Abschaffung der Zeitumstellung: Der aktuelle Zeitplan

- Quelle: dpa/wetter.com
Zeitumstellung: 5 Fakten, die du kennen solltest >
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Bei der geplanten Abschaffung der Zeitumstellung in Europa gibt es kaum Fortschritte. Nun wurde das Ende der Zeitumstellung auf 2021 verschoben. Das sind die Gründe.

Im vergangenen Jahr hatte die EU-Kommission Pläne zur Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung vorgestellt. Eigentlich war geplant, dass schon 2019 die EU-Staaten zum letzten Mal an der Uhr drehen müssen. Der Zeitplan war allerdings massiv ins Stocken geraten. 

Abschaffung der Zeitumstellung im Jahr 2021

Der neue Zeitplan: Die Abschaffung der Umstellung soll erst im Jahr 2021 kommen. Diese wird sich auf alle in der EU lebenden Menschen und ihr Leben auswirken. Dafür müssten die Mitgliedsstaaten aber endlich handeln.

Nach dem Willen des Europaparlaments soll jeder Mitgliedstaat selbst entscheiden können, ob er eine dauerhafte Winter- oder Sommerzeit einführen will. Für diejenigen Staaten, die sich für die Winterzeit entscheiden, würde es die letzte Zeitumstellung im Oktober 2021 geben.

Allerdings existiert die Sorge, dass die Auswirkungen einer Änderung nicht ausreichend erforscht und analysiert sind. 

Dauerhafte Sommerzeit oder Winterzeit? Noch keine Einigung

Auch die Bundesregierung hat sich noch nicht darauf festgelegt, ob sie bei einem Ende der Zeitumstellung für eine dauerhafte Winter- oder Sommerzeit ist. Um Zeitinseln und Friktionen im Binnenmarkt zu vermeiden, wird ein abgestimmtes Vorgehen mit den europäischen Nachbarstaaten angestrebt. 

Der Linken-Europaabgeordnete Helmut Scholz beklagte letztes Jahr fehlende Absprachen, die ab dem Moment der Abschaffung zu uneinheitlichen Zeiten in Europa führen würden: "Statt übergreifend europäisch zu denken und für die Bürger und Bürgerinnen wie mit dem Euro eine einheitliche "Zeitwährung" zu ermöglichen, wird in nationalstaatlichen Grenzen gedacht." 

Altmaier hatte sich für eine dauerhafte Sommerzeit ausgesprochen. Hätte die "ewige Sommerzeit" schon 2019 in Deutschland gegolten, wäre die Sonne am 1. Januar beispielsweise in Frankfurt/Main erst um 9.24 Uhr auf-, aber auch erst gegen 17.30 Uhr untergegangen. Wenn eine dauerhafte Winterzeit eingeführt worden wäre, hätte das umgekehrt Folgen für die Sommerabende: Am 1. Juli 2019 würde die Sonne in Frankfurt statt gegen 21.30 Uhr nun schon gegen 20.30 Uhr untergehen. Dafür würde sie bereits um 4.20 Uhr aufgehen.

Wenn du deine Bekannten beeindrucken willst, dann erfährst du im Video ein paar Fakten und Geschichten, die deine Zuhörer überraschen könnten.

Wie geht es nach dem Ende der Zeitumstellung weiter? Wirtschaft gespalten

Die deutsche Wirtschaft ist laut einer Umfrage gespalten bei der Frage, welche Zeit bei einem Ende der Zeitumstellung dauerhaft gelten soll. Demnach sprechen sich jeweils rund 38 Prozent der befragten Unternehmen für die Sommer- und Normalzeit - umgangssprachlich auch Winterzeit genannt - aus. Keine Präferenz haben 24 Prozent der Firmen. Das geht aus einer Befragung unter mehr als 1400 Firmen des Ifo Instituts im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen hervor. Die Winterzeit sei die Normalzeit und sichere mehr Helligkeit in den Morgenstunden, hieß es. Bei der Sommerzeit sei es am Abend länger hell.

Das Europäische Parlament hat alle Bedenken aufgenommen und auch sehr schnell, sehr gute Vorschläge zur Koordinierung unter den Mitgliedstaaten gemacht, so dass kein Flickenteppich vieler unterschiedlicher Zeitzonen in Europa entsteht.

Mehr als 80 Prozent für die Abschaffung der Zeitumstellung

Der Wechsel zwischen Normalzeit und Sommerzeit ist schon lange umstritten. Seit 1996 werden in der EU am letzten Sonntag im März sowie am letzten Sonntag im Oktober die Uhren jeweils eine Stunde umgestellt. In Deutschland gibt es die Sommerzeit schon seit 1980. Ursprünglich sollte dank einer besseren Ausnutzung des Tageslichts Energie gespart werden, doch der wirtschaftliche Nutzen ist verschwindend gering. Zudem legen wissenschaftliche Erkenntnisse nahe, dass manche Menschen gesundheitlich unter der Zeitumstellung leiden.

Die EU-Kommission hatte am 31. August 2018 die Ergebnisse einer öffentlichen Befragung verkündet, wonach sich von 4,6 Millionen Teilnehmern mehr als 80 Prozent für die Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung aussprachen. Viele klagen zudem über negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Wie du Schlafproblemen vorbeugen kannst, zeigen wir dir in folgendem Video.

Die Zeitumstellung macht vielen Menschen gesundheitlich zu schaffen. >
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Weitere Fakten zur Zeitumstellung 2020 erfährst du im Artikel "Zeitumstellung 2020 auf Sommerzeit" und im Video am Anfang des Artikels.

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