Nach Eissturm in Russland: Hunderte Menschen noch immer ohne Strom

- Quelle: dpa/Glomex/wetter.com
Eisregen, gefrierender Regen oder Schnee? Das ist der Unterschied
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Ein Eissturm und gefrierender Regen haben in der russischen Pazifikregion Primorje einen Ausnahmezustand hervorgerufen. Besonders betroffen ist die Metropole Wladiwostok.

Eisregen hat die russische Metropole Wladiwostok, die im Süden des Landes am Pazifik liegt, bereits am Donnerstag, den 19.11.2020, lahm gelegt. Was auf den ersten Blick eine schön anzusehende glitzernde Winterlandschaft ist, stellt die Region jedoch vor große Probleme.

Hunderte Menschen ohne Strom und Wasser

Hunderte Menschen haben aufgrund des Eissturms aktuell noch immer keinen Strom. Zu Spitzenzeiten waren rund 180.000 Menschen ohne Strom. Zudem waren zeitweise viele Menschen ohne Heizung - und das bei frostigem Wetter. In Wladiwostok wurden am Samstag minus vier Grad Außentemperatur gemessen.

Angespannt ist die Lage vor allem auf der Insel Russki nahe der Großstadt Wladiwostok am Pazifik. Die Reparatur der Stromleitungen laufe unter Hochdruck, teilten die Behörden am Sonntag mit. Die Bewohner Hunderter Häuser hätten am Wochenende wieder Licht einschalten können. Vielfach seien dafür Dieselgeneratoren im Einsatz, die aber nicht rund um die Uhr betrieben werden könnten.

Darum ist Eisregen so gefährlich

In Wladiwostok war in der vergangenen Woche gefrorener Regen niedergegangen. Auf Bäumen und Autos lag eine dicke Eisschicht. Viele Stromleitungen rissen unter der Last. Viele Bewohner der betroffenen Gebiete werden noch immer mit Wasser und warmem Mahlzeiten versorgt. Weiterhin gesperrt ist eine wichtige Brücke zur Insel Russki, weil Eisbrocken auf Autos fallen und Menschen verletzen könnten

Von Eisregen spricht man, wenn der Regen in der Frostluft gefriert und die dadurch entstandenen Eiskörner auf den Boden fallen. So entstehen zentimeterdicke Eispanzer. Was der Unterschied zwischen Eisregen, gefrierendem Regen und Schnee ist, erklären wir im Video oben.

Ausnahmezustand ausgerufen

Wladiwostok hat über eine halbe Million Einwohner. Für die gesamte Region wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Am Samstag beteiligten sich Tausende Menschen freiwillig an Aufräumarbeiten und befreiten etwa Wege von Eis. Wie mehrere Medien berichten, seien auch Soldaten im Einsatz, um unter anderem Straßen von umgestürzten Bäumen und Strommasten zu befreien.

Bilder aus der Region teilten auch mehrere Nutzer auf Twitter: 

Tweet von Le Globe

Tweet von Krus und Stern

Weitere Aufnahmen aus der Region siehst du im Video:


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