Verletzte durch umgestürzte Bäume: Bilanz nach Sturmtief GORAN 

- Quelle: dpa/wetter.com

Sturmtief GORAN hinterlässt in Deutschland viele Schäden! Es gab mehrere Verletzte. Besonders betroffen waren Niedersachsen und NRW. Eine Sturmbilanz!

Mit Windgeschwindigkeiten bis 163 km/h hat Sturmtief GORAN am Donnerstag in Deutschland gewütet. Bäume und Schilder wurden umgeworfen, Mülltonnen durch die Gegend geschleudert und Gebäude beschädigt. Feuerwehr und Polizei verzeichneten Verletzte und Dutzende von Einsätzen.

Umgestürzte Bäume blockieren Gleise 

Auch der Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen war betroffen. Wegen umgestürzter Bäume zwischen Oberhausen und Emmerich wurden Fernverkehrszüge umgeleitet. Die Bäume hatten die Gleise blockiert.

Betroffen war die ICE-Verbindung zwischen Köln und Amsterdam. Die Züge hatten laut Deutscher Bahn etwa 45 Minuten Verspätung. Die Halte in Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen und Arnhem entfielen.

Laterne kracht auf Fahrzeug

Im Märkischen Kreis blockierten Bäume mehrere Straßen. Insgesamt zählte die Polizei dort 23 wetterbedingte Einsätze. In Düsseldorf war die Feuerwehr laut einem Sprecher wegen abgebrochener Äste, umgekippter Bauzäune und herabgefallener Dachziegel im Einsatz. In Voerde im Kreis Wesel wurde eine Telefonleitung beschädigt. 

In Oberbruch im Kreis Heinsberg stürzte eine Laterne auf ein parkendes Fahrzeug. In Lotte im Kreis Steinfurt zerlegte der Sturm eine Holzhütte auf einem Baumarktgelände. Auch in Köln, Dortmund, Münster, Euskirchen, Krefeld oder Paderborn kam es zu zahlreichen Einsätzen.

Orkanböen bis 163 km/h registriert

Die heftigsten Windgeschwindigkeiten wurden übrigens auf dem Brocken gemessen. Dort gab es 163 km/h. Orkanböen bis 126 km/h fegten über Kiel. Mit 119 km/h wurden in Bremerhaven ebenfalls Orkanböen registriert. Die höchsten Windgeschwindigkeiten von GORAN sind in dieser Tabelle zusammengefasst: 

Ein Verletzter: Kleinlaster im Graben

Auch in Niedersachsen gab es zahlreiche Einsätze von Polizei und Feuerwehr. Nahe Riepe im Landkreis Aurich wurde ein kleinerer Lastwagen von einer Sturmböe erfasst und in den Straßengraben geschleudert, wie eine Polizeisprecherin in Aurich mitteilte. 

Der Fahrer wurde verletzt. Die aufwendige Bergung des Fahrzeuges habe mehrere Stunden gedauert.

Verkehrsbehinderungen durch GORAN  

Auch abgebrochene Äste, umgekippte Bäume und verschmutzte Fahrbahnen störten seit dem Donnerstagmorgen den Verkehr in Ostfriesland, wie eine Polizeisprecherin in Leer mitteilte. Bei Rhauderfehn krachte ein größerer Ast vor das fahrende Auto einer Frau. Insgesamt rückte die Polizei allein in Ostfriesland zu mehr als 30 Einsätzen aus.

In der Samtgemeinde Dörpen im Emsland landete ein Fahrer mit seinem Auto ebenfalls in einem Straßengraben, als er einem umstürzenden Baum auswich. Er blieb unverletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Zudem löste der starke Wind Teile der Fassade und des Daches eines Bullenstalls und schleuderte diese auf eine nahegelegene Bundesstraße. Auch bei diesem Einsatz wurde aber niemand verletzt.

Im Kreis Stade zählte die Polizei rund zehn sturmbedingte Einsätze. Dort stürzten kleinere Bäume um, Dachpfannen wurden aufgewirbelt. Niemand kam zu Schaden, wie ein Sprecher sagte. 

Kaum Schäden in Schleswig-Holstein und Hamburg

Die Ausläufer des Sturmtiefs haben in Schleswig-Holstein und Hamburg am Donnerstag nur geringe Schäden angerichtet. In Hamburg musste die Feuerwehr nach Angaben eines Sprechers 23 Mal ausrücken.

Die Leitstellen in Schleswig-Holstein meldeten bis zum Mittag 43 Einsätze. Dabei ging es nach Angaben der Polizei in erster Linie um abgeknickte Äste, umgestürzte Bäume und herumfliegende Schilder.

Winter-Comeback nach Sturm 

Am Wochenende macht sich aber schon wieder polare Kaltluft auf den Weg nach Deutschland. Die Schnefallgrenze sinkt dann wieder bis ins Flachland. Mehr zum winterlichen Wettertrend haben wir hier: 

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