Erdbebenkinder brauchen Schulen

- Redaktion
Erdbebenkinder brauchen Schulen
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Fast 24 000 Klassenzimmer seien zerstört oder schwer beschädigt, teilte Unicef am Donnerstag mit. Die Zahl der beschädigten Schulen gehe möglicherweise noch in die Höhe, da die Situation in abgelegenen Dörfern noch nicht wirklich bekannt sei.

Die Kinder bräuchten lebensrettende Hilfe, aber auch Schulen seien wichtig - und seien es Notschulen in Zelten, betonte Tomoo Hozumi, der Leiter von Unicef Nepal nach Angaben des deutschen Komitees für Unicef. "Notschulen verhindern, dass die Bildung zu lange unterbrochen wird und sind ein Schutz vor Ausbeutung und Missbrauch. Durch den Unterricht gewinnen die Kinder außerdem ein Stück Alltagsroutine zurück."

Das Hilfswerk befürchtet dennoch, dass in Folge des Erdbebens große Bildungsfortschritte der vergangenen 25 Jahre in Nepal zunichtegemacht würden. So sei die Einschulungsrate von 64 Prozent 1990 auf heute über 95 Prozent gewachsen. Aber die Erfahrung zeige: "Je länger Kinder beispielsweise während Krisenzeiten nicht zur Schule gehen, desto unwahrscheinlicher wird es, dass sie es jemals wieder tun", warnte Unicef.

dpa

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