Wetter Mai 2022: Bisher ungewöhnliche Hitze und Unwetter - geht es so weiter?

- Redaktion
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Im letzten Frühlingsmonat startet die Gewittersaison. In diesem Jahr gab es schon besonders heftige Unwetter. Wie geht es jetzt weiter? Die Antwort gibt es in der Maiprognose 2022.

Im Mai dürfen wir oft schon sommerlich warmes Wetter genießen. Aber auch der Wonnemonat hat so seine Höhen und Tiefen. Dass sich das Wetter im Mai fast durchweg wonnig präsentiert, ist eher die Ausnahme.

1. Wetter im Mai 2022

Die erste Woche im Mai 2022 fiel im Norden und Süden etwas unterschiedlich aus. So war es im Norden eher kühler, sehr trocken und sonnig, im Süden dagegen schon etwas wärmer mit ersten kräftigen Gewittern. Genau zu den Eiheiligen vom 11. Bis 15. Mai breitete sich dann sehr warme Luft aus Süden in Deutschland aus. Nur ganz im Norden blieb es noch deutlich kühler. Die kalte Sophie am Sonntag wurde frühsommerlich warm und bescherte und einen traumhaften Sonntag. Am Montag, den 16. Mai zogen dann landesweit Gewitter über Deutschland hinweg. Auch am Donnerstag und Freitag ging es weiter mit den Unwettern. Es zogen lebensgefährliche Unwetter mit Superzellen über Deutschland. Dazu stiegen die Temperaturen auf bis zu 34 Grad. Der Mai zeigt sich bisher extrem in Sachen Hitze und Unwetter. Diese Intensität sieht man sonst nur im Hochsommer.  

Geht es in der letzten Maiwoche so extrem weiter? Nach einem weiteren Unwetter am Montag, den 23. Mai, gehen die Temperaturen etwas zurück. Auch die Niederschläge gehen zurück. Wie der Monat dann genau endet, ist noch unsicher. Der Vatertag, also Christi Himmelfahrt am 26. Mai, könnte also oft warm aber nicht heiß und trocken ausfallen. 

2. Klimatische Einordnung des Mais

Wo sich der Mai 2022 einreihen wird, bleibt abzuwarten. Die letzten Jahre wich der Mai vom Trend ab und war jeweils zu kühl. Grund für den kühlen Mai 2021 war ein umfangreicher Tiefdruckkomplex über Nordeuropa, an dessen Südflanke die Zufuhr kühler Atlantikluft nicht enden wollte. Dadurch erlebte Deutschland den kältesten Mai seit 2010. Insgesamt war der Monat nicht nur zu kühl, sondern auch sonnenscheinarm und sehr niederschlagsreich.

Mitteltemperatur Abweichung vom langjährigen Mittel (12,1 Grad)
Mai 2021 10,7 Grad -1,4 Grad 
Mai 2020 11,9 Grad -0,2 Grad
Mai 2019 10,9 Grad -1,2 Grad
Mai 2018 16,0 Grad +3,9 Grad
Mai 2017 14,2 Grad  +2,1 Grad 
Mai 2016 13,6 Grad +1,5 Grad
Mai 2015 12,5 Grad  +0,4 Grad
Mai 2014 12,5 Grad +0,4 Grad
Mai 2013 11,7 Grad -0,4 Grad 
Mai 2012 14,3 Grad +2,2 Grad 
Mai 2011 13,9 Grad  +1,8 Grad
Mai 2010 10,5 Grad  -1,7 Grad

Wie ist das typische Wetter im Mai?

  • Durchschnittstemperatur (bezogen auf das Mittel 1961 bis 1990): 12,1 Grad
  • Mittlere Niederschlagssumme: 71  Liter pro Quadratmeter
  • Mittlere Sonnenscheindauer: 196 Stunden im Monat
  • Eisheilige mit Spätfrösten zwischen dem 11. und 15. Mai
  • Gewittersaison beginnt im Mai

Eisheiligen mit Nachtfrost

Die Eisheiligen zwischen dem 11. und 15. Mai machen vielen Bauern und Hobbygärtnern jedes Jahr aufs Neue Angst. Zwar kann auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden, dass arktische Polarluft pünktlich zu den Eisheiligen nach Mitteleuropa strömt. Das Auftreten markanter Kaltlufteinbrüche mit Frösten nimmt in Zeiten des Klimawandels allerdings immer weiter ab. In Süddeutschland liegt die Wahrscheinlichkeit dafür sogar bei unter 50 Prozent (Quelle: DWD).

Weiterführende Infos sowie die Wetterprognose zu den Eisheiligen kannst du in diesem Artikel "Eisheilige 2022 - Namen, Datum, Wetter" nachlesen.

Was die Bauernregeln der Eisheiligen über das Wetter verraten, zeigen wir dir in diesem Video: 

Die Ursachen für die zunehmende Gewitteraktivität 

Der Mai ist einer der regenreichsten Monate in Deutschland. Dies ist unter anderem auf den Beginn der Gewittersaison zurückzuführen, wie wir oben bereits erwähnt haben. Örtlicher Starkregen sorgte im Mai in der Vergangenheit bereits für Überflutungen und große Schäden.

Die Ursache der zunehmenden Gewitteraktivität liegt unter anderem am höherem Sonnenstand und den dadurch steigenden Temperaturen im Mai. In der wärmeren Luft erhöht sich der Wasserdampfgehalt.

Neben feuchtwarmer Luft ist ein großer vertikaler Temperaturgradient für die Gewitterentstehung nötig. Heizt die Sonne die bodennahe Luftmasse auf, kann diese rasch in große Höhen aufsteigen. Wenn jetzt noch eine vertikale Windscherung (Änderung der Windrichtung und -geschwindigkeit mit der Höhe) herrscht, sind die Voraussetzungen für Gewitter oder auch kräftige Unwetter gegeben.

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