Sie ist giftig und kann springen: Kräuseljagdspinne breitet sich in Deutschland aus

- Sabrina Fuchs
Sie ist giftig und kann springen: Kräuseljagdspinne breitet sich in Deutschland aus
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Die Kräuseljagdspinne wird in Deutschland immer häufiger gesichtet. Für den Menschen ist sie jedoch nicht gefährlich.

Neben der Hauswinkelspinne ist auch die Kräuseljagdspinne ein meist ungern gesehener Gast in deutschen Wohnhäusern. Denn: Sie kann springen, ist obendrein giftig.

Im Herbst suchen sich viele Spinnen und Insekten einen warmen Unterschlupf, um dort zu überwintern. Häufig verirren sie sich dabei in Häuser und Wohnungen. Auch wenn sie meistens nicht gefährlich für uns Menschen sind: Es gibt doch viele, die sich vor Spinnen fürchten oder sogar eine Phobie haben und sie deswegen nicht in ihrem Zuhause leben lassen wollen.

Kräuseljagspinne breitet sich in Deutschland aus

Besonders ungern gesehen dürfte neben der gefürchteten Hauswinkelspinne die Kräuseljagdspinne (Zoropsis spinimana) sein. Diese breitet sich seit Jahren in Deutschland aus. Im Herbst suchen sie sich einen Platz im Warmen und beginnen sich zu paaren.

Die Kräuseljagdspinne gehört zu den sogenannten "Echten Webspinnen" und somit zur Familie der "Lycosoidea", zu der auch Wolfsspinnen gehören. Ihr Körperdurchmesser beträgt bis zu zwei Zentimeter, die Beinspanne bis zu sechs Zentimeter. Außerdem ist sie sehr haarig und ähnelt vom Aussehen einer Tarantel.

Hauptsächlich ist die Kräuseljagdspinne im Mittelmeerraum, in Südafrika, Australien, Neuseeland, aber auch in Japan, Korea und Teilen Chinas Zuhause. Inzwischen ist sie jedoch auch an der Westküste der USA und in Mitteleuropa zu finden. Bedingt ist diese Verbreitung vermutlich durch den Klimawandel. Vor allem der extrem warme und trockene Sommer 2018 bietet perfekte Voraussetzungen für die vermehrte Ansiedlung der eigentlich exotischen Tiere in Deutschland und Mitteleuropa.

Wie gefährlich ist ein Biss der Kräuseljagdspinne?

Die Kräuseljagdspinne ist zwar giftig, für den Menschen aber ungefährlich. Häufig schafft sie es noch nicht einmal, unsere Haut zu durchdringen. Ein Biss der Spinne kann zwar ein wenig schmerzen und die Stelle kann gerötet sein - vor allem bei einer allergischen Reaktion -, im Normalfall ist der Biss aber weniger schmerzhaft als ein Wespenstich. Nach zwei Tagen sollten alle Beschwerden, die auf einen Spinnenbiss folgen, wieder abgeklungen sein. 

Nachts verlässt sie ihr Versteck, um zu jagen. Die Kräuseljagdspinne spinnt keine typischen Netze, um ihre Beute einzufangen. Wie "derwesten.de" schreibt, kann sie dabei sogar springen und Fäden schießen, was tatächlich ein bisschen an Spiderman erinnert.

Verbreitung der Kräuseljagdspinne in Deutschland

Dem "Atlas der Spinnentiere Europas" lässt sich entnehmen, dass die Kräuseljagdspinne vor allem im Westen Deutschlands, verstärkt in der Nähe des Rheins, beispielsweise in Köln und Frankfurt gesichtet wurde. Doch auch in Süddeutschland, unter anderem in München gab es demnach schon mehrere Kräuseljagdspinnen.

Das erste Mal wurde die Spinnenart in Deutschland im Jahr 2005 in Freiburg entdeckt. Vermutet wird, dass sie in einem Urlaubskoffer nach Deutschland gelangte. Bisher wurde sie in Deutschland kaum oder gar nicht draußen gesichtet, sondern nur im Inneren von Häusern. 

Das kannst Du tun, um die Spinnen fernzuhalten

Trotzdem sollte man Spinnen nicht töten, da sie einen wichtigen Beitrag in unserem Ökosystem leisten. Schließlich gehören auf ihren Speiseplan viele Insekten, wie Mücken und Fliegen, die von uns als sehr störend und nervig empfunden werden.

Auch wenn es viele Menschen Überwindung kostet: Statt Spinnen zu töten, sollte man sie besser einfangen und in der Natur wieder aussetzen, wenn man sich in ihrer Gegenwart Unwohl fühlt.

Damit die Spinne gar nicht erst in dein Haus kommen, kannst du ein paar Tricks anwenden. Zum einen hilft es, wenn Fliegengitter an den Fenstern angebracht sind, sodass sich die Hauswinkelspinnen keinen Zugang verschaffen können. Außerdem gibt es ein paar Hausmittel, die die Tiere in der Regel fernhalten. Beispielsweise mögen Spinnen den Duft von Lavendel, Minze oder Zitrone nicht.

Mit einfachen Tricks bleiben Spinnen draußen.
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