Sicher bezahlen und Ärger vermeiden: Tipps für die Reisekasse

- Quelle: dpa/wetter.com
Das solltest Du tun, wenn Du im Urlaub beklaut wirst!
Initialisierung des Players
fehlgeschlagen!
Bitte aktivieren Sie Flash!
Kontakt & Support
 

Wo wechselt man am besten Bargeld um? Was ist am Geldautomaten zu beachten? Und was macht man, wenn einem die Kreditkarte gestohlen wird? Hier sind die wichtigen Infos zum Thema "Geld im Ausland".

500 Euro cash im Brustbeutel herumtragen? Oder ganz auf die Plastikkarte setzen? Bares schon in Deutschland umtauschen? Oder vor Ort einfach den nächsten ATM suchen? Rund um die Reisekasse ergeben sich viele Fragen. Die wichtigsten Ratschläge:

Mischung aus Bargeld und Karte

Wie bei vielen Dingen im Leben gilt auch für die Zahlungsmittel im Urlaub: Eine ausgewogene Mischung ist ratsam. Ideal sei der Mix aus etwas Bargeld, Girocard und Kreditkarte, sagt Sylvie Ernoult vom Bundesverband deutscher Banken. Mit der Girokarte - auch noch als EC-Karte bekannt - können Urlauber europaweit Geld abheben und Einkäufe bezahlen. Außerhalb der Eurozone gehört eine weltweit gültige Kreditkarte ins Reisegepäck. PIN-Nummer einprägen!

Nicht zu viel Bargeld mitnehmen

Zu viel Bargeld auf Reisen mitzunehmen, ist keine gute Idee. Man ist ein gutes Ziel für Diebe. Wer bestohlen wird, verliert seine gesamte Urlaubskasse. "Bares ist nicht versichert und wird bei Verlust nicht ersetzt", betont Torsten Schäfer vom Deutschen Reiseverband.

Geldwechsel am Flughafen besser als in der Heimat

Wer in ein Land außerhalb der Eurozone reist, für den kann es bequem sein, einen Teil des Geldes bereits daheim in die Fremdwährung tauschen. "So können Reisende problemlos zum Beispiel die Taxifahrt ins Hotel zahlen oder ein Trinkgeld geben", sagt Robert Bartel von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Andererseits fallen für den Tausch in Deutschland hohe Gebühren an. Günstiger ist der Umtausch in der Regel im Urlaubsland, etwa direkt am Flughafen.

Bargeldvorrat aufteilen

Wer vor Ort mit viel Bargeld unterwegs ist, sollte den Vorrat aufteilen: Der Tagesbedarf kommt ins Portemonnaie, das übrige Geld an einen sicheren Ort wie den Safe im Hotel.

Abheben mit Kreditkarte günstiger als Geldwechsel

Zwar können Urlauber ihre Euro auch in Banken und Wechselstuben umtauschen - das ist sicherer als bei einem Straßenhändler. Meist bekommen Reisende die Landeswährung aber an einem Geldautomaten günstigsten. "Dies ist zumeist schon am Flughafen möglich und häufig auch günstiger als die Angebote in den Wechselstuben", sagt Ernoult.

Wichtig: Die Karte sollte im Ausland geringe Kosten für die Abhebung verursachen und ein ausreichendes Limit haben.

Vorsicht vor hohen Extragebühren

Das ist nicht immer so. Außerdem fallen teilweise Extragebühren an, die der Automatenbetreiber kassiert. Urlauber sollten sich bei ihrem Kartenherausgeber über die Abhebungskosten informieren.

Wenn pro Abhebung pauschal eine Gebühr anfällt, lohnt es sich eher, seltener und dafür größere Summen am Automaten abzuheben.

Finger weg von Euro-Sofortumrechnung!

Viele Geldautomaten außerhalb der Eurozone bieten dem Benutzer an, den Abhebungsbetrag in Euro umrechnen zu lassen. Das nennt sich Sofortumrechnung oder Dynamic Currency Conversion. Hier sollten die Alarmglocken läuten.

Man bekommt nämlich einen deutlich schlechteren Wechselkurs als bei der Abrechnung in Landeswährung. "Das Gleiche gilt übrigens auch an der Ladenkasse", sagt Ernoult.

Wachsamkeit am Geldautomat

Beim Geldautomaten im Ausland gilt das gleiche wie hierzulande: Bei der Eingabe der PIN sollte niemand zuschauen. Wer sich beobachtet oder bedrängt fühlt, bricht den Vorgang am besten ab und sucht sich einen anderen Automaten. Wem ein Gerät und dessen Umgebung nicht geheuer vorkommt, klickt ebenfalls besser auf Abbruch. Skeptisch machen sollten zum Beispiel lose montierte Komponenten.

So sperrst du im Notfall deine Karten

Giro- und Kreditkarten sind sicherer als Bargeld. "Sie können im Fall eines Verlustes sofort gegen Missbrauch gesperrt werden", erklärt Schäfer. Die zentrale Sperrnummer etwa für EC-Karten lautet 01805/021021. Sie ist rund um die Uhr und aus dem Ausland mit der deutschen Ländervorwahl erreichbar, also 0049 1805 021021. Für zahlreiche Kreditkarten gilt die einheitliche Sperrnummer 116 116.

Geldtransfer als letzte Notlösung

Wer alle Tipps befolgt hat und aus unglücklichen Umständen trotzdem ohne finanzielle Mittel dasteht, kann einen Geldtransfer-Dienst nutzen - zum Beispiel Western Union oder Moneygram.

Damit können Verwandte und Bekannte im Notfall Geld von zu Hause schicken, das die Filiale vor Ort ausgibt. Das dauert nur ein paar Minuten. Nachteil: Der Service ist in der Regel recht teuer.

Übrigens: Wenn du wissen möchtest, welches Urlaubsland bei den Deutschen am beliebtesten ist, solltest du dir den folgenden Artikel durchlesen:

Überraschender Reisetrend: Das ist das liebste Reiseziel der Deutschen

P.S. Bist du auf Facebook? Dann werde jetzt Fan von wetter.com!

Zur News-Übersicht Reise

Nach oben scrollen