Von der Leyen: Europa soll klimaneutral werden

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Von der Leyen: Europa soll klimaneutral werden
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Ursula von der Leyen spricht bei ihrer Bewerbungsrede vor den Abgeordneten des Europaparlaments.

Am Dienstag, den 16.07., wurde CDU-Politikerin Ursula von der Leyen vom Europaparlament zur neuen Kommissionspräsidentin gewählt. Der Klimaschutz ist nach ihren Aussagen eines ihrer Hauptziele.

Das Europaparlament hat von der Leyen mit knapper absoluter Mehrheit zur neuen Kommissionspräsidentin gewählt. So erhielt sie 383 Ja-Stimmen, nur neun mehr als sie gebraucht hätte. Die 60-Jährige hatte am Dienstag mit einer engagierten Rede für sich geworben und weitreichende Zusagen an die Abgeordneten für ein klimafreundliches, soziales und geeintes Europa gegeben. Erstmals seit Walter Hallstein (1958-1967) rückt somit eine Person aus Deutschland auf den Spitzenposten.

Klimaschutz als eines der Hauptziele von von der Leyen

Als Kommissionspräsidentin kann von der Leyen in den nächsten fünf Jahren die politischen Linien und Prioritäten der EU mitbestimmen. Ihre Amtszeit beginnt voraussichtlich am ersten November 2019.

So bekräftigte sie ihr Versprechen eines klimaneutralen Europas bis 2050 und einer Senkung der Treibhausgasemission bis um 55 Prozent bis 2030. "Unsere drängendste Aufgabe ist es, unseren Planeten gesund zu halten", sagte von der Leyen. Sie betonte, sie werde sich für vollständige Gleichberechtigung von Männern und Frauen einsetzen. 

So twitterte sie, dass Europa der erste klimaneutrale Kontinent der Welt werden solle:

Tweet von Ursula von der Leyen - Europa als klimaneutraler Kontinent

Europäischer Grüner Deal geplant

Unter dem Punkt "Ein europäischer Grüner Deal" schreibt von der Leyen in ihrer Agenda für Europa: "Ich fühle mich von der Leidenschaft, der Überzeugung und der Energie der Millionen junger Menschen inspiriert, die ihrer Stimme auf unseren Straßen und in unseren Herzen Gehör verschaffen. Sie stehen für unsere Zukunft ein und es ist die Pflicht unserer Generation, ihnen Ergebnisse zu präsentieren."

Kurz vor der Abstimmung hatte die deutsche CDU-Politikerin in Briefen an Fraktionsvertreter konkretisiert, wofür sie sich im Fall der Wahl einsetzen will. Ein Überblick zur geplanten Klimapolitik in Stichpunkten:

  • Reduzierung der Treibhausgase bis 2030 um bis zu 55 Prozent im Vergleich zu 1990; derzeit sind lediglich 40 Prozent geplant
  • Klimaneutralität bis spätestens 2050; das Ziel soll innerhalb der ersten 100 Tage nach ihrem Amtsantritt EU-weit festgeschrieben werden
  • Start einer globalen Initiative für ambitionierte Klimaschutzziele
  • Erweiterung des EU-Emissionshandels
  • Einführung einer Kohlendioxidsteuer, die EU-Unternehmen vor Konkurrenz aus Ländern mit weniger ambitionierten Klimazielen schützt
  • Einrichtung eines Fonds, der Wirtschaftszweige und Regionen bei notwendigen Übergangsprozessen unterstützt
  • Gründung einer Europäischen Klimabank aus Teilen der Europäischen Investitionsbank (EIB)
  • Vorlage eines Vorschlags für einen Investitionsplan für ein nachhaltiges Europa

Zum Klimawandel kursieren viele Halbwahrheiten. Oft weiß man gar nicht, was man glauben soll. Unser Meteorologe Dr. Alexander Hildebrand hat im Video die Antworten auf häufige Fragen zum Klimawandel:

Der menschengemachte Klimawandel wird vermutlich fatale Folgen haben.
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