Noch keine Urlaubspläne? Das sind die schönsten Naturwunder Deutschlands

- Quelle: Glomex/dpa
Noch keine Urlaubspläne? Das sind die schönsten Naturwunder Deutschlands
© Shutterstock
Der Geysir Andernach ist nur einer von vielen Naturwundern in Deutschland.

Aufgrund der Coronakrise verbringen viele Deutsche ihren Sommerurlaub hierzulande. Die perfekte Gelegenheit, die Naturwunder Deutschlands zu entdecken. Wir stellen einige von ihnen vor.

Um Naturwunder zu erleben, muss man nicht in ferne Urlaubsländer reisen. Auch in Deutschland gibt es sie. Diese sind definitiv eine Reise wert:

Saalfelder Feengrotte im Guinnessbuch der Rekorde 

Sie schimmern blau, grün, rötlich, gelb oder violett: Mit der Pracht von 75 Farben haben es die Saalfelder Feengrotten in Thüringen sogar bis ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. 

Die farbenreichste Schaugrotte der Welt verändert sich ständig. Denn das Weichmineral Diadochit im ehemaligen Bergwerk lässt die Tropfsteine ein bis drei Zentimeter pro Jahr wachsen. 

Königssee in den Berchtesgadener Alpen

Der Nationalpark Berchtesgaden im Südosten Bayerns ist ein wahrer Touristenmagnet. Dies ist vor allem dem Königssee zu "verdanken". Mit seinem smaragdgrünem Wasser - eingebettet von steilen Felswänden - gehört der Königssee nicht nur zu den saubersten Seen Deutschlands, er ist auch der einzige fjordartige Gebirgssee in ganz Mitteleuropa.

Von Schönau am Königssee aus bringen Ausflugsschiffe etliche Touristen zur Halbinsel St. Bartholomä mit ihrer kleinen Wallfahrtskirche. Ein Besuch lohnt sich allemal. 

Naturwunder Blautopf in Blaubeuren

Ein weiteres Highlight in Deutschland ist der Blautopf: Er ist ein trichterförmiger Felskessel in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis), in dem Quellwasser an die Oberfläche tritt. In dem Teich entspringt die Blau, ein Nebenfluss der Donau. Am Grund der so genannten Karstquelle in etwa 30 Metern Tiefe beginnt eines der größten Höhlensysteme der Schwäbischen Alb: die Blauhöhle.  

Der Quelltopf wird von Wassermassen gespeist, die sich in dem weit verzweigten unterirdischen Höhlensystem gesammelt haben und im Blautopf an die Oberfläche drängen. 

Geysir Andernach spuckt 60 Meter hohe Wasserfontäne

Island ist das Land der Vulkane und Geysire. Derartige Naturschauspiele kann man aber auch ohne Flugreise erleben: Vor 10.000 Jahren haben rund 350 Vulkane die explosive Landschaft der Eifel geprägt. So schießt im Mittelrheintal nahe Andernach in Rheinland-Pfalz noch heute etwa alle zwei Stunden eine beeindruckende Wasserfontäne bis zu 60 Meter hoch in den Himmel, angetrieben durch vulkanisches Kohlenstoffdioxid. Mit dieser Höhe gelangte der Geysir Andernach im Naturschutzgebiet Namedyer Werth 2009 ins Guinnessbuch der Rekorde. Nur bei starkem Wind ist die Fontäne niedriger - und spritzt mehr Zuschauer nass. Ein toller Nebeneffekt: Bei heißem Wetter bringt der Kaltwassergeysir die ersehnte Abkühlung. 

Der Geysir Andernach ist in der Region aber nicht das einzige Relikt aus längst vergangenen Zeiten. In der rheinland-pfälzischen Vulkaneifel kann man sogar in Vulkanen baden. Die sogenannten Maarseen sind einst durch Gasexplosionen beim Zusammentreffen von Wasser und heißem Magma entstanden. 

Felsformationen des Elbsandsteingebirges sind sehenswert

Das Elbsandsteingebirge östlich von Dresden zieht mit seinen schroffen Felsen und den Kurorten entlang der Elbe jedes Jahr Wanderfreunde und Bergsteiger aus aller Welt an. Beeindruckend dabei sind die besonderen Felsformationen, die dicht an dicht in den Himmel ragen. 

Insbesondere die Sächsische Schweiz, die zum Elbsandsteingebirge am Oberlauf der Elbe gehört und sich auf rund 700 Quadratkilometern zwischen Pirna und der Stadt Decín in Tschechien erstreckt, lockt viele Urlauber an. Der Name geht auf die Schweizer Maler Adrian Zingg und Anton Graff zurück, die sich von der Landschaft an ihre Heimat - den Schweizer Jura - erinnert fühlten. 

Eggstätt-Hemhofer Seenplatte: Das Naturwunder Oberbayerns

Im Schatten des Chiemsees befindet sich die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte. Sie ist das älteste Naturschutzgebiet Bayerns und existiert als solches seit 1939. Zahlreiche Tiere und Pflanzen sind hier zu Hause. Ihre Existenz verdanken die Seen riesigen Eisblöcken. 

Als sich die Gletscher nach der letzten großen Eiszeit zurückzogen, blieben sie zurück und schmolzen in der Wärmeperiode. Die Mulden, genannt Toteislöcher, füllten sich mit Wasser. Heute zählt die Seenplatte 17 von Grundwasser und Regen gespeiste Seen. Die Landschaft ist von Mooren, Bächen, Mischwäldern und Tümpeln gekennzeichnet.

Die Gegend ist reich an diesen flugbegabten Insekten. Rund vier Fünftel der in Europa vertretenen Arten kommen auch an der Seenplatte vor. Das macht die Seenplatte zu einer der libellenartenreichsten Gegenden Deutschlands. Zum Beispiel lebt die seltene Zierliche Moosjungfer hier, eine von 50 Arten.

Welche weiteren Naturwunder ebenfalls sehenswert sind, erfährst du in diesem Video: 


P.S. Bist du auf Facebook? Dann werde jetzt Fan von wetter.com!

Zur News-Übersicht Reise

Nach oben scrollen