Meteor über Deutschland gesichtet - Wünsch Dir was!

- Kai Zorn
Meteor über Deutschland gesichtet - Wünsch Dir was!
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Ein Meteor rast mit einem hellen Licht und oft einem dumpfen Knall Richtung Erde.

Spektakuläres hat sich am Dienstagabend (14.11.2017) am Himmel ereignet! Ein Meteor zog über Deutschland und sorgte für tolle Momente.

Am Dienstagabend ist ein Feuerball, ein so genannter Bolide oder auch Meteor über Deutschland gezogen. Der Feuerball von Dienstagabend war eine spektakuläre Lichterscheinung. 

Wir alle kennen die Sternschnuppen und wissen, wenn kleine Teilchen (kleine Meteore) aus dem Weltraum in die Erdatmosphäre eintreten, verglühen sie.

Masse macht den Unterschied zwischen Sternschnuppe und Meteor

Der Unterschied zwischen einer Sternschnuppe und einem Meteor ist die Masse. Sternschnuppen an sich sind kleine Meteore, werden aber Sternschnuppen genannt. Der Durchmesser einer Sternschnuppe beträgt - bevor dieses Gesteinsbröckchen in die Erdatmosphäre eindringt - 1 bis 10 Millimeter. 

Ein Meteor wie am Dienstagabend ist größer als 10 Millimeter.

Meteorit zieht über Süden Deutschlands
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Meteor leuchtet sehr hell

So ein Meteor oder Feuerball leuchtet sehr hell. Seine Helligkeit wird jedoch nicht nur durch die Masse bestimmt, sondern auch durch die Fallgeschwindigkeit. Je größer der Meteor ist und je schneller er in und durch die Erdatmosphäre rast, desto heller erscheint das Licht. 

Und noch etwas geschieht: Ein Meteorit kommt mit vielfacher Schallgeschwindigkeit heran gerauscht. Das kann von einem lauten Knall bis zum dumpfen Donnergrollen weit nach der Sichtung führen. 

Ein großer Meteor rauschte am 15. Februar 2013 in den Ural mit einer großen Leuchtspur, einem lauten Donnern, Explosionen und einer Rauchschleppe. Bruchstücke gingen nieder, es gab Sachschäden und fast 1500 Verletzte.

Meteoren-Ursprung aus den Leoniden

Der Meteor vom Dienstag entstammt aus dem gerade vorherrschenden Meteorstrom der Leoniden. Diese sind bei uns zwischen dem 6. und 30. November aktiv. Der Höhepunkt ist am 17. November.

Die Leoniden sind übrigens mit einer Geschwindigkeit von 71 Kilometern pro Sekunde (!!!) außerordentlich schnell unterwegs. 

Macht der Himmel den Blick auf die Sternschnuppen frei?

Derzeit befinden wir uns also kurz vor dem Höhepunkt des Sternschnuppenregens der Leoniden. Das Problem ist aber: Wir haben in den kommenden Nächten viele Wolken, Nebel und Hochnebel. 

Klar ist der Himmel bis Freitagfrüh sicher im Süden Deutschlands abseits und oberhalb des Nebels sowie in den Alpen. Sonst sieht es sehr mau aus. Nach Durchzug einer Kaltfront am Freitag bringen die Nächte auf Samstag, auf Sonntag und auf Montag wenigstens kurz mal ein paar Phasen mit klarem Himmel. Nur dort, wo es bis Freitagfrüh klar war, nämlich in den Alpen, bleibt es dann bewölkt. 

Ob Sternschnuppen oder nicht: Ein kleiner Wunsch wird ab Freitagnachmittag trotz eines neuen Tiefs und ungemütlicher Witterung am Wochenende erfüllt: Tagsüber zeigt sich wenigstens kurz mal die Sonne, wenigstens kurz...

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