Nach Dauerregen: Hangrutsch, angespannte Hochwasserlage, vollgelaufene Keller

- Quelle: dpa/wetter.com
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Deutschland blieb in der Nacht auf Samstag zunächst von größeren Unwetterschäden verschont. Vor allem in Bayern kam es jedoch zu Schäden und Einschränkungen. Die Hochwasserlage ist angespannt.

Vollgelaufene Keller, durch Äste blockierte Straßen und über die Ufer getretene Bäche: Besonders die bayerischen Feuerwehren haben in der Nacht auf Samstag (20.08.22) einiges zu tun gehabt. Doch die Zahl an größeren Unfällen und verletzten Personen halte sich glücklicherweise in Grenzen, sagte ein Sprecher des Lagezentrums Bayern. 

Update, 20.08.22. 10:55 Uhr: Hangrutsch im Oberallgäu - Straße gesperrt

Bei Markt Oberstdorf im Landkreis Oberallgäu hat es einen Hangrutsch gegeben. Dabei wurde niemand verletzt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Der Hangrutsch sei vermutlich eine Folge des extremen Dauerregens in der Nacht. Die Straße zum Gemeindeteil Tiefenbach wurde von der Feuerwehr gesperrt. 

Update, 20.08.22, 09:55 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt weiter vor heftigem Starkregen

Der Deutsche Wetterdienst hat am Samstag für den Südosten Bayerns vor extrem heftigem Starkregen gewarnt. Zwischen Landshut und Bad Reichenhall könnten Straßen und Keller überflutet werden, Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen seien möglich. Auch Erdrutsche seien nicht auszuschließen. Die Menschen in der Region sollten Fenster und Türen geschlossen halten und möglichst nicht ins Freie gehen. 

Warnung vor Starkregen und Erdrutschen im Süden

In Niederbayern sei es auf einzelnen Bundesstraßen zu Aquaplaning gekommen, wie die Passauer Neue Presse berichtete. Ernsthaft verletzt worden sei bei Unfällen jedoch niemand. Auch in Garmisch-Patenkirchen und dem Allgäu, wo mit Stufe 4 die höchste Warnstufe ausgerufen worden war, habe es nach Angaben der Polizei keine größeren Einsätze gegeben.  

Im Vorfeld wurde am Freitag vor Starkregen und Erdrutschen vor allem im Süden Deutschlands gewarnt - bis zu 80 Liter pro Quadratmeter seien innerhalb weniger Stunden möglich. 

Am Donnerstag haben Unwetter in Brandenburg für zahlreiche Einsätze gesorgt:

Heftige Unwetter in Brandenburg: Keller überflutet, Autos beschädigt

Starkregen und Gewitter auch am Samstag

Im Verlauf des Samstags ist in Teilen Deutschlands weiter mit Starkregen und Gewittern, teils mit kleinen Hagelschauern zu rechnen. Die Details kannst du dir im Video am Anfang des Artikels ansehen.

Auch in den benachbarten Ländern war es Donnerstag und Freitag zu starken Unwettern gekommen - einige mit tödlichen Folgen. Fünf Menschen starben in Österreich in Folge umgestürzter Bäume, mindestens elf weitere wurden verletzt.

Eine überschwemmte Straße nach Starkregen bei Wolfurt in der Nähe von Bregenz, Vorarlberg, Österreich.Bildquelle: dpa

Wie extrem die Flusspegel teilweise in Österreich angeschwollen sind, zeigt dieser Twitter-User:

https://twitter.com/karnerkreativ/status/1560668568299003904

Auf der französischen Insel Korsika starben nach Behördenangaben sechs Personen durch das Unwetter, weitere 20 wurden verletzt, einige schwer.  

Hochwasserlage im Süden: Flüsse stark angeschwollen

Der anhaltende Regen bis Starkregen lässt die Pegel vieler Flüsse in Bayern und teilweise auch in Baden-Württembergsanschwellen. Teilweise kam es bereits zu Überflutungen.

Der Dauerregen in Bayern hat dort den Wasserstand vieler Flüsse steigen lassen. Betroffen seien am Samstag vor allem die Gebiete der kleineren südlichen Zuflüsse zur oberen Donau, der Altmühl, am Oberlauf von Iller und Lech, der Bodensee-Zuflüsse sowie das Inn-Gebiet, meldete der Hochwassernachrichtendienst Bayern. "An mittleren und größeren Flüssen, die von den Pegelmessstellen mit Meldestufen-Einteilung beobachtet werden, haben die Regenmengen bisher nur vereinzelt zu Ausuferungen geführt." Wegen der dynamischen Wetterentwicklung seien Hochwasser allerdings schwer vorherzusagen.

Wo aktuell vor Hochwasser gewarnt wird, kannst du über das Länderübergreifende Hochwasserportal (LHP) einsehen.

Die Hochwasserwarnlage am Samstagmorgen. Bildquelle: LHP

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