Alarmstufe Rot ab Freitag! Große Hochwasser- und Überflutungsgefahr!

- Alexander Marx - Quelle: wetter.com
3-Tage-Wetter: Hagelgewitter und schwüle Hitze drohen!
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Besorgniserregende Wetteraussichten für das nahende Wochenende: Durch enorme Regenmassen drohen Hochwasser und Überflutungen, die in ihrer Ausprägung fast so schlimm sein könnten wie im Ahrtal '21.

Verheerende Unwetter in Deutschland hat es 2024 bereits einige gegeben. Allen voran das Pfingsthochwasser im Saarland. Doch die schlimmste Unwetterkatastrophe steht womöglich noch bevor - und zwar am unmittelbar bevorstehenden Wochenende (31. Mai bis 2. Juni 2024)! Aufgrund enormer Regenmassen drohen im schlimmsten Fall Verhältnisse wie bei der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021!

Auf was sich die Menschen vor allem im Süden Deutschlands gefasst machen müssen, erfährst du auch im Video zu Beginn des Artikels.

Ab Freitag halten wir dich in unserem Live-Ticker zur Unwetterlage mit Updates auf dem Laufenden.

Hier kannst du die aktuellen Unwetterwarnungen und den Regenradar im Blick behalten: 

Stand: Donnerstag, 30. Mai 2024

Es hat sich im Vergleich zu den vergangenen Tagen nichts Grundlegendes bei den Wetteraussichten verändert. Die Hochwasserlage wird sich übers Wochenende in Deutschland markant verschärfen!

Schuld daran ist die Großwetterlage: In weiten Teilen Mitteleuropas herrscht Tiefdruckeinfluss, und die Tiefdruckgebiete über dem Alpenraum und dem Golf von Genua entwickeln sich bis Samstag zu einem kapitalen Unwettertief. Sehr feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum wird in einem großen Bogen von Nordosten nach Deutschland geführt, was kräftigen Regen bedeutet.

Bereits am Freitag breitet sich der starke Dauerregen von den Alpen allmählich Richtung Mitte Deutschlands, nach Thüringen und Richtung Sachsen, aus. Am Samstag wird im Südosten immer noch kräftiger Dauerregen erwartet. Und auch am Sonntag bleibt es im Osten bei kräftigem Regen und Gewittern mit großen Regenmengen.

Unwetterkarte Regenmengen Deutschland

Regensummen werden fatale Konsequenzen haben

Die erwarteten Regenmengen bis einschließlich Montag sind in der Tat enorm. Verbreitet werden 100 bis 150 Liter pro Quadratmeter in den roten und violetten Zonen erwartet, punktuell sogar bis zu 200 Liter. Diese Mengen werden Hochwasserrückhaltebecken überlaufen lassen und Sturzfluten in die Flüsse ergießen, was große Probleme verursachen wird.

Wir erwarten stark ansteigende Grundwasserpegel, die Wasser in Keller und Unterführungen drücken können. Große Hochwassergefahren bestehen in den Flüssen, und Hangrutsche sowie Sturzfluten sind möglich, ebenso wie großflächige Überschwemmungen.

Starkregen Monatswechsel Mai Juni 2024

Ein Vergleich der Modelle - dem amerikanischen GFS-Modell, dem europäischen ECMWF-Modell und dem deutschen ICON-Modell - zeigt, dass sehr große Regenmengen kommen werden. Wo genau, ist aber och nicht ganz klar. Insbesondere Oberbayern, Schwaben, Franken, das Erzgebirge und der Thüringer Wald werden aber wohl stark betroffen sein.

Modellvergleich Regensummen

Stand: Mittwoch, 29. Mai 2024

Was die Wettermodelle für das bevorstehende Wochenende und damit für den Monatswechsel von Mai auf Juni prognostizieren, ist ziemlich beunruhigend und besorgniserregend. Ein Tiefdruckgebiet dreht sich über Mitteleuropa ein und bringt große Regenmengen mit sich. Das Hauptaugenmerk liegt dabei wohl vor allem auf dem Süden und Südosten Deutschlands.

Heftige Überflutungen möglich durch Dauerregen

Beim Blick auf die Computerprognosen warnt wetter.com-Meteorologe Martin Puchegger: "Es handelt sich um eine Vb-Wetterlage mit großem Gefahrenpotenzial von Überschwemmungen durch tagelangen Dauerregen!"

Diese Unwettergefahrenlage gelte derzeit voraussichtlich speziell für die Südosthälfte von Deutschland, aber das könne sich auch noch ändern. Abhängig ist dies von der Zugbahn des Mittelmeertiefs auf dessen Weg nach Norden. Darüber sind sich die Wettermodelle noch nicht einig.

200 Liter Regen pro Quadratmeter drohen

"Wir erwarten binnen drei Tagen von Freitagmorgen bis Sonntagabend Mengen von 100 bis 150, stellenweise um 200 Liter pro Quadratmeter! Davon betroffen sein kann - je nach Zugbahn - einerseits Bayern und Baden-Württemberg, hier dann besonders Oberbayern und Schwaben, andererseits vom Erzgebirge und dem Thüringer Wald nordwärts weite Teile von Sachsen, Thüringen und der Süden von Sachsen-Anhalt", so Puchegger.

Diese Prognose wird von Pucheggers wetter.com-Kollege, Diplom-Meteorologe Andreas Machalica unterstützt: "Es ist noch nicht ganz klar, wo und wie viel Regen herunterfällt. Klar ist, dass der Südosten Deutschlands betroffen sein wird. Nach dem europäischen Modell sind große Regenmengen von 50 bis 100 Liter pro Quadratmeter zu erwarten. Nach dem deutschen und amerikanischen Modell sind mit bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter zu rechnen. Betroffen sind auch Gebiete in Sachsen."

Machalica weiter: "Es wird wohl teilweise sehr heftig werden. Das heißt, wir müssen uns auf größere Überflutungen einstellen. Klar ist derzeit, dass der Norden und Nordwesten Deutschlands weitgehend verschont bleiben."

Ähnliche Flutkatastrophe wie im Ahrtal 2021 möglich

Die großen Regenmengen erinnern an den Juli 2021. Damals kam es unter anderem zur verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal. Doch haben wir es im aktuellen Fall mit einer ähnlichen Lage zu tun?

"Das hängt von Details ab", erklärt Puchegger. "Ich gehe derzeit stark davon aus, dass das Ganze auch Auswüchse einer Ahrtal-Flut annehmen kann, wenn sich diese Starkregenbänder in die Alpen oder ins Erzgebirge hineindrehen." Das Problem sei, dass ein Großteil des Regens binnen 24 Stunden oder weniger vom Himmel komme, auch wenn das Regenereignis über mehrere Tage andauere.

Alpenvorland am Wochenende besonders durch Unwetter gefährdet

"Geschuldet ist das eingelagerten Gewittern und gewittrigen Starkregenbändern, die, wenn sie ein paar Stunden lang über die selbe Region ziehen, gleich mal 50 bis 100 Liter Regen auf jeden einzelnen Quadratmeter bringen können", so Puchegger. "Sollten sich diese Vorhersagen bestätigen, droht in den betroffenen Regionen gut und gerne mal ein Hochwasser mit einer Jährlichkeit von 100 Jahren und mehr!"

Besonders im Alpenvorland sei die Gefahr dafür aufgrund der nassen Vorgeschichte und der gesättigten Böden groß. Bleibt zu hoffen, dass es nicht mal ansatzweise so weit kommt.

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