Bisher wenige Influenza-Fälle: Corona-Maßnahmen helfen gegen Grippe

- Bettina Marx
Die Symptome von Covid-19, der Grippe und einer Erkältung sind sehr ähnlich.
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Aktuell schützen wir uns mit Abstandsregeln und Mundschutz gegen das Coronavirus. Die Maßnahmen haben wohl einen positiven Nebeneffekt: Es gibt bislang weniger Grippefälle.

Mit Covid-19 und Grippe steht das Gesundheitssystem in diesem Herbst und Winter vor einer doppelten Herausforderung. Bislang gibt es aber glücklicherweise noch relativ wenige Influenzafälle in Deutschland.

Zusammenfassung der aktuellen Influenza-Lage 

  • Grippesaison 2020/2021: Bislang 303 Influenza-Fälle in Deutschland 
  • davon keine Todesopfer bekannt
  • Influenza-Fälle steigen langsamer als in den vergangenen Jahren: Bundesweit 33 neue Fälle in KW 1

Bisher wenige Influenzafälle in Deutschland

Viele Ärzte hoffen in dieser Grippesaison auf eine schwächere Grippewelle als in den Jahren zuvor. Man kann nämlich davon ausgehen, dass die Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie auch gegen andere Infektionskrankheiten wirksam sind. Die Corona-Regeln helfen auch gegen Influenza.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat bereits Ende September mit der Zählung von Grippe-Infizierten begonnen. Damals wurden lediglich sechs Fälle registriert. 

40.MW 41.MW 42.MW 43.MW 44.MW 45.MW 46.MW 47.MW 48.MW 49.MW 50.MW 51. MW 52. MW 53. MW 1.MW Gesamt
8 17 15 15 16 14 18 24 26 25 24 27 26 15 33 303

Grippewelle: Diese Regionen sind betroffen

Die nachfolgende Karte zeigt die Verteilung der Influenza-Fälle in ganz Deutschland für die 1. Meldewoche 2021, wobei die grün bzw. gelb markierten Gebiete "Influenza-Hotspots" markieren. 

Influenzafälle MW 1 (Quelle: Robert Koch-Institut).

Schwache Grippewelle: Corona-Regeln auch gegen Influenza wirksam

Zum Vergleich: In der vergangenen Grippesaison wurde die Zählung mit 30 Fällen begonnen, in der 50. Meldewoche 2019 waren es zehnmal so viele Influenzafälle verglichen mit dem aktuellen Jahr. Die diesjährige Grippesaison läuft also nur langsam an. Das hat folgenden Grund:

Abstand zu anderen Menschen halten, häufig Hände waschen, Alltagsmasken tragen und regelmäßig lüften. Was gegen Corona empfohlen wird, nützt aus RKI-Sicht auch, um das Risiko einer Ansteckung mit Influenzaviren zu reduzieren. Der Lockdown im Frühjahr bereitete wohl der vergangenen Grippewelle ein Ende. Denn diese fiel nach RKI-Daten mit einer Dauer von elf Wochen kürzer aus als die Grippewellen der fünf Vorsaisons. 

Erfahrungen von der Wintersaison auf der Südhalbkugel hätten ebenfalls gezeigt, dass der Corona-Schutz auch die Grippe zurückdrängt, sagte der Vorsitzende des bayerischen Hausärzteverbandes, Markus Beier. "In Australien ist die Grippewelle in diesem Jahr weitgehend ausgeblieben". 

Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie haben wir im Corona-Ticker für dich zusammengefasst.

Bereitschaft für Grippeschutzimpfung besonders hoch

Hinzu kommt eine höhere Bereitschaft zur Grippe-Impfung als in früheren Jahren. "Wir sehen bisher durchaus ein erhöhtes Impfaufkommen", sagte Beier.

Wie Covid-19 ist auch die Grippe besonders für Ältere und chronisch Kranke gefährlich. Neben diesen beiden Gruppen wird eine Impfung auch Schwangeren und medizinischem Personal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen empfohlen.

Die Schutzwirkung bei jungen Erwachsenen liegt laut RKI bei bis zu 80 Prozent, bei Älteren zwischen 40 und 60 Prozent. Wer trotz Impfung erkrankt, hat in der Regel keinen so schweren Verlauf. Erkältungen, die von anderen Erregern verursacht werden, kann man aber trotzdem bekommen.

Wie sich die Symptome der Grippe von denen einer Erkältung oder des Coronavirus unterscheiden, zeigen wir dir im Video am Anfang des Artikels. 

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