Soziale Distanz während Coronakrise: Was darf ich noch?

- Sabrina Fuchs
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Selbstdisziplin ist aktuell von jedem gefragt, damit das Coronavirus in Deutschland eingedämmt werden kann. Doch was darf man derzeit noch und worauf sollte man besser verzichten?

Schulen und Kitas bleiben in Deutschland vorerst geschlossen, viele Arbeitnehmer arbeiten nur noch von zu Hause aus, der Aufruf zu sozialer Distanz verbreitet sich im Netz. Natürlich will niemand andere anstecken. Doch worauf sollte man jetzt wirklich verzichten? Sollte man nur in den eigenen vier Wänden bleiben oder sind Ausflüge ins Freie wie Spaziergänge, Spielplatzbesuche und Jogging-Runden noch in Ordnung?

Über alle aktuellen Entwicklungen halten wir dich in unserem Ticker auf dem Laufenden: Coronavirus im Ticker

Selbstdisziplin ist gefragt

Natürlich ist es nicht erfreulich, wenn Ausflüge, Feiern und Urlaube aufgrund der aktuellen Situation abgesagt oder verschoben werden müssen. Grundsätzlich ist gerade aber wirklich Selbstdisziplin von jedem gefragt. Nur so können wir die Ausbreitung des Coroanvirus eindämmen. Der Abstand zu anderen Menschen sollte etwa zwei Meter betragen. Der Hauptübertragungsweg des Virus ist schließlich die Tröpfcheninfektion. Nicht vermeiden sollte man dies natürlich, wenn man nicht alleine lebt. Doch auch hier sollten grundsätzliche Hygieneregeln beachtet werden. 

Zu den wichtigsten Hygieneregeln gehört:

  • Häufig und besonders gründlich Hände waschen (mindestens 20 Sekunden)
  • Auf Händeschütteln und sonstigen Körperkontakt verzichten
  • Nicht ins Gesicht fassen
  • Zu Hause regelmäßig alle Türklinken und Lichtschalter reinigen und generell regelmäßig gründlich putzen.

Vor allem Menschen mit Vorerkrankungen (z.B. Asthma oder Diabetes) und Senioren sollten wir schützen und diesen helfen. Frage zum Beispiel Bekannte oder Nachbarn, ob du Einkäufe für sie erledigen kannst oder anderweitig behilflich sein kannst. Auch wenn es schwer fällt, sollten Kinder gerade möglichst wneig Kontakt zu ihren Großeltern haben, um diese nicht anzustecken.

Bei all der Angst, die derzeit herrscht, sollte jedoch auch nicht vergessen werden, dass noch immer Grippeviren und anderen Krankheitserreger kursieren. Auch Pollen sind bereits verstärkt unterwegs. 

Darf ich überhaupt noch aus dem Haus gehen?

In einigen europäischen Ländern gibt es bereits eine Ausgangssperre. In Frankreich darf man zum Beispiel nur noch aus dem Haus, um einzukaufen und einen Arzt zu besuchen. Wer sich nicht daran hält, muss ein Bußgeld bezahlen. In Deutschland gibt es eine solche Ausgangssperre (noch) nicht. Wie sich die Lage in den kommenden Stunden, Tagen und Wochen entwickelt, lässt sich im Moment jedoch noch nicht vorhersagen.

Deshalb darf man in Deutschland noch aus dem Haus gehen, trotzdem wird von vielen Seiten gefordert, soziale Distanz zu schaffen. Beispielsweise weist auch das Robert-Koch-Institut (RKI) in einer Strategie-Ergänzung zu empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen darauf hin, dass "auch der eigenverantwortliche Beitrag jeder Bürgerin und jedes Bürgers" gefragt ist und zwar sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld.

Kontaktreduzierende Maßnahmen seien genauso wie die Absage von Veranstaltungen ein zentraler Aspekt, wenn es um die Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus geht.

Darf ich mit meinem Kind noch auf den Spielplatz?

Mit Kindern sollte man selbstverständlich auch weiterhin raus gehen, jedoch ist es besser, mit ihnen weniger frequentierte Orte aufzusuchen. Außerdem sollte man auf einen entsprechenden Abstand zu anderen Kindern achten. Auch wenn das Virus für Kinder nicht gefährlich wird,  können sie es doch übertragen und dann beispielsweise Menschen aus Risikogruppen anstecken.

Das RKI empfiehlt zusätzlich, wenn vom Arbeitgeber aus möglich, von zu Hause aus zu arbeiten. Geburtstagsfeiern sollten besser auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. 

Maßnahmen, um soziale Distanz zu schaffen

Außerdem sollte jeder Maßnahmen zur Einhaltung von sozialer Distanz für sich definieren, die man auch über längere Zeit hinweg durchhalten kann. Dazu könne man sich beispielsweise zu Spaziergängen verabreden, die dann jedoch mit einem gewissen Abstand zueinander stattfinden sollten. Zudem sollte man engen Kontakt in öffentlichen Verkehrsmitteln meiden.

Auch wenn das Wetter derzeit dazu einlädt: Es ist nicht empfehlenswert, aktuell dahin zu gehen, wo sich viele Menschen aufhalten wie beispielsweise Biergärten oder Cafés. Orte, wo normalerweise mehrere Menschen zusammenkommen wie beispielsweise Fitnessstudios, Restaurants und Spielplätze wurden deshalb vielerorts bereits geschlossen bzw. wurden verschärfte Maßnahmen ergriffen, um einen gewissen Abstand zu gewährleisten.

Auf frische Luft solltest du jetzt jedoch trotzdem nicht verzichten, um fit zu bleiben und dein Immunsystem zu stärken. Sich außerhalb eines geschlossenen Raumes mit dem Coronavirus zu infizieren, halten Experten für sehr unwahrscheinlich, wenn man anderen nicht zu nahe kommt.

Sollte ich jetzt auch keine Freunde mehr treffen?

So gut es geht, sollten soziale Kontakte wirklich auf ein Minimum beschränkt werden. Wenn es möglich ist, solltest du auch immer dieselben Personen treffen, um die Kontaktzahl so gering wie möglich zu halten und im Infektionsfall genau angeben zu können, mit wem du in Kontakt warst.

Größere Gruppen solltest du jedoch meiden. Auch Partys nach Hause zu verlegen, statt in eine Bar oder einen Club zu gehen ist keine gute Idee. Das RKI hat bereits vor solchen sogenannten Corona-Partys gewarnt. Greife deshalb lieber häufiger zum Telefon und nutze Video-Anrufe. 

Wie treibe ich jetzt am besten Sport? 

Vor allem jetzt, wenn man so viel Zeit zu Hause verbringt, sollte man auf ausreichend körperliche Aktivität achten. Solange man darauf achtet, an vergleichsweise wenig besuchten Orten unterwegs zu sein und Abstand zu den Mitmenschen einzuhalten, kann durchaus joggen gehen oder längere Spaziergänge machen. 

Natürlich kann man auch zu Hause Sport treiben. Online oder per App gibt es viele Sport-Angebote, die man kostenlos und ohne Equipment nutzen kann. Versuche zum Beispiel mal Yoga oder andere Gymnastikvideos. Dafür braucht man meistens auch gar nicht viel Platz.

Psychische Belastung darf nicht unterschätzt werden

Trotz alledem stellt die derzeitige Situation für alle natürlich auch eine psychische Belastung dar. Man darf nicht unterschätzen, wie sehr sich der Alltag für die meisten Menschen ändert und was es für Auswirkungen hat, wenn wir soziale Kontakte meiden. Vor allem Menschen, die allein leben, sollten darauf achten, regelmäßig mit anderen Menschen zu telefonieren.

Zudem hilft es, sich körperlich zu betätigen und Sport zu treiben. Das ist gut für den Körper und für die Seele. Suche dir außerdem Hilfe, wenn du merkst, dass es dir psychisch nicht gut geht.

Achte außerdem darauf, häufig frische Luft zu bekommen. Lüfte regelmäßig und gehe, wenn vorhanden, ab und zu auf den Balkon oder in den Garten. Der frische Sauerstoff ist gut für unseren Kreislauf und unser Gehirn. Ein regelmäßiger Luftaustausch ist aber auch wichtig, damit sich Krankheitserreger in der Wohnung oder im Haus nicht vermehren.

Was jedoch gilt, wenn du häusliche Quarantäne vorordnet bekommst, weil du unter dem Verdacht stehst, dich angesteckt zu haben, erfährst du in diesem Artikel: Das passiert bei häuslicher Quarantäne

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