Eiszeit: Kälteste Nacht des Winters erwartet uns jetzt

- Bettina Marx
Eiszeit: Kälteste Nacht des Winters erwartet uns jetzt
© dpa / shutterstock
Warm anziehen! Russische Eisluft kommt jetzt nach Deutschland.

Der Tiefpunkt der Kältewelle steht kurz bevor. Die kommende Nacht wird die kälteste des ganzen Winters 2017/2018. Für Mensch und Tier birgt das große Gefahren.

Die bisher kälteste Nacht des ganzen Winters liegt hinter uns. Auf der Zugspitze wurden Tiefstwerte von -30,5 Grad gemessen. Dort war es bundesweit gesehen am kältesten. Mit dem eisigen Wind gab es sogar gefühlte Temperaturen von -50 Grad. Das ist schon extrem. So kalt war es seit über 100 Jahren nicht mehr. Unser wetter.com Wetterreporter war auf der Zugspitze vor Ort:

Durch den sogenannten Lake Effect hat eine Schneewalze im Norden Deutschlands für Behinderungen gesorgt. So legten Schnee und Glätte den Flugverkehr am Bremer Flughafen zeitweise lahm. Die Ostsee präsentierte sich im Winterkleid, auch Hamburg sah Schnee. 

Kälteste Nacht des Winters 

Den aktuellen Wetterprognosen zufolge steht uns der Tiefpunkt der Kältewelle aber erst noch bevor. Die Temperaturen sinken jetzt noch weiter in den Eiskeller. Damit erwarten uns in der Nacht auf Mittwoch (27.2.2018) Tiefsttemperaturen von -23 Grad. Für Mensch und Tier kann diese Kälte richtig gefährlich werden. Von den gefühlten Tagestemperaturen ganz zu schweigen.  

Auch am Mittwoch lässt uns die arktische Kaltluft weiterhin bibbern, im Norden wird der 28.2.2018 sogar der kälteste Tag des ganzen Winters 2017/2018. 

Wie die frostige Kältewelle im Detail verläuft, hat unser Meteorologe in diesem Update für Sie zusammengefasst.

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Eisiger Nordostwind sorgt für Windchill

Durch den beißend kalten Nordostwind fühlt es sich allerdings noch eisiger an. So sind bis Mittwoch (28.2.2018) gefühlte Temperaturen von -20 Grad denkbar - tagsüber wohlgemerkt.

Der sogenannte Windchill-Effekt beschreibt die Abkühlung der Haut durch eine erhöhte Windgeschwindigkeit. Dieser Abkühlungseffekt verstärkt sich mit zunehmender Windgeschwindigkeit.

Lebensgefahr! Eisluft birgt große Gefahren

Bei dieser klirrenden Kälte sollten Sie sich warm einpacken und lange Aufenthalte im Freien vermeiden. Erfrierungen sind möglich! Besonders gefährdet sind Obdachlose. Für sie kann diese extreme Wetterlage mit gefühlten Nachttemperaturen von -25 Grad lebensbedrohlich sein. Städte sind daher aufgerufen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Wintersportler sollten sich mit Kälteschutzcremes vor Erfrierungen im Gesicht schützen. Die Cremes sollten aber unbedingt wasserfrei sein. Anderenfalls kann Feuchtigkeit in die Poren gelangen, dort gefrieren und die Haut schädigen.

Auch wenn Weiher oder Seen vermeintlich zugefroren sind, vermeiden Sie bitte das Betreten von Eisflächen. Es besteht Lebensgefahr! Bei stehenden Gewässern muss die Eisdecke mindestens 15 cm dick, bei fließenden Gewässern sogar 20 cm dick sein. Ist die Eisschicht zu dünn, ist das Eis nicht tragfähig und man kann einbrechen. Gleiches gilt natürlich auch für Tiere.

Nicht nur für Mensch und Tier ist die große Kälte gefährlich, auch die Technik kann bei solch extrem niedrigen Temperaturen streiken. Wie Sie Ihr Smartphone dennoch vor extremen Temperaturschwankungen und Schäden schützen können, erfahren Sie im Artikel "So schützen Sie Smartphones im eisigen Winter". 

Hat der Frühling eine Chance?

Der Februar präsentierte sich bisher deutlich winterlicher als die Wintermonate Dezember und Januar. Die Temperatur der ersten Februarhälfte lag sogar 1 Grad unter dem langjährigen Februarmittel. Diese negative Abweichung wird sich bis zum Ende des Monats noch vergrößern.

Pünktlich zum Start in den meteorologischen Frühling am 1. März 2018 ist ein Ende der Kältewelle in Sicht. Ein Temperaturanstieg von knapp 20 Grad ist sogar möglich. Unser Meteorologe Bernd Madlener macht dennoch keine Hoffnung auf einen Frühlingsdurchbruch.

16-Tage-Trend: Keine Spur von Frühlingsanzeichen

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