Temperatur am Arbeitsplatz: So kalt darf Dein Büro sein

- Lena Hornstein
Temperatur am Arbeitsplatz: So kalt darf Dein Büro sein
© Wochit
Bei einem kalten Büro darfst Du gibt es nicht sofort kältefrei.

Ist die Temperatur an Deinem Arbeitsplatz zu niedrig, hat Dein Arbeitgeber bestimmte Pflichten – sofort kältefrei machen darfst Du aber trotzdem nicht.

Ist die Temperatur am Arbeitsplatz zu niedrig, kann das Angestellte stark belasten. Gerade im Winter kann es durchaus passieren, dass die Heizung streikt. Einen Rechtsanspruch auf ein warmes Büro gibt es nicht. Dennoch ist in der Arbeitsstättenverordnung festgelegt, wie kalt der Arbeitsplatz sein darf. Bei niedrigen Außentemperaturen muss der Arbeitgeber demnach für Raumtemperaturen sorgen, die das Arbeiten ermöglichen.

Ist es im Büro zu kalt, muss der Arbeitgeber handeln. >
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So niedrig darf die Temperatur am Arbeitsplatz sein

Die Temperaturuntergrenzen sind abhängig von der Arbeitsschwere und dem jeweiligen Raum. Hier hat der Arbeitgeber rechtlich gesehen einen gewissen Gestaltungsspielraum. Ungefähre Angaben sind dennoch festgelegt: Bei leichten Arbeiten im Sitzen sollte die Temperatur nicht unter 20 Grad fallen. Bei mittelschweren Arbeiten im Stehen oder Gehen liegt die Grenze bei 17 Grad. 12 Grad sind bei schweren Arbeiten hingegen noch ausreichend. In Pausen- und Sanitärräumen müssen mindestens 21 Grad herrschen.

Abgesehen davon empfiehlt die Arbeitsstättenverordnung auch eine Höchsttemperatur von 26 Grad in Räumen. Beträgt die Außentemperatur mehr als 26 Grad können auch höhere Raumtemperaturen in Ordnung sein.

Der Arbeitgeber muss Gegenmaßnahmen ergreifen

Ist die Temperatur am Arbeitsplatz kälter als die Arbeitsstättenverordnung erlaubt, weil beispielsweise die Heizung ausfällt, muss der Arbeitgeber Gegenmaßnahmen ergreifen. Für gesundheitliche Schäden haftet nämlich der Arbeitgeber. Er sollte dann Heizstrahler oder Heizmatten besorgen oder auch Aufwärmzeiten festlegen. Alternativ kann er in so einem Fall auch für geeignete Kleidung sorgen.

Kältefrei gibt es nur in Ausnahmefällen

Tut er das nicht, dürfen die Arbeitnehmer theoretisch die Arbeit verweigern. Das ist aber nur in absoluten Ausnahmefällen erlaubt, beispielsweise wenn keinerlei Maßnahmen zum Schutz vor den niedrigen Temperaturen am Arbeitsplatz vorliegen. Zudem müssen die Umstände ein Gesundheitsrisiko darstellen. Wer wirklich wegen der Kälte nach Hause gehen will, braucht deswegen auch ein ärztliches Attest, das die jeweiligen gesundheitliche Einschränkungen bestätigt. Das muss natürlich vorab mit dem Arbeitgeber besprochen werden. Dieser muss die Chance haben, Gegenmaßnahmen gegen die Kälte ergreifen zu können.

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