Klimawandel verursacht heißeste fünf Jahre seit Aufzeichnungsbeginn

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Klimawandel verursacht heißeste fünf Jahre seit Aufzeichnungsbeginn
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Extreme Wetterereignisse wie Dürren oder Überschwemmungen treten immer häufiger auf.

Bisher war schwer zu belegen, dass einzelne Extremwetterereignisse wirklich auf die Erderwärmung zurückgehen. Doch inzwischen machen Wissenschaftler erstaunlich präzise Angaben.

Diese Meldung über das Wetter weltweit kommt nicht mehr überraschend: Die vergangenen fünf Jahre waren nach Angaben von UN-Experten die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Zeit zwischen 2011 und 2015 sei eine "Periode der Extreme" gewesen, sagte Omar Baddour von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) bei der Vorstellung einer neuen Studie am Rande der Klimakonferenz im marokkanischen Marrakesch. 2015 war demnach das heißeste Jahr bisher. Nach einer Studie der Umweltorganisation Germanwatch leiden insbesondere arme Länder unter extremen Wetterereignissen.

Mehr Starkregen und Dürren aufgrund der Erderwärmung

Einzelne Wetterextreme wie Dürren oder Starkregen lassen sich laut WMO immer deutlicher auf die Erderwärmung zurückführen. Von 79 Studien, die zwischen 2011 und 2014 von einem amerikanischen Fachmagazin veröffentlicht wurden, stellte mehr als die Hälfte fest, dass der Klimawandel die untersuchten Ereignisse mitverursacht hat. Einige Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit von Hitzewellen um das Zehnfache oder mehr angestiegen ist.

Als Beispiele wurden unter anderem der heiße Sommer des Jahres 2013 in Westeuropa und Hitzewellen im Frühjahr und Herbst 2014 in Australien genannt. Die WMO mit Sitz in der Schweiz beobachtet das globale Wetter seit den 1950er Jahren. Eine Vorläuferorganisation tat dies bereits seit 1873.

Entwicklungsländer leiden besonders unter dem Klimawandel

Stärker als Industrienationen leiden in der Regel Entwicklungsländer unter Überschwemmungen, Erdrutschen oder Hitzewellen. In den vergangenen 20 Jahren litten darunter besonders Honduras in Zentralamerika, Myanmar in Südostasien und die Karibikinsel Haiti, wie die Umweltorganisation Germanwatch erklärte. Sie stellte am Rande der Klimakonferenz ihren Globalen Klima-Risiko-Index vor.

Der jährliche Bericht stützt sich auf Daten des Rückversicherers Munich Re sowie Informationen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu Wirtschaft und Bevölkerungszahlen. Weltweit starben demnach zwischen 1996 und 2015 beinahe 530 000 Menschen durch extreme Wetterereignisse. Die unmittelbaren wirtschaftlichen Verluste beliefen sich auf knapp 3,1 Billionen US-Dollar (etwa 2,8 Billionen Euro).

Auch Deutschland durch Hitze und Unwetter hart getroffen

Deutschland war im gleichen Zeitraum mit einer Schadenssumme von durchschnittlich knapp 3,6 Milliarden US-Dollar (ungefähr 3,26 Milliarden Euro) pro Jahr nach Frankreich und Portugal die am drittstärksten betroffene Industrienation. In der Bundesrepublik machte sich insbesondere die Hitzewelle 2003 bemerkbar. Auch schwere Stürme wie der Orkan KYRILL 2007 oder die wiederholten schweren Hochwasser an Elbe, Donau und Oder zeigten verheerende Folgen.

Unter den zehn Staaten, denen extreme Wetterereignisse im vergangenen Jahr besonders zugesetzt haben, sind auch die vier afrikanischen Länder Mosambik, Malawi, Ghana und Madagaskar. Dies sei ungewöhnlich, weil der Index Ereignisse wie Dürren, die erst über einen längeren Zeitraum wirken, nicht widerspiegele, so Studienautor Sönke Kreft. Allerdings gab es zu Beginn vergangenen Jahres schwere Regenfälle und Sturzfluten in Südostafrika.

Bei der Klimakonferenz in Marrakesch soll über Möglichkeiten beraten werden, Länder zu unterstützen, die unter den Folgen der Erderwärmung leiden. Auch Standards für nationale Pläne zur Anpassung werden diskutiert.

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