Universität Oxford macht Hoffnung: Corona-Impfstoff schon im September?

- Marvin Klecker
Gegen die Lungenkrankheit COVID-19 gibt es derzeit noch kein spezielles Medikament.
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Weltweit wird nach einem Impfstoff gegen Covid-19 gesucht. Forscher der Universität Oxford könnten dabei die ersten sein, die ein effektives Mittel auf den Markt bringen.

Forscher der britischen Universität Oxford wollen bis zum Herbst 2020 einen Impfstoff gegen Covid-19 entwickeln. Sarah Gilbert, Professorin für Impfforschung in Oxford, sagte gegenüber der britischen "Times", dass sie zu 80 Prozent zuversichtlich sei, bis September diesen Jahres einen Impfstoff gefunden zu haben. Diese Aussage kommt in Anbetracht der aktuellen Lage ein wenig überraschend.

Weltweite Forschung zu Impfstoff

Weltweit wird nämlich in Dutzenden Laboren nach einem Impfstoff geforscht. So läuft beispielsweise in den USA bereits ein zweiter Test für eine Impfung gegen das Coronavirus:

Corona-Impfung: Guter Schritt nach vorne
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In den allermeisten Fällen wird jedoch nicht vor 2021 mit einem Ergebnis, das heißt mit einem für Massen produzierbaren Impfstoff gerechnet. Wie kommt es also dazu, dass die Universität Oxford plant, so viel früher einen solchen parat zu haben?

Zeitlicher Vorsprung durch MERS-Impfstoff

Der Grund für die Annahme ist der zeitliche Vorsprung gegenüber anderen Forschungseinrichtungen. Die Universität hat nämlich erst vor einigen Jahren einen Impfstoff gegen MERS entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Lungenkrankheit, die ebenfalls zu den Coronaviren zählt.

Somit wurde die Grundlagenforschung, auf der die Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs basiert, bereits betrieben. Im besten Falle muss der MERS-Impfstoff in seiner Zusammensetzung lediglich etwas verändert werden.

Baldiger Test an Versuchspersonen

Schon in den kommenden zwei Wochen möchte die Universität ihre Forschungsergebnisse an Menschen testen. Bis September soll dann Klarheit über die Wirksamkeit des Impfstoffes herrschen. Sollte dies der Fall sein und grünes Licht für die Zulassung gegeben werden, könnte der Impfstoff in millionenfacher Stückzahl produziert werden. 

Um die Finanzierung des kostspieligen Projekts sicherzustellen, sind Gespräche zwischen der Universität und der britischen Regierung bereits in vollem Gange.

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