Immer mehr Dürren: Erschreckende Folgen treffen uns alle

- Quelle: dpa
Dürre in Deutschland: Lage verschärft sich extrem! >
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Der UN-Dürrebericht zeigt, dass seit dem Jahr 2000 immer mehr und immer längere Dürreperioden auftreten. Mensch, Tier und Natur kämpfen immer stärker mit Trockenheit.

Auf der am gestrigen Mittwoch (11.05.2022) stattgefundenen Weltbodenkonferenz im westafrikanischen Abidjan an der Elfenbeinküste zeigt der aktuelle UN-Dürrebericht eine schlimme Entwicklung: Seit dem neuen Jahrtausend erleben wir immer mehr Dürreperioden – und diese werden auch immer länger.

"Land trocknet aus, fruchtbarer Boden verwandelt sich in Staub", warnt Ibrahim Thiaw, Exekutiv-Sekretär des internationalen Abkommens zum Schutz der Böden (UNCCD). "Dürren gehören zu den größten Bedrohungen einer nachhaltigen Entwicklung".

Wie sich durch Trockenheit und Dürre die Lage in Deutschland verschärft, erklärt dir das Video oben.

Dürre greift nicht mehr nur entwicklungsschwache Länder an

Die Trockenheit verbreitet sich dabei aber längst nicht mehr nur in besonders heißen und entwicklungsschwachen Ländern, wie zum Beispiel in Zentral-Afrika. Denn die Probleme, mit denen die Sahel-Zone seit Jahren zu kämpfen hat, dringen allmählich auch nach Europa.

"Kein Land ist immun gegen Dürre", betont Thiaw und verweist auf die zunehmenden Dürren in Europa. Sie seien ein "Weckruf für die Europäer", dass der Klimawandel auch vor der westlichen Welt keinen Halt mehr macht.

Wie sehr Dürre bereits jetzt für Europa zum Problem wird, erfährst du hier.

Bis 2040 könnte jedes vierte Kind unter Wassermangel leiden

Im Jahr 2022 sind weltweit nahezu 160 Millionen Kinder schwerer und anhaltender Dürre ausgesetzt. Und mehr als 2,3 Milliarden Menschen weltweit haben nur eine unzureichende Wasserversorgung. Durch die immer stärkeren Dürreperioden könnte bis 2040 weltweit jedes vierte Kind von Wassermangel betroffen sein, schätzt die UN.

Und auch aus wirtschaftlicher Sicht wird die Austrocknung zum Problem. Der wirtschaftliche Schaden durch Dürren wird in dem Bericht allein für die Jahre von 1998 bis 2017 mit rund 124 Milliarden Dollar (117 Milliarden Euro) beziffert.

Die Lage spitzt sich weiter zu

Eine Entwarnung ist indes nicht in Sicht. Im Gegenteil: Im Jahr 2050 könnten mehr als drei Viertel der Weltbevölkerung von Dürre betroffen sein. Das bedeutet, dass dann zwischen 4,8 und 5,7 Milliarden Menschen in Gebieten leben, in denen mindestens für einen Monat im Jahr Wassermangel herrscht. Derzeit gilt dieser Lebensumstand bereits für 3,6 Milliarden Menschen.

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