Ex-Hurrikan EPSILON auf Europa-Kurs: Bombogenese mit Folgen für Deutschland?

- Bettina Marx
3-Tage-Vorhersage: Föhnorkan und täglich Schnee
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Eine spannende Wetterlage erwartet Deutschland. Ex-Hurrikan EPSILON zieht nämlich Richtung Europa. Hat dieser auch Folgen für Deutschland?

Die Rekord-Hurrikansaison auf dem Atlantik ist noch nicht vorbei. Mit Sturm und Regen schrammte Hurrikan EPSILON an den Bermudainseln vorbei.

Ex-Hurrikan EPSILON zieht nun auf Europa zu

Nun schlägt Ex-Hurrikan EPSILON eine nordöstliche Richtung ein und nimmt Europa ins Visier. Auf seinem Weg wird er von einem anderen Tief aufgeonmmen. Laut den Prognosen verstärkt sich das Tiefdruckkomplex dabei enorm, wie die Wetterkarte unten zeigt. 

Das Tiefdruckkomplex mit den Resten des Ex-Hurrikans EPSILON liegt am Mittwoch, den 28.10.2020, zwischen Island und den Britischen Inseln. Bemerkenswert dabei ist nicht nur die Größe, sondern auch der niedrige Kerndruck des Tiefs. Das europäische ECMWF-Modell sieht einen Kerndruck von 945 hPa:

Nur 24 Stunden vorher, also am Dienstag, wird ein Kerndruck von 975 hPa prognostiziert. Wenn sich ein Tief extrem schnell verstärkt und der Kerndruck dabei um mindestens 24 hPa binnen 24 Stunden absinkt, spricht man in der Meteorologie von einer sogenannten Bombogenese. 

So beeinflusst Ex-Hurrikan EPSILON das Wetter in Deutschland 

Auch Deutschland bekommt die Ausläufer der Bombogenese zu spüren. Auf der Vorderseite schaufelt es nämlich Warmluft zu uns. Ende Oktober könnte es also nochmal einen kräftigen Wärmeschub geben.

Aber auch Sturm und Regen sind bei uns in Mitteleuropa ein Thema. Behalte daher unsere Warnungen bitte stets im Blick. 

Über die neuesten Entwicklungen zu Hurrikan EPSILON und die Auswirkungen in Deutschland halten wir dich im Wetter-Video zu Beginn des Artikels auf dem Laufenden. 

Rekordsaison für Wirbelstürme auf dem Atlantik

Übrigens: Hurrikan EPSILON ist bereits der 26. Sturm, der sich in dieser Saison auf dem Atlantik gebildet hat. 

Dort hat es schon so viele tropische Wirbelstürme gegeben, dass die Liste der Namen bereits im September 2020 aufgebraucht war. Die ersten 21 Wirbelstürme einer Saison werden dort jeweils mit Namen von A bis W benannt. Die Stürme danach bekommen ihren Namen nach dem griechischen Alphabet: Alpha bis Epsilon sind jetzt schon vergeben.

Es ist nach 2005 erst das zweite Mal, dass die Namensliste nicht ausreicht. Damals gab es ebenfalls ungewöhnlich viele Wirbelstürme. Letztendlich wurden 2005 sechs Buchstaben des griechischen Alphabets gebraucht. Einige der Wirbelstürme entwickeln sich zu Hurrikans, wie 2005 KATRINA, der die US-Stadt New Orleans und weite Küstenbereiche verwüstete und mehr als 1800 Menschenleben forderte.

Die Saison mit tropischen Wirbelstürmen geht eigentlich von Juni bis November, startet aber inzwischen - die Folgen des Klimawandels sind auch hier zu spüren - oft schon eher und dauert manchmal länger. Es könnten also noch weitere Stürme folgen. 

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