Immer weniger Sauerstoff im Meer: Klimawandel bedroht Fische

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Immer weniger Sauerstoff im Meer: Klimawandel bedroht Fische
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Der Sauerstoff im Meer sinkt aufgrund des Klimawandels - eine Gefahr für viele Fische.

Der zunehmende Sauerstoffmangel im Meer bedroht viele Fische. Immer mehr Meeresregionen sind von dem geringen Sauerstoffgehalt betroffen. Nicht nur der Klimawandel ist schuld daran.

Der Sauerstoffverlust der Meere wird zu einer wachsenden Bedrohung für Fischbestände. Das geht aus einem neuen Bericht hervor, den die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Wochenende in Madrid bei der Weltklimakonferenz vorstellte. 

Gefahr durch sinkenden Sauerstoffgehalt im Meer 

Betroffen sind etwa 700 Meeresregionen in aller Welt. In den 1960er Jahren waren es noch 45. 

"Das ist möglicherweise das letzte Alarmsignal, dass wir von dem unkontrollierten Experiment bekommen, dass die Menschheit in den Ozeanen der Welt ausgelöst hat", sagte Dan Laffoley, einer der Herausgeber des Berichts. 

Klimaerwärmung und Verschmutzung sorgen für Sauerstoffverlust

Der sinkende Sauerstoffgehalt in den Ozeanen hat dem Bericht zufolge in der Hauptsache zwei Gründe. 

Zum einen die Klimaerwärmung. Heizt sich das Meerwasser auf, enthalte es tendenziell weniger Sauerstoff. 

Zum anderen führe eine Verschmutzung der Gewässer mit Nährstoffen etwa aus Fischzuchten oder Düngemitteln aus der Landwirtschaft insbesondere in Küstenregionen zu einem starken Algenwachstum. Bei ihrem Abbau verbrauchen sie Sauerstoff. 


Sauerstoffrückgang auch in der Ostsee 

In sauerstoffarmen Gewässern überlebten Mikroben, Quallen und Tintenfische besser als Fische.

Vom Sauerstoffrückgang betroffen sind auch die Ostsee und das Schwarze Meer. "Dies sind die größten geschlossenen Meeresökosysteme mit niedrigem Sauerstoffgehalt", heißt es in dem Bericht. 

Während es im Schwarzen Meer teils natürliche Gründe gebe, seien in der Ostsee vor allem die Düngemittel und der Klimawandel Schuld. 

Überfischung als Folge des Sauerstoffmangels

In wärmeren Gewässern vermischten sich sauerstoffreiche und -arme Schichten weniger gut, heißt es in dem Bericht. Thunfische und Haie brauchten wegen ihrer Größe und ihres Energiebedarfs viel Sauerstoff.

Sie würden in relativ sauerstoffreiche Schichten an höheren Lagen gezwungen und setzten sich dann der Gefahr aus, gefischt zu werden. Überfischung sei die Folge, so die IUCN.

Die IUCN fordert daher, den Ausstoß von Treibhausgasen zurückzufahren und die Nährstoffbelastung zu begrenzen.

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