Wetter Oktober 2026: Nach warmem Beginn mehr Regen und Sturm durch Tief LUISE

- Bettina Harter - Online Redakteurin (Digital Newsroom) - Quelle: wetter.com/dpa/DWD
Wetter Oktober 2026: Nach warmem Beginn mehr Regen und Sturm durch Tief LUISE
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Der Oktober 2026 war nasser als im langjährigen Durchschnitt.

Sehr warm zu Beginn, dann aber auch stürmisch und wechselhaft präsentierte sich das Deutschlandwetter im Oktober 2026. Richtung Monatsende gab es durch eine Inversionswetterlage viel Nebel.

Je nach Großwetterlage kann sich das Wetter im Oktober stark unterscheiden. Von Schnee bis zum goldenen Herbst ist alles dabei. So ist der Oktober 2026 verlaufen. 

So war das Wetter im Oktober 2026

Der Oktober 2026 begann ausgesprochen warm, spätsommerliche Temperaturen sorgten in den ersten Tagen für zahlreiche neue Tagesrekorde. Danach kühlte es zwar ab, insgesamt blieb der Monat aber deutlich wärmer als üblich. Überraschendes gab es beim Regen: Zum ersten Mal seit Februar fiel vielerorts wieder mehr Niederschlag, als es dem langjährigen Mittel entspricht, allerdings regional sehr unterschiedlich. Während der Norden und Westen stellenweise das Dreifache an Regen abbekamen, blieb es im Osten vergleichsweise trocken.

Vor allem in der ersten Monatshälfte zeigte sich die Sonne von ihrer goldenen Seite; übers ganze Land recht gleichmäßig verteilt, kam sie auf eine etwas überdurchschnittliche Scheindauer. Doch auch stürmisch wurde es zum Teil: Sturmtief LUISE fegte am 23./24. Oktober über Deutschland hinweg.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 10,6 °C lag der Oktober 2026 um 1,6 Grad über dem Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 (9,0 °C). Verglichen mit dem Zeitraum 1991 bis 2020 (9,4 °C) war er 1,2 Grad wärmer. Am mildesten fiel der Monat im Norden und Westen aus. Im Südosten hingegen konnte es besonders in klaren Nächten ohne wärmende Wolkendecke spürbar kalt werden.

Mehr Infos bekommst du hier: DWD-Bilanz für Oktober - Erstmals seit Monaten mehr Regen als im Klimamittel

Wie war das Wetter im Oktober 2025?

Der Oktober 2025 war beim Wetter eher zu nass und zu trüb. Auch die Temperaturen schwankten im Monatsverlauf. Mit einer Durchschnittstemperatur von 9,9 Grad lag der Oktober 2025 damit um 0,9 Grad über dem Wert der Referenzperiode 1961-1990 (9,0 Grad) und 0,5 Grad über dem aktuellen Vergleichszeitraum 1991-2020 (9,4 Grad).

Es war im Verlauf des Monats bundesweit zu erheblichen Schwankungen bei den Temperaturen gekommen. Zu Monatsbeginn waren vor allem die Nächte empfindlich frisch und in der Osthälfte teilweise frostig, anschließend stiegen die Höchst- und Tiefstwerte verbreitet. 

Mit gut 79 Litern pro Quadratmeter war den Meteorologen des DWD zufolge der Oktober deutlich nasser als in den Vergleichsperioden. Gegenüber dem langjährigen Mittel von 1961 bis 1990 (56 Liter) lag der Überschuss bei 42 Prozent. Auch der aktuellere und feuchtere Vergleichszeitraum 1991-2020 (63 Liter pro Quadratmeter) wurde um 25 Prozent übertroffen. 

"Insbesondere der Monatsbeginn und das letzte Monatsdrittel erwiesen sich als nass", teilte der DWD mit. Die Nase vorn beim Niederschlag hatten demnach "eindeutig der Norden und Nordwesten sowie einige Mittelgebirge", wo teilweise mehr als 100 Liter pro Quadratmeter fielen. 

Im Durchschnitt schien die Sonne im Oktober gerade einmal etwa 79 Stunden. Damit war der Monat unter den acht trübsten der Messhistorie, hieß es vom DWD. "Nur im Januar dieses Jahres gab es noch weniger Sonne."

Klimatische Einordnung des Oktobers

Um die Zahlen für den Oktober besser einordnen zu können, werfen wir jetzt einen Blick auf die durchschnittlichen Oktober-Temperaturen der vergangenen Jahre. Die Werte sind in untenstehender Tabelle aufgelistet, wobei sich die Abweichungen auf die international gültige Referenzperiode 1961 bis 1990 beziehen.

Der Trend hin zu warmen Monaten ist im zweiten Herbstmonat nicht ganz so deutlich erkennbar wie in den Sommermonaten Juni, Juli und August. Zwar gibt es im Oktober auch negative Abweichungen, wie folgende Tabelle zeigt. Doch die letzten neun Jahre war die Abweichung immer positiv.

Mitteltemperatur Abweichung*
Oktober 2026 10,6 Grad + 1,6 Grad
Oktober 2025 9,9 Grad + 0,9 Grad
Oktober 2024 11,0 Grad + 2,0 Grad 
Oktober 2023 11,9 Grad + 2,9 Grad 
Oktober 2022 12,5 Grad + 3,5 Grad
Oktober 2021 9,6 Grad  + 0,6 Grad
Oktober 2020 10,2 Grad + 1,2 Grad
Oktober 2019 10,9 Grad + 1,9 Grad
Oktober 2018 10,7 Grad + 1,7 Grad
Oktober 2017 11,1 Grad + 2,1 Grad
Oktober 2016 8,6 Grad - 0,4 Grad
Oktober 2015 8,4 Grad - 0,6 Grad
Oktober 2014 11,9 Grad + 2,9 Grad 
Oktober 2013 10,6 Grad + 1,6 Grad 
Oktober 2012 8,7 Grad  - 0,3 Grad 
Oktober 2011 9,4 Grad + 0,4 Grad
Oktober 2010 8,1 Grad - 0,9 Grad

* vom langjährigen Mittel (9,0 Grad)

Und auch sonst gibt es markante Ausreißer. Als viertwärmster Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen bleibt dabei der Oktober 2014 in Erinnerung. Damals lag die Mitteltemperatur 2,9 Grad über dem langjährigen Mittel. Nur der Oktober 2001, der Oktober 2006 und der Oktober 2022 waren noch wärmer. Der Oktober 2023 war ebenfalls 2,9 Grad, der Oktober 2024 2 Grad zu warm. 

Wie ist das typische Wetter im Oktober?

  • Durchschnittstemperatur (bezogen auf das Mittel 1961 bis 1990): 9,0 Grad
  • Mittlere Niederschlagssumme: 56 Liter pro Quadratmeter
  • Mittlere Sonnenscheindauer: 108 Stunden im Monat
  • Goldener Oktober - anfangs mit Sommerfeeling 
  • Im Herbst zunehmende Nebelbildung
  • Herbststürme möglich
  • Ende Oktober Frostgefahr
  • Winterreifen nötig  

Kräftige Herbststürme möglich 

Neben Frost und Nebel ist der Herbst auch für heftige Stürme bekannt. So machte das Wetter unschöne Schlagzeilen, als am 5. Oktober 2017 XAVIER mit Orkanböen über Norddeutschland zog. Selbst Todesopfer waren damals zu beklagen.

Mit HERWART folgte Ende des Monats ein weiteres tödliches Orkantief. Dieses hatte neben Orkanböen auch Polarluft im Gepäck und sorgte in ganz Deutschland für eine markante Abkühlung.

Zeitumstellung am 25. Oktober 2026

Im Oktober werden die Tage immer kürzer. Wie schnell es abends dunkel wird, bekommen wir spätestens seit dem 25. Oktober 2026 zu spüren. An diesem Datum war nämlich Zeitumstellung. Da wurden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. 

Winterreifen ab Oktober nötig

So ist es auch nicht verwunderlich, dass es im Oktober oft schon Frost und Schnee geben kann. Mitte Oktober 2015 fiel sogar so viel Schnee, dass der Bahnverkehr vereinzelt eingestellt werden musste, da belaubte Bäume den Schneemassen nicht standhalten konnten.

Ob es für den diesjährigen Oktober ebenfalls Anzeichen für winterliche Allüren gibt? Das wird sich zeigen. Auf Winterreifen solltest du ab Oktober aber ohnehin wechseln. Denn auch bei kühlen Temperaturen haben Winterreifen große Vorteile gegenüber Sommerreifen.

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