Wetterprognose und Vorhersage April 2019

- Bettina Marx
Wetterprognose und Vorhersage April 2019
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Der April ist für seinen schnellen Wechsel zwischen Sonnenschein und gewittrigem Regen bekannt.

Erst Schnee, dann Regen und zwischendurch warme Frühlingssonne: Der April ist für sein wechselhaftes Wetter bekannt. Wird der April 2019 seinem Ruf gerecht?

Wer kennt das nicht: Da freut man sich gerade noch über das sonnige und warme Wetter und im nächsten Moment muss man sich vor einem kräftigen Schauer in Sicherheit bringen. Und von der angenehmen Frühlingswärme schlägt es in nur wenigen Tagen auf Spätfrost und Schnee um. 

1. Wetterprognose für April 2019

Für ein solch wechselhaftes Wetter ist vor allem der Monat April bekannt. Von winterlicher Kälte über Frühlingssonne bis hin zu sommerlichen Temperaturen - der April hat wettertechnisch viele Facetten. Nicht umsonst lautet eine bekannte Bauernregel: "April, April, der weiß nicht, was er will."

Das Wetter im April 2019 könnte sich also ziemlich spannend und abwechslungsreich präsentieren. 

NOAA berechnet deutlich zu warmen April 2019

Insgesamt wird der April 2019 vom NOAA-Modell des amerikanischen Wetterdienstes zu warm berechnet. Abgesehen von der Ostsee gibt es verbreitet eine Temperaturabweichung von 1 bis 2 Grad.

Hinsichtlich des Niederschlags ist in Deutschlands eine große negative Abweichung festzustellen. Aufgrund des warmen und trockenen Apriltrends könnte sich insgesamt eine Hochdruckdominanz abzeichnen.

Trockenheit bestimmt das Wetter im April 2019

Das bedeutet aber nicht, dass heftige Schauer oder gar Kaltluftvorstöße im April gänzlich ausgeschlossen sind. Im Gegenteil: Die Launen und Wetterextreme des Aprils werden wir auch in diesem Jahr zu spüren bekommen. 

Der April war bisher deutlich zu warm und zu trocken. Einige Waldbrände sind bereits zu beklagen. Am Freitag erwartet uns aber ein Temperatursturz. Dieser geht mit teils kräftigen Gewittern einher. Im aktuellen 7-Tage-Trend gibt es die Aussichten bis Ende April:

Wetter 7 Tage: Gefahr für Autofahrer steigt
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2. Klimatische Einordnung des Aprils

Dass der April viele Wetterextreme für uns bereithält, liegt unter anderem am steigenden Sonnenstand. Da die Tage im Frühjahr immer länger werden und die Aufheizung durch die Sonnenscheinstrahlung zunimmt, steigt der vertikale Temperaturgradient deutlich an. Durch die labile Schichtung der Atmosphäre können vermehrt Schauer oder kräftige Gewitter entstehen.

Aufgrund des steigenden Sonnenstands und der Erwärmung der Landmassen sind Temperaturen von 20 Grad und mehr im April keine Seltenheit. In der Vergangenheit gab es in diesem Monat fast überall schon mal Höchstwerte von mindestens 20 Grad - die Nordseeinseln und das Bergland ausgenommen. 

Aber auch das andere Extrem ist möglich. Abhängig von der Großwetterlage kann es im April nämlich nochmal schneien. Denn wie heißt es so schön: Weihnachten im Klee, Ostern im Schnee. Eine detaillierte Prognose für Ostern 2019 (am 21. April 2019) kannst Du in diesem Artikel "Ostern 2019: Wettervorhersage, Datum und Bedeutung" nachlesen. 

Wie ist das Klima in Deutschland im April?

Nun aber zurück zur klimatischen Einordnung des Aprils! Der warme und trockene Apriltrend der NOAA manifestiert sich beim Blick auf die Wetter-Statistik. 

In nachfolgender Tabelle sind die Durchschnittstemperaturen im April für die vergangenen 10 Jahre aufgelistet. Diese Werte beziehen sich auf die international gültige Referenzperiode 1961 bis 1990 (Quelle: DWD):

Mitteltemperatur Abweichung vom langjährigen Mittel (7,4 Grad)
April 2018 12,4 Grad +5,0 Grad
April 2017 7,5 Grad +0,1 Grad
April 2016 8,0 Grad +0,6 Grad
April 2015 8,6 Grad +1,2 Grad
April 2014 10,9 Grad +3,5 Grad
April 2013 8,2 Grad +0,8 Grad
April 2012 8,1 Grad +0,7 Grad
April 2011 11,8 Grad +4,4 Grad
April 2010 8,8 Grad +1,4 Grad
April 2009 11,9 Grad +4,5 Grad

In den vergangenen zehn Jahren fiel der April immer (deutlich) zu warm aus. Wie der Tabelle zu entnehmen ist, war der April letzten Jahres mit Abstand der wärmste. Es war sogar der wärmste April seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen 1881.

Die trockene Einschätzung des NOAA-Modells deckt sich auch mit dem Trend der vergangenen Jahre. Nur im April 2016 wurde das Niederschlagssoll erreicht. In allen anderen April-Monaten wurde eine negative Niederschlagsabweichung verzeichnet. Die Chancen, dass das NOAA-Modell mit seiner trockenen und warmen Aprilprognose richtig liegt, stehen demnach ganz gut.

Niederschlag Vergleich zum langjährigen Mittel (58 l/m²)
April 2018 35 l/m² 60 %
April 2017 40 l/m² 69 %
April 2016 58 l/m² 100 %
April 2015 42 l/m² 72 %
April 2014 41 l/m² 70 %
April 2013 43 l/m² 74 %
April 2012 48 l/m² 83 %
April 2011 22 l/m² 38 %
April 2010 23 l/m² 40 %
April 2009 33 l/m² 57 %

Der durchschnittliche April in Zahlen 

  • Durchschnittstemperatur (bezogen auf das Mittel 1961 bis 1990): 7,4 Grad
  • Mittlere Niederschlagssumme:  58 Liter pro Quadratmeter
  • Mittlere Sonnenscheindauer:  152 Stunden im Monat 

Welche Wetterextreme gibt es im April?

Nach dem durchschnittlichen April beschäftigen wir uns nun mit den extremsten Wetterereignissen im April: Denn nicht nur in den Sommermonaten, auch im April können die Gewitter bereits richtig heftig ausfallen. 

So brachte Tief SABINE im Jahr 2014 kräftige Gewitter mit unwetterartigen Niederschlägen. Mancherorts fiel pro Tag mehr Regen als sonst in einem ganzen Monat. Die Wetterstation im Oberharz meldete am 27. April 2014 eine Tagesmenge von 74,1 l/m². Trotz dieses Extremereignisses hat der April 2014 deutschlandweit gesehen nur 70 % seines Niederschlagssolls erreicht.

Vor allem die Nächte können im zweiten Frühlingsmonat noch extrem kalt ausfallen - in den Bergen ohnehin. Aber auch in den Niederungen macht sich im April häufig nochmal eisige Kaltluft aus dem Norden breit. In Cottbus beispielsweise gab es am 5. April 1929 zweistellige Minusgrade von 14,2 Grad. Aus diesem Grund sollte man die Pflanzen erst nach den Eisheiligen im Mai nach draußen stellen.   

Insbesondere Ende April steigen aber die Chancen auf extrem hohe Temperaturen. Der absolute Rekord liegt derzeit bei 32,9 Grad. Dieser Wert wurde am 28. April 2012 unter anderem an der Station Kitzingen gemessen.

Warum ist das Wetter im April so launisch?

Der Grund für die beständige Unbeständigkeit des Aprils liegt in der unterschiedlich schnellen Erwärmung der Land- und Wasseroberflächen. Das Land kann sich im Frühjahr durch die Sonneneinstrahlung  viel schneller aufheizen als Ozeane oder Meere. 

Zwischen dem noch kalten Nordeuropa und den Landflächen Südeuropas, die sich durch den zunehmenden Sonnenstand bereits rasch erwärmen, stellen sich enormen Temperaturgegensätze ein. Während die Temperaturen über Grönland noch im strengen Dauerfrostbereich  bei rund -15 Grad liegen, klettert das Thermometer in Nordafrika und Teilen Südeuropas bereits auf +30 bis 35 Grad. Durch diese großen Temperaturkontraste innerhalb Europas können gerade im Übergangsmonat zwischen Winter und Frühling kräftige Tiefs entstehen, die auch das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. 

Je nach Lage der Hoch- und Tiefdruckgebiete stellt sich eine eher nördliche oder südliche Strömung ein. Ein Wechselspiel aus Kalt- und Warmluftvorstößen in Deutschland ist die Folge. Markante Luftmassenwechsel sind im April also nicht ungewöhnlich. Welche typischen Großwetterlagen für dieses wechselhafte Aprilwetter verantwortlich sind, analysiert unser wetter.com Meteorologe Gernot Schütz in diesem Video. 

Die wichtigsten Infos zum April 2019 zusammengefasst:

  • Laut NOAA wird der April 2019 zu warm und zu trocken.
  • Durchschnittstemperatur im April beträgt 7,4 Grad.
  • Typisches Aprilwetter: Wahrscheinlichkeit für kräftige Schauer steigt.
  • Temperaturen von 20 Grad und mehr im April keine Seltenheit. 
  • Winterliche Überraschung in den Bergen möglich.
  • Wechsel auf Sommerreifen erst um Ostern.

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