Hurrikan FLORENCE trifft die USA: Alle wichtigen Infos

- Redaktion
Hurrikan FLORENCE trifft die USA: Alle wichtigen Infos
© dpa
Vor allem North Carolina wurde heftig von den durch FLORENCE ausgeschütteten Wassermassen getroffen.

Hurrikan FLORENCE hat an der Südostküste der USA Sturmfluten und massive Überflutungen verursacht. Es gibt Tote und Schäden in Milliardenhöhe.

Mit Hurrikan FLORENCE ist ein Wirbelsturm der Kategorie 1 (gilt ab Windgeschwindigkeiten von 119 bis 153 km/h) am Freitag, den 14. September 2018, um 13:15 Uhr (MEZ) auf die Südostküste der USA getroffen. In den Bundesstaaten North und South Carolina sowie in Virginia wurde bereits am Sonntag (9. September 2018) der Notstand ausgerufen, rund eine Million Menschen wurden evakuiert. Am 13. September wurde dann auch für Georgia und Maryland sowie für den District of Columbia um die Hauptstadt Washington der Notstand erklärt.

Insgesamt sind gut zehn Millionen Menschen von dem Monster-Hurrikan betroffen.

Katastrophale Folgen durch FLORENCE

Erste Ausläufer des Hurrikans brachten schon vor dem "Landfall" lebensbedrohliche Sturmfluten, extreme Regenfälle und flächendeckende Überschwemmungen. Tausende Häuser fielen den Windgeschwindigkeiten und den massiven Regengüssen zum Opfer. Besonders North Carolina hat es hart getroffen, wie das folgende Video zeigt.

Katastrophengebiet: So heftig ist North Carolina nach FLORENCE überschwemmt
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Aufgrund seiner langsamen Zugbahn erinnert der Hurrikan an HARVEY. Wirbelsturm HARVEY traf 2017 die Region um Houston (Texas) und verursachte hauptsächlich durch Überflutungen elementare Schäden in dreistelliger Milliardenhöhe.

Wie sich die Lage vor, während und nach Hurrikan FLORENCE entwickelt hat, dokumentiert wetter.com an dieser Stelle.

Mittwoch, 19. September 2018: New York gedenkt Sturmopfer

  • Das Empire State Building in New York bleibt in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) dunkel. Damit setzen die Betreiber ein Zeichen für die Opfer von Hurrikan FLORENCE, aber auch für die Opfer von Taifun MANGKHUT, der am Wochenende (15./16.9.2018) über die Philippinen, Hongkong und Teile der Ostküste Chinas hereingebrochen ist.
  • US-Präsident Donald Trump trifft in den betroffenen Katastrophengebieten ein und sagt Unterstützung bei der Beseitigung der Schäden zu. Die Regierung werde "zu 100 Prozent da sein", man werde auf Bundesebene alles tun, was getan werden könne, so Trump mit Blick auf den Wiederaufbau. In New Bern (North Carolina) hilft der Präsident dabei, Essen an Sturmopfer auszuteilen. Bei der Verabschiedung sorgt er für Verwunderung, als er den von FLORENCE Betroffenen "Have a good time" ("Habt eine gute Zeit") zuruft.

  • Die Opferzahl nach FLORENCE steigt auf 37.
  • Rettungskräfte holen bisher 2200 Personen aus den Fluten.
  • In North Carolina sind noch immer 340.000 Menschen ohne Strom, 10.000 befinden sich weiterhin in Notunterkünften.
  • In Greensboro (N.C.), das mehrere hundert Kilometer von der Atlantikküste entfernt liegt, gelangen dürch Überflutungen knapp 24.000 Liter unbehandeltes Abwasser in den Fluss Cape Fear River. Behörden warnen daher vor verschmutztem Leitungswasser.
  • Eine Familie in North Carolina hatte nach den Überschwemmungen mit ihrem Leben beinahe abgeschlossen. Doch dann kam doch noch Rettung. Das Video zeigt die Bilder zur Geschichte.

Dienstag, 18. September 2018: Milliardenschäden und noch mehr Tote

  • Nach einer Zählung des TV-Senders "CBS" sind infolge der von FLORENCE ausgelösten Unwetter inzwischen 31 Menschen in North und South Carolina sowie Virginia gestorben.
  • Der entstandene Sachschaden wird von Experten auf 17 bis 22 Milliarden US-Dollar (rund 14,5 bis 18,8 Mrd. Euro) geschätzt. Die Zahl der Menschen, die mittelbar oder unmittelbar vom Hurrikan betroffen sind, wird auf zehn Millionen beziffert.

Jacksonville in North Carolina wurde großflächig überschwemmt

  • Überall Überflutungen! In der von FLORENCE getroffenen Region sind 1500 Straßen weiterhin unpassierbar, viele Schulen bleiben geschlossen. In der Stadt Wilmington (North Carolina) sind Hunderte Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Der Katastrophenschutz eröffnet drei Standorte für die Lebensmittel- und Wasserversorgung der 120.000 Einnwohner zählenden Stadt.
  • Der ehemalige Basketball-Superstar Michael Jordan kündigt eine Spende von 2 Millionen Dollar (rund 1,7 Mio. Euro) für die Hurrikan-Opfer an. Jordan wuchs in Wilmington auf.
  • Die Wasserstände vieler Flüsse in den betroffenen Gebieten erreichen Rekordwerte.
  • North Carolinas Gouverneur Roy Cooper warnt, dass das Hochwasser noch für mehrere Tage anhalten und sogar neue Überschwemmungen bringen kann: "In einigen Gebieten hat die Flut noch nicht ihren Höhepunkt erreicht." Auch der Direktor der Katastrophenschutzbehörde FEMA, Brock Long, bläst ins gleiche Horn: "Die kommenden 48 Stunden sind besonders kritisch!"
  • An der Küste von South Carolina ertrinken zwei Gefangene während eines Transports, als ihr Fahrzeug überschwemmt wird. Die mitfahrenden Polizeibeamten können nicht schnell genug die Türen öffnen.
  • In North Carolina sterben auf einer großen Geflügelfarm zirka 1,7 Millionen Masthühner in den Wassermassen.
  • Die Reste von FLORENCE bringen nun auch New York starke Gegenfälle. Sogar Teile der U-Bahn werden überschwemmt. Auch andere Bundesstaaten im Nordosten der USA werden von den Ausläufern erreicht.

Montag, 17. September 2018: Zahl der Todesopfer steigt weiter

  • Wie die "Washington Post" meldet, sind inzwischen 17 Menschen durch Folgen von FLORENCE ums Leben gekommen. Unter anderem starben zwei kleine Kinder, nachdem entwurzelte Bäume auf die Häuser stürzten, in denen sie gelebt hatten.

  • Neben großen Teilen der beiden Carolina-Staaten sind nun auch Gebiete im Süden von Virginia überschwemmt. 350 Flüge an den Flughäfen der Katasstrophenregion werden gestrichen.
  • In kleineren Gemeinden sorgt man sich, dass die Orte ganz von der Landkarte ausradiert und nie wieder aufgebaut werden könnten. So war es an einigen Orten 2016 nach Hurrikan MATTHEW.

  • Die Rettungskräfte sind vielerorts noch im Dauereinsatz, um Menschen mit Booten aus überfluteten Häusern zu holen.
  • Die Behörden haben Sorge, dass die gigantischen Wassermassen über die Flüsse bis in die Mittelgebirge gedrückt werden und dort Erdrutsche auslösen.
  • Die Reste von Hurrikan FLORENCE sorgen in den Bundesstaaten Mississippi und Tennessee für starke Regenfälle. In Richmond (Virginia) bringen die Überbleibsel einen Tornado hervor, eine Person wird getötet.

Sonntag, 16. September 2018: Es ist noch nicht überstanden

  • FLORENCE ist offiziell kein Sturm mehr: Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami vom Sonntagmorgen (Ortszeit) verliert der Ex-Hurrikan weiter an Kraft und gilt nun nur noch als Tropisches Tiefdruckgebiet. Dennoch warnt das Hurrikanzentrum weiterhin vor Sturzfluten und Hochwasser führenden Flüssen in den US-Staaten North Carolina und South Carolina.

  • Sturmwarnungen werden aufgehoben. Die Windgeschwindigkeit verringerte sich auf 55 Kilometer pro Stunde, in den kommenden Tagen wird eine weitere Abschwächung erwartet. FLORENCE bewegt sich langsam in Richtung Nordosten und bringt dabei weitere heftige Regenfälle.
  • Sturmfluten im Atlantik haben Flüsse auf Rekordstände angestaut. Ihr Wasser drückt immer weiter ins Inland: Überflutungen werden am Sonntag selbst aus der Stadt Fayetteville gemeldet, die rund 150 Kilometer landeinwärts liegt.

  • Mehrere Menschen wurden bereits in den Tod gerissen. Die Behörden bestätigten sechs Todesfälle, Medien berichten von deutlich mehr Opfern: Die "New York Times" schrieb am Sonntag, zwölf Menschen seien ums Leben gekommen, die "Washington Post" zählt elf Tote. 
  • Aufgrund seiner Stärke und der enormen Regenmengen wird Hurrikan FLORENCE in die Geschichtsbücher eingehen. 
  • US-Präsident Donald Trump will in der kommenden Woche in das Gebiet an der Südostküste reisen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Einen genauen Termin dafür gibt es noch nicht.
  • Der Flughafen des Urlaubsorts Myrtle Beach nimmt den Flugbetrieb wieder auf.

Samstag, 15. September 2018: FLORENCE fordert Todesopfer

  • Der Sturm bewegt sich extrem langsam vorwärts - mit nur sechs Kilometern pro Stunde. FLORENCES langsamer Weg ins Landesinnere wird katastrophale Sturzfluten auslösen. Auch der Leiter des Nationalen Hurrikan-Zentrums, Ken Graham, mahnt, Sturmfluten drückten mehr und mehr Wasser ins Landesinnere, was ebenfalls zu großflächigen Überschwemmungen beitrage.
  • Mindestens fünf Menschen sterben. Eine Mutter und ihr Kleinkind kommen in der Küstenstadt Wilmington (North Carolina) um, nachdem ein umstürzender Baum auf ihr Haus kracht. Eine Frau stirbt an einem Herzinfarkt, weil die Rettungskräfte von einem umgestürzten Baum behindert werden. Ein Mann erleidet einen Stromschlag, als er mit einem Notstromaggregat hantiert. Ein 77-Jähriger in Kinston wird vom Sturm schlicht umgeblasen - er stirbt durch den Sturz.
  • Weiteres Todesopfer zu beklagen: In South Carolina stirbt eine Frau, als ihr Auto auf einen umgestürzten Baum prallt.

  • Nach Angaben von US-Medien sind fast eine Million Menschen in den beiden Staaten North Carolina und South Carolina ohne Strom. 
  • Die Tücke an FLORENCE ist nicht die Windstärke, sondern die große Menge an Niederschlägen. Flüsse treten über die Ufer und erreichen Rekord-Pegelstände.
  • Das Nationale Hurrikan-Zentrum stuft FLORENCE zum Tropensturm herunter, nachdem die Windgeschwindigkeiten auf unter 120 Kilometer pro Stunde nachgelassen haben. FLORENCE entfaltet jedoch weiterhin große Zerstörungskraft, weil der Sturm bei seinem Zug über den Atlantik enorme Mengen Wasser aufgesogen hat, die er nun über dem Land ablädt.

Freitag, 14. September 2018: FLORENCE beginnt zerstörerisches Werk

  • Um 13:15 Uhr deutscher Zeit trifft FLORENCE nahe Wrightsville Beach (North Carolina) auf Land. Seitdem bewegt sich das Auge des Hurrikans ganz langsam mit 9 km/h südwestwärts nahe der Küste von North Carolina. Die Ausläufer des Hurrikans sind schon Stunden vorher deutlich spürbar, kräftige Regengüsse und Windböen mit bis zu 179 km/h in der Spitze (gemessen in der Onslow Bay, N.C.) erfassen die Küste.
  • Über 500.000 Haushalte sind in den beiden Carolina-Staaten bereits ohne Strom, einige Städte haben einen kompletten Blackout. Experten rechnen damit, dass am Ende in den betroffenen Gebieten ein bis drei Millionen Haushalte ohne Strom sein könnten.

  • In Wilmington (North Carolina) bricht infolge des Sturms ein größeres Feuer aus. Mehrere Bäume halten dem Wind nicht stand und fallen auf einen Apartment-Komplex.
  • Aus Greenville (North Carolina) werden gefährliche Sturzfluten gemeldet. In Atlantic Beach steht das Wasser kniehoch in den Straßen, zahlreiche Gebäudedächer sind durch Wind und Regen zusammengebrochen.

  • In Jacksonville (North Carolina) müssen 70 Menschen aus einem Hotel evakuiert werden, das durch Windböen von FLORENCE heftig getroffen wurde. In New Bern warten 150 Menschen auf Rettung aus ihren gefährdeten, demolierten und von Wassermassen umschlossenen Häusern.
  • Die Situation wird sich in den nächsten Stunden und Tagen drastisch verschlechtern. Nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums in Miami bewegte sich der Wirbelsturm extrem langsam. Dies bedeutet, dass das Zentrum des Sturms mit starkem Wind und ergiebigen Regenfällen lange über der Küstenregion bleiben dürfte. Die Experten rechnen damit, dass sich die Wasserlast von FLORENCE bis zu vier Tage lang auf das Land ergießt. Ein Kernkraftwerk wurde vorsorglich vom Netz genommen.

  • Einschätzung von wetter.com Hurrikan-Experte Dr. Alexander Hildebrand: "Jetzt bewahrheiten sich die Prognosen. In Atlantic Beach an der US-Ostküste im US-Bundesstaat North Carolina sind bereits rund 500 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 12 Stunden runtergekommen. Das sind Regenmengen, die in etwa der Jahresmenge vieler Städte im Osten Deutschlands entspricht. Jährlicher Regen innerhalb von 12 Stunden, das kann nur ein Hurrikan! Bei vielen Wirbelstürmen ist erst der Orkan das Problem und dann kommt noch etwas Wasser hinterher, aber bei FLORENCE wird es umgekehrt sein. Der Wind hat gefährliche Orkanstärken, aber die Wassermassen und Überflutungen werden Millionen von Menschen für Wochen in ihrem Leben beeinträchtigen."
  • Flüsse treten über die Ufer, Uferstraßen werden überspült. In Morehead City misst der Nationale Wetterdienst drei Meter hohe Flutwellen. In New Bern tritt der Neuse River über die Ufer, wie im nachfolgenden Bild zu erkennen ist. Die Mitarbeiter des lokalen Senders WCTI TV müssen ihr Redaktionsgebäude verlassen, weil die Straßen drumherum überflutet sind.

(Bild: dpa)

  • Immerhin ein Hoffnungsschimmer: FLORENCE hat vor seinem Auftreffen an der US-Ostküste weiter an Windgeschwindigkeit eingebüßt. Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami meldete in der Nacht zum Freitag Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde. Das entspricht laut Behördendefinition einem Hurrikan der Kategorie 1 und damit der niedrigsten Hurrikan-Stufe.

  • Als eine der ersten Gegenden wird der Nationalpark Outer Banks getroffen, eine dem Festland vorgelagerte Insel im Bundesstaat North Carolina. Auch New Bern wird von einer Sturmflut getroffen.
  • Auch für die Bundesstaaten Georgia und Maryland gilt inzwischen der Notstand. Ebenso für den District of Columbia um die Hauptstadt Washington.
  • An der US-Ostküste sind mehr als 1300 Flüge gestrichen.

Donnerstag, 13. September 2018: Trotz Abstufung Katastrophe erwartet

  • Voraussichtlich zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen (Ortszeit) wird der Landfall von Hurrikan FLORENCE erwartet. Schon jetzt sprechen US-Politiker aufgrund der enormen Größe und der erwarteten Wassermengen von einer "Katastrophe". "Wir sprechen über ein ausgedehntes Windfeld", sagte der Leiter der US-Katastrophenschutzbehörde FEMA, Brock Long. Es werde extreme Sturmfluten geben. Regenbänder würden tagelang ihre über dem Atlantik aufgesogene Wasserlast über den Küstenabschnitten bis weit ins Landesinnere abladen. "Der Strom wird weg sein, vielleicht für Tage, vielleicht aber auch für Wochen", so Long.
  • Kleiner Lichtblick für die Menschen, die Angst vor FLORENCE haben müssen: Der Hurrikan ist von Kategorie 4 auf 2 herabgestuft worden. Die Stärke wird sich nach Expertenangaben auch nur noch geringfügig ändern. Die Zuggeschwindigkeit beträgt 28 km/h.
  • Aufgrund der ungewöhnlichen Kurve von FLORENCE kann der Weg des Hurrikans am Morgen immer noch nicht exakt bestimmt werden. Abhängig vom Rechenmodell können sich in der Schneise des Hurrikans neben Hunderttausenden Wohnhäusern auch noch bis zu sechs Kernkraftwerke und mehrere Sondermülldeponien befinden.

Der mächtige Hurrikan FLORENCE aus dem All betrachtet

(Bild: dpa)

  • Die Behörden warnen trotz der Herabstufung auf Kategorie 2 weiterhin vor lebensbedrohlichen Sturmfluten und heftigen Regenfällen, die etwa vier Tage andauern könnten. Laut neuen Berechnungen könnte es sogar sein, dass lokal in wenigen Tagen bis zu 1000 Regen auf den Quadratmeter fallen werden. Kein Wunder, dass Überschwemmungen auch über längere Zeiträume erwartet werden.
  • Der Leiter des Hurrikan-Zentrums, Ed Rappaport hält eine Sturmflut entlang von Küstenabschnitten von North und South Carolina für "sehr wahrscheinlich". Rappaport: "Es könnte Rekordfluten geben. Es wird ein Sturm werden, an den man sich erinnern wird. Ich hoffe, dass alle am Leben bleiben."

  • Die Nationale Katastrophenschutzbehörde FEMA appelliert eindringlich, Nothelfer nicht dadurch zu gefährden, dass Menschen in den bedrohten Gebieten bleiben und später gerettet werden müssen. Es gebe genug Notunterkünfte. Neben der FEMA arbeiten auch die US-Streitkräfte sowie Versorgungsunternehmen rund um die Uhr an Schutzmaßnahmen.
  • Die Gebiete entlang der südöstlichen US-Küste gleichen zum Teil Geisterstädten. Fenster und Türen sind verbarrikadiert, Läden und Supermärkte geschlossen, Hotels schicken ihre Gäste zurück.
  • Trotz der Warnungen bleiben Hunderte Menschen in ihren Häusern, weil sie Angst haben, eventuell monatelang nicht in ihr Eigenheim zurückkehren zu können. Selbst auf den an der Küste vorgelagerten Düneninseln, die den Fluten extrem stark ausgesetzt sein werden, flüchten nicht alle.
  • In Brunswick County (North Carolina) werden 4 Menschen nach versuchten Diebstählen in evakuierten Häusern festgenommen.

Mittwoch, 12. September 2018: Bis zu 1000 Liter Regen möglich

  • Hurrikan FLORENCE hat noch einmal an Stärke zugenommen. Das Auge des Wirbelsturms hat inzwischen einen Durchmesser von 15 Kilometern, das ganze Systen misst 1000 Kilometer im Durchmesser. Es ist nicht auszuschließen, dass FLORENCE noch Kategorie 5 der Saffir-Simpson-Skala erreicht, dann würde es Windgeschwindigkeiten von mehr als 253 km/h geben.
  • Der Hurrikan bewegt sich mit etwa 27 Kilometern pro Stunde auf die Küste North und South Carolinas zu.
  • Die Behörden rechnen damit, dass insgesamt bis zu fünf Millionen Menschen vorübergehend ihre Häuser verlassen müssen. Der Verkehr auf den Autobahnen an der Südostküste der USA nimmt dementsprechend stark zu. In South Carolina kehrt die Polizei die Fahrtrichtung auf einigen Straßen um, damit die Menschen leichter fliehen können.
  • North Carolinas Gouverneur Roy Cooper warnt seine Mitbürger: "Dieser Sturm ist ein Monster. Er ist groß und grausam, spielen Sie nicht mit Ihrem Leben!" Der Hurrikan könnte die Region noch schlimmer verwüsten als Hurrikan HAZEL 1954. Damals wurden 15.000 Gebäude zerstört und 19 Menschen in North Carolina getötet. Dementsprechend warnt auch US-Präsident Donald Trump in einer Video-Botschaft: "Geht ihm aus dem Weg. Spielt keine Spielchen mit ihm. Er ist groß." Und weiter: "Wir werden damit fertig, wir sind bereit. Aber trotzdem können schlimme Dinge passieren."
  • Neben Sturmfluten, Überschwemmungen und Orkanböen sind auch massive und lange anhaltende Stromausfälle zu befürchten. Daher werden 2000 Fachkräfte aus Florida in den beiden Carolina-Staaten stationiert.
  • Der Internationale Flughafen in Charleston (South Carolina) schließt um Mitternacht (Ortszeit). Mehrere Fluggesellschaften streichen bereits regionale Flüge.

  • Einschätzung von wetter.com Hurrikan-Experte Dr. Alexander Hildebrand: "Bereits am Dienstag hat sich die Wolkenwand, die das Auge des Hurrikans FLORENCE umgibt, neu formiert. Das deutet auf die besondere Stärke und gleichzeitig die Unberechenbarkeit des Wirbelsturms hin. Aus heutiger Sicht wird FLORENCE am Donnerstagabend (Ortszeit) vor seiner Landung Orkanstärken von 250 km/h mit noch heftigeren Böen bringen. Das gesamte System hat schon einen Durchmesser von über 1000 Kilometern. Die Regenprognosen haben sich in den letzten Stunden sogar noch verschlechtert: 500 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb weniger Tage (das ist die Jahressumme vieler Regionen in Deutschland) und lokal begrenzt sogar bis zu 1000 Liter scheinen möglich!"

Dienstag, 11. September 2018: Evakuierungen wegen Hurrikan laufen

  • Hurrikan FLORENCE befindet sich noch über 1000 Kilometer von der Südostküste der USA entfernt auf dem Atlantischen Ozean. Windgeschwindigkeiten von 220 km/h werden gemessen und es wird damit gerechnet, dass der Sturm noch weiter an Stärke gewinnen könnte.
  • Wegen des Wirbelsturms ordnen die Behörden in South Carolina eine Evakuierung der gesamten Küste des Bundesstaates ab Mittag an. Gouverneur Henry McMaster rechnet damit, dass eine Million Menschen von der Maßnahme betroffen sein könnten.
  • Auch in Teilen von North Carolina und Virginia werden die Bewohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.
  • Die betroffenen Menschen riegeln ihre Häuser ab, es bilden sich Autoschlangen an den Tankstellen, die Supermarktregale sind häufig leer.
  • Flugzeugbauer Boeing schließt vorübergehend sein Werk in South Carolina. Mehrere Maschinen aus der Fabrik werden vorsichtshalber in ein Werk im Bundesstaat Washingten geflogen.
  • US-Präsident Donald Trump sichert den betroffenen Bundesstaaten Unterstützung der Bundesregierung zu. 

  • Einschätzung von wetter.com Hurrikan-Experte Dr. Alexander Hildebrand: "Die Hurrikan-Saison 2018 im Atlantik erreicht jetzt einen ersten Höhepunkt. Typisch für Mitte September! Hurrikan FLORENCE hält unerbittlich auf die US-Ostküste zu, wo sein Zentrum Donnerstagnacht (Ortszeit, Freitagmorgen deutscher Zeit) die Küste treffen wird. Eine sehr schwere Naturkatastrophe droht, denn kaum ein Haus kann Windböen im Mittel bis 220 km/h standhalten, es könnten sogar Böen bis 240 km/h dabei sein. 300 bis 450 Liter Regen pro Quadratmeter drohen großflächig, was zu schweren Überschwemmungen führen wird. FLORENCE wird für North Carolina und Virginia ein Schicksals-Sturm, denn mit Milliardenschäden ist zu rechnen!"

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