Fahren ohne Stress: Tipps für die Reise im Auto

- Quelle: dpa/wetter.com
Fahren ohne Stress: Tipps für die Reise im Auto
© Shutterstock
Mit einigen Tipps wird die Autoreise in den Urlaub stress- und sorgenfrei.

Die Autofahrt in den Sommerurlaub ist oft mit Stress verbunden. Doch wenn man einige Tipps befolgt, startet man sorgenfrei in die Ferien.

Vorweg ist es am wichtigsten, entspannt in die Ferien zu starten. Daher ist es laut dem Verkehrspsychologen Thomas Wagner von der Dekra keine gute Idee, beim Urlaubsstart in Hektik zu verfallen.

"Wer eine längere Autofahrt plant, sollte die Reise gut erholt antreten und ausgeruht ins Auto steigen. Die Stimmungslage sollte positiv und voller Vorfreude sein." Denn wer in einer gereizten und gehetzten Grundhaltung losfahre, sei anfällig für unüberlegte und spontane Handlungen, die leicht in aggressives Verhalten einmünden können.

Sitzposition im Auto entscheidend

Damit das Sitzen im Auto nicht zur Qual wird, ist die korrekte Sitzeinstellung entscheidend. "Ideal ist eine leicht zurückgelehnte Sitzposition. Die Arme sollten etwas angewinkelt sein und die Oberschenkel locker auf der Sitzvorderkante aufliegen", empfiehlt Gerrit Reichel vom Automobil-Club Verkehr (ACV).

Der Abstand zum Lenkrad sollte zudem so gewählt sein, dass auch bei durchgetretenem Pedal die Knie noch leicht angewinkelt sind. Eine entspannte Sitzposition sei auch für die Sicherheit wichtig, erst dann sei der Fahrer in der Lage, schnell und richtig zu reagieren.

Falls Du während der Autofahrt dennoch Rückenschmerzen bekommst, solltest Du handeln, wie Du in folgendem Video erfährst:

Rückenschmerzen? Diese Anzeichen sind ernst zu nehmen
Initialisierung des Players
fehlgeschlagen!
Bitte aktivieren Sie Flash!
Kontakt & Support
 

Lieber nachts in den Sommerurlaub fahren

Der Klassiker beginnt am Freitagnachmittag, wenn sich die Mehrheit der Urlauber auf den Weg macht. Dann sind die ersten Staus programmiert. "Besser ist es, antizyklisch in die Ferien zu starten und zum Beispiel die Abend- und Nachstunden für die Anreise zu nutzen", empfiehlt Romy Mothes vom Auto Club Europa (ACE).

Rücksicht auf andere Fahrer sorgt für Reise ohne Stress

Miteinander geht es auch auf der Fahrt in den Urlaub besser voran als gegeneinander. Wagner rät dazu, nach dem Prinzip Partnerschaft zu handeln und die anderen Verkehrsteilnehmer als Verbündete, nicht als Gegner zu sehen. "Zum Prinzip Partnerschaft gehört beispielsweise, dass man den anderen einfädeln lässt und insgesamt rücksichtsvoll unterwegs ist", so Wagner.

Damit werde auch unnötiger Ärger verhindert. Denn: "Die heutige Verkehrsdichte wird von vielen als Belastung und Einengung empfunden und schürt dadurch negative Emotionen und begünstigt fehlerhaftes Verhalten."

Das richtige Klimatisieren bei der Autofahrt

Das richtige Klima im Auto ist umso wichtiger, weil die Fahrt in den Sommerurlaub oft mehrere Stunden bei hohen Außentemperaturen dauern kann. "Empfehlenswert ist, vor Beginn der Fahrt Türen und Fenster zu öffnen, damit die heiße Luft entweichen kann. Erst dann sollte die Klimaanlage eingeschaltet werden", empfiehlt Reichel.

Daneben sollte die Klimaanlage nicht direkt auf den Körper gerichtet und zu kalt eingestellt werden, denn dies könne ein Verkrampfen der Muskulatur bewirken.

Reifen vor dem Start in die Ferien prüfen

Sehr wichtig ist der Zustand der Reifen, denn sie sollen die Urlauber sicher ans Ziel und wieder zurückbringen. "Neben dem Überprüfen der Lauffläche auf Beschädigungen und der Profiltiefe, die mindestens bei vier Millimeter liegen sollte, ist der richtige Reifendruck sehr wichtig", sagt Reichel. Denn je nach Beladung müsste der um bis zu 50 Prozent erhöht werden.

Wie viel Luft aufgefüllt werden muss, kann in der Bedienungsanleitung, im Tankdeckel oder im Einstieg der Fahrertür nachgelesen werden. Auch das Reserverad sollte vor Fahrtantritt geprüft werden. Wer stattdessen ein Reifen-Pannenset dabei hat, testet die Funktion des Kompressors und tauscht den Flüssigkautschuk nach spätestens fünf Jahren aus, rät Reichel.

Vorsicht beim Tanken im Sommerurlaub

Andere Länder, andere Sitten. Das gilt auch an der Tankstelle. Während hierzulande Super, Normal oder Diesel gebräuchliche Bezeichnungen für den Sprit sind, kann der im benachbarten EU-Ausland schon ganz anders heißen. "Denn häufig wird der Name des Treibstoffs in der Landessprache angegeben", sagt Mothes.

In Spanien etwa muss ein Autofahrer "Gasolina" tanken, wenn er Normalbenzin einfüllen will. In England wiederum steht "Derv" auf der Säule für Diesel-Kraftstoff. Die Autoklubs geben Auskunft, welche Tankregeln im Zielland gelten.

Prüfen der Autoversicherung für sorgenfreie Ferien

Speziell wer ins Ausland fahren will, prüft besser seine Versicherungspolice. Das gilt vor allem für Zusatzversicherungen. Denn die können bestimmte Risiken wie zum Beispiel Diebstahl in einigen Zielländern ausschließen, so Mothes.

Denn EU-weite Vorschriften hierzu gebe es nicht. Empfehlenswert sei in jedem Fall, den Auslandsschadenschutz durch die sogenannte Mallorca-Police abzusichern, wodurch eine Entschädigung auf heimischem Niveau sichergestellt sei. Zudem sollte man die Grüne Versicherungskarte mitführen, die alle wichtigen Daten auflistet.

Genügend Pausen sorgen für stressfreie Reise

Wer zu lange im Auto sitzt, wird unkonzentriert. Verkehrspsychologe Wagner rät dazu, mindestens alle zwei Stunden einen Parkplatz anzusteuern. "Die Bewegung bringt den Kreislauf wieder in Schwung und hilft auch Kindern, das lange Stillsitzen besser zu überstehen."

Wichtig sei auch, entsprechende Pausen bereits bei der Reiseplanung einzukalkulieren. "Deutet sich ein Stau an, ist es gerade bei hohen Temperaturen empfehlenswerter, frühzeitig abzubiegen und eine Pause einzulegen."

P.S. Bist Du auf Facebook? Dann werde jetzt Fan von wetter.com

Zur News-Übersicht Reise

Nach oben scrollen