtsfeiertagen wegen der hohen Infektionszahlen nicht lockern, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag in Erfurt. Darauf habe sich die rot-rot-grüne Minderheitsregierung verständigt. An einer endgültigen Entscheidung per Verordnung würden aber Landtag und Kommunen beteiligt. Dazu gäbe es Gespräche.

Nach der Verständigung der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht die Thüringer Corona-Verordnung derzeit vor, dass sich maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen können. Kinder unter 14 Jahren sind dabei nicht berücksichtigt. Diese Kontaktbeschränkung soll im Freistaat laut Werner verlängert werden.

Eine neue Verordnung werde voraussichtlich am 19. Dezember in Kraft treten. Eine Lockerung auf zehn Personen aus dem engsten Familien- und Freundeskreis wird es damit nicht geben.


08.12.2020: 90-Jährige "Maggie" erhält erste Corona-Impfung in Großbritannien 

Eine 90 Jahre alte Frau hat die erste Corona-Impfung in Großbritannien erhalten. Margaret Keenan wurde am Dienstag im Universitätskrankenhaus in Coventry geimpft, wie der britische Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) mitteilte.

Großbritannien hatte vergangene Woche als erstes Land der Welt dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Noch in diesem Jahr sollen vier Millionen Impfdosen in dem Land eintreffen - insgesamt hat London 40 Millionen Impfdosen von Pfizer bestellt.

Mehrere hundert Millionen weitere werden von anderen Impfherstellern erwartet, deren Präparate bisher noch nicht zugelassen sind. In China und Russland sind bereits Produkte heimischer Hersteller im Einsatz.

Bewohner von Pflegeheimen, medizinisches Personal, alte und gesundheitlich gefährdete Menschen sollen als erste geimpft werden. Es handelt sich nach Regierungsangaben um die größte Impfkampagne in der Geschichte Großbritanniens.


08.12.2020: Saarland lockert Corona-Regeln für Weihnachten - danach Verschärfung 

Leichte Lockerungen der Beschränkungen für Weihnachten, Verschärfungen hingegen für Silvester - mit dieser Linie steuert das Saarland in der Corona-Pandemie auf das Jahresende zu. So gilt am 24. Dezember sowie jeweils am Silvester- und Neujahrstag ein Verbot, auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen Alkohol zu trinken, wie die saarländische Landesregierung am Dienstag nach einer Kabinettssitzung mitteilte. 

Die kommunalen Ordnungsbehörden können außerdem das Böllern auf belebten Straßen und Plätzen verbieten. Gelockert werden hingegen über die Weihnachtsfeiertage die Kontaktbeschränkungen, hinter der die Frage steht: Mit wie vielen Menschen darf ich mich noch treffen?

So ist zwischen dem 23. und dem 27. Dezember erlaubt, dass sich Angehörige eines Haushaltes mit höchstens zehn weiteren Menschen aus drei weiteren Haushalten oder "dem familiären Bezugskreis" treffen.

Kinder bis 14 Jahre sind davon ausgenommen. Derzeit dürfen sich im Saarland Angehörige eines Haushaltes mit maximal fünf Personen aus einem weiteren Haushalt oder dem "familiären Bezugskreis" treffen, ausgenommen Kinder bis 14 Jahre. Anders als etwa das Nachbarland Rheinland-Pfalz spricht das Saarland für den privaten Bereich nicht nur dringende Empfehlungen aus. 


08.12.2020: 14.054 Fälle: Corona-Neuinfektionen leicht über Vorwochenniveau

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Deutschland auf hohem Niveau. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.054 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. In der Vorwoche waren es am Dienstag 13.604 neue Fälle.

Binnen eines Tages sind außerdem 423 neue Todesfälle gemeldet worden. In der Vorwoche lag dieser Wert noch bei 388. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Der bisherige Höchststand von 487 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages wurde am vergangenen Mittwoch erreicht. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 19.342.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.197.709 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 08.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 881.800 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,06 (Vortag: 1,10). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


07.12.2020: Niedersachsen schließt Verschärfungen über Feiertage nicht aus

Die ins Auge gefassten Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und den Jahreswechsel sind in Niedersachsen noch nicht beschlossene Sache. Lockerungen seien abhängig vom weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Montag in Hannover.

"Wir sind nach wie vor auch in Niedersachsen vorsichtig und können noch keine Vorhersagen machen, wie es bei uns in der nächsten und in der übernächsten Woche aussieht", sagte die Sprecherin mit Blick auf die Entwicklung der Infektionszahlen. "Und deshalb standen auch immer die Maßnahmen, die wir für Weihnachten und für Silvester angekündigt haben, unter dem Vorbehalt der Entwicklung des Infektionsgeschehens bis dahin."

Kurz vor Ablauf der aktuellen Corona-Verordnung am 20. Dezember werde noch einmal sehr gewissenhaft geguckt, ob die Verordnung fortgeschrieben werde oder ob Veränderungen erforderlich seien. "Auch wir können nicht ausschließen, dass es dann nicht notfalls wieder zu Verschärfungen kommt."

Das Kabinett von Bayerns Ministerpräsident Markus Söders (CSU) hatte am Sonntag beschlossen, die bisher von Weihnachten bis Neujahr geplanten Lockerungen bei den Corona-Auflagen nur noch vom 23. Dezember bis zum zweiten Weihnachtstag zu erlauben. In anderen Bundesländern wird aber bereits überlegt, die Lockerungen auch über Weihnachten zu untersagen.


07.12.2020: Sachsen will Corona-Regeln weiter verschärfen

Sachsen erwägt angesichts hoher Corona-Infektionszahlen weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Weitere Maßnahmen seien erforderlich, deswegen werde sie es auch geben, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag nach einem Gespräch mit den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern in Dresden. Konkrete Schritte würden aber zunächst im Kabinett und Parlament sowie im Einvernehmen mit der kommunalen Ebene und der Wirtschaft beraten. 

"Die Zahlen haben sich anders entwickelt, als es notwendig ist", betonte der Regierungschef. Deshalb müsse man handeln, um die medizinische Versorgung zu sichern. Laut Kretschmer sollen die Maßnahmen für alle Bürger kalkulierbar sein und mit einem entsprechenden Vorlauf verkündet werden. Man müsse über Schule und Kindergärten sprechen, möglicherweise auch über andere Punkte, sagte Kretschmer. Als Beispiel nannte er Pflegeheime. Für Besuche könnte fortan ein Schnelltest die Voraussetzung sein.


07.12.2020: Schleswig-Holstein als letztes Bundesland Corona-Risikogebiet

Schleswig-Holstein ist am Sonntag als letztes Bundesland in Deutschland in der aktuellen Infektionswelle zum Corona-Risikogebiet geworden. In den vergangenen sieben Tagen kamen auf 100 000 Einwohner im Schnitt 51,6 Infektionen, wie die Landesregierung am Sonntag mitteilte. Damit ist der wichtige Risikowert von 50,1 überschritten. Am Samstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 48,9 gelegen. Die Landesregierung meldete am Sonntagabend 154 neue Fälle.

Am Sonntagnachmittag hatte bereits das Nachbar-Bundesland Mecklenburg-Vorpommern den Warnwert überschritten. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind die Bundesländer mit den geringsten Infektionszahlen.


07.12.2020: 12.332 Fälle: Corona-Neuinfektionen über Vorwochenwert

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden 12.332 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Das sind über 1000 Fälle mehr als am vergangenen Montag, als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 11.168 lag. 

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 147 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 125 gelegen. Der bisherige Höchststand von 487 Todesfällen war am vergangenen Mittwoch erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 18.919. 

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.183.655 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 07.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 863.300 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,10 (Vortag: 1,10). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 110 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


06.12.2020: Etliche Auflagen-Verstöße  bei Lüneburger "Gassenzauber"

Bei dem am Wochenende gestarteten Lüneburger "Gassenzauber" hat die Polizei zahlreiche Verstöße gegen Corona-Auflagen registriert. Wie erwartet seien viele Besucher und Touristen in die Innenstadt geströmt und die Verweilzonen bereits nach kurzer Zeit überfüllt gewesen, teilte die Polizei mit. Vor den Buden drängten sich demnach die Menschen, und Abstände wurden nicht eingehalten. Die erworbenen Nahrungsmittel wurden überall in der Innenstadt verzehrt.

Viele der Gäste trugen zwar einen Mund-Nasen-Schutz, jedoch hielt sich kaum jemand an die Vorschriften bei den Verweilzonen. Laut Polizeiangaben war der Sicherheitsdienst mit dem riesigen Besucheraufkommen überfordert. Bei der polizeilichen Ansprache gaben die meisten Touristen an, die geltenden Vorschriften in den Zonen nicht zu kennen.


06.12.2020: In Thüringen keine Lockerungen zu Weihnachten und Silvester

In Thüringen soll es wegen der zunehmenden Zahl an Infektionen mit dem Coronavirus einem Medienbericht zufolge über die Feiertage keine Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben. "Es wird keine Entlastungen für Weihnachten und Silvester geben", zitierten am Sonntag die Thüringer Zeitungen der Funke-Mediengruppe Ministerpräsident Bodo Ramelow. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur war die Staatskanzlei zunächst nicht zu erreichen.

Wegen der aktuellen Entwicklung sei ein anderes Vorgehen aus seiner Sicht nicht möglich, hieß es auf den Online-Portalen von "Thüringer Allgemeine", "Ostthüringer Zeitung" und der "Thüringischen Landeszeitung". Abschließend werde das Kabinett am Dienstag darüber beraten.


06.12.2020: Bayern ruft wegen Coronakrise erneut Katastrophenfall aus

Wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen ruft Bayern ab dem 9. Dezember erneut den Katastrophenfall aus. Das beschloss das Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder bei einer Sondersitzung am Sonntag in München. Am Dienstag soll der Landtag noch darüber abstimmen.

Wie Baden-Württemberg hat Bayern zudem eine nächtliche Ausgangssperre für alle Städte und Kreise mit einer Inzidenz von mehr als 200 Corona-Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner beschlossen. Die eigene Wohnung darf dann nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden. Dazu sollen aber auch Weihnachtseinkäufe, Arztbesuche, Sport und der Weg zur Arbeit und Schule gelten.

Ferner verbietet Bayern ab dem 9. Dezember den Konsum von Alkohol unter freiem Himmel. Gekippt werden die bisher für Silvester geplanten Lockerungen. Einzig an den Weihnachtstagen sollen die Kontaktbeschränkungen aufgelockert werden. Nur noch vom 23. bis zum 26. Dezember sind demnach Treffen über die derzeit erlaubten fünf Teilnehmer aus zwei Hausständen hinaus gestattet mit bis zu maximal zehn Personen aus bis zu zehn Hausständen.

Auch die Umsetzung der Hygiene-Konzepte im Handel und bei Dienstleistern in Bayern soll künftig strenger kontrolliert werden. Prüfer sollen genauer schauen, ob etwa die Zahl der zulässigen Kunden und die Maskenpflicht sowie sonstige Hygieneauflagen eingehalten werden.


06.12.2020: Erstmals in Sachsen Landkreis mit Inzidenz über 500

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Die 7-Tage-Inzidenz kletterte nach Zahlen des Landratsamtes und des Robert Koch-Instituts (RKI) über die Marke von 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das habe es seit Ausbruch der Pandemie in Sachsen nicht gegeben, bestätigte am Sonntag das Gesundheitsministerium in Dresden. Das RKI gab den Wert für den Landkreis mit 534,6 an. Im bundesweiten Vergleich gehört die Region damit zu jenen, in denen die Pandemie derzeit am heftigsten grassiert. Höher liegt die Inzidenz einzig im bayerischen Landkreis Regen.


06.12.2020: Forderungen nach Regeln für Massenimpfung werden lauter 

In Deutschland wächst der Druck auf die Regierung, bald genaue Regeln für die geplante Corona-Massenimpfung vorzulegen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte, schnell konkret zu werden. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, verlangte, die Bevölkerung weit besser als bisher über die geplanten Impfungen aufzuklären. 

"Die Rangfolge der Bevölkerungsgruppen, die als erstes das Angebot erhalten, ist leider noch nicht bekannt", sagte Brysch. "Niemand kennt auch die Institutionen, die die Rangfolge dann überprüfen sollen." Lauterbach sagte der "Bild am Sonntag": "Wir wissen, dass die Impfstoffe von BioNTech und Moderna in allen Erwachsenen-Altersgruppen wirksam sind." Die vorliegenden Daten reichten, um damit zu arbeiten. "Der Impfgruppen-Priorisierung steht nichts im Wege."

Bekannt ist bisher, dass Risikogruppen, also Ältere und Kranke, sowie Beschäftigte im Gesundheitsdienst und in zentralen Bereichen wie der Polizei beim Corona-Schutz durch Impfung besonders im Blick sein sollen.


06.12.2020: Fast 18.000 neue Corona-Infektionen gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 17.767 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 14.611 gemeldeten Neu-Infektionen an einem Tag.

Innerhalb eines Tages sind 255 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Deutschland auf 18.772 seit Beginn der Pandemie (Stand: 06.12.,00.00 Uhr). Insgesamt haben sich nach Angaben des RKI 1.171.322 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert.


05.12.2020: Spahn hält Massenimpfungen im Sommer für denkbar

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Massenimpfungen gegen das Coronavirus bis Sommer nächsten Jahres in Aussicht gestellt. Dem Nachrichtenportal t-online sagte der CDU-Politiker: "Stand heute bin ich sehr optimistisch, dass es spätestens im Sommer Massenimpfungen geben wird." Er gehe davon aus, dass dann auch in Arztpraxen "flächendeckend" geimpft werden könne. Auf die Frage, ob Deutschland im Herbst mit dem Gröbsten durch sei, antwortete Spahn: "Wenn möglichst viele das Impfangebot wahrnehmen: ja."

Insgesamt gebe es bei den Impfstoff-Entwicklungen fünf Kandidaten, die mit einer «gewissen Wahrscheinlichkeit» bis zur Jahresmitte zugelassen würden. Dazu zählte Spahn neben den Entwicklungen von BioNTech/Pfizer und Moderna auch die Produkte von Curevac, Astra Zeneca sowie Johnson & Johnson. Millionen Bundesbürger könnten schon im Frühjahr durch Impfungen immun sein. Bis Ende März seien "für Deutschland 11 Millionen Dosen allein von BioNTech realistisch".


05.12.2020: Wachsende Zweifel an Lockerungen für die Feiertage 

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen mehren sich Forderungen, auf die Lockerung von Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und Neujahr zu verzichten. Die für Gesundheit zuständige stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Bärbel Bas sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Sollten die Zahlen bis zum 20. Dezember auf diesem hohen Niveau bleiben, sollten die Maßnahmen über die Feiertage nicht gelockert werden. Es sollte dann bei den jetzt gültigen Beschränkungen bis in den Januar bleiben." Ansonsten drohten noch höhere Zahlen, die weitergehende Beschränkungen nötig machten. Das bayerische Kabinett will am Sonntag über Verschärfungen beraten.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus bleibt in Deutschland auch rund fünf Wochen nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns auf hohem Niveau. Auch die Zahl der täglichen Toten infolge von Covid-19 bleibt hoch.


05.12.2020: Moskau hat mit großangelegten Impfungen begonnen 

Moskau, die größte Stadt Europas, hat am Samstag als erste Metropole in Russland mit großangelegten Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. In 70 Kliniken der Stadt starteten am Morgen die Impfungen mit dem in Russland entwickelten Vakzin "Sputnik V". Das teilte der operative Stab der Hauptstadt mit. Zuerst wurden demnach Mitarbeiter des Bildungs- und des Gesundheitswesens sowie sozialer Dienste gegen die Lungenkrankheit Covid-19 geimpft. Tausende Menschen hatten sich für den offiziellen Impfstart einen Termin geben lassen.

Die Impfungen sind kostenlos und freiwillig. Zugelassen waren aber zunächst nur Freiwillige, die von Berufs wegen viel Kontakt mit anderen Menschen haben und deshalb einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Nötig ist nach der ersten Impfdose nach 21 Tagen eine zweite Injektion. Moskau verzeichnete am Samstag 7993 Neuinfektionen - so viele wie noch nie an einem Tag.


05.12.2020: Erneut Corona-Höchststand in den USA 

In den USA hat die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Am Freitag gab es 227.885 neue bestätigte Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert war erst am Vortag mit rund 217.000 neuen Fällen verzeichnet worden.

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Toten überschritt den vierten Tag in Folge die Schwelle von 2500. Am Freitag wurden 2607 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion verzeichnet. Der Höchstwert war am Vortag mit 2879 Toten registriert worden.


05.12.2020: Kliniken und Pflegeheime bitten Gastro-Mitarbeiter um Hilfe 

In der Corona-Krise bitten Kliniken und Pflegeheime aus München und Umgebung die Gastronomie um Hilfe. Wie der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) mitteilt, richtete das Referat für Umwelt und Gesundheit der Stadt München (RGU) eine Anfrage an den Verband. Gesucht seien Mitarbeiter aus Hotels und Gaststätten, die bereit sind, in Kliniken und Pflegeeinrichtungen stundenweise als Servicekräfte auszuhelfen. Angesprochen seien insbesondere Mitarbeiter, die sich zurzeit in Kurzarbeit befinden.

"Die Pflegekräfte arbeiten seit Wochen am Limit und brauchen jede verfügbare Hilfe", so der DEHOGA Bayern in einem Schreiben an seine Mitglieder. Die Gastronomie-Mitarbeiter seien wiederum flexible Fachkräfte, die sich "auch im Hochbetrieb zu Höchstleistungen motivieren". 


05.12.2020: BioNTech-Gründer vor UN-Generalversammlung optimistisch 

Die BioNTech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci haben sich vor der UN-Generalversammlung optimistisch in Hinblick auf eine Eindämmung der Corona-Pandemie bis Ende 2021 gezeigt. "Es gibt keine andere Möglichkeit", sagte der wie seine Mitgründerin und Ehefrau Türeci per Video zugeschaltete Sahin am Freitag in New York bei einer Sondersitzung der UN-Generalversammlung. "Wir müssen das schaffen und wir werden das schaffen." Auch Türeci sagte, wenn weiterhin weltweit alle für die Impfstoffentwicklung und Impfstoffdistribution Zuständigen mobilisiert werden könnten, dann sei auch sie "sehr optimistisch und auch zuversichtlich". 

Zuvor hatte Sahin erzählt, wie er im Januar einen wissenschaftlichen Artikel zum Coronavirus gelesen habe und ihm dabei klar geworden sei, dass daraus eine Pandemie werden würde. "Ich bin dann zu Özlem gerannt und habe ihr gesagt, dass dieser Ausbruch wahrscheinlich eine Pandemie werden wird. Wir sind in unsere Firma gegangen und haben gesagt, dass wir unsere Pläne für das Jahr ändern müssen, dass wir nicht mehr nur noch mit der Krebs-Forschung weitermachen können. Wir konnten alle überzeugen und haben noch am selben Tag angefangen."


05.12.2020: Bundestagsexperten halten Impf-Gesetz für erforderlich 

Die Bundesregierung sollte die Impfung gegen Covid-19 nach einer Einschätzung der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags nicht einfach per Verordnung regeln, sondern mit einem Gesetz. In einer Ausarbeitung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: "Der überwiegend vertretenen Auffassung, wonach die Priorisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen beim Zugang zu Impfstoffen eines förmlichen Gesetzes bedarf, das zumindest die wesentlichen Kriterien für die Verteilung eines knappen Impfstoffes regelt, ist zuzustimmen."

Schließlich habe das Bundesverfassungsgericht festgehalten, dass insbesondere die Grundrechtsrelevanz einer Maßnahme dafür entscheidend sei, ob diese durch ein formelles Gesetz zu regeln sei. Die Möglichkeit, Impfschutz gegen Covid-19 erlangen zu können, sei für die gesamte Bevölkerung von enormer Relevanz, da alle gleichermaßen von der Ansteckungsgefahr und den daraus folgenden Einschränkungen im Alltag betroffen seien. 


05.12.2020: Über 23.000 neue Infektionen in Deutschland 

Noch immer ist keine Trendwende in Sicht: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Samstagmorgen 23.318 neue Corona-Infektionen gemeldet. Vor genau einer Woche lag der Wert noch bei 21.695 gemeldeten Neuinfektionen.

Mit 483 neuen Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden wurde der zweithöchste Stand seit dem Ausbruch der Pandemie erreicht. Am vergangenen Mittwoch war der bisherige Höchstwert mit 487 Todesfällen erreicht worden. Insgesamt sind demnach an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 18.517 Menschen in Deutschland gestorben (Stand: 05.12., 00.00 Uhr). Seit dem Beginn der Pandemie haben sich nach Angaben des RKI insgesamt 1.153.556 Menschen mit dem Virus infiziert.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,04 (Vortag: 0,94). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 104 weitere Menschen anstecken. 


04.12.2020: Britisches Impfprogramm soll am Dienstag starten

Nachdem die ersten Impfdosen in Großbritannien eingetroffen sind, will der britische Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) am kommenden Dienstag mit dem Impfen beginnen. Das sagte NHS-Providers-Geschäftsführer Chris Hopson am Freitag im BBC-Fernsehen. Premierminister Boris Johnson sprach von der größten Massenimpfung in der Geschichte Großbritanniens. 

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hatte am Mittwoch dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Großbritannien ist damit das erste Land überhaupt, das den Impfstoff zur breiteren Anwendung freigegeben hat. 

Bereits in der kommenden Woche sollen 800 000 Impfdosen zur Verfügung stehen. Millionen weitere sollen bis Jahresende hinzukommen. Mit dem größten Teil der insgesamt 40 Millionen bestellten Impfdosen werde in der ersten Jahreshälfte 2021 gerechnet, sagte ein Regierungssprecher am Freitag.

Als erstes geimpft werden sollen Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen sowie über 80-Jährige und besonders gefährdetes medizinisches Personal. Wegen der komplizierten Lagerung bei minus 70 Grad soll der Impfstoff aber zunächst nur in 50 Kliniken im Land verabreicht werden. Später sollen weitere Zentren hinzukommen. 

Die britische Regierung hatte die rasche Zulassung des Impfstoffs als Erfolg gefeiert. Experten aus der EU und den USA hatten jedoch auch Kritik an der Notfallzulassung geäußert. 


04.12.2020: Italien verschärft Corona-Regeln - Skigebiete bis 6. Januar dicht 

Mit einem neuen Dekret und weiteren Einschränkungen für die Menschen will die Regierung in Italien eine weitere Corona-Welle verhindern. Alle Skigebiete blieben bis zum 6. Januar geschlossen, teilte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Donnerstagabend mit.

Zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar müssen Italiener, die als Touristen im Ausland waren und zurückkehren, und auch ausländische Touristen, die nach Italien einreisen, demnach in Quarantäne. Zur Länge der Quarantäne machte der Anführer der Mitte-Links-Regierung allerdings keine Angaben.

Die landesweit geltende Ausgangssperre bleibt Conte zufolge weiter bei 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Eine Ausnahme sei die Silvesternacht: Dann werde die Sperre von 22 Uhr am 31. Dezember bis 7 Uhr am Neujahrstag verlängert. Ebenfalls erhalten bleibt die Aufteilung der Regionen in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern in die drei Corona-Risikozonen rot, orange und gelb. 

Außerdem müssen sich italienische Schüler der höheren Jahrgangsstufen weiter in Geduld üben. Laut Dekret sollen sie erst wieder ab dem 7. Januar zum Präsenzunterricht kommen und dann in einer ersten Phase auch nur dreiviertel der Schüler. Bislang verfolgen sie den Unterricht digital zu Hause. 

In der Nacht zum Donnerstag hatte die Regierung bereits eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit über Weihnachten und Neujahr beschlossen. Reisen zwischen einzelnen italienischen Regionen seien vom 21. Dezember bis 6. Januar verboten. Am 25. und 26. Dezember sowie am Neujahrstag sollten die Menschen in ihren Städten und Gemeinden bleiben. Ausnahmen gelten stets für Arbeit, Notfälle oder um an seinen Wohnsitz zurückzukehren. 


04.12.2020: Österreicher sollen sich auf Coronavirus testen lassen 

In Österreich sollen Massentests die Ausbreitung des Coronavirus wirkungsvoll eindämmen. Am Freitag startet das Projekt in großem Stil in den Bundesländern Tirol Vorarlberg und Wien. In Österreichs Hauptstadt können sich die Bürger an drei Standorten bis zum 13. Dezember testen lassen. Die Kapazität liegt in Wien bei bis zu 150 000 Tests pro Tag. Ziel der Regierung ist es, dass sich mehrere Millionen Menschen untersuchen lassen. Die Massentests gelten als wichtiger Baustein, gerade auch um symptomfreie Infizierte zu entdecken.   


04.12.2020: 23.449 Fälle: Corona-Neuinfektionen leicht über Vorwochenniveau

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 23 449 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit liegt der Wert knapp über den 22 806 Fällen der Vorwoche, wie aus den RKI-Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht. Mit 432 neuen Todesfällen binnen eines Tages wurde der dritthöchste Stand seit Beginn der Pandemie gemeldet. Der bisherige Höchstwert von 487 Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden. 

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Freitag auf 18.034. Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1.130.238 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 04.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 820.600 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 0,94 (Vortag: 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


03.12.2020: Krankschreibung per Telefon bei Erkältungen bis Ende März möglich

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen können sich Patienten mit leichten Erkältungsbeschwerden bis ins neue Jahr hinein auch ohne Praxisbesuch telefonisch krankschreiben lassen. Die Sonderregelung wird bis 31. März 2021 verlängert, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken am Donnerstag beschloss. Dies soll Kontakte und Infektionsrisiken reduzieren. Ärzte und Ärztinnen müssten sich aber «durch eine eingehende telefonische Befragung» persönlich vom gesundheitlichen Zustand überzeugen und prüfen, ob doch eine körperliche Untersuchung nötig sein könnte.

Die telefonischen Krankschreibungen sind bis zu sieben Tage möglich und können telefonisch für weitere sieben Kalendertage verlängert werden. Die Sonderregelung war bisher bis Jahresende befristet gewesen.


03.12.2020: RKI mahnt zu deutlich stärkerer Corona-Eindämmung

Die Zahl der neuen Corona-Fälle in Deutschland muss aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich stärker gesenkt werden, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bekommen. "Die Lage bleibt weiter sehr angespannt", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Auch nach den Beschränkungen der vergangenen Wochen, die die Fallzahlen als ersten Erfolg stabilisiert hätten, seien sie immer noch zu hoch. Ziel bleibe, "die Infektionen auf ein Level zu senken, mit dem wir alle umgehen können".

Aktuell sei leider eine Entwicklung zu sehen, wie sie bei anhaltend hohen Fallzahlen befürchtet worden sei. Die Gesundheitsämter seien zusehends erschöpft und schafften es nicht mehr zu ermitteln, wo sich Betroffene angesteckt haben. Es gebe mehr Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen, in einigen Regionen kämen Krankenhäuser an Belastungsgrenzen. Die Zahl der schweren Verläufe und Todesfälle steige von Woche zu Woche, zu rechnen sei mit vielen weiteren Fällen.

Wieler rief alle Bürger eindringlich dazu auf, Regeln zu Abstand, Hygiene und Alltagsmasken "immer und überall" zu beherzigen. Dies sei entscheidend, da man sich prinzipiell überall anstecken könne, wo Menschen zusammenkommen. "Wir sind dem Virus nicht hilflos ausgeliefert." Covid-19 sei "eine vermeidbare Erkrankung."

Nach einer sehr erfolgreichen Eindämmung im Frühjahr bekomme Deutschland die Zahlen derzeit "nicht mit aller Verve runter". Der RKI-Präsident äußerte aber die Hoffnung, dass die Mitmach-Bereitschaft (Compliance) der Menschen zunehme, da inzwischen auch mehr aus eigener Anschauung merkten, wie ernstzunehmend die Krankheit sei. 

Mit Blick auf die von Bund und Ländern angestrebte Senkung der Neuinfektionen auf unter 50 Fälle pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen sagte Wieler, dies sei "prinzipiell machbar". Es hänge aber maßgeblich vom Verhalten der Menschen ab, wie schnell es machbar sei.


03.12.2020: Erstmals mehr als 3000 Corona-Tote an einem Tag in den USA

Die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten in den USA hat erstmals seit Beginn der Pandemie die Schwelle von 3000 überschritten. Am Mittwoch meldeten die Behörden 3157 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert mit 2607 Toten war am 15. April registriert worden. 

Zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie übertraf die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Neuinfektionen am Mittwoch die Marke von 200.000. Der bislang höchste Wert war nach JHU-Angaben am Freitag mit rund 205.000 neuen Fällen registriert worden. 

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 13,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 273.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden - nachträglich korrigiert.


03.12.2020: 22.046 Fälle: Corona-Neuinfektionen knapp unter Vorwochenniveau

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 046 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit liegt der Wert knapp unter den 22 268 Fällen der Vorwoche, wie aus den RKI-Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Mit 479 neuen Todesfällen binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter außerdem den zweithöchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert von 487 Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden. 

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Donnerstag auf 17.602. Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1.106.789 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 03.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 800.000 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 0,89 (Vortag: ebenfalls 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


03.12.2020: Teil-Lockdown bis zum 10. Januar - Hoffen auf baldige Impfungen

Der wegen der Corona-Pandemie verhängte Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 10. Januar verlängert. Das beschlossen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch. «Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist, mit Ausnahme natürlich der Weihnachtsregelungen, die noch extra getroffen wurden», sagte Merkel nach den Beratungen.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen hatten vor allem Merkel, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Schalte für eine Verlängerung des Teil-Lockdowns bis einschließlich 10. Januar plädiert. Laschet wurde aus der Runde mit den Worten zitiert: "Wir sorgen für Klarheit." Am 4. Januar wollen Bund und Länder dann darüber beraten, wie es anschließend weitergehen soll.

Der Teil-Lockdown gilt seit Anfang November und war in der vergangenen Woche zunächst bis kurz vor Weihnachten verlängert worden. Merkel verwies am Mittwoch aber darauf, dass man im Durchschnitt noch weit von dem Ziel entfernt sei, zu einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen zu kommen. 


02.12.2020: Österreich macht Grenzen über Weihnachten und Neujahr praktisch dicht

Österreich verhängt für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten vom 7. Dezember bis zum 10. Januar eine zehntägige Quarantänepflicht. Ziel sei es, den Tourismus weitgehend einzudämmen, teilte die Regierung am Mittwoch in Wien mit. Österreich setze auf ein konsequentes Grenzregime, damit das Virus nicht durch Rückkehrer oder Touristen ins Land getragen werde, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Wien.

Der Schwellenwert seien mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen. Das gelte praktisch für alle Nachbarstaaten und speziell auch für den Westbalkan, hieß es. Alle Gaststätten und Hotels müssen bis zum 7. Januar geschlossen bleiben. Es werde wirtschaftliche Entschädigungen geben, sagte Kurz. Die Lifte in den Skigebieten dürfen ab dem 24. Dezember öffnen - und können somit im Wesentlichen von Einheimischen genutzt werden.

Zugleich dürfen nach dem Ende des aktuellen Lockdowns am 6. Dezember die Geschäfte und die Museen wieder öffnen. Auch die Pflichtschulen werden wieder geöffnet. Ausgangsbeschränkungen bestehen dann noch zwischen 20 Uhr und 6 Uhr.

"Die sinkenden Zahlen sind ein Erfolg, aber kein Grund zur Entwarnung", sagte Kurz. Eine Überlastung des Gesundheitssystems sei bisher verhindert worden. Er rief die Bürger auf, sich an den bevorstehenden Massentests zu beteiligen. In Wien, Tirol und Vorarlberg können sich die Menschen ab Freitag testen lassen. Danach folgen weitere Bundesländer. Die Experten hoffen, dass sich mehrere Millionen Menschen beteiligen, um so die Infektionsketten zu unterbrechen.

In Österreich ist aufgrund des Lockdowns die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurückgegangen. Allerdings ist der Abwärtstrend weniger stark als erhofft. Am Mittwoch wurden 3972 Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist dieser Wert um ein Mehrfaches höher als in Deutschland.


02.12.2020: Biontech und Pfizer: Großbritannien lässt Corona-Impfstoff zu

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hat nach Angaben des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Das teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Damit bekommen die Briten früher grünes Licht für einen Corona-Impfstoff als die EU und die USA.


02.12.2020: Höchstwert: 487 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht.

Der bisherige Höchstwert war am Freitag mit 426 Todesfällen erreicht worden. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 17.270 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind rund 1400 weniger als in der Vorwoche, in der am Mittwoch 18.633 neue Fälle hinzukamen. 

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Mittwoch auf 17.123. Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1.084.743 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 02.12, 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 779.500 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 0,89 (Vortag: 0,91). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


01.12.2020: Strikte Ausgangsbeschränkungen in Nürnberg

Die Stadt Nürnberg verhängt als erste Großstadt in Bayern im Teil-Lockdown zusätzlich strikte Ausgangsbeschränkungen. Damit sollen die stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen eingedämmt werden. Die Beschränkungen sollen ab sofort bis zunächst zum 20. Dezember gelten, kündigte Oberbürgermeister Marcus König (CSU) am Dienstag an. Nürnberger dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. 

Nürnberg ist nach München und mit mehr als 500 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Bayerns und ein wichtiges Wirtschaftszentrum. 

Außerdem weitet die Stadt die Maskenpflicht und das Alkoholverbot in der Innenstadt aus. Ab dem 7. Dezember sollen Klassen ab der fünften Jahrgangsstufe geteilt und im Wechsel unterrichtet werden - mit Ausnahme von Förderschulen, schulvorbereitenden Einrichtungen und Abschlussklassen. 


01.12.2020: 13.604 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13 604 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. In der Vorwoche waren es mit 13.554 ähnlich viele Fälle, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Der bisherige Höchststand von 410 Todesfällen wurde am vergangenen Mittwoch erreicht. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Dienstag auf 16.636. 

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.067.473 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 01.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 758.800 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,91 (Vortag: 0,95). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 91 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


30.11.2020: Laumann: Ski-Lifte in NRW bleiben im Dezember geschlossen

Ski-Lifte müssen entsprechend der neuen Corona-Schutzverordnung im Dezember in Nordrhein-Westfalen geschlossen bleiben. Das teilte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag mit. Ski-Lifte seien Freizeit-Einrichtungen und damit verboten.

 

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Sonntag davon gesprochen, auf die Betreiber zuzugehen - gleichzeitig aber klar gemacht, dass es eine europäische Lösung für die Ski-Gebiete brauche.

NRW wird nun keine Ausnahme machen und den Betrieb von Liften untersagen - so wie es bereits Italien und Frankreich angekündigt hatten. Die neue Corona-Schutzverordnung gilt zunächst bis Ende Dezember. Ob es im Januar Ski-Betrieb gibt, blieb zunächst unklar. Laschet hatte sich bislang dafür ausgesprochen, bis zum Ende der Weihnachtsferien Ski-Tourismus europaweit zu unterbinden.

In NRW trifft das Verbot die Ski-Regionen im Sauerland. Der Bürgermeister des Wintersportorts Winterberg, Michael Beckmann (CDU), hatte am Montagmorgen bei WDR 5 gesagt, ein Verbot bis zum Ende der Ferien würde die Stadt mit 12 500 Einwohnern hart treffen.


30.11.2020: 11.169 Fälle: Corona-Neuinfektionen leicht über Vorwochenwert

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Innerhalb eines Tages sind 11.169 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.864 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden zudem 125 neue Todesfälle. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf insgesamt 16.248. 

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.053.869 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 30.11., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 739.100 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 0,95 (Vortag: 0,96). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.


29.11.2020: Corona-Zahlen in Passau steigen weiter - Inzidenz von 538

Die Zahl der Corona-Infektionen in Passau ist weiter gestiegen. Am Sonntag meldete das Landesamt für Gesundheit (LGL) einen Inzidenzwert von knapp 538 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Seit dem Wochenende gelten in der niederbayerischen Stadt strenge Ausgangsbeschränkungen. Diese hatte der Oberbürgermeister, Jürgen Dupper, am Freitag verkündet, nachdem der Inzidenzwert auf fast 440 Neuinfektionen gestiegen war.

Die Menschen in Passau dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Außerdem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Die Stadt verordnete Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 - mit Ausnahme von Abschlussklassen an Mittel- und Realschulen.

Die Beschränkungen sollen zunächst für eine Woche gelten, jedoch frühestens bei einem Rückgang der Infektionszahlen auf eine Corona-Inzidenz von 300 wieder gelockert werden.


29.11.2020: Berlin überschreitet selbstgesetzten Warnwert für Intensivbetten

Erstmals seit Einführung des Ampelsystems zur Bewertung der Corona-Lage in Berlin ist der Warnwert für Intensivbetten überschritten worden. Mehr als ein Viertel dieser Betten in der Hauptstadt ist jetzt mit Covid-19-Patienten belegt, wie aus dem am Sonntag aktualisierten Lagebericht der Gesundheitsverwaltung für Samstag hervorgeht. Damit steht die Corona-Ampel in Berlin nun bei zwei Indikatoren auf Rot.

Die Corona-Ampel berücksichtigt insgesamt drei Indikatoren: die Reproduktionszahl (kurz R-Wert), die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen und die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten. Für jedes Kriterium wurden Grenzwerte definiert. Werden diese mindestens drei Mal in Folge überschritten, wechselt die entsprechende Ampelfarbe auf Gelb oder Rot.


29.11.2020: Mehr als 1000 Schüler und Schülerinnen in Halle in Quarantäne 

In Halle sind derzeit mehr als 1000 Schüler und Schülerinnen in Quarantäne. Insgesamt gebe es in der knapp 240.000 Einwohner großen Stadt mehr als 30 700 Kinder und Jugendliche in den Schulen, sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Sonntag. Das bedeute, dass fast 97 Prozent aller Schüler und Schülerinnen den Unterricht weiter besuchen könnten. "Das ist eine gute Zahl", so Wiegand. Die Entscheidung, die Schulen weiterhin geöffnet zu lassen, sei richtig gewesen.

Insgesamt wurden am Sonntag 25 Neuinfektionen in Halle gemeldet. Der Corona-Kennwert lag weiterhin im hohen Bereich von 84,82 Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tagen. Zudem wurden am Sonntag zwei weitere Corona-Tote gemeldet. Am Samstag starben eine 80 Jahre alte Frau und am Sonntag ein 79 Jahre alter Mann in Zusammenhang mit dem Virus.


29.11.2020: Wien beginnt Corona-Massentests am 4. Dezember 

Die freiwilligen Corona-Massentests beginnen in Wien am 4. Dezember, zwei Tage später als ursprünglich geplant. Das sagte der Stadtrat für Gesundheit, Peter Hacker, am Sonntag. Die Berufsfeuerwehr hat drei größere Testzentren eingerichtet, die zusammen jeden Tag 150.000 Tests durchführen können. Die anderen Bundesländer starten auch am kommenden Freitag oder in den Tagen danach mit ihrem Testangebot. Damit sollen Menschen, die nichts von ihrer Infektion wissen, gefunden und Infektionsketten unterbrochen werden. Die Regierung hat die 8,9 Millionen Einwohner zu reger Teilnahme an den Antigen-Schnelltests aufgerufen.

Die Testung sämtlicher 200.000 Lehrerinnen und Lehrer sowie der Betreuungskräfte in Kindergärten soll je nach Bundesland entweder im Zuge der allgemeinen Massentests oder separat am 5. und 6. Dezember stattfinden. Bildungsminister Heinz Faßmann appellierte in einem Brief an die Lehrer, teilzunehmen: "Sie bekommen nicht nur eine Momentaufnahme über Ihren Infektionsstand, sondern leisten einen wesentlichen Beitrag für einen sicheren Schulbetrieb."


29.11.2020: Brandenburgs Gesundheitsministerin Nonnemacher in Quarantäne

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher ist wegen einer Corona-Infektion im familiären Umfeld in häuslicher Quarantäne. Das teilte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse am Sonntag mit. Nonnemachers Ehemann sei Arzt in einer Notaufnahme und im beruflichen Zusammenhang positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ministerin habe am Samstagabend erfahren, dass sie eine sogenannte Kontaktperson 1A mit engem Kontakt sei. Sie werde sich am kommenden Donnerstag auf das Virus testen lassen. Nonnemacher, die selbst Ärztin ist, hat nach Angaben ihres Sprechers bisher keine Symptome.


29.11.2020: Neue Corona-Regeln für den hessischen Handel im Dezember

Im hessischen Handel gelten von Dezember an neue Bestimmungen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Auf die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche darf pro zehn Quadratmetern nur ein Kunde eingelassen werden. Ab einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wird nur noch ein Kunde auf 20 Quadratmeter zugelassen. Daran hat das Wirtschaftsministerium in Wiesbaden am Sonntag die Verbraucher erinnert. "Während des gesamten Einkaufs muss eine Mund-Nasenbedeckung getragen werden." Dies gelte auch in überdachten oder überdeckten Ladenstraßen von Einkaufszentren, überdachten Einkaufspassagen, auf Wochen- und Weihnachtsmärkten, Trödel- und Antikmärkten sowie vor den Geschäften und auf den dazugehörigen Parkflächen.

Auf Wochen- und Spezialmärkten gibt es keine Begrenzung der Kundenzahl. Daher ist es besonders wichtig, dass Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Gegessen und getrunken werden darf nur in bestimmten, ausgewiesenen Bereichen.


29.11.2020: Neue Kontaktbeschränkungen treten in Berlin in Kraft 

In Berlin sind am Sonntag neue Kontaktbeschränkungen für private Treffen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf maximal fünf Personen des eigenen und eines weiteren Haushalts beschränkt. Bisher gilt eine Obergrenze von zehn Personen. Kinder bis 12 Jahren sind davon ausgenommen.

Berlin weicht damit etwas von den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen ab. Bund und Länder hatten eine Altersgrenze für Kinder von 14 Jahren vorgeschlagen und eine Verschärfung der Regeln ab 1. Dezember, also ab Dienstag.


29.11.2020: Kosmetiksalons in MV möglicherweise bald wieder offen 

Kosmetiksalons dürfen in Mecklenburg-Vorpommern möglicherweise vom 5. Dezember an wieder öffnen, wenn die Corona-Infektionszahlen am Tag davor erkennbar nach unten weisen.

Am nächsten Freitag würden die Zahlen angeschaut und überlegt, ob für diesen Bereich zum zweiten Adventswochenende gelockert werden könne, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Samstag nach einem Treffen der Landesregierung mit Vertretern von Wirtschaft, Gewerkschaften, Kommunen und Verbänden.


29.11.2020: Hotels in MV dürfen Familienbesucher über Weihnachten beherbergen 

Hotels und Pensionen in Mecklenburg-Vorpommern dürfen vom 23. Dezember bis 1. Januar Familienbesucher beherbergen. Drei Übernachtungen seien für Mitglieder der Kernfamilie möglich, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe nach einer mehr als achtstündigen Beratung der Landesregierung mit Vertretern von Wirtschaft, Kommunen und Verbänden am Samstag per Videoschalte. Zur Kernfamilie zählen Ehegatten, Lebenspartner, Geschwister, Eltern, Kinder, Großeltern, Enkel, Urgroßeltern und Urenkel sowie deren Lebenspartner.

Zuvor hatten bereits Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen und Berlin angekündigt, über die Festtage Hotelübernachtungen im Rahmen von Familienbesuchen zu erlauben - entgegen einer Empfehlung aus dem Kanzleramt. Mecklenburg-Vorpommern habe sich an der Lösung von Schleswig-Holstein orientiert, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. 

Eine generelle Öffnung des Tourismus und der Gastronomie vom 21. Dezember bis zum Jahresende nur für Gäste aus MV sei von der Branche als nicht wirtschaftlich eingeschätzt worden, so Glawe. 


29.11.2020: Tschechien lockert Corona-Maßnahmen zum Weihnachtsgeschäft 

Tschechien lockert zum Weihnachtsgeschäft seine strengen Corona-Regeln. Von Donnerstag an dürfen alle Einzelhandelsgeschäfte und Restaurants wieder öffnen. Das gab die Regierung nach einer Sondersitzung des Kabinetts am Sonntag bekannt. Es gelten strenge Hygieneregeln und eine Begrenzung der Kundenzahl in Geschäften auf eine Person je 15 Quadratmeter.

Bislang sind nur lebensnotwendige Einkäufe erlaubt. Die Lockerungen waren ursprünglich bereits für Montag erwartet worden. Im Laufe der Woche werde mit einer "weiteren deutlichen Verbesserung der Situation" gerechnet, begründete Gesundheitsminister Jan Blatny die Verzögerung. Die Maskenpflicht selbst im Freien bleibt bestehen.


29.11.2020: Corona-Hotspot Hildburghausen verschärfen Hygiene-Regeln 

Der besonders stark von der Pandemie betroffene thüringer Kreis Hildburghausen verhängt noch härtere Corona-Regeln. Nach einem unangemeldeten Corona-Protest gilt ab Sonntag ein Versammlungsverbot. Mit einer neuen Verordnung untersagte das Landratsamt am Samstag Versammlungen sowohl in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel sowie sämtliche Veranstaltungen im Kreisgebiet. Zudem gilt in der Innenstadt von Hildburghausen jetzt eine allgemeine Maskenpflicht.

Nach den neuen Corona-Regeln können nun nur noch im Einzelfall und auf Antrag Versammlungen genehmigt werden, wenn sie infektionsschutzrechtlich vertretbar sind und vier Tage vorher angemeldet wurden. Unangemeldete Versammlungen sind demnach verboten. Untersagt wurden auch Sitzungen der Kommunen, Parteitage, Gottesdienste und Märkte - mit Ausnahme von Wochenmärkten und Beerdigungen.


29.11.2020: RKI: Münster als erste Großstadt in NRW unter Infektionskennziffer 50 

Ein erster orangefarbener Fleck auf der sonst roten NRW-Karte des Robert-Koch-Instituts (RKI): Münster hat am Sonntag erstmals seit Ende Oktober mit 41,5 wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Grenzwert von 50 ausgewiesen. Den höchsten Wert erreichte am Sonntag laut RKI Solingen mit 261,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der NRW-weite Wert lag am Sonntag bei 146,0.

Die Kennzahl 50 war im Oktober noch wichtig, da damals regionale Maßnahmen noch an diesen Wert gekoppelt waren. So mussten ab dieser Zahl Veranstaltungen verkleinert oder Sperrstunden für die Gastronomie verhängt werden. In der aktuellen Coronaschutz-Verordnung wird dazu kein Unterschied mehr gemacht, da durch den "Lockdown Light" Veranstaltungen praktisch komplett verboten und Restaurants - bis auf das Mitnahme-Geschäft - geschlossen sind.


29.11.2020: Corona-Lage an Seenplatte: Wieder Fälle an Klinikum und bei Senioren

Die steigende Zahl von Corona-Fällen an der Mecklenburgischen Seenplatte stellt mehrere Pflegeheime und die größte Klinik - das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg - vor wachsende Probleme. Wie eine Kliniksprecherin am Sonntag erklärte, mussten erneut 11 Pflegekräfte in Quarantäne, weil sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Diesmal seien aber nicht in Intensivstationen, sondern eine internistische Abteilung betroffen. Damit muss die Klinik inzwischen 22 Corona-Fälle unter den Pflegekräften mehrerer Stationen verkraften.

Operationen müssten aber nicht abgesagt werden, sagte die Sprecherin. Das Krankenhaus hat rund 1000 Betten und mehr als 2000 Mitarbeiter. Zuletzt wurden dort 13 Corona-Patienten auf zwei Isolierstationen versorgt. Drei Patienten davon müssen intensivmedizinisch betreut werden.

Nach Corona-Infektionen sind in Woldegk in einem Pflegeheim zwei weitere Bewohner gestorben. Damit gab es seit Anfang November in dem Haus der Diakonie Mecklenburgische Seenplatte gGmbH fünf Todesfälle im Zusammenhang mit Corona, wobei die Pflegeheim-Bewohner unter Vorerkrankungen litten. 18 der 30 Heimbewohner waren positiv getestet worden. Wie ein Sprecher erklärte, gab es auch Infektionen unter den 40 Mitarbeitern.


29.11.2020: Sachsen bei Inzidenzwert bundesweit Schlusslicht - 24 neue Todesfälle 

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen ist innerhalb eines Tages um fast 1400 angestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Sonntag 53 804 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, 882 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.  Der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (Inzidenzwert) stieg landesweit auf 226,16. Das ist im Vergleich der Bundesländer der höchste Wert.

Die Landkreise Görlitz und Bautzen verzeichneten nach eigenen Angaben jeweils einen Inzidenzwert von rund 400. Sie gehören damit bundesweit zu den Corona-Hotspots. Die vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Zahlen können teils von denen der Städte und Landkreise und auch von denen des Robert Koch-Instituts abweichen. Das liegt nach Angaben der Behörden an den unterschiedlichen Meldezeiten der Neuinfektionen.


29.11.2020: Corona-Lage an NRW-Schulen bessert sich etwas

Der coronabedingte Unterrichtsausfall an den Schulen in Nordrhein-Westfalen ist leicht zurückgegangen. In der vergangenen Woche habe an 3692 Schulen regulärer Präsenzunterricht stattgefunden, berichtete Schulministerin Yvonne Gebauer auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Anteil der Schulen mit regulärem Unterrichtsbetrieb stieg damit gegenüber der Vorwoche von 79,9 auf 81,3 Prozent. 13 Schulen waren geschlossen. In 838 Schulen befanden sich in Folge von Maßnahmen der örtlichen Gesundheitsbehörden Schüler oder Lerngruppen in Quarantäne.

Insgesamt konnten 1,98 Millionen Schülerinnen und Schüler am Unterricht in den Schulen teilnehmen, rund 64 000 befanden sich in Quarantäne, bei knapp 5000 wurde eine Corona-Infektion bestätigt. Auch der Prozentsatz der Schülerinnen und Schüler, die am Präsenzunterricht teilnahmen, erhöhte sich damit leicht von 95,4 auf 95,9 Prozent. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer, die an ihren Schulen vor Ort unterrichteten, lag mit gut 151.000 ebenfalls leicht über dem Niveau der Vorwoche.

"Ich freue mich, dass die Zahlen sich in dieser Woche erkennbar stabilisieren und nochmals dokumentieren, dass unsere Schulen keine Hotspots sind", sagte Gebauer. Der gesellschaftliche Kontaktverzicht wirke auch zu Gunsten der Schülerinnen und Schüler und trage dazu bei, die Schulen weitgehend offen- und den Präsenzunterricht aufrechterhalten zu können. 


29.11.2020: Kroatiens Regierungschef Plenkovic in Quarantäne 

Kroatiens Regierungschef Andrej Plenkovic ist wegen eines positiven Corona-Tests seiner Frau seit Samstag in Quarantäne. Ein erster Test des Ministerpräsidenten sei jedoch negativ ausgefallen, berichtete die Zeitung "Jutarnji List" unter Berufung auf eine Mitteilung der Regierung. Nach leichten Symptomen habe sich Ana Maslac-Plenkovic am Samstagvormittag testen lassen. Der Test sei positiv ausgefallen, ihrem Mann sei daraufhin automatisch eine zehntägige Quarantäne auferlegt worden.

Wegen steigender Zahlen infizierter Menschen sind in Kroatien in dieser Woche verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Unter anderem wurden Restaurants und Cafes geschlossen, dazu soll