Sommerferien 2020: Wo Urlaub im Sommer möglich ist

- Bettina Marx
Sommerprognose: Wie dominant wird die Hitze?
Initialisierung des Players
fehlgeschlagen!
Bitte aktivieren Sie Flash!
Kontakt & Support
 

Die Sommerferien sind normalerweise Hauptreisezeit. Die Coronakrise macht uns in diesem Jahr aber einen Strich durch die Rechnung. Komplett abschreiben sollten wir den Sommerurlaub aber noch nicht.

Derzeit gelten überall auf der Welt noch Reisebeschränkungen, Ausgangssperren und Quarantänemaßnahmen. Trotz der verlängerten Reisewarnung, die bis mindestens 14. Juni für deutsche Urlauber gilt, ist der Sommerurlaub 2020 noch nicht verloren. Sollte es die Entwicklung der Corona-Pandemie zulassen, könnten ab Mitte Juni schrittweise wieder Reisen erlaubt werden. 

Da die Schulferien im Sommer frühestens am 22. Juni beginnen (siehe Tabelle unten), dürfen wir also weiterhin auf einen Sommerurlaub in den Ferien hoffen. Doch wohin dürfen wir in Zeiten von Corona überhaupt reisen? In diesem Artikel klären wir auf.

Wann beginnen die Sommerferien 2020 in Deutschland?

Bundesweit haben Schüler natürlich nicht gleichzeitig frei. Den Startschuss setzt dieses Jahr Mecklenburg-Vorpommern. Am 22.06.2020 - nur zwei Tage nach Start des kalendarischen Sommers - geht es nämlich für dieses Bundesland in die Sommerferien.

Wenn im Nordosten Deutschlands die Ferien zu Ende gehen, beginnen diese im Südwesten gerade erst. Die Schüler in Bayern und Baden-Württemberg müssen am längsten auf die großen Ferien warten. Hier beginnt die freie Zeit nämlich erst am 27.7. bzw. 30.07.2020.

Bundesland Datum der Sommerferien
Baden-Württemberg 30.07. - 12.09.
Bayern  27.07. - 07.09.
Berlin 25.06. - 07.08.
Brandenburg 25.06. - 08.08.
Bremen 16.07. - 26.08.
Hamburg 25.06. - 05.08.
Hessen 06.07. - 14.08.
Mecklenburg-Vorpommern 22.06. - 01.08.
Niedersachsen 16.07. - 26.08.
Nordrhein-Westfalen 29.06. - 11.08.
Rheinland-Pfalz 06.07. - 14.08.
Saarland 06.07. - 14.08.
Sachsen  20.07. - 28.08.
Sachsen-Anhalt 16.07. - 26.08.
Schleswig-Holstein 29.06. - 08.08. 
Thüringen  20.07. - 29.08. 

Trotz Corona: Wo sind Reisen erlaubt?

Eine normale Sommerurlaubssaison wird es in diesem Jahr definitiv nicht geben. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt müssen wir davon ausgehen, dass es einen Sommerurlaub, wie wir ihn kennen, in diesem Jahr nicht geben wird", bekräftigte Außenminister Heiko Maas. 

So wird es mit ziemlicher Sicherheit in diesem Sommer keine großen Fernreisen geben, Reisen innerhalb Europas sind aber durchaus denkbar.

Wie der Wettertrend für den Sommerstart im Juni in Deutschland aussieht, kannst du dir in folgendem Video anschauen:

Wetter 7 Tage: Schnee mit vielen Fragezeichen
Initialisierung des Players
fehlgeschlagen!
Bitte aktivieren Sie Flash!
Kontakt & Support
 

Reisewarnung soll für 31 europäische Staaten aufgehoben werden

Die Bundesregierung bereitet derzeit ein Ende der weltweiten Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten vor, wenn die Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Die Warnung soll laut Plan durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden, die für jedes einzelne Land Risiken aufzeigen.

Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union gehören dazu das aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Ob der Sommerurlaub stattfindet, dürfte aber auch an den Regelungen der Länder selbst hängen. Ein Überblick:

Sommerferien in Österreich verbringen

Geäußert hat sich in diesem Zusammenhang bereits unser Nachbarland Österreich, das neben Italien, Spanien (inklusive Baleareninsel Mallorca), der Türkei und Griechenland zu den fünf beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen im Ausland zählt. Die Regierung Österreichs ermöglicht eine Öffnung der Grenzen für Sommerurlauber aus Deutschland unter bestimmten Bedingungen. 

Wer am 15. Juni nach Österreich reist, dürfte nach aktuellem Stand schon recht viel vom bekannten Urlaubserlebnis der Vorjahre mitbekommen. Seit 29. Mai dürfen in der Alpenrepublik wieder sämtliche Hotels und Beherbergungsbetriebe öffnen, die Gastronomie ist bereits seit Mitte Mai wieder aktiv.

Bei den Lokalen und Restaurants verlief der Neustart aber vielerorts nicht so gut wie erhofft. Bei den Hotels sind die Einschränkungen recht gering, Urlauber dürfen sich auch dieses Jahr auf üppige Frühstücksbuffets und Entspannung im Wellnessbereich freuen. Ebenfalls wieder geöffnet sind nun auch die Freizeiteinrichtungen und zahlreiche Museen. Auch Kulturveranstaltungen sind mit etwas Vorsicht wieder erlaubt, ein volles Theater erwartet den Österreich-Urlauber zunächst aber nicht. Bis August wird das Gästelimit für solche Veranstaltungen stetig angehoben. Daher haben sich auch die Salzburger Festspiele dazu entschlossen, im Jubiläumsjahr Vorstellungen zu zeigen - allerdings deutlich weniger als ursprünglich geplant.

Sollte die Zahl der Infizierten im Zuge der Corona-Lockerungen wieder steigen, wird entsprechend reagiert, indem möglicherweise wieder Reisebeschränkungen ausgerufen werden. Denn eine Ausbreitung des Coronavirus wie im Skiort Ischgl darf sich unter keinen Umständen wiederholen.

Montenegro fährt Tourismus als erstes Land wieder hoch

Noch früher kurbelt Montenegro die Tourismusbranche unter der Einhaltung von bestimmten Hygiene-Konzepten wieder an. Bereits seit 18. Mai haben Hotels und Restaurants wieder offen:


Wanderurlaub in der Schweiz möglich

Campingplätze, Zoos, Schwimmbäder, Kinos und Theater sind wieder geöffnet, wenn die Grenzen zur Schweiz am 15. Juni für Touristen aufgehen - alles mit Hygiene- und Schutzkonzepten. Wandern und Wellness geht, Festivals und Konzerte nicht - aber das könnte sich ändern: Am 24. Juni wird entschieden, wann Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen wieder erlaubt sind. Abgesagt wurden aber das Festival der klassischen Musik in Luzern, das Jazz-Festival in Montreux und das Filmfestival in Locarno.

Für Seilbahnen, Busse oder Bahnen sollen Tickets möglichst online besorgt werden, um Schlangen am Schalter zu vermeiden. Dort sind Mund- und Nasenschutz empfohlen, aber nicht vorgeschrieben. In Restaurants stehen die Tische auf Abstand. Hotels dürfen Wellness anbieten, aber in Schwimmbad, Sauna und Dampfbad gilt: Eine Person pro vier Quadratmeter Fläche.

Kroatien verhandelt über Ermöglichung von Reisen

Das stark vom Tourismus abhängige Land an der Adria mit seiner langen, buchtenreichen Küste und den vielen Inseln kann es kaum erwarten, dass die europäischen Grenzen endlich aufgehen. Kroatien erlaubt Bundesbürgern wieder die Einreise ohne Nachweis von Gründen. Bisher mussten Reisende an der Grenze die Buchung einer Unterkunft oder die Bestätigung für einen Immobilien- oder Bootsbesitz in Kroatien vorlegen.

Die Lockerung betrifft auch die Bürger neun weiterer EU-Staaten: Österreich, Slowenien, Tschechien, die Slowakei, Polen, Ungarn, Litauen, Lettland und Estland. Reisende aus diesen Ländern müssen künftig an der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt.

Kroatiens oberster Gesundheitswächter rechnet auch in diesem Sommer trotz der Corona-Pandemie mit Fremdenverkehr in seinem Land, wenn auch in reduziertem Umfang. "Es wird aber nicht mehr so sein wie früher, es wird keine Massen am Strand mehr geben", fügte er hinzu. Kommunale Polizei und Bademeister müssen darauf achten, dass die Badenden den Sicherheitsabstand einhalten. "Handtuch an Handtuch in der Sonne liegen wird es nicht geben", sagte Krunoslav Capak, der Leiter des Kroatischen Instituts für Öffentliche Gesundheit. Ob auch Deutsche im Sommer 2020 wieder in Kroatien Urlaub machen dürfen, bleibt weiterhin abzuwarten. Es gibt aber Hoffnung.

Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 sind zuletzt stark zurückgegangen. Die Küstenregionen waren - abgesehen von der Großstadt Split - ohnehin weniger betroffen.

Griechenland hofft ab Mitte Juni auf Urlauber

Wenn alles nach Plan läuft, dürfen auch Griechenlandfans wieder auf Urlaub in ihrem Lieblingsland hoffen. Athen hat nämlich angekündigt, dass Reisende aus 29 Staaten ab 15. Juni ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen können, darunter auch Deutschland. Am 1. Juli soll erneut die Lage in anderen Staaten geprüft werden; dann könnten weitere Staaten hinzukommen.

Zunächst soll es Flüge aus dem Ausland nur nach Athen geben. Ab dem 1. Juli sollen auch alle Regionalflughäfen für Flüge aus dem Ausland geöffnet werden. Eine Corona-Kontrolle werde es stichprobenartig an den griechischen Flughäfen nach Landung aus dem Ausland geben.

Bulgarien bereitet sich auf Sommersaison vor

Das Urlaubsland am Schwarzen Meer rüstet sich für eine Sommersaison unter Corona-Auflagen. Die soll für ausländische Touristen am 1. Juli beginnen. Es wird erwägt, dass schon ab 1. Juni die obligatorische 14-tägige Quarantäne nach der Einreise für viele EU-Bürger, auch für die Deutschen, entfallen soll - mit Ausnahme von Reisenden aus Schweden, Großbritannien, Belgien, Irland, Portugal, Spanien, Malta und Italien. Bulgarien gehört zu den Ländern, die relativ gering von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind. 

An den langen Badestränden stehen die Liegestühle bereits in großen Abständen. Dosierspender mit Desinfektionsmitteln sowie Isolierräume für Coronavirus-Fälle sollen zum Standard gehören. 

Die kleineren Hotels nehmen bereits heimische Touristen auf. Doch Bulgariens Fremdenverkehr hängt stark von Auslandsflügen ab, über die es noch keine Klarheit gibt. Deswegen herrscht große Ungewissheit für die großen Hotels, die vor allem Feriengäste aus dem Ausland unterbringen. Große Hotels, die Buchungen aus Staaten haben, die ihre Grenzen nicht öffnen, würden nach Brancheninformationen den Betrieb nicht wieder aufnehmen.

Zypern erlaubt Einreise ohne Quarantänepflicht 

Touristen und Reisende aus 19 Staaten werden ab 20. Juni ohne Quarantänepflicht zur Touristeninsel Zypern fliegen können. Urlauber aus 13 dieser Staaten können ohne Coronatests nach Zypern fliegen. Das sind Reisende aus Deutschland, Österreich, Malta, Griechenland, Israel, Bulgarien, Finnland, der Slowakei, Slowenien, Litauen, Norwegen, Dänemark und Ungarn. 

Wer aus der Schweiz, aus Tschechien, Polen, Rumänien sowie Kroatien und Estland einreisen will, muss einen Coronavirus-Test vorlegen, um Urlaub auf Zypern zu machen. Dies betreffe auch die zwei wichtigsten Staaten aus denen Touristen nach Zypern reisen: Großbritannien und Russland. Reisen aus diesen Ländern sind zunächst nicht erlaubt.

Frankreich: Urlauber aus Deutschland ab Juni erwartet

An den Stränden der französischen Riviera können sich Urlauber aller Voraussicht nach frühestens im Juni sonnen. Die Strände Frankreichs bleiben generell bis mindestens 1. Juni für die Öffentlichkeit geschlossen, kündigte Regierungschef Édouard Philippe an.

In weiten Teilen Frankreichs können Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber am 2. Juni wieder öffnen - in Paris dann Ende Juni. Auch Freizeitangebote sollen nun wieder verstärkt möglich sein. So sollen Theater ab dem 2. Juni fast im ganzen Land öffnen und alle Strände wieder zugänglich sein. Große Museen und Monumente dürfen ebenfalls wieder Besucher empfangen. Kinos folgen etwas später. Frankreich hält an der Aufhebung der Grenzkontrollen am 15. Juni fest. Das heißt, dass deutsche Urlauber auch erst ab diesem Datum nach Frankreich reisen können. 

Niederlande öffnet Tourismusbetriebe leicht

Der Holland-Urlaub wird wieder möglich - aber sicher nicht ohne Einschränkungen. Und Planung ist alles. "Bitte kommen Sie nicht einfach auf gut Glück", mahnte unlängst Ministerpräsident Mark Rutte. Stufenweise öffnen Bungalowparks ihre Tore, und es werden auch wieder Ferienwohnungen vermietet.

Ab dem 1. Juli sollen dann alle Campingplätze und Ferienparks wieder ganz geöffnet werden. Bisher galt das nur eingeschränkt. So mussten etwa auf Campingplätzen Duschen und WCs geschlossen bleiben. Die sanitären Einrichtungen werden ab 1. Juli auch an Stränden und in Naturparks wieder geöffnet.

Schon ab dem 1. Juni empfangen die Museen wieder Besucher - vorausgesetzt, sie melden sich vorher online an. Und dann dürfen auch Restaurants, Cafés, Strandpavillons und Kneipen jeweils maximal 30 Gäste bewirten - allerdings auch nur für die, die reserviert haben. Ab Juli sind dann bis zu 100 Gäste erlaubt.

In der Türkei ist das Schlimmste überstanden

Einen baldigen Fahrplan für die Rückkehr zur Normalität hat der türkische Präsident Erdogan angekündigt. Die Türkei hofft ab Mitte Juni wieder auf Touristen und bereitet Flughäfen, Strände und Hotels vor. Lokale Medien berichteten über ein Dokument der Zivilen Luftfahrtbehörde, das in Terminals unter anderem eine Maskenpflicht für alle vorsieht. Wer nicht reist, sondern Reisende nur verabschiedet oder empfängt, darf zudem Flughafengebäude nicht mehr betreten, sondern muss draußen warten. Ausnahmen gibt es nur für Menschen, die ohne Begleiter nicht auskommen.

Internationale Flüge der halbstaatlichen Gesellschaft Turkish Airlines soll es ab dem 10. Juni wieder geben, Inlandsflüge ab dem 4. Juni. Das Kultur- und Tourismusministerium in Ankara hat einen Katalog von "Hygiene-Anweisungen" erlassen, der für Hotels etwa unter anderem Mindestabstände zwischen Liegen an Pools oder einzeln abgepackte Handtücher vorsieht. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu zeigte Bilder des bekannten Konyaalti-Strandes in Antalya, auf dem Liege-Areale für Besucher mit Seilen abgegrenzt werden. Anadolu zufolge werden außerdem Hotels Wärmebildkameras einsetzen, um feststellen zu können, ob Gäste oder Mitarbeiter Fieber haben. Außerdem ist ein Zertifizierungsprogramm der Regierung für Hotels, Gastronomie und andere Unternehmen in der Mache.

Besonders viele Corona-Fälle: Wie sieht es in Spanien und Italien aus? 

Spanien, Italien und Frankreich sind von der Corona-Pandemie besonders schwer betroffen. Im Angesicht dieser Tatsache ist noch nicht bei all diesen Urlaubsländern klar, ob bzw. wann Urlauber aus dem Ausland wieder einreisen dürfen.

Immerhin will Italien die Einreise aus dem Ausland ab 3. Juni wieder erlauben. Die Öffnung steht unter dem Vorbehalt, dass die Infektionsgeschehen in einzelnen Regionen oder Staaten es zulassen. 

Die Regionen Venetien wirbt derzeit damit "Covid-free" zu sein - soll heißen, dass die Lage im Griff ist, obwohl es natürlich auch dort Infektionen gab. Sardinien will dagegen einen Gesundheitspass einführen, mit dem Einreisende belegen sollen, dass sie nicht das Coronavirus haben. Doch wie das genau durchgeführt werden soll, ist unklar.

Daher herrscht Chaos bei den Regelungen der einzelnen Regionen. Die Fallzahlen gehen in Italien seit langem zurück. Mit Abstand die allermeisten Fälle hat die Lombardei. In den meisten Regionen in Süditalien gab es dagegen keine schweren Ausbrüche.

Italien befürchtet nun, gegenüber weniger betroffenen Mittelmeerländern wie Kroatien oder Griechenland den Kürzeren zu ziehen. Für deutsche Urlauber wird ausschlaggebend sein, wann die Reisewarnung aufgehoben wird. Derzeit hofft Italien auf den 15. Juni. Österreich hat bereits bestätigt, dass deutsche Touristen, die auf der Durchreise nach Italien sind, durch die Alpenrepublik fahren können. 

Spanien: "Safety first" im einstigen Corona-Hotspot

Nach langer Ungewissheit können Spanien-Freunde endlich mit der Planung des Sommerurlaubs auf Mallorca, an der Costa del Sol oder an der Costa Blanca beginnen. Ministerpräsident Pedro Sánchez teilte mit, sein Land werde im Juli die Grenzen für ausländische Touristen öffnen. Zudem wird am 1. Juli auch die zweiwöchige Zwangsquarantäne für alle Einreisenden wieder aufgehoben.

Ungeachtet des recht erfolgreichen Kampfes gegen das Virus gilt im (einstigen) Corona-Hotspot aber weiterhin "Safety first". "Wir werden garantieren, dass die Touristen keine Risiken eingehen werden und auch, dass sie keine Risiken für uns verursachen", beteuerte Sánchez. Laut Medien verhandelt Madrid mit Ländern wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Portugal über die Errichtung von sogenannten "Sicherheitskorridoren".

Dänemark öffnet Grenzen für Touristen aus Deutschland 

Als eines der ersten Länder Europas hatte Dänemark im Kampf gegen Corona am 14. März seine Grenzen dichtgemacht. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten Einreisegrund kommen seitdem nicht mehr ins Land. 

Nun öffnet Dänemark seine Grenzen zumindest wieder für Touristen aus Deutschland, Island und Norwegen. Voraussetzung ist, dass sie mindestens sechs Nächte außerhalb Kopenhagens gebucht haben. Wer als Deutscher ein Sommerhaus in Dänemark besitzt oder seinen Partner in dem Land besuchen will, darf bereits wieder einreisen. Die Färöer-Inseln wollen ab Mitte Juni Touristen aus Dänemark, Island und Grönland empfangen.

Kaum Flüge von Deutschland nach Schweden 

Von den dänischen Entwicklungen dürften auch die Reisen vieler Schweden-Urlauber abhängen. Denn wer beispielsweise mit dem Auto nach Schweden reisen möchte, der fährt in der Regel über Dänemark. Eine Alternative kann die Anreise per Fähre etwa von Kiel, Rostock oder Travemünde sein, die Strecken werden weiterhin befahren. 

Flüge aus Deutschland in Richtung Stockholm oder Göteborg gibt es momentan kaum und wenn, dann lediglich ab Frankfurt. Darüber hinaus besteht in Schweden bis vorläufig zum 15. Juni ein Einreiseverbot - dies gilt jedoch nicht für Länder der EU und der Europäischen Freihandelszone.

Norwegen: Einreiseverbot bis zum 20. August 

Mit einem Sommerurlaub in den norwegischen Fjorden dürfte es nach jetzigem Stand schwierig werden. Die norwegischen Grenzen sind für Ausländer ohne konkreten Grund seit über zwei Monaten dicht. Norweger dürfen in ihre Heimat zurückkehren, müssen dann aber zunächst für zehn Tage in Quarantäne. 

Erst Mitte Mai hatte die Regierung mitgeteilt, dass Norwegen-Urlauber damit rechnen müssten, dass das Einreiseverbot bis zum 20. August bestehen bleibt. Ende Mai gab die Regierung bekannt, dass zumindest Dänen ab dem 15. Juni nach Norwegen reisen können. Später will man sich in Oslo anschauen, ob man die Grenzen für Reisende aus "einzelnen anderen naheliegenden europäischen Ländern" öffnen könnte. Der Status für deutsche Urlauber bleibt also: Abwarten.

Island will  Reisebeschränkungen  lockern

Die stark vom Tourismus abhängige Insel im Nordatlantik plant, ihre Beschränkungen für internationale Reisende bis zum 15. Juni zu lockern. Bislang muss jeder für zwei Wochen in Quarantäne, der nach Island kommt. 

Dazu will die isländische Regierung bald aber eine Alternative anbieten: Island-Urlaubern soll künftig bei der Ankunft statt Quarantäne auch die Möglichkeit gegeben werden, sich sofort auf das Coronavirus testen zu lassen. Ein Entschluss dazu soll Ende Mai stehen. Geplant ist zudem, dass Touristen eine Tracing-App herunterladen und gebrauchen müssen, mit der Infektionsketten besser verfolgt werden können.

In Corona-Zeiten: Urlaub in Deutschland immer wahrscheinlicher

Bundesaußenminister Heiko Maas hofft, dass die Reisewarnung nach dem 14. Juni aufgehoben werden können. Das kann aber noch niemand versprechen. "Die Entscheidung über eine Verlängerung der Reisewarnung muss im Zusammenhang gesehen werden mit den EU-Einreisebeschränkungen an den Außengrenzen, Quarantänebestimmungen in Deutschland bei Rückreise sowie den EU-Binnengrenzkontrollen." Wer wieder zu klassischen Urlaubszielen rund um das Mittelmeer aufbrechen möchte, braucht also noch etwas Geduld.  

Auch wenn es Hoffnung auf Sommerurlaub 2020 im Ausland gibt, kannst du alternativ deinen Sommerurlaub auch nach Deutschland verlegen. Hierzulande stehen die Chancen auf Urlaub in den Sommerferien nämlich deutlich besser als im Ausland. Denn bereits im Mai wurden in Deutschland schrittweise wieder Hotels geöffnet. 

Eine Ferienwohnung an der Ostsee oder im Schwarzwald zu mieten, das dürfte nach Einschätzung von Experten im Sommer möglich sein. Ein Nebeneinanderliegen (Handtuch an Handtuch) am Nordsee- oder Ostseestrand wird es aber nicht geben können, betonte der Tourismusbeauftragte Thomas Bareiß. "Auch da muss man klar definieren, wie Abstände eingehalten werden können." Der Deutsche Tourismusverband schließt auch Kontrollen und Sanktionen nicht aus, um übervolle Strände zu verhindern.

So wird das Wetter im Sommer 2020

Diejenigen, die die Sommerferien aufgrund der Coronakrise in Deutschland verbringen, hoffen natürlich auf sonniges und warmes Wetter. Wagen wir also schon mal einen ersten Blick in die Wetterkarten:
Die amerikanische Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and  Atmospheric Administration) gibt mehrmals im Monat Vorhersagen für das Wetter in den kommenden Monaten raus. Die aktuellste Vorhersage des NOAA Vorhersagemodells CFSv2 sagt einen überdurchschnittlichen Juni vorher. Auch der Juli könnte etwas wärmer ausfallen verglichen mit dem langjährigen Mittel. Die Sommerferien 2020 werden ihrem Namen also wohl gerecht. Ob es sogar einen Hitzesommer geben könnte, zeigen wir dir in unserer aktuellen Sommerprognose am Anfang des Artikels. 

Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen verbringen viele Menschen viel Zeit in den Sommerferien im Freien. Das Sommerwetter hat allerdings meist ein paar böse Überraschungen parat, die man nur allzu leicht unterschätzen kann. Insbesondere in den Sommermonaten Juni, Juli und August können Unwetter eine große Gefahr für Urlauber darstellen. Gewitter entstehen mitunter sehr schnell und können verheerende Folgen haben. Daher ist es besonders bei Aktivitäten, bei denen man sich nicht innerhalb kürzester Zeit in Sicherheit bringen kann, besonders wichtig, die Wetterlage im Auge zu behalten und das Gewitterrisiko für die jeweilige Region an dem betreffenden Tag zu kennen.

P.S. Bist du auf Facebook? Dann werde jetzt Fan von wetter.com!

Zur Artikelübersicht

Nach oben scrollen