Mineralwasser im Test: Ein bekanntes Wasser fällt durch

- Sabrina Fuchs
Mineralwasser im Test: Ein bekanntes Wasser fällt durch
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Nicht jedes Mineralwasser ist frei von Verunreinigungen.

Vor allem im Sommer ist es wichtig, viel Wasser zu trinken. Doch nicht jedes Mineralwasser ist frei von Verunreinigungen. Das zeigt der Test von Ökotest.

Gerade bei den aktuellen Temperaturen müssen wir täglich viel trinken, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Wie Ökotest schreibt, haben die Deutschen im Jahr 2018 pro Kopf im Schnitt 150 Liter Mineralwasser getrunken. Dieser hohe Wert ist unter anderem mit dem Rekordsommer zu begründen.

Wer Mineralwasser kauft, geht wahrscheinlich davon aus, dass dies auch sauber ist. Ökotest hat nun 53 verschiedene Mineralwasser-Marken der Sorte "Classic" untersucht. Eine bekannte Marke ist dabei tatsächlich durchgefallen.

Ein Wasser ist gänzlich durchgefallen

Mineralwasser darf von den Abfüllern grundsätzlich kaum aufbereitet werden, was die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung vorgibt. Es muss nämlich "ursprünglich rein" bleiben. Bei dem abgefüllten Wasser handelt es sich um Regenwasser, das durch die Gesteinsschichten zur jeweiligen Quelle gesickert ist. Dabei kann es jedoch auch Giftstoffe aufnehmen. 

Insgesamt konnte Ökotest zwar jedes zweite Wasser mit "sehr gut" oder "gut" bewerten, jedoch gibt es auch Wasser, die durch Arsen, Uran, Bor, Pestizid-Resten oder Süßstoffen belastet waren. Pestizid-Rückstände gelangen gewöhnlich über den Einsatz in der Landwirtschaft ins Wasser, Süßstoffe durch Abwasser. Bei letzterem handelt es sich also um eine von Privathaushalten verursachte Verunreinigung. Auch unnötige Plastik-Einwegflaschen wurden kritisiert, da sie die Umwelt belasten.

Ein einziges Wasser ist gänzlich durch den Test gefallen: "Apollinaris Classic". Bei diesem Wasser wurde mehr Bor festgestellt, als für Trinkwasser erlaubt ist. Außerdem wurde eine erhöhte Menge an Arsen entdeckt. Doch auch bei anderen getesteten Wassermarken wurden entsprechende Verunreinigungen identifiziert.

Das sind die Gewinner im Test

Insgesamt wurden 28 Mineralwassermarken mit "sehr gut" oder "gut" bewertet. Mit "sehr gut" wurden beispielsweise die entsprechenden Sorten von Adelholzener, Gerolsteiner, Sinalco und Viva Con Agua bewertet. Unter den unbedenklichen Sorten sind aber auch Discounter-Marken, für die Du nicht tief in die Tasche greifen musst. Die vergleichsweise teuren Marken sind also nicht zwangsläufig besser.

Die vollständigen Test-Ergebnisse kannst Du hier einsehen.

Ökotest hat eine klare Empfehlung

Ökotest gibt im Bericht auch Tipps für den Mineralwasser-Kauf. Um die Umwelt zu schonen, solle man deshalb vor allem Marken aus der eigenen Region bevorzugen, sodass weniger CO2 und Energie für den Transport aufgebracht werden müsse.

Außerdem solle man zu Mehrwegflaschen greifen. Glas-Mehrwegflaschen werden bis zu 50 Mal wieder befüllt, Plastik-Mehrwegflaschen nur bis zu 25 Mal. Zudem bestünden weiße Glasflaschen heutzutage aus rund 60 Prozent Altglas, grüne sogar aus bis zu 80 Prozent. Wenn Du zu Mehrwegflaschen greifst, reduzierst Du also sowohl Müll und sparst Energie. 

Gleichzeitig gibt Ökotest die Empfehlung ab, zu Leitungswasser zu greifen, da die Qualität in Deutschland streng überwacht wird und es jederzeit verfügbar ist. Der Konsum von Leitungswasser schont außerdem den Geldbeutel und ist ökologisch sinnvoller. Magst Du nur Wasser mit Kohlensäure, kannst Du sie auch mit einem Wassersprudler hinzufügen. Außerdem musst Du das Wasser mit dieser Variante nicht mehr vom Supermarkt nach Hause schleppen.

Bei den aktuellen Temperaturen solltest Du jedoch nicht nur ausreichend trinken, sondern auch das Richtige essen. Was Du beim Essen beachten solltest, um die Hitze gut zu meistern, erfährst Du im Video:

Bei Hitze eignet sich vor allem die mediterrane Küche sehr gut.
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