Marienkäferplage? Deshalb tummeln sich so viele Käfer bei Euch Zuhause

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Marienkäferplage? Deshalb tummeln sich so viele Käfer bei Euch Zuhause
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Der Marienkäfer gilt bei uns als Glücksbringer. Doch er könnte vertrieben werden.

Finden sich bei Euch Zuhause aktuell auch sehr viele Marienkäfer? Im Herbst sind die Käfer in Schwärmen unterwegs. Das ist der Grund für das Verhalten der Insekten.

Plötzlich finden sich jeden Tag mehrere Marienkäfer in der Wohnung oder im Haus. Wenn man das Fenster schließt, muss man höllisch aufpassen, keine Käfer zu verletzen. Das kann ganz schön lästig sein. Doch woran liegt das? 

Deshalb sind gerade so viele Marienkäfer unterwegs

Im Herbst tun sich Marienkäfer gerne zusammen, um gemeinsam ein geeignetes Plätzchen zum Überwintern zu finden. Öfter tauchen sie in Schwärmen an Hauswänden oder Terrassen auf. "Wenn die Nächte kälter werden, suchen sie sich an warmen Tagen Stellen zum Aufwärmen", sagte Claus Wurst, Nabu-Fachbeauftragter für Käfer, am Mittwoch.

Ihr Winterquartier schlagen Marienkäfer in Wohnungen aber normalerweise nicht auf. Laut Wurst würde die dauernde Wärme ihren Organismus überfordern. Zum Überwintern machen sie es sich lieber in Hohlräumen wie Dachsparren gemütlich. In ihren Heimatländern China und Japan überwintern die Tiere in Felsspalten. 

Die als Glücksbringer bekannten Marienkäfer helfen uns vor allem im Frühjahr im Garten, denn dort bekämpfen sie Blattläuse. Um die Tiere jetzt aus Deiner Wohnung oder Deinem Haus fernzuhalten, helfen Fliegennetze oder -gitter am meisten. Wenn sie doch in Dein Zuhause gelangen, solltest Du sie vorsichtig einsammel und draußen wieder aussetzen. Dabei kann auch eine Socke helfen, die Du über den Staubsauer stülpen kannst.

Auch andere Tiere bereiten sich jetzt auf den Winter vor. So kannst Du beispielsweise Igel dabei unterstützen:

Igel halten Winterschlaf und dabei kann man sie unterstützen.
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Der Asiatische Marienkäfer breitet sich aus

Ursprünglich wurde der sogenannte Harlekin-Marienkäfer seit den 80er Jahren bei uns zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt, da diese Art einen besonders großen Appetit auf Blattläuse hat. Im Vergleich zu unserem heimischen Marienkäfer, dem Siebenpunkt, verzehren die Asiatischen Marienkäfer laut Nabu gerne mal das Fünffache an Blattläusen.

Mittlerweile ist die Verbreitung dieser Marienkäfer-Art in Europa und auch in Nordamerika kaum mehr aufzuhalten. Schließlich bekommen die Asiatischen Marienkäfer mindestens zweimal im Jahr Nachwuchs, häufig sogar drei- bis viermal. Beim Siebenpunkt ist es nur einmal im Jahr soweit. Unter anderem kann das zur Folge haben, dass der heimische Marienkäfer durch die Harlekin-Art mehr und mehr verdrängt wird.

Gut zu erkennen seien die Asiatischen Marienkäfer laut dem Nabu-Beauftragten an ihrer Größe und an der hellen Zeichnung auf ihrem Halsschild, die wie ein weißes "W" aussehe. Unsere heimische Art hat übrigens immer zwei oder sieben Punkte auf dem Rücken, die asiatischen Käfer haben dagegen ganz unterschiedliche Farben und Punktzahlen. 

Wenn Marienkäfer bluten

Kennst Du das Phänomen auch? Du möchtest einen Marienkäfer vorsichtig nach draußen befördern und plötzlich sondert er eine gelbliche Flüssigkeit ab?

Laut Nabu handelt es sich dabei um sogenannte Reflexblutungen. Diese treten auf, wenn das Tier in Panik gerät. Die Flüssigkeit hat einen unangenehmen Geruch und enthält giftige Stoffe, damit sich die Marienkäfer vor Fressfeinden schützen können. Für uns Menschen ist das Sekret jedoch ungefährlich.

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