Supertief im Anmarsch! Neue Sturmlage in Deutschland erwartet

- Bettina Marx
Wetter heute: Norden weiter sturmgeplagt
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Am Sonntag droht uns mit Tief VICTORIA ein neuer Sturm. Diesmal ist vor allem der Norden Deutschlands betroffen. Verantwortlich dafür ist unter anderem der derzeit starke Jetstream.

Noch sind längst nicht alle Sturmschäden von Orkan SABINE beseitigt und schon könnte in Deutschland die nächste Sturmlage ins Haus stehen. 

Supertief bringt neue Sturmgefahr in Deutschland

Auf dem Atlantik braut sich nämlich ein neues Tief zusammen. Das Besondere an diesem Tief ist sein extrem niedriger Luftdruck - derzeit wird ein Kerndruck von unter 930 hPa berechnet. Alle Infos dazu erfährst du auch oben im Video.

Bereits am Samstag (15.02.2020) befand sich das Supertief VICTORIA südlich von Island. Der Gegenspieler dazu ist ein Hoch, das mit 1030 hPa über Südosteuropa liegt. Durch die großen Luftdruckgegensätze kommt eine stramme Südwestströmung in Gang. Der Wind nimmt dann wieder spürbar zu.  

Da sich das Supertief am Wochenende weiter Richtung Skandinavien verlagert, kommt Deutschland immer mehr in den Einfluss dieses Tiefs. Den aktuellen Wetterprognosen zufolge ist am Sonntag (16.02.2020) vor allem der Norden Deutschlands betroffen. Dann sind Spitzenböen über 100 km/h möglich!

Schnellläufer nicht ausgeschlossen

Ebenso ist es auch möglich, dass sich zusätzlich zum Supertief auch kleine Randtiefs bilden. Ein sogenannter Schnellläufer könnte die Sturmlage noch gefährlicher machen. Das Problem dabei ist allerdings, dass die Schnellläufer nur sehr schwer vorherzusagen sind. 

Über die genaue Stärke des Sturms sind sich die Modelle noch nicht einig. Wahrscheinlich ist aber, dass die Sturmlage auch am Montag (17.02.2020) noch anhalten wird. 

Wegen möglicher Orkanböen: Brockenbahn stellt Betrieb ein

Wegen heftiger Böen haben die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) für Sonntag mehrere Fahrten auf den Brocken gestrichen. Das teilte das Unternehmen auf seiner Internetseite mit.

Die Dampfzüge würden nur bis oder ab Schierke - unterhalb des Gipfels - verkehren. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist auf dem höchsten Berg des Landes für Sonntag mit extremen Orkanböen von mehr als 140 Stundenkilometern zu rechnen. Das Unwetter mit ortsweise Regen soll die kommenden Tage anhalten. Auch im Tiefland kann es laut DWD stürmisch werden. Die Temperaturen sollen zweitweise im milden zweistelligen Bereich liegen.

Tote durch Sturm in Großbritannien

Nicht nur Deutschland, sondern auch Großbritannien hat mit Sturm zu kämpfen. Dort ist Sturm DENNIS möglicherweise für den Tod von zwei Menschen in verantwortlich. Ein junger Mann wurde am Samstag leblos im Meer an der Südostküste Englands entdeckt. Nach Medienberichten könnte er durch das Unwetter in Not geraten sein. Ein anderer Mann, der von einem Tanker vor der Küste von Kent gefallen war, wurde nach stundenlanger Suche tot geborgen.
Der Sturm soll bis Sonntagabend im Land wüten.

Jetstream für Sturmserie verantwortlich

Der Grund für die Sturmserie ist unter anderem der derzeit starke Jetstream, der sich direkt über Deutschland befindet. Der Jetstream ist ein Starkwindband in acht bis zehn Kilometern Höhe. Die zahlreichen und kräftigen Tiefdruckgebiete, die durch große Temperaturunterschiede auf der Nordhemisphäre entstehen, gelangen dann entlang des Jetstreams zu uns nach Deutschland.

Den Zusammenhang zwischen dem Jetstream und der aktuellen Sturmserie erklärt unser Meteorologe Andreas Machalica in diesem Video ausführlich:  

Kräftiger Jetstream feuert Sturmserie an - die Hintergründe
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Knapp 20 Grad: Sturm pusht Temperaturen

Durch die stramme Südwestströmung werden die Temperaturen in Deutschland massiv in die Höhe getrieben. Knapp 20 Grad sind - insbesondere im Südwesten Deutschlands - im Bereich des Möglichen. Im Norden und Nordosten wird es mit 15 Grad nicht ganz so ungewöhnlich mild.  

Auch mit unserem neuen Podcast, der werktags ab 19 Uhr auf Spotify, iTunes, Deezer und vielen weiteren Podcast-Plattformen zur Verfügung steht, bleibst du über das Wetter stets informiert. Hier kannst du sofort reinhören:

Gute Nachrichten für Karnevalfans

Viele Karnevalfans blicken im Angesicht der aktuellen Sturmserie mit Sorge auf die weiteren Wetteraussichten. Erinnerungen an 2016 und Sturm RUZICA werden wach. Damals fegte der Sturm ausgerechnet an Rosenmontag über Deutschland.

Zahlreiche Faschingsumzüge mussten abgesagt werden.

Wie das Wetter in der fünften Jahreszeit wird, erfährst du in unserem 16-Tage-Trend: 

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