Durchbruch? Hopps Firma CureVac meldet Impfstoff-Erfolg

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Durchbruch? Hopps Firma CureVac meldet Impfstoff-Erfolg
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Ein Impfstoff gegen das Coronavirus könnte die Pandemie stoppen.

Ist das der Durchbruch im Kampf gegen das Coronavirus? Das Biotechnologieunternehmen CureVac meldete einen großen Etappensieg bei der Suche nach einem geeigneten Impfstoff.

Seit Längerem gilt das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac, dessen Mehrheitseigentümer Dietmar Hopp ist, als großer Hoffnungsträger, was die Entwicklung eines Impfstoffes betrifft.

CurVac meldet Etappensieg bei Impfstoff-Suche

Wie CureVac in einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemeldung bekanntgab, habe ein eigens entwickeltes Präparat bei niedriger Dosierung positive präklinische Ergebnisse erzielt. Die vorliegenden Daten zeigten eine "ausgewogene Immunantwort, verbunden mit der Bildung einer hohen Anzahl von virusneutralisierenden Titern (VNTs) und T-Zellen".

VNTs seien "ein wesentlicher Indikator dafür, dass der Impfstoffkandidat eine starke immunologische Reaktion zur Neutralisierung von SARS-CoV-2 hervorrufen kann."

Weitere Details dazu erfährst du im Video:


Schon bald klinische Studien mit Freiwilligen

Schon im Juni will CureVac nun erste klinische Studien mit gesunden Freiwilligen starten, heißt es in der Pressemitteilung. Sollte der Impfstoff dann weitere Tests bestehen, sei das Unternehmen bereits auf eine großflächige Produktion vorbereitet.

In der Mitteilung heißt es wörtlich: "Die Produktionskapazität der Anlage ermöglicht die Herstellung von mehreren hundert Millionen Dosen pro Jahr, wobei die genaue Zahl abhängig von der finalen Dosierung des Impfstoffs ist, die in den klinischen Studien am Menschen bestimmt werden wird.

Wieso ein Impfstoff so wichtig ist

Experten halten einen Impfstoff für das einzige Mittel, um das Virus tatsächlich einzudämmen. Die bisherigen Maßnahmen in der Bevölkerung zielen darauf ab, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit ausreichend Zeit gewonnen werden kann, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Nur so können Patienten mit schweren Krankheitsverläufen weiterhin ausreichend behandelt werden.

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Zulassung eines Impfstoffs dauert

Für die Zulassung eines Impfstoffs ist letztendlich das Paul-Ehrlich-Institut zuständig, das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Dieses ging zuletzt davon aus, dass selbst bei höchster Geschwindigkeit und positiven Forschungsergebnissen frühestens im Frühjahr 2021 ein Impfstoff gegen die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 zur Verfügung stehen kann. 

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