Desinfektionsmittel: So kannst du es ganz leicht selbst herstellen

- Marvin Klecker
Desinfektionsmittel: So kannst du es ganz leicht selbst herstellen
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Aufgrund des Coronavirus sind Desinfektionsmittel sehr gefragt.

Die Sorgen und Ängste rund um das Coronavirus steigen. Immer mehr Menschen decken sich daher mit Desinfektionsmitteln ein. Doch was macht man, wenn keines mehr verfügbar ist?

In den letzten Tagen ist Desinfektionsmittel quasi zu einem Luxusgut geworden. Oft ist es ausverkauft oder wird im Internet zu teils horrenden Wucherpreisen angeboten. Das liegt auch daran, dass manche Menschen Unmengen gekauft und gebunkert haben. Dabei ist es überhaupt nicht nötig, alle möglichen Artikel zu hamstern. Mehr dazu in diesem Artikel:

Hamsterkäufe wegen des Coronavirus: Alles andere als sinnvoll

WHO veröffentlicht Anleitung für Desinfektionsmittel-Herstellung

Problematisch wird die Lage erst dann, wenn man zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen auf Desinfektionsmittel angewiesen ist und diese überall vergriffen sind.

Für diesen Fall hat die Weltgesundheitsorganisation WHO ein Rezept veröffentlicht, mit dem man das Mittel problemlos selbst herstellen kann. Alle Zutaten dafür bekommst du online oder in der Apotheke (vorausgesetzt sie sind nicht auch ausverkauft).

Für die Herstellung des Desinfektionsmittels benötigst du folgende Produkte:

  • 830ml Ethanol (96%) oder 750ml Isopropylalkohol (99,8%),
  • 45ml Wasserstoffperoxid (3%),
  • 15ml Glycerin (98%)
  • 110ml abgekochtes Wasser

Diese Zutaten müssen lediglich zusammengegeben und vermischt werden und schon hast du dein eigenes Desinfektionsmittel hergestellt.


Vorsicht vor Nebenwirkungen

Doch Achtung! Die Flüssigkeit kann zum einen die Augen reizen und zum anderen bei übermäßiger Nutzung die Haut austrocknen. Daher sollte man das Mittel nur sparsam einsetzen.

Nur Risikogruppen sollen Desinfektionsmittel verwenden

Zudem empfiehlt das Fachportal PTA, dass Desinfektionsmittel, egal ob gekauft oder selbstgemacht, überhaupt nur von bestimmten Risikogruppen benutzt werden sollte. Dazu zählen Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder mit Bluthochdruck, Diabetiker, Personen mit Atemwegserkrankungen und Krebs-Patienten.

Auch Atemschutzmasken sind nicht sinnvoll

Für Menschen, die nicht diesen Gruppen angehören, ist laut Lars Schaade, Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts, die permanente Nutzung von Desinfektionsmitteln nicht sinnvoll. Dasselbe gilt auch für das Tragen von Atemschutzmasken.

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