Vorsorge: So schützt du dein Haus vor Starkregen

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Vorsorge: So schützt du dein Haus vor Starkregen
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Starkregen sorgt immer häufiger für große Schäden am Haus.

Starkregen sorgt immer wieder für Überflutungen und immense Schäden an Häusern. Daher raten Experten zu einer rechtzeitigen Vorsorge.

Unwetter mit Starkregen richten immer wieder große Schäden an. Immobilien-Eigentümer sind selbst in der Verantwortung, sich um das Thema zu kümmern, betont die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Stadt oder Gemeinde haften nicht für Schäden, die durch Starkregen entstehen.

Gefahr von Starkregen darf nicht unterschätzt werden

Hausbesitzer dürfen die Gefahr auch nicht unterschätzen: Sturzflutartige Wassermassen können selbst dort entstehen, wo keine Senke im Gelände ist und kein Gewässer verläuft. Hauseigentümer rechnen hier oft nicht mit der Gefahr und werden besonders von den Wassermassen überrascht, erläutert das Kommunale Netzwerk Abwasser.

Starkregen und die damit verbundenen Unwetter sorgen immer wieder für Überflutungen. Dies war zum Beispiel am diesjährigen Pfingstmontag der Fall, wie dieses Video zeigt:

Die Folgen der Unwetter am Pfingstmontag sind schockierend.
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Kommunen zeigen, wo Starkregengefahr besteht

Kommunen haben aber oft Informationen, wo in einem Stadtgebiet besondere Gefahren durch Sturzfluten und Starkregen bestehen. Manche Städte - etwa Köln oder Dortmund - haben "Starkregengefahrenkarten" bereits im Internet veröffentlicht, Suchmaschinen helfen hier weiter.
Andere bieten auf Anfrage Auszüge aus diesen Karten an.

Auch Abwasserbetriebe bieten Informationen

Auch die Abwasserbetriebe sollten weiterhelfen können. "Sie haben einen gesetzlichen Beratungsauftrag", sagt Marco Schlüter, Starkregenexperte und Leiter des Kommunalen Netzwerks Abwasser beim Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) in Gelsenkirchen. Auch Verbraucherzentralen bieten - teils kostenlos - Beratung zum Thema an. Außerdem rät Schlüter, sich bei den Versicherungen zu informieren. "Man sollte klären, wie man da aufgestellt ist."

So schützt man das Gebäude vor Starkregen

Der mögliche Gebäudeschutz besteht dann grob gesagt aus zwei Teilen: Es muss verhindert werden, dass das Wasser erstens direkt von außen oder zweitens indirekt über die Kanalisation in das Gebäude gelangen kann.

Prüfen, wie viel Wasser in das Grundstück gelangen kann

Beim Schutz vor Oberflächenwasser sollten Hausbesitzer zunächst prüfen, wie Wasser von außen auf das Grundstück gelangen könnte.

Abgehalten werden kann es dann etwa durch Einfassungen, Wälle oder Schwellen, heißt es beim Netzwerk Abwasser. Wichtigster Tipp: Das Gefälle von Oberflächen sollte von Gebäuden und sonstigen Anlagen wegführen. Wo es möglich ist, sollten auf dem Gelände Mulden geschaffen werden, in die das Flutwasser ablaufen kann.

Hauseingänge sollten erhöht gebaut sein

Hauseingänge und die Oberkanten von Lichtschächten sollten nach Möglichkeit erhöht sein. Auch wasserdichte Kellerfensterklappen sind ratsam. Auf wasserundurchlässige Flächenbefestigungen - also Pflaster, dessen Fugen auch dicht geschlossen werden - sollte hingegen verzichtet werden. Achtung: Schutzmaßnahmen dürfen nicht dazu führen, dass Regenwasser vom eigenen Grund und Boden zum Nachbarn abfließt.

Rückstauklappen verhindern Überflutungen

Starkregen flutet aber auch die Kanalisation zeitweise komplett - und das Wasser drückt sich dann von unten durch die Abflussrohre nach oben ins Gebäude. Das lässt sich durch Rückstauklappen verhindern, erklärt der Verband Wohneigentum. Teils lassen sich solche Klappen direkt in die Hausinstallationen einbauen oder auch nachrüsten, zum Beispiel für Kellerwaschbecken im Siphon.

Starkregen soll im täglichen Leben bedacht werden

Auch im täglichen Handeln sollten Hauseigentümer die Gefahr durch Starkregen bedenken. Für den Fall, dass trotz der Schutzmaßnahmen Starkregen den Keller oder die Wohnung unterhalb des Straßenniveaus flutet, sollten Gegenstände nicht direkt auf dem Boden, sondern auf Regalen liegen - insbesondere nichts Wertvolles. Auch Elektrogeräte sollten auf einem Podest stehen.

Große Vorsicht bei Heizöltanks

Heizöltanks müssen gegen Auftrieb gesichert sein, an Anschlüssen und Öffnungen darf kein Wasser eintreten können. Das Kommunale Netzwerk Abwasser warnt eindringlich vor dem Austritt von Heizöl, das in das Mauerwerk eindringen kann. Die Folge seien aufwendige Sanierungsmaßnahmen - und schlimmstenfalls der Abriss des Gebäudes.

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