Tief AXEL schlägt zu: Hochwasser und Überflutungen in Deutschland

- Redaktion
Tief AXEL schlägt zu: Hochwasser und Überflutungen in Deutschland
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Aufgrund starker Regenfälle durch Tief AXEL mussten in Deutschland überflutete Straßen gesperrt werden.

Tief AXEL beschert Deutschland zum Teil Dauerregen und Unwetter. Durch die enormen Regenmassen ist es zu Überflutungen gekommen, mehrere Flüsse führen Hochwasser. Die Unwetterlage im Überblick.

Wieder einmal ist der Regen in Deutschland zum Problem geworden. Erst gab es ihn zu wenig, die Folgen waren eine lange anhaltende Trockenheit und Dürre. Nun gießt es in einigen Landesteilen zum Teil so stark, dass Keller und Straßen überflutet wurden. Auch für Mittwoch kann vereinzelt noch keine Entwarnung gegeben werden.

Unwetter gefährdet Alpenregion besonders - Tornado in Sachsen

Besonders gefährdet sind die Alpenregionen, der Schwarzwald und die Alb, weil Tief AXEL die Niederschläge Richtung Süden an die Alpen und an die südlichen Mittelgebirge drückt. Hinzu kommt die Schneeschmelze in den Bergen, so dass dort höchste Alarmstufe vor extremen Unwettern herrscht! Es drohen Hochwasser und weitere Überschwemmungen! Hier geht's zu den aktuellen Unwetterwarnungen.

Aber nicht nur Bayern und Baden-Württemberg sind von den Regenunwettern betroffen. Auch aus Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wird von überfluteten Kellern und Straßen berichtet, zudem gab es einige Erdrutsche. In Brand-Erbisdorf in Sachsen wurde am Montagnachmittag sogar ein Tornado gesichtet. In Bayern starb ein Autofahrer bei einem wetterbedingten Unfall.

Tief AXEL hat schwere Unwetter und Überflutungen gebracht.
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Die aktuellen Unwetter-Meldungen für Mittwoch, 22.05.2019, im Überblick:

15:10 Uhr: Nach den starken Regenfällen in den vergangenen Tagen hat sich die Lage im Südwesten wieder weitgehend beruhigt. In Heidelberg erreichte der Wasserstand des Neckars am Mittwochnachmittag seinen Höchststand. Die Stadt schichtete Sandsäcke auf, um eine Überflutung der vorsorglich gesperrten Bundesstraße 37 zu verhindern. Der Rhein stieg am frühen Nachmittag am Pegel Maxau (Karlsruhe) auf 7,40 Meter - ab 7,50 Meter wird der Fluss für die Schifffahrt gesperrt.

Die Bauern im Land hatten den Regen geradezu herbeigesehnt: "Das war dringend notwendig", sagte Marco Eberle vom Landesbauernverband am Mittwoch. Zwar wäre Regen über einen längeren Zeitraum besser gewesen, aber man sei froh, dass es nach dem trockenen Frühjahr und vor den heißen Sommermonaten überhaupt geregnet habe.

Auch der Präsident des Weinbauverbandes Württemberg, Hermann Hohl, äußerte sich erleichtert. "Der Regen war für den Weinbau sehr wichtig." Jetzt könne man etwas beruhigter in die nächsten Monate gehen.

13:23 Uhr: Nach Starkregen und Hochwasser entspannt sich die Wetterlage in Hessen. "Es nieselt noch, das ist aber unbedeutend", sagte Andreas Friedrich, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach, am Mittwoch. In den nächsten Tagen seien keine extremen Wetterlagen zu befürchten. 

Am Montag und Dienstag hatte Starkregen Teile von Nord-, Ost- und Mittelhessen unter Wasser gesetzt. Straßen und Keller wurden überflutet, Autos versanken in schlammigen Fluten. Am Mittwoch normalisierte sich die Lage weitgehend. 

Lediglich in Schlitz (Vogelsbergkreis) bleibt zunächst eine Kreisstraße gesperrt: Im Stadtteil Pfordt stand das Wasser laut Polizei 30 bis 40 Zentimeter hoch. Insgesamt seien die Aufräumarbeiten aber "von unserer Seite erledigt", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen.

Auch im Osten von Kassel, wo es zuvor heftige Überflutungen gegeben hatte, waren die gröbsten Schäden beseitigt. Die Folgen des Hochwassers werden Lohfelden trotzdem noch Wochen beschäftigen: Eine unterspülte Fußgängerbrücke muss auf Sicherheit überprüft werden und eines von zwei Kita-Gebäuden sei auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Insgesamt gesehen ist trotz der immensen Regenmassen die Hochwasserlage glimpflich verlaufen:

11:42 Uhr: Die Deutsche Bahn hat in Bayern alle Sperrungen aufgehoben, die wegen der Unwetter der vergangenen Tage nötig waren.
Bis Mittwochnachmittag könne es noch Verspätungen und einzelne Zugausfälle geben, sagte ein Sprecher in München. Dann sollten alle Züge wieder nach Plan fahren. Privatbahnen könnten auch alle Strecken der Deutschen Bahn wieder nutzen.

Starke Regenfälle hatten etwa zwischen Dinkelscherben (Landkreis Augsburg) und Freihalden (Landkreis Günzburg) ein Gleis unterspült, ebenso zwischen Immenstadt und Oberstdorf im Allgäu. Auf den Strecken zwischen Murnau und Garmisch-Partenkirchen sowie zwischen Erding und Markt Schwaben fuhren wegen der Unwetterschäden zeitweise ebenfalls keine Züge.

11:03 Uhr:  Trotz des Starkregens in Teilen von Hessen ist weiter zu wenig Wasser im Boden. "Die tieferen Bodenschichten sind zu trocken, die Defizite sind noch nicht aufgeholt", sagte Andreas Friedrich, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach, am Mittwoch. Zwar war am Montag und Dienstag viel Regen in kurzer Zeit gefallen. Doch der Untergrund sei zu hart und trocken. "Da kann nicht so viel Regen in die tieferen Bodenschichten eindringen." Nötig sei ein leichter Regen über mehrere Tage.

Ein Problem sind auch die sehr unterschiedlichen Niederschlagsmengen: In Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) beispielsweise fielen im Mai bisher 146,1 Liter pro Quadratmeter. "Normal wären 65,5, wir haben also mehr als das Doppelte." Im Frankfurter Westend dagegen sei der Normalwert von 57 Litern pro Quadratmeter - ein monatlicher Durchschnittswert aus 30 Jahren - noch gar nicht erreicht. Es seien nur 49,2 Liter gefallen.

Am Montag und Dienstag hatte Starkregen Teile von Nord- und Osthessen unter Wasser gesetzt. Laut dem DWD wird sich die Lage aber weiter bessern: Die Niederschläge in den nächsten Tagen seien unbedeutend.

10:09 Uhr: Aufgrund der ergiebigen Regenfälle der vergangenen Tage steigt der Stand des Rheinpegels in Köln. Der Höchststand werde wohl am Freitag mit etwa 5,10 Meter erreicht, teilten die Stadtentwässerungsbetriebe Köln am Mittwoch mit. Am Mittwochmorgen habe der Pegelstand noch bei 2,74 Meter gelegen. Es würden nun erste Hochwasserschutzmaßnahmen ergriffen. Einschränkungen für die Schifffahrt gibt es bei dem prognostizierten Stand jedoch nicht. Für die kommenden Tage seien kaum relevante Niederschläge vorhergesagt, weshalb der Wasserstand über das Wochenende wieder sinken werde, teilten die Entwässerungsbetriebe mit.

09:07 Uhr: Die starken Regenfälle der vergangenen Tage verursachen in Teilen Bayerns auch am Mittwoch noch Behinderungen. Von Straßensperrungen betroffen sind laut Polizei am Morgen kleinere Straßen unter anderem im unterfränkischen Ebern und im schwäbischen Donauwörth. Ansonsten sei es für die Polizei eine ruhige Nacht gewesen. Zu größeren Unfällen auf den Straßen sei es nicht gekommen, teilten die Polizeiinspektionen im Freistaat mit. Die Feuerwehr hatte in der Nacht vereinzelt mit vollgelaufenen Kellern zu tun.

Die Wetterlage in Bayern entspanne sich langsam, teilte am Mittwoch auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Das Frühlingswetter lasse aber weiter auf sich warten: Vereinzelt gebe es noch stärkere Niederschläge in Bayern. Wegen des Dauerregens sind am Mittwoch auch Bahnstrecken gesperrt. Auf den Strecken München/Lindau sowie Oberstdorf/Kempten ersetzen Busse wegen des Hochwassers die ausgefallenen Züge.

08:52 Uhr: Die Hochwasserlage hat sich in vielen Regionen Deutschlands entspannt. "Das Wasser ist fast überall abgelaufen", sagte etwa ein Sprecher der Polizei Kassel am Mittwochmorgen. Die letzte unwetterbedingte Straßensperrung wurde hier am Morgen aufgehoben. Das Wetter habe in der Nacht auf Mittwoch keine größeren Einsätze ausgelöst, meldeten auch andere hessische Polizeistationen.

Die Wasserstände in den Flüssen in Hessen gingen in der Nacht zu Mittwoch zurück. Am Morgen wurde an keiner Messstelle in Hessen die Hochwassermeldestufe 3 mehr überschritten. Sie wird ausgerufen, wenn bebautes Gebiet oder überörtliche Verkehrsverbindungen von Hochwasser betroffen sind. Heftige Regenfälle hatten am Dienstag zu Überflutungen in Nord- und Osthessen geführt. Besonders betroffen waren Kassel und Umgebung, der Werra-Meißner-Kreis, Fulda, Gießen und der Vogelsbergkreis.

Im Süden Oberbayerns und Schwabens sowie an der Donau warnen die Wasserwirtschaftsämter für einige Landkreise weiter vor Überschwemmungen bebauter Gebiete. An der Donau bei Kelheim hatten die Behörden für die Nacht zum Mittwoch sogar mit einem Anstieg auf die höchste Meldestufe gerechnet - am frühen Morgen war die Donau an dieser Stelle allerdings noch knapp einen Meter davon entfernt.

Für Baden-Württemberg hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) seine Unwetterwarnung am Mittwochmorgen auf. In Wangen im Allgäu gilt seit der Nacht zu Dienstag Hochwasseralarm - der Pegelstand des Flusses Obere Argen sinkt nach Angaben der Stadt aber. Am frühen Morgen gab es noch keine Angaben dazu, wann der Alarm beendet sein wird. 

02:12 Uhr: Acht für die Remstaler Gartenschau installierte Pontons sind durch das Hochwasser der Rems vom Ufer losgerissen und in den Neckar getrieben worden. Die Flöße seien am Dienstag bei Remseck (Landkreis Ludwigsburg) von den Wassermassen mitgerissen und dann über mehrere Kilometer verteilt am Ufer des Neckars wieder angespült worden, teilte die Polizei mit. Die Strömung sei zu stark gewesen, um die Pontons sicher zu bergen. Das weitere Vorgehen wollen die Einsatzkräfte heute besprechen. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass es sich bei den sechs bis 15 Quadratmeter großen Flößen um sogenannte Schwimmende Gärten handelt.

Dienstag, 21.05.2019

17:41 Uhr: Am Alpenrand sind örtlich binnen zwei Tagen mehr als 180 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen - etwa so viel wie normalerweise in einem Monat. Und es kommt bis Mittwoch noch einiges hinzu! 

Für die Landkreise Kelheim, Landshut, Bad Tölz-Wolfratshausen, Oberallgäu, Kempten, Günzburg, Weilheim-Schongau, Rosenheim und Garmisch-Partenkirchen haben die Wasserwirtschaftsämter am Dienstag Warnungen vor Überschwemmungen bebauter Gebiete herausgegeben.

Die zweithöchste Hochwassermeldestufe drei herrscht seit Nachmittag stellenweise an der Günz und der Iller in Schwaben sowie an der Ammer und an der Loisach in Oberbayern. Gebietsweise entspannt sich die Lage aber bereits. Etwa in Mittel- und Unterfranken sind die Scheitelpunkte teils erreicht und die Wasserstände sinken.

15:09 Uhr: Zur Unwetterlage in Baden-Württemberg. Der Schwerpunkt liegt hier neben dem Allgäu auch im Nordschwarzwald. Dort sind beinahe 100 Liter pro Quadratmeter heruntergekommen. Die Hochwasservorhersagezentrale meldet Hochwasser im südöstlichen Teil des Landes sowie in den Oberrheinzuflüssen und an den nordöstlichen Zuflüssen des Neckars. An den Bodenseezuflüssen könnte sich ein Hochwasser bilden, wie es nur alle fünf bis zehn Jahre erreicht werde, sagte Leiterin Ute Badde. Der Schiffverkehr muss aber zunächst nirgends eingestellt werden.

Auch an den östlichen Neckarzuflüssen wie an der Echaz und an der Erms steigen die Wasserstände stark an - dort könnten Scheitelwerte im Bereich eines 20-jährlichen Ereignisses oder auch darüber erreicht werden. Am Mittwochmorgen wird der Hochwasserscheitel am Neckarpegel Heidelberg von 3,70 Metern vorhergesagt. Am Rheinpegel Maxau wird nach aktueller Vorhersage der Scheitelwert von bis zu 7,50 Metern voraussichtlich Mittwochmittag erreicht.

12:30 Uhr: Update aus Hessen: Bei einem Unfall auf regennasser Straße sind zwei Autofahrerinnen schwer verletzt worden. Eine 23-Jährige war nahe Neuhof (Landkreis Fulda) ins Schleudern gekommen und mit dem Wagen einer 28 Jahre alten Frau zusammengestoßen. Wegen des starken Regens wurde außerdem die Autobahn 44 zwischen dem Kreuz Kassel-West und dem Dreieck Kassel-Süd über Stunden gesperrt. Auch zahlreiche Hauptverkehrsstraßen waren unpassierbar, weil die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnte. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, besonders vorsichtig zu fahren und unnötige Fahrten zu vermeiden.

Im Werra-Meißner-Kreis wurden bei Wanfried durch die Fluten mehrere Gullydeckel ausgehoben. In Hundelshausen überschwemmten die Regenfälle eine Bushaltestelle. In Neu-Eichenberg wurde ein Kuhstall unter Wasser gesetzt. Im Vogelsbergkreis rückten die Feuerwehren rund 30-mal aus. Die Helfer pumpten in Alsfeld vollgelaufene Keller aus und beseitigten umgeknickte Bäume.

10:07 Uhr: In der Nähe von Wangen im Allgäu sind mehrere Keller vollgelaufen. Grund ist der Fluss Leiblach, der am Morgen in Hergatz über die Ufer getreten ist. Es wurden Sandsäcke an betroffene Bewohner verteilt. Bei Murnau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) wurden Straßen gesperrt. Grund dafür ist die steigende Loisach. Auch im Landkreis Weilheim-Schongau steigen die Pegelstände der Flüsse weiter an.

Aktuell gilt für die Ammer in Weilheim und Peißenberg die Meldestufe 3, am Nachmittag können die Wasserstände die höchste Meldestufe 4 erreichen.

09:51 Uhr: Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim hat für den Landkreis eine vorsichtige Entwarnung gegeben. Das Wasser der Mangfall werde sehr wahrscheinlich keine Gefahr für die Anwohner des Flusses darstellen, heißt es in einer Mitteilung. In Rosenheim werde die Vier-Metermarke wohl nicht überschritten. Beim Hochwasser 2013 stand der Pegel den Angaben nach bei 4,94 Metern.

09:11 Uhr: Die starken Regenfälle bereiten Bahnreisenden in Bayern Probleme. Auf den Strecken Augsburg-Ulm, Murnau-Garmisch-Partenkirchen und Erding-Markt Schwaben fielen Züge aus. Ersatzverkehr ist jeweils eingerichtet worden. Wie lange die Sperrungen dauern, war zunächst nicht absehbar.  

Bei Dinkelscherben (Landkreis Augsburg) sind Gleise überflutet, zudem droht ein Hangrutsch. Der Fernverkehr mit ICE und IC wurde zunächst über Donauwörth umgeleitet. Gegen 9 Uhr konnte ein Gleis wieder freigegeben werden, es ist aber weiter mit Verspätungen zu rechnen.

Zwischen Markt Schwaben und Erding häng ein großer Baum im Gleis beziehungsweise in der Oberleitung. Hier sind vor allem S-Bahn-Fahrer betroffen. Im Allgäu ist zudem ein Flutpolder der Iller bei Immenstadt und Kempten für den Bahnverkehr gesperrt worden.

08:21 Uhr: Nach heftigen Regenfällen sind in einigen Teilen von Thüringen Straßen und Keller überflutet worden. In der Krayenberggemeinde spülte der Regen am Morgen Schlamm von einem Hang. Keller liefen im Wartburgkreis voll. An etlichen Flüssen bereiten sich die Einsatzkräfte im Freistaat auf ein mögliches Hochwasser vor.

07:44 Uhr: Tief AXEL hat auch in Hessen am Morgen für starke Regenfälle gesorgt. Der Deutsche Wetterdienst gab eine Unwetterwarnung für Osthessen, die Region um Kassel und Teile Südhessens heraus. Dort ist mit ergiebigem Dauerregen zu rechnen! Auch für den Rest von Hessen wird vor zum Teil heftigen Niederschlägen gewarnt!

In Kassel waren am Dienstagmorgen mehrere Straßen im Stadtgebiet überflutet. Die schlechte Wetterlage des Vorabends spitzte sich am Morgen zu, viele Keller im Stadtgebiet liefen mit Wasser voll. Besonders betroffen sind die östlichen Kasseler Stadtteile Bettenhausen und Forstfeld sowie die Landkreiskommunen Lohfelden, Kaufungen, Niestetal und Helsa. 

Auch in Fulda, Künzell und Alsfeld sind nach Angaben der Polizei mehrere Straßen gesperrt. Sowohl in Fulda als auch in Gießen berichtet die Polizei von umgestürzten Bäumen. Schon am Montagabend hatte AXEL die Einsatzkräfte der Feuerwehr besonders in Osthessen in Atem gehalten.

07:34 Uhr: Nach dem kurzen, aber heftigen Gewitter am Montagabend in Berlin und dem Ausnahmezustand bei der Berliner Feuerwehr hat sich die Lage in der Hauptstadt vorerst entspannt. Wegen des heftigen Gewitters hatte die Feuerwehr am Montagabend von 17 Uhr bis 20.45 Uhr den Ausnahmezustand ausgelöst. Insgesamt wurden 180 Einsätze verzeichnet. Daneben gab es noch 18 Brandalarme, darunter waren auch zwei Brände nach Blitzeinschlägen.

06:57 Uhr: Nach heftigen Regenfällen hat sich am Montagabend eine Schlammlawine durch Naumburg geschoben. Mehrere Straßen mussten vorübergehend gesperrt werden. Es gab bis zum Morgen rund 15 Einsätze der Feuerwehr - auch am Theater. Die betroffenen Stellen konnten gesäubert werden. Auch in anderen Orten des Burgenlandkreises (Sachsen-Anhalt) gab es zeitweise kräftige Regengüsse.

06:03 Uhr: In NRW lag vor allem Ostwestfalen im Einflussgebiet des Unwetters. Auf der Autobahn 44 kam es in der Nacht gleich zu mehreren Unfällen. Wegen des Starkregens gerieten auf der Autobahn mehrere Fahrzeuge ins Schleudern, eine Person wurde leicht verletzt.

Besonders stark betroffen waren Teile von Detmold. Bereits am frühen Montagabend musste die Feuerwehr zu rund 25 Einsätzen ausrücken. Vollgelaufene Keller und überschwemmte Straßen waren der Hauptgrund für die Einsätze. Auch am Dienstagmorgen sind im Kreis Lippe noch 15 Straßen gesperrt. Dort muss die Feuerwehr mehrere Straßen von Schlamm befreien.

04:35 Uhr: Im niedersächsischen Helmstedt ist ein Krankenhaus wegen eines Wasserschadens teilweise evakuiert worden. Die Intensivstation und der Kreißsaal wurden geräumt. Die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet, dass eine Decke des Helios-Klinikums eingestürzt sei. Ein Fallrohr auf der Decke war demnach verstopft und konnte die Wassermassen, die während der starken Regenfälle am Montagabend auf das Dach niedergingen, nicht mehr abtransportieren.

04:05 Uhr: Wangen im Allgäu (Landkreis Ravensburg) löst nach heftigen Regenfällen in der Nacht zu Dienstag Hochwasseralarm aus. Der Fluss Obere Argen, der durch die Stadt fließt, habe den Auslösepegel für den Alarm von 2,30 Metern um 1.30 Uhr überschritten, sagte ein Sprecher der Stadt. Durch den Alarm trete nun ein Hochwasser-Einsatzplan in Kraft. Dabei werden unter anderem Löcher in Mauern geschlossen und Stege gesperrt.

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