Ungewöhnliches Osterwetter?

- Redaktion
Ungewöhnliches Osterwetter?
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Zuerst mal müssen wir allerdings bedenken, dass Ostern kein feststehender Termin ist. Zwischen dem frühestmöglichen Ostern am 22.
März und dem spätestmöglichen Termin am 25. April steigen die Temperaturen im Mittel um etwa 6 Grad. Während Nachtfrost und Schneefall an einem Märztermin durchaus nichts Außergewöhnliches bedeutet, wäre eine Schneedecke am 25. April in den Niederungen schon eine mittlere Sensation. Allerdings gab es 1972 und 1980 tatsächlich auch dort gebietsweise weiße statt blühende Landschaften.
Aber koppeln wir uns von der eigentlich notwendigen klimatologischen Voraussetzung mal ab und behandeln Ostern so, dass es egal sein soll, wann der Termin zwischen dem 22. März und dem 25. April liegt.
 
Nachtfrost am Osterwochenende ist dann nichts Besonderes. In Bad Hersfeld, etwa in der Mitte von Deutschland gelegen, gibt es über Ostern an einem Drittel aller Tage Frost. Nachtfrost an allen drei Ostertagen in ganz Deutschland, wie auch dieses Jahr zu erwarten, ist allerdings eher die Ausnahme. Das hat es 1975 (31. März, wie dieses Jahr) und 2008 gegeben, also in 2 von 52 Jahren. In 2008 gab es gerade mal bei 4 von den 1398 Ostermessungen keinen Nachtfrost.
 
Verbreiteten Dauerfrost, und das kann dieses Jahr in den Niederungen nur im  Nordosten auftreten, hat es 2008 in mittleren Höhenlagen gegeben. Das wäre also im Nordosten schon ein sehr außergewöhnliches Ereignis.
 
Wie war es mit dem Schnee?
 
Der lag verbreitet 1977 (11. April) und 2008 (24. März), 1995 (17.
April) nur in mittleren Höhenlagen. 2013 erwarten wir Schnee an etwa 40% der Messstationen in Deutschland.
20% aller Stationen, und die befinden sich vor allem im Westen, hatten am 31. März seit mindestens 1961 keinen Schnee.
Eine geschlossene Schneedecke ist also Ende März eher eine Ausnahme, allerdings gilt das nur für den Westen Deutschlands.
 
Unser Osterwetter ist also dieses Jahr ungewöhnlich kalt mit täglichen Nachtfrösten. Da sich vor allem nach Norden hin und am Ostermontag immer wieder die Sonne blicken lässt, ist das Wetter nicht durchgehend unfreundlich. In windgeschützten Lagen können sich trotz Höchstwerten, die nicht mal 10 Grad erreichen, in der Sonne durchaus Frühlingsgefühle einstellen.
 
dwd/öt
 

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