Bedenkliche Bakterien: Diese 14 Badestellen in Deutschland solltest du meiden

- Quelle: dpa
Im Sommer kommt es in natürlichen Gewässern oft zu Blaualgen. >
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Viele fiebern dem Sprung in den nächsten Badesee diesen Sommer entgegen. Die EU-Umweltagentur EEA gibt dafür mit Blick auf die Wasserqualität von Europas Badestellen fast ausnahmslos grünes Licht. 

Die Badegewässer in Deutschland bieten weiterhin überwiegend hervorragende Wasserbedingungen. Wie die Europäische Umweltagentur EEA in einem Bericht mitteilte, überzeugten 90,4 Prozent der in 2021 analysierten Gewässer in der Bundesrepublik mit exzellenten Wasserbedingungen. Nur 14 der rund 2291 Badestellen wurden als mangelhaft eingestuft, da sich dort bedenkliche Bakterien im Wasser befanden - im Jahr 2020 waren es 11 gewesen.

14 Badestellen mangelhaft

Diese Werte sind etwas höher als im Vorjahresbericht. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Wasserqualität aber nach wie vor im oberen Mittelfeld. 

14 der 2291 Badestellen in der Bundesrepublik bekamen Mängel attestiert, weil dort zu viele bedenkliche Bakterien im Wasser entdeckt worden waren - ein Jahr zuvor waren es elf gewesen.

Übrigens: Eine Gefahr in Badeseen stellen giftige Blaualgen dar. Woran du diese erkennst, erfährst du im Video am Anfang des Artikel.

Das sind die mangelhaften Gewässer in Deutschland 

Unter den als mangelhaft bewerteten Gewässern befanden sich folgende Seen, Bäder und Strände:

  • Sunthauser See in Bad Dürrheim (Baden-Württemberg)
  • Freibad Miersdorf in Zeuthen (Brandenburg)
  • Mainparksee in Mainaschaff im Landkreis Aschaffenburg (Bayern)
  • Naturbadestrand Glöwitzer Bucht in Barth (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Nordseestrand Wremen im Landkreis Cuxhaven (Niedersachsen)
  • Badestelle an der Elbe bei Brokdorf (Schleswig-Holstein)
  • Holzmühleweiher in Vogt (Baden-Württemberg)
  • See Freigericht-Ost, Kahl (Bayern)
  • Spreelagune, Lübben (Brandenburg)
  • Hinbergsee, Kargow (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Naturbadeplatz am Campingplatz Grüntensee, Wertach, Bayern
  • Stettiner Haff, Bellin (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Rühner See, Bützow, (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Kleine Müritz, Rechlin (Mecklenburg-Vorpommern)

EEA hat über 20.000 Gewässer analysiert 

Die in Kopenhagen ansässige EEA hat für den jährlich erscheinenden Bericht Daten aus der Badesaison 2020 zu 22.276 Gewässern analysiert, die sich in den EU-Mitgliedstaaten einschließlich Großbritannien sowie in Albanien und der Schweiz befinden. Die Umweltexperten schauten dabei auf die Belastung der Gewässer mit Fäkalbakterien, die beim Menschen zu Krankheiten führen können, nämlich intestinale Enterokokken und Escherichia coli. Die Wasserqualität richtet sich nach der nachgewiesenen Menge dieser Bakterien, die vor allem von Abwässern und aus der Landwirtschaft herrühren. Bei einer Einstufung als mangelhaft rät die EEA zu Badeverboten, Warnhinweisen oder anderen Maßnahmen. 

85 Prozent dieser mehr als 22.000 Badestellen stuft die EEA diesmal insgesamt als exzellent ein (Vorjahr: 82,2 Prozent), 95 Prozent erfüllten die EU-Mindeststandards (Vorjahr: 92,6 Prozent). Hier ist also eine leichte Verbesserung erkennbar.

Österreich hat die beste Wasserqualität

Die Spitzenpositionen belegt Österreich mit rund 98 Prozent an Badestellen mit exzellenter Wasserqualität, gefolgt von Malta, Griechenland und Kroatien. Die Schlusslichter waren Polen, die Slowakei und Ungarn.

Die Qualität der europäischen Badegewässer hat sich nach EEA-Angaben im Laufe der vergangenen 40 Jahre dank diverser EU-Direktiven immens verbessert. Die EU-Gesetzgebung habe in diesem Zeitraum nicht nur dabei geholfen, die Wasserqualität insgesamt zu steigern, sondern auch dabei, verbesserungsbedürftige Gegenden ausfindig zu machen, erklärte EEA-Exekutivdirektor Hans Bruyninckx. "Die Badegewässerqualität in Europa bleibt hoch und das ist eine gute Nachricht für Europäer, die in diesem Sommer an Strände und Badestellen aufbrechen werden", erklärte auch EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius. 

Diese interaktive Karte zeigt, welche Badestelle in Europa welche Wasserqualität aufweist.

Mittlerweile kann man auch in Hauptstädten sicher baden 

Die EEA wies in dem Bericht zudem darauf hin, dass sich in den vergangenen Jahren stark darum bemüht worden sei, die Wasserqualität in urbanen Gegenden zu steigern. Heute könne man in einigen europäischen Hauptstädten sicher Baden gehen, unter anderem in der Donau in Wien und Budapest, in der Spree in Berlin oder im Hafen von Kopenhagen. 

"Der EU-Aktionsplan 'Zero Pollution' und die Überarbeitung der EU-Badegewässerrichtlinie werden unser Engagement für die Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung in den kommenden Jahrzehnten weiter festigen", erklärte der EEA-Exekutivdirektor Hans Bruyninckx.

Den Angaben zufolge ging der Anteil der Badegewässer von schlechter Qualität seit 2013 zurück. Im Jahr 2021 machten schlechte Badegewässer lediglich 1,5 Prozent aller Badegewässer in der EU aus - im Jahr 2013 waren es noch 2 Prozent gewesen. Mit einer Bewertung der Verschmutzungsquellen und einer entsprechenden Umsetzung integrierter Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen könne man zu einer Verbesserung der Wasserqualität beitragen, wurde in dem Bericht betont.

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